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Aus der Provinzialhauptstadt
daß
Gießener Wochcnmarktpreisc
dem Pf-.
•• Deerenra ub — eine kleine Tragödie iin Wa 1 d. QIm Samstagvormittag in aller Frühe begaben sich drei Knaben im Alter von 11 und 12 Jahren aus unserem Nachbardors Klein-Linden in den Dergwerkswald zwischen Gie- tzen und Leihgestern, um Himbeeren zu suchen.
Das zwölfhundertjährige Fritzlar.
In diesem Jahre blickt Fritzlar als eine der ältesten Hessenstädte auf sein zwölfhundertjähriges Bestehen zurück. Die Stadt ist eine Gründung des heiligen Bonifatius. Der große Apostel, der in dieser Gegend die heilige Eiche des Donar fällte, um aus ihrem Holz eine Kapelle erbauen au lassen, soll hier im Jahre 732 ein Benediktinerkloster und eine Kirche gegründet haben, woraus sich die Stadt Fritzlar entwickelte. 2m Heimatmuseum werden die ä l t e st e n ch r i st- lichen Stein- und H o l z s k u l p t u r e n Hessens bzw. Deutschlands aufbewahrt. Das um die Mitte des 15. Jahrhunderts erbaute Rathaus, das den Ruhm für sich beansprucht, eines der ältesten Rathäuser Deutschlands zu sein, zeigt an seiner Westmauer noch Spuren des ersten Rathauses von 1109.
Eine der ältesten höheren technischen Lehranstalten, die sich mit der Ausbildung in Maschinenbau und Elektrotechnik befassen, ist die Ingenieurschule Ilmenau in Thür. Im Jahre 1894 gegründet, hat sich die Anstalt mit den Fortschritten der Technik schritthaltend entwickelt. Auf allen Gebieten sind reichhaltige Laboratorien vorhanden. Die mit der Anstalt verbundene Fabrik bietet Gelegenheit zur Prakti- kanten-Ausbildung. 120V
Pfennig pro Bund.
Bornotizen.
— Tageskalenderfür Dienstag. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „So'n Windhund".
• Gießen, 2. Aug. Es kosteten auf heutigen Wochenmarkt: Süßrahmbutter 130 . Landbutter 130, Kochbutter 100, Matte 25 bis 30, Wirsing 8, Weißkraut 8, Römischkohl 8, Rotkraut 12, gelbe Rüben 12, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 18 bis 20, Erbsen 20, Zwiebeln 12, Bohnen (grüne) 12 bis 15, (gelbe) 12 bis 15, Tomaten 20 bis 30, Pilze 25, Birnen 20 bis 40, Kartoffeln (neue) 4 (pro Zentner 3,50 Mk.), Dörrobst 30 bis 35, Heidelbeeren 28 bis 30. Stachelbeeren 15 bis 20, Himbeeren 15 bis 20, Johannisbeeren 15 bis 18, Pfirsiche 40 bis 60, Pflaumen 20 bis 25, Zwetschen 35, Mirabellen 35, Reineclauden 35, Honig 40 bis 45, junge Hähne 80 bis 90. Suppenhühner 60 bis 80 Pfennig pro Pfund; Tauben 50 bis 60, Eier 8, Blumenkohl 30 bis 60, Salat 8 bis 10, Salatgurken 15 bis 30, Einmachgurken 2 bis 4, Oberkohlrabi 8 bis 10, Rettich 10 bis 12, Käse 5 bis 10 Pf. pro Stück; Radieschen 8 bis 10
Links: Rudolf Ismayr (München), der Europameister im Mittelgewlchtsheben, gewann mit 345 lcg die Goldene Medaille seiner Klasse. — In der Mitte: Ellen Braumuller, die erfolgreiche deutsche Speerwerferin, mußte sich in der Entscheidung mit dem zweiten Platz begnügen und gewann die Silberne Medaille. — Rechts: Der Sprinter I o n a t h lief die 100-Meter-Strecke im Endlaus m 10,4 Sekunden und wurde damit Dritter.
Der Wunsch des Hauswirts nach besonderer Reinlichkeit auf seinen Treppenfluren kann, wie eine jetzt veröffentlichte Reichsgerichtsentscheidung beweist, unter Umständen auch erhebliche rechtliche Rachteile für ihn im Gefolge haben. Läßt er nämlich auf oder vor der Treppe Fußmatten auslegen, so hat er bei Unfällen durch deren Schadhaftigkeit unangenehme Haftungsverpflichtungen zu gewärtigen. Insbesondere gefährdet die lose Kante den darüber Hinweggehenden ähnlich wie ein ganz nahe über dem Boden quer über seinen Weg gespannter Strick. „Der Hauseigentümer ist verpflichtet, dafür Sorge zu tragen, daß die ausgelegten Matten die im Hause Berkehrenden nicht gefährden." Um diese Pflicht zu erfüllen, braucht zwar nicht jede an einer Stelle abgenutzte Matte gleich durch eine andere erseht zu werden, aber sobald sich die Kante löst, muß sie neu befestigt oder aber ganz entfernt werden. Zum mindesten muh der Hauseigentümer veranlassen, daß die Person, die er mit der Reinigung des Flurs beauftragt, die Berkehrssicherheit ständig überwacht. Und wenn er diese Person nicht ermächtigt und beauftragt, bei Schadhaftigkeit selbst die erforderlichen Maßnahmen zu treffen, muß er sich jede Schadhaftigkeit sofort melden lassen. Auch muß er selbst sich durch Stichproben davon überzeugen, seine Anordnungen beachtet werden.
mal gestiftet, dessen Bau nach den Plänen des Berliner Bildhauers B i r r zur Zeit in Arbeit ist. Zur feierlichen Weihe ist der 21. August bestimmt, der 118er-Ehrentag von Maissin. Würdige Veranstal» tungen füllen den 20. und 21. August: Begrüßungs- abend, großer Zapfenstreich, Weckruf, Regiments- Gottesdienst, General-Appell auf dem Kasernenhof, feierliche Weihe des Ehrenmals. Musik: Reichswehr- kapelle JR. 15 u. a. Das IR. 118 Worms stellt folgende Formationen in Worms auf: IR. 118 und Ers.-Batl., IR. 625 (7. Komp.), RIR. 118, RIR. 88 (2. Batl.), RIR. 221 (2. Batl.), RIR. 224 (7. bis 12. Komp ), RIR. 254 (1. Komp.). Landwehr IR. 118, Brigade-Erfatzbatl. 50, Landsturm 1. Bail. XVhl/18, XVIII/39, XVIII/43, Landsturm 1. Bail. XVIII/20, Masch.-Gew.-Scharfschützen-Abt.55, Mosch.» Gew.-Scharfschützen-Abtlg. 59, Armierungsbatl. 87, Armierungsbatl. 108, Armierungsbatl. 188. Alles weitere durch das Geschäftszimmer der 118er Worms, Kaiser-Wilhelmstraße 20^Möbelhaus Friedrich. Quartieranmeldung an Wohnungs-Ausschuß Wilh. Selbst, Worms, Gaustraße 22. (Siehe heutige Anzeige.)
Olympia 1932.
Eine Goldene, eine Silberne und eine Bronze-Medaille für Deutschland
in der Turnhalle in Gersfeld die Preisverteilung statt. Wolf Hirth - Grunau und Mayer- Stettin gingen aus dem diesjährigen Wettbewerb als Sieger hervor. Preisträger im Leistungswettbewerb wurden D e u t s chma n n - Breslau, Pe r nth a- l e r - Dessau und W a l l i s ch e ck - 'Stettin. Der Streckenflug-Preis und der Fernziel-Preis wurden nicht ausgeflogen.
Im Uebungs-Wettbewerb teilten sich D i t t m a r - Wasserkuppe, Schleicher- Schwabach, Renner- Dessau sowie die fortgeschrittenen Flieger Hakenjos, Peters-Aachen und der Pole L o p a t n i u k in den Preis der Allianz für die größte Gesamt-Flugdauer. Den Preis des Kreises und der Stadt Gersfeld holte sich P e te r s - Aachen. Hakenjos, Sewering, Renner und Ditt- m a r t e i l t e n sich in den Preis des württembergi- schon Staatsministeriums für die größte Höhen- summe, während der Streckenflug-Uebungspreis an Peters, Dittmar und Hakenjos fiel. Der Preis des bayrischen Staatsministeriums des Aeuße- ren wurde zwischen Schleicher und Dittmar geteilt, während Hakenjos für seine Milseburg-Umfliegung den Preis der Süddeutschen Lufthansa erhielt.
erlittenen Schaden, jedoch niemals mit mehr als 3 Mark für jedes Pfund.
c) Bei Einschreibebriefen in jedem Falle des Verlustes (nicht bei Beschädigung), ohne Rücksicht auf die Höhe des entstandenen Schadens mit 40 Mark.
d) Für eine durch verzögerte Beförderung oder Bestellung von Paketen und Wertsendungen entstandenen Schaden, wenn die fragliche Sache gerade durch diese Verzögerung verdorben ist oder ihren Wert eingebüßt hat.
Ueberhaupt haftet die R e i ch s p o st nicht:
a) wenn der Absender den Schaden durch eigene Fahrlässigkeit veranlaßt hat,
b) wenn der Schaden durch die unabwendbaren Folgen eines Naturereignisses, oder
c) durch die natürliche Beschaffenheit des Gutes herbeigeführt worden ist,
d) wenn der Verlust die Verzögerung ober die Beschädigung sich auf „einer auswärtigen Beförderungsanstalt" ereignet hat,
e) bei Wertsendungen, wenn der Wert „in betrügerischer Absicht" zu hoch angegeben worden war.
Die Geltendmachung der Ansprüche hat stets bei der Oberpostdirektion zu erfolgen, in deren Bezirk die Einlieferung geschah. Der Anspruch erlischt mit dem Ablauf von sechs Monaten seit Einlieferung der Sendung. Die Verjährung wird unterbrochen durch Geltendmachung des Anspruches.
Oie Fußmatten als Gefahrenquellen in Mietshäusern.
Brieftasten der Redaktion.
(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schrlftleitung.)
J. 45. 1. Die @ebühren werden auf gemeinsamen Gebührenzettel angeforbert, finb jedoch getrennt berechnet unb verzeichnet. 2. Die ab 1. April 1932 eingetretene Senkung ber Straßenreinigungsgebüh- ren wirkt sich natürlich auf bie von ben einzelnen Mietern bem Hausbesitzer zu ersetzenden Gebühren aus. 3. Nähere Auskunft erteilt die Stadtverwaltung (Vermessungsamt) Stadthaus Bergstraße, Zimmer 3'4. 4. Der Vermieter ist verpflichtet, auf Verlangen Einsicht in die Gebührenanforderungszettel zu gestatten. Sollte ber Hausbesitzer toiber Erwarten sich hierzu nicht bereit finben, bann können bie not- roenbigen Unterlagen bei ber unter 3. bezeichneten Stelle erfragt werben.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
Gießen, den 2. August 1932.
„Oie nie alle werden .. /
Daß verbotene Früchte gar nicht so selten am besten schmecken, ist eine allgemein bekannte und psychologisch auch durchaus verständliche Tatsache. Weniger verständlich, aber anscheinend trotzdem auch recht häufig vorhanden ist die Ansicht mancher Menschen, daß Dinge an Wert gewinnen, wenn sie nicht dort erstanden werden, wo sie eigentlich gekauft werden sollten. Wie wäre es sonst zu erklären, daß viele, die nur zu schnell bereit sind, über teure „Apothekerpreise" zu schimpfen, mit einer geradezu unverständlichen Leichtfertigkeit und Großzügigkeit Wundermittel von Hausierern und ähnlichen ungesetzlichen Arzneimittel-Händlern kaufen?
Da haben es erst kürzlich wieder im rheinisch- westfälischen Industriegebiet einige zungenfertige Hausiererinnen verstanden, den Bergmannsfami- lien, besonders den Hausfrauen in Abwesenheit ihrer Männer, ein mit einem schönen Namen bezeichnetes Mittel zu verkaufen, das nicht nur gegen alle nur erdenklichen Krankheiten gleichzeitig helfen, sondern außerdem auch noch lebensverlangernd wirken sollte. Und dabei war das Mittel nicht etwa billig! Zu einer Kur sollten unbedingt mindestens vier Dosen zum Gesamtpreis von 30 Mark erforderlich fein 1 Man stelle sich einmal vor, was für diesen Betrag an guten, preiswerten Heil- und Stärkungsmitteln einschließlich einer ärztlichen Konsultation hätten beschafft werden können! Man denke weiter daran, daß es sich bei solchen Mitteln nicht um Einzelfälle handelt, sondern um ein in ganz Deutschland verbreitetes Hebel, das nur hin und wieder einmal an Hand eines Prozesses in den Mittelpunkt ber Aufmerksamkeit kommt. Welche Summen gehen hier der Volksgesundheit verloren, um statt dessen die Taschen irgendwelcher gewissenloser Ausbeuter zu füllen! v _
Mit Recht hat darum auch der Staat den Stra- ßen- und Hausierhandel mit Arznei- unb Geheimmitteln gesetzlich verboten, und gerade im Hinblick auf die in letzter Zeit sich häufenden Fälle von Nichtachtung dieses gesetzlichen Verbotes hat die preußische Staatsregierung alle Polizeiorgane erneut und eindringlich darauf hingewiesen, gegen jede bekanntwerdende Zuwiderhandlung unnachsichtig strafrechtlich einzuschreiten.
An sich müßte sich eigentlich ,eder denkende Mensch selbst sagen, daß auch Arzneien und Kräftigungmittel nur von bewährten Leuten, die dem Staate und der Allgemeinheit ihre Sachverständigkeit auch nachgewiesen haben, hergestellt unb feilgeboten werden biirfen, sonst leibet eben bie Allgemeinheit Schaben. Aber die Kniffe und Winkelzüge der qe- wissenlosen Ausbeuter der Unkenntnis ihrer Mitmenschen sind so zahlreich und verschmitzt, daß sie nicht immer leicht zu durchschauen sind.
Da taucht z.B. ein Vertreter auf, der erklärt, er handele ja gar nicht mit Arzneien, sondern er nähme nur Bestellungen für eine bestimmte Firma entgegen. Das ist aber nur eine Umgehung des Gesetzes die verstärktes Mißtrauen erwecken muß. Derartige Vertreter oder Vertreterinnen haben namlidj ihre Bestellscheine, bie ber harmlose Kunde unterzeichnen soll, so geschickt aufgemacht baß der Cha- ratter der Bestellung wenig hervortritt, daß es Diel- mehr den Anschein hat, als bestätige man nur Öen Dertreterbesuch, als erbitte man nur eine kostenlose Probepackung ober dergleichen. Wenn man sich aber ben Schaben besieht, bann ist es doch eine Bestellung, die zur Einlösung der prompt folgenden Jiadp nohme über recht erhebliche Beträge unweigerlich verpflichtet. UUKb-
Wennpostsendungenverlorengehen...
Während der Reisezeit oder bei Umzügen kommt es wohl machmal vor, daß Postsachen Nicht zugestellt werden ober verlorengehen. In ber Deftent- lichkeit ist im allgemeinen wenig bekannt, wann die Reichspost für berartige Verluste haftet unb wann nicht. Grundsätzlich hastet die Deutsche Reichspost nur für den Verlust bzw. die Beschädigung von Wertbriefen, Paketen, Einschreibbriefen und aus Postanweisungen eingezahlten Beträge. Hierfür hastet sie unbedingt bei Verlust von Einzahlungen auf Postanweisungen.
Bedingt haftet sie:
a) bei Verlust von Wertsendungen in Hohe'des angegebenen Wertes, es sei denn, daß tue post- anstatt beweist, „daß der angegebene Wert den gemeinen Wert der Sache übersteigt". In diesem Falle ist nur dieser zu ersetzen.
b) Bei Paketen ohne Wertangabe im Falle des Verlustes ober einer Beschädigung: für den wirklich
Hause herrschende Frieden gestört werde. Der Hauswirt bat darauf seine Mieter, ihm ihre Fahnen abzugeben. Er hängte aus seinem Wohnungssenster
Als sie gegen 8 Uhr ihre Töpfe vollgepflückt hat- I ten, wurden sie von einem jungen Burschen aus Großen-Linden im Alter von etwa 17 Jahren an- gesprochen, der ihnen ihren gesamten mühevoll gepflückten Beerenvorrat abnahm, in seinen Topf einfüHte und sich dann aus dem Staube machte. — Aus Angst vor dem Rohling hatten die Knaben nicht gewagt, sich zur Wehr zu setzen. Sie haben ihn aber erkannt und den DorsaU ihren Eltern mitgeteilt, die nun den Räuber zur Rechenschaft zieh^r wollen.
** Sterbefälle in Gießen. In der Zeit vom 16. bis 31. Juli 1932 verstorben in unserer Stadt: 16. Annemarie Decker, 3 Jahre, Alter Rödgerweg 14; 17. August Draudt, Landwirt, 77 Jahre, Ludwigstratze 42; 19. August Karl Wittich, Kaufmann, 62 Jahre, Drandplah 1; 21. Katharine Margolf geb. Kehr, 37 Jahre, Mittelweg 14; 21. Wilhelm Momberger, Bäckergeselle, 51 Jahre, Sandgalse 18; 22. Moritz Salomon, Taglöhner, 81 Jahre, Steinstraße 21; 24. Hermann Walter Schneider, Ingenieur, 30 Jahre, Goethestraße 42; 26. Franz Drück, Rentner, 73 Jahre, Schiffender- gerweg 19; 26. Albert Klein, Händler, 53 Jahre, An der Kläranlage 2; 27. Margarete Dickhardt geb. Emmerich, Wwe., 77 Jahre, Kaiserallee 6; 31. Heinrich Friedrich Christian Emde, Kanzleigehilfe, 40 Jahre, Landgrafenstrahe 4; 31. Anna Stumps geb. Herrmann, Wwe.« 39 Jahre, Frie- densstrahe 11.
' Zwei Hapag-Sonderreisen zur See. Wie uns von der Hamburg-Amerika-Linie Gießen mitgeteilt wird, finden vom 13. bis 20. August zwei billige Sonderreisen mit 50 Prozent Fahrpreisermäßigung statt. Die Fahrten fuhren von Gießen nach Hamburg. Dort beginnt für_ die Reise nach Programm I die Hochseefahrt über Cuxhaven—Helgoland zum Skagerrak-Schlachtfeld an die Norwegische Küste. Die Teilnehmer fahren mit dem größten deutschen Motorschiff der Hamburg—Amerika-Linie „St. Louis". Dorgesehen ist auch ein Aufenthalt im Rordseebad Cuxhaven. Der Preis für diese Fahrt stellt sich ab Gießen auf 126,30 Mk. — Eine Reise nach Programm II führt die Teilnehmer zunächst nach Hamburg und von dort aus in herrlicher Seefahrt auf einem Hapag-Dampfer nach Helgoland. Zwei schöne Tage werden im Seebad Cuxhaven verbracht. Der Preis für diese Ferienfahrt beträgt 95,30 Mk. Näheres ist aus dem heutigen Anzeigenteil ersichtlich.
** Denkmalsweihe der 118er In Worms. Der Verein ehern. 118er hat in dankbarer Verehrung seinen gefallenen Kameraden ein Ehren
abzugeben. Er hängte aus feinem Wohnungssenster sämtliche i h m überlassenen Fahnen heraus unb richtete bie Bitte an bie Mieter genau so frieblich miteinanber zu leben, wie bie Fahnen einträchtig nebeneinanber hingen. In ßanbsberg hat diese eigenartige Lösung des Fahnenstreites größte Heiterkeit heroorgerufen.
Schweres Lxplofionsunglück.
In Ilmenau (Thüringen) ereignete sich auf dem Grundstück der Firma Koechert & Sohn eine schwere Explosion. Der Ingenieur Kohl- Hauer experimentierte an einem Glühschrank, an dem einige Erfindungen neu angebracht worden waren. Dabei explodierte eine Stahttrommel. Dem Ingenieur wurde die Schädeldecke abgerissen. Er war sofort t o t. Seine Frau wurde schwer verletzt und dürfte das Augenlicht verlieren.
OBERSP
die Zigarette im dicksten Format, bietet für ?"Pfg eine ganz ungewöhnliche Dualität, dazu die prächtigen Aoldaten-Dilder. - Lein Wunder, .
k^öafc sie täglich weitere Freunde
Abschluß -er 13. Rhön.
Tie Liste der Sieger.
Die an Zwischenfällen so reiche diesjährige Segelflug-Veranstaltung auf der Rhön ist am Sonntag mit dem sportlichen Porgramm abgeschlossen worden. Es tagen lediglich noch am Montag und Dienstag in Gersfeld die internationalen Führer des Segelflug-Sports. Die 13. Rhön hat unter einem ungünstigen Stern gestanden. Zwei der Besten — Günther G r ö n h 0 f f - Frankfurt und der Breslauer Student Rüdiger — find töblid) abge» stürzt.
Der letzte Tag sah noch einmal einen regen Flug- betrieb auf der Wasserkuppe. Dabei konnte sogar der junge Flieger Schleicher- Schwabach mit 12 Stunden einen neuen Dauerflug-Rekord auf- steilen Die Zahl der Starts ist auf 523 gestiegen. Am Abend tagte noch auf der Wasserkuppe der „Ring der Segelflieger". Auf der Tagesordnung standen verschiedene Punkte, u. a. auch die notwendig gewordene Umgestaltung der nächstjährigen Ausschreibungen und der Klasseneinteilung. Am Montagnachmittag fand als Auftakt zur zweiten I internationalen wissenschaftlichen Segelflug-Tagung 1
auch ohne Mund stück
WALDORF.ASTORIA G M.B.H.


