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etwas über 700 Mk. gelöst, eine . _ . _ Summe gegenüber normalen Jahren, in denen die Gemeinde 2000 Mk. aus Obst einnahm. Nüsse und Zwetschen wurden gut bezahlt, Wirtschaftsund Keiteräpfel waren sehr billig. Nur die feinsten Sorten Tafeläpfel erzielten etwas bessere Preise', aber auch davon kostete der Zentner am Baume nur 2 bis 3 Mk. — Die Kartoffel-
, ganz unverständlich, weshalb sie mir den Brief geschickt hat, den Malte ihr" ...
— gleich in den ersten Tagen angeboten . Sonst nämlich, ja ... sonst wäre es
Helle Freude.
„Ich glaube auch. Aber meine Zeit ist um, ich must .wieder fort" ...
„Ilm Gottes willen, Frau Baronin", sagte er erschreckt, „jetzt wollen 'Sie uns verlassen? Wo es endlich auf die Genesung geht?" ...
„Gerade deshalb! Es lag doch nur an einem Zufall, dast er mich vorhin nicht ebenso gesehen hat wie Sie und die beiden andern. Und ich möchte Sie herzlich bitten, dast es bei unferm Abkommen bleibt. Dast Sie's üjm nicht sagen, dast ich hier bei seiner Pflege ein wenig geholfen habe ... Ich bin ja überhaupt nur gekommen, weil ich ... nun weil die Frau Försterin mir depeschiert hatte, er läge im Sterben. Sonst ... da ist denn doch zu vieles und Schweres geschehen" ... Sie brach ab, denn sie fühlte, dast ihr die Tränen kamen. Sonst war sie nicht so weichmütig, aber die letzten Wochen mit allen Anstrengungen und Sorgen hatten sie mürbe gemacht und schwer mitgenommen.
Peter Nägelein sah trübselig vor sich hin.
„Tut mir leid, aber ich kann es verstehen. Er selbst hat mir zweimal davon gesprochen. Das erstemal, als ich ankam, und dann kurz vor dem Zweikampfe" ... Er machte eine kleine Pause und hob den Kopf: „Ja aber, meine Verehrteste Frau Baronin, jetzt hilft das nichts! Immer mit dem verdammten Zartgefühl und blost so halben Worten, da kommt man nicht vom Fleck. Wenn.(Sie mir also nicht die Erlaubnis geben, frei von der Leber weg reden zu dürfen" ...
Sie errötete bis unter die Haarwurzeln: „Ich bitte darum" ...
Er holte tief Atem: „Nun denn ... also von der blöden Torheit, die ihm fast das Leben gekostet hat, war er schon kuriert, ehe er sich diesem Herrn Oberleutnant von Bredow als Scheibe hinstellte. Dast er sich in diese Berliner Dame verliebt hatte, dürfen Sie ihm nicht nachtragen. Die konnte auch andern Leuten den Kopf verdrehen. Und über eins darf ich Sie jedenfalls beruhigen, sie hat sich in unferm braven Malte getäuscht. Der hat überhaupt gar nicht verstanden, was sie eigentlich" ...
Die junge Baronin Perkwald errötete noch heftiger, hob die Hand.
„Cs ist gut, Herr Nägelein ... Uni) das habe ich ihm schon verziehen. Es war noch etwas andres dabei. Sie wollte vielleicht auch m i ch treffen, weil ich mich von ihr fernhielt und auf die Freundschaft nicht eingehen wollte, die sie mir — viel zu überschwenglich für meinen Ge-
Auf Pfingsten ging es, im Bellahner Park blühte der Flieder, was in Sträuchern und Hecken schlüpfte, war schon längst beim Nester- bauen. Drinnen in dem kleinen Schlößchen aber hatte es lange und bange Wochen gegeben, und gar oft hatte es auf des Messers Schneide gestanden, ob der trübe Unkenruf des Regimentsarztes recht behalten sollte oder die Helle Zuversicht des Malerchens. Aber endlich kam ein Tag, an dem. Malte Römnitz nach langer Bewußtlosigkeit zum erstenmal wieder die Augen aufschlug, klar und ein wenig verwundert um sich blickte, als wenn er eine Frage auf dem Herzen hätte. Weshalb unter denen, die um sein Bett standen, eine fehlte, deren Nähe er zuweilen doch deutlich verspürt hatte. Ihre sanfte Stimme hatte er gehört und ihre leichte Hand auf feiner heißen Stirn gefühlt, aber nut drei standen da, Lenh, die alte Miken und Peter Nägelein. Die eine fehlte ... Der kleine Maler lachte zwar übers ganze Gesicht, aber er machte eine drohende Handbewegung: „Hier wird noch nichts gesprochen, hier wird nur geschlafen, hat der Herr Professor befohlen!" ...
Da schloß Malte gehorsam wieder die Augen, ein schmerzlicher Zug flog über sein blastgewordenes, abgemagertes Gesicht. Das waren nur Träume gewesen, er hatte sich's gleich gedacht!... Die fast ja weit fort von hier in Wiesbaden, deren Hand zu spüren er vermeint hatte ... er hatte ja damals selbst gesehen, wie sie mit dem
)—( Ruppertsburg, 29. Sept. Gemeinde-Ob st ver st eigerun
ter Wichtigkeit fei der Zusammenschluß aller Land- wirte in den Biehverwertungsgenossenschasten deshalb, weil es gelte, Einfluß auf die Preisbildung an den Märkten zu gewinnen. An den beifällig aufgenommenen Vortrag schloß sich eine eingehende Aussprache an. Elf neue Mitglieder traten der Biehverwertungsgenossenschaft bei. Zum Vertrauensmann für die Gemeinde Kinzenbach wurde der Landwirt K. H o f m a n n I. gewählt.
Z Hochelheim, 28. Sept. Der vom 4. Oktober ab in Kraft tretende Winterfahrplan der Kraftposten bringt auf der Kraftpostlinie Wetzlar- Hochelheim keine Aenderung.
A Niederkleen, 29. Sept. Der Dezirks- kriegerverband „Hüttenberg" hielt in der Gastwirtschaft Langsdorf seine diesjährige H e r b st v e r s a m m l u n g ab, an der Vertreter der Kriegervereine Dornholzhausen, Ebersgöns, Groß-Rechtenbach, Hochelheim. Hörnsheim, Lützellinden, Großen-Linden, Niederkleen pnd Oberkleen, sowie eine Abordnung des Krciskriegerverbandes Wetzlar teilnahmen. Nach der Degrüßunas- ansprache des Berbandsvorsitzenden, Förster Graße (Oberkleen), hielt Major a. D. Schütz (Wetzlar) einen Vortrag über die Kriegsschuld- frage und die Abrüstung. Das nächstjährige Kriegerverbandsfest soll voraussichtlich in Groß-Rechtenbach abgehalten werden.
Kirche und Schule.
Kreisiagung der evang Frauenvereine.
SsGroßen-Linden,29. Sept. Der Kreis. Perband Gießen des Verbandes der evangelisch-kirchlichen Frauenvereine in Hessen hatte seine Mitglieder zur Herbsttagung in unsere Gemeinde eingeladen. Die Tagung wurde eröffnet mit einem Gottesdienst, in dem Pfarrer Schneider (Rieder-Ramstadt) die Predigt übernommen hatte. In der N a ch v e r s a m m l un g , die ebenfalls in der Kirche stattfand, hieh Frau Kreuder (Gi.ßeri), die Krüsperbandsvorsitzei de, die Frauen aus nah und fern willkommen. Sie überbrachte die Grüße des Oberkirchenrats D. Wagner (Gießen) und des Dekans G u h m a n n (Lollar-Kirchberg). Sodann hielt Pfarrer Schneider einen Vortrag über das Thema „Frauentum und Notzeit". Er verlangt dienende Liebe, die sich offenbart in Selbstbesinnung, ferner tapfere Selbstbehauptung, die auch einen zähen Widerstand dem Unglauben entgegensetzen soll, und opferwillige (Älbstverleugnung, die von einem Christen fordert, rechtes Christentum wirklich vorzuleben. Frau Kreuder dankte dem Redner für seine Ausführungen. Aus ihren geschäftlichen Mitteilungen war zu entnehmen, daß im letzten Jahre drei Tagungen stattfanden. An Kollekten gingen 205.60 Mark ein, von denen 110 Mark an die Anstalt in Nieder-Ramstadt und kleinere Beträge nach Offenbach und dem Frauenerholungsheim überwiesen wurden. Die nächstjährige Tagung soll in Leihgestern stattfinden. Pfarrer Schultheiß regte an, von dem großen Obstsegen in den Gemeinden einen Teil den Nieder-Ramstädter Anstalten zugute kommen zu lassen. Pfarrer Wahl (Lang-Gons) wünschte, daß durch die Frauenvereine der an der Hauptverkehrsstraße liegenden Orte Lang-Göns, Großen-Linden und Klein- Linden an je zwei Wochentagen den Wanderern warmes Mittagessen dargereicht- wird. Mit einem Choral fand die Tagung, die von Chorvorträgen des Frauenvereins Klein-Linden umrahmt war, ihr Ende. Die Kollekte des Tages kam den Nieder- Ramstädter Anstalten zugute.
Talen für Mittwoch, 30 September.
1857: der Dichter Hermann Sudermann in Mat- ziken geboren; — 1863: der Admiral Reinhold Scheer * in Obernkirchen (Hessen-Nassau) geboren. _____
Nur zwei Gäste verweilten noch länger, sahen sich mit spähenden und hungrigen Augen in dem reichen Besitztum um. Don weither waren sie zu dem Begräbnis gekommen, die beiden Herren von Römnitz aus der Nebenlinie, die der Todesfall am nächsten anging. Ein ältlicher Major außer Diensten in Zylinder und schwarzen Handschuhen, dazu sein ältester Sohn, ein lang aufgeschossener Jnfanterieleutnant mit einer schwarzen Binde um den blauem Aermel ... Drei hatten vor kurzem noch gestanden zwischen ihnen und der Hohenrömnih ... Jetzt lag der eine sicher unter kaltem Gestein, der zweite war ein nieder- gebrochener Greis, und der dritte rang in dem kleinen Schlößchen Vellahn mit dem Tode. Nach allen zuverlässigen Berichten war es nicht anzunehmen, daß er wieder hochkam, dazu toai. die Verwundung zu schwer gewesen ... Ein weites Tor tat sich vor ihnen auf zu Reichtum, Glanz und Besitz, nicht mehr so lang war der Weg ... ganz in der Nähe winkte die rosige Hoffnung, die jahrhundertelang nur wie ein wesenloser Nebelstreif am fernen Horizonte gehangen hatte ... Was eine Sage fast nur gewesen war, wurde Wirklichkeit, und wohlverwahrt war die Urkunde, die der weit in die Zukunft blickende Ahn sich hatte ausfertigen lassen, ehe er aus der Hohenrömnitz zog, um dem Markgrafen von Brandenburg gegen die trotzigen Junker zu Hilfe zu reiten---
So schwirrten die Gerüchte, und die Beteiligung an dem Leichenbegängnisse war stärker als sonst bei so unbeträchtlichem Anlasse. Schon viele kleine Kinder waren in Hohenrömnih zur Welt gekommen Und gestorben, niemals jedoch zuvor hatte sich ein so zahlreiches Trauergefolge eingefunden ...
Aber die Neugierigen tarnen nicht auf ihre Kosten. Und wieder einmal konnte man sich überzeugen, wie wenig solchen unsichern, aus dem Nichts entstandenen Gerüchten zu trauen war. Die fremde Dienerschaft stand an ihrem Platze wie sonst, zur Seite des kleinen Sarges aber saß der Herr Erblandmarschall mit seiner ganzen Familie ... als der Schlohpfarrer seine ergreifende Predigt hielt, gab es ein einziges einträchtiges Schluchzen. Sogar der Geistliche konnte seine Rührung nicht bemeistern, sprach mit tränen* erstickter Stimme, als er daran erinnerte, welch ein Jauchzen durch die andächtige Gemeinde gegangen wäre noch vor wenigen Wochen. Hosianna und Lob und Preis hätte sie gesungen dem allgütigen Herrn, der dem Hause Hohenrömnih den Erben schenkte! Derselbe Herr hatte ihn sich wieder zurückgeholt in sein himmlisches Reich ... nur Menfchenfürwitz fragte, warum und weshalb? ...
Die ganze Srauerberfammlung stand gerührt bei den herzbewegenden Worten, bloß der Herr Erblandmarschall sah starr geradeaus mit tränenlosen Augen. Er hatte wohl schon genug geweint in den Tagen und Nächten vorher ...
Der lange Zug setzte sich in Bewegung, der kleinen Dorfkirche zu, unter deren Fußboden in weitem Gewölbe die Römnihe den letzten Schlaf schliefen. Die Gruft war geöffnet, der kleine Sarg glitt an den Leinentüchern langsam hinab. Der Pfarrer sprach mit halblauter Stimme die letzten Geleitworte: „Der Herr sei mit dir, segne deinen Eingang und Ausgang" ... Da aber geschah etwas Seltsames. Der Herr Erblandmarschall schrie plötzlich mit gellender Stimme: „Es ist nicht wahr, er läßt sich nicht spotten ... den ungetreuen Knecht schlägt er mit schwerer Hand" ...
Der alte Kammerdiener Paalzow sprang zu, fing den älmsinkenden in seinen Armen auf. Die Trauerversammlung aber stand bestürzt, ging in einiger Verstörung auseinander. Die Glocken oben im Turm läuteten noch, als die Wagen schon in dichter Folge Über die Schloßbrücke rollten ... älnd bei der Heimfahrt sprach man mit Bedauern d von, d ß der üb -mäßig: Schmerz dem Herrn Erblandmarschall wohl den Sinn verwirrt hätte...
ch O b e r ° H o r g e r n, 29. Sept. Hohe Preise wurden bei der an der Kreisstraße Gambach—Ober-Här- gern—Münzenberg abgehaltenen O b st v e r st e i g e- rung bezahlt. Es wurden für gutes Obst pro Zent ner 5 Mark erzielt, Kelterobst und gewöhnliche <5or [ ten erbrachten pro Zentner 1 bis 2 Mark. Birnen j blieben im Preis zurück. Nur Mollebusch-Birne war gesucht und erbrachte pro Zentner etwa 5 Mark.
Kreis Schotten.
Peter Nägelein schrie fast auf.
„Den Brief haben Sie gelesen und sind doch gekommen?!" ...
Sie nickte nur, die Tränen schossen ihr unaufhaltsam aus den Augen. Peter Nägelein stand ein paar Augenblicke ratlos, bann flog ein heller Schimmer über sein Gesicht.
„Sie brauchen sich nicht zu schämen, meine liebe Frau Baronin. Das ist ... ja also, Donnerwetter nochmal, was sind Sie für ein prachtvolles Frauenzimmer! ... Das heißt, ich bitte um Entschuldigung, das ist mir nur so herausgefahren! Aber man konnte vielleicht noch etwas andres dazu sagen. Ein paar Worte, die einer gesprochen hat, der in seinem Hauptberuf Apostel war. im Nebenamt ein Dichter: ,Sie vertrüget alles, sie glaubet alles, sie hoffet alles, sie duldet alles!< And die Hauptsache schließlich: ,Sie höret nimmer auf“ ...
„Na ja", sagte die junge Baronin Perkwald und trocknete sich die Augen — „wenn wir schon so offen darüber sprechen — sonst wäre ich auch nicht gekommen! ... Aber nur Dankbarkeit will ich nicht. And deshalb muß ich jetzt fort“ ...
„Verstehe ich vollkommen", erwiderte der kleine Maler ernsthaft, aber der Schalk lächte ihm dabei schon wieder aus den Augen: „Der Gefahr dürfen Frau Baronin sich nicht aussehen! ... Aber es braucht doch nicht gleich bis Wiesbaden zu gehen, Alten-Krakow ist um diese liebe Frühlingszeit ja auch ganz schön. Jedenfalls hätte cs unser Patient da näher, wenn der Herr Pro- sessor es ihm endlich erlaubt, auf die Brautschau zu fahren" ...
Danach lachten sie beide, schüttelten sich herzhaft die Hand. Gute Freundschaft hatten sie längst schon geschlossen in den bangen Stunden am Krankenbette. Jetzt aber verknüpfte sie ein noch engeres Band, die Liebe zu einem, der ihnen gleichermaßen teuer war---
2lls der berühmte Rostocker Chirurg, der von der Baronin Perkwald zur Behandlung gerufen worden war, feine nächste Krankenvifite machte, war er mit dem Patienten wenig zufrieden. Zwar die Wunde war über alles Erwarten gut zugeheilt, die Atmung in dem verletzten Lungenflügel funktionierte vorzüglich, und man durste annehmen, daß das Narbengewebe sich im Laufe der Zeit von selbst abstohen würde. Aber zur vollständigen Genesung gehörte mehr. Der Geist mußte sich wieder aufrichten in dem geschwächten Körper, sonst blieb sie nur Stückwerk. And daran fehlte es dem jungen Grafen Römnitz. Ganz teilnahmslos lag er da, nicht mal ein Lächeln flog über sein Gesicht, als er hörte, daß er gesund wäre, nun langsam wieder aus stehen dürfte ... Da nahm der Herr Professor sich den kleinen Maler vertraulich beiseite.
(Schluß folgt.)
Wagen voll von Kisten und Koffern zum Bahnhofe fuhr ...
Eine schlanke junge Dame, die hinter dem Kopfende des Bettes gesessen hatte, stand auf, verlieh leise das Zimmer. Peter Nägelein ging ihr nach und schüttelte ihr freudestrahlend die Hand: „Ich glaube, wir haben's jetzt geschasst, aus dem Gröbsten ist er 'raus!"
Sie nickte lächelnd, auch in ihrem Gesicht stand
Abmdern der GRG.
Im Rahmen des Abruderns der GRG. wurde nach mehrjähriger Pause wieder einmal zwischen Schülern der hiesigen höheren Lehranstalten ein Rennen um einen Wanderpreis ausgefahren. Die Vierermannschast der Ober-Realschule konnte den Vierer des Gymnasiums hinter sich lassen und sich den Wanderpreis für ein Jahr sichern. Im übrigen sah man noch Anfänger, die in diesem Jahre das Rudern erlernt haben, ihre ersten Rennversuche unternehmen. Auch die „Alten Herren“ waren rennsportlich tätig.
Das Abrudern, verbunden mit internen Ver- eins-Meisterschasten, wollte vornehmlich den Ruderern, die im Laufe des Sommers auf offenen Regatten nicht starten konnten und den Anfängern eine Möglichkeit geben, sich im Rennrudern zu betätigen. Auch die Trainingsmannschasten lieferten sich gegenseitig nochmals harte Kämpfe. Die Zusammensetzung der Mannschaften erfolgte erst kurz vor dem Start durch Auslosen. Die Gleichmäßigkeit der Arbeit hat naturgemäß darunter zu leiden. Am so erfreulicher war es, daß sich die beiden Achter-Mannschaften, in welchen sich hauptsächlich Rennruderer diesen Jahres befanden, einen Kampf lieferten, der guten Rennen auf offenen Regatten nicht nachstand.
Bei der Preisverteilung am Abend gab der erste Vorsitzende einen Rückblick auf die vergangene erfolgreiche Rudersaison. Im Anschluß daran würdigte er unter großem Beifall aller die Verdienste des diesjährigen Ruderlehrers Emil Schulde und überreichte ihm zum Zeichen der Anerkennung einen schönen Geschenkkorb. Herr Schulde dankte für die Ehrung und fand seinerseits Dankesworte für die Rennruderer. Er betonte besonders deren vorbildlichen Sportskameradschafts- und Opfersinn, der die Grundlage für die schönen Erfolge gegeben habe. Sein „Hipp Hipp Hurra“ galt dem ferneren Aufstieg der Gießener Rudergesellschaft 18,77. Die Feier, die durch verschiedene Darbietungen von Mitgliedern unterhaltsam ausgestaltet war, nahm einen schönen Verlauf.
Oer Gau Hessen bei den mitielrheinischen Gerätemeisterschasten.
Bei den am Sonntag in Darmstadt stattgefundenen Gerätemeisterschaften des Mittelrheinkreises der DT. (über die wir bereits berichteten), fehlten von den 149 Gemeldeten 40. Auch die sieben Bewerber des Gaues Hessen traten nicht vollzählig an. Bedauerlich war vor allem, daß der favorisierte Sinnwell vom Tv. 1860 Bad-Nauheim nicht zur Stelle war.
Don ben 106 zum Zehnkampf angetretenen Wettkämpfern konnten 78 die vorgeschriebene Punktzahl erreichen. Vom Gau Hessen placierten sich noch verhältnismäßig gut: Karl Reuter Tv. 1846 Gießen, als 18.Sieger (152,5 Punkte); Karl Schick, Tv. 1846 Gießen (146P.); Alfr. Eckhardt, Tv. 1860 Bad-Nauheim (143 P.); Ad. Ahrens, Tgm. Marburg (142,5 Punkte).
Handballrunde im Gau Hessen der OT.
Die Spiele am Sonntag.
Meister klasse: Pol.-Spv. Butzbach I gegen Tv. Alsfeld I 11:5 (6:2); VfL. Wetzlar! gegen T. u. Spv. Butzbach! 4:9 (3:3); T. u. Spv. Marburg! — Tv. Cappel! 5:4 (4:2); Mtv. Gießen! gegen Tv. Grohen-Buseck I 8:2 (5:1).
A.klaffe: VfL. Wetzlar I! — Spvg. 1900 Gießen I! 7: 3 (3:5): Tv. Allendorf I — Tv. Wetzlar I! 3:1 (1:0); Tv. Nieder-Mörlen l — Pol.- Spv. Butzbach!! 5:0 (4:3); Tv. Pohl-Göns I
gegen T. u. Spv. Butzbach I! 9:2 (1:2); Tv. Gedern » — Tv. Dorheim! 8:1 (1:1).
8 -Klasse: Tv. Lich ! — Tv. Ebersgöns l 4:4 (1:3); Tv. Kirch-Göns I — Tv. Griedel I abgebrochen; Tv. Krofdorf I — Tv. Dutenhofen I 2: 2 (1:2); Tv. Nauborn I — Tv. Wehlar-Niedergirmes I! 5:6 (1:3); Tv. Angersbach l gegen Tv. Romrod I 2: 4 (2:2).
L-Klasse: Tv. Krofdorf I! — Tv. Klein- Linden l! 5:0 (2:0).
Jugendklasse: Spvg. 1900 Gießen 2gd. gegen Tv. Lich Jgd. 3:4 (0:4); Tv. Heuchelheim Jgd. — Tv. Niedergirmes Jgd. 6:3 (3:3); Mtv. Gießen Jgd. — Hochelheim Jgd. 11:2 (6:0).
Handball der Sp.-Dg. 1900.
VfL. Wehlar II — Spvg. 1900 II 7:3.
Entgegen den Erwartungen kam 1900’8 Zweite von Wetzlar mit einer deutlichen Niederlage zurück. Sie ist in erster Linie darauf zurückz^sühren, daß die Mannschaft als Ganzes schlechter spielte als gewöhnlich. Bis zur Halbzeit war das Spiel verteilt, was durch ein 3:3-Ergebnis zum Ausdruck kam. Dann waren die 1900er dem schnellen Stürmerspiel der Wetzlarer nicht mehr gewachsen und mußten sich noch vier Tore gefallen lassen.
1900 Jugend — Tv. Lich Jugend 3:4.
Der Turnverein Lich stellte auch diesmal eine äußerst gute Els ins Feld, die 1900er muhten sich mächtig strecken. Nachdem sich die Gäste bis zur Halbzeit einen 4:0-Vorsprung gesichert hatten, vermochten die 1900er in der zweiten Hälfte auf 3:4 zu verkürzen.
Arbeiler-Turn- und Sportbund.
Gießen I — Lrbstadl I 2:3.
Das Spiel fand auf dem Trieb statt. Die Gäste stellten eine schnelle Elf, deren Hauptstütze der Torhüter war. Nur diesem Spieler verdanken die Gäste den Sieg, denn Gießen war den Gästen technisch weit überlegen. Der Spielbeginn sah ein verteiltes Spiel, bis Erbstadt durch einen Elfmeter in Führung ging. Nach der Pause übernahmen beide Mannschaften abwechselnd die Führung. Der Sieg war aber den Gästen beschieden.
Heuchelheim I — Wieseck I 6:5.
Gespannt sah man dieser Begegnung in Heuchelheim entgegen. Wenige Minuten nach Spielbeginn führte Wieseck 1:0. Der Ausgleich lieh nicht lange auf sich warten. Wieder übernahm Wieseck die Führung. Halbzeit 3:4 für Wieseck. Nach Seitenwechsel brachte ein Eigentor den Ausgleich für Heuchelheim. Dann übernahm Wieseck nochmals die Führung. Im Endspurt konnte dann Heuchelheim noch zwei Erfolge erzielen.
Wehlar I — Watzenborn I 1:1.
Den Gästen aus Watzenborn gelang es, die zahlreichen Angriffe der Einheimischen durch taktisches Abseitsspiel zu unterbinden. Es gelang ihnen andererseits, die Führung zu übernehmen. Wetzlar glich jedoch gegen Schluß wieder aus.
IHarburg I — Grohen-Vuseck I 6:3.
In einem flotten, schönen Spiel ging Marburg bald in Führung. Trotz aller Anstrengungen der Gäste konnten die Platzbesitzer noch fünfmal erfolgreich fein, dem Grotzen-Duseck nur drei Erfolge entgegenzusetzen vermochte. Vorher standen sich Marburg II. und Grünberg I. gegenüber. Hier konnten die Gäste mit 6:0 Sieger bleiben. Marburg Jugend — Heuchelheim Jugend 0:7.
Naunheim II — Kinzenbach I 2:4.
Kinzenbach war in Naunheim zu Gast. In der ersten Spielhälfte sah man ausgeglichenes Spiel.
ernte bringt nur eine Mittelernte. Besonders die Industrie-Kartoffeln haben infolge der großen Nässe schwer gelitten. Nur „Edeltraut" und „Ackerfegen" haben sich der Feuchtigkeit gegenüber als widerstandsfähiger erwiesen.
Kreis Als/eld.
H- Alsfeld, 29. Sept. Der Verein für das Deutschtum im Ausland, Ortsgruppe Alsfeld, veranstaltete im großen Saal des „Deutschen Hauses" einen Tiroler Abend durch eine Volkskunstgruppe aus Tirol. Die Auf- sührung war ein voller Erfolg. Von den Darbietungen sind die gesanglichen Leistungen der Gruppe, in denen ursprüngliche Natürlichkeit und kultivierte Veredelung sich in den Stimmen zusammenfinden, besonders anerkennend hervorzuheben. Tiroler Lieder und Märsche, von der Zither begleitet, wechselten mit anmutigen Volkstänzen. Am Schlüsse des ersten Teils sprach der Leiter der Gruppe, Dr: Falbesoner aus Innsbruck, über das Thema „Der Heldenkampf deutschen Volkstums in Tirol". Die Ausführungen des Redners hinterliehen einen tiefen Eindruck. Das „Meraner Fahnenschwingen“ beendete die Vorführung.
Preußen.
Kreis Wetzlar.
<5 Krofdorf, 29. Sept. Gestern fand die V e r ■ fteigerung des Gemeindeobstes statt. Es standen etwa 500 Zentner, meistens Aepfel, zum Verkauf. Die Preise sind besser ausgefallen, als man bei der reichen Obsternte und der Geldknappheit erwartet yatte. Besonders das Tafelobst wurde einigermaßen gut bezahlt. Auswärtige Käufer muhten bar zahlen.
Z ßaunsbad), 29.Sept. Hier hat sich ein 70 = jähriger Landwirt in der Scheune beim Heurupfen einen Dorn, jedenfalls von einer Hauhechel, in einen Finger geftofjen. Obwohl der Dorn sofort entfernt wurde, trat nach zwei Tagen starkes Anschwellen des Armes ein, so daß der Verletzte sich in ärztliche Behandlung begeben und schließlich in die Klinik überwiesen werden mußte. Alle ärztliche Hilfe war aber leider vergebens. Acht Tage nach dem Unfall trat der Tod des bedauernswerten Mannes infolge Blutvergiftung ein.
0Kinzenbach,28. Sept. Am Samstagabend fand hier im Saale der Gastwirtschaft P e u s ch eine Versammlung der Ortsbauernschaft statt. Landwirt Wilh. Langsdorf (Groh-Rechtenbach) hielt einen Vortrag über „Genossenschaftliche Viehverwer- . tun g“. Er berichtete über die Tätigkeit der vor kurzem ins Leben gerufenen Genossenschaft für den Kreis Wetzlar und wies auf die diesbezügliche allgemeine Entwicklung hin. Es beständen jetzt in Nassau 13 und in Hessen 14 Viehverwer- * tungsgencsfe..schasle.r. Der genossenschaftliche Tieh- Umsatz sei ständig im Steigen begriffen. Von groß-
Das bißchen Erde.
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