Ausgabe 
3.11.1932 Frühausgabe
 
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wäre. 3n verschiedenen Teilen der Kammer zer­streut befand sich eine Anzahl Schiffsmo­delle. vollständig mit Segeln und Tauwerk ver­sehen, und an der Aordseite noch ein Wagen.

To- war nach einem schnellen äleberblick der Anhalt der Schatzkammer. Wieviel Zeit wir zu diesem ersten Heberbiid über die Wunder des Gra­bes brauchten, vermag ich nicht zu sagen, aber sie muh denen endlos erschienen sein, die in der Vorkammer harrten. Vicht mehr als drei auf ein­mal konnten mit Sicherheit eingelassen werden, und nachdem Lord Carnarvon und Lac au herausgekommen waren, gingen die andern paar­weise hinein: zuerst Lady Evelyn Herbert, als einzige anwesende Dame, mit Sir William G a r - st i n , und dann nacheinander die übrigen. Es war interessant, von der Vorkammer aus zu beobachten, wie sie einer nach dem andern in der Tür auftauch­

ten. Allen glänzten die Augen, und alle nachein» ander erhoben ihre Hände, wie in unbewußter älnfähigkeit, mit Worten die Wunder zu beschrei­ben, die sie sahen. 3a, sie waren nicht zu beschrei­ben, und hätten uns auch Worte zur Verfügung gestanden, so war doch die Bewegung zu tief, die sie in uns erweckten, um sie anderen mitteilen zu können. Es war ein Erlebnis, das keiner von uns Anwesenden sicherlich jemals vergessen kann, denn in unserer Phantasie waren wir bei den Bestat­tungsfeierlichkeiten eines längst verstorbenen und fast vergessenen Königs zugegen gewesen. Ein Viertel nach 14 älhr waren wir in das Grab hin­untergestiegen, und als wir drei Stunden später erhitzt, staubig und ermüdet wieder heraus in das Tageslicht traten, erschien uns dasTal" selbst verändert und in einem besonderen Licht, älns war die Freiheit wiedergegeben.

Hubertuöiag

Oer Tag der weidgerechten Jäger

Alljährlich, wenn das Herbstlaub fällt, feiern di« deutschen Jäger den Tag ihres Schutzpatrons St. Hubertus als den höchsten Festtag des Jagd» jahres. Erst in verhältnismäßig später Zeit hat der Hubertuskult bei ihnen Einzug gehalten, und manche sind dem abtrünnigen Jäger Hu­bertus darüber heute noch gram, daß er nach der Legende zu einem Iagdgegner wurde, nachdem er zuvor ein leidenschaftlicher Vimrod gewesen war. Wir wissen auch, daß das Symbol der Hu­bertusjünger, der Hirsch mit dem ragenden Kreuz zwischen den Stangen seines Geweihes, eigentlich dem heiligen Eustachius zuerkannt werden muß, den auch Dürer auf seinem Bild, das fälschlich oft alsSt. Hubertus" bezeichnet wird, darge­stellt hat.

Dessen ungeachtet kommt dem Hubertustag für den Jäger eine besondere Bedeutung zu. Fest­tage sollen nicht nur Tage der Freude, sondern auch Tage der Selbstbesinnung und des Rück­blickes sein. Der Weidmann feiert das Hubertus- fest unter dem Zeichen des Hubcrtuskreuzes, das ihm zürn Mahn- und Wahrzeichen geworden ist, zum Symbol der weidgerechten Jagd. Ein hohes Ideal verknüpft sich für den deutschen Jäger mit dem Begriff des Weidgerechten. Iagen ist em rauhes Handwerk und wird es notgedrungen immer bleiben müssen. Deswegen betrachtet es ab.r der wirklich weidmännisch empfindende Jä­ger als sein oberstes Ziel, seinem Wild Rot und Qual zu ersparen, wo und wie es nur möglich ist. Diese Einstellung des heutigen Weidmannes unterscheidet sich vollkommen von Iagdmethoden früherer Jahrhunderte. Der deutsche^er ist stolz darauf, daß diese veränderte innere Ein­stellung zu einer Veredlung des Weidwerks ge­führt hat, die allerdings noch entwicklungsfähig ist. Der Weidmann, dem das Weidwerk Herzens­sache ist und nicht ein Feld für die Betätigung seiner hemmungslosen Schießkunst, sieht sein höch­stes Ziel darin, als wahrhaft weidgerechter Jä­ger vor sich selber dazustehen.

Es ist so leicht,Jäger" zu werden. Der Staat verlangt ja von einem Motorfahrer viel mehr persönliche Kenntnisse und Fähigkeiten, als von einem Menschen, der die Erlaubnis zum Führen einer Jagdwaffe anstrebt, Unbescholtenheit und der Besitz der Iagdpaßgebühr reichen in deut-

am 3. November.

schen Ländern meist aus, um einen Menschen mit Büchse oder Flinte auf alles loszulassen, was da kreucht und fleucht. Kann man es vielen von ihnen dann eigentlich Übelnehmen, wenn der Weidmann sie nur alsJagdscheininhaber", nicht aber alsJäger", und der Witzblattredakteur als dankbare Objekte seines Spottes betrachtet, wenn sie der Oeffentlichkeit Zerrbilder des wahren Jägers vorführen, wenn sie in mangelnder Er­kenntnis ihrer eigenen Unzulänglichkeit ein We­sen und eine Selbstüberschätzung an den Tag legen und mit tönenden Worten verkünden, daß der alte Jäger sich bekreuzigt vor solcher Kum­panei? Darf man sich dann noch wundern, wenn Unverstand zu einer Verödung unserer schon eintönig genug gewordenen Statur führt, wenn durch sinnlose Jagdmethoden Gemeinden und Staat fortgesetzt geschädigt werden und wenn keiner sich bewußt ist, daß er als Verwalter eines nicht unbeträchtlichen Bestandteiles unseres Volks­vermögens auch Verpflichtungen der Allgemein­heit gegenüber hat?

Der Weidmann ist sich seiner eigenen Unzu­länglichkeit stets bewußt, er weiß, daß die Jagd alle Tage neu ist und ihn immer vor neue Auf­gaben stellt, die er nur meistern kann, wenn er über die nötigen moralischen und sachlichen Fähig­keiten verfügt. Ihm ist sein Revier sein Heilig­tum, über das man nicht redet und prahlt in großen Worten, und das man hegt und Pflegt, als etwas Großes und Schönes. In diesem Geiste pflegen sich am Hubertustag deutsche Weidmän­ner zu versammeln, alte und junge, aus allen Ständen, aber geeint in dem einen Gedanken, auch fernerhin zu wirken für deutsches Weidwerk, das in seiner inneren Einstellung einzig dasteht auf der Welt, jener Geist, wie ihn Hermann Löns vor allem in seinem BuchMit Kraut und Lot" gepredigt hat, in dem jeder Jäger sich selbst suchen sollte, um seine Fehler wie in einem Spiegel zu schauen, und in dem Geiste Wil­dungens, der die herrlichen Leitworte ge­schenkt hat:

Das ist das Jägers Ehrenschild, Daß er beschützt und hegt sein Wild, Weidmännisch jagt wie sich's gehört, Den Schöpfer im Geschöpfe ehrt."

Handball der Sp.-Bg. 1900.

1200 I OSL. Gießen I 3:2 (1:0).

Das Treffen fand bei schlechten Wetter- und Do^ei.vrrhiiltnissen statt, was sich natürlich auch auf die Leistungen der beiden Mannschaften aus- 'wirlte. Bei den 190Cern tarn noch hinzu, daß beide 3nnenftürmer erseht werden mußten. In der Fünferreihe wollte es daher nie recht klappen. Die Hintermannschaft arbeitete bis auf zwei grobe Schnitzer des Torhüters, aus denen heraus auch die beiden Gegentore des OSC. rührten, sehr zufriedenstellend. Bei der unterlegenen Partei dagegen war der Sturm der bessere Mannschafts­teil. Läuferreihe und Verteidigung wirkten zwar mit immensem Eifer, der aber in seiner Art nicht gerade schön wirkte. Man verstand es kaum ein­mal, einen Angriff der 1930er anders als durch eine Regelwidrigkeit zu unterbinden. Bei weni­ger geschieltem Arbeiten des OSC.^Torwartes wäre das Schicksal der Mannschaft schon durch die sich aus den Struswürsen ergebenden gegnerischen Chancen besiegelt gewesen. Schiedsrichter We­

ber (Polizei Butzbach) hatte keinen leichten Stand, da ziemlich aufgeregt gekämpft wurde. Er blieb jedoch stets Herr der Lage.

1900 II vfe. wehlac I 3:10.

Das Spiel fand in Wetzlar statt. 19008 zweite Garnitur zeigte wieder fast gleichwertiges Feld­spiel, im Sturm fehlte aber eine zielbewußte Füh­rung. Am Wurfkreis konnte daher nicht viel Zähl­bares erreicht werden. Das Spiel, das zu Halb- z5.it die Wetzlarer 4:2 im Vorteil sah, wurde äußerst fair ausgetragen.

Tisch-Tennis der Sp.-Vg. 1900.

1900 schlägt Frankfurt-West 7.5

Wider Erwarten konnten 1930s Tischtennis­spieler siegreich aus Frankfurt zurücklehren. Das knappe Ergebnis von 7:5 Punkten beweist, wie scharf der Kampf geführt wurde. Es zeigte sich einmal mehr, welch starken Rückhalt eine Mann­schaft mit ausgeglichenem Können, wie sie die Spielvereinigung 1900 selbst unter Verwendung von Ersatzspielern am Sonntag stellte, bietet. Man

darf gespannt fein, welchen Verlaus nach einem so guten Start die weiteren Turniere nehmen. Rächst ehend

die Ergebnisse.

Einzelspiele (Gießen jeweils zuerst ge­nannt): 1. Dietrich Schäfer 21/16 : 11/21 : 17 21 : 15/21: 2. Gebhardt Raith 19/21 : 19/21 : 21/12 : 19/21; 3. Beil Widmann 14/21 : 21/18 : 21/19 : 23/21; 4. Hof Cndner 21/13 : 21/16 : 21:12; 5. Petsch Kapphahn 17/21 : 17/21 : 18/21 6. Günther Kurz 19/21 : 21/13 : 21/15 : 21/18; 7. Berger Schott 18/21 : 21/15 : 21/14 : 21/19; 8. Fr. Hauser Koch 22/20 : 19/21 : 16/gl : 19/21. Punktwertung 4:4.

Doppelspiele: 1. Dietrich-Gebhardt Schäfer-Kurz 19/21 : 21/18 : 20/22 : 20/22 ; 2. Berger-Günther Widmann-Endner 21/14 : 14/21 : 21/18 : 16/21 : 21/18; 3. Fr. Hauser-Beil Raith-Kapphahn 18/21 : 21/15 : 21/19 : 21/17; 4. Hof-Petsch Schott-Koch 21/15 : 21/15 : 21/10. Punktwertung 3:1; Gesamtwertung 7:5 für 1900 Gießen.

Arbeiter Turn- und Sportbund.

Erbstadt-Kalchen Gießen 7:2.

Gießen brachte aus Erbstadt eine unerwartete Enttäuschung mit nach Hause. Gießen Unterbot sich diesmal in seinen Leistungen selbst. Vorerst sah man verteiltes Spiel, bis Erbstadt nach zwanzig Minuten in Führung ging und bis Halbzeit auf 3:0 erhöhte. Nach der Pause war Gießen mehr im Vorteil, man ließ aber die sichersten Sachen aus. Erbstadt kam zum vierten Tore, dem Gießen aus einem Strafstoß das erste Tor entgegensetzte. Dann erhöhte Erbstadt auf 6:1. Ein Elfmeter brachte Gie- ßen den zweiten Treffer. Der Gastgeber erhöhte zum Schluß auf 7:2.

Wicseck Altenstadt 4:3.

In Wieseck standen sich auf einem tadellosen Spielfeld beide Mannschaften gegenüber. Wieseck legte ein Spiel vor, wie man es lange nicht sah. Altenstadt mußte zahlreich verteidigen. Die wenigen Durchbrüche der Gäste wurden alle gut abgewehrt. Aber erst in der 40. Minute kam Wieseck zum Füh­rungstreffer, um bis Halbzeit auf 2:0 zu erhöhen. Nach der Pause erhöhte Wieseck in kurzer Zeit aus 4:0. Dann macht der linke Verteidiger einige Schnitzer, die der flinke Jnnensturm der Gäste geschickt ausnützte und in kurzer Zeit drei Tore auf- hvlen konnte. Vorher Wieseck III Annerod I (Serienspiel).

Handball.

Wieseck Buhbach 2:1.

Die Butzbacher rissen zunächst die Führung an sich, während auf der Gegenseite der gute Hüter jeden Erfolg verhinderte. Nach der Pause gelang Wieseck Ausgleich und Führungstreffer. Dann wurde das Spiel sehr hart. Inzwischen war die Nacht hereingebrochen und der Schiedsrichter am­tierte nur noch auf Zuruf. Am Ergebnis änderte sich nichts mehr.

Henne und Winkler fahren Weltrekord.

Die Weltrekordoersuche, die die deutschen Motor­radfahrer Henne und Winkler auf der be­rühmten Tatstrecke bei Budapest am Dienstag an­stellten, waren von vollem Er olg begleitet. Ernst Henne (München) fuhr auf einer 750er BMW= Maschine über einen Kilometer bei fliegendem Start eine Stundendurchschnittsgeschwindigkeit von 239,680 km heraus, wobei er den alten Rekord des Engländers Wriaht bedeutend übertraf. Winkler (Chemnitz) verbesserte gleich vier Rekorde, und zwar mit fliegendem und stehendem Start für eine Meile und einen Kilometer.

Sawall in Paris Sieger.

Vor 10 000 Zuschauern wurden am Dienstag auf der Pariser Winterbahn Steherrennen ausgetragen, die in sechs Verfolgungsrennen unud einen 30-km- Lauf eingeteilt waren. Gesamtsieger wurde der Ber­liner Walter S a w a l l, der Marechal, Lacquehay und Grassin hinter sich ließ. Der Weltmeister der Berussslieger, Scherens, gewann einen inter­nationalen Fliegerkampf und endete im Rundenzeit­fahren mit dem Pariser Michard im toten Nennen auf dem ersten Platz.

Segelk-ugrekorde in Rußland.

In Rußland nimmt man sich mit besonderer Liebe des Segelfliegens an. Daß dabei auch große Leistungen herauskommen, beweist eine Meldung, wonach in Kotebel der Segelflieger Golowin mit einem Passagier 10 Stunden und 56 Minuten in der Luft blieb und damit den von dem deutschen Segelflieger Schulz gehaltenen Rekord von 9 Stun­den 21 Minuten übertraf. Auch im Höhenflug wurde ein neuer Rekord ausgestellt.. Der Russe G a b r i s ch erreichte eine Höhe von 2200 Meter und brach damit den Weltrekord Kronfelds, der auf 2025 m stand.

Buntes Allerlei.

Schicksal eines australischen Farmers.

Als Beispiel eines Heroischen Ringens gegen ein widriges Schicksal wird aus Adelaide in Sud- Australien der Fall eines Farmers berichtet, der durchaus nicht allein steht. Lance Powell, ein studierter Mann, der vor einiger Zeit einen gro­ßen Landbesitz und prächtige Viehherden besaß, schlägt sich jetzt mühselig als Diehtreiber durch. Rach dem Kriege hatte er am Rande des noch unerforschten Gebietes am Rordende des Eyre- Sees in Mittel-Australien sich ein Autoren ge­schaffen, das er mit einer stattlichen Vich-Herde bevölkerte. Aus dem Sande heraus schuf er sich ein kleines Paradies; drei Jahre ging alles gut, Regen fiel reichlich, und die Herde wuchs immer mehr an. So lebte er glücklich ustd stolz mit sei­ner jungen Frau und hoffte, seinem Heranwach­senden Sohn einen wertvollen Besitz vererben zu können. Dann aber bra cheine furchtbare Trocken- hei therein. Alles, was er mit unsäglichen Mühen aufgebaut hatte, sah er lanhsam dahinschwinden. Während er vergeblich um Regen betete, brausten Sandstürme daher, von glühend heißen Winden getrieben. Bisweilen war die Lust so dicht vom Flugsand erfüllt, daß selbst zur VMtagszeit ein Mann nicht die Ohren des Pferdes sehen konnte, auf dem er ritt. Alle die Weiden, die er ange­legt hatte, verdorrten und verschwanden unter dem heißen Sand. Immer wieder hoffte er: es muß besser werden. Es muß ja einmal regnen. Aber es regnete nicht. Als schließlich nur noch Gerippe aus Haut und Knochen von dem übrig blieben, was einst eine fette Viehherde war, da gab Po­well sich verloren. Er verlieh mit seiner Familie sein Haus ,wi ees stand, mit der ganzen Einrich­tung an Ort und Stelle und den Tüchern noch auf den Tischen. Alles, was sie in mehr als lOjähriger Arbeit errungen und woran sie ihr Herz gehängt hatten, blieb in dem dem Unter» gan ggeweihten Heim zurück. Rach zwei Monaten hatten die erbarmungslosen Stürme den Sand bis zu den Fenstern aufgetürmt. Dann endlich war der Dann gebrochen: Regen fiel. Das Land fing wieder an zu grünen, aber Powell wird nie mehr in fein einstiges Paradies zurückkehren...

Literaturpreis für Kinder.

Die Bestrebungen, dichterische Begabung schon in früher Kindheit festzustellen, haben in Frank­reich zur Schaffung eines Dichterpreises für Kin­der geführt, der von einem Schiedsgericht dem Verfasser des besten literarischen Erzeugnisses, der nicht über 13 Jahre sein darf, zugesprochen wird. Dieser Preis ist nun zum erstenmal ver­liehen worden, und zwar der 11jährige Radine Roubakine für ihr« GeschichteDer Kuckuck, di« Rachtigall und der Esel". Die Preisrichter muß­ten sich durch etwa 250 Manuskripte durcharbei­ten, von denen 200 von Mädchen eingesandt wa­ren. Der Preis beträgt nur 100 Mark, aber die Gewinner sollen besondere Vergünstigungen für ihre weitere Ausbildung erhalten.

Wirtschaft.

* Betriebserweiterung und Neu­einstellung. Die Firma Gebrüder Strauß, Cannstatt,' Spezialfabriken feinster Schweizer-Stum­pen, Herstellerin derGeska-Stumpen", konnte, heroorgerufen durch die gesteigerte Nachfrage, ihren bereits vorhandenen Betrieben einen weiteren Be­trieb angliedern. Dadurch finden neben der bereits vorhandenen beträchtlichen Belegschaft im Laufe der nächsten Wochen weitere zirka 100 Arbeiter Be­schäftigung. Eine Verkürzung der Arbeitszeit findet dabei nicht statt.

Frankfurter Abendbörse geschastslos.

Frankfurt a. M., 2. Nov. Die Abendbörse war bei sehr geringen Umsätzen im Vergleich mit den Berliner Schlußkursen gut gehalten. Infolge der unklaren innerpolitischen Lage herrschte Zurückhal­tung, wohl auch wegen der uneinheitlichen Kurs­meldungen von den Auslandbörsen. JG.-Farben gaben 0,25 v. H. nach. Deutsche Anleihen waren im allgemeinen gut gehalten, nur Neubesitzanleihe zog um Bruchteile eines Prozentes an. Von fremden Werten büßten Lissaboner Stadtanleihe gegen den gestrigen Mittagskurs 1,5 v.H. ein. Neubesitzanleihe 6,40, Altbesitzanleihe 5,13, Schutzgebiete 5,90, Lissa­boner Stadt 24,50, Berliner Handelsgesellschaft 89, Reichsbank 125,90, Gelsenkirchen 37,25, Aschersleben 97 Westeregeln 100,50, Mannesmann 50,13, Phörnx 26,25, Rheinstahl 64,75, Aku 54,75, AEG. 32,65, Bemberg 54,50, Daimler 18,50, Scheideanstalt 140, Deutsche Linoleum 44, Lichk & Kraft 85,25, JG.- Farben 94,50 bis 94,90, Gesfürel Einheit 67, Holz- mann 54, Lahmeyer Einheit 107, Metallgesellschaft 33,50, Rütgerswerke 39,25, Tietz 44, Norddeutsche , Lloyd 16,75, Hapag 16, Junghans 14,75.

Devisenmarkt Berlin - Frankfurt a. M.

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0

66,9

67,5

66,9

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53

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77

77

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73,25

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Banknoten.

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Rheinstahl

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6,4

6,13

3,3

i!L(L®...........

Bergmann........

Elektr. LlelerungSgelellschaft.

Licht und Krall ...... gellen & Guilleaume. . .

löciellichall für Elektrische

Unternehmungen . . . Rheinische Elektrizität . . . Schucken «Co.......

Siemens & Halske . . . .

Lahmeyer «Co.......

6 D- iiliche itteichsanlciye v. 11)2. u% ehcm.?%Dt. RcichSanl.v.lOLV 5'/,% Zoung-Anlkihe von 1930 . Deulich.- Slnl.-Abliss.-Schuld mii

Auslch.-Rcchten......

Desgl. ohne VluSlol.-Rechte . .

6% chrm 8% Mi. Bolksllaat 1929 <rücU*.>iD. 102%)......

Oderhelicn Provinz-Anleihe mll Auelos.-Rechten ....

Deutsche Komm. Eammelabl.

Anleihe Serie l......

0% ehem. 8% ffronlf. Hyp.-Banl (Kolonie. > > unklindbar bla 1035

6% ehem 7% iytanlf. Hyp.-Banl ÖJulOuii' 16 unkündbar bis 1986

O'Vo cOcni. 4'/,% zranks.Hyp^ Bank «Inn 9-imivbrtcse .

5>/a% ehem. 4y,% Rhcintlche

Huv Ban'-Llau.«Goldpie. . .

6% ehem 8% Pr. Landeopland- brlclanflui Pfandbriefe R. 19

6% ehem. 7% Pr. Landelivland, brieianktaii Psandbriele R. io

11,25

1,05

6,3

6,2

3,5

3,4

4,9

8

4,2

20,13

Buberwi......

Deutsche Erdöl . . . Geilenkirchener . . . Harpencr......

Hoesch Eilen.....

alle Bergbau . . . . Ille Bergbau Genüsse illudnctwcrtc . . . . ManneSmann-Röhren ManSleider Bergbau . Oberschlei. Kokswerke

. . 4

. . 5

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. . 6

. 10

Hamvurg-Ämerua Pme . .

Hamburg-Südam. Dampslchis,. Hansa Dampslchisl . . . Norddeutscher Lloyd.....

A.G. für BerkcbrSwclen Akt. . Berliner HandclSgeiellichalt . Commerz. und Prival-Bank . Darmstädter und Nationalbanl Deullche Bant und

DiSronto-Gelellschasl. . . Dresdner Bank......

Reichsbank........

4% Oestcrrelchstche Goldrente .

4,20% Oesterrelchllche Silberrente 4% Ungarische Goldrente ....

4% Ungarische SlaatSrcnte v. 1010 4'/r% dcsgl. von 1913.....

5% abgest. Boldmexikaner von 99 4% Türkische »ollanlcihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie I.........

4% desgl. Serie II......

5% fliiimän. ver Inh. Mente v. 1008 4^%Rumän.vereinh.Nentev.l91g 4% Rumänilche veretnh. Rente

Analster......

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

die Höhe der zuletzt deichlossenen Divid.nde an. - Reichsbankdtskont 4 o. H.. Lornbardzinsfuß 5 v.H

Frantsun a. 2)1.

Berlin

Schluß« kurS

Schluß!. Abend« börs-

Schluß« kurS

Schluß!. Mittag« börse

'Datum |

1.11.

2-11.

1.11.

2-11-

Rlebcck Montan......7

Bereinigte Stahlwerke ....

0

23,25

23,4

22,9

23

Olavi Minen.......

0

16

15,5

16

15,6b

97,5

Kaliwerke Aschersleben . . .

6

100

97

100

Kaliwerke Westeregeln . . .

6

103

100,5

102,25

100,75

Kallwerke Salzdetfurth . . .

9

165

163,5

165

163

I. G. Farbe n-Industtte . . .

7

95,5

94,9

95,13

94,75

tzchcidcanstalt.......

lf

139,5

140

Goldlchmidl........-

0

26,5

26,5

26

26,5

RulgerSwcrke........

0

39,75

39,25

39,5

39

Metallgclellichaft.......

0

33,5

33,5

33,5

Philipp Holzmann......

Zementwerk Heidelberg. . .

Ccmcntwcrk Karlstadt.....

0

4

0

54

49,5

50

54

49,5

50

1.1

54,9

Wanst & Freytag......

0

4,8

4,8

Schultheis Patzcnhoser . . . Aku (Allgemeine Kunstseide) Bemberg.........

Zellstoll Waldhof.....

0

56,75

56

0

0

0

55,5

54,5

43

54,75

54.5

42,75

56

55

42,75

54,75

54,5

42,25

Zellsloss Aichassenburg . . .

0

29

29

30

28

Dessauer Ga».......

7

-

89,5

88# 5 18,5

Daimler Motoren.....

0

19,5

18,5

19,65

Deullche Linoleum ....

c

44,5

44

43.9

44

Orcnstein & Koppel ....

0

-

34,25

33,25

Leonhard Tietz......

6

44

44

45,5

44

Svenüla.........

(

Chade ..........

11

159,75

Frankfurter Malchlnen . . .

Äriyner.........

1

27

I 27,75

Mainkrallwerke Höchst a. M..

54,75

Süddeutscher Zucker ....

I 130,25

130,5

Franssurl a.M.

Berlin

Schluß« hird

Schluß!. Abend« b6rp

Schluß« hird

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1.11.

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1.11,

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Frankfurt a. M.

Berlin

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Schluß!. Abend« bflr!»

Schluß« iurd

Schluß!. Mittag, börse

Dalum

1.11.

2-11.

111.

2.11.

1. November

2-Novemler

Amtliche Dotierung

Amtliche Dotierung

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| Brlc

Geld

Brlc

HelssngsorS .

6,024

6,036

6,074

6,086

Lien. . . .

51,95

52,05

51,95

52,05

Prag . . .

12,465

12,485

12,465

12,485

Budapest. .

Sosta . . .

3,057

3,063

3,057

3,063

169,38

169,72

169,48

169,82

70,48

70,62

71,13

72,73

71,27

Kopenhagen.

71,93

72,07

72,87

Stockholm .

72,28

72,42

73,29

73,37

London. . -

13.83

13,87

13,98

14,02

Buenos Airet

0,918

0,922

0,918

0,922

Reuyork . .

Brüssel. . .

4,209

4,217

4,209

4,217

58,52

58,64

58,52

58,64

21,56

21,60

21,56

21,60

^aris . . .

16,52

16,56

16,52

16,56

81,10

34,50

81,26

81,12

81,28

Spanten . .

34,56

34,52

34,58

Danzig. . .

82,10

82,26

82,08

82.24

Japan . . .

0,879

0,881

0,889

0,891

Rio de Jan..

0,294

0,296

0,294

0,296

SÖST:

5,624

12,76

5,636

12,78

5,634

12,76

5,646

12,78

16

16

16

16

24,5

-

28,5

28,5

17

16,75

16,75

16,5

41

40

40,4

39.75

89

89

90

89,75

53,5

53,5

53,5

53,5

75

75

75

75

61,75

61,75

61,75

61,75

127

125,9

127,65

125,65

33,25

32,65

33,5

32,9

20,75

20,75

68

67,5

67,75

67

85,75

85,25

86

86,25

54

53

54,13

53,25

70

67

69

66,4

73

74

73,5

70,5

69,5

70

68,5

118

115

116

115

106

107

107

107

39

38

38,75

37,75

73,75

72

72,5

71

37,9

37,25

37,25

37,25

72

71

71,13

70.13

35,25

34,5

126

97

97,5

97,75

97

33

33

32,25

32

50,25

50,13

50

49,5

20,5

19

19

19

38,75

38,65

26,25

26,25

26

26

165

165

164

160,75

64,75

64,25

64,25

Berlin, 2-November

Geld

Brief

4,20

4,22

Belgische Noten.........

58,36

58,60

Dänische Noten.........

72,35

72,65

13,91

14,00

Französische Noten.....- - -

16,48

16,54

Holländische Noten........

169,11

169,79

21,50

21,58

Norwegische Noten. . . . ^ .

70.96

71,24

Deutsch-Oesterreich, i 1OO Schilling

U UM (in Ische s3?otcn ........

2,47

2,49

9?oten ........

73,05

73,35

Schweizer Noten.........

80,94

81,26

Spanische Noten.........

34,38

34,52

Ungarische Noten.......