Dr. (Earl Petersen wurde vom Hamburger Senat für 1932 wieder -um Ersten Bürgermeister gewählt.
100, für das Jahr 1930 sollen 150, für 1931 sollen 200, für 1932 sollen 250, für 1933 sollen 300 Mark monatlich gezahlt werden. Bei der Berechnung der 2Gproj€nligen Ermäßigung, die, wie gesagt, im Jahre 1931 vereinbart sein muß, ist von dem Stande zur Zeit der Vereinbarung aus-ugehen, und -war muß die Ermäßigung so bemessen sein, daß der Mieter von dem Tage ob, an dem die Ermäßigung eintreten soll, dauernd von dem jeweils -u -ahlcnden Betrage 20 Prozent weniger zu zahlen Hot, als vor dem Eintritt der Ermäßigung -u zahlen gewesen wäre. Sollte also im angegebenen Beispiel die Ermäßigung schon im Jahre 1931 eintreten, so müßte sie so bemessen sein, daß der Mieter im Jahre 1931 statt 200 nur 160, im Jahre 1932 statt 250 nur 200, und im Jahre 1933 statt 300 nur 240 Mark zu zahlen hat.
Die Durchsührung der Lohn. undGe- haltssenkuna na» der Aoiverordnung
Berlin, 29. Dez. (TU.) Amtlich wird mitye- teilt: Nach einem Berliner Blatt soll die Durchführung der in der Notverordnung oorgeschriebcnen Lohn- und Gehaltssenkung aus Schwierigkeiten stoßen. Die Darstellung ist aeeignet, falsche Vorstellungen zu erwecken. Es trifft nicht zu, daß die zuständigen Stellen von der großen Anzahl von Fällen, in denen die Tarifparteicn sich nicht einigen konnten, überrascht seien, vielmehr waren sich alle Sachkenner von vornherein darüber klar, daß eine Entscheidung durch den Schlichter in zahlreichen Fällen erforderlich sein werde. Die Behauptung, daß dies für 90 v. H. aller Fälle zutreffe, entspricht der Wirklichkeit aber keinesfalls. Bereits jetzt liegen Hunderte von Vereinbarungen im Reichsarbeitsministerium zur All- gemeinoerbindlichkeitserklärung vor. Auch die Nachricht, daß die Schlichter nicht in der Lage seien, d i e Menge der Streitfälle zu bewältigen, ist durchaus unzutreffend. Ucbereinstimmend berichten die Schlichter, mit denen das Reichsarbeitsministerium in ständiger Fühlung steht, daß sie b e • r v 11 6 eine große Zahl von Streitfällen erledigen konnten und daß sie die noch vorliegenden Fälle ohne Schwierigkeiten rechtzeitig zum Abschluß bringen werden.
Oie Hausfrauen beim Heichskommiffar für Preisüberwachung
Berlin, 29. Dez. (WTB.) Der Reichskom- miffar für Preisüberwachung hatte heute die Spihenvertretungcn der deutschen HauSfrauenvereine zu einer Besprechung gebeten» in der alle Fragen der Preissenkung, soweit sie Gegenstände und Leistungen für den lebenswichtigen Bedarf betreffen, behandelt wurden. Seitens der Hausfrauenvereine wurden insbesondere zur Frage der Preisauszeichnung und zu den Handwerkertarifen Anregungen gegeben, die vontRei hskommissar weiter verfolgt werden. Die Hausfrauenvereine sind *bom Reichskommissar um Unterstützung bei seinen Aufgaben gebeten worden. Bon den Verbänden ist der Wille zur Mitarbeit bereitwilligst bchmbct worden.
Kampf um das Alkoholverbot in Finnland.
H e l s t n g f o r s, 29. Dez. (XU.) Am Dienstag begann in Finnland die Volksabstimmung über das Alkoholverbotsgesey, die zwei Tage dauert. Während die Lappo-Blätter und die gesamte bürgerliche Presse Finnlands gegen das Verbot Stellung nehmen, verteidigen Sozialdemokraten und Agrarpartei das Verbot mit allen Kräften. Die Verbotsanhänger haben eine riesige Propaganda entfaltet. Sin Teil der finnländischen bürgerlichen Presse behauptet, daß der Propagandafonds der Verbotsanbänger von Alkohol- schmugglern und ausländischen Spiritusfirmen be- reitgestellt worden ist. Für die Zukunft der finnländischen Wirtschaft ist der Ausgang dieser VolkSabsttmmung entscheidend Sollten die Der- botSanhänger siegen, dann erscheint der Ausgleich im finnischen Staatshaushalt fast unmöglich Wird das Verbot abge'chafst, so fließen Finnland sofort Riesensummen aus dem Alkodolverkauf zu. Die großen Al- koholvorräte des sinnländischen Staates, die aus konfiszierten Schmuggelbestän den stammen, sollen nach Aushebung des Verbots in den Handel gebracht werden. Das Sr- gebnis der Abstimmung wird erst in einigen Tagen vorliegen
(starke Zunahme der Arbeitslosigkeit in Amerika.
R c w y o r k. 29. Dez. (XU.) Der Präsident des WohlsahrtsrateS der Stadt R e u y o r k, William Hodson, schähte vor dem SenatSausschuß d i e Zahl der Arbeitslosen in der Stadt Reuyork auf 800 00 0. Sr erklärte, daß Millionen, die bisher noch niemals arbeitslos ge- wesen seien, vom Hunger bedroht seien. Das freiwillige Hilfswerk sei erschöpft. Staats- bilfe sei dringend notwendig Der Direktor des jüdischen Hilfswerks m Hbikago, Samuel Goldsmith, schähte die Zahl derAr - beitslosen in Edikago im Oktober auf 62 4 000 oder 40 v. H. der arbeitenden Bevölkerung. Der Vertreter von Penn-
Kommunistische Gireikvorbereiiungen im Huhrrevier.
Essen. 29. Dej. (111.) Die „Rheinisch-Westfälische Zeitung" berichtet in ihrer Mittwochmorgenauvgabe in großer Aufmachung, daß sich im Ruhrgebiet e i n kommunistischer „Zentraler Kamps- ausschuß der Ruhrarbeiter- gebildet habe, der sich in einem Aufruf an die gesamte Rnhr- arbeiterschaft wende, um einen umfassenden Ist a f- senstreik der Beiriebe mit llnterstüßung der Er- werbslosen und aller Wohlfahrts-, Rotstand»- oder Pflichtarbeiter aus breitester Basis norjubereilen.
Die „RWZ.- bemerkt hierzu u. a..- Diesem Aufruf ist sehr ernste Bedeutung beizulegen. Lr läßt erkennen, daß die RGO. (Revolutionäre Gewerkschastr- cppofltion) s i ch aus die Illegalität umzu- stellen begonnen hat. Zur Vorbereitung de» Streik» sind alle kommunistischen Organ i- sationen alarmiert worden, d.h. ein Kurierdienst ist eingerichtet worden, die Kompsausschuß- mitglieder sind in Funktion. Illegale Quartiere und Deckadressen sind vorbereitet. Auf vielen Werksanlagen haben in der letzten Zeit Milgllederversamm- lungen der Revolutionären Organisationen getagt, um die vorbereitungsmaßnahmen zu treffen. Am Abend des 1. Januar soll noch eine Alarm- sihung aller revolutionären Organisationen zum Zwecke der Ueberbringung der letzten Anweisungen abgehalten werden. Der eigentliche Streik soll wahrscheinlich am 2. Danuar be- I ginnen. Besondere Aufmerksamkeit soll der Arbeit innerhalb der freien und der christlichen Gewerkschaften gewidmet werden, die man für den Streik gewinnen will.
Vie Strelfoorbereitungen sollen sich auch auf
die Kreise außerhalb der eigentliche» Arbeiterschaft erstrecken. So soll z. B. sür de» 1. Iauuar ein wieterfireik proklamiert werden. Vor allem aber denkt man an die Mobilisierung der Erwerbslosen. Von besonderer Wichtigkeit ist der plan, am 2. Januar einen Besuch aller wohlsahrtsämter und Rathäuser und eine Unterstützung de» Streikkampfes der Betriebsarbeiter durch die Erwerbslosen vorzu- nchrnen, wie es da» Ruhrgebiet bi» jetzt noch nicht erlebte.
Kommunistische Zlugblattvefieiler sestgenommen.
Dortmund, 29 Dez. (TU.) Wie der Polizeibericht berichtet, verteilten in der Nacht zum Dienstag mehrere Kommunisten an üer Zeche „Westhausen- Flugblätter, in denen zum allgemeinen Streik vom 2. Januar ab aufgefordert wird. Bei der Flugblattverteilung kam es in der Nähe des Zechen- eingangs zu einer erheblichen Ansammlung, die das Herbeirufen des Uederfallkom- man dos notwendig machte. Den Beamten gelang es, die Verteiler der Flugblätter fe st zunehmen. Aus der Menge heraus versuchten Kommunisten, die Festgenommenen zu befreien. Dabei wurden die Beamten ernstlich bedroht, so daß sie von der Schußwaffe Gebrauch machen mußten, um die Menge zurückzuhalten. Verletzte sind hierbei nicht zu beklagen. Bei den Festgenommenen oorgenommene Haussuchungen förderten zahlreiche Flugblätter und illegale Druckschriften zutage, die beschlagnahmt wurden. Die Festgenom- menen wurden der politischen Polizei in Dortmund zugeführt.
Frankreich versucht Deutschlands Einkreisung im Südosten. Oie Kleine Entente wird mobilgemacht. - Wirtschaftshilfe für Oesterreich und Llngarn gegen politische „Neutralisierung^.
London, 29. Dez. (TU.) lieber die französischen Bemühungen, die Spitze der kleinen Entente, die ursprünglich gegen Ungarn gerichtet war, nunmehr gegen Deutschland zu wenden, meldet der „Daily Telegraph-, daß Paris nicht nur die Annäherung Polens an die kleine Entente, sondern auch die politische Jleutra- l i f i c r u n g Oesterreichs und Ungarns anstrebe. Beide sollten durch wirtschaftliche Abkommen an die Kleine Entente gebunden werden, um so den großen Block von 85 Millionen Menschen gegen Deutschland zu vervollständigen. Deshalb bemühe sich Paris, die bisherigen Gegensätze zwischen der Tschechoslowakei und Ungarn sortzuräumen. Ungarn und Oesterreich sollten durch Anleihen und Kredite von Frankreich abhängig gemacht werden, so daß sie sich dem sranzösischen Wunsche fügten. Das Blatt meint, daß die Tschechoslowakei, die ein verbündeter Frankreichs sei, sich nicht allzu bereitwillig mit dieser Politik abfinden werde, die ihre guten Geschästsbeziehungen zu Deutschland erheblich stören könne.
Wiener Echo.
Ter politische Pferdefuß des wirtschaftlichen Donau-Projektes.
Wien, 29. Dez. (WTB.) Zu der in letzter Zeit wieder besonders lebhaft erörterten Frage eines wirtschaftlichen Zusammenschlusses derDonaustaaten schreibt die „N e u e Freie Presse-: Einer der größten Fehler besonders der französischen Politik war es, daß die natürliche Ten- denz der wirtschaftlichen Annäherung in Europa politif iert worden ist. Durch das Schlagwort
s y l v a n i a sagte aus, daß in dem von ihm vertretenen Bundesstaat 1,5 Millionen Kinder von der öffentlichen Wohlfahrt abhängig feien. Die Zahl der Unterernährten gehe in die Hunderttausende.
Aus aller Well.
Lin aller Südwestafrikaner gestorben.
Der frühere Landeshauptmann von Deutsch- Südwestafrika, Major a.D.KurtvonFran- C o t 6 , ist in Königswufterhausen im Alter von 79 Jahren gestorben. Francois war einet der hervorragendsten deutschen Kolonialpioniere. Er war der zweite Sohn des 1870 beim Sturm auf die Spicherer Höhen gefallenen Generals von Francois und ein Bruder des bekannten deutschen Heerführers im Weltkriege, General der Infanterie Hermann von Francois. Aus dem Schlachtfeld von Spichem trat er als Fahnenjunker in die Armee ein und erwarb sich als Gefreiter da- Eiserne Kreuz. Bon 1882 bis 1885 nahm er als Geograph an der )ur Erforschung des Kongobeckens entlaubten Wißmann-Erpedi- tion teil. 3n der Heimat war er alsdann im Großen Generalstab und im Auswärtigen Amt tätig. 1888 hat er im Hinterlande von Togo in allen größeren Regersiedlungen die deutsche Flagge gehißt. 3m folgenden 3ahr wurde er der erste Kommandeur der neugebildeten Schuhtruppe in Deutsch- Südwestafrika und im Jahre 1891 Landeshauptmann dortselbst, wo er die langwierigen Kriege gegen den Hottentottenhäuptling Hendrick Witboi führte. 1895 nahm er feinen Abschied und lebte seitdem auf dem Gute Zernsdorf bei Königswufterhausen. Gr hat sich einen Rainen auch in der Kolonialliteratur gemacht und Hervorragendes in der Kartographie Togos und Deutsch-SudwestafrikaS geleistet.
Die gefährdete vatikanblbllothek.
Seit Samstag wird an der Gin ft urteile des siNinischen Flügels der Datikanbibliotpek an der Errichtung eines schweren Hvlzge- r ü st e » gearbeitet, das zum Abstühen der ge» fäbrdeteu Mauern dienen foll. Außerdem wird mit Hilfe dreies Gerüstes cm Rotdach errichtet Werden, das die stehengebliebcnen Wandsresken,
von der Donauföderation hat man beinahe ebensoviel wirtschaftliches Unglück angeridjtet, wie durch die Zerschlagung der alten Monarchie. Dadurch, daß man eine Etikette anheftete welche allen Anschluß- freunden verhaßt sein mußte, war es undenkbar, auch nur die selbstverständlichsten und rein ökonomi. schen Belange in die Wege zu leiten Dr. Benesch mochte jetzt unbedingt zu einer Planwirtschast im Donaubecken gelangen. Wir glauben, daß die Ansichten heute noch viel zu ungeklärt sind und daß die Politik eine viel zu gewichtige Sprache spricht. Der wirtschaftliche Lebenswille muß sich durchringen, aber ohne daß „Systeme- auf- gestellt werden müßten. Diese Systeme haben immer geschadet und besonders in Oesterreich wird niemand sich bereitfinden, irgendeinem System beizutreten, welches w e i t e r g e h t, als es die wirt- schaftlichc Notwendigkeit mit sich bringt und das mit den politischen Bedingungen unvereinbar märe.
Das »Reue Wiener Abendblatt" sagt: Die Liebe zum wirtschaftlichen Donaublock lebt aussallenderweise immer bann, auf, wenn bic Geschäfte in jenen Staaten schlecht gehen, die nach dem Zusammenbruch der österreichisch-ungarischen Monarchie mit Windeseile sich auf die sogenannte Autarkie, praktisch auf ein allen vernünftigen Handelsverkehr unterbindendes Hochschuhzollsystem, eingerichtet haben. Der Sekundant dieser Sehnsucht nach Wiederkehr wirtschaftspolitischen Verstandes im Donaubecken ist jeweils stets die französische Diplomatie, die 1918 und 1919 nichts dringenderes zu tun hatte, als die österreichisch- ungarische Monarchie zu zerschlagen. Ob diese Ideen diesmal der Verwirklichung nähergebracht werden, muß man abwarten. Die Leichensteine, welche seit 1918 allen ähnlichen Plänen gesetzt werden mußten, warnen eindringlich
Bücherschränke und auch die noch unter den Trümmern liegenden Bestände vor den ilnbilben ber Witterung schützen foll. Das Dach muß etwa 700 Quadratmeter bedecken. 3n einer Woche foll diese Arbeit vollendet sein. Leider hat aber schon am Sonntag ein heftigerRegen eingesetzt. Die Visse in den noch stehenden Mauern sind mit Pa- bierftreifen überklebt worden, die stündlich geprüft werden, um fcftjuftcllcn, ob die Risse sich veränderet.
Die Sprengung der Moskauer Erlöserkirche.
Die letzten Sprengungen der Erlöserkirche in Moskau sind beendet. Die Baumaterialien und Ziegel von 150 030 Tonnen Gewicht sollen zum Bau von kommunistischen Klubs verwendet werden. Rach 'Beendigung der Räu- mungSarbeiten sollen die Auslchachtungsarbeiten für Den Lowjetpalaft mit etwa zwölf oder vierzehn Stockwerken begonnen werden.
Eine oierföpflge Familie verbrannt.
3n Tilburg (Holland) ist in der verflossenen Nacht das Cafs Roelen durch einen Brand größtenteils zerstört worden. Der Eigentümer Roelen sowie seine Frau und die beiden Kinder kamen in den Flammen um. Ein Dienst- Mädchen wurde mit schweren Brandwunden in hoff- nungslosem Zustand tin Krankenhaus ausgenommen. Die Flammen hatten so schnell um sich gegriffen, daß ^s der Feuerwehr unmöglich gcweicn war, den im Schlafe von dem Brande überraschten Einwohnern von außen her Hilfe zu bringen.
Reichsbonddank AG. der höheren Beamten, Berlin.
Der (Stäub igerschutzverband der Reichs- bundbank AG. der höheren Beamten, Berlin, die im 'November 1929 ihre Zahlungen einstellen mußte, hat gegen d«e ehemaligen leitenden Persönlichkeiten von Aufsichtsrat und Vorstand, nämlich den ehemaligen Aufsichtsratsvorsitzenden Dr Scholz, den früheren öauptgefchaftsführer Senatspräsident a. D. Spiegelthal, den Stadtsyndlkus a. D M ün- kel, den Regierungspräsidenten Pauli und den Bonkvorfteher Haase -Mühlner, bei der Staatsanwaltschaft I Moabit Strafanzeige erstattet. Die Anzeige macht den Betrestenden vor allem den Vorwurf, daß sic angeblich die Bank, obwohl namhafte Sachverständigengutachten über ihre aurs ichtslofe Lage vorhanden waren.
Dr. Arthur von Gwinner, eine der markantesten Persönlichkeiten der internationalen Finanzwelt, ist in Berlin im Alter von 75 Jahren gestorben (Brom- ner übte bi» zu seinem Tode da» Amt des stellvertretenden Aufsichtsratsoorsitzenden der DD Banken aus, nachdem er 25 Jahre lang dem Vorstand der Deutschen Bank angeyörl hatte.
bis zuletzt al» sicherste Kapitalanlage- stelle angepriesen haben: ferner wird ihnen oorgeworsen, die Gelder der Einleger angeblich in weitem Maße zu fatzungvwidrigen Ge- schäften verwandt, sowie die Verhöltnisie der Bank in ihren Bilanzen unrichtig angegeben zu haben.
Jür 40 000 Mark Gold und Juwelen bei einem Einbruch erbeutet.
Das Harburger Juwelier- und Uhrengeschäft von Helmut Balhorn wurde von Einbrechern heimgesucht, die aus den Gold- und Juwelenbeständen Werte in Höhe von 40 000 Mk. aussuchten und mit der Beute verschwanden, ohne Spuren zurückzulassen. Der Diebstahl wurde am Morgen entdeckt, als Helmut Balhorn junior kurz vor 8 ll&r das Geschäft offnen wollte. Gestohlen wurden 680 goldene Ringe, ferner etwa 75 wertvolle Brillantkolliers, sowie eine große Anzahl goldener Ringe mit kleinen Brillanten und vieles andere mehr. Es handelt sich bei den Dieben zweifellos um „ Fachleute". Die Polizei hat bis jetzt von den Xätem noch keine Spur.
Schwere» Verkehrsunglück bei der Regensburger Feuerwehr.
Bei Regensburg ereignete sich ein schweres Automobilunglück, das z in c i lote und c i n . n Schwerverletzten forderte. Das Automobil- löschgerät der Regensburger Berufsfeuerwehr unternahm gegen 15.30 Uhr mit drei Mann Besatzv' g eine Probefahrt, da sich bei einem L^ch- unternelpnen technische Mangel gezeigt hatten. '1 uf der Rückfahrt fuhr das Fahrzeug bei der Ortsch ft Graßlfing, nachdem es 6 bis 8 Randsteine umgc- stoßen hatte, b i e 8 b i 9 lOMeterhoheStia. ßenboschung hinab, überfchlag sich dabei u d kam wieder auf die Räder -u stehen. Der Feuer- mann Lachs wurde dabei fo unglücklich an ein n Randstein geschleudert und gequetscht, daß cr alsbald starb. Brandmeister Pschorr erlitt schwere Verletzungen und starb auf dem Wege in» Krankenhaus, während der Chauffeur Winter schwer verletzt geborgen wurde.
Die Wetterlage.
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ELcttervoraussagc.
Da» nordöstliche Störungssystem flacht sich weiter ab und nimmt seinen Weg nach Rußland hin Die Rückseite niacht sich bei uns weiterhin durch den Zustrom der Kaltluft bemerkbar^ durch deren Einwirkung das Barometer über Deutschland ansteigt und sich allmählich hoher Druck aufbaut. Dabei nimmt der Frost noch zu, auch tagsüber bleiben die Temperaturen unter Rull.
Ausfichten für Donnerstag: Derfchär- fung de» Frostes, bewölkt und auf klarend, vereinzelt leichte Schneefälle.
Ausflchten für Freitag: Fortdauer des Froftweucrs.
Lufttemperaturen. Am 29. Dezember mittags 2.7 Grad Celsius, abends 0.3 Grad Am 30. Dezember mrrgens minus 2.1 Grad. Marimum 3,0 Grad. Minimum minus 2,8 Grab. Sonnen« scheindauer 4 Stunden.
Erdtemperaturen in lOZent ime ter Tief e. Am 29. De^mber abends minus 0.2 Grad. Am 30. Dezember morgens minus 0,2 Grad^


