Ausgabe 
4.1.1932
 
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Gießener Winternothilse 1931/32

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Banfnolen.

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Srrlin, 2 Januar

Geld

Lombardzinsfuh 8 o. h.

läMat und lagen unverändert. Interesse bestand noch Frachtparität Frankfurt a. M für Charlottenburger Wasser, da diese Gesellschaft I 2,70 Mark. - Tendenz: steNg.

Kaffee Hag wieder 10% billiger!

Helft den Notleidenden!

Zede Gabe ist willkommen!

a) 46 bi« 48, b) 46 bi« 48. c) 45 bis 48. d) bi- 48, e) 40 bis 45, f und g nicht notiert.

(Sachspenden an das Stadt. Wohlfahrtsamt Gartensiraße 2, Zimmer 9, erbeten; auf Wunsch erfolgt Abholung. Telephon 2655.

Geldspenden nehmen auch die Äanken und Sparkassen entgegen? ferner sind Einzahlungen auf das Winternothilfe'Konto Nr. 3372 bei der Äezirkssparlasse Gießen möglich.

geräumt.

Nach ruhigem Geschäft wurde die Beschickung de« Echweinemarktes mit 4550 (6409) Stück ausverkauft. Mehr Interesse machte sich für fette Schweine bemerkbar, während geringere kaum abzusetzen waren. Da« Preisniveau zeigte eine Erhöhung um 1 bi« 2 Mark.

Es notierten pro Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen al) 30 bis 34. a2) 26 bis 29, bl) 22 bis 25. Bullen a) 26 bis 30. b) 20 bi«

25. Kühe a) 24 bis 27, b) 20 bis 23. c) 14 bis

19. Färsen a) 30 bis 34, b) 26 bis 29. c) 22 bis

25. Kälber b) 40 bis 45. c) 34 bis 39. d) 27 bis

33. Schafe al) 22 bi« 27, b) 17 bis 21. Schweine

Kirche und Schule.

KreiS Schotten.

wg. Gedern, 2. Ian. Im Jahre 1931 fan­den in der hiesigen evangelischen Kir­chengemeinde statt: 38 Taufen (20 Knaben, 18 Mädchen), 11 Trauungen und 11 Beerdigun­gen. Konfirmiert wurden 17 Kinder (7 Knaben, 10 Mädchen). Die Zahl sämtlicher Gottesdiensts betrug 105. die von 15 415 Erwachsenen (7150 Männern. 8265 Frauen) und 8250 Kindern (3925 Knaben. 4325 Mädchen) besucht wurden. An den 13 Abendmahlsfeiern im öffentlichen Gottesdienst und an den 8 Hausabendmahlen nahmen ins­gesamt 1041 Gemeindeglieder (486 Männer, 555 Frauen) teil.

bekanntlich Desiauer Gasaktien im Portefeuille Hal.

Am Anlagemarkt bestand für Pfandbriefe einige Nachfrage, man nannte etwa 0,5 v. f). höhere Kurse. Auch Farbenbonds und Reichsbahnvorzugs­aktien waren etwas gebessert. Im Vordergründe des Interesses iland aber auch heute an diesem Markte die Altbesitzanleihe. die gegen Samstag etwa 2 v. H. gewann.

Devisenmarkt Berlin Arankfnrl a. HL

illmertlaatiche Roten..... .

8elgi|d>e Roten.........

Däniicke Roten

Tngltlcke Roten.........

nranjöHlthe Roten........

Holländische Roten

Italieniiche Roten Norwegische Noien Teut<ch Oesterreich, * 100 Schilling Rumäntlchc Roten........

Schwedilche Roten

Schweizer Roten. .......

Spanische Roten. ........

Ungarische Roten .......

Rcichrbankdiskonl 7 v. h.,

Ruhe an den Devisenmärkten.

Berlin, 2. Ian. (WTD.) An den internatio­nalen Devisenmärkten war das Geschäft heute sehr begrenzt. Das englische Pfund, das am Donnerstag mit 3,3975 gegen den Dollar geschlossen hatte, eröffnete heute vor­mittag etwas fester mit 3,4125, ging aber dann gegen mittag wieder auf 3.4025 zurück. Gegen den Gulden stellte es sich auf 8,48, gegen Zürich auf 17,41, gegen Paris auf 86,59 und gegen die Reichs­mark auf 14,29. Der Dollar war unverändert. Die Reichsmark zog in Amsterdam auf 59,50 an, dagegen stellte sie sich in Zürich mit 121,60 etwas niedriger.

Bei vollkommen ruhigem Geschäft ergaben sich nachmittags kaum Veränderungen gegen Bormit­tag. Das Pfund notierte gegen den Dollar 3,3975, gegen den Gulden 8,4850, gegen Pari« 86,68, gegen Zürich 17,42 und gegen die Reichsmark 14,30. Der Dollar war eher eine Kleinigkeit leichter, dieReichsmark neigte ebenfalls leicht zur Schwäche, in Amsterdam schloß sie mit 59,2450, und in Reuyork stellte sie sich auf 23,76. Mailand war etwas schwächer. Die übrigen Devisen blie­ben unverändert.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M-, 4. Ian. Auftrieb: Rinder 1454 Stück, darunter 348 Ochsen. 151 Dullen, 463 Kühe, 415 Färsen; Kälber 558, Schafe 106, Schweine 5834. Es wurden bezahlt für 100 Pfund Lebendgewicht: Rinder. Ochsen: vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts: jüngere 29 bis 32. ältere 25 bis 28. sonstige vollfleischige jün­gere 20 bis 24; Dullen: jüngere, vollfleifchige, höch­sten Schlachtwerts 25 bi« 28, sonstige vollfleifchige oder ausgemästete 20 bis 24; Kühe: jüngere, voll- fleischige, höchsten Schlachtwerts 23 bis 26, fow- stige vollfleifchige oder ausgemästete 19 bis 22, fleischige 14 bis 18; Färsen (Kalbinnen, Iunarin- der): vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlacht­werts 29 bis 32, vollfleifchige 25 bis 28, fleischige 20 bis 24. Kälber. Deste Mast- und Saug­kälber 37 bis 42, mittlere Mast- und Saugkälber 32 bis 36, geringe Kälber 28 bis 31. Schafe. Mastlämmer und jüngere Masthämmel: Weide­mast 25 bis 28, mittlere Mostlämmer, ältere Mast­hämmel und gut genährte Schafe 18 bis 24. Schweine. Bollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund 39 bis 42, von etwa 200 bis 240 Pfund 40 bis 43, von etwa 160 bis 200 Pfund 38 bi« 42, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 33 bis 40 Mark. Marktverkauf: Rinder ruhig, ausverkauft; Kälber und Schafe langsam, geräumt; Schweine schleppend, Heber- stand. (Sperrmarkt.)

Frankfurter Getreidebörse.

günstig angesehen.

Die einzelnen Märkte waren zwar nicht ganz gleichmäßig in der Entwicklung, die Grundstimmung war aber allgemein freundlich. Bankaktien erfuhren kursmäßig nur geringe <8eränberungen,_nur Reichsbankanteile zogen um etwa 2,5 v. ch. an. War­ben waren 2 v. ch. über Samstag gesucht Ele tro- werte konnten sich durchschnittlich um Io. ch. bessern, und auch Montanpapiere lagen in diesem Ausmaße fester wobei Mannesmann und Rheinische Braun- kohlen bevorzugt wurden. Sonst fanden noch einige Umsätze zu etwas höheren Kursen in AG für Ver­kehrswesen, Schultheis, Deutsche Erdöl und Rutgers- Werke statt. Die Kunstseidewerte blieben vernach-

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Richtiges Sparen! Gerade in der jetzigen Zeit ist es mehr denn je erforderlich, den Körper durch eine zweckmäßige und gesunde Ernährung widerstands­fähig zu erhalten. Wenn auch heute überall gefpart werden muß, so wird doch jede chausfrau danach trachten, wenigstens die Ernährung der Ihrigen auf dem bisherigen Stande zu erhalten. Dabei kommt natürlich jede Preisherabsetzung von Lebensrnitteln sehr zustatten. So wird auch die letzt durchgeführte Preisermäßigung fürEanella"-Margarine und Palmin"' ganz besonders begrüßt werden. 9048V

Frankfurt a. M., 4. Ian. An der Frankfurter Getreidebörse entwickelte sich bei gut behaupteten Preisen nur kleines Geschäft. Das Angebot war weiterhin ziemlich knapp, doch ging auch die Nachfrage über Käufe zur Deckung des notwendig- ften Bedarfs nicht hinaus. Besser beachtet war wei­terhin Weizen, der erneut um 2,50 Mark anzog. Die übrigen Getreidepreise blieben gut behauptet. Das Mehlgeschäft zeigte in promptem Roggenmehl kleine Umsätze, wogegen Weizenmehl weiterhin vernach- lässigt blieb. Am Futtermittelmarkt machte sich be- sonders nach Kraftfuttermitteln einige Nachfrage be- merkbar bei Preisbesserungen um etwa 10 bis 20 Pf. Es wurden notiert: Weizen 230 Mark, Roggen 215, Sommergerste für Brauzwecke 175, Hafer (inländi­scher) 150 bis 157,50, Weizenmehl (südd. Spez. 0, mit Austauschweizen) 34,75 bis 35,75, Sondermahlung 33 bis 34, Weizenmehl (niederrheinisches, mit Austausch- weizen) 34,75 bis 35,50, Sondermahlung 33 bis 33,75, Roggenmehl 30 bis 31, Weizenkleie 7,90 bis 8, Roggenkleie 8,75, Erbsen (je nach Qualität für Speisezwecke) 30 bis 38, Linsen (je nach Qualität für Speisezwecke) 27 bis 56, Heu (süddeutsches, gut, gesund trocken) 5 bis 5,25, Weizen, und Roggenstroh (drahtgepreßt) 3,75 bis 4, Weizen, und Roggenstroh (gebündelt) 3,75 bis 4. Treber (getrocknet) 12,25 bis 12,50, Industriekanoffeln hiesiger Gegend per 50 kg, Frachtparilät Frankfurt a. M., bei Waggondezug

Vertrauen und Zuversicht.

Die Beruhigung des Publikums hat erhebliche Fortschritte gemacht. Die Einzahlungen bei den Sparkassen bewegen sich wieder in aufsteigender Linie, die Abhebungen haben nachgelassen. Einzah- lungsüberschüsse werden immer zahlreicher, und es scheint so, als ob die Hamsterer sich allmählich klar werden über den Unsinn, den sie mit dem Geld­hamstern begehen.

Die ständigen einmütigen Betonungen aller amt- lichen und Regierungsstellen und der Verbände und Parteien aller Richtungen, daß sie eine Inflation unter allen Umständen ablehnen, haben das Der- trauen in die deutsche Währung weiter gestärkt. Ebenso hat auch die Tatsache, daß der Zahlungsver- kehr nun schon seit Monaten sich wieder reibungslos vollzieht, die allgemeine Stimmung wesentlich ge- ^SoJdjroer gegenwärtig auch die wirtschaftliche Rot ist, es ist nicht berechtigt, alles nur schwarz in schwarz zu sehen. Manche Gründe lassen es berechtigt er- scheinen, daß wir zuversichtlicher in die Zukunft sehen können. Z. B. ist im technischen Ausbau unterer In- dustrie und im Wohnungsbau eine gewisse Sätti­gung erreicht, so daß der von diesen beiden Seiten bisher sich geltend machende Kapitalbedarf nachläßt. Der Außenhandelsüberschuß erleichtert Deutschland die Abtragung der Last seiner Auslandschulden. Der OcburtenausfaU während des Krieges wirkt sich in den nächsten Jahren in einer Entlastung des Ar- beitsmarltes aus.

Die Aussichten sind also nicht so schlecht, wie es vielen scheint. Wenn wir Vertrauen Haden und wir dürfen es haben und wenn wir wie bisher entschlossen den Weg der Selbsthilfe, wo immer sie möglich ist. gehen, dann werden die Wirtschaftsnöte der Gegenwart schneller als viele glauben, über­wunden werden.

Die Aeichobanl am jahresschiuß.

Berlin, 4. Ian. (WTD. Funkspruch.) Rach dem Ausweis der Reichsbank vom 31. Dezember 1931 hat sich in der vergangenen Woche die gesamte Kapitalanlage der Bank in Wechseln und Schecks, Lombards und Effekten um 572,7 Millionen auf 4647,2 Millionen Reichs­mark erhöht. Im einzelnen haben die Bestände an Handelswechseln und -schecks um 403,8 Millionen auf 4144,0 Millionen Reichsmark, die Bestände an Reichsschahwechseln um 42,8 Millionen auf 97 9 Millionen Reichsmark und die Lombard­bestände um 68,3 Millionen auf 244,6 Millionen Reichsmark zugenommen.

Die Bestände an Effekten erhöhten sich um 57,8 Millionen auf 160,7 Millionen Reichsmark infolge endgültiger Vergütung der im Zusammen­hang mit dem derzeitigen Darabfindungsangebot der Bank übernommenen Golddiskontbank-Mtien.

An Rei chsbanknoten und Renten­bankscheinen zusammen sind 272,1 Millionen Reichsmark in den Berkehr abgeflossen, und zwar hat sich der Umlauf an Reichsbanknoten um 263,6 Millionen auf 4775,8 Millionen Reichsmark, der- jenige an Rentenbankscheinen um 8,5 Millionen auf 421,9 Millionen Reichsmark erhöht. Dem­entsprechend haben sich die Destände der Reichs­bank an Rentenbankscheinen auf 5,4 Millionen Reichsmark ermäßigt. Der gesamte Zah­lung s m i 11 e I u m l a u f stellte sich, unter Ein- beziehung von etwa 1293 Millionen Scheide­münzen und etwa 188 Millionen Privatbanknoten, auf rund 6679 Millionen Reichsmark gegen 6406 Millionen Reichsmark 1930. Die fremden Gelder zeigen mit 754,9 Millionen eine Zunahme um 348.2 Millionen Rcieysma^.

Die Destände an Gold und deckungsfähigen Devisen haben sich um 1,6 Millionen auf 1156,3 Millionen Reichsmark erhöht. Im einzel­nen haben die Goldbestände um 0,9 Millionen auf 984 Millionen Reichsmark abgenommen und die Destände an deckungsfähigen Devisen um 2,5 Mil­lionen auf 172,3 Millionen Reichsmark zugenom­men. , , m .

Die Deckung der Roten durch Gold und deckungsfähige Devisen beträgt 24,2 v.H., gegen 25,6 v. H. in der Vorwoche.

Wochenbericht

vom Frankfurter Schlachtviebmarkt.

Rach den Rückschlägen in den vergangenen Wo­chen ergaben sich am Frankfurter Schlachtvieh- markt in der vorigen Woche des alten Iahres auf allen Gebieten kleine Erholungen des Preis- Niveaus, wobei in erster Linie die merklich ge­ringere Beschickung von Einfluß war. Aber selbst bei dem schwächeren Austrieb entwickelte sich nur sehr ruhiges Geschäft, da die Metzger im Hinblick auf die schwache Kaufkraft der Bevölkerung nur die notwendigsten Eindeckungen vornahmen.

Am Rindermarkt betrug der Auftrieb 1141 Stück (gegen 1630 in der Vorwoche). Bei ruhigem Handel wurde der Markt geräumt. Ochsen und Färsen zogen um je 1 bis 2, Dullen und Kühe um ie 1 Mark an.

Am Kälbermarkt ergaben sich nach zu­nächst lebhaftem, später aber schleppendem Ge­schäft Preisbesserungen bis zu 3 Mark. Der Aus- trieb zeigte mit 1339 Stück gegenüber der Dor- woche eine Abnahme um rund 730 Stück, trotz­dem wurde der Märst nur schlecht geräumt.

Der Schaf markt verzeichnete bei regem Handel eine Besserung um 1 Mark. Der etwas erhöhte Zutrieb (245 gegen 165 Stück) wurde glatt

Büchertisch.

Aerztliche Grammatik derSeel^ Don Dr. med. Ernst Rothe. 112 Seiten mit zahl­reichen Abbildungen. Leinen 2,50 Mk. Max Hesses Verlag, Berlin-Schöneberg. (589) Dieses Buch eröffnet Perspektiven auf einem Gebiet, das den meisten Menschen heute noch unbekannt ist, daS aber gewisse Möglichkeiten zu höherer LebenS- geftaltung bietet. Die Lehren Freuds und Adler- ergänzend und weiterführend hat Rothe mit dem scharfen Blick des erkenntnistheoretisch geschulten Psychologen und Psychotherapeuten ein eigenes, originelles System zur Höherentwicklung der Per­sönlichkeit und zur Leistungssteigerung geschaffen. In knapper, leicht verständlicher Form entwickelt Dr. Rothe seinen Leitfaden der Seelenkunde, der befqnber« für Eltern, Pädagogen und Aerzta lesenswert ist.

Richard Zoozmann: ..'S) c r klin­gende Garte n". Märchen und Geschichten. 216 S. Mit 36 Bildern von Kurt Lange. Ganz­leinenband 4 Mk. Verlag Franz Borgmeyer. Hildesheim. (573) Zoozmann ist kein Unbekann­ter, auch auf dem Gebiete der guten Jugendschrift nicht! Seine Märchen und Fabeln, seine Erzäh­lungen und Sinngedichte erfüllen im Rahmen der kindlichen Gedankenwelt selbst das scheinbar Be­deutungslose mit pulsierendem Leben. Darin liegt der Wert der Märchen von Zoozmann. dah er das kindliche Gemüt zu lebendigem Bewußtsein weckt. i

DerTaschen-Heinichen . Latei­nisch-Deutsches Taschenwörterbuch zu den klassischen und ausgewählten mittelalter­lichen Autoren. Auf Grund der 10. Auflage be« Schulwörterbuches von F. A. Heinichen bearbeitet von H. Dauer, K. Catholy u. a. XXXII und 500 S. Kl. 8". Geb. 4,80 Mk. Verlag von B.G. Teubner in Leipzig und Berlin 1932. (581) Die latei­nische Literatur von ihren ersten Anfängen bi« zu den Humanisten ist hier verarbeitet, so dah man sich bei der praktischen Benutzung nie tm Stich gelassen fühlen wird: das Lexikon genügt ebenso für die Lektüre des Komödiendichters Plautus wie für die technischen Schriftsteller der Kaiserzeit, für die Geschichte Karls des Großen von Einhart, für das Waltharilied Ekkehards und schließlich für die lateinischen Schriften etwa des Thomas Morus. Die Materialfülle 25 000 Stichworte! ist drucktechnisch übersichtlich dar­geboten; Tabellen zu den römischen Münzen, Maßen und Gewichten, sowie eine übersichtlich« Darstellung des römischen Kalenders beschließen das Buch. Reben sehr prakstschen Destimmungs- tabellen, die gerade dem Anfänger und dem, de« seiner lateinischen Kenntnisse nicht ganz sicher ist, erwünschte Hilfe bieten, findet sich auf engstem Raum eine vollständige Lautlehre des Lateinischen, sowie eine sprachwissenschaftlich einwandfreie Dar­stellung der Entwicklung lateinischer Laute im Deutschen und xum Französischen. Eine Wort­bildungslehre schließt diesen ersten Abschnitt ab.

Reichsreform und Länderstaat von Dr. Rud. Henle, Professor der Rechte än der Universität Rostock, Verlag G. D. Leopolds Universitäts-Buchhandlung Paul Dabendeerde, Rostock. (607.) m

Oberfinanzrat Dr. Dang: Geld undWährung. Eine gemeinverständliche Dar­stellung. München. I. F. Lehmanns Verlag. Geh. 1,20 Mark. (604.)

Rudolf Roehler. Schauspiel 1930/31. 55 Seiten 8°. Dühnenvolksbund-Der- lag, Derlin.

(Schluß des redaktionellen Teils.)

Wochenbericht

vom Sranffurter produktenmarkl.

Der Frankfurter Getreidemarkt bot in. der Woche zwischen den Iahren ein Bild fast völ­liger Stagnation. Die älnternehmungslust der Händlerschaft war infolge der äln sicher he iten auf allen Gebieten au herordentlich gering und man schritt nur zu Käufen zur Deckung des aller- notwendigsten Bedarfes. Da aber andererseits das Angebot ebenfalls gering war, ergaben sich nur kleine Preisveränderungen.

Am (Brotgetreibcmarft erhielt sich für Weizen weiterhin, wenn auch nur kleines, In­teresse, so bah der Preis erneut um 3,50 Mark per Tonne anzog und sich die Rotierung auf 227,50 bis 228,50 Mark stellte. Roggen wurde dagegen eher offeriert. Da aber die Aufnahme­lust gering war, ging die Rotiz um 2,50 Mark auf 2,15 Mark per Tonne zurück. Es setzt sich bei der Spekulation immer mehr die Meinung durch, dah angesichts der Preisverbilligungsaktion der Reichsregierung zumindest mit einer Steigerung der Getreide- Preise zunächst nicht mehr gerechnet werden kann. Im Falle einer solchen wären die erfolgten Brvtpreisermäßigungen nicht mehr haltbar, sie muh also der Regierung unerwünscht sein.

Hafer war in dieser Woche im Vergleich zur Rachfrage in genügenden Mengen angeboten.

Das Mehlgeschäft war sowohl für Weizen- als auch für Roggenmehl sehr schleppend; trotz­dem die Preise von der Konvention um eine viertel Mark ermäßigt wurden, trat auch später keine Belebung ein. Weizenmehl südd. Spez. 0 mit Austauschweizen 34,75 bis 35,75 Mark, do. Sondermahlung 33 bis 34, Weizenmehl nieder- rhein. Spez. 0 mit Austauschweizen 34,75 bi« 35,50, do. Sondermahlung 33 bis 33,75, 060- prozentiges Roggemnehl 30 bis 31 alles je 100 Kilogramm.

Am Kart ofselmarkt zog die Rotierung um 0,5 auf 2,70 Mark für 50 Kilogramm 3n- buftriefartoffeln hiesiger Gegend an, da die Rach- fragc etwas besser und das Angebot geringer war.

* Verlängerung der Zeichnungsfrist für die steuerfreie Reichsbahnanleihe. Die nach den bisherigen Bestimmungen mit dem 31. Dezember 1931 abgelaufene Frist für die Ab­gabe der Zeichnungserklärung auf die steuerfreie Reichsbahn-Anleihe ist bis zum 1. Februar einfchl. verlängert worden. Bei Zeichnungen nach dem 31. Dezember 1931 ist sogleich die erste Einzahlung von 10 o. H. zu entrichten. Die übrigen Teilbeträge und Zahlungszeiten je 30 v. H. am 15. Februar, 16. Mai und 15. August bleiben unberührt.

* Aufhebung des Mitteldeutschen Braunkohlensyndikats. Der Reichswirt­schaftsminister veröffentlicht imReichsanzeiger" vom Samstag auf Grund der Rotverordnung vom 26. Juli 1930 eine Verordnung vom 31. De­zember 1931, derzufolge der Syndikatsvertrag des Mitteldeutschen Draunkohlensyndikats von 1927 in der Fassung vom 1. April 1929 für nichtig er­klärt wird. Die Verordnung tritt am 20. Januar 1932 in Kraft.

D ie neuen Preise für stickstoff­haltige Düngemittel. Das Stickstofssyn- dikat gibt die auf Grund der Rotverordnang um durchschnittlich 10 Prozent gesenkten Preise für stickstoffhaltige Düngemittel bekannt mit Aus­nahme der Preise für Kalkstickstoff, deren Fest­setzung noch nicht erfolgen konnte. Die Frist dafür ist bis zum 10. Januar verlängert worden, jedoch wird eine Rückwirkung für alle Bezüge ab 1. Ja­nuar 1932 erfolgen. Die bereits im Augast 1931 erfolgte Preisermähigung von durchschnittlich etwa 5 Prozent ist in die neuen Preise eingerech­net worden. Die zuständigen Reichsministerien haben die Preissenkungen geprüft und für richtig befunden.

Berlin freundlich.

B e r l i n , 4. Jan. (WTB. Funkspruch.) Hatte man ursprünglich geglaubt, daß der matte Schluß der Neuyorker Samstagsbörse und die zugesprtzte Situa­tion in Indien im heutigen Frühverkehr stärkere Un- sicherheitsmomentc sein würden, so konnte man, als das Geschäft einsetzte, doch wieder eine ziemlich freundliche Tendenz feststellen. Die Haupt­anregung ginn hierbei von der Festigkeit der Dessauer Gasaktien aus, bei denen die Einigung über die Polenentschädigung in Höhe von 52 Millionen Reichsmark einen fast lOprozcntigen Kursgewinn zur Folge hatte. Die Unsicherheit hinsichtlich der Innen- und Außenpolitik blieb eindruckslos, und das Geschäft war ziemlich rege, zumal eher Nei­gung zu Anlagekäufen bestand. Auch der Ultimo­ausweis der Reichsbank änderte an der freundlichen Stimmung nichts, obwohl die Notendeckung eine Verschlechterung auf 24,2 gegen 25,6 v. H. tn der Vorwoche erfahren hat. Die Anspannung ist als normal zu bezeichnen. Die Angabe des gesamten Zahlungsmittelumlaufes unter Einbeziehung von etwa 1293 Millionen Reichsmark Scheidemünzen und etwa 188 Millionen Prioatbanknoten mit 6679 Millionen Reichsmark gegen 6406 Millionen Reichs­mark Ende 1930 wurde sogar als überraschend

2. Januar

4.Januar

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Prag . . .

12,47

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64.93

65,07

64.93

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3.057

3,063

3.057

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Holland . .

168,83

169,17

168.98

169.32

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78,12

78.28

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79,17

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79,67

79,83

79.37

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London . .

14,28

14.32

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1,058

1,062

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1,052

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4,209

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Italien. .

21.28

21,32

21,28

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Pari: . .

16,51

16,55

16,51

16,55

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82,10

82.26

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Spanien .

35.71

35,79

35,71

35,79

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82.12

82,28

82,07

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Iavan . .

1,449

1,451

1,449

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Rio de Ian.

0,253

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0,251

0,253

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7.423

7,407

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13,04

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12,96

4,20

4,22

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79,31

14,24

14,30

16,47

16,53

168,46

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21,29

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78,26

2,48

2,50

79.49

79,81

81,92

82,24

35,58

35,72

Das kleine Paket RM 0.73

Das große Paket RM 1.46

55 D