Ausgabe 
3.8.1932 Frühausgabe
 
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Sc Kruch ff» 1945 2 noch n. S?oii Ls sy & && Ltz S»'r

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Frankfurt a. 2)1.

Berlin

Schluß­kurs

Schluß!. Abend- börR

Schluß« lurs

Schtußk.

2Jlittag« börse

Datum

1.8.

2.8

1.8.

2.8

6% Deutiche $Hetd)9anlett)e v. 192.

61j

60j

62.25

6% ehem. 7%Dt. Reichsmil. v.1929

67

67

67,65

67.65

5',2% Boung Anleihe von 1930

58,5

58,75

58,5

58,75

Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit Auslos.-Rechten......

48,2

48,35

48,13

5.8

48,4

Tesgl. ohne Auslos.-Rechtc . -

5,7

5,9

5,9

6% ehern 8%.fceii. Bolksstaat 1929 (nidtahlb. 102%)......

-

47,5

48

Oberhessen Provinz-Anleihe mit Ausloj.-Rechten .....

42

42

Deutsche Komm. Eammelabl.

Anleihe Serie 1......

44,5

43,75

44,5

6% ehern. 8% .Franks. Hyp.-Banl Golovle. 15 unkündbar bis 1935

70,25

70

6% ehern. 7% Franks. Hyp.-Banl Goldpie 16 unkündbar bis 19.36

69

69,5

5'/z% ehern. 4'/2% Frankf.Hyp..

Banl tiau. Pianobriese . . .

79,5

79

8>/,% ehern. 4'/,% Rheinische Hnv Bank-Liou «Goldpie. .

81

81

6% ehem. 8% Pr. LandeSpsand- briejanltcn Pfandbriefe R. 19

68,5

68,5

68

68,4

6% ehem. 7% Pr. LandeSpsand.

briesansialt Pfandbriefe R. 10

68

68,5

4% O österreichische Golorentc .

10,5

10,5

10,65

10,4

4,20% Oesterreichische Silberrenie

1

1

1,05

4% Ungarische Goldrente ....

6

5,9

6

5,9

4% Ungarische Slaaisrente v. 1910

6,5

6,5

6,4

6,5

4 'V> oeegt. oon 1913 . . .

5,2

k>% abgelt. Golvmexttaner von 99

-

5

5

-

4" > Türkische Zollanleihe von 1911

3,4

3,5

3,5

3,65

4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie 1..........

3,35

3,4

3,65

3,65

4% desgl. Serie II.....

3,35

3,4

3,5

3,65

b%Mnmän. verelnh.Rente Ö.19O?

4,2

4,25

4'/r%Ruman.veretnh.Rentev.l913

7.4

8,25

7,95

4% Siu manische vereint). Rente

3,9

3,9

3,9

24% - Anatolier......

17,4

17,5

17,4

Frankfurt a.M.

Berlin

Schluß« kurs

Schluß!. Abend« börse

Schluß- kurs

Schluß!. Mittag- börse

Datum

1.8.

28

1.8.

2.8.

Pamburg-Amenta Pare. .

u

13

12,25

12,9

12,25

Hamburg-Sudam. Dampfschis,

. 0

Hansa Dampsschisi . .

. <

19,75

Norddeutscher Lloyd ....

. (

14,4

13,5

14,25

13,25

A.G. für Verkehrswesen Akt.

0

32,75

33

31,4

Berliner Handelsgesellschasi .

4

89,5

89,5

89,5

89,5

Lommerz. und Privat-Bank .

0

16

16

53,5

53,5

Darmstädter und Nationalban

0

18,5

18,25

18,5

18,5

Deutsche Bank und

DiSconto-Gesellschast .

0

75

75

75

75

Dresdner Bant......

0

18,5

18,25

18,5

126,5

18,5

Reichsbant ......

1

126

126,5

126,5

A.E.G..........

. 0

29,25

28,65

28,75

28,5

Bergmann........

. 0

21

Elektt. Ltcserungsgelellschaft.

5

60

60,5

60,25

59.5

Licht und Kraft......

6

73

73,5

73,25

73

Felten & Guilleaume....

0

37

37,5

38,25

38,75

Gesellschaft für Elektrische

Unternehmungen . . .

4

61,5

60,5

61,4

61,25

Rheinische Elektrizität . .

bB

64

64

64,5

64,75

Schlickert & Eo.......

0

65

64,5

64,75

63.5

Siemens & Halske.....

£

123

122,5

124,25

122,5

Lahmeyer & (So.......

10

86

87

83,75

87,5

Buderus.........

. 4

26,5

27,25

27

28

Deutsche Erdöl......

. d

73

71

72,75

71,5

Gelsenkirchener......

. 8

34,25

33

34

33,13

Harpener.........

Harsch Eisen........

. 0

50,5

52

51

51,5

. 6

23,13

22,13

Ulfe Bergbau.......

10

-

129

Ilse Bergbau Genüsse . . .

95

95,5

»ioclnerwerle......

. «

22,5

21,75

22,25

Mannesmann-Röhren . . .

. 6

40,4

39,65

38,5

ManSselder Bergbau ....

. 0

11

11

11,25

31,5

11,25

Oberschles. KokSwerke . . .

Phönix Bergbau......

. 8

31,25

V/i

14,4

14

14,4

14

Rheinische Braunkohlen. . .

10

176

175

175.75

174.75

Rhclnstahl........

. 6

50

50,4

48,75

Frankfurt a. 271.

Berlin

Schluß« kurs

Schlußk. Abend­börse

Gchluß- turs

Schluß!. Ulitfag. börse

Datum

1.8.

28

1.8.

2-8.

Riebcck Montan......

7,.

Bereinigte Stahlwerke . . .

. 0

12,25

12

12,13

11,75

Olavi Minen.......

0

11,9

12,25

11,9

12,13

Kaliwerke Aschersleben . . .

6

94

94,5

94,5

95

Kaliwerke Westeregeln . . .

6

104

104

Kaliwerke Salzdetfurth . .

9

162,5

160

163,5

160,5

I. G. ffarben-Jndustrie . . .

7

89,75

88,75

89,9

88,9

Scheideanstalt.......

10

137

135

Goldschmidt........

. 0

17,25

16,5

17

17,13

RütgerSwerke.......

. 0

32,65

32 JL

33,25

32,5

Metällgesellschast......

. c

25,5

25

25,75

24,25

Philipp Holzmann.....

Zementwerk Heidelberg. . .

Eementwerk Karlstadt. . . .

. 0

36

35,5

37

36,5

. 4

. 0

35

31

36

31

Wayb & Freylag . . .

. 0

4

3,9

Schultheis Pa-enhoser . . . Alu (Allgemeine Kunstseide!

0

_

57,13

57

0

38,75

37,75

37

38

Bemberg ... ....

0

39

33

33

33

Zellstoff Waldhof.....

0

29

30

29,75

29,75

Zellstoff Aschaffenburg . . .

0

18,5

19

18

Dessauer Gas.......

. 7

86,9

85,13

Daimler Motoren.....

. 0

13

13,25

13,5

13,75

Deutsche Linoleum ....

. 0

31,5

31

32,5

Orenstein & Koppel ....

. 0

22,65

23

Leonhard Ties)......

. t;

44,5

44,5

45

45,5

Svenska.........

0

Ehade..........

12

166

169

166

168

frankfurter Maschinen . . .

(yritzner.......

. 0

. 0

17

16.5

18

Mainkrastwerke Höchst a. M..

. 4

Süddeutscher Zucker . . . .

1071

105,5

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. 2H.

1. August

2. August

Amtliche Notierung

Amtliche

Notierung

(neid

Briet

Geld

I Brief

HelsingsorS .

6,344

6,356

6,344

6.356

Wien. . . .

51,95

52,05

51,95

52,05

Prag . . .

12,465

12,485

12,465

12,485

Budapest . .

Sofia . . .

3,057

3,063

3,057

3,063

Holland . .

169,58

169,92

169.63

169,97

Oslo....

73.93

74,07

73,98

74,12

Kopenhagen.

79,52

79,68

79,57

79,73

Stockholm

75.82

75,98

75,87

76,03

London. . .

Buenos Aires

14,75

14.79

14.78

14,82

0.913

0,917

0,913

0,917

Neuyork . .

4,209

4,217

4,209

4,217

Brüssel. . .

58,34

58,46

58,36

58,48

Italien. . .

21,41

21,45

21,42

21,46

Parts . . .

16,475

16,515

16,48

16,52

Schweiz . .

81,82

81.98

81,89

82,05

Spanien . .

33,87

33,93

33,92

33,98

Danzig. . .

81,92

82,08

81,97

82,13

Japan . . .

1,159

1,161

1,149

1,151

Rio de Jan..

0,325

0,327

0,325

0,327

Jugoslawien.

Lissabon . .

6,693

14.49

6,707

13,51

6,693

13,49"

6.707

13,51

Banknoten.

Berlin, 2.August

Geld

Bries

Amerikanische Noten.......

4,20

4,22

Belgische Noten.........

58,20

58,44

Dänische Noten.........

79,39

79,71

Englische Noten.........

Französische Noten........

14,74

16,44

14.80

16,50

Holländische Noten........

169,26

169,94

Italienische Noten.......

21,38

21,46

Norwegische Noten........

73,80

74,10

Deutsch-Oesterreich, A 100 Schilling

Rumänische Noten........

2,49

2,51

Schwedische Noten........

75,70

76,00

Schweizer Noten.........

81,71

82,03

Spanische Noten.........

33,78

33,92

Ungarische Noten........

35. Miitelrheinisches Kreisiurnfest in Trier.

Turnen der Vesten.

21 m Festabend, Sainstag, 6. 2Iuguft, in der Stabt- holle, werden die 19 besten Geräteturner des Streifes die feine Kunst, das formenreiche und farbenfrohe Spiel des Geräteturnens zeigen.

14 Kreismeisterschaften im Schwimmen.

Nach dem vorläufigen Melbccrgednis nehmen an den Kreismeisterschaften im Schwimmen 120 Turner und Turnerinnen teil. Die Kämpfe werden ausge­tragen in dem neuen Trierer Stadtbad, wohl das modernste Deutschlands und erstrecken sich auf die drei Haupttage Samstag bis Montag. Die Kreis- meisterfck)aften umfassen für Turner Mehrkämpfe (Zwölfkampf Sonderstufei Neunkampf Oberstufe und Sechskampf Mittelstufe»! das Hauptfprinqcn (fünf Pflicht- und fünf Kürsprünge ©onöcrftufe; vier

Nach dreiwöchiger Fahrt wurde am Sonntag in Paris die 26. Tour de France beendet. Glück strahlte aus den Augen der Fahrer, die das Ende miter-

Anbrs L e d u c q, der erfolgreiche französische Stra­ßenfahrer, gewann, wie erwartet, als Gesamtsieger dieTour de France" vor dem Deutschen S t ö p e l und dem Italiener C a m u s s o.

leben durften, sie haben eine Leistung vollbracht, die ihnen so leicht kein anderer Sportler nachmgcht.

3luc 57 von den 80 Gestarteten erreichten das Ziel, darunter erfreulicherweise auch sieben deutscheAsse",

lediglich Kutschbach war ohne eigene Schuld zum Ausscheiden gezwungen und in der Klasse der Tourist-Routiers beendete Altenburger als einziger Deutscher die Fahrt. Wir dürfen stolz fein auf unsere Mannschaft, die sich, obwohl sie im Länderklassement nur an vierter Stelle rangiert, ganz hervorragend aus der 2(ffäre zog. Von französischen Fachleuten wird ihre gute Zusammenarbeit hervorgehoben und in Ver­bindung damit gleichzeitig die Prophezeiung ge­macht, daß vielleicht schon im nächsten Jahre ein deutscher Fahrer die 27.Tour" gewinnt. Leducq konnte erwartungsgemäß seinen Sieg aus dem Jahre 1930 wiederholen. Der Franzose befand sich in unverkennbar bester Form, ihm kamen jedoch die Zeitgutschriften für die ersten Plätze in den einzel­nen Etappen zugute, sonst hätte er nach reiner Fahrzeit nur mit d r,e i Sekunden gegen Stö - p e l gewonnen. Der Kampf märe sonst auch offener gewesen und Stöpel sowie Camusso und Pesenti hätten unbedingt die Offensive ergriffen, so waren sie doch ziemlich machtlos, Leducq hätte den viel­leicht auf der Strecke schwer erkämpften Zeitvor­sprung durch einen Etappensieg wieder wettgemacht.

Die 21. und letzte Etappe von Amiens nach Paris über 159 Kilometer brachte keine Aufregungen mehr. Die Truppe zog stets geschlossen in gemäch­lichem Tempo dahin, größtenteils hatten die Fran-

Pflicht- und vier Kürsprünge Oberstufe und drei Pflicht- und drei Kürsprünge Mittelstufe). Die Ein- zelkämpfe werden ausgetragen im Lagenschwimmen, Brustschwimmen, Rückenschwimmen, Kraulschwim­men und im Streckentauchen in verschiedenen Strecken und Klassen. An Staffeln werden durchge­führt die 4 X 100 - Meter - Bruststaffel, die 4mal 100 - Meter - Lagenstaffel und die 4X100-Meter- Kraulstaffel. Besonders interessant wird die Mittel- rheinstaffel werden, die am Sonntag nach den all­gemeinen Freiübungen ausgetragen wird. Es star­ten je zwei Schwimmer und zwei Mittelstrecken­läufer. Die Turnerinnen führen ebenfalls Mehr- und Einzelkämpfe durch.

Im Rahmen der 14. Schwimm-Meisterschaften fin­den am Festsonntag Wasserballspiele zwischen Städte- rnannschaften von Koblenz und Saarbrücken und zwischen einer Kreisrneisterschaft der Gruppe Ost und einer Gruppe West statt.

tofen das Kommando und wurden in allen Ort­schaften umjubelt. Dicht besetzt waren die Straßen von Paris und erst auf der von 50 000 Zuschauern umsäumten Prinzenparkbahn konnte man einen richtigen Begriff vom Sportinteresse der Franzosen bekommen.

Unbeschreiblich war der Jubel, als die Spitzen­gruppe, in der sich sämtliche Deutschen befanden, auf der Bahn erschien.

Andrä Loducq, das französische Sportidol, zog so­fort davon und gewann den Endspurt nach einer Fahrzeit von 4:52:38 sicher vor Speicher, Ronsse, Lapevie, di Pacco und dem Touristen Wouters. Als 7. ging Stöpel durchs Ziel vor Barthelenni, während die übrigen 41 Fahrer gemeinsam auf den 9. Rang gesetzt wurden. Leducq konnte sich der Gratulanten kaum erwehren und wurde auf den Schultern um die Bahn getragen. Es war Frank­reichs zweiter großer Sportsieg an diesem Tage, denn fast zur gleichen Stunde stellte Borotra den Erfolg im Davispokalwettkampf gegen Amerika sicher. Nicht minder gefeiert wurde der Jta.icner Luigi Barral, der Sieger in der Touristenklasse wurde, nachdem er den Franzosen Benoit-Faure erst auf dem letzten Teil der Strecke überflügelt hatte

Frankreich unverdienter Davispokal Sieger.

Wenn man nach dem glatten Gewinn der beiden ersten Einzelspiele mit einem sicheren Siege der Franzosen im Davispokal-Schluhkampf gerechnet hatte, so wurden die Erwartungen nicht erfüllt. Gerade das Gegenteil war der Fall, denn der 3: 2-Sicg Frankreichs, das damit zum fünften Male hintereinander den Pokal gewann, stand auf des Messers Schneide und ist nur dem nicht ganz korrekten Sieg desfliegenden Basken" Jean Borotra über Willmer Allison zu ver­danken.

Im entscheidenden fünften Sah lag Allison be­reits mit 5.3 in Führung, als sich der Fran­zose durch das zweite Wechseln seiner Schuhe kurze Zeit erholen konnte und dann gegen den nervösen Amerikaner noch den Ausgleich er­reichte. Zwei krasse Doppelfehler, vom Schieds­richter gegen Borotra nicht bemerkt bzw. vom Linienrichter nicht gemeldet, raubten dem Ameri­kaner noch den letzten Rest von Sicherheit und Borotra konnte denSieg" vollenden. Mit 1:6, 3:6, 6:4, 6:2, 7:5 buchte Borotra den dritten und siegbringenden Punkt. Die Leistung sand aber bei den objektiv urteilenden Zuschauern keinen Beifall.

Im abschließenden Spiel der Meister Cochet und Bines war der Amerikaner zunächst nicht in Form, nach dem zweiten Sah erreichte er aber sein wirkliches Können und diktierte dann den Kampf, um schließlich verdient gegen Cochet 4:6, 0:6, 7:5, 8:6, 6:2 zu gewinnen. Aach Ansicht der Fachleute hätte Bines auch gegen Cochet ge­wonnen, wenn sein Landsmann Allison den Kampf gegen Borotra erfolgreich bestritten hätte.

Großes Reit und Fahriurnier in Bad Wildungen.

Auch in diesem Jahre findet in Bad Wildungen das in der Turnierwelt weitbekannte und beliebte Reit- und Fahrturnier statt. Die Art der Ausschrei­bungen, neben Eignungsprüfungen für Reit- und

Jagdpferde, mehrere Dressurprüfungen für Klasse L. und M. sowie Jagdspringen in Klasse L. und M., Glücksjagdspringen und zwei Amazonenjagdspringen, nicht zu vergessen der bekannte und nicht leichte Wil- dunger Gelanberitt, haben, ein vorzügliches Melde­ergebnis gezeitigt.

Nicht fehlen wird auf dem Turnier der Weltruf besitzende Springstall der Kavallerie-Schule, Han- nooer, mit einer ganzen Anzahl von Pferden des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei. Das Fahr-Ausbildungs-Kommando Hannover entsendet

Der Clou des zweiten Tages der olympischen Leichtathletikkämpfc. die bei anhaltender Glut­hitze wieder 40 000 Zuschauer an sich gezogen hat­ten, war der 100-Meter-Lauf. Für die Entscheidung hatten sich von den Deutschen nur Arthur Jonath qualifiziert. Helmuth Körnig war zusammen mit dem Olympiasieger von 1928, Wil­liams, schon in der Vorentscheidung ausgeschie­den. Der Endlauf brachte einen sehr packenden Kampf, den der Aeger Eddie Solan-USA. in der bestehenden Weltrekord- und neuen olympischen Rekordzeit von 10,3 Sek. vor seinem Rassegenos­sen Metcalfe-USA. mit Brustbreite gewann. Dicht­auf endete der Deutsche Jonath als Dritter in 10,4 Sekunden. Die nächsten Plätze belegten Simp- fon-USA., Joubert-Südafrika und Vohsioka« Japan.

In den 1 0 0 - M e t e r ° V o r l ä u f e n der Frauen ging von den Deutschen nur Maria Dol­linger -Nürnberg an den Start. Sie gewann ihren Borlaus in der bestehenden olympischen Bestzeit von 12,2 Sek. ganz leicht und qualifi­zierte sich dann in der Vorentscheidung durch einen zweiten Platz hinter der Kanadierin Strike für den Cndlaus. In diesem Lauf war die Diffe­renz zwischen Miß Strike und der Deutschen so knapp, daß erst die Zielphotographie entscheiden konnte. Die für Polen startende, in Amerika an­sässige Stella Walsh gewann ihren Dorlauf und ihre Vorentscheidung in der neuen Weltrekord­zeit von 11,9 Sekunden.

Oie Zehniage-Wettervorhersage bewährt sich.

Die von der Staatlichen Forschungsstelle für lang­fristige Wettervorhersage für zehn Tage, an der die Landwirtschaft und die Gäste der Kurorte lebhaften Anteil nehmen, haben sich bisher gut bewährt. Von 7 der im ganzen vorgesehenen 14 Voraussagen ist der Zeitraum, für den sie Geltung hatten, bereits verflossen, so daß jetzt ein Urteil darüber möglich ist Bisher kann man keine einzige der Voraussagen als ausgesprochene Fehlvorhersage bezeichnen. Vier stimmten vollkommen, in einem Fall war der Be- ivälkungscharakter nicht getroffen und in zwei Fällen stimmte die Vorhersage für die letzten Tage des zehntägigen Zeitraumes nicht. Von besonderer Wich­tigkeit war die am 21. Juli ausgegebene sechste Vor­aussage. In ihr wurde zu einem Zeitpunkt, in wel­chem mit den Mitteln der Tagesvorhersage noch nicht die geringsten Anzeichen einer Wetteränderung erkannt werden konnten, eine allmähliche Besserung des Wetters in Aussicht gestellt. Diese Besserung ist im Laufe der 10 Tage vom 22. bis 31. Juli tatsäch­lich ganz allmählich eingetreten und zwar, wie es in der Voraussage angegeben war, zuerst und vor allem in Süddeutschland. Diese Voraussage war für die deutschen Kurorte von besonderem Wert: viele Gäste, die wegen des regnerischen Wetters vom 14. bis 23. abreifen wollten, ließen durch die Voraus­sage einer Besseruna des Wetters,von ihrem Vor­haben ab. Diese Besserung ist bann auch tatsächlich eingetreten.

Amerikanische Gänger in Bad-Nauheim

WSN. Bad-Nauheim, 2. Aug. Der Deut­sche Beethoven-Männerchor aus Neuyork ist am Samstag mit 32 Sängern unter Leitung von W. L. Strauß, einem geborenen Friedberger, hier eingetroffen. An der Begrüßungsfeier im Kurhaus nahmen Bürgermeister Dr. Ahl und der General­direktor Meier als Vertreter der Stadt und ihres Babes teil.

Schweres Gewitter über dem Westerwald.

WSN. Limburg, 2. Aug. Ueber Teile des Wefterwalbes zog am Sonntag in ben Abenbstunben ein schweres Gewitter, bas von einem Wirbel- winb unb Wolkenbrüchen begleitet war. Der starke, plötzlich auftretenbe Wirbelsturm entwurzelte viele Bäume unb richtete ve- sonbers in ben Wölbern erheblichen Schaben an. Der

Gespanne. Auch bekannte Reiter des Reiter-Regi­ments 15 unb bes Artillerie-Regiments 6 erscheinen. Herr Pulvermann, Oberleutnant Sah la. Herr W a l b r i ch aus Siegen unb Herr v. Sybow werben sich ebenfalls am Start einfinben. Der Wilbunger Turnierplatz wirb in ben Tagen vom 13. bis 15. August einen Sammelplatz für bic im Turniersport bekanntesten Größen unb ein beliebtes Wochenenbziel für alle bilben, bie sich für biefen Sport interessieren.

Die weiteren Kämpfe des Tagesbrachten zwei irische Siege, die gleichzeitig Enttäuschungen für Amerika waren, dessen sichere Favoriten ge­schlagen wurden. Tisdall (Irland) gewann die 400-Meter°Hürdcn in der Weltrekord­zeit von 51,8 Sekunden. Die Zeit kann aber keine Anerkennung finden, da Tisdall eine Hürde ge­rissen hatte. Dafür gilt die Zeit des Zweiten, Harbin (USA.) mit 52 Sek. als neuer olympischer Rekord. Dritter wurde Taylor (USA.) vor Burgh- ley (England), Facelli (Italien) und Areskoug (Schweden). Der zweite irische Sieg wurde im Hammerwerfen durch Dr. O'Callaghan mit 53,88 Meter vor Porhoela (Finnland) 52,27 Me­ter und Zaremba (USA.) 50,33 Meter erzielt.

Das Leichtathletik-Programm des Tages wurde mit den Vorläufen zum 3000-Meter-Hin- dernis-Laufen abgeschlossen. Hoher Favorit ist hier der Finne Isohollo, der seinen Dorlauf spielend in neuer olympischer Rekordzeit gewann.

ImAuditorium" waren die Freistil- ringer tätig, jedoch wurden nur Dorkämpfe in Gewichtsklassen erledigt, in denen Deutschland nicht vertreten ist. Am Abend begannen dann auf der Radrennbahn die Bahnrennen mit Dorentscheidungen, an denen Deutschland eben­falls nicht teilnahm.

Bei den am Montag vorgenommenen Sieger­ehrungen wurde erstmalig auch für den Sieg des Müncheners Jsmayr im Gewichtheben die deutsche Flagge am olympischen Siegesmast gehißt.

wolkenbruchartige Regen hat auch der Ernte ftart geschadet. Ein Flugzeug des Limburger Vereins für Luftfahrt, der bei zlrborn im Westerwald Hebungen veranstaltete, wurde von eifer dem Unwetter voran- ziehenden erfaßt r ib zu Boben gebrückt. Die Ma­schine würbe erheblich beschäbigt, ber Pilot kam ohne Verletzungen bavon. Eine zweite Maschine würbe von bem Wirbelsturm, trotzbem sie von einer ganzen Anzahl Menschen festgehälten mürbe, gegen einen Lastwagen geschleubert. Personen würben aber nicht verletzt.

Mit dem Jagdgewehr erschossen.

WSN. K i r ch h a i n, 2. Aug. Gestern abenb gegen 10 Uhr hat ber 24jährige Arbeiter Hofmann iy Marborf ben 17 % jährigen Arbeiter Martin Schick mit einem Jagbgewehr erschossen. Beibe Familien lebten seit längerer Zeit in Feinbschaft. Der Getötete war mit einem Begleiter auf ben Hof bes Hofmann gekommen, um biefen wegen einer Drohung zur Rebe zu stellen. Als Hofmann ben Schick mit einer Latte in ber Hanb im Hofe erblickte, schoß er aus einem Fenster einevolleSchrotlabungauf seinen Gegner ab. Die Labung ging bem Schick in ben Kopf, so baß berTobbalbbarauf e i n t r a t. Das Gericht hat heute vormittag ben Tat- beftanb ausgenommen. Hofmann würbe verhaftet.

Kunst und Wissenschaft.

Internationale kriminalistische Vereinigung in Frankfurt a. ZU.

Dom 11. bis 13. September 1932 wird die In­ternationale Kriminalistische Bereinigung, Deut­sche Landesgruppe, in Frankfurt a. M. ihre Ta­gung abhalten. Derhandlungsgegenstände sind: 1. Schwangerschaftsunterbrechung und Tlnfrucht- barmachung, insbesondere bei sozialer und eu­genischer Indikation 2. Internationale Zusam­menarbeit auf bem Gebiete des Strafrechts. Re­ferent: Delaquis-Harnburg. 3. Die Fortführung der Strafrechtsreform. Referenten: Kohlrausch und Gras Gleispach. Besonders der erste Punkt der Tagesordnung wird weitgehendstes Inter­esse beanspruchen dürfen, da als Referenten neben dem bekannten Strafrechtler Dr. Graf zu Dohna die beiden Psychiater R ü d i n -München und Maier -Zürich und W a l t h a r d , der Züricher Gynäkologe, gewonnen sind. Rüdin ist einer der bedeutendsten Erbbiologen, Kirstein hat russische Erfahrungen, und Maier und Walthard Schweizer Erfahrungen über Sterilisation.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter ben Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe ber zuletzt beschlossenen Divibenbe an. Reichsbankbiskont 5 o. H Lombardzinsfuß 6 v. H.

Rückblick auf dieTour -e France".

50000 empfingen die Helden der Landstraße.

Olympia 1932.

Oer zweite Tag der Leichtathletik. Niggers vor Jonath. Irische Giege.