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London, 27. Aua. (WTB.) Die Aeußerun- , Zentren aufzutegen. die Aeuhorker ^^^ierS n nTTnrhnnnlba über die von England geplante I zweifeln aber an den Erf olg s___8

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Der Nürnberger Katholikentag

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Sie Jinanzsanierung in Preußen

Die Notverordnungen zum Ausgleich des Etats noch in der Bearbeitung.

Oie Einberufung

-es Landtags gesichert.

Auch die Landvolkpartei unterstützt die entsprechenden Anträge.

Berlin, 27. Aug. (TU.) Die Abgeordneten des Deutschen Landvolkes haben dem Prastdenten des Preußischen Landtages mitgeteilt, dah sie den Antrag der Deutschnationalen und Ratronal- sozialisten auf Landtagseinberufung unter­stützen. In einem Schreiben an die deutsch­nationale Fraktion wird gleichzeitig betont, daß das Landvolk für eine sofortige Einberufung des Landtages besonders auch deshalb fei. weit es eine baldige Aussprache über die neue Not­verordnung zur Sicherung der Haushalte tut notwendig halte. Cs wird die Erwartung aus­gesprochen, das) die deutschnationale Fraktion das Bestreben, eine solche Aussprache herbeizu- sühren, unterstützen werde. ,

Da das Landvolk im Preußischen Landtag ohne die Mitglieder der in der Deutschen Fraktion zusammengeschlossenen Gruppen über 1V Nb- geordnete verfügt und für den deutschnationalen Antrag auf Landtagseinberufung bisher 76 Av- geordnete eingetreten sind, ist damit letzt die in der Verfassung vorgeschriebene Unter- stützungvoneinemFünftelderLanv- tagsabgeordneten für den Antrag der Landtagseinberufung erreicht.

Wie Bayern seinen Etat ausgleicht.

Paris. 27. Aug. (WTB. Funkspruch.) Frederic Leith Roh vom Britischen Schatzamt und Direktor S i e p m a n n von der Dank von England sind in Paris eingetrosfen. Sie haben mit dem französischen Finanzminister Fl a n dinBe­sprechungen ausgenommen, die sich auf die eng­lische Finanzlage und die Frage weiterer Kre­tz i t e beziehen. .Journal" berichtet, daß Sir Fre­deric Leith Roh, dem Finanzminlster F l a n - bin eine Botschaft Snowdens über­reicht hat. Das Blatt fügt hinzu, dah während der Verhandlungen Flandins mit Leith Roh und Siep- mann, die Bank von Frankreich m dauernder Fühlungnahme mit der Federal Re­servebank von Reuyork gestanden habe. Journal" meint, dah man für heute den Abschluß eines Abkommens über die Bewilligung um- fangreicherKredite an die englische Regierung Voraussage. Frankreich und Ame­rika würden je z u r H ä l f t e daran beteiligt sein.

Matin" erklärt, dah die Kreditgabe in Form einer Ausgabe von Bonds gleichzeitig in Reuyork und Paris stattfinden wird.

gen Macdonalds über die von England geplante Anleihe haben in Eity-Kreisen zu gewissen Kom- binationcn geführt. Man glaubt, dah es sich um eine 80- bis 100-Millionen-Pfund- Anleihe handelt, die von amerikanischen Pri­vatbanken an England gegeben werden soll. Ferner wird vermutet, dah der Erlös einer olchen Anleihe verschiedenen Zwecken dienstbar gemacht werden soll. Erstens soll damit der amerikanische Anteil des 50 Millionen Pfund be- tragenden Pfund-Stabilisierungs-Kredits in Höhe von 25 Millionen Pfund Sterling ab gelost werden, da die Statuten der Federal Reserve Bank eine Stützungsaktion zugunsten ausländi­scher Banken nicht zulassen. Weiter soll diese Anleihe das britische Schatzamt in die Lage ver­sehen, die amerikanischenBesiher eng- l'ischer Kriegsanleihen auszukaufen, wenn diese sich mit einer freiwilligen Konver­tierung nicht einverstanden erklären sollten. Man glaubt allerdings, die Tatsache, dah die britische Regierung über genügend Mittel zur Ablösung verfügt, werde genügen, um die amerikanischen Eigner zur freiwilligen Konvertie­rung bei einem billigeren Zinssatz zu bewegen. Dann wird noch mit der allerdings entfernteren Möglichkeit gerechnet, dah ein Teil des Kredites denjenigen Londoner Akzepthäusern und anderen Firmen zugute kommen soll, deren finanzielle Liquidität durch die Baseler Stillhalteabmachungen gelitten hat.

WieEvening Post" meldet, sollen sich die Wallstreetbankhäuser über einen neuen kurz­fristigen Kredit von mindestens 300 Millionen Dollar für das britische Schatz­amt geeinigt haben. Der Kredit würde von Pri­vatbanken unter der Leitung von I. P. M o r g a n geleistet werden. Das Gerücht, dah nach diesem kurzfristigen Kredit ein langfristiger von 500 Millionen Dollars bewilligt werden soll, wird von den Dankkreisen skeptisch auf- aenommen. Es wurde angeregt, eine britische ÄuSlandanleihe in allen hauptsächlichen Dank-

England erhält neue Kredite.

Dreihundert Millionen Dollar aus Amerika? - Der Verwendungszweck.

Schlachtst-uer. Raumabgabe. v-lol. dungskürzung für Ledige und Kinderlose.

München, 27.Aug. (WTB) Die bayerische Staatsregierung will zur Ausgleichung des Haus­halts 1931 eine Notverordnung erlassen. Da Vie Einsparungen bei den Ausgaben nicht ausreichen, um den Fehlbetrag von 28 6 Mllllonen Mark im ordentlichen Staatshaushalt vollständig auszugleichen, müssen Verbesserungen auf der Em- nahmenseite dazutreten. In der Notverordnung wird deshalb die Schlachtsteuer für die Zeit vom 1. September 1931 bis 31. Marz 1932 "ho h t- Diese Erhöhung, die für das Pfund Frischstes durchschnittlich 3 Rpf. beträgt, soll von den Fle,sch­und Wurstwarenoerkäufern getragen werden. Die Verordnung erklärt deshalb die Erhöhung der bisherigen K l e i n ve r k a u f sp r e i s e für u n z u l ä s s i g und verbietet auch, die Steuer neben dem Verkaufspreis gesondert in Rechnung zu stellen. Zum Schutz des einheimischen Gewerbes wird die Ausgleichs st euer auf einaefuhrtes Fleisch und Wurstwaren für den gleichen Zeitraum angemessen erhöht und ferner die im Schlachtsteuergesetz vor- gesehene Abgabe auf den Verbrauch von Wild eingeführt. .

Zur Sicherstellung der Landeshilfe für die durch Wohlfahrtserwerbslosenfürsorge überlasteten Q) e meinden wird weiter eine et nm al Iße Wohlfahrtsabgabe erhoben. Abgabepflichtig sind alle Personen, die am 1. September 1931 Räume in Gebäuden inne hab en. gleich­viel ob sie Mieter oder Pächter sind oder Raume ,m eigenen Hause benutzen. Die Raumabgabe betragt in Miethaussteuergemeinden 1 v. H. der Jahresfrie- densmiete. bei Neubauten 1 v.H. der um em Sechstel verminderten Jahresmiete, in Gemeinden, m denen die Haussteuer nach der Fläche erhoben wird, zwei Pfennig von jeder Reichsmark der Haussteuerver- ^Aus^der Erhöhung der Schlachtsteuer wird eine Mehreinnahme von annähernd 7 Mill. Mk., aus der Abgabe und dem Verbrauch von Wild eine Ein­nahme von 0,2 Mill. Mk. erwartet Der Ertrag der Wohlfahrtsabgabe ist auf 4 Mill. Mk. 3u oeran pla­nen Der noch verbleibende Teil des Fehlbetrags von 17.6 Mill. Mk. soll d u r ch E i n s p a r u n a e n bei ben Ausgaben ausgeglichen werden. Hier- von entfallen rund 7 Mill. Mk auf Einsparungen bei den Personalausgaben, 0,6 Mill. Mk. auf Ein­behaltungen bei den Verwaltungsausgaben, 10 Mill. Mk aus den Sachausgaben. Die Einsparungen bet den persönlichen Verwaltungsausgaben bestehen m einer Kürzung der Dienst, und Versorgungsbezuge der ledigen und kinderlos verheirate- ten Beamten und Ange stellt en des Staates und der Gemeinden einschließlich der Bezüge der Geistlichen.

Fraktionssihnng des Ehrisilichen Volksdienstes.

Berlin, 27. Aug. (TU.) Die ReichstagS- fraktion tzes Christlichen DolkStziensteS nahm den Bericht ihres Vorsitzenden, Abgeordneten Simp­fe n d ö r f e r, entgegen. Auch Reichsminister Treviranus nahm zu längeren Ausführungen das Wort. Die Verhandlungen führten zu fol­gender einmütiger Stellungnahme: Die Fraktion des Volksdienstes hält aus dem staatspolitischen Gesichtspunkt der ausgleichenden Gerechtigkeit eine Kürzung der hohen Gehälter und Pensionen sowie eine Einschränkung des DovpelverdienertumS für dringlich und unerläßlich. Sie erwartet, daß die durch die Rotverordnung vom 25. August eingeleitete A n - gleichung der Gehälter der Kommu­nal b e a m t e n und der Leiter der gemischtwirt­

schaftlichen Betriebe an die Gehälter der Reichs­beamten rücksichtslos durchgeführt wird. Formals verfassungsrechtliche Hemmungen müssen auch hier überwunden werden. Die Fraktion warnt die Reichsregierung vor einer Verschleppung die­ser Angelegenheit und lehnt jede Mitverantwor­tung dafür ab. Der Kamps gegen unbe- rechtigtePreisbindungendurchK a r- teile und Konzernierungen, ferner die Reform tzes Aktienrechtes und die Senkung der Mieten müssen energisch ge­fördert werden. Die Forderungen des Dolksdien- stes nach Beseitigung der schlimmsten sozialen Härten der Rotverordnung vom 5. Juni find dem Reichskanzler mündlich vorgetragen worden.

Vettlebsratswahlen bei der Z.G. Farben.

Köln, 28.Aug. (CNB. Funkspruch.) Bei der I. G. Farben Werk Leverkusen sanden am Dienstag und Mittwoch die neuangesetzten B e - triedsratswahlen statt, nachdem die Marz­wahlen auf Einspruch der Nationalsozialistischen Partei für ungültig erklärt worden waren. Das Er­gebnis der Wahlen, an denen sich 5209, allo etwa 70 v. S). (im März fast 78 v. H.) der 8000 Arbeiter beteiligten, brachte den freien und christlichen Ge- werkschaften und den Kommunisten Verluste, die den Nationalsozialisten zufielen. Die freien Ge- werkscyaften erhielten diesmal 1714 Stimmen (gegen 1931 im März und 2864 im Jahre 1930), die Note Gewerkschaftsopposition 1695 (im März 1931: 2020), die Ch r iftl i ch e n G e w e r k -

Oie Familie.

Nürnberg, 27. Aug. (TU.) Der zweite Tag der 70. Generalversammlung der deutschen Katholiken brachte eine Reihe von Verhandlun- gen, die vorwiegend Angelegenheiten des Prie­sterstandes und der Mission behandelten. Die zur Beratung stehenden Themen befaßten sich durchweg mit den geistigen Strömungen der Jetztzeit und der Stellungnahme der Kirche hier­zu. Die starke Betonung der karitativen Tätig­keit zeigt, welche Bedeutung man in den katho­lischen Kreisen der heutigen sozialen Lage bei­mißt. 3n diesem Rahmen ist von katholischer Seite immer wieder aus die Bedeutung der F a - milie, besonders in den wertschaffenden Stan­den hingcwiesen worden. Die Familie zu erhalten und ihr neue seelische und ideelle Grundlage zu geben, ist eine der Hauptaufgaben des Katho­likentages.

Oie Landfrau.

Eine DersammlungderLandfrauen. die unter dem Vorsitz der Freifrau Kercerinck stand, wurde vom Erzbischof von Bam­berg begrüßt. Die Landfrau sei heute das Herz der christlichen Familie. Sie sei damit der Hort für den weiteren Aufbau der Ration, eine Auf­gabe, die bei der Stadtfrau vielfach verloren­gegangen sei. .

Reichsminister a. D. Dr.HermeS hielt einen Vortrag überDie Aufgabe der katholischen Landfrau im modernen Wirtschaftsleben": die bäuerliche Wirtschaft sei nur als samiliengebun- bene Wirtschaft möglich. Der Geburtenüberschuß der ländlichen Bevölkerung sei ber einzige Aktiv­posten in ber Lebensbilanz bes beutschen Volkes. Die verhängnisvollen Auswirkungen der Agrar- krise beginnen sich ebenfalls bei der Bäuerin zu zeigen, die doch die eigentliche Behüterin ber Le- benskraft bes beutschen Volkes sei. An ben Wer­ten der Religion, des Glaubens, des Familien­sinns und der Treue sei nichts zu ändern, da­gegen dürfe sich die Frau in wirtschaftlicher Be­ziehung nicht sträuben, die Arbeit der Bäuerin durch zusätzliche Arbeitskräfte zu entlasten. Dies könne jedoch nur durch Wiederherstellung der Rentabilität des Bauerntums erfolgen. Das reli­giöse Leben müsse ein voller Gleichklang zwischen Gebet und praktischer Arbeit sein. Gräfin Anne Spreti sprach sodann überUnser Dienst an Kirche und Heimat". Hierauf folgte eine Sonderfuhrung burch bie Ausstellung des katholischen Frauenbun- des,Die Frau im Arbeits- und Feierkleid".

Monaten Gefängnis unter Anrechnung einer dreimonatigen Untersuchungshaft. Dannbauer hatte im Mai d.J. auf ben Rasfeforscher Professor Dr Günther in Jena einen Anschlag verübt, wobei der Forscher leicht verletzt wurde. In der Ur- teilsbegründuna stellte der Vorsitzende fest, daß Dannbauer ferne Tat aus menschheitspolitischen Gründen begangen habe. In seiner Lehrzeit fei er zu der Ueberzeuaung gekommen dah es notwendig sei, das nationalsozialistische Fuhrertum zu beseiti­gen. Für die über seine Jahre hinausgehende Ur- teilsschärse spreche es, wenn Dannbauer gerade wissenschaftliche Führer aufs Korn genommen habe, weil deren Lehren nach seiner Auffassung nachhol- tiger und wirkungsvoller zu werben imstande seien. Das Gericht verneinte ein Vorliegen des §51, nagm jedoch nicht versuchten Mord, sondern nur Totschlag an. Der Staatsanwalt hatte drei Jahre einen Mo­nat Gefängnis beantragt.

Den Kanal auf wafferfklern überquert.

Der Oesterreicher Karl R a m e st n i k hat den Kanal auf Wasserskiern überquert. Er verlieh Boulogne am Donnerstag um 7.30 und erreichte Dover um 16.40 Uhr. Die letzte Meile war die schwerste und Ramestnik schien nur wenige hun­dert Meter vom Ufer entfernt, völlig er­schöpft zu sein, da er gegen^ einen heftigen Gegenwind und unruhige See anzukmnmen hatte. Die englischen Behörden haben Ramestnik nach seiner Ankunft eine kurze Aufenthaltsgeneh­migung erteilt und ihn mit Kleidung und Rah- rung versorgt.

Grohkaufmann Theodor KUfjoff f.

In Münster starb der Grohkaufmann Theodor Althoff im Alter von 73 Jahren. Althoff flammt aus Dülmen in Westfalen und hat es durch rasllose Tätigkeit verstanden, sein ursprünglich kleines Ge- schäft auf eine ungeahnte Höhe zu bringen. Es wur­den von ihm unter der Firma Theodor Althoff d i e Warenhäuser in Münster, Dortmund, Reck­linghausen, Buer, Essen und Leipzig gegründet, die im Jahre 1920 in ber Karstadt-Gesell» schäft aufgingen, deren Teilhaber er war.

Schwere» Vootsunglück.

Aus dem Stabitzer See (Gvenzmark) er­eignete sich ein schweres DootSunglück, dem zwei Menschenleben zum Opfer fielen. Als vier Ar- beitslche aus dem Dorf Stabih, die von Prlzo- sammeln kamen, über den hohe Wellen führenden See mit einem geborgten Fischerboot heimwärts fuhren kippte gerade an einer Untiefe der leichte Kahn und alle Insassen stürzten in« Wasser. Während sich zwei derselben durch Schwimmen retten konnten, ertranken zwer in den Fluten.

Schwere Karbid-Lxplosion.

In Andernach warf jemand eine mit Kar­bid gefüllte Büchse in einen Kanal, um die Frösche zu vernichten. Als sein Sohn e i n b r e n- nendes Streichholz nachwarf, erfolgte eine gewaltige Explosion, die von einer Stichflamme begleitet war. Durch die Wucht der Explosion wurden umstehende Kinder 10 Meter weit in ben benachbarten Garten geschleubert. Außer dem Mann und seinem Sohn wurden fünf Kinder verletzt, von denen eines mit schweren Brand­wunden in lebensgesährlichern Zustand inS Kran­kenhaus gebracht werden mußte.

Vie Wetterlage.

müsse.

Eltern und Schule.

In einer großen Elternkundgebung im Herkules-Velodrom, die vom Reichskanzler a. D. Dr. Marx geleitet wurde, sprach Stadtpfarrer Stad- 1 er- München über Kindernot Elterngebot und zeigte die Wege auf, die uns aus den Nöten der Zeit herausführen. Mit beredten Worten appellierte er an die Eltern, gemeinsam mit der Schule an der christlichen Erziehung der Kinder mitzuarbeiten. Mit starken Worten wandte er sich gegen die Kamerad­schaftsehe, das Treiben der Kommunisten, Gottlosen- zellen in den Schulen zu schaffen, das wilde Bade- wesen und eine illustrierte Literatur, die in Wort und Bild vergiftend auf die Kinderfeele einwirke. Für die Heranwachsende Jugend forderte er die Schaf­fung von Heimen, in denen die Kinder in ihrer schulfreien Zeit, soweit sie nicht unter ber Obhut ihrer Eltern stehen, und bie schulentlassene Jugenb Aufnahme finben können.

Das Programm bes Katholikentages am Don­nerstag fand feinen Abschluß in einer glanzvollen Aufführung bes OratoriumsDie ßegenbe ber Heiligen Elisabeth" von Franz Liszt, bie unter ber Stabführung bes Domkapellmeisters Valentin Hol- (er- Bamberg eine zahlreiche Zuhörerschaft in ihren Bann zog. Am Spätabenb erstrahlten bie alten Straßen unb bie ehrwürbigen Bauwerke Nürnbergs im Glanze ber Scheinwerfer unb boten in bem Schimmer ihrer großen Vergangenheit ein Bilb von der ungebeugten Kraft deutscher Kultur unb Größe.

schäften 1048 (1144 bzw. 1404 im Jahre 1930). Dagegen erhielten bie Nationalsozialisten 685 Stimmen (gegen 156 im März 1931).

Aus aller Wett.

Do X in Reuyork gelandet.

Das Flußschiff Do X, das Donnerstag kurz nach 14 Ähr MEZ. in Norfolk mit 30 Passagieren an Bord gestartet war, ist kurz nach 17.30 Llhr MEZ. in Reuyork auf das Wasser niederge­gangen. Das Flugschiff schoß mit donnernden Motoren durch den Hafeneingang Sandyhoock und nahm dann Kurs auf die Freiheitsstatue, deren Haupt von Sonnenstrahlen beleuchtet, aus dem grauen Wolkcnhimmel hervorragte. Alle im Hafen liegenden Schiffe begrüßten es mit ohrenbetäu­bendem Sirenengeheul. Lim tost von brausenden Hochrufen einer im Dattery-Park angcfammclten Riesenmenge beschrieb das Flugschiff

Schleifen und flog dann den Hudson abwärts nach Dattery, wo es auf bewegtem Wcyser nahe der Freiheitsstatue niederging. Die Insassen tour» den am Dattery-Park ausgebootet too die offt- zielle Begrüßung durch das städtische Empfangs- komitö stattfand.

Das Attentat auf Professor Dr. Günther.

Das Jugendgericht Weimar verurteilte den Buch- druckerlehrling Dannbauer aus Vöcklabruck In Oesterreich in nichtöffentlicher Cetfjanblung wegen versuchten Totschlags zu zwei Jahren sechs

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Wettervoraussage.

Mit dem hohen Druck hat sich die Schonwetterlaoo hergestellt. Die Kaltluftreste, durch deren Zufuhr immer noch etwas Bewölkung bis in unsren Be­zirk gelangte, find für unser Gebiet zum Schweden gekommen unb machen nur noch im ofUkfreiv Deutschland ihren Einfluß geltend. Der Schwer- punkt des Hochs ist mittlerweile von ferner feitheri- aen Laae über der Nordsee abgewichen unb nach Skandinavien fortgerückt. Infolgedessen bleiben mir zunächst im Bereich ber Südseite des Hochdruck­gebietes, welche die Schönwetterlage noch erhalt. Eine neue kräftige Atlantikftörung nähert sich mit ihren Ausläufern dem Feftlande, bie unter Urnftan- ben später bas Wetter gefährden dürften.

Vorhersage für ©am 8 tag: Heiter, tagsüber warm und trocken.

Vorhersage für Sonntag: Leichte Be­wölkung aufkommend, im ganzen aber noch trocke­nes Wetter und warm.

Lufttemperaturen. Am 27. August, mit­tags: 17,0 Grad Cels., abends: 10,2 Grad Eels.: am 28. August, morgens: 10,7 Grad ®elf.; mum: 17,2 Grad Eels., Minimum: 4,8 Grad Eels. Sonnenscheindauer: 10'/, Stunden.

Erdtemperaturen in 10 Zentimeter Tiefe. Am 27. August, abends: 18,6 Grad Eels.; am 28. Qluguft, morgens: 13,2 Grad Eels.

Reisewclterdlensk

Garmisch-Partenkirchen: 6 Grab, ge­stern vorherrschend kühl, heute morgen Südwind, heiter, gestern teils heiter, teil- wolkig.

Westerland: 14 Grad, gestern vorherrschend kühl, heute morgen Rordostwind, gestern teils hei­ter, teils wolkig.

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ichkeiten einer solchen Anleihe in dem gegen­wärtigen Augenblick. £

In Kreisen der Londoner City ist man geteilter Meinung darüber, ob die Aufnahme einer großen Anleihe in Reuyork notwendig oder ratsam ist. Als Beweis für diese Auffassung macht man geltend, daß die Wiederherstellung des Der- trauens in das Pfund Sterling durch geeig­nete Sparmaßnahmen an sich schon ge­nügend Geld auf den Londoner Markt ziehen würde um den Druck auf die Währung zu fettigen und weitere Llnterstühungen zu

Oer Lnngakademiker.

In ber vom K a r i t a s o e r b a n d für Aka- bemif er einberufenen Versammlung sprachen Pater Dr. Nieten (Frankfurt a.M.) unb Frau Ministerialrat Dr. Helene Weber über bie Struktur bes heutigen Akademikers unb ber [tu- bierenben Frauen. Die gewaltige Weltkrise treffe ben einzelnen wie bie Gesellschaft unb habe zu einer furchtbaren Proletarisierung ber akabemifchen Ju- genb geführt. Mit ber Erschwerung bes Stubiums durch bie soziale unb wirtschaftliche Not gehe Hand in Hand bas Ueberhanbnehmen eines Bilbungs- wahns, ber nicht mehr ber Wissenschaft unb bem Berufe, fonbern lediglich bem reinen materiellen Interesse unb ber Negierung ber Menschlichkeit gelte. Die Jugenb roieber zu einem wahren christ- lichen Menschentum zu erziehen, ihrem Leben Rein­heit unb Inhalt zu geben, bas sei bas hohe Ziel der akademischen Karitas, in der bie Juaenb Seite an Seite mit ber geistlichen Führerschaft arbeiten

Berlin, 27. Aug. (DDZ.) Die Vorarbeiten ber preußischen Ressorts für ein Finanzprogramm zur Deckung bes Defizits im Preußischen Staatshaus- halt, bas auf et m a 350 Millionen Mark beziffert wirb, finb jetzt soweit aebietjen, baß in ben nächsten Tagen mit ihrem Abschluß zu rechnen ist. Man ist weiter bamit beschäftigt, bie auf Grund der neuen Notverordnung bes Reichspräsidenten not- wenbigen Verordnungen fertigzustellen, bie a u ch den Gemeinden bie Möglichkeit geben sollen, ihre Etats soweit wie möglich in Drbnung zu brin­gen. Das Staatsministerium wirb am Dienstag nächster Woche zu ben einzelnen Vorschlägen Stel­lung nehmen. Entsprechend der Notoerorbnung bes Reichspräsidenten werden sämtliche Beschlüsse bes preußischen Kabinetts gleichfalls auf b e m Wege ber Notoerorbnung in Kraft gefetzt werben. Der San b tag wirb also zunächst mit diesen Dm- gen nicht besagt, lieber den Inhalt des Programms ist noch nichts zu erfahren. Es haben Besprechungen mit ben Finanzministern ber großen Lanber statt- gefunben, um ein möglichst e i n I) e i tl td) e s 23 o r- gehen ber ßänber zu gewährleisten. Der Deut- sche Stäbtetag, bes en Programm auch eine ©runblage ber neuen Sparoorschiage bildet, ist an. den Vorarbeiten weitgehend beteiligt worden.

übrigen.

Auch in Paris - Kreditverhandlungen.

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