wäre. 3n verschiedenen Teilen der Kammer zerstreut befand sich eine Anzahl Schiffsmodelle. vollständig mit Segeln und Tauwerk versehen, und an der Aordseite noch ein Wagen.
To- war nach einem schnellen äleberblick der Anhalt der Schatzkammer. Wieviel Zeit wir zu diesem ersten Heberbiid über die Wunder des Grabes brauchten, vermag ich nicht zu sagen, aber sie muh denen endlos erschienen sein, die in der Vorkammer harrten. Vicht mehr als drei auf einmal konnten mit Sicherheit eingelassen werden, und nachdem Lord Carnarvon und Lac au herausgekommen waren, gingen die andern paarweise hinein: zuerst Lady Evelyn Herbert, als einzige anwesende Dame, mit Sir William G a r - st i n , und dann nacheinander die übrigen. Es war interessant, von der Vorkammer aus zu beobachten, wie sie einer nach dem andern in der Tür auftauch
ten. Allen glänzten die Augen, und alle nachein» ander erhoben ihre Hände, wie in unbewußter älnfähigkeit, mit Worten die Wunder zu beschreiben, die sie sahen. 3a, sie waren nicht zu beschreiben, und hätten uns auch Worte zur Verfügung gestanden, so war doch die Bewegung zu tief, die sie in uns erweckten, um sie anderen mitteilen zu können. Es war ein Erlebnis, das keiner von uns Anwesenden sicherlich jemals vergessen kann, denn in unserer Phantasie waren wir bei den Bestattungsfeierlichkeiten eines längst verstorbenen und fast vergessenen Königs zugegen gewesen. Ein Viertel nach 14 älhr waren wir in das Grab hinuntergestiegen, und als wir drei Stunden später erhitzt, staubig und ermüdet wieder heraus in das Tageslicht traten, erschien uns das „Tal" selbst verändert und in einem besonderen Licht, älns war die Freiheit wiedergegeben.
Hubertuöiag
Oer Tag der weidgerechten Jäger
Alljährlich, wenn das Herbstlaub fällt, feiern di« deutschen Jäger den Tag ihres Schutzpatrons St. Hubertus als den höchsten Festtag des Jagd» jahres. Erst in verhältnismäßig später Zeit hat der Hubertuskult bei ihnen Einzug gehalten, und manche sind dem abtrünnigen Jäger Hubertus darüber heute noch gram, daß er nach der Legende zu einem Iagdgegner wurde, nachdem er zuvor ein leidenschaftlicher Vimrod gewesen war. Wir wissen auch, daß das Symbol der Hubertusjünger, der Hirsch mit dem ragenden Kreuz zwischen den Stangen seines Geweihes, eigentlich dem heiligen Eustachius zuerkannt werden muß, den auch Dürer auf seinem Bild, das fälschlich oft als „St. Hubertus" bezeichnet wird, dargestellt hat.
Dessen ungeachtet kommt dem Hubertustag für den Jäger eine besondere Bedeutung zu. Festtage sollen nicht nur Tage der Freude, sondern auch Tage der Selbstbesinnung und des Rückblickes sein. Der Weidmann feiert das Hubertus- fest unter dem Zeichen des Hubcrtuskreuzes, das ihm zürn Mahn- und Wahrzeichen geworden ist, zum Symbol der weidgerechten Jagd. Ein hohes Ideal verknüpft sich für den deutschen Jäger mit dem Begriff des Weidgerechten. Iagen ist em rauhes Handwerk und wird es notgedrungen immer bleiben müssen. Deswegen betrachtet es ab.r der wirklich weidmännisch empfindende Jäger als sein oberstes Ziel, seinem Wild Rot und Qual zu ersparen, wo und wie es nur möglich ist. Diese Einstellung des heutigen Weidmannes unterscheidet sich vollkommen von Iagdmethoden früherer Jahrhunderte. Der deutsche Iä^er ist stolz darauf, daß diese veränderte innere Einstellung zu einer Veredlung des Weidwerks geführt hat, die allerdings noch entwicklungsfähig ist. Der Weidmann, dem das Weidwerk Herzenssache ist und nicht ein Feld für die Betätigung seiner hemmungslosen Schießkunst, sieht sein höchstes Ziel darin, als wahrhaft weidgerechter Jäger vor sich selber dazustehen.
Es ist so leicht, „Jäger" zu werden. Der Staat verlangt ja von einem Motorfahrer viel mehr persönliche Kenntnisse und Fähigkeiten, als von einem Menschen, der die Erlaubnis zum Führen einer Jagdwaffe anstrebt, Unbescholtenheit und der Besitz der Iagdpaßgebühr reichen in deut-
am 3. November.
schen Ländern meist aus, um einen Menschen mit Büchse oder Flinte auf alles loszulassen, was da kreucht und fleucht. Kann man es vielen von ihnen dann eigentlich Übelnehmen, wenn der Weidmann sie nur als „Jagdscheininhaber", nicht aber als „Jäger", und der Witzblattredakteur als dankbare Objekte seines Spottes betrachtet, wenn sie der Oeffentlichkeit Zerrbilder des wahren Jägers vorführen, wenn sie in mangelnder Erkenntnis ihrer eigenen Unzulänglichkeit ein Wesen und eine Selbstüberschätzung an den Tag legen und mit tönenden Worten verkünden, daß der alte Jäger sich bekreuzigt vor solcher Kumpanei? Darf man sich dann noch wundern, wenn Unverstand zu einer Verödung unserer schon eintönig genug gewordenen Statur führt, wenn durch sinnlose Jagdmethoden Gemeinden und Staat fortgesetzt geschädigt werden und wenn keiner sich bewußt ist, daß er als Verwalter eines nicht unbeträchtlichen Bestandteiles unseres Volksvermögens auch Verpflichtungen der Allgemeinheit gegenüber hat?
Der Weidmann ist sich seiner eigenen Unzulänglichkeit stets bewußt, er weiß, daß die Jagd alle Tage neu ist und ihn immer vor neue Aufgaben stellt, die er nur meistern kann, wenn er über die nötigen moralischen und sachlichen Fähigkeiten verfügt. Ihm ist sein Revier sein Heiligtum, über das man nicht redet und prahlt in großen Worten, und das man hegt und Pflegt, als etwas Großes und Schönes. In diesem Geiste pflegen sich am Hubertustag deutsche Weidmänner zu versammeln, alte und junge, aus allen Ständen, aber geeint in dem einen Gedanken, auch fernerhin zu wirken für deutsches Weidwerk, das in seiner inneren Einstellung einzig dasteht auf der Welt, jener Geist, wie ihn Hermann Löns vor allem in seinem Buch „Mit Kraut und Lot" gepredigt hat, in dem jeder Jäger sich selbst suchen sollte, um seine Fehler wie in einem Spiegel zu schauen, und in dem Geiste Wildungens, der die herrlichen Leitworte geschenkt hat:
„Das ist das Jägers Ehrenschild, Daß er beschützt und hegt sein Wild, Weidmännisch jagt wie sich's gehört, Den Schöpfer im Geschöpfe ehrt."
Handball der Sp.-Bg. 1900.
1200 I — OSL. Gießen I 3:2 (1:0).
Das Treffen fand bei schlechten Wetter- und Do^ei.vrrhiiltnissen statt, was sich natürlich auch auf die Leistungen der beiden Mannschaften aus- 'wirlte. Bei den 190Cern tarn noch hinzu, daß beide 3nnenftürmer erseht werden mußten. In der Fünferreihe wollte es daher nie recht klappen. Die Hintermannschaft arbeitete bis auf zwei grobe Schnitzer des Torhüters, aus denen heraus auch die beiden Gegentore des OSC. rührten, sehr zufriedenstellend. Bei der unterlegenen Partei dagegen war der Sturm der bessere Mannschaftsteil. Läuferreihe und Verteidigung wirkten zwar mit immensem Eifer, der aber in seiner Art nicht gerade schön wirkte. Man verstand es kaum einmal, einen Angriff der 1930er anders als durch eine Regelwidrigkeit zu unterbinden. Bei weniger geschieltem Arbeiten des OSC.^Torwartes wäre das Schicksal der Mannschaft schon durch die sich aus den Struswürsen ergebenden gegnerischen Chancen besiegelt gewesen. Schiedsrichter We
ber (Polizei Butzbach) hatte keinen leichten Stand, da ziemlich aufgeregt gekämpft wurde. Er blieb jedoch stets Herr der Lage.
1900 II — vfe. wehlac I 3:10.
Das Spiel fand in Wetzlar statt. 1900’8 zweite Garnitur zeigte wieder fast gleichwertiges Feldspiel, im Sturm fehlte aber eine zielbewußte Führung. Am Wurfkreis konnte daher nicht viel Zählbares erreicht werden. Das Spiel, das zu Halb- z5.it die Wetzlarer 4:2 im Vorteil sah, wurde äußerst fair ausgetragen.
Tisch-Tennis der Sp.-Vg. 1900.
1900 schlägt Frankfurt-West 7.5
Wider Erwarten konnten 1930’s Tischtennisspieler siegreich aus Frankfurt zurücklehren. Das knappe Ergebnis von 7:5 Punkten beweist, wie scharf der Kampf geführt wurde. Es zeigte sich einmal mehr, welch starken Rückhalt eine Mannschaft mit ausgeglichenem Können, wie sie die Spielvereinigung 1900 selbst unter Verwendung von Ersatzspielern am Sonntag stellte, bietet. Man
darf gespannt fein, welchen Verlaus nach einem so guten Start die weiteren Turniere nehmen. Rächst ehend
die Ergebnisse.
Einzelspiele (Gießen jeweils zuerst genannt): 1. Dietrich — Schäfer 21/16 : 11/21 : 17 21 : 15/21: 2. Gebhardt — Raith 19/21 : 19/21 : 21/12 : 19/21; 3. Beil — Widmann 14/21 : 21/18 : 21/19 : 23/21; 4. Hof — Cndner 21/13 : 21/16 : 21:12; 5. Petsch — Kapphahn 17/21 : 17/21 : 18/21 6. Günther — Kurz 19/21 : 21/13 : 21/15 : 21/18; 7. Berger — Schott 18/21 : 21/15 : 21/14 : 21/19; 8. Fr. Hauser — Koch 22/20 : 19/21 : 16/gl : 19/21. Punktwertung 4:4.
Doppelspiele: 1. Dietrich-Gebhardt — Schäfer-Kurz 19/21 : 21/18 : 20/22 : 20/22 ; 2. Berger-Günther — Widmann-Endner 21/14 : 14/21 : 21/18 : 16/21 : 21/18; 3. Fr. Hauser-Beil — Raith-Kapphahn 18/21 : 21/15 : 21/19 : 21/17; 4. Hof-Petsch — Schott-Koch 21/15 : 21/15 : 21/10. Punktwertung 3:1; Gesamtwertung 7:5 für 1900 Gießen.
Arbeiter Turn- und Sportbund.
Erbstadt-Kalchen — Gießen 7:2.
Gießen brachte aus Erbstadt eine unerwartete Enttäuschung mit nach Hause. Gießen Unterbot sich diesmal in seinen Leistungen selbst. Vorerst sah man verteiltes Spiel, bis Erbstadt nach zwanzig Minuten in Führung ging und bis Halbzeit auf 3:0 erhöhte. Nach der Pause war Gießen mehr im Vorteil, man ließ aber die sichersten Sachen aus. Erbstadt kam zum vierten Tore, dem Gießen aus einem Strafstoß das erste Tor entgegensetzte. Dann erhöhte Erbstadt auf 6:1. Ein Elfmeter brachte Gie- ßen den zweiten Treffer. Der Gastgeber erhöhte zum Schluß auf 7:2.
Wicseck — Altenstadt 4:3.
In Wieseck standen sich auf einem tadellosen Spielfeld beide Mannschaften gegenüber. Wieseck legte ein Spiel vor, wie man es lange nicht sah. Altenstadt mußte zahlreich verteidigen. Die wenigen Durchbrüche der Gäste wurden alle gut abgewehrt. Aber erst in der 40. Minute kam Wieseck zum Führungstreffer, um bis Halbzeit auf 2:0 zu erhöhen. Nach der Pause erhöhte Wieseck in kurzer Zeit aus 4:0. Dann macht der linke Verteidiger einige Schnitzer, die der flinke Jnnensturm der Gäste geschickt ausnützte und in kurzer Zeit drei Tore auf- hvlen konnte. — Vorher Wieseck III — Annerod I (Serienspiel).
Handball.
Wieseck — Buhbach 2:1.
Die Butzbacher rissen zunächst die Führung an sich, während auf der Gegenseite der gute Hüter jeden Erfolg verhinderte. Nach der Pause gelang Wieseck Ausgleich und Führungstreffer. Dann wurde das Spiel sehr hart. Inzwischen war die Nacht hereingebrochen und der Schiedsrichter amtierte nur noch auf Zuruf. Am Ergebnis änderte sich nichts mehr.
Henne und Winkler fahren Weltrekord.
Die Weltrekordoersuche, die die deutschen Motorradfahrer Henne und Winkler auf der berühmten Tatstrecke bei Budapest am Dienstag anstellten, waren von vollem Er olg begleitet. Ernst Henne (München) fuhr auf einer 750er BMW= Maschine über einen Kilometer bei fliegendem Start eine Stundendurchschnittsgeschwindigkeit von 239,680 km heraus, wobei er den alten Rekord des Engländers Wriaht bedeutend übertraf. Winkler (Chemnitz) verbesserte gleich vier Rekorde, und zwar mit fliegendem und stehendem Start für eine Meile und einen Kilometer.
Sawall in Paris Sieger.
Vor 10 000 Zuschauern wurden am Dienstag auf der Pariser Winterbahn Steherrennen ausgetragen, die in sechs Verfolgungsrennen unud einen 30-km- Lauf eingeteilt waren. Gesamtsieger wurde der Berliner Walter S a w a l l, der Marechal, Lacquehay und Grassin hinter sich ließ. Der Weltmeister der Berussslieger, Scherens, gewann einen internationalen Fliegerkampf und endete im Rundenzeitfahren mit dem Pariser Michard im toten Nennen auf dem ersten Platz.
Segelk-ugrekorde in Rußland.
In Rußland nimmt man sich mit besonderer Liebe des Segelfliegens an. Daß dabei auch große Leistungen herauskommen, beweist eine Meldung, wonach in Kotebel der Segelflieger Golowin mit einem Passagier 10 Stunden und 56 Minuten in der Luft blieb und damit den von dem deutschen Segelflieger Schulz gehaltenen Rekord von 9 Stunden 21 Minuten übertraf. Auch im Höhenflug wurde ein neuer Rekord ausgestellt.. Der Russe G a b r i s ch erreichte eine Höhe von 2200 Meter und brach damit den Weltrekord Kronfelds, der auf 2025 m stand.
Buntes Allerlei.
Schicksal eines australischen Farmers.
Als Beispiel eines Heroischen Ringens gegen ein widriges Schicksal wird aus Adelaide in Sud- Australien der Fall eines Farmers berichtet, der durchaus nicht allein steht. Lance Powell, ein studierter Mann, der vor einiger Zeit einen großen Landbesitz und prächtige Viehherden besaß, schlägt sich jetzt mühselig als Diehtreiber durch. Rach dem Kriege hatte er am Rande des noch unerforschten Gebietes am Rordende des Eyre- Sees in Mittel-Australien sich ein Autoren geschaffen, das er mit einer stattlichen Vich-Herde bevölkerte. Aus dem Sande heraus schuf er sich ein kleines Paradies; drei Jahre ging alles gut, Regen fiel reichlich, und die Herde wuchs immer mehr an. So lebte er glücklich ustd stolz mit seiner jungen Frau und hoffte, seinem Heranwachsenden Sohn einen wertvollen Besitz vererben zu können. Dann aber bra cheine furchtbare Trocken- hei therein. Alles, was er mit unsäglichen Mühen aufgebaut hatte, sah er lanhsam dahinschwinden. Während er vergeblich um Regen betete, brausten Sandstürme daher, von glühend heißen Winden getrieben. Bisweilen war die Lust so dicht vom Flugsand erfüllt, daß selbst zur VMtagszeit ein Mann nicht die Ohren des Pferdes sehen konnte, auf dem er ritt. Alle die Weiden, die er angelegt hatte, verdorrten und verschwanden unter dem heißen Sand. Immer wieder hoffte er: es muß besser werden. Es muß ja einmal regnen. Aber es regnete nicht. Als schließlich nur noch Gerippe aus Haut und Knochen von dem übrig blieben, was einst eine fette Viehherde war, da gab Powell sich verloren. Er verlieh mit seiner Familie sein Haus ,wi ees stand, mit der ganzen Einrichtung an Ort und Stelle und den Tüchern noch auf den Tischen. Alles, was sie in mehr als lOjähriger Arbeit errungen und woran sie ihr Herz gehängt hatten, blieb in dem dem Unter» gan ggeweihten Heim zurück. Rach zwei Monaten hatten die erbarmungslosen Stürme den Sand bis zu den Fenstern aufgetürmt. Dann endlich war der Dann gebrochen: Regen fiel. Das Land fing wieder an zu grünen, aber Powell wird nie mehr in fein einstiges Paradies zurückkehren...
Literaturpreis für Kinder.
Die Bestrebungen, dichterische Begabung schon in früher Kindheit festzustellen, haben in Frankreich zur Schaffung eines Dichterpreises für Kinder geführt, der von einem Schiedsgericht dem Verfasser des besten literarischen Erzeugnisses, der nicht über 13 Jahre sein darf, zugesprochen wird. Dieser Preis ist nun zum erstenmal verliehen worden, und zwar der 11jährige Radine Roubakine für ihr« Geschichte „Der Kuckuck, di« Rachtigall und der Esel". Die Preisrichter mußten sich durch etwa 250 Manuskripte durcharbeiten, von denen 200 von Mädchen eingesandt waren. Der Preis beträgt nur 100 Mark, aber die Gewinner sollen besondere Vergünstigungen für ihre weitere Ausbildung erhalten.
Wirtschaft.
* Betriebserweiterung und Neueinstellung. Die Firma Gebrüder Strauß, Cannstatt,' Spezialfabriken feinster Schweizer-Stumpen, Herstellerin der „Geska-Stumpen", konnte, heroorgerufen durch die gesteigerte Nachfrage, ihren bereits vorhandenen Betrieben einen weiteren Betrieb angliedern. Dadurch finden neben der bereits vorhandenen beträchtlichen Belegschaft im Laufe der nächsten Wochen weitere zirka 100 Arbeiter Beschäftigung. Eine Verkürzung der Arbeitszeit findet dabei nicht statt.
Frankfurter Abendbörse geschastslos.
Frankfurt a. M., 2. Nov. Die Abendbörse war bei sehr geringen Umsätzen im Vergleich mit den Berliner Schlußkursen gut gehalten. Infolge der unklaren innerpolitischen Lage herrschte Zurückhaltung, wohl auch wegen der uneinheitlichen Kursmeldungen von den Auslandbörsen. JG.-Farben gaben 0,25 v. H. nach. Deutsche Anleihen waren im allgemeinen gut gehalten, nur Neubesitzanleihe zog um Bruchteile eines Prozentes an. Von fremden Werten büßten Lissaboner Stadtanleihe gegen den gestrigen Mittagskurs 1,5 v.H. ein. Neubesitzanleihe 6,40, Altbesitzanleihe 5,13, Schutzgebiete 5,90, Lissaboner Stadt 24,50, Berliner Handelsgesellschaft 89, Reichsbank 125,90, Gelsenkirchen 37,25, Aschersleben 97 Westeregeln 100,50, Mannesmann 50,13, Phörnx 26,25, Rheinstahl 64,75, Aku 54,75, AEG. 32,65, Bemberg 54,50, Daimler 18,50, Scheideanstalt 140, Deutsche Linoleum 44, Lichk & Kraft 85,25, JG.- Farben 94,50 bis 94,90, Gesfürel Einheit 67, Holz- mann 54, Lahmeyer Einheit 107, Metallgesellschaft 33,50, Rütgerswerke 39,25, Tietz 44, Norddeutsche , Lloyd 16,75, Hapag 16, Junghans 14,75.
Devisenmarkt Berlin - Frankfurt a. M.
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Unternehmungen . . . Rheinische Elektrizität . . . Schucken «Co.......
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6 D- iiliche itteichsanlciye v. 11)2. u% ehcm.?%Dt. RcichSanl.v.lOLV 5'/,% Zoung-Anlkihe von 1930 . Deulich.- Slnl.-Abliss.-Schuld mii
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Desgl. ohne VluSlol.-Rechte . .
6% chrm 8% Mi. Bolksllaat 1929 <rücU*.>iD. 102%)......
Oderhelicn Provinz-Anleihe mll Auelos.-Rechten ....
Deutsche Komm. Eammelabl.
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6% ehem. 7% Pr. Landelivland, brieianktaii Psandbriele R. io
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Buberwi......
Deutsche Erdöl . . . Geilenkirchener . . . Harpencr......
Hoesch Eilen.....
alle Bergbau . . . . Ille Bergbau Genüsse illudnctwcrtc . . . . ManneSmann-Röhren ManSleider Bergbau . Oberschlei. Kokswerke
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Hamburg-Südam. Dampslchis,. Hansa Dampslchisl . . . Norddeutscher Lloyd.....
A.G. für BerkcbrSwclen Akt. . Berliner HandclSgeiellichalt . Commerz. und Prival-Bank . Darmstädter und Nationalbanl Deullche Bant und
DiSronto-Gelellschasl. . . Dresdner Bank......
Reichsbank........
4% Oestcrrelchstche Goldrente .
4,20% Oesterrelchllche Silberrente 4% Ungarische Goldrente ....
4% Ungarische SlaatSrcnte v. 1010 4'/r% dcsgl. von 1913.....
5% abgest. Boldmexikaner von 99 4% Türkische »ollanlcihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie I.........
4% desgl. Serie II......
5% fliiimän. ver Inh. Mente v. 1008 4^%Rumän.vereinh.Nentev.l91g 4% Rumänilche veretnh. Rente
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Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
die Höhe der zuletzt deichlossenen Divid.nde an. - Reichsbankdtskont 4 o. H.. Lornbardzinsfuß 5 v.H
Frantsun a. 2)1.
Berlin
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1.11.
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1.11.
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Bereinigte Stahlwerke ....
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1. November
2-Novemler
Amtliche Dotierung
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Geld
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HelssngsorS .
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12,485
12,465
12,485
Budapest. .
Sosta . . .
3,057
3,063
3,057
3,063
169,38
169,72
169,48
169,82
70,48
70,62
71,13
72,73
71,27
Kopenhagen.
71,93
72,07
72,87
Stockholm .
72,28
72,42
73,29
73,37
London. . -
13.83
13,87
13,98
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Buenos Airet
0,918
0,922
0,918
0,922
Reuyork . .
Brüssel. . .
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16
——
—
24,5
—-
—
—
28,5
28,5
17
16,75
16,75
16,5
41
40
40,4
39.75
89
89
90
89,75
53,5
53,5
53,5
53,5
—
——
—
—
75
75
75
75
61,75
61,75
61,75
61,75
127
125,9
127,65
125,65
33,25
32,65
33,5
32,9
—
20,75
20,75
68
67,5
67,75
67
85,75
85,25
86
86,25
54
53
54,13
53,25
70
67
69
66,4
73
74
73,5
70,5
69,5
70
68,5
118
115
116
115
106
107
107
107
39
38
38,75
37,75
73,75
72
72,5
71
37,9
37,25
37,25
37,25
72
71
71,13
70.13
•—
35,25
34,5
—
—
126
—
97
97,5
97,75
97
33
33
32,25
32
50,25
50,13
50
49,5
20,5
19
19
19
38,75
38,65
26,25
26,25
26
26
165
165
164
160,75
64,75
64,25
64,25
Berlin, 2-November
Geld
Brief
4,20
4,22
Belgische Noten.........
58,36
58,60
Dänische Noten.........
72,35
72,65
13,91
14,00
Französische Noten.....- - -
16,48
16,54
Holländische Noten........
169,11
169,79
21,50
21,58
Norwegische Noten. . . . ^ .
70.96
71,24
Deutsch-Oesterreich, i 1OO Schilling
—
—
U UM (in Ische s3?otcn ........
2,47
2,49
9?oten ........
73,05
73,35
Schweizer Noten.........
80,94
81,26
Spanische Noten.........
34,38
34,52
Ungarische Noten.......
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—


