Ausgabe 
2.11.1932 Frühausgabe
 
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Wirtschaft.

Steigende Reichsbahn-Einnahmen im Oktober.

Berlin, 1. Nov. (TU.) Die Reichsbahn kann im Oktober eine wenn auch geringe Steigerung der Einnahmen verzeich­nen. Während im August und September ein Tagesdurchschnitt von rund 10,5 Millionen Reichs­mark auf der Einnahmeseite erreicht werden konnte, stieg die Durchschnittszahl im Oktober auf rund 11 Millionen Reichsmark an. Bemerkenswert ist diese Steigerung insofern, als in den Vorjahren der Oktober gegenüber dem September stets einen geringeren Rückgang aufwies. Trotz der zu ver­zeichnenden geringen Besserung ist jedoch die Lage immer noch als trostlos zu bezeichnen, wenn man sich vergegenwärtigt, daß noch im September 1929 der Tagesdurchschnitt 19,9 Millionen Reichsmark, im Oktober 19,2 Millionen Reichsmark und in den gleichen Monaten 1930 16,7 bzw. 16,3 Millionen Reichsmark, 1931 13,7 bzw. 13,6 Millionen Reichs­mark betrug.

Oie Adam-Opel-AG. zur Wirtschaftslage.

Der Geschäftsbericht der Adam Opel 21G., Rüsselsheim, ist in nächster Zeit zu er­warten. Die Gesellschaft beurteilt die 2lussichten für die Zukunft g ü n st i g, wobei insbesondere darauf hingewiesen wird, daß infolge der in den letzten Jahren erfolgten Umstellung die Renta­bilitätsgrenze, d. h. die Grenze, nach deren Heber-» schreiten eine steigende Produktion Gewinn ab­wirft, erheblich herabgesetzt werden konnte.

Wie WTB.-Handelsdienst erfährt, hat im Herbst des laufenden Geschäftsjahres entgegen dem sonst allgemeinen saisonmäßigen Rückgang eine Absatz belebung eingesetzt, die spe­ziell bei den Opelwerken auf den Erfolg der neuen Stromlinienmodelle zurückzuführen ist. War noch bis vor kurzem die Beschäftigung in den Opelwerken auf zwei bis drei Tage in der Woche beschränkt, so wird sie ab Rovember auf fünf Tage in der Woche ausgedehnt werden. Der günstige Beschäftigungsgrad zeigt sich auch darin, daß das Unternehmen seine Belegschaft im Sep­tember um 6 v. 5). steigern konnte. Die jetzige Belebung des Jnlandgeschäfts, er­gänzt durch die günstige Entwicklung im Hebersee-Export, dessen Berkaufssaison zeitlich nicht mit der europäischen zusammenfällt, läßt die Firma hoffen, ihre Belegschaft, wie durch die vergangenen 15 Monate, so auch durch den kommenden Winter durchzuhalten.

Weiterer Rückg ang der Konkurse und Vergleichsverfahren im Okto­ber. Rach Mitteilung des Statistischen Reichs­amts wurden im Monat Oktober durch den Reichsanzeiger" 459 neue Konkurse ohne die wegen Massemangels abgelehnten 2lnträge auf Konkurseröffnung und 262 eröffnete Ver- gle chsverfahren bekanntgegeben. Die entsprechen­den Zahlen für den Vormonat stellen sich auf 480 bzw. 306.

Frankfurter Abendbörse geschästslos.

Frankfurt a. M., l.Rov. 2ln der heutigen 2lbendbörse herrschte vollkommene Sta­gnation. Infolge schwächerer 2lnfangskurse aus Reuyork, sowie des sehr ungünstigen Be­richtes der DD.-Bank schritt die Spekulation zu tle nei Glat strllune.i. 2lm 211 tie nmarktno­tierten Norddeutscher Lloyd 0,25 Prozent höher, Hap7g I gen unte ändert. Etwas n edriger setzten noch IG.-Farben ein, die im Verlaufe aber den anfangs erlittenen Verlust wieder voll auf­holten.

2lm Rentenmarkt bewegte sich die Hmsah- tätigkeit ebenfalls in schr engen Grenzen, die Kurse bewegten sich auf Mittagsbasis. Von Staatsanleihen waren bprozentige Baden von 1927 0,25 Prozent fester. Reubesitz 6,40, Alt- besitz 50,50, Schutzgebiete 5,70, Reichsbank 127, Bayrische Hypotheken- und Wechselbank 57,50, Aschersleben 100, Mannesmann 50,25, Phönix 26,25, 2IEG. 33,25, 2lKH. 55,50, Bemberg 54.50, Daimler 19,50, Scheideanstalt 139,50, Deutsche Linoleum 44,50, Licht und Kraft 85,75, IG.-Far­ben 94,90 bis 95,50, Goldschmidt 26,50, Holzmann 54, Lahmeyer 106, Rütgerswerke 39,75, Aschaffen­burger Zellstoff 29, Hapag 16, Rordd. Lloyd 17.

Braugerstenschau und Braugerstentag in Friedberg.

* Friedberg, 1. Rov. Die diesjährige, für Oberhessen vorgesehene Draugerstenschau, verbunden mit Draugerstentag wurde von der Hessischen Landesgerstenstelle bei der Landwirtschaftskammer für Hessen in Fried­berg veranstaltet.

Der Vorsitzende' der Landwirtschaftskammer, Oekonomierat He-nsel, eröffnete die Veranstal­tung. Rach der Begrüßung erstattete Dr. Fin­ger, Leiter der Hessischen Landesgerstenstelle, das erste Referat überBesprechung der Schauergeb­nisse und ihre Auswertung hinsichtlich der Sor­tenfrage". Rach kurzer Ausführung übet die Lage

S.Ji.-'fpoit

Gießener Turnerinnen 1892-1932.

Wenn die Turnerinnen-Abteilung des Turn­vereins 1846 Gießen ihre Iubiläumsfreude sich in ernster turnerischer Arbeit auswirken ließ, so bekannte sie sich damit außer zu den Zeitver­hältnissen ebenso nachdrücklich zu dem Geiste, der sie auch über die ersten vier Iahrzehnte hinaus groß erhalten soll. Ihr Bühnen-Schau- turnen, vor Iahren noch eine schmückende Einzel­nummer im Rahmen turnerischer Veranstaltun­gen, füllte nunmehr in der Dereinsturnhälle am Samstag die Bühne, den Zuschauerraum und den Abend aus eigner Kraft aus. Rach einem ge­bundenen Vorspruch, in dem die Turnerin Ria Philipp die Zielstrebigkeit des Frauentur­nens eindrucksvoll zusammenfahte, liehen die Jüngsten (am Reck) in Haltung und Bewegung deutlich erkennen, daß das Turnen ihr Selbst­bewußtsein steigert und Mut, Gewandtheit und Körperbeherrschung ausweitet, zumal es bei einem allerliebsten, neckischen Tanz zu Paaren in Ti­rolertracht an ermunterndem Beifall nicht fehlte. Im unterhaltsamen Wechsel und bei allmählicher Steigerung von den Schülerinnen über die Ju­gend turnerinnen zu den Turnerinnen gab die Darbietungsfolge in 20 Rümmern einen Ein­blick in die Mannigfaltigkeit, die sich die 1846:nnen als lebendiges Glied der Entwicklung des Frauen­turnens in der Deutschen Turnerschaft zu eigen machen. Dazu ließ der reiche Einschlag von Kür­übungen an den Geräten die naturbedingte Wahl­freiheit gegen das Wännerturnen wohltuend zum Durchbruche kommen. Eine kleine Hauskapelle sorgte für Mitunterhaltung und gab in schrni.'/ i- gen Walzermelodien die musikalische Grundlage zu harmonischen Bewegungen zunächst im blauen Turnkleid, zu Frei-, Schwung- und Hüpfübungen, gesteigert durch ausladenden Keulenschwung und blitzendem Metallstab, bis hinauf zu dem rhyth­mischen Formenreichtum im weihen Tanzkleid. In turnschwesterlicher Verbundenheit beteiligten sich die Fechterinnen unter Leitung von Karl Hergenröther mit spannenden Schulvor­führungen und temperamentvollen Zweikämpfen in Florett. Der dankbare Beifall des 2lbends galt neben den werbekräftigen Leistungen der Turnerinnen insbesondere ihrem unermüdlichen Leiter, dem bewährten Ober turnte art Karl Erb.

schoß 1900 das Siegestor und muhte sich dann auf eine verstärkte Verteidigung verlegen.

1900 IV Krofdorf I 1:5 (1:3).

Den Gästen war zum 1. Stiftungsfest der Sieg zu gönnen. Krofdorf hat in der Spielstärke Fort­schritte gemacht. 1900 spielte nur mit 8 bzw. 9 Mann und dazu noch recht schlecht.

1900 AI 1900 All 2:1 (0:0).

Die beiden ersten Iugendmannschasten spielen in derselben Gruppe um die Punkte und müssen deshalb im Pflichtspiel gegeneinander antreten. Rach den bisher erzielten Erfolgen und gezeig­ten Leistungen der AI-Iugend erwartete man diese als sicheren Sieger. Sie trat aber nur mit 9 Mann an, so dah dadurch der Zusammenhalt in der Mannschaft fehlte. Trotzdem zeigte sie die bessere abgerundetere Spielweise, muhte sich aber sehr anstrengen, um die mit ungeheurem Eifer kämpfende All-Iugend in Schach halten zu kön­nen. Die erste Halbzeit zeigte ein ziemlich aus­geglichenes Feldspiel mit manchen recht guten Einzelleistungen. Der stark einsetzende Regen machte in der 2. Halbzeit den Spielern schwer zu schaffen, trotzdem wurde unermüdlich um den Sieg gekämpft, den die durchschlagskräftigere AI schließlich mit 2:1 an sich reihen konnte. Rach den bisher ausgetragenen Spielen ergibt sich für die A-Iugend jetzt folgende Tabelle:

Verein

Gew.

Verl.

Unentsch.

Tore

Pkte.

1900 AI

4

0

0

33:4

8:0

VfB. Gießen

3

1

0

23:7

6:2

1900 All

2

1

1

22:5

5:3

Steinberg

1

1

1

8:6

3:3

Lich

1

2

0

3:26

2:4

Leihgestern

0

3

0

2:20

0:6

Muschenheim

0

3

0

3:26

0:6

Kurze Sportnoiizen.

Am Aller heiligentage gab es einen recht regen Fußball-Spielbetrieb. In München kam vor 8000 Zuschauern ein Doppelspiel zum Aus­trag, das 'die nordbayerischen Tabellenführer als Gäste sah. 1860 verlor gegen Spvg. Fürth 1:3, während sich Wacker und 1. FC. Nürnberg mit einem überraschenden 0:0 trennten. Ein Verbands­spiel in der Gruppe Saar gewann Borussia Neun­kirchen in Saarbrücken mit 1:0 über Saar 05, in Straßburg endete -der Städtekampf Straßburg Stuttgart 0:0 und in Düsseldorf erlitt der deutsche Meister Bayern München vor 15 000 Zuschauern seine zweite Niederlage im Westen. Fortuna Düs­seldorf schlug ihn mit 2:1 (2:0).

134 Kunstturner wurden aus 18 Turn- kreisen der DT. zu den Deutschen Meisterschaften am 12. und 13. November in Berlin gemeldet. Nur der Kreis Pommern ist an den Meisterschaften nicht beteiligt. ,

Das Meisterschaftsprogramm der deutschen Leichtathleten wird im Hinblick auf die Olympischen Spiele um zwei Konkurrenzen, einen Hindernislauf und ein 20-Km.-Gehen, bereichert.

*

Die Olympiasiegerin Ellen Preiß nahm am Montag in Dresden an einer Fechtgala teil und gefiel durch ihre guten Leistungen, die sie in verschiedenen Schaukämpfen zeigte.

*

D i e Schweizer Tennis-Rangliste wird bei den Herren von Ellmer vor Wuarin und Aeschlirnann und bei den Damen von Frl. Payot angeführt. *

Der Münchener Ringer Ehrl war bei den Ringkämpfen in Stockholm auch am z-weiten Tage erfolgreich. Er besiegte ben Polen Dwerog und den Finnen Hyrynkangas; beide durch Schul­tersiege.

Spielvereinigung 1900 Gießen.

Wehlar I 1900 I 6:0 (3:0).

Die Heberraschung des Sonntags bedeutete das Ausscheiden der Spielvereinigung 1900 aus dem Polälwettbewerb, da die Gießener Vertretung dem Platzverein Sportverein Wetzlar mit 6:0 (Halbzeit 3:0) Treffern unterlag. Die Blau- wcißen hatten nur eine Derlegenheitself auf die Beine gebracht, die zudem fast restlos ver­sagte. Grundloser Boden und strömender Regen taten das übrige. 1900 spielte ohne Iäckel, Göbel, Best und Glitsch und begann mit zehn Mann. Später trat der Reisebegleiter Muhl ein. Mit dem Anpfiff kam Wetzlar in Front. Der Links­außen schoß aus glatter Abseitsstellung den ersten Treffer. Der Gastgeber legte mächtig los. Lull verschuldete ein Eigentor und um das Maß voll zu machen, mußte der Mittelläufer Heilmann für c:raumc Zeit ausscheiden. Gegen Mitte der ersten Spielhälfte kam Wetzlar durch einen Fernschuß zum 3:0. Die Gießener waren nicht müßig. Der Linksaußen schuf gefährliche Momente. Aber die anderen Stürmer versagten. Rach dem Seiten­wechsel legte ein Teil der Gießener viel Inter- essenlosigkeit an den Tag. Rur die drei Schluß­leute und der linke Läufer arbeiteten aufopfernd. Ein Schuß an die Latte wurde nach einem heftigen Geplänkel regelwidrig eingedrückt. Mit Ausnahme von Schlarb im Tor sahen alle Gie­ßener tatenlos zu. Schlarb, der sonst Großes leistete, hatte dann das Pech, einen scharfen Flachschuß durch die Beine za lassen und aus einem Deckungsfehler fiel dann Tor 6. Die 1900er haben in dieser Verfassung einen schlechten Ein­druck hinterlassen. Die Wetzlarer dagegen zeigten von Anbeginn an Eifer und Siegeswillen. Die Platzbeschasfenheit war ihrem System zum Vor­teil. Ausgezeichnet spielte Diehl als Mittelläufer. Das Spiel war fair, der Schiedsrichter genügte.

1900 III Lich I 2:1 (1:1).

1900s dritte Elf ist unberechenbar in ihren Lei­stungen. Einer 11D-Riederlage vom vorigen Sonntag setzte sie jetzt einen 2:1-Sieg über den Tabellenersten entgegen. Der Halbzeitstand ent­spricht auch dem Spielverlauf. Rach der Pause

des Vraugerstenmarktes und dessen Stützung durch die Maßnahmen der Reichsregierung besprach ec die zahlreichen Dersuchsergebnisse aus den letz­ten Iahren, aus denen hervorgeht, daß für Ober- Hessen zum Anbau als Braugerste besonders die SortenStrengs Franken" undAckermanns Isa- ria empfehlenswert sind.

Das zweite Referat überLandwirtschaftlich- technische Maßnahmen im Traugerstenbau" er­stattete Landwirtschaftsrat Dr. Schneider, Lich. Er erläuterte eingehend die Saat-, Dün- gungs-, Pflege- und Erntemaßnahmen und wies darauf hin, daß auch auf die Herrichtung hoch­wertiger Verkaufsware die nötige Sorgfalt ver­wendet werden muh.

Rach Beendigung der an die Vorträge an­schließenden Aussprache wurden die Preisträ­ger bekanntgegeben. Die Traugerstenschau war mit 35 Proben beschickt, von barten 19 mit Preisen bzw. Anerkennungen ausgezeichnet wur­den. Es wurden u. a. folgende Auszeichnungen verliehen:

1. Preis und Staatsplakette: Oek.- Rat Heil Wwe., Wickstadt.

2. Preis: Henirich Brückmann, Reuhof; Muster- und Versuchsgut der Landwirtschaftskam- mer Selgenhof; Ernst Pein U., Rieder-Bessin- gen.

3. Preis: Ferdinand Bopp, Bellersheim; Iakob Schwarz, Dorf-Gill; Karl Müller, Bellersheim.

Anerkennung: Heinrich Walter, Ob­bornhofen; Karl Walter, Ettingshausen; Karl Mer t e, Ober-Breidenbach; August G ör lach, Eberstadt, und Hugo 27 e u s e l, Bellersheim.

Preise waren u. a. zur Verfügung gestellt vom Hessischen Staatsministerium, von der Provinzial­direktion Oberhessen, von den Kreisämtern Fried­berg und Lauterbach, vom Landwirtschaftskam­mer-Ausschuh der Provinz Oberhessen in Gie- hen, von der Industrie- und Handelskammer Friedberg und von der Stadtverwaltung Fried­berg.

Buntes Allerlei.

Italiens Kampf gegen die Malaria.

Die Ausstellung über die Hrbarmachung Ita­liens, die zu den Veranstaltungen zählt, mit denen der Faschismus seine zehnjährige Herrschaft feiert, beleuchtet auch den Kampf gegen einen den ärgsten Feinde der italienischen Gesundheit, ge­gen die Malaria. Cs gibt auf der Apenninen- Halbinsel nur drei Landschaften, die als malaria- frei gelten können; alle anderen Zonen sind mehr oder weniger malariagefährlich. Die größte Ma­lariagefahr herrscht in Sardinien; dann folgen Apulien und Sizilien. Mit der allgemeinen Hr­barmachung ist zunächst mit einem Sieg über die Krankheit noch nicht zu rechnen; trotzdem sind die Fortschritte in der Bekämpfung der Malaria offensichtlich. Bis zum Iahre 1900 mußte Ita­lien jährlich 15 000 Tote beklagen, die dieser Krankheit erlegen waren. Diese Zahl, die bis 1922 auf 4085 herabgedrückt war, ist 1930 bis auf 2781 zurückgegangen. Die Ziffern sind aber in dem besonders gefährdeten Süd-Italien natürlich sehr viel größer als in Rord- und Mittel-Italien. In Rord- und Mittel-Italien sind die Todes­fälle auf die Million Einwohner von 124 auf 13 gesunken, in Süd-Italien von 1485 auf 156, also um 90 Prozent.

Ocr Hund und das Fahrrad.

23or einiger Zeit ist in London ein Mann auf­getreten, der die von gewissen ©entfernen bevor­zugte Erwerbs quelle" des Hundediebstahls mit einer neuen Ruance versehen hat. Sein Trick wickelt sich, toertn alles gut geht, folgendermaßen ab:

Erbeschafft" sich zuerst so schnell wie möglich einen Hund, gleich welcher Rasse, gleich wel­cher Herkunft. Mit diesem Hund geht er in den Straßen der Dorstadt spazieren, bis er auf einen halbwüchsigen Iungen gestoßen ist, der stolz mit seinem augenscheinlich neu erworbenen Rad Kur­ven und Achten fährt. Ec ruft ihn an. Im Rn ist ein Gespräch über Fahrradmarken vom Zaun gebrochen. Hnd was ist natürlicher, als dah die­ses Gespräch auf Seiten des fremden Herrn mit dem Hund in der Ditte gipfelt:Bitte Iah mich drtch mal einen Augenblick auf deinem Rad fah­ren. Du kannst ja so lange meinen Hund halten."

Rad und Hund werden ausgetauscht, elastisch schwingt sich der fremde Herr auf das Stahl­roh, flitzt um die nächste Ecke und wird nicht mehr gesehen. Hund und Iunge schauen sich fas­sungslos an sie begreifen die Welt nicht mehr. Hnd zwischen ihnen herrscht die eine traurige! Hebereinstimmung, dah der Iunge den Verlust seines funkelnagelneuen Rades zu beklagen hat, während der Hund in diesem Augenblick seinen Herrn verlor, den er vor einer Stunde auch noch' nicht gekannt hatte...

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt belchlofjenen Dioid.nde an. Reichsbankdiskont 4 v. H.. Lombardzinsfuß 5 v. H.

Frankfurt a. DI.

Serlin

Schluß« fürs

Schluß». Abend- börf

Schluß« lurs

Schluß! Mittag» börse

Datum

31.10.

1-11.

31-10.

1.11.

6 'Srut'che iNvtdjsaiuetlji- v. 1U2-

71

72

72,25.

71,9

g% ehern. 7%'St. ReichSanl.v.lS2>>

88,5

87,75

88

87

5^% Zlllu,./'Anleihe von 1930

71,9

71,9

71,9

71,9

Deutsche Aul. Ablös.-Schuld tnb Ausloi. llechten

51,4

50,5

51

50,5

Desai, ohne Auslol.-Rechte -

6,5

6,4

6,55

6,4

8% ehem 8% yesi. Volksstaat 1929

itud.^ahib 102%)

66,75

66,5

66,25

67,5

Obcrheiscn Ptovim-Anleihe mii Auslvj.-Rechten

53

Deutsche Komm. Sammelabl.

Anlell, - Serie i

47,65

48,5

47,65

48,5

6% ehem 8% Franks. Hyp.-Banl Golov i", unkündbar bis 1935

76,75

77

6% ehern 7% Franks Hyp.-Banl Golor> 16 unkündbar bis 1936

76,5

5/2% ehem 4'/2% stranks.Hyp.. Boni 'Jiau "inobriete

82

81,9

5yz% ehem. 4^°/«, Rheinische Hvv Ban Liau-Goldp e. .

82

81,9

6% ehem 8% Pr. Landespsand«

brlefanito Pfandbriefe R. 19

73

73,75

73,25

73,75

6% »hem. 7% Pr. Landespfand- brieranftali Pfandbriefe R. K1

73,5

73,75

4% Oelterretchtiche Oolotente .

11,25

11,25

4,20% Oeslerrelchische Sllberrentr

1,05

1,05

1,05

4% Ungarische Goldrente . .

6,4

6,3

6,3

6,25

4% Ungarische Siaalsrente v. 1910

6,2

6,2

6,4

4V2% vesgl. von 1913

-

6,3

6,3

r>% abgeft. Goldmexilanet von 99

6,25

6,13

6,25

4% Türkische Zollanleihe von 1911

3,3

3,25

3,3

3,35

4% Türkische Bagdadbahn-Anleih, Serie 1

3,4

3,3

3,55

3,4

3,6

4% oesgl. Serie li

5% Rurnän. oer. Inh-Rente v. 1903

3,5

3,3

3,4

5,15

5

5,05

4K%Ruinän.vereinh.Renlev.l91!

8,2

8,35

8,05

4% Rumänische Vereins,. Rente

-14% Anatolier

4,5

4,25

4,35

4,2

20

20

20-25

20,3

strankiuri a.M.

Berlin

Schluß« kuts

Schluß!. Abmd- böri

Schuß« kurs

Schluß!.. Millag- bör e

Datum

31-10.

1.11.

31.10.

1.11.

oamdurg-Amerua Pmr

1

17,25

16

17

16

Hamburg-Südam. Darnpsschis,

. 0

25,5

24,5

Hama Dampsschssi

. (

27,75

28,5

Norddeutscher Lloyd ....

. <

18

17

17,75

16,75

>21.®. inr Verkehrswesen Alt.

0

43

41

41

40,4

Berliner Handelsgesellschaft .

4

90

89

90

90

Commerz, und Privat-Bank .

0

53,5

53,5

53,5

53,5

Darmstädter und Nationalban

0

Deutsche Bank und

Diseonio-Gesellfchast.

0

75

75

75

75

Dresdner Banl......

0

61,75

61,75

61,75

61,75

Reichsbank ......

1:

129

127

129,25

127,65

A.E.Ä.........

. 0

33

33,25

33

33,5

Bergmann........

. 0

20,75

20,75

Elektr. Lieferungsgesellschaft.

5

68,75

68

68,5

67,75

Licht und Kraft......

6

87,5

85,75

ö? ,75

86

stellen & Guilleaume....

0

56

54

56,5

54,13

Gesellschaft für Elektrische

Unternehmungen . . .

4

71,75

70

71,25

69

Rheinische Elektrizität . .

SV

75,5

75,5

74

Schuckeri & Eo.......

c

72,5

70,5

72,25

70

Siemens & Halske.....

9

119

118

118,13

116

Lahmeyer« Co.......

10

107

106

107

Buocru,.........

. 4

40

39

,0

38,75

Deutsche Erdöl......

. 6

74

73,75

74

72,5

Gelsenkirchener.....

. 8

39

37,9

39,25

37,25

Harpener.........

. 0

73

72

72,5

71,13

Hoesch Eisen........

. 6

35,75

35,25

MIe Bergbau.......

10

126

Ilse Bergbau Genüsse . . .

17,25

97

97,75

97,75

Mvcknerwcrte .....

. 6

33

33

32

32,25

Mannesmann-Röhren . . .

. «

52,4

50,25

52

50

Mansselder Bergbau ....

. 0

20,5

20,5

20,75

19

Oberschlei. Kolswerke . . .

. 8

40,5

38,75

Phönix Bergbau......

4Vt

27,25

26,25

27,13

26

Rheinische Braunkohlen. . .

10

166,5

165

166

164

Rheinstahl........

. 6

67

67

64,25

Frankiun a. Ul.

Lenin

Schluß­kurs

Schluß». Abend« börs-

Schluß« lurs

Schluß». Ulittag« börse

Dalum

31.10.

1.11.

31.10.

1.11.

Riebeck Montan......

7,

Bereinigte Stahlwerke . . .

. 0

24

23,25

24

22,9

Olavi Minen.......

0

16,5

16

16,25

16

Kaliwerke Aschersleben . . .

6

100,5

100

100

100

Kaliwerke Westeregeln . . .

6

104.5

103

102,25

Kaliwerke Salzdetfurth . . .

9

165

165

165,75

165

I. G. starben.Jnvustrie . . .

7

96,75

95,5

97,25

95,13

Scheideanstalt.......

10

141,25

139,5

Goldschmidt.......

. 0

27,5

26,5

27,75

26

Rütgerswerke.......

. 0

41,25

39,75

41

39,5

Metallgelellschast......

. 0

34,75

33,5

35

33,5

Philipp Holzmann.....

. 0

54,75

54

54,25

54

Zementwerk Heidelberg. . .

. 4

50

49,5

Cementwerk Karlstadt. . . .

. 0

49,9

50

Wayb & Freytag.....

. 0

4,8

4,65

Schultheis Payenhofer . . .

0

58

56,75

Mu <Allgemeine Kunstseide)

0

57

55,5

57,25

56

Bemberg... ....

0

57,25

54,5

56,75

55

Zellstoff Waldhof.....

c

44,5

43

43,65

42,75

Zellstoff Aschaffenburg . . .

0

30

29

27,4

30

Dessauer Gas.......

. 7

90,5

89,5

Daimler Motoren.....

. 0

20

19,5

20,4

19,65

Deutsche Linoleum ....

. C

45,25

44,5

45,75

43,9

Orenstein & Koppel ....

. 0

34,65

34,25

Leonhard Liey......

. 6

45

44

45,5

45,5

SvenSka.........

0

'Ehade..........

12

164

164

*

Frankfurter Maschinen . . .

. 0

Gritzner.........

. c

26

27

27,25

27,75

Mainkrafiwcrke Höchst a. M..

. -

53

54,75

Süddeutscher Zucker .

129,75

130,25

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. ZH.

31.0»(ober

1-November

Amlliche Dotierung

Amtliche -Notierung

Geld

Arie

Geld

Brie'

Helsingsors . Wien. . . .

6,024

51,95

6,036

52,05

6,024

51,95

6,036

52,05

Prag . . .

12,465

12,485

12,465

12,485

Budapest .

Sofia . . .

3,057

3,063

3,057

3,063

Holland . -

169,43

169,77

169,38

169,72

Oslo....

70,48

70,62

70,48

70,62

Kopenhagen.

71,93

72,07

71,93

72,07

Stockholm -

72,23

72,37

72,28

72,42

London. . .

13,83

13,87

13,83

13,87

Buenos Aires

0,918

0,922

0,918

0,922

Reuyork . .

4,209

4,217

4,209

4,217

Brüssel. . .

58,54

58,64

58,52

58,64

Italien. . .

21,56

21,60

21,56

21,60

Paris . . .

16,525

16,565

16,52

16,56

Schweiz . .

81,15

81,31

81,10

81,26

Spanien . .

34,53

34,59

34,50

82,10

34,56

82,26

Danzig. . .

82,10

82,26

Japan . . .

0,919

0,921

0,879

0,881

Rio de Jan..

0,294

0,296

0,294

0,296

Jugoslawien.

5,614

5,626

5,624

5,636

Lisiaüon . .

12,76

12,78

12,76

12,78

Banknoten.

Berlin, 1. Rovember

Geld

Brief

Amerikanische Roten.......

4,20

4,22

Belgische Roten.........

58,36

58,60

Dänische Roten.........

71,56

71,84

Englische Roten.........

13,79

13,85

16,48

16,54

Holländische Roten........

169,01

169,69

Italienische Roten.......

21,50

21,58

Norwegische Roten........

70,31

70,59

Deutsch-Oesterreich, i 100 Schilling

Rumänische Noten........

2,47

2,49

Schwedische Noten........

72,11

72,39

Schweizer Noten.........

80,92

81,24

34,36

34,50

Ungarische Noten........