Ausgabe 
29.10.1931
 
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Sie Sondewergiilmgen der Javag-Direkioren.

WSR. Frankfurt a. M., 27. Oft In den gestrigen und heutigen Verhandlungen deS Fa- vag-ProzesseS kamen wieder eine Reihe von Sondervergütungen an die Vor­standsmitglieder der Favag zur Sprache. So hatte der Aufsichtsratsvorsitzende Hoff am 1. Juni 1926 die Verteilung einer Vergütung von 1 50 000 Ml. an Dumcke, Decker, Schumacher und Lindner bewilligt. In der betreffenden Ur­kunde heißt eS, dah die ordentlichen Vorstands­mitglieder den Ausfall, den sie in den Aufbau­jahren 1924/25 an Tantiemen hatten, nicht durch Grhöhung ihrer festen Bezüge erseht erhielten, da sie selbst erklärten. Io lange warten zu wollen, bis der Aufbau vollendet sei. Der Abschluß für 1 926 habe nun 1,8 Millionen Mark Ge­winn gebracht, so daß diese Gratifikation bewilligt werden könnte.

Bemerkenswert ist, daß die Zahlungen an die einzelnen Direktoren in den Buchungen ver­schleiert wurden. Dabei wurde sogar mit fin­gierten Briefen, die u. a. an eine Londoner Jirma gerichtet waren, operiert. Tatsächlich sind aber die Briefe nicht obgegangen und spurlos verschwunden.

Der Zweck dieser eigenartigen Verschleierung soll angeblich gewesen sein, daß die in der Buch­haltung beschäftigten Leute nicht« von der Vertei­lung dieser Gratifikation wissen sollten.

Aus dem Erwerb der Beteiligung der Favag

an der Düsseldorfer Rückversicherung AG. fiel der Favag ein Gewinn von 150 000 M a rk zu. der ebenfalls an die Direktoren Decker, Dumcke, Schumacher und Lindner zu je 37 500 Mk. aufgeteilt wurde. Später wurde das Geschäft wie­der rückgängig gemacht und Schumacher und Becker sollen die erhaltene Vergütung nach dem Zusam­menbruch der Favag an die HelioSversicherungS- gesellschaft wieder ^urückbezahlt haben, der tn- zwischcn daS Geschäft mit der Düsseldorfer Rück­versicherung übertragen worden war. Die Aus­zahlung der 1 50 000 M k. an die vier Di­rektoren ist bei der Helios nicht ver­bucht worden. Rach den Feststellungen des Büchersachverständigen Dr. Gut beriet ist die gesamte Geschäftsabwicklung mit der Düsseldorfer Rückversicherung bei der Helios nur teilweise und unvollständig verbucht worden.

Eine Reihe von Konten, so da» Kasfekonto, wurden eingeschoben, um die wahren Vorgänge zu verschleiern.

Die vier Direktoren traten in den Buchungen überhaupt nicht in Erscheinung.

Zum Zwecke der älebernahme des Transport- verficherungsgcschäfts der Berlin-Frank­furter Allgemeinen Vcrsicherungs- A. - G. waren einem Vermittler 40 000 Mark zur Verfügung gestellt und dann noch weitere 110000 Mark flüssig gemacht für den Fall, dah die 40 000 Mark nicht reichen würden. Die

11 0 000 Mark wurden aber nicht benötigt und M ä d j e brachte diese Summe persönlich nach Frankfurt zurück. M ä d j e bekam hier­von sofort eirre Vergütung von 30 000 Mark. WaS mit dem übrigen Geld geschehen ist, weih Mädje nicht anzugeben. Auf die Frage eines Richters, warum er persönlich den Betrag nach Frankfurt überbracht habe, erklärt Mädje, dah er zufällig nach Frankfurt reiste.

Sodann kam der Rückkauf von 400 000 Mark Aktien der Vereinigten Ber­linischen Lebensversicherung aus dem Besitz der Röchling-Bank zur Sprache, wovon

160 000 Mark Aktien den Direktoren Dumcke, Vecker, Lindner und Schumacher gegen eine zweijährige Stundung de» Kaufpreise» überlasten wurden.

Den Direktoren wird vorgeworfen, durch die An­nahme der Aktien zum Rachteil der eige­nen Gesellschaft gehandelt zu haben.

Weiter wurde noch eine Transaktion bespro­chen. die eine unberechtigte Geldent­nahme -um Rachteil der Südwest­deutschen Bank betrifft. Es handelte sich hier um eine Unterbeteiligung bei der aus An­laß der Kapitalerhöhung der Favag im Jahre 1928 der LandeSgewerbebank Südwestdcutschen Bank zugeteilten 20prozentigen Quote. Beteiligt sind hier Dumcke, Becker, Mädje, Sauerbrey und Fuchs.

Durch diese Unterbeteiligungen sind 98 912 Mark der Provision der Landesgewerbebonk verbraucht worden, so dah der Landergewerbebank bzw. der

Südwestdeustcheu Bank nur noch eiu Betrag von 13 588 Mark verblieb.

Die an Sauerbrey und Fuchs gezahlten Beträge von je 6250 Mark sind im Kassakonto der Lüd- weftdeutschen Dank nicht im Ausgang verbucht. Für diese Deträge quittierten Decker und Lauer- brcy für die Favag, aber in da« Vermögen der Favag find die Deträge nicht gelangt.

Taten für Donnerstag, 29. Oktober.

1790: der Pädagoge Adolf Diesterweg in Siegen geboren; 1863: der Ufrikarenende Fran) £ mann in Hamburg geboren; 1918: Auflösung der österreichisch-ungarischen Monorchie.

Aus dem Amtsverkünbigungsblatt.

* Das Amtsverkündigungsblatt Nr.73 vom 27. Oktober enthält: Die Ausstellung von Dan- der^ewerbescheinen. (Berne rbelegitimationstarten. Stenographielehrerprüfung. Unterricht saussoll am 31. Oktober 1931.

Kirchliche Nachrichten

Israelitische Gemeinden.

Israelitische Religionrgerneinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, 31. Oktober Bor- abend 5 Uhr; morgens 9; abends 5.15 und 5.55 Uhr.

Israelitisch^ Religionsgesellschast. Sabbalfeier den 31. Oktober. Freitag abend 4 40 Uhr; Samstag vor­mittag 8.30; nachmittags 5.15; Labbatausgang 5 55. Wochengottesdienst: morgens 6.45, abends 4.30 Uhr.

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