Ausgabe 
4.2.1932
 
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h illet als thüringischer Beamter feilt die Presse­stelle der Relchsleitung der NSDAP. mit, daß Mi­nister Dr. Jri(f allerdings die Absicht ge­habt habe, Adolf Hitler, der vier Jahre lang in der deutschen Armee für sein Volk gekämpft hat, durch Erwerb der Beamteneigenschaff in Thüringen auch formell die deutsche Staats­angehörigkeit zu verschaffen. Als Adolf Hitler jedoch von diesen Bemühungen, die ohne sein wis- s e n seinerzeit erfolgt waren, erfuhr, bat er Minister Frick, davon Ab st and zu nehmen bzw. die eingdeifefen Schritte rückgängig zu machen, da er nicht auf diesem Wege die deutsche Staats» angehörigkeit zu erwerben wünsche. Demgemäß hat auch Minister Dr. Frick seinerzeit die eingdeifefen Schritte unverzüglich abgebrochen.

Ansicht, daß eine Anstellung Hitler« alS Be­amter trotz etwaiger Aushändigung der An­stellungsurkunde wohl gar nicht erfolgt sei. Denn Hitler sollte weder ein Amt über­tragen werden, noch sollte er in die mit dem Amte verbundenen Rechte und Pflichten eintreten. Hitler hat überhaupt keine dienstliche Beziehungen mit dem Lande Thüringen ausgenommen. 3n dieser Richtung liegt auch die Tatsache, daß die ganzen Vorgänge überhaupt nicht in den Geschäftsgang gekommen sind.

Eine Erklärung der RGOAp.

Hitler hat die Akt on Fricks nicht gebilligt.

München, 3. Febr. (OB.) Zu der Meldung über den angeblich erfolgten Erwerb der deut­schen Staatsangehörigkeit durchAdolf

preise und Wirtschaft.

Ein Vortrag des Reichslommifsars für Preisüberwachung

Fernsprechteilnehmer fordern Gebührensenkung.

Berlin, 3. Febr. (ENB.) Angesichts der inmit­ten der allgemeinen Preisabbauaktion unver­ändert im alten Ausmaß fortbestehen- den Fernsprechgebühren wendet sich der Reichsoerband der Fernsprechteil­nehmer e. 23. mit einer Eingabe an die zustän­digen Stellen, in der eine möglichst baldige Her­absetzung der Grundgebühren um 50 Prozent oder aber Anrechnung der Grundgebühr auf die Gesprächskosten, ferner Rabatte f ü r Häufigsprecher, Er­mäßigung der Gebühren für Ferngespräche um 5 bis 10 Rpf. in der Nahzone bis zu 100 lan und die Möglichkeit der vorübergehenden Abmeldung des Anschlusses bis zu sechs Monaten, ohne daß für diese Zeit eine Gebühr zu bezahlen ist, gefordert werden. Die Eingabe des Reichsoerbandes der Fernsprechteilnehmer ist von etwa 160 Verbänden mit schätzungsweise insge­samt 1 Million Mitglieder unterzeichnet.

Lim die Einbürgerung Hitlers.

Ein bisher geheimgebliebener Staatsakt 0r. Fricks als thüringischer Innenminister

Der Wahlkreisvorst/rnd der Deutschen Bolkspartei im Wahlkreis hefsen - N ass a u behandelte in seiner heutigen Sitzung auch die Frage der Reichspräsidentenwahl. Er faßte dabei folgenden einhelligen Beschluß:Für die Deutsche Dolkspartei gibt es nur einenKandidaten für die Reichs­präsidentenwahl: Hindenburg."

M ü n st e r i. 253., 3. Febr. (ERB.) Der Reichs- kommissar für Preisüberwachung, Oberbürger, meister Dr. ©oerbeler, sprach vor dem Zweck- verband der Industrie- und Handelskammern zu Bochum, Dortmund, Essen und Münster über das ThemaPreise und Wirtschaft". Er wandte sich gegen den Wunderglauben der Selbst- Hilfe, dem er die Forderung gegenüberstellte, daß eine Volkswirtschaft wie die deutsche, die einen we­sentlichen Teil ihres Aufschwunges auf dem Export aufgebaut habe, ihre Lebenshaltungs- und Pro- duktionskoften so gestalten müsse, daß sie für z u - künftige internationale, vernünf­tige Verhandlungen bereit sei. In der Zwischenzeit sei die Wirtschaftskraft ab­hängig von der inneren Kaufkraft, an die die Preise anzupassen künstlich beschleunigt wer­den müsse. Dr. Goerdeler erklärte, er habe nicht für zweckmäßig gehalten, höchst- oder Mindestpreise »en. Die Eingriffe seien bei den Unkosten eisverhältnissen, die in der Landwirtschaft herrschten, aber auch in der Industrie stark be­schränkt.

Die Möglichkeiten lägen vor allen Dingen auf dem Wege von der Produktion *um Konsum. Je billiger dieser Weg, um so eher die Möglichkeit, das Anspringen einer vermehrten Erzeugung zu fördern. Insbesondere sei es notwendig. dieKalkulationsw ahr- heit im Handwerk wiederherzustel- len. Aus dem Gebiete des Bankwesens und der Z i n s p o l i t i k werde der staatliche Einfluß bis auf weitere- nicht entbehrt werden können. Die Lohnfrage verantwortlich zu regeln soll wieder den beiden Parteien des Arbeitsmarktes überlassen werden. Die Zeit sei gekommen, die Verwaltung zu verein­fachen: vorläufig allerdings könne auf dem Gebiet der öffentlichen Abgaben an der Tatsache nicht vorbeigegangen werden, daß die Tarife der äl n ternehmungen zugleich wich­tige Finanzträger einer indirekten Besteuerung sind. Die Arbeitslosen­fürsorge sollte in der Rotzeit durch Zu­sammenlegung ihrer drei Zweige vereinfacht werden, für später befürwortete der Redner die Tlebertragung der Arbeitslosenfürsorge an die Gewerkschaften.

Japanische Schlappe in Tschapei.

Die Kämpfe um Schanghai dauern an.

Schanghai, 3. Febr. (TU.) Rach dem großen Angriff der Japaner am Dienstag trat zunächst eine längere Waffenpause ein, die erst in den Morgenstunden des Mittwoch durch einen Artilleriekampf unterbrochen wurde. Der Erfolg des gestrigen japanischen Angriffs ist infolge des ungeheuer zähen chinesischen Wider­standes sehr gering. Die Japaner haben lediglich die vorder st en chinesischen Gräben an der Grenze des Hongkiuquartiers gestürmt. Der größte Teil von Tschapei ist nach wie vor im Besitze der Chinesen. 3n den japanischen Stellungen richtete das chine­sische Artilleriefeuer großen Schaden an. Hun­derte von Häusern, darunter auch der Sitz des javanischen Hauptquartiers, sind schwer be­schädigt worden. Die Straßen wurden auf weite Strecken durch Granateinschläge a u s g e r i s s e n.

Das Fehlschlagen des japanischen Vorgehens ist um so bemerkenswerter, als der Angriff eine endgültige Riederlage der Chinesen und die vollständige Besetzung von Tschapei bringen sollte, bevor die neutralen Der- stärkungstruppen in Schanghai ein treffen. IDie verlautet, wurde der chinesische Bürger­meister eine halbe Stunde nach Beginn des japa­nischen Angriffs von dem japanischen Konsul unterrichtet, daß der amerikanisch-englische Waf­fenstillstandsvorschlag für die Japaner nicht an­nehmbar sei. Die Feindseligkeiten sind um 9.25 ilfrr örtlicher Zeit auf einer ausgedehn­ten Front, besonders längs der Wusung- Eisenbahn, wieder ausgenommen worden. Der Lärm der Feldgeschütze und Maschinenge­wehre ist deutlich vernehmbar. Das Flagg-Schiff der asiatischen Flotte der Vereinigten Staaten, der 10 OOO-Tonnenkreuzer .Hauston" hat hier heute früh eine Abteilungvon300Sol- daten gelandet.

Warenhäuser und Einheitspreisgeschäfte.

Berlin, 3. Febr. (TU.) Der Arbeitsaus­schuß des Retchswirtschastsrates, her sich mit einer Aenberung der Bestimmungen der Gewerbeordnung hinsichtlich der Zulassung von Warenhäusern und Einheits- &reisgefchäften und Erweiterung der nterfagungsbefugnis zu beschäftigen hat, beendete am Mittwoch unter Vorsitz des Reichs- minifters a. D. Dr. Hamm feine Verhandlungen. Der Ausschuß hörte etwa 80 Sachverständige zu den einschlägigen Fragen, darunter die Vertreter der Warenhäuser, der Einheitspreisgeschäfte, des Einzelhandels, des Großhandels, des Handwerks und die Vertreter der Verbraucherfchaft, der Haus­frauenvereine, der Gewerkschaften, der Konsumver­eine usw. Die endgültige Erledigung des Stoffes durch den Arbeitsausschuß, ist, wie wir erfahren, in zwei bis drei Wochen zu frwarten.

Kleine politische Nachrichten.

Der frühere hessische Minister Raab, der von 1918 bis 1928 in dem Kabinett Ulrich das Amt des Ministers für Arbeit und Wirtschaft bekleidete, ist in Psimgstadt, 63 Jahre alt,~ einem Asthmaleiden erlegen. Raab war ur- sprunglich, wie fein Vater, Zigarrenmacher. Er wurde bald Werkführer und kam in die arbeitet- war^er^ h *m Kcmsumgenossenschaftswesen

Jerr. AEichspräsident empfing den Z°>u<y des in Berlin weilenden Kronprinzen Asfau Woffan von Aethiopien, der sich in Begleitung feines Schwagers, des Prinzen

Dedfchasmatsch Desto Damtu, befand. An dem Emp­fang nahmen die Begleitung des Kronprinzen sowie oie Umgebung des Herrn Reichspräsidenten und Vertreter des Auswärtigen Amtes teil.

Das von der Polizeidirektion München unter dem 30. vorigen Monats erlassene Verbot desD ö l- kischen Beobachters" ist vom Reichsgericht (IV. Strafsenat) unter Verwerfung der vom Ver­lag gegen das Verbot eingelegten Beschwerde b e ft a t i g t worben.

In dem Prozeß, den Kapitän Ehrhardt feit mehreren Jahren wegen feiner Pension gegen das Reichswehrmini st erium führt, hat jetzt das Kammergericht erneut ein Urteil zugunsten des ehemaligen Führers der Marinebrigade er- lassen. Es hat festgestellt, daß das Reich nicht berechtigt sei, etwaige Schadenersatzan- spräche aus dem Kapp-Putsch gegen Ehrhardts Pen- flonsansprüche aufzurechnen.

SchahamtSsekretär Mellon hat das Angebot, al« Botschafter der Vereinigten

Berlin, 3.Febr. (TU.) Die Thüringische Staatsregierung hat der Reichsregie­rung am Mittwoch Material übergeben, das der Reichskanzler dem Reichsinnenmini st er zur staatsrechtlichen Prüfung zugeldtet hat und aus dem hervorgeht, bah nach Aussagen eines Ober­regierungsrates und eines Ministerialrates gegen­über dem thüringischen Staatsmlnlster Dr. Kästner der damalige Mini st er Dr. Frick etwa im Juli 1930 eine Anstellungsurkunde hat ausstellen taffen, wonachdem Frontkämpfer des Weltkrieges Adolf Hitler die da­mals freie Stelle des Gendarmerie- t o m m i f f ar ß in Hildburghausen über­tragen wurde". Hitler habe dabei aus Dienst­antritt und Besoldung verzichtet. Der Oberregierungsrat und der Ministerialrat, die diese Angaben dienstlich gemacht haben, erklärten, daß ihnen von dem damaligen Minister Frick ein Schweigegebot auferlegt worben fei.

Das Material.

Das der Reichsregierung übergebene Material besteht aus drei Niederschriften unter dem Datum vom 1. Februar. In der ersten Niederschrift teilt Ministerialrat Walther mit, baß die Angelegen­heit dvrch eine Anfrage einer Zeitung, die sich auf das von Stennes gegründete und von Kapitän Ehr­hardt fortgeführte Montagsblatt bezog. Dieses Blatt hatte behauptet, Hitler fei in einem deut­schen Lande bereits eingebürgert wor­den. Die Urkunde darüber werde imBraunen Haus" in München geheim verwahrt. Walther teilte die Anfrage dem Ministerialrat A. mit, der darauf sagte, daß er und Oberregierungsrat 23. etwas darüber wüßten, daß sie aber M i Nister Frick zur Amtsverschwiegenheit verpflichtet habe. Die zweite Niederschrift be­trifft die Aufforderung an die Genannten zur Aus- sage, da nach Ansicht des Ministers Kästner ein von einem früheren Minister ausgesprochenes Schweigeoerbot nicht auch gegenüber einem Amtsnachfolger dieses Ministers bestehe.

Die dritte Niederschrift enthält die Vernehmung des Oberregierungsrates B. und des Ministerial­rates A. durch den Staatsminister Dr. Kästner.

Oie Aussagen

der beteiligten Beamten.

Oberregierungsrat B. sagte u. a. folgendes aus: Es hat mich schon stets bedrückt, daß ich von einem Voraange Kenntnis hatte, den ich für politisch be­deutsam hielt, über den ich aber zur Dienst- oerschwiegenheit ausdrücklich ver- pflichtet worden war. Es ist wohl im Juli 1 9 3 0 gewesen. Minister Dr. Frick ließ mich kom­men und Anstellungsurkunden mitbringen.

Ich erhielt den Auftrag, nach seinem Diktat auf* zuschreiben und auf seine Anweisung wurde dem Dienstbogenauf Anordnung" vorangeseht, wobei Minister Dr. Frick noch erklärte, daß er für den Inhalt des Diktats die alleinige und volleVerantwortung übernehme.Er verpflichtete mich gleichzeitig zu strengstem Schweigen. Das Diktat bezog sich darauf, daß DemFrontkämpfer des Weltkrieges Adolf Hit­ler" die damals freie Stelle desGen - darmeriekommissars in Hildburg­hausen übertragen wurde. Das weitere Diktat bezpg sich meiner Erinnerung nach darauf, daß Adolf Hitler auf Dienstantritt undBe- foldung verzichtete. Es war dies der Ent­wurf eines Schreibens, das offenbar Adolf Hitler zur Unterschrift vorgelegt werden sollte. Ich habe Die Entwürfe, soweit ich mich entsinnen kann, nicht mitgezeichnet. Ich habe pflichtgemäß meineBe­de n k e n dadurch zum Ausdruck gebracht, daß ich sagte, das Finanzministerium müsse zur Mitzeichnung zugezogen werden und Wohl auch gesagt, daß das S t a a t s m i - st erium mit der Angelegenheit be­faßt werden müßte. Minister Dr. Frick erklärte, daß er den damals beurlaubten Fi­nanzminister vertrete und selbst verant­wortlich zu bestimmen habe, wie er die Angelegen­heit betreibe. Minister Dr. Frick verwahrte die Schreiben Entwurf und Reinschrift selbst­ständig. Welche Verwendung sie fanden, darüber weiß ich nichts. Der Minister hatte es auf Befra­gen abgelehnt, sie zu den Dien st- often zu geben oder die Anstellung Hitlers in den Bekanntmachungen wie üblich zu veröf­fentlichen.

Ministerialrat QI. bestätigt im wesentlichen diese Angaben. Kurz bevor er auf Urlaub gehen wollte, sagte ihm Minister Dr. Frick, er wolle rhm Kenntnis von einer Sache geben, die seine Qlbteilung beträfe. Er verpflichtete ihn aber aus­drücklich zu strengster Amtsverschwie­genheit gegen jedermann. Die Aussage fährt fort:Er gab mir darauf ein Blatt Papier zum Lesen. Cs war das Formular einer Anstellungsurkunde, auf dem in der Schrift des Oberregierungsrates D. stand, daß derFrontkämpfer des Weltkrieges, Adolf Hitler in München" zum Gen­darmerie k o m m i s s a r in Hildburg­hausen ernannt wurde. Als ich diese ersten Worte gelesen hatte, sagte ich sofort zum Mi­nister Dr. Frick, das ginge doch nicht: die Stelle sei zwar frei, aber nach den geltenden Be­stimmungen müsse doch der Finanzminister Mitwirken. Dr. Frick entgegnete etwas scharf, er vertrete den Finanzmini st er und handele in doppelter Eigenschaft als Innen- ministsr und als Finanzminister. Ob die Urkunde unterschrieben war, kann ich heute nicht mehr sagen. Dr. Frick sagte mir, die Stelle würde gleich wieder frei, da Hitler sofort um seine Entlassung aus dem Staats­dienst nachsuchen werde: die Stelle könne also mit dem einige Wochen vorher von mir vor« aeschlagenen Gendarmerlcoberwachtmeicher Z.dann besetzt werden.

Ich sagte dann dem Minister Dr. Frick, e- sei mir unangenehm, daß ich Kenntnis erhalten habe. An sich fei Hitler die Einbürgerung zu gönnen, da er im Kriege sich an der Front daS G. K. I. erworben habe, und ich es nicht ver­stände, bah ihm die Einbürgerung bisher ver­weigert worden sei. Ich hätte aber doch Zwei­fel, ob die mir vorgelegte Urkunde als eine gültige Anstellungsurkunde eines Beamten anzusehen sei. Ich kam zu der

Die Reichsleitung des C h r i st l l ch - So­zi a l e n D o l k s d l e n st e s hat an den Reichs- Präsidenten von Hindenburg nachstehendes Tele­gramm gerichtet:In unwandelbarer Treue In klarer Erkenntnis dessen, was unserem Volke in dem Entscheidungskampf um seinen Bestand und seine Zukunft nottut und in dem festen Willen, bei der Wahl des Reichspräsidenten alle Kräfte für die Wiederwahl Eurer Exzellenz einzusetzen, bittet die Reichsleitung des Christlich-Sozialen Volksdienstes im Namen der hinter ihr stehenden Bewegung Cure Exzellenz, sich dem Ruf des deutschen Volkes nicht versagen.

*

Der Reichskanzler wird voraussichtlich am Samstag nach Genf reisen, um an der Ab­rüstungskonferenz teilzunehmen. Eine Verschiebung des Termins würde nicht dadurch bedingt werben, baß ber englische Premierminister Macbonalb vorläufig verhinbert ist, nach Genf zu reisen, weil er sich in ärztliche Behanblung begeben muh.

Wie derAngriff" berichtet, werden im Aus­tra a Hitlers General Ritter v. Epp und Oberst Haselmayer am Freitag nach Genf fahren, um als Beobachter die Verhandlungen der Abrüstungskonferenz zu verfolgen.

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Staaten nach London zu gehen, angenom­men. Der Posten soll dem hochbetagten Mellon deswegen angeboten worden sein, weil kein im politischen Leben stehender Amerikaner vor den großen Wahlen gern von der Heimat abwe­send ist. Aus diesem Grunde soll auch General Dawes den Botschafterposten aufgegeben haben, und auch der amerikanische Botschafter in Paris Edge soll in allernächster Zeit zurückkehren.

Eine kommunistische Zeitung veröffentlicht eine Liste, nach der Frankreich seit 1919 mehr als 15 Milliarden Frank an auslän­dische Regierungen ausgeliehen hat. Die Liste führt auf: An China 67, an Ungarn 574, an Oesterreich 316, an Belgien 400, an Rumänien 2090, an Bulgarien 175, an Polen 2000, an die Türkei 77Q, an Chile 35, an Südslawien 925 und an England 2500 Millionen Frank.

Aus aller Welt.

Das Erdbeben auf Kuba.

Rach Privatmeldungen aus Santiago de Cuba dürfte das Erdbeben nicht so hohe Ver­luste an Menschenleben zur Folge ge­habt haben, wie die bisherigen Meldungen ver­muten ließen. Die Regierung schätzt die-Lurch das Erdbeben angerichteten Schäden auf mehr als

NORD-AMERIKA

mexi

SÜD­AMERIKA

10 Millionen Dollar. Große Teile der Stadt sind in völliges Dunkel ge­hüllt. Unter der Bevölkerung herrscht Panik. Aus den Trümmern der eingestürzten Häuser, die die Straßen bedecken, tönt Schreien und Kla­gen. 2m unteren Stockwerk eines großen Ge­bäudes fand man die Leichen von 14 Per­sonen, die beim Einsturz des Hauses erschlagen wurden. Das Dach der Frauenabteilung des Städtischen Krankenhauses ist ein gestürzt; viele Frauen und Kinder fanden dabei den Tod. Das Feuer, das die Stadt nach dem Erdbeben heimsuchte, brach an verschiedenen Stel­len der Stadt zugleich aus. Da Wasser­mangel herrschte, griff es ungehindert mit großer Schnelligkeit um sich. Sin« große An­zahl Gefangener, die in ihren Zellen ein- geschlossen waren und die man nicht befreien konnte, fanden den Tod oder wurden erheb­lich verletzt. Man schätzt jetzt die Zahl der Todes­opfer auf 500, die der Verletzten auf 1000.

Kommunistische Zersehungsversuche bei der Reichswehr.

In Berlin-Falkensee wurde eine An­zahl von Personen festgenommen, die in dem drin­genden Verdacht standen, die Zersetzung der Reichswehr im Auftrage der KPD. zu betreiben. Bei den Durchsuchungen wurde umfangreiches kommunistisches Zersetzungsmaterial, Pistolen, Munition, ein M.-G.-Schloh, Handgranatenköpfe und Zünder gefunden. Die Festnahme eines der Täter gelang gerade im dem Augenblick, als er in einem Cafe in Berlin versuchte, von einem Reichswehrangehörigen militärische Dinge zu er­fahren. Rotizen hatte er vor sich liegen. Gegen die Beschuldigten ist ein Strafverfahren wegen Vorbereitung zum Hochverrat eingeleitet worden.

Strafanträge im Essener Kommunistenprozeh.

2m Mordprozeß gegen die zwölf Kommunisten, die eine geheime Gruppe zum Zwecke der Erschießung politischer Gegner ge­bildet haben, und von denen fünf in der Rächt dom 13. zum 14. März v. I. auf eine fünf­zehn Mann starke nationalsozialisti- s ch e G r u p p e, die sich auf dem Heimweg nach Essen-Kray befand, einen Feuerüberfall mit Pistolen verübt haben, beantragte heute der Staatsanwalt gegen die v ie r Hauptangeklagten Zingel, Wolff, Derseck und Schuler die Todes­strafe. da sie sich des überlegten und vorsätz­lichen Mordes schuldig gemacht hätten. Gegen die übrigen Angeklagten wurden Zuchthaus- bzw. Ge­fängnisstrafen von vier Jahren bis fünf Monaten und gegen einen Freisprechung beantragt.

1000 Liter Benzin in Flammen.

Oluf dem Grundstück des Gastwirtes Kuhls in Demmin (Pommern) explodierte durch die Fahr­lässigkeit des Lagerverwalters ein Lager von etwa 1000 Liter Benzin. Der Lagerverwalter hatte bei der Abfertigung der aus dem Benzin­lager tankenden Kraftwagen eine S t a LL-l Interne benutzt, mit der er einem 2^ -insah z u nahe kam. Es erfolgte eine , H'IH bare Explosion. Der Lagerverwalter ftStro sofort in Hellen Flammen. Es gelang ihm noch, das Freie zu gewinnen, wo er besinnungs­los zusammenbrach. Mit schweren Brandwunden wurde er ins Krankenhaus gebracht, wo er h o f f- nungslos darniederliegt. Durch die schwere Explosion waren auch die in der Scheune lagernden Futtervorräte in Brand ge­raten. Die Scheune brannte bis auf die Grund­mauern nieder. Zwei Kühe, drei Schweine und vier Pferde kamen in den Flammen um.

Das Schicksal ber Wüftenflieget.

Die Lage ber drei in ber Sahara verschal- lenen französischen Flieger beginnt nun­mehr auch bie amtlichen französischen Stellen stark zu beunruhigen. Die Flieger hatten nurßebens- mittel unb Trlnkwasser für etwa 24 Stunden an Bord. Sie würben burch einen hef­tigen Sanbfturm abgetrieben. Bisher war es noch nicht möglich, ihren Standort feftzustellen. Vier Mi­litärflugzeuge finb am Dienstag von Algier aus aufgeftiegen, um bas ganze Gebiet in einem Um­kreis von über 2000 Kilometern abzusuchen. Die drahtlose Verbinbung mit dem Flug- 5eu9. W unterbrochen. Die vorgeschobenen französischen Posten haben Kamelreiter ausgeschickt, um die Verschollenen zu suchen.