Tgm. Laubach. 47,1 Sek.: 6. Hans Wahl, Tgm. Laubach. 48.3 Sek. 50-Meter-Brust — Turnerinnen: 1. Qlnni Habermann. T.- u. Spv. Butzbach. 51.5 Sek. 50-Meter-Brust — Turnerinnenjugend: 1. Dora Crah, Tgm. Laubach. 46,3 Sek. Hauptspringen — 3u- gendturnerinnen: 1. Marie Weller, Tv. Lauterbach, 39,7 P.
Staffeln.
4xlOO-Meter — Bruststaffel für Turner: 1. Tv. Wetzlar, 6,25 Min. 4x50-Meter — Bruststaffel für Turner (Vereine ohne Winter- bab): 1. Tv. Lauterbach, 2.54,3 Min. 4x50- Meter — Bruststaffel für Turnerinnen (offen für Vereine ohne Winterbad): 1. Tv. Alsfeld (Alleingang), 3.46,4 Min.
3X100-Meter-Lagenstaffel — Turner (offen): 1. Tv. Wetzlar, 4.27,5 Min.: 2. Tv. 1846 Gießen, 4.30,5 Min
3x50Meter — Bruststaffel — Altersturner: 1. Tv. 1846- Gießen, 2.33,7 Min. 3X50- Meter — Lagenstaffel — Turnerinnen (offen): 1. Tv. 1846 Gießen, 2,20 Min. 4x5OMe ter — Bruststaffel — Iugendturner: 1. Tv. 1846 Gießen, 2,58 Min. W i l l - S t a f f e l (10 X 50 - QU e - ter, beliebig): 1. Tv. 1846 Gießen, 5,59 Min.
Wasserball.
^«Klasse: Tv. 1846 Gießen — Tgm. Friedberg 4:1. 6 - Klasse : Tv. Lauterbach — T.- u. Spv. Butzbach 4:1.
Bei den Segelfliegern aus derWafferkuppe
Lieber Anzeiger! Gestatte, daß ich Deinen Lesern von dem berichte, was ich am letzten Samstag auf der Wasserkuppe erlebt habe. Wir waren um 729 Uhr von Gießen abgefahren nach Fulda und kamen mit der in Fulda leider noch immer bestehenden längeren Fahrtunterbrechung um V23 Uhr in Gersfeld an. Ein bereit st ehender Autobus, voll beseht mit Leuten, die das Flieger- lager besuchen wollten, führte uns nach der Wasserkuppe hinauf. Als wir uns der Fuldaquelle näherten, sahen wir bereits die ersten Flieger in den Lüften schweben, und als wir im Fliegerlager ausstiegen, hatten wir den wundervollen Anblick von vier Segelflugzeugen, die vor dem blauen Himmel im Sonnenglanz geräuschlos ihre Kreise über unseren Köpfen beschrieben.
Daß einer von diesen vieren unser Gießener Segelflieger stud. meä.Frih Schmidt war, erfuhren wir erst später.
Leider konnten diese Flüge nicht lange -Zeit durchgehalten werden. Der Wind flauie ab, und die Flieger mutzten landen. Wir gingen auf die Kuppe hinauf und bewunderten die große Zahl schöner, sorgfältigst gebauter Segelflugzeuge, die dort dichtgedrängt hintereinander standen. Die Flieger und ihre Mannschaften lagen im Grase, sonnten sich und warteten auf die nächste Startgelegenheit. Sie sollte sich ihnen bald bieten. 3m Westen zog ein Gewitter heraus. Es war ein wundervolles Raturschauspiel, wie über der westlichen Rhön, vom roten Moor hinüber über das Gersfelder Tal bis zur Ebersburg und weit ins Fuldaer Land hinein, die Luft langsam immer dichter und dichter wurde, wie die Sonne hinter der hohen Dunstschicht verschwand, und wie dieser Dunst sich allmählich in eine gewaltige, dunkle, unheilschwangere Wolkenfront verwandelte, die langsam wie ein Ungeheuer auf uns zugekrochen kam. Aber nun geriet mit dem Aus: „Die Gewitterfront ist da!" das ganze Fliegerlager in Ausruhr.
Es ist nämlich bekannt, daß an der Vorderseite einer solchen Gewitterfront ein aufsteigender Luftstrom von ganz außerordentlicher Gewalt besteht. Don ihm sich in die Höhe tragen zu lassen, ist der höchste Wunsch aller Segelflieger. Von allen Seiten kamen sie nun angelaufen: die Flugzeuge wurden an den Rand der Kuppe gezogen und startbereit gemacht, und mit einer für uns erdgebannte Zuschauer geradezu unfaßbaren Kühnheit ließ sich, als die Wolkenwand nahe genug herangekommen ■ war, einer der jungen Flieger nach dem anderen durch die Kraft der ausgezogenen Gummistartseile hinausschleudern, unmittelbar in diesen Aufruhr der Elemente hinein.
3n sieben Minuten starteten zwölf Flugzeuge.
Wir sahen, wie sie vom Sturme gefaßt und em- pdrgerissen wurden. Die ersten, die starteten, tour- . den in geraden schwindelnde Höhen emporgeführt. I "Die späteren stiegen wohl auch noch einige hundert Mieter auf, aber sie gerieten bereits in die Zone |
der hemiederstürzenden Wassermassen und waren gezwungen, bald in der Umgebung der Kuppe wieder zu landen. Auch wir mutzten bald die Beobachtung dieses grandiosen Fliegerschauspiels aufgeben: der wolkenbruchartige Degen trieb uns unter schützende Dächer und hielt uns zwei Stunden lang unter ihnen fest. Aber am Abend kamen die Rach richten über die erzielten Fernflüge und lösten eine ungeheure Begeisterung int Fliegerlager aus. Bachem war in Fladungen, Hem - mer in Bischofsheim niedergegangen: das sind Entfernungen von etwa 16 Kilometer. Aber Wolf H i r t h war 20 Kilometer nordwestlich von Halle gelandet, hatte also eine Strecke von etwa 180 Kilometer im motorlosen Flug zurückgelegt, und Grvenhosf hatte eine Höhe von 2800 Meter über der Wasserkuppe erreicht und war bis in die Vähe von Magdeburg über etwa 240 Kilometer geflogen. Wahrlich ein Grotztag der deutschen Segelfliegerei, für uns Zuschauer ein wunderbares Erlebnis, von größtem Eindruck ebensosehr durch die Groß- ortigfeit der Form, in der sich vor unseren Augen gewaltige Raturkräfte entfesselten, wie durch die Kühnheit, mit der sich Menschen diesen Raturkräf- ten anvertrauten und sie zu meistern und auszunutzen verstanden. Walter König.
Arbeiter-Olympiade in Wien.
weitere Entscheidungen.
Im Laufe des Samstagabends fielen bei der Arbeiter-Olympiade in Wien noch weitere Entscheidungen. Auf der Donau wurde die Kanu-Regatta ausgetragen. Radfahrer, Schützen und Schwimmer waren noch in Aktion. Die Ergebnisse:
Leichtathletik: Kugelstoßen für Männer: 1. Franzen (Finnland) 14,03 Meter: 2. Raumann (Deutschland) 12,76; 3. Wotapek
(Oesterreich) 12,64; 4. Takkinen (Finnland) 12,42; 5. Eoufal (Oesterreich) 12,41 Meter.
Weitsprunofür Männer: 1. Laine (Oesterreich) 6,68 Meter; 2. Schenner (Oesterreich) 6,61; 3. Ezefay (Ungarn) 6,56 Meter.
Länderkämpfe im Ringen: Deutschland 0; Finnland 2; Oesterreich 4; Auhig 6 Schlechtpunkte.
Länderkämpfe im3iu-3itsu: Oesterreich 7. Deutschland 5 Gutpunkte.
Mannschaftsfahren über 50 Kilometer für4bis6Mann: Diese Konkurrenz brachte den Oesterreichern wieder einen Sieg; d'.e beste Zeit erzielten die Engländer, doch kamen sie nur drei Mann stark geschlossen ins Ziel. Ergebnisse: 1. Oesterreich 1:24,39 ; 2. Deutschland 1:25,39; 3. Polen 1:30,56; 4. Ungarn 1:32,27 Stunden.
Wasserball: Tschechoslowakei gegen Frankreich 13:2; Düsseldorf gegen Belgien 8:1 (4:1); Deutschland gegen Ungarn 8:0 (6:0); Oesterreich gegen Tschechoslowakei 8:3 (5:0).
Kanu - Regatta: Einer-Kajak: 600 Meter für Frauen: 1. Mrkavek (Oesterreich) 3:11,8. Zweier-Kajak für Männer (1000 Meter): 1. Doll- Detroy 4:38,8 (Deutschland); 2. Steiner-Holetschek
Eva am Strand
Vornan von Hermann Weick.
20. Fortsetzung. Nachdruck verboten.
XXi.
„Wie das Meer glänzt!" sagte Lotte Jason und schmiegte sich in Bertrams Arme. „Eine so helle Mondnacht habe ich noch nicht erlebt! Es ist traumhaft schön!"
„Du bist traumhaft schön!" erwiderte Bertram und sah in die vom Glück verklärten Züge Lottes.
Sie sahen in einem Strandiorb. Das Meer, in dem die Himmelslichter widerstrahlten, rauschte leise. Die Stille der Rächt wurde nur hin und wieder durch leises Sprechen oder verhaltenes , Lachen unterbrochen, das aus einem der Strandkörbe in ihrer Rähe kam. Sie waren nicht die Einzigen, die hier das Alleinsein gesucht hatten...
„Ich kann es manchmal nicht fassen, dah du mich liebst, Paul!" sprach Lotte innig. „Es ist wie ein Wunder!"
Er strich ihr zart über die blonden Haare.
„Ich wutzte vorher nicht, was Liebe wirklich ist; durch dich, Lotte, habe ich es erfahren!"
„Das Leben ist so unsagbar schön, seitdem ich dich habe!"
„Es wird noch viel schöner werden, wenn du erst meine Frau bist.
„Deine Frau!" sagte sie mit dunkler verschleierter Stimme und fühlte das sehnende Rauschen ihres Blutes.
Da schob sich ein Schatten vor den Strandkorb, eine große, hagere Frauengestalt tauchte tote ein Rachtgespenst auf, und eine scharfe Stimme sagte hämisch:
„Hier steckst du also!"
Lotte und Bertram waren erschreckt aufgesprungen. Im ersten Augenblick war Lotte ratlos; zu unerwartet war diese Begegnung.
„Du kommst sofort nach Hause!" befahl Frau Jason.
Bertram hatte sich am ersten wieder gefaßt.
„Es ist meine Schuld, gnädige Frau! Ich habe das gnädige Fräulein überredet ..."
Mit einer energischen Hand beweg ung schnitt Frau Jason ihm die Rede ab.
„Sparen Sie Ihre Worte!" stieß sie feindselig hervor. Darauf, indem sie Lotte drohend ansah: „Soll ich dich vielleicht fußfällig bitten, mitzugehen?"
Widerstrebend folgte Lotte ihr zum Strand- toeg hinauf.
Droben stand, in ängstlicher Haltung, Fritz Jason. Ohne sich um ihn zu kümmern, schritt Frau Jason weiter. Wahnsinnige Wut schien in ihr zu toben; sie brach plötzlich hervor.
„Du bist ja ein sauberes Geschöpf, das muß ich sagen! Zur Rachtzeit mit diesem windigen Schauspieler dich hier draußen umherzutreiben!"
„Herr Bertram ist kein windiger Schauspieler!" begehrte Lotte auf.
„Schweig! Das also waren deine allabendlichen Spaziergänge, die deiner Gesundheit angeblich so Wohltaten! Ich hätte mir denken können, daß etwas Derartiges dahinter steckt!"
Immer mehr steigerte sie sich in Zorn hinein. Wortlos ließ Lotte ihre- Vorwürfe und Schmähungen über sich ergehen. Trotzige Auflehnung gegen ihre Mutter hatte sie erfaßt. Mit welchem Recht stellte ihre Mutter sich zwischen sie und Paul Bertram? War sie, Lotte, nicht alt genug, um selbst zu wissen, was sie zu tun hatte?
„Eine dumme Geschichte!" sagte hinter ihnen in kläglichem Tone Fritz Jason zu Bertram, der sich ihm angeschlossen hatte. „Als meine Frau vorhin in plötzlich erwachtem Mißtrauen Lotte folgte, versuchte ich mit aller List und Tücke, sie von der rechten Spur abzubringen: es war vergeblich!"
„Der Vorfall ist mir sehr peinlich", antwortete Bertram, dem ebenfalls nicht recht wohl bei dec Sache war. „Es wäre vielleicht doch besser gewesen, wenn ich schon längst mit Ihrer Frau Gemahlin offen gesprochen hätte; doch Lotte hielt es noch für verfrüht. Ich werde es aber nun auf alle Fälle morgen nachholen."
Beschwörend faßte ihn Jason am Arm.
„Ums Himmels willen nicht! Warten Sie jedenfalls ab, bis der ärgste Sturm vorüber ist!"
„Hoffentlich hat Lotte nicht zu große Unannehmlichkeiten!"
„Sehr sanft wird die Aussprache mit meiner Frau, die ihr bevorsteht, gerade nicht werden!"
„Lotte sagte mir, daß Sie auf unserer Seite ständen, Herr Jason; ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie auch jetzt zu uns halten würden!"
„Das werde ich selbstverständlich tun!“ antwortete Jason; es klang aber nicht sehr zuversichtlich.
Frau Jason und Lotte waren am Hotel an- gelangt; Frau Jason blieb stehen und sah zurück.
„Fritz!" rief sie befehlend.
Jason schlug ein beschleunigtes Tempo an; Bertram blieb an seiner Seite.
Run hatten sie die beiden Damen erreicht. In heißem Mitleid sah Bertram die Blässe in Lottes Gesicht.
„Gestatten Sie mir ein Wort der Erklärung, gnäbige Frau!" sagte er bittend.
„Ich verzichte auf Ihre Erklärungen!" erwiderte Frau Jason bissig und zog Lotte mit sich fort.
Rach einigen Schritten blieb aber Lotte stehen, i In einem plötzlichen Entschluß ging sie zu
Wirtschaft
ab
Stimme, die sie dann:
„Ich habe sprachen, er zu erklären,
Sprechstunden der Redaktion.
11.30 bis 12.33 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen.
Anzei^enauftrage sind lediglich an die Geschäfts stelle zu richten.
.Tür unverlangt eingesandte Manuskripte ohne beigefügtes Rückporto wird keine Gewähr übernommen.
Anmeldung von Zahlungsverpflichtungen im Ausland. Eine neue Rotverordnung.
heute mit Herrn Dr. Kröger gebet die Absicht, sich dir morgen Lotte. Du wirst dich morgen mit
Bertram zurück, sie streckte ihm die Hand entgegen und sagte laut; herzlich.
„Gute Rächt Paul! Sorge dich nicht um mich!'
Dann schritt sie, die unheilverkündenden Blicke ihrer Mutter nicht achtend, die Hoteltreppe hinaus. Sie wollte oben sogleich ihr Zimmer aufsuchen, aber Frau Jason hielt sie zurück.
„Das könnte dir passen, so ohne weiteres zu verschwinden! Du wirst dich schon zu einer Unterredung bequemen müssen!"
Mit verschlossenem Gesicht blieb Lotte bei der Türe stehen.
„Du hättest dir vorhin die Begleitung dieses Herrn energisch verbitten sollen, Fritz!" fuhr Frau Jason plötzlich ihren Gatten an, der betreten auf seinem Stuhl faß. „Solche Subjekte muß man unzweideutig abschütteln! Hast du ihm wenigstens gründlich die Meinung gesagt?"
Hilflos irrten Jasons Augen umher; er suchte Lottes Blick, aber sie hielt den Kopf gesenkt.
„Selbstverständlich habe ich mich mit ihm ausgesprochen", antwortete er ausweichend.
„Ausgesprochen! Was gibt es da auszusprechen! Den Verkehr mit Lotte hättest du ihm ein für allemal verbieten müssen! Run, ich werde schon dafür sorgen, daß dies geschieht, darauf
ihm verloben!"
Lotte hob den Kopf. Furchtlos sah sie ihre Mutter an.
„Das werde ich auf keinen Fall tun, Mama!" sprach sie - bestimmt. „Weder morgen noch zu einem späteren Zeitpunkt!"
„Du wirst es tun, wenn ich es verlange!"
„Auch dann nicht, Mama! Du darfst nicht vergessen, daß ich nicht mehr das Kind bin, bai deinen Befehlen widerspruchslos gehorcht. Ich werde mich nur mit dem Manne verloben und ihn heiraten, den ich will!"
„Vielleicht diesen Schauspieler?" kam es höhnisch zurück.
„Ja! Ich liebe Paul Bertram, er liebt mich! Riemand wird es gelingen, uns zu trennen!"
„Das werden wir sehen!"
Lotte trat auf ihre Mutter zu. Ein vorwurfsvoller Ton war in ihrer Stimme:
„Warum machst du es uns so schwer? Warum willst du mir dieses Glück nicht gönnen?"
„Weil ich besser weiß, was für dich und deine Zukunft gut ist!" antwortete Elsbeth Jason überlegen.
Lotte lachte bitter auf.
„Vielleicht dieser alternde Mann, der nicht mehr weiß, was Jugend ist, der es vielleicht
* Der Zinssatz der Stempelvereini- g u n g. Die Mitglieder der Stempelvereinigung haben beschlossen, den Zinssatz für Sparkonten auf 8 v. $). festzusetzen.
Berliner Produktenmarkt.
Berlin. 27. Juli. Die Preisgestaltung am Produktenmarkte war zu Beginn der neuen Woche uneinheitlich. Das Angebot von Brotgetreide neuer Ernte trat weniger dringlich in Erscheinung und die Preise waren etwa behauptet. Abschlüsse kamen allerdings nur vereinzelt zustande, da Forderungen und Gebote schwer in Einklang zu bringen waren. Die Unübersichtlichkeit der Erntefinanzierung. sowie die Abwicklung der Engagements im handelsrechtlichen Lieferungsgeschäft, über die der Börsenvorstand berät, beeinträchtigten die Unternehmungslust, zumal die Zahlungsder- hättnisse weiter schwierig bleiben.
Leichtathletik.
10 X 1 0 0 - OK e t e r Staffel: 1. Oesterreich 1:50,9 (neuer österr. Rekord). 2. Deutschland 1:51,5. 3. Finnland. 4. Polen. 5. Ungarn.
10X60-Meter-Staffel der Frauen: 1. Oesterreich. 2. Deutschland (wegen Überschreiten der Wechselmarke auf den 2. Platz distanziert).
Schwimmen.
Turmspringen der Männer: 1. Gräu- sing (Deutschland) 60 P.
60-Meter-Freistil der Männer': 1. Hcwlik (Oesterreich).
200-Met. -Brustschwimmen: 1. Paa- tanen (Finnland) 2:57,6 Min.
Wasserball: Oesterreich—Deutschland 10:3 (2:1), Gesamtklassement: 1. Oesterreich. 2. Deutschland. 3. Tschechoslowakei. 4. Belgien.
Leichtathletik der Männer: 100= Meter-Hürden: 1. Schenner (Oesterreich) 15,9 (österr. Rekord). Speerwerfen: 1. Takkinen (Finnland) 62,08 Meter. 800-Meter-Lauf: 1. Gusseff (Finnland) 1:57,5. 5000-Meter: 1. Salmh (Finnland) 15:25,7.
könnt ihr euch verlassen!"
Sie strich sich die strähnigen Haare, die ihr in Unordnung geraten waren, zurecht. Mit einer keinen Widerspruch duldete, sagte
(Oesterreich). Faltboot-Zweier, 1000 Meter für Männer. 1. Kainz-Povolnh 5:04,6 (Oesterreich); 2. Rohrbein-Winter 5:05,5; 3. Schmiedschen-Kos- sart 5:07,4 (beide Deutschland). Einer-Faltboot, 1000 Meter für Männer: 1. Rohrbein 5:36,8; 2. Küchler, 5:38,8; 3. Lettl, 5:43,5; alle Deutschland. Einer Faltboot.600 Meter für Frauen: 1. Mar» schalek, 3:42,8; 2. Milwah, 3:47,7 (beide Oesterreich); 3. Scholz 3:49,5; Deutschland. Einer-Kajak, 1000 Meter: 1. Halfinger (Oesterreich); 2. Umlauf (Oesterreich).
Heber 60 000 Zuschauer hatten sich am Sonntag im Wiener Stadion eingefunden, um Zeuge der sportlichen Endkämpfe zu sein. Deutschland schnitt dabei nicht in dem erwarteten Maße ab. Im Finale des Handballturniers unterlag es gegen Oesterreich mit 10:9 (6:6), auch im Fußball mußte es sich dem technisch besseren Können der Oester- reicher mit 3:2 (0:0) beugen. Ueberhaupt lag das sportliche Schwergewicht zwischen Deutschland und Oesterreich. Oesterreich gewann nämlich noch den Endkampf im Wasserball mit 10:3 (2:1) gegen Deutschland. Dagegen gab es in den Endkämpfen im Radball je einen deutschen und einen österreichischen Sieg. Die Cinzelergebnisfe waren:
Die Reichsregierung hat mit Wirkung
27. Juli eine neue Rotverordnung über die An-
Letzte Nachrichten.
Zusammentreffen zwischen „Graf Zeppelin" und „Malygin"'.
Archangelsk, 28. Juli. (TU.) Rach einem JunF- spruch des Eisbrechers „Malygin" trafen das Luftschiff „Graf Zeppelin" und der Eisbrecher am Montag um 19.30 Uhr in der hookerbucht zusammen. Don Bord der „Malygin" wurde dem Luftschiff d i e Po st übermittelt. Durch Funksprüche zwischen dem Eisbrecher und „Graf Zeppelin" fand ein kurzer Meinungsaustausch statt. Professor Davis und Roblle übermittelten Dr. Eckener und Samo i l o w i t s ch Grüße und wünschten ihnen. gute Fahrt. Lin neues Zusammentreffen zwischen dem Eisbrecher und „Graf Zeppelin" ist bisher nicht geplant. Die Wetterverhältnisse werden als nicht besonders günstig bezeichnet. „Graf Zeppelin" nahm weiter Kurs auf das Franz- Joseph-Land.
Meldung von Zahlungsverpflichtungen gegenüber dem Ausland herausgegeben. Die Vorschriften dieser Rotverordnung gelten allen Personen gegenüber, die ihren Wohnsitz oder den Ort der Leitung im Auslande oder im Saargebiete haben. In den Durchführungsbestimmungen ist festgelegt, daß dem Zwange der Anmeldung von Zahlungsverpflichtungen gegenüber dem Auslande alle natürlichen Personen, die im Deutschen Reich ihren Wohnsitz oder ihren Aufenthalt haben, alle Aktiengesellschaften, Kommanditgesellschaften, Kolonialgesellschaften, Dergbau- treibenbe, rechtsfähige Vereinigungen, Gesellschaften m. b. H., DerficheruTtgsvereine, Hypothekenbanken, rechtsfähige und nicht rechtsfähige Vereine, offene Handelsgesellschaften, Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts ufto. unterworfen sind. Anzumelden sind, ohne Rücksicht auf den Zeitpunkt der Fälligkeit, die beim Inkrafttreten dieser Verordnung bestehenden Zahlungsverpflichtungen, die in Reichsmark oder einer ausländischen Währung zu erfüllen sind, und deren Gläubiger im Ausland ihren Wohnsitz oder ihre Leitung haben. Richt cmzumelden sind die Zahlungsverpflichtungen, deren Nennbetrag ober Gegenwert 50 000 Mark nicht erreicht. Die Anmeldung muß innerhalb zehn Tagen erfolgen. Wer bie Anmeldung nicht rechtzeitig, ober nicht vollständig bewirkt, Fann mit Geldstrafe belegt werden.
Rindermartt in Gießen.
Auf dem heutigen Rinder-Nutzoieh-Markt in Gießen standen 519 Stück Großvieh, 58 Fresser und 169 Kälber zum Verkauf. Es kosteten Milchkühe oder hochtragende Kühe 1. Qualität 425 bis 475 Mark, 2. Qualität 275 bis 375 Mark, 3. Qualität 180 bis 230 Mark, Schlachtkühe 60 bis 300 Mark, Rinder 14- bis /4jährig, 75 bis 150 Mark, bis zweijährig 125 bis 200 Mark, tragend 275 bis 400 Mark, Kälber, das Pfund Lebendgewicht 30 bis 40 Pf. Ausgesuchte Tiere erbrachten Preise über Notiz. — Marktverkauf: schleppend.
* Von der Frankfurter Börse. Der Frankfurter Börsenvorstand hat den Beschluß gefaxt, sich in der Frage der Ultimo-Liquidation für Juli der Berliner Börse anzuschließen.
niemals gewußt hat? An ihn sollte ich ein ganzes Leben lang gefesselt sein? Für diese Zukunft bin ich mir zu schabe!"
„Für nächtliche Abenteuer mit bem Schauspieler Bertram bist du dir aber nicht zu schabe!"
Lotte zuckte resigniert mit ben Schultern.
„Es hat keinen Zweck, weiter zu streiten! Du willst mich nicht verstehen, Mama; es ist nicht meine Schulb, wenn künftig eine Kluft zwischen uns besteht!"
„Willst du mir drohen?" fuhr Frau Jason empört auf. ,
Hebet Lotte kam jäh ein Gefühl sieghaften Stolzes. Stand sie nicht hier im Kampfe für ben Mann, bem ihr ganzes Sein gehörte? War dieser Kampf nicht des hohen Einsatzes wert?
Ihre Worte hatten einen Hellen, unbeugsamen Klang.
„Ich drohe nicht, Mama. Rur eines sollst du wissen: Meine Liebe zu Paul ist so groß, baß Schwierigkeiten mir nichts an haben können! Ich werde Paul heiraten, wenn es nicht anders! sein kann, auch gegen deinen Willen!"
Frau Jason sprang auf. Rote Flecken brannten auf ihren hageren Wangen.
„Hast du es gehört?" rief sie, außer sich vor Erregung, ihrem Gatten zu, der bisher schweigend der Auseinandersetzung beigewohnt hatte. „So sprechen heutzutage Kinder mit ihren Eltern!" " n
In drohender Haltung blieb fte vor Lotte stehen. a , ...
„Keinen Pfennig wirst du von uns bekommen! stieß sie gehässig hervor. 3
„Paul verdient genug für uns beide , gab Lotte gleichmütig zur Antwort.
„Du bist noch nicht oolljäßrig; ich werbe die Erlaubnis zu dieser Heirat nie und nimmer geben!“
„Dann warten wir eben die anderthalb Jahre, bis ich volljährig bin; bie Zeit bis bahin wirb rasch vorbei sein!"
Die Festigkeit, mit der Lotte sprach, mußte nicht ganz ohne Wirkung auf Frau Jason geblieben sein; ein unsicherer Ausdruck zeigte sich in ihren Zügen.
Gleich darauf aber übermannte fie wieder Die ohnmächtige Wut.
„Da gehen wir ja erquicklichen Zeiten entgegen!“ stieß sie erbost hervor.
„Es liegt ganz an dir, Mama, sie erquicklich zu gestalten!" antwortete Lotte ruhig.
Es schien, als wolle Frau Jason noch etwas erwidern, aber wortlos wandte sie sich h^hlich ab und ging in das anstoßende Z'.mmer, dessen Türe sie krachend zuschlug.
Ein kurzes Schweigen entstand; dann sagte Fritz Jason in nachdenklichem Staunen:
„Heute hast du das letzte Wort behalten Lotte! Das war noch niemals der Fall! ... Ob das ein gutes Zeichen für uns ist?" (Forts, folgt.),


