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Das P olizeiamt Dieben teilt mit: Beim Doli-eiamt mehren sich die Älagm über De r- iehrSstSrungen durch Aufsteilen von Fahrrädern auf den Bürgersteigen vor den Umgängen Lum Stadtpoftamt in berQTeuen ®äue und im Reuenwca. Sin Platz *ui Ausstellcn der Fahrräder steht nicht zur Der. luaung. Dach § 31 der Allgemeinen Strahenver- irhrsorbnung vom 21. Oktober 1927 dürfen Gegen­wände, durch welche der freie Derkehr behindert, 5Öer die Sicherheit und Leichtigkeit d?S Verkehr« beeinträchtigt wird, auf öffentlichen Degen nicht «ufgeftellt, hingelegt, hin geworfen oder liegen- ttlassen werden. Durch das Aus stellen der Fahr­räder auf den Bürgersteigen vor der Stadtpost, ^»besondere vor der Neuen Baue, wird der reie Derkehr 9anä erheblich behin­dert. zumal der Bürgersteig sehr schmal ist und ncht neben ihm die Straßenbahn fährt. DaS Publikum wird ersucht, Fahrräder in Zukunft W auf den Bürgersteigen vor der Stadtpost ruszuftellen. Dir haben die Polizei beamten an- ttviesen, darauf zu achten, daß die Sicher- ^eit deS Derkehr- auf den Bürgersteigen ^rch Aufstellen, Hinlegen, Hinwersen oder Vie- tenlassen von Gegenständen nicht behindert vird.

Vornotizen.

~ TageSkalender für Freitag: fcauengruppe des D. D. L. 20 älhr, Lichtbilder- tortra^ Hin^nburg. Lichtspielhaus, Bahnhof« "«he:Die blonde Nachtigall".

Die Frauengruppe des DD«. Gie - >kn veranstaltet heute, Freitag, 20 Uhr, im Hotel Hindenburg" eine Zusammenkunft, In deren Rah. Jm ein Lichtbildervortrag gehalten werden wird. "T- ® ö ö (Darmstadt) wird überDobrudscha und Bukowina" sprechen. Außerdem wird Pfarrer 'lmmerling, der in der Dobrudscha tätig war, Jen Dortrag halten. Näherer in der heutigen An. *10».

|7* D i e Guttempler . Logefjajfia ''eßen veranstaltet am Sonntag, 30. August,

Aus der provinzialhauptfiadt.

Dießen, den 28. August 193L

Das Spiel.

Sin harmloses, aber geistvolles Spiel. Dicht um Deld. sondern einfach darum: Der wird Sieger sein? Trotzdem reizt eS, weil eS gilt, mit Heoerlcgung den Gegner in DerteidigungSsteUung zu zwingen und ihn karnpsunsähig zu machen. SS ist nicht» zu gewinnen dabei alS daS Bewußt­sein: Ich habe es geschasst!

Die beiden Spieler, sonst recht verträalich, werden hier zu erbitterten Degnem. Sie sehen nicht- von dem, waS um sie her vorgebt, sie hören nicht». SS ist, al» wenn sie auf ein Siland versetzt wären. Alle» ring» um fle her ist ge- wissermaßen abgeschaltet. Verbissen haben sie sich in» Spiel, ihre Gedanken sind ungeteilt auf da» Spiel gerichtet Wit jedem günstigen Zug geht e» wie ein freundlicher Schein über da» Gesicht der Beteiligten, jeder sich al» ungünstig herausftellender Zug läßt den Schatten der Ent­täuschung über da» Gesicht laufen.

Je weiter da» Spiel fortschreitet, desto mehr erhitzen sich die Spieler. Die Dangen glühen, die Augen sind starr auf da» Spielfeld gerichtet. AlS rücksichtslose Gegner stehen die Spieler ein­ander gegenüber; sie lassen nicht Gnade vor Recht ergehen. Sin salscher Zug ist eine Gewinn­chance für den Gegner; also gilt er.

Wan stellt Fallen, führt Scheinmandver durch. Auf die eine Falle füllt der Gegner herein; da- Scheinmanöver durchschaut er und beantwortet e» mit einem scharfen Angriff von der Seite her, die eine Schwäche aufweist. Dur keine Atempause gönnen! Immer Schlag auf Schlag!

Jetzt ist da» Spiel entschieden. Derloren! Ge­wonnen! Enttäuschung, ein wenig Verdrossenheit oder Aerger in den Gesichtszügen deS CDerllerer». Sin SiegeSlücheln, da» Zeichen der Befriedigung in den Zügen deS Gewinner». Forschend geht der Blick de» Einen zum Andern. Da« Siege-lächeln ärgert und verdrießt. Schadenfreude! Denkt der Verlierer, und er muh sich zusammennehmen, um nicht seinem Derdruh darüber Luft zu machen.

in gefährlicher Augenblick. Spannungen sind In Ihm, die in jeder Sekunde zu einer Explosion führen können Dur jetzt von etwa» Gleich­gültigem sprechen! Dur ja nicht von dem Spiel reden, nicht eingehen auf Worte, die den Ge­winn oder Derlust erläutern sollen! Fällt nur ein einzige- Wort, so können au» Freunden Feinde werden, die Gegnerschaft des Spiel» wird xu wirklicher Gegnerschaft! Schweigen! ilnb denken, daß e» nicht Schabenfreude sein kann, die den andern bewegt, sondern der Ausdruck natur» haft kindlicher Freude am Spiel. Wie ein Kind sich da» Spiel ganz zu eigen macht, sich ganz in da» Spiel versenkt und Schein und Wirklich­keit verwechselt, so auch die Spieler, und wenn he graue Haare tragen.

Wenn aber schon da- harmlose Spiel so harte Gegnerschaft erzielt, wieviel mehr muh diese Gegnerschaft hervortreten dort, wo sich echte Gegensätze ergeben? Die Schärfe so manchen Kampfe» unserer Zett wird verständlich. Wan macht sich da», wa» man vertreten zu müssen glaubt, so stark zu eigen, daß man tm Hand­umdrehen in eine Gegnerschaft verfangen ist, die keine Rücksicht gelten läßt.

Allerding»: DaS kann nicht Entschuldigung da­für fein, wenn sich heute so viel Entgleisungen fltltenb machen. Rein, gewiß kann e» da» nicht sein. Anderseits. Wer kann sich gegen elementare ÄuSbrüche immer mit Erfolg wehren? Sie sind nicht gutzuheihen, aber mit Ihnen rechnen muh man. ilnb je mehr man eS tut, befto mehr Ge­fahren wirb man vermelben. Gefahren, bie da» deutsche Dolk leiber heutzutage vielseitig be­drohen ... Sr.

Steifere Veränderungen im Solopersonal des Gfadttheafers.

Die Intendanz de» Siebener StadttheaterS bat für die kommende Spielzeit an neuen Mit­gliedern verpflichtet: Maria Sachse (von der Schauspielschule de» Reußischen Theater- in Dera) all »weite muntere Liebhaberin und zweite ju- zendllche Saloudame; Karl H e h s e r (vom Stadt- chcater Aussig (Olbc), zur Zeit Stadttheater Ma- rienbad) als Spielleiter und erster Eharakter- darsteller; Wolsaang Kühne (vom Ltadttheater rfurt) al- Hilfsdramaturg. HilfSfpiellelter und erster Lhargenspieler; Han- Paetsch. Berlin, «l- Lhargenspieler und Dramaturg-Assistent. Don »en Genannten ist Herr Wolfgang Kühne der Sohn de» auch in Dießen au» den Veranstaltun­gen deS Goethebunde» besten» bekannten Vor- iraglmciftcr» Emil Kühne.

Verkehrshindernde Kahrräder.

DerZmanz-MdMMafisplanderdeuWenSMe

Von Dr. Otto Venecke, Äeigeordnelem des Deutschen Giadteiages.

Monat werden 30 bi» 50 000 Arbeitslose au»

Reich»kanzler Dr. Brüning rechnet in seinem bekannten Interview mit sieben Millionen Ar­beitslosen Im kommenden Winter. Sieben Mil­lionen Arbeitslose kosten jährlich insgesamt vier bi» fünf Milliarden Mark. Vor dieser gewal­tigen Last schwinden alle egoistischen Bestrebungen von Reich, Ländern und Gemeinden. Die bis­herige Politik, die Verantwortung von einer Gruppe der öffentlichen Körperschaften auf die andere zu verschieben, muh aufgegeben werden. Reich, Länder und Gemeinden haften für die Er­nährung der ArbeitSlofen folidarisch. ES gilt, die State aller Körperschaften auf den Winter mit seinen Lasten vorzubereiten.

Da» Reich ist in erster Linie mit den Kosten der Arbeitslosenversicherung und der Krisensür- forge belastet. ES ist ihm gelungen, die Desamt­kosten dieser Fürsorgegcbiete in ihren wesentlichen Teilen vom Reich-Haushalt abzuhängen. Die Versicherung wird hauptsächlich durch Beiträge der Arbeitnehmer und Arbeitgeber getragen Don den Kosten der Krisenfürsorge zahlen da» Reich vier Fünftel und die Gemeinden ein Fünftel. Die Arbeitslosenversicherung stammt auS einer Zeit, in der man glaubte, die Hauptmasse der Arbeits­losen In der Versicherung unterstützen zu tonnen. Der Fortgang der Krise zeigt, daß die Rechnung falsch war. Der DersicherungSgedanke ist überholt, wenn wie jetzt nur ein Drittel der Arbeitslosen von der Versicherung unterstützt werden kann, die restlichen zwei Drittel jedoch in die Krisenfürsorge und die WohlfahrtScrwerbSlosenfürsorge auf ge­nommen sind. Wir werden un- mit dem Gedan­ken absinden müssen, dah für die Zeit der schwer­sten Rot auch die Arbeitslosenversicherung rnrd die Krisensürsorge nach den gleichen Grundsätzen verwaltet werden wie die Organisation der Wohl- sahrtSerwerbslosensürsorge. Alle Kräste der öffentlichen Körperschaften und der noch tm Ver­dienst stehenden Männer unß Frauen werden an­gespannt werden müssen, um die gewaltige Masse der Arbeitslosen zu ernähren. Deswegen dürfen nur solche Arbeitslose unterstützt werden, die ar­beitswillig und wirklich bedürftig sind. Derrn das Reich die Dedürftigkeitsprüfung und die Richtsätze, die in der Fürsorge der Gemeinden gelten, auch in die Arbeitslosenversicherung ein­führt, werden wesentliche Mittel gespart werden können, die den bedürftigen ArbeitSlofen zugute kommen.

Die Zahl der WohlsahriSerwerb»losen in den Gemeinden schwillt rapide an. Don Monat zu

Dersicherung und Fürsorge in da» Wohlfahrts­amt der Gemeinden cntlaffcn. Die Gesetzgebung de» Reich» und der Länder ließ es bisher nicht xu, dah auch die Lasten der Wohlsahrt-erwerbS- wsenfürsorge von den kommunalen Etats abge- hängt wurden, wie eS im Reich für die Kosten der Arbeitslosenversicherung geschah. In der Denk­schrift deS Teutschen StädtetageS an den Reichs­kanzler über da- öanierung»programm der Ge­meinden ist mit Recht darauf hingewiesen, daß die kommunalen Etat» gesund sind. 5>u eigene Kraft der Kommunen reicht au», ihre Etats in Einnah­men und Ausgaben auszugleichen und darüber hinaus noch einen Teil der DohlfahrtSerwerbS- lofenlaftcn selbst zu tragen. ES geht jedoch über die Kraft der Gemeinden, die Desamtkosten der WohlfahrtSerwerbSlolenfürsorge aufzubringen und sogar noch daS Risiko weiteren Anwachsen- zu übernehmen. AuS Agenet Initiative werden die Gemeinden nach dem Programm deS Deutschen StädtetageS durch rigorosen Abbau aus allen Ge­bieten deS Kommunalwesens, durch Angleichung der Deamtengehälter und der Arbeiterlöhne und durch die Kürzung der Richtsätze in der Fürsorge etwa 410 Millionen Mark für den Rest de- Haus­haltsjahres 1931/32 aufbringen. Weitere- au» eigener Initiative zu leisten, geht über ihre Kraft. Der Städtetag fordert daher folidarifcheS Handeln von Reich, Ländern und Gemeinden. Wenn die Haushaltsmittel deS Reiche» nicht au»reichen, für den Restbetrag von etwa 380 bi« 400 Millionen Mark einzutreten, fo fordert der Städtetag eine besondere Rotabgabe. Alle verdienenden Beamten und Angestellten, die nicht Beiträge für die 2r- beitSlofenverficherung leisten, müffen dazu helfen, die langfristig Arbeitslosen zu ernähren. Jeder Derdienende wird da- Opfer bringen, wenn er weih, daß die Lasten gerecht verteilt werden, und dah durch dies Opfer m schwerster Zeit die Ge­währ dafür übernommen wird, daß wir die Ge­samtheit der Arbeitslosen ernähren können.

DaS Sanierungsprogramm deS Städtetage- läht sich nur für die schwersten Monate der Krise durchführen. Maßnahmen gegen die Wirtschaft (Abbau weitester Aufgabengebiete und Einschrän­kung aller nicht lebensnotwendigen Ausgaben) und die Angriffe auf da» Bildungsniveau In der Erziehung der Jugend sind nur zu ertragen, wenn e» sich um die äleberwindung der Krise handelt. Für die weitere Zukunst wären solche Maßnah­men der Anfang vom Ende.

20 Uhr, im großen Hörsaal der Universität einen Vortragsabend. Prof. Dr. Reinhold Streifer (Berlin) wird einen Lichtbildervortrag über feine Eindrücke und Erlebnisse während einer Balkanreise halten. Näheres in der heutigen Anzeige.

Sin Postbriefkasten neben dem früheren Stadtpostgebäude in der Schul st raße steht nunmehr dem Publikum wieder »ur Verfügung. Bei der Verlegung der Stadtpost nach ihrem neuen Heim war auch der Brieskasten auf dem Grundstück de» früheren Stadtpostgebäude» entfernt worden. Don manchen Mitbürgern wurden seitdem die Dostsachen ver­sehentlich In den Hausbriefkasten des .Gießener Anzeiger»" gesteckt, wodurch natürlich die Beför­derung dieser Sendungen beeinträchtigt wurde. Durch die Anbringung deS neuen Briefkasten», der sich jetzt am Geschäftshaus deS »Gießener Anzeiger»" befindet, etwa 1 Meter von dem früheren Standort entfernt, ist den Bewohnern der Stadtmitte die seither gewohnte Postbrieskaftenstelle wieder geboten worden, die im Interesse einer reibungslosen und prompten Postbeförderung zu begrüben ist.

* Fahrplanänderung auf der Kraf tpostlinie Gieße nH 0 ch e l h e i m. Das Postamt Gießen teilt mit: Don dem durch die letzte Fahrplanänderung der Kraftpostlinie GießenHochelheim bei der Abendrückfahrt in Grohen-Linden hergestellten Anschluß an die Züge von Frankfurt und Gießen, sowie von dem An-< schluß in Groß-Rechtenbach an die Kraftpost von und nach Wetzlar ist nur wenig Gebrauch ge­macht worden. Den Wünschen der Mehrzahl der Fahrgäste entsprechend sährt die Kraftpost nach Hochelheim statt bisher um 17.30 Uhr von Sonn­tag, 30. August, ab am Bahnhof in Gießen um 18.30 Uhr ab und berührt die folgenden Halte­stellen: Gießen-Liebigstraße 18.32 Uhr, Klein- Linden 18.39 Uhr, Abzweig Aliendorf 18.49 Uhr, Lützellinden 18.52 Uhr, Abzweig Rechtenbach 19.02 Uhr, Hörnsheim 19.10 Uhr und Hochelheim 1915 Uhr. Der Bahnhof und der Ort Grohen- Linden, sowie die Orte Klein- und Groh-Rechten­bach werden bei dieser Krastpost nicht mehr be­rührt. Im Fahrplan der übrigen Kraftposten dieser Linie tritt vorerst keine Aenderung ein. Insbesondere wird darauf hingewiesen, daß die Krastpost ab Hochelheim 13.06 Uhr täglich, wie bisher, über die Orte Klein- und Groh-Rechten­bach nach Gießen verkehrt.

Medizinischer Fortbildungskur­ses in Gießen. Die Medizinische Fakultät der Universität Gießen veranstaltet vom 11. bis ein­schließlich 17. Oktober für praktische Aerzte einen allacmcinen Fortbildungsfurfus mit klinischen Besprechungen und praktischen Demonstrationen. Vortragende sind die klinischen Fachvertreter, so­wie der Fachvertreter für Physiologie. Sin Au»- flug findet nach Bad-Rauheim statt mit Demon­strationen im dortigen Dalneo'ogischen Univer'i- tätsinstitut. Anfragen nach Prospekten und An­meldungen bittet man an Professor Dr. Georg Herzog, Gießen, Pathologisches Institut, Klinikstraße 320. zu richien. Zur Deckung der Un­kosten werden von jedem Teilnehmer 10 Mark erhoben; weitere Kosten entstehen für den Kur« nicht.

Schiedsfpruch für bie 0berhes­sische Metallindustrie. Die uns mitgeteilt wird, hatte der Arbeitgeberverband den Lohn- tarifoertrag für die Metallindustrie im Lahngau und in Oberhessen zum 1. September gekündigt. Der Ar- beitgeberverband forderte eine Herabsetzung des Spitzenlohns von 74 auf 65 Pf. Da über diese For- berung eine Einigung nicht zu erzielen war, fällte der Ählichtungsausschuß für die Provinz Oberhes­sen am Mittwoch einen Schiedsspruch, nach welchem der Soitzenlohn von 74 aus 71 Pf. herabgesetzt wird. Der Arbeitgeberverband hat diesen Schiedsspruch sofort abgelehnt. Ueber die Stellungnahme der Ge­werkschaften ist bisher noch nichts bekannt.

Kündigung von Lohntarifen. Der Arbeitgeberverband hat die Lohntarife für die Ziegeleien und für die Brauereien im Lahn-Dill- Bezirk zu Ende September gekündigt. Der Zeitpunkt

der Verhandlungen über die Neugestaltung des Tarifs steht noch nicht fest.

Evangelische Pfarrpersonalie. Durch die Kirchenregierung wurde dem Pfarrer Adolf A11 w 0 h n zu Nauheim (Kreis Groß-Gerau) die evangelische Pfarrstelle In Wahlen, Dekanat Alsfeld, übertragen.

Regattaprelfe. Die Preise zur 11.Herbst­regatta sind bis Sonntag, 30. August, in dem Schaufenster der Firma Heinrich Driesch, Selters- weg, ausgestellt.

* DcrbandStag des Verbände« ehemaliger 116er. Man schreibt un»: Trotz der schweren Rotzeit lausen auS allen Gauen Deutschlands bie Anmeldungen zu dem in Mainz stattfindenden VerbandStage und zur Wicdersehensfeier am 5., 6. und 7. September der Angehörigen de» Inf.-RegtS. Kckiser Wil­helm H. (2. Grohherzogl. Hess.) Rr. 116, nebst der Feldformationen Res.-Inf.-RegtS. 116, Landw.- Inf.-Regts. 116, Res.-Inf.-RegtS. 186, Res.-Inf.» Regts 222, Rcs-Inf.-RegtS. 254 und Rcs.-Inf.» Regt«. 418 zahlreich ein. AIS Festfolge ist fest- Ö: Samstag, 5. September. 14 Uhr, Ver­

tag, 20 Ülhr, Wiedersehen»seier mit Fahnen­weihe des Vereins ehemaliger 116er Mainz; Sonntag, vormittags, Gefallenenehrung auf dem Shrensriedhof; nachmittag-, Festkonzert im Stadt­park; 20 Uhr, Rheinischer Abend mit Tanz; Montag, Rheinsahrt zum Rationaldenkmal. Alle Anfragen und Meldungen erbeten an A. Wolf, Mainz, Mombacher Straße 15.

Erweitertes Schöffengericht Gießen.

* G i e ß e n, 26. Aug. Sin auswärtiger Arbeiter wurde beschuldigt, eine verheiratete Frau, mit der er unerlaubte Beziehungen unterhielt, durch die Drohung, er werde diese veröffentlichen und ihren Ehemann erschießen, zur Hergabe von meh­reren Geldbeträgen genötigt, weiter einer anderen Frau kleinere Beträge weggenommen und end­lich mehrfach einen Stockdegen getragen zu haben. Die eingehende Beweisaufnahme ergab me Schuld de- Anaeklogten hinsichtlich der Erpressung tmb de« verbotenen Waffen tragen-^ für den Dieb­stahl wurde dagegen kein voller Beweis erbracht. Urteil: sieben Monate Gefängnis wogen Erpressung mit Rücksicht auf die bewiesene nied­rige Gesinnung, 60 Mark Geldstrafe wegen Tragen« de« Stvckdegen«, außerdem Einziehung des letzteren. Drei Wochen wurden al« durch die linterfuchungshaft für verbüßt erklärt; von der Anklage de« Diebstahl« wurde der Angeklagte in -Uebereinftimmung mit dem Antrag de« Staats­anwalt» freigesprochen.

Drei junge Leute waren wegen Hausfriedens­brüche«, Sach» und Feldbeschädigung von einem auswärtigen Amtsgericht zu Geldstrafen ver­urteilt worden. Wegen Brandstiftung und eine« damit im Zusammenhang stehenden Hausfriedens­bruch» wurde die Sache an daS Dezirksschöffen- gericht verwiesen. In der heutigen Verhandlung stellte sich da« Gericht aus den Standpunkt, e« läge nur fahrlässig« Brandstiftung vor; da aber nicht zu erweisen sei, wer von den drei Ange­klagten der Täter sei, müsse Freisprechung er­folgen. Wegen Hausfriedensbruchs wurde auf Geldstrafen von 60, 60 und 40 Mk. erkannt.

Sin Laborant soll Geheimrezepte seiner Firma au« deren Büchern abgeschrieben und durch Wei­terverkauf an andere Firmen verwertet, also sich de« unlauteren Wettbewerb« schuldig gemacht haben. Da nach Ansicht de« Gericht- ein voller Beweis gegen den allerdings belasteten Ange­klagten nicht erbracht sei, müsse Freispre­chung eintreten.

Zwei Steinarbeiter waren de« Verbrechen» gegen da» Sprengstoffgesetz bzw. schweren Died- stcchl«, ein dritter de» unbefugten Betreten« eine» SprengstoffkeHer« angeklagt. Die Beweisaufnahme gestaltete sich für die Angeklagten günstig. Der erste Angeklagte wurde wegen einfachen Dieb­stahl» -u einem Monat Gefängnis ver­

urteilt. Im übrigen wurde et, sowie die gtnel anderen Angeklagten frei gesprochen

(imtefofoftropt)e im Rheinland.

Bonn, 27. Aug. (XU.) Die Landwirtschast»- kammer für die Rheinprovinz gibt einen um­fangreichen Bericht heraus über die « ch ä d e n , die durch das anhaltende Regenwetter der letzten Zeit an der Getreideernte verursacht wurden. In den rheinischen Höhengcdicten könne von einer regelrechten Erntekatastrophe gesprochen werden. In vielen Gegenden sei die Getreide­ernte bis zu 60 0 H. vernichtet. Zahlreiche rheinische Bauernbctriede würden zum Erliegen ge­bracht, wenn nicht sofort fühlbare Erleichterungen In steuerlicher Beziehung verschosst würden. Dor allem aber sei es bas dringende Gebot der Stund«, daß endlich die lang versäumten Maßnahmen der bäuerlichen Deredelungswirtschaft beschleunigt durch­geführt würden.

SO Jahre DHE. in Darmstadt.

Darmstadt, 28. Aug. Der Zweigoerefn Darmstadt des DHC. feiert am 5. und 6. Sep­tember das Jubiläum seines 50jährigen Bestehens. Daß sich in Darmstadt im Jahr« 1881 eine starke und lebendige Gruppe des DHT. neben dem hier zunächstzuständigen- Odenwald- klud und zwar schon fast gleichzeitig mit ihm bilden konnte und sich in der ganzen Zeit ihres bis­herigen Bestehens voller Blüte erfreute ist ein Be­weis für die besondere Anziehungskraft der ober- hessischen Berglandschast. Gleich den 70 Zweigoer- einen des DHT., die sich weit über die Grenzen Oberhessens hinaus ausdehnen (sogar in Berlin existiert ein solcher Zwcigverein), pflegt der hie­sige Zweigoerein Heimatliebe und Wanderlust und unterstützt damit den oberhessischen Teil des Lan­des. Man hosft hier, daß der DHT. Darmstadt zu feinem Zubelfest und zu dem Herb st treffen Des Gesamtklubs außer den Gästen aus dem Klubgebiet auch eine große Schar von Freunden der Wandersache in Darmstadt begrüßen kann.

Kunst und Wissenschaft.

Heinrich Grünfeld f.

Der berühmte Tcllist Prof. Heinrich Grünfeld ist nach kurzer Krankheit an den Folgen eines Herz­leidens in Berlin gestorben; am 21. April d. 5. hatte er seinen 76. Geburtstag gefeiert Geboren 1855 zu Prao, aisjüngerer Bruder des Pianisten und Komponisten Alfred Grünfeld, wurde er auf dem Konservatorium seiner Vaterstadt ausgebildet, wirkte dann als Cellist in Wien, von 1876 bis 1884 als Lehrer an Kullaks Akademie in Berlin und seit 1886 als königlicher Hoscellift und Mitglied Des Berliner Staatsorchesters. Grünfeld war nicht nur als vortrefflicher Musiker geschätzt, sondern ebenso beliebt und populär als glänzender Unterhalter und unermüdlich-witziaer Anekdotenerzähler. Seine Er­innerungen erschienen 1924 unter dem Titel ,Ln Dur und Moll".

Kirchliche Tlachrichten.

Israelitisch« Gemeinden.

Israelitische R e l i g i 0 n s a e m e i n d e. Gottesdienst in Der Synagoge (Südanlage). Sams­tag, 29. August. Vorabend. 7 Uhr; morgens 8.30 Uhr; abends 7.25 und 8.05 Uhr.

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bis 12.30 llyr, 16 bis 17 Uhr. Samslag nachmittag geschlossen.

SetDinnausjufl

ö. Klasse 37. Preußisch-Süddeutsche (263. Preaß.) Gtaats-Lottette

Ohne Gewähr Nachdruck verdoken

15. Zichungskag 26. August 1931

3n der heutigen Dormittaasziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen

2 n 5000 W. 93216

e e-tDtuM m 3000 an. 29934 65822 31 ei89

50Win«, m 2000 HL 27728 36851 63191 70874 89917 98857 101479 104668 111075 137031 196866 202159 211583 217566 222830 238974 268189 276334 299464 304690 316356 317916 337103 347496 365671

100etot.n. ,u 1000 HL 16836 17029 23722 32677 40816 72820 77962 84288 106372 115848 124769 132396 135381 143070 147096 147666 183743

190756 208287 211316 212117 222564 227634

233180 239021 241662 243869 266346 269868

269314 271650 273681 283325 284864 289981

290294 292547 310736 313728 316962 330162

337031 338785 340521 346017 353797 372115

373958 380232 395023

202 aeennnt i. 500 <w. 334 873 4464 4716 8353 10088 11233 12729 18168 19087 22241 46669

53132 56334 56704 57495 57621 60076 71923

74971 76147 78853 81072 82042 90714 92165

92220 93862 94393 99712 102831 105650 107344 111494 116188 117517 124542 124880 12663»

133099 134005 139117 140493 144140 145100

165741 158138 157499 161260 163505 168266

173614 174087 174259 177030 177571 192590

196836 203892 207255 207531 211061 211829

214421 214500 218867 233027 233481 235862

236387 255110 269919 286992 291120 293907

295190 297268 297452 297805 303772 311260

314632 317790 330606 330842 335497 335874

344329 344689 345525 343829 362212 367876

373681 380702 382472 384795 386285 389623

390253 394414

3n der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen

2 ®«nnnne *n 25000 W. 39863

4 ®«toinn. |U 5000 M. 215937 262976

22twinnt iu 3000 ®L 33306 47669 94234 1 08860

112888 137318 176954 248873 292677 307217

54 »ttolnnt tu 2000 W. 3348 22662 38451 41587 45578 52838 73899 82489 110305 129256 131976 155447 159404 211303 230223 240846 252116 258954 272973 273999 301882 308379 326943

336193 337552 361540 373936

94 e*inn. I» 1000 W. 51 108 10681 14520 34883 36898 44305 60495 74490 78113 89191 93669

137569 138517 138922 139986 145181 148841

149348 153839 154393 160398 170488 175499

198472 202801 222902 231253 242987 253220

254901 260248 291701 304763 317025 321203

331628 343563 345872 347891 357845 359487

362732 373599 379384 381207 399215

162 etfctnn. ! 600 «ZD. 860 1904 20708 23483

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387033 396789

Selbe Raucherzähne a te bas Richktgr fflt meine Zahne. Nach dreimalig. ®ebtau4 blendend weihe ZLHn^ trotzdem dieselben durch vieles Kauchen oraun u. unschön »triftig 2ch werde nichtt anderes mehr gebrauchen, als dblorobont" R, ßorst Strfl. Man verlange nur die echte Chlorodont-Zah» pajte, Xubc 54 Pf. u. 90 Pf-, und weist jeden Er jag dafür zurüL