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27.8.1931
 
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Wirtschaft

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Banftiofeu.

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14. Ziehungvtag

25. August 1931

44192

60001

130117

22rtrtnn» iu 3000 TL 144810 1 75470 1 85794 266687 274538 288489 310788 367971 373832

6682 7191 36011 38004

IoeunterPiraten" von

o n b o n

48363 63209 79274 80204 100794 110537

82208 84778 89634 99027 99631

8 ®twinn« iu 5000 TL

68953 70104 72559 88094 89020 93393

79819 84457 90991 98328 104256 107169

Im Gewinnrade verblieben: 2

136542 148552

207385 227492

250652 251503

298676 301607

343549 374141

101909

119557

133944

144758

190548

225794

274035

310283

333585

364312

384037

110670 129420

157406

195880

224087

239698 258220

286214 324604

358266

125393 207090 250353

292889 336891

111812 124647

136817 164176

214253 234656

303392 316419 350034

375664 394680

116647 151821

170049 213822 224588 251343 263893 296158

342857 370212

172284 226649 266263

293915 315877 347362

377625

113803 132424

142977 165345

215112 241378 306843

319876 357620 381891

398049

173192

229295

268176

296968

338140

349082

382558

119276 132634 144298

189041

222020

273632

309344 32098' 361316

382001

155374

230796

262554 319205

395855

123560 152575

176240

220096

236268

251985

270906

299343

347705

396113

176913

234998

271774

302370

339396

350040

396841

107365 120107

135297 157651

194558

226878

282003 313129

343635

368848

385539

110168 188074 231387 274953 326974

398398

108154 126559 155621

192131 222799

238809 253653

277829 305226 347877

137869 188592 241254 281188 803406 342023 353559

111418 205224

247255 287364

332389 398780

151186

214496

251125

284111

305616

346469

354475

111641 137044

163656 196977

224113 343269 259701 288900

335811 369725

165500 222766 252348

291538 314465 347345

354906

121707 152563

175662 215740 229858

251791

269239

297394 343711

391561

no* bis

szichung wurden Gewinne l. gezogen

39137 114570 204223

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 26. Aug. Es wurden tiert: Weizen 240 bis 245; Roggen 210

154 »ttein«. n 500 TL 11484 15904 19057 24882 29307 44380 44909 48712 49094 49537 69098

109061 123978

135530 161530 206410 227497 300191 313346 349168 371589 393171

In der

Nachdem die 'Bertrefer der einzelnen kartoffel- verarbeitenden Gewerbe die Sage und die Auf­sichten ihrer Industrien au»luhrttch dargelegt hatten, stellte der Minister abschließend die Z u - ftimmung der Gewerbe zu feinen Dor­schlägen fest und kündigte an, möglichst noch im Lause dieser Woche die Einzelheiten in internen Verhandlungen mit den einzelnen Gewerben bzw. mit den zuständigen ResfortS endgülttg klären zu wollen.

10rtptene ie 5000 TL 285784 369081

4.22

58.75 112,72 20.485

16,52 170.04

22.12 112,72

59,33

2.48 112,74 82,08 37,03 73,15

Ärrlln, 2k Su '.uft «mertlantlche -toten . ......

velgUchr Moten.........

Xdniftbe Moten.........

Lnglilche Mot;n.........

Rraniöltfd'e Moten........

toUänbifAe Muten........

3tolienti*e Moten........

Motroegifdje Moten........

TeutldkCfftendrf), 8 100 6 d) Illing Kumdnilite Molen........

Lchwedllche Moten........

Schweizer Moten.........

Spanische Moten.........

Ungartiche Moten........

Drämien zu ss 600000, 2 Gewinne zu je 500000, 2 zu je 800000, 2 zu je 200000, 4 zu je 75000, 4 zu je 60000, 18 zu je 25000, 106 zu je 10000, 248 zu je 5000, 600 zu je 8000, 1496 zu je 2000, 2982 zu je 1000, 4856 zu je 600, 14736 zu je 400 Mark.

392104 395247

40ttolnn« in 2000 TL

3n der heutigen Vormittagszlehung wurden Dewlvne über 400 M. gezogen

2 ®«ttrtnne ,n 50000 TL 285877

daß auch 1 bis 2 Mark höhere Preise zu bezahlen sind. Am Lieferungsmarkte stellten sich, nament­lich die späteren Luchten höher, so daß sowohl bei Weizen, als auch bei Roggen, die Deports ver­schwanden und sich dafür leichte Reports heraus- aebildet haben. Da» Mehlgeschäft ist werter ziem­lich ruhiy, nur für Roggenmehl zeigt sich ver­schiedentlich regere Konsumnachfrage. Hafer ziemlich stetig^ Gerste ruhig Es wurden notiert (1000 Kilo): Weizen, märkischer (neu) 210 bi» 212 (fest). September 220,50 bi» 222,50. Oktober 219,50 bi» 221,50, Dezember 220.50 bi» 221.50; Roggen, märkischer (neu) 166 bi» 168. Sept. 177 bi» 178,50, Oktober 177,50 bis 179, De^ 178,50 bi» 179.75; Futter- und Industriegerste 152 bi» 162 (ruhig); Haser. märkischer 138 bi» 146 (fest), Sept. 146,50

Frankfurter Lchlachtvichmarkt.

Frankfurt a. M. 27. Aug. Austrieb: 98 Rin­dt r, 863 Kälber, 257 Schafe und 920 Schweine. Kälber: Beste Mast, und Saugkälber 55 bi» 57, mittlere Mast, und Saugkälber 49 bis 54, geringe Kälber 42 bis 48 Mark « chafe: Mastlämmer und jüngere Masthämmel 39 bis 43, mittlere Mastläm- mer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 32 bis 38 Mark. Schweine: Dollsleischige von 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 54 bis 56, von 200 bis 240 Pfund 54 bis 56, von 160 bis 200 Pfund 52 bis 56, von 120 bi» 160 Pfund 46 bi» 53 Mark. Marktoerlauf: Kälber und Schafe ruhig, geräumt, Schweine ruhig, geräumt.

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a BL

51878 93035 100388 115078 129770 136319 145374 157676 174305 179705 193317 244187 266721 267819 302646 386119

104 OetHnn. ru 1000 =0L 8633 8640 1 5056 43999

298772

22 »*rtnnt n 3000 TI. 48282 77666 87492 117383 142829 181187 193634 205773 349172 387140 397149

66 ®«eHnnt n 2000 TL 18908 27899 49769 63081 63932 66170 99274 106280 114628 164914 178441 191425 202348 203436 215593 233202 249582

232701 259160 299548 299935 319422 319488

346460 358765 364093 377689 391223

98 »e»tnne p 1000 TL 1875 6856 7550 8271

9657 10677 18843 20896 33037 56349 60500

212,50; Sommergerste für Drauzwecke 175 bi» 180: Hafer, inländischer, alter Ernte 200 bi» 205; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0, 40,25 bi» 40.50; Weizenmehl alter Ernte 35,75 bi» 36,75; Weizenmehl, niederrheinische», alte Mahlung 40 bi» 40,25; Weizenmehl, niederrheinische», Sonder­mahlung 35,85 bis 36,25; Roggenmehl 29,25 bis 30,75; Weizenkleie 10; Roggenkleie 9,75. Tendenz: ruhig.

Berliner Provuktcnmarkt.

Berlin, 26. Aug. Am Produklenmarkte zeigte sich heute wieder em etwa» festerer Grundlon, ob­gleich weiterhin irgendwelche nennenswerten An­regungen nicht gegeben sind, vor allem da» Ex­portgeschäft in Brotgetreide weiterhin stagniert. Da» Angebot von Weizen hat etwas abgenommen, die Verkäufer zeigen sich zu Preiskvnzessionen wenig geneigt. Aber auch die Rachsrage hat sich keineswegs verstärkt. Die Gsfektivpreise sind ge­genüber gestern kaum verändert. Roggen ist wei­ter knapp angeboten und ziemlich gut gefragt, so

Weitere Zunahme derWohlfahrtserwerbsloscn in Hessen

Im Bvlksftaat Hessen ist nach den neuesten Er­mittlungen des hessischen Landesstatistischen Am­te» die Zahl der von den Arbeitsämtern aner­kannten. bei den BezirkSfürs oraestellen gezählten WohlsahrtSerwerbslvsen gegenüber dem Dormonat von 25 629 aus 27 007 am 31. Juli gestiegen. Don dieser Zahl entfallen 16 629 Personen allein auf die 5 gröheren Städte (ge­genüber 15 463 im Dormonat) Rur einige länd­liche Bezirke weisen einen geringfügigen Rück­gang aus, der jedoch gegenüber der Zunahme der Wohlfahrt-erwerbslosen in den meisten anderen Bezirken gar nicht in» Gewicht füllt.

Deutsche Kriegsgräberpflege.

Nachdem beschränkter Devisenankauf wieder zuge­lassen ist, kann der Dvlk»bund deutsche Kriegs­gräbers üriorge Sonderaufträge der Angehörigen, wie Errichtung von Grabzeichen, Kranznieder­legungen. Bepflanzungen und Beschaffung von Lichtbildaufnahmen wieder au»s uhren. Auch wird es, soweit sich jetzt Übersehen Iaht,

176 Orotnn« m 500 TL 2122 9327 11173 22260 23596 27151 27262 28117 35143 38187 39266 41979 43219 56Ä2 65101 67174 69102 72939

<*tlb

4.20

58.51

112.28

20,405 16.46

169.36

22.04

112.28

59.09

2.46

112,30 81,76 36,87

72,85

Neues für den Bücherüsch

* Fuchs, Waggonfabrik A D.. Hei­delberg. Auf Gerüchte, wonach bei der Fuchs Waggonfabrik AG., Heidelberg, die Belegschaft infolge Richterteilung von Reichsbahnausträ­gen vis aus einen kleinen Teil abgebaut und eine völlige Stillegung der Betriebe unvermeidlich sei, teilt die Verwaltung dem WTB.-Hande IS dien st mit, dast eine völlige Stillegung nicht in Be­tracht käme, da für die Erledigung der lausend eingehenden Reparaturaufträge ein Teil der Be­legschaft benötigt würde.

Kein Einfuhrverbot für deutsche Waren nach Uruguay. Seit mehreren Tagen laufen in Deutschland Gerüchte um, daß Uruguay generell den Irnvori von Waren nach Uruguay ver­boten habe. Diese Gerüchte sind, wie da» Konsulat von Uruguay in Frankfurt a M. auf da» bestimm­teste erklärt, vollkommen falsch. Die von der uru- auayischen Regierung beabsichtigten Maßnahmen hinsichtlich des Zolltarif» zur Berbesierung des Wechselkurses beziehen sich nicht auf Waren aus Deutschland, da man bei Sanktionierung der beab­sichtigten Maßnahmen auf diejenigen Länder, welche Käufer von uruguayischen Produkten sind, Rücksicht nehmen wird. Zu diesen Ländern gehört in hervor- ragendem Maße Deutschland.

Heue Richtlinien

für die Devisenbewirtschaftung.

Der Reichswirtschast-minister hat neue Richt­linien für die Devisenbewirtschaftung erlassen, die am 26. August in Krast treten. Für alle lang­fristigen Verbindlichkeiten deutscher Dank-, Han­dels- und Industriesirmen gegenüber ausländi­schen Danken in inländischer ober ausländischer Währung, die am 31. Juli 1931 bereit» bestan­den haben, ist nur die Reichsbank zuständig.

Reu gesoßt sind vor allem die Dorschristen über die Wirkungen der Stillhaltevereinbarungen für die Devisenzuteilung, in denen die Ergebnisse der Baseler Verhandlungen ihren Au-druck sinden. Für andere kurzfristige Verbindlichkeiten, und zwar sowohl da, wo die ausländischen Gläubi­ger andere Personen als Danken sind, wie da, wo ausländische Danken anderen Schuldnern al» Bank-, Handel»- und Industriesirmen gegenüber- stehen, liegt die Entscheidung bei den Landes- finanzä intern.

Eine Einschränkung gegenüber den bisherigen Richtlinien ist notwendig geworden hinsichtlich der Dalutazahlung an inländischeGläu- biger im Warenverkehr. Wie bisher kann die Genehmigung erteilt werden, wenn e» sich um eine au» dem Warenverkehr oder dem SeeschtssahrtSverfehr herrührende effektive Dalu- taforberung eines inländischen Gläubiger- han­delt und die Forderung schon vor dem Inkraft­treten der Devisenverordnung entstanden ist. Für neue Geschäfte ist die Genehmigung nur noch zulässig zur Derfügung über bei dem An­tragsteller bereit» vorhandene Devisen, nicht auch zum Erwerb neuer Devisen, und zwar nur für ausländische Waren, b i e zur Verarbeitung im Inlanb bestimmt find, jedoch nur durch den ersten inländischen Verarbeiter ober seine Vorlieferanten, und sür Trans^Handelsgeschäfte. In allen Fällen ist wei­ter erforderlich eine Bescheinigung der zuständi­gen Handelskammer darüber, daß eS in dem Ge­werbezweig de» Antragsteller- im Derkehr mit seinen inländischen Lieferanten bisher handels­üblich war, Zahlungen in effektiver ausländischer Währung zu leisten.

Die Lage aus dem Karioffelmarlt.

Im Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft sand heute unter dem Dorsih des Reichsministers Schiele eine Besprechung über die Lage auf dem Kartoffelmarkt und die zu er­greifenden Maßnahmen statt, an der zahlreiche Vertreter der Landwirtschaft, de» Handel» und der kartoffelverarbeitenden Industrien teilnahmen. Der Reichsernährungsminister führte u. a. au»w nach den bisher vorliegenden Rachrichten und Ernteschähungen müsse Somit gerechnet werden, daß die Kartoffelernte in diesem Iayre mindestens ebenso groß ausfallen werde wie im vergangenen. Die Tat­sache. daß e» im vorigen Jahre gelungen sei, diese gewaltigen Mengen zu bewältigen, sollte auch in diesem Jahre jeden Landwirt veran­lassen, bei der Derwertung der Kartoffelernte ruhig,zu disponieren und die nötige Be­sonnenheit zu bewahren. Für Speife- Attedc würden etwa zwölf bis dreizehn Millionen Tonnen benötigt werden. E» sei beabsichtigt, durch baldige Einführung von Handelsklassen bei Kartoffeln eine geordnete Beschickung des Speisekartoffel Marktes zu erleich­tern. Den Saatgutbedarf müsse man nach seiner Auffassung mit etwa 6 bis 6,5 Millionen Tonnen und den Abgang durch Fäulnis usw. im Hinblick auf das feuchte Wetter in den letzten Wochen auf etwa 3 Millionen Tonnen beziffern. Um eine Entlastung des Branntweinmonopols von seinen übergroßen Beständen herbeizuführen, sei es erforderlich, den SpirituSabnahme- Atoang entsprechend zu erhöhen. Da­durch werde ein angemessenes Drennrecht und die Unterbringung von 2 Millionen Tonnen Kar­toffeln in den Brennereien ermöglicht. Dem Kar- tvffeltrocknungsgewerbe beabsichtige er, durch eine möglichst umfangreiche Verwertung der Flocken in Verbindung mit den Gerst- dezugsscheinen erweiterten Absatz zu sichern. Richt zuletzt müsse auch da» Kartoffel st ärkege- derbe, da» etwa 700 000 bis 800 000 Tonnen Kartoffeln aufnehme, stärker herangezogen wer­den Der Landwirtschaft mühten auch dadurch Dittel zur Bergung der Ernte zugeführt werden, daß der Beginn der Kampagne der verarbeiten­den Gewerbe beschleunigt werde.

Rach alledem blieben für die Derfütte - tung noch etwa 20 Millionen Tonnen übrig. Die Verzuckerung biefer Mengen sei bereits im vorigen Jahre ohne größere SckMierig- keiten gelungen, in diesem Jahre müsse aber mit einem größeren Bedarf an Zuckerkartoffeln ge- J*bnet werden, da der Schweinebestand um drei Millionen Stück größer sei und dieser Mehrbe- ftanb zwangsläufig zu einem Kartoffelmehrver­brauch von etwa 2 Millionen Tonnen führen werde. Dor allen Dingen komme es aber auch darauf an, daß die Landwirtschaft von her 6i n - söuerungin noch größerem Umfange Gebrauch wache als im Dorjahre.

Auf jede gezogene Stummer sind zwei gleich Hobe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Rümmer In den beiden Abteilungen I und II

dos Leben in der einen Hand, den Tod in der andern" zieht der unerfahrene Reisende, der blut­junge Dichter Uggi Greipsson, dessen isländische Kindheits- und Iugendtage wir aus den Romanen Schiffe am Himmel" undRocht und Traum" ken- nen, in die Welt hinaus. Bon den rauschenden Quellen und Sultanen, den Wielen und Schafherden der Heimat hinweg zieht er zu fernen Gestaden sich zu erobern, wovon er als Knabe geträumt hot. Aber er muß erst verlieren, um dereinst zu gewinnen. Die» wird eine Fahrt. wie nur die Jugend sie macht: voller Trotz und Eigenwillen, voller Hunger und Rot, und dabei von unbedingter Hingabe an Werk und Idee, Freund und Kamerad. Die Zeit auf der bänl« schen Volkshochschule, die Kopenhagener Leidens­jahre, in denen sich Uggi zum Dichter emporhungert, die erste zarte Neigung, die keine Bindung duldet, und die große und schöpferische Liebe des reifenden Mannes und Dichters, das alles schildert der Is­länder in seinemUnerfahrenen Reisenden".

undMadumas B a t e r" von Balder Olden. (Universitas Deutsche Verlags AG , Berlin W 50. Geb. je 3,80 Mark) (272/273) Jack London war immer schon der Lieblinader Jugend, ihr vor allem ist der Siegeszug seiner Werke durch Deutschland zu danken. Diese Geschichte von Joe, der von zuhause durchbrennt, unter die Buchtpiraten von San Fron- Zisko gerät und wider Willen in die aufregendsten Abenteuer verwickelt wird, wird jeder Junge, aber auch jedes Mädchen von der ersten Seite bis zur letzten mit großem Interesse lesen; dabei werden sie gar nicht merken, wieviel sie aus diesem Buch für das Leben lernen. Die ErzöblunaMadumas Vater" von Balder Olden ist das Afrikabuch für die Jugend. Rudi, der Gymnasiast, kommt nut seinen Eltern nach dem Krieg nach Afrika zurück und macht sich mit feinem schwarzen Freund Muhrnadi und unterstützt von der kleinen Madurna auf die Suche nach dem verschollenen Onkel, den er nach vielen Abenteuern und unter größten Schwierigkeiten findet. Die Schicksale Rudis wird jeder Bunge und die Erlebnisse Madumas jedes Mädchen mit heißem ka®fe verfolgen. Auch dieses Buch vermittelt bei aurr Spannung Kenntnisse der Welt und des Lebens. Beide Bücher, die eine Empfehlung verdienen, sind mit Bildern und Zeichnungen reich geschmückt.

Es geschieht in Berlin. Roman von Arthur H o 1 i t s ch e r. (Verlag S. Fischer. Berlin.) (77) Hvlttscher schildert in diesem Buche den großen Umwäkzungsprozeß in Berlin, der sich in den politischen und wirtschaftlichen Strömungen der Gegenwart vollzieht. Er gibt dabei ein be­merkenswertes Abbild der problematischsten Stadt Europa», dem man mit Interesse folgt auch wenn man nicht in allen Stücken mit der Ansicht und den Schlußfolgerungen des Autors übereinftimmt.

Ernst Möwe: .Otto Fla ke", Leben, Werk. Gestalt. Beispiel. Preis kart. 5.80 Mark. Verlag W. R. Lindner in Leipzig. (297). Tas Buch schildert Otto Flake als den Erzieher zum neuen Deutschtum, den Typus de» Deutschen von morgen den Vertreter einer neuen nichtstän­dischen Aristokratie, der ben Deutschen den Weg weifen will, flar die Aufgabe zu sehen, die ihnen gestellt ist, weder dem Lateinertum zu erliegen, noch dem Asiatischen, weder dem Amerikanismus, noch dem Bolschewismus, sondern über diesen Ex­tremen die große Synthese zu schaffen. Dem Buch ist einBeitrag Wales selber: .Rationale Er­ziehung" beigegeben, der in die Gedankenwelt Wales eine gute Einführung gibt

Hans Siemsen,Rußland: Ja und R e l n. Preis kartoniert 5,80 Mark, Verlag Ernst Rowohlt KG. a. 21., Berlin W 50. (261) Die Fülle der Rußlandliteratur, mit der heute der deutsche Leser überschwemmt wird, macht besonders sorgfältige Sichtung notwendig. Ein zuverlässiges Buch über Rußland zu schreiben ist nicht leicht. Schon ganz unbefangen an das russische Problem heranzu­treten, wird manchem Ausländer schwer fallen, und nicht minder schwierig ist es, in der meist nur kurz bemessenen Zeit ein oorurteilsreies, aber auch von der außerordentlich geschickten Propaganda der So­wjets unbeeinflußtes Urteil zu gewinnen. Siemsen hat in den sechs Wochen, in denen er Rußland be­reifte oiel gesehen und gebärt, aber seine Unkenntnis der Sprache, und die Kürze der Zeit zwangen ihn, auch in wichtigen Punkten Berichten aus dritter Hand Raum zu geben, wo eigene Studien vielleicht zu- verlässige und wertvolle Aufschlüsse hätten vermitteln können. Dies schränkt den Wert des im übrigen fesselnd geschriebenen Buches erheblich ein. Ader es nimmt für das Verantwortungsgefühl des Verfassers ein, daß er stets dort einen deutlichen Trennungs­strich macht, wo Selbsterlebtes und ihm nur vom Hörensagen Bekanntes sich scheiden. Das so wichtige psychologische Moment im Experiment des Bolsche­wismus überhaupt und in dem wirtschaftspolitischen Experiment des Fünfjahresplanes im besonderen, hat der Verfasser mit feinem Spürsinn erfaßt und in seinem Buche gut herausgearbeitet, wie er überhaupt dem Problem der in gigantischem Rahmen versuchten Zwangsindustrialisierung eines Bauernvolkes be- sondere Beachtung geschenkt hat. Auch im Tatsäch­lichen bringt der Verfasser manche interessante Ein- zelzüge, die sein Buch zu einer aufschlußreichen Lek­türe machen.

In geheimem Auftrag an der Ostfront. Von Max Wild. (Verlag Ullstein, Berlin.) ®?b. 4.50 Ml. (236) lieber die dunkel­sten Seiten des Krieges, über Erscheinungen, die der Oesfenttichkeit bisher meist unbekannt waren, berichtet Oberleutnant Max W i 1 d in seiner Tat­sachenschilderung .In geheimem Auftrag an der Ostfront". Dank feiner Kenntnisse in ben östlichen Sprachen, seiner glänzenden Eigenschaften als Automobilist, al» Säger und Reiter kam er ins Hauptquartier Ost zu Hindenburg und Luden- borff. Gr kam dann dienstlich als Rachrichten­offizier in das unheimliche Gewirr der Spionage und Gegenspionage, gewann Einblick in die düstere Tragik des KriegsverratS, die furchtbaren Ge­fahren der Sabotage im Rücken der kämpfenden Armeen und konnte den Schleier des Geheim­nisse- von diesen Vorgängen ziehen. Wohl selten sind Mannesmut und Lharakterstärke auf eine höhere Probe gestellt worden, als bei diesem Deutschen, der auch vor den Gewehren der Er­schießungskommission, in den Kerkern russischer Gefängnisse, in den Torturen tagelanger Verhöre sich (eine Geheimnifse nicht entreißen ließ. Einem Zufall verdankt er die Erhaltung seines Lebens, seinem Glück das Gelingen einer abenteuerlichen Flucht durch die Weite des russischen Reiches und seine Rückkehr nach Deutschland. Das Buch ist von Anfang bis Ende außerordentlich spannend ge- schriebm.

Gunnar Gunnarsson: Der uner­fahrene Reisende. Roman. 414 Seiten 8°. Einzige berechtigte Uebersetzung aus dem Dänischen von Erwin Magnu s. Umschlag- und Einbandzeich­nung von Professor Dr. Walter T i c m a n n. Geh. 6,50, Leinen 9 Mark. Verlag von Albert Langen in München. (202) Mit zerrissenen Wurzeln

Die Darmstädter Volksbank wird saniert.

tie Habt Darmstadt übernimmt die Rückbürgichaft

WSR. Darmstadt, 26. Aua. Rach einer am Mittwochnachmittag unter dem Vorsitz desStaats- Präsidenten Dr. A b e l u n g ftattgehabten Sitzung, in her tne Ministerien, die Stadt, die Handwerks­kammer und bte LandeSverttcherungsanstalt ver­treten waren, trat am Abend erneut btt städtische Finanzausschuß zusammen, der solgende offizielle Erklärung abgibt:

,3n Verfolg her von hem Finanzausschuß her Stadt in feiner Sitzung am 24 August gefaxten Erklärung haben weitere Verhandlungen zweck» Sanierung der Darmstädter Volks- bank zwischen den beteiligten Stellen ftattge- funben, die e» dem Finanzausschuß her Stadt ermöglichten, in seiner heutigen Sitzung hem Beschluß be» Ersten Ausschusses be» Hessischen Landtages zuzn stimmen und dieRückbürg- schäft für bie von dem hessischen Staat zu gewährende Ausfallbürgschaft zu über­nehmen.*

Rach dem Ergebnis her Abstimmung ist damit zu rechnen, daß die morgen stattfindende Stabt- ratsfitzung diesem Beschluß des Finanzausschusies bei tritt.

Mframohcrnc Kindererziehung.

Lieschen ging nur ungern stet» in» Bett. Seit wir aber, nur um sie zu necken, Pralines in ihrem Belt verstecken, ist sie ohne Widerspruch und nett. Welche Freude Hal da» liebe Kind, wenn bann zwischen Leinentuch und Kissen seine schlau verborgnen Leckerbissen angeklebt und ausgelaufen sind.

Unser Paulchen mochte kein Kompott. Seit wir, um den Wohlgeschmack zu heben, xroel Schuß Kognak noch dazu gegeben, ißt er uns in Apfelmus bankrott.

Nicht nur, baß er jeden Zorn vergißt; jedermann Im Hause kann bekunden, daß das Paulchen hinterher für Stunden luftig noch und ausgelassen ist.

Baden wollte unser (Emil nie. Seit wir aber, um ihn zu ergötzen, einen Goldfisch in die Wanne setzen, wurde ihm bas Baden zur Manie. Unsrer Kinder Widerspruch ward klein, und ihr Wille wurde nicht gebrochen. Und mir wirkten somit ausgesprochen meisterhaft auf die Erziehung ein.

Puck.

Aus dem Amisverkündigungsblali.

Da» Amtsverkündigungsblatt Rr. 59 vom 25. August enthält: Die Hegezeit der Feldhühner. Die Einsuhr von Vieh aus stark verseuchten Ge­bietsteilen. Da» Vertilgen der Blutlaus. Da- Ergebnis der Hauptkörung 1931 im Kör- bezirk Gtchen-Grünberg. Die Erhebung einer Diersteuer. Feldbereinigung Trohe. **

Kirchliche Nachrichten.

Israelitische Gemeinden.

Israelitische Religionsgesellschaft. Sabattseier den 29. August 1931. Freitag abend 6.50, Samstag vormittags 8 Uhr, nachmittags 4 Uhr, Sabbatausaang 8.05 Uhr. Wochengoltesdienst: mor­gen» 6.30 Uhr, abend» 6.30 Uhr.

Gewlnnauszug

6. Klasse 37. Dreußisch-tLübdc-tsche (263. Prevß.) Etaals-Lollerie

möglich sein, die Schmückung der Krieger­gräber an den Totengedenktagen im Dovember dem üblichen Umfange vorzunehmen.

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