Krüger als AuSgangSstattvn tenutzt hatte imb trofybn er alsbald zurückkehren wollte. Ietzt hat die kanadische Regierung der Technischen Hochschule telegraphiert, dah der Regierungsdampfer, der alljährlich einmal die Polizeistation Beach besucht. am 15. August von dort mitgeteilt habe, dah Krüger immer noch nicht bei dieser Ausganasstativn eingetroffen ist. Man muh dahin: mit dem Tode Krügers und seines Genossen rechnen, zumal ein Teil seiner wissenschaftlichen Ausrüstung von Eskimos gefunden wurde.
Auftakt zum
TO. Deutschen Katholikentag.
3n Nürnberg wurde der B e r trete r t a g der 70. Generalversammlung der Katholiken Deutschlands eröffnet. F ü r st Alois zu Löwenstein 'eröffnete den vorbereitenden Abend des Dertretertages. Der Redner des Abends, Prälat Dr. Kreutz (Freiburg i. Br.) sprach über „Die Röte der Gegenwart und ihre Heberwindung im Geiste der Heiligen Elisabeth". Die Heilige Elisabeth lebe noch heute im deutschen Volk« und befruchte das deutsche Volkstum. Für uns heiße das Gebot, nichts unversucht zu lassen, um ein Abgleiten unseres Volkes zu verhindern und seine Rot von innen heraus zu überwinden. Dom Papst ist bei dem Präsidenten des Rürnberger Komitees. Matthäus Hahn, einGlückwunsch- schreiben eingegangen, in dem er der Hoff- nung Ausdruck verleiht, dah der Katholikentag für die katholischen Gemeinden, die sich über das ganze Reich erstrecken, die reichsten Früchte brin
gen Werde. Eine Hoffnung deS Papstes auf daS Gelingen der Bestrebungen sei die Gedächtnisfeier der Heiligen Elisabeth. Der Glückwunsch schließt mit dem Apostolischen Segen für die Mitglieder des Vorbereitenden Komitees sowie alle Teilnehmer an der Rürnberger Tagung.
In der Turnhalle des Neuen Gymnasiums weihte der Erzbischof von Bamberg, D. Jacobus von Hauck, eine großangelegte Missions-Paramenten . Ausstellung. Die herrlichen Ausstellungsstücke stammen aus allen Teilen der Welt und bieten in ihrer Geschlossenheit einen ausgezeichneten Ueberblick über die Gebiete der kirchlichen Kunst. Der Erzbischof wies darauf hin, daß eine neue Glanzepoche für die Missionstätigkeit angebrochen sei, was man besonders den technischen Neuerungen verdanke, durch die die Wirksamkeit der Mission besonders erleichtert werde. Gegen 16 Uhr versammelten sich die katholischen Schulkinder Nürnbergs auf der Insel Schütt. Der japanische Missionspater P. Akira Ogihara richtete an die Kinder die Mahnung, für die Ziele der Heiden- Mission einzutreten. Darauf tagten die Missionsvereine der katholischen Frauen.
Kleine politische Nachrichten.
Wie das Wolffbureau von gut unterrichteter Seite erfährt, wird der Führer der Deutschnatko- nalen Volkspartei Dr. Hugenberg heute vom Reichskanzler empfangen werden.
Die Staatsanwaltschaft Berlin hat das gegen den bisherigen Führer der Wirtschaftspartei, den Abgeordneten Drewitz, eingeleitete Strafverfahren eingestellt. Drewitz war beschul
digt worben, als AuffichtSratSvorsihender der Mittelstandsbank Unterschlagungen und Dilanz- fälschungen begangen zu haben.
Der Präsident der Bremischen Bürgerschaft, O st e r l o h (SPD.), der wegen Verwicklung in die Vorkommnisse bei der Beamtenbank Bremen sein Präsidentenamt „bis zur endgültigen Klarstellung ruhen lassen" wollte, hat nunmehr auch sein B ü r g e r s ch a f t s m a n d a t n i e d e r a e l e g t, nachdem gegen andere Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der Beamtenbank Bremen ein Strafverfahren eingeleitet worden war und man geäußert hatte, daß die Voruntersuchung gegen Osterloh deswegen nicht eröffnet sei, weil Osterloh als Bürgerschaftsmitglied die Immunität genießt.
Wie die „Telegraphen-Hnion" erfährt, wird das Gutachten des Haager Schiedsgerichts Hofes über das deutsch-österreichische Zollabkommen voraussichtlich am Mittwoch, dem 2. September, veröffentlicht werden, so dah das Ergebnis noch in den Beratungen des Völkerbundsrates vor der Vollversammlung besprochen werden kann. Im Interesse einer schnellen Veröffentlichung dürfte man auf die sonst bei Urteilen vor der Veröffentlichung übliche Drucklegung verzichten.
Rachdem im Verlauf einer Besprechung zwischen dem Vizekönig und Gandhi alle Schwierigkeiten. die einer Teilnahme Gandhis an der Londoner Konferenz am runden Tische entgegengestanden, aus dem Wege geräumt worden sind, wird Gandhi am 29. August nach England abreisen.
entsprechen. Ne seinerzeit von der Sowjet unlon abgelehnt worden sind. Die neue« polnischen Vorschläge, die am 23. August von dem polnischen Gesandten palet übermittelt wurden, enthalten nicht nur die alten Vorschläge, die für die Sowjetregierung unannehmbar waren, sondern darüber hinaus einen neuen Vorschlag, den man nicht als Fortschritt betrachten kann. Aus diesem Grunde kann vor- läufig von dem Abschluß eines russisch-polnischen Nichtangriffspaktes keine Rede fein. Es wird erklärt, die Sowjetregierung sehe in der Art der Ueberreichung eher ein politische» Manöver der polnischen Diplomatie als den ernsten Abschluß eines Vertrages mit Rußland. Der russische Botschafter in Paris wird die französische Regierung über die Stellungnahme seiner Regierung zur Frage des Nichtangriffspaktes unterrichten.
Litwinow kommt nach Berlin.
Berlin, 26. August. (ERB.) Wie wir erfahren. wird außer dem deutschen Botschafter in Moskau von Dircksen, der morgen in Berlin eintrifft, für Freitag der russische Volkskommissar Litwinow erwartet. Er eracht aus der Fahrt zu der Tagung des EuropaaüZschusses in Genf in Berlin Station und'wird selbstverständlich Gelegenheit nahmen, mitdemReichsaußen- Minister über die Probleme zu sprechen, di« Deutschland und Rußland augenblicklich besonder« interessieren. Es liegt nahe, daß dazu auch di« Verhandlungen gehören, die augenblicklich zwischen Rußland und anderen Mächten schweben.
verbunden werden
LETTLD.
Moskau o
Warschau
SÜd
vertrauen» für notwendig gehalten wird, durch eine gewisse Beruhigung der Sowjets gekrönt werden zu müssen. Man darf Rußland gegenüber nicht den Anschein erwecken, al» wolle man es isolieren, wenn man es wirklich sür eine bessere wirtschaftliche Zusammenarbeit im Rahmen der Europaunion gewinnen will.
Oer Einschluß Rumäniens und der baltischen Randstaaten geplant Vorläufig noch Zurückhaltung in Moskau.
Karte Europas. Die Mächte des neuen Paktes sind voll schwarz gezeichnet, die Staaten, die sich In Zukunft dem Pakt anschliehen sollen, sind schraffiert.
Moskau lehnt vorläufig ab.
Die polnischen Vorschläge genügen der Sowjetunion nicht.
Moskau (über fiorono), 26. Aug. (TU.) von amtlicher russischer Seile wird zu den polnisch-rusii- schen Verhandlungen über den Abschluß eines russisch-polnischen Nichtangriffspaktes milgeteilt, dah die übermittelten Vorschläge denen au» dem Jahre 1926
Das Sparprogramm des neuen Kabinetts Macdonald
Oer polnische plan.
Ein großes Bertragosystem von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer.
Pari», 26.Aug. (WTB.) Ein offizielle» Eom- munique de» Quai d"Orsoy zeigt, daß gegenseitige Verhandlungen zwischen pari». Warschau und Moskau geführt werden zu dem Zweck, eine Wirtschaftsentente mit den Sowjets durch eine Frieden »- entente mit ihnen zu stützen. Uebrigen» scheint die französische Annäherungspolitik an Deutschland, die in der ganzen Welt zur Wiederherstellung des internationalen
Eine ungeheure Menge wartet vor dem Buckinghompalast. der Londoner Residenz de» Königs auf dach Kommen nnd Gehen bet politischen Führet»
SCHWARZE: BMEtR
Der „Temps" läßt sich aus Warschau berichten, daß man dort die mit Moskau geführten Verhandlungen bisher streng geheimgehalten habe. Roch am Tage vor der Heber« reichung des polnischen Vorschlages auf Abschluß des Richtangriffspaktes habe das Außenministerium alle Verhandlungen abgestritten. Doch habe es den Anschein, als ob in den polnisch-sowjetrussischen Beziehungen in letzter Zeit eine Wendung eingetreten sei. Rach Ansicht politischer Äreife habe Polen offenbar den Wunsch, den Paktvorschlag zum Ausgangpunkt weitgehender politischer Schritte zu machen. Der Wortlaut des Paktvorschlages fei so abgefaht, daß d i e baltischen Staaten und Rumänien in nächster Zukunft an dem Abkommen teilnehmen könnten. Die Sowjetregierung scheine nunmehr bereit zu sein, den anfangs abgelehnten polnischen Vorschlag zu erörtern. Immerhin mache Rußland den Vorbehalt, mit jedem Staat einzeln zu verhandeln und keinen gemeinsamen Nichtangriffspakt mit seinen Rach- barn abzuschließen. Polen, dem es bereits im Iahre 1929 gelungen sei, Sowjetrußland zum Abschluß eines auf die baltischen Staaten auszudehnenden gemeinsamen Vertrages zu bewegen, hoffe, wie in amtlichen Kreisen verlaute, den Widerstand der Räteregierung zu brechen. Wenn es jetzt gelinge, einen gemeinsamen Richt- angriffspakt abzuschließen. so werde dos ein außerordentlicher Erfolg für die volnische Diplomatie sein. Polen könne Damit beweisen, daß es die geeignete Macht sei. um die Befriedung Osteuropas zu verwirklichen. Die polnische Regierung habe den Wunsch gehabt, noch vor bejc Genfer Ratstagung
und vor dem endgültigen Abschluß der französisch-sowjetrussischen Verhandlungen in Paris au handeln. Der polnische Vorschlag werde auf zeden Fall sehr bald auf dem Verhandlungswege beraten werden. Außenminister Z a l e s k i, der eine lange Unterredung mit dem Moskauer Gesandten P a t e k gehabt habe, reise am Donnerstag nach Paris ab, um mit der französischen Regierung eine wichtige Aussprache herbeizuführen. In Genf werde Zaleski dann persönlich mit Litwinow zusammentreffen.
Das „3ournal" hebt hervor, dah der Sowjetregierung die polnische Dertragsformel offenbar nicht genüge. Bisher habe Polen den sowjetrussischen Vorschlägen gegenüber stets eine starke Zurückhaltung beobachtet, da
Aus aller Wett.
Heberfall auf einen Geldbriefträger. 1
In Breslau wurde ein Heberfall auf einen Geldbriefträger verübt. Die Täter schlugen dem Postbeamten mit einem Hammer auf den Kopf; doch wurde durch die Mütze der Schlag so abgeschwächt. daß er nur eine geringfügige Verletzung herbeiführte. Der Geldbriefträger setzte sich energisch Aur Wehr. Auf feine Hilferufs flohen die beiden Täter unter Zurücklassung ihre« Mäntel und Hüte. Sie wurden auf der Straß« von einem Strahenpassanten verfolgt. Es gelang ihnen jedoch, im Straßenverkehr zu verschwinden.
Schwerer Unfall beim Brückenbau.
In Berlin ereignete sich ein schwerer Hnfall beim Dau einer neuen Spreebrücke, derIanno - wih-Brücke. Aus bisher unbekannter Ursach» löste sich von einem Brückenpfeiler in 12 Meter Höhe eine Stahlpla11e. sauste in die Tiefs und traf zwei beim Bau beschäftigte Arbeiter«
Oas Echo in Warschau.
Warschau , 26. Aug. (TU.) Zu den schwebenden polnisch-sowjetrussischen Paktveryandlungen äußert sich bisher nur Die Oppositionspresse, die geschlossen für den baldigen Abschluß der Ver- Handlungen eintritt. Die nationaldemokratische „Gazetta Warszawska" betont, daß die Warschauer amtlichen Kreise bisher nichts darüber verlauten ließen, welche Gesichtspunkte den polnischen Vorschlag bestimmten. Bekannt sei aber, daß er fick der Verhandlungsgrundlage der letzten Jahre anpasse. Die polnische Diplomatie habe in den Besprechungen mit den Sowjets stets den Grundsatz der gemeinsamen Front mit den baltischen Staaten, sowie mit Rumänien betont. Die „R z e c zv o s p o l i t a", das Blatt der Klerikalen, hält den Zeitpunkt des polnischen Dor- schlages für ungünstig, weil es den Sowjets im Augenblick darauf ankomme, den Handelsvertrag und den Nichtangriffspakt mit Frankreich abzuschließen. Der sozialistische „R o b o t n i t" ist der Ansicht, daß ein polnisch, russischer Nichtangriffspakt mit Einschluß der baltischen Staaten und Rumänien an sich zwar sehr erwünscht sei, daß sich aber die Sowjets kaum dazu verstehen würden. Das ändere jedoch nichts an der Absicht der polnischen Diplomatie, die Verhandlungen im Fluß zu halten. Immerhin wäre ein kleiner Pakt besser als gar keiner. Einem Abkommen zwischen Polen und Sowjetruh- land würden sich die baltischen Staaten und Rumänien bald anschliehen können. Es käme nur darauf an, daß Polen jetzt rasch handele.
die Räteunion die Absicht verfolge, das polnisch-rumänische Bündnis zu sprengen und das zwischen Deutschland und Svwjet- rußland errichtete Bollwerk au beseitigen. Es sei interessant festzustellen. daß Polen nicht abseits stehe, wobei man unterstreichen müsse, daß Frankreich durch sein Bündnis mit Polen verbunden sei und sich niemals verpflichten könne, Polen im Angriffsfall nicht zu Hilfe zu kommen. Unter diesen Bedingungen sei es klar, dah der Weg zwischen Paris und Moskau über Warschau führe.
lichen Verwaltung sind Abstriche an tert Ausgaben vorgesehen.
Die Steuervorlage bringt eine zusätzlich« Einkommensteuer. Luxus steuern und eine Erhöhung der Steuern auf Bier, Spirituosen und Tabak. Die neuen Gesetzentwürfe werden sicher auf den Widerstand ter Extremisten in allen Parteien stohen. Wie man annimmt, wird die Regierung frühestens zu Weihnachten zurücktreten. Ein groher Teil ter öffentlichen Meinung glaubt allerdings, dah Dia Regierung bis zur Verabschiedung des nächsten Budgets im April im Amte bleiben wepte.
Oie Opposition der Arbeiterpartei.
Die Gewerkschaften fordern Kampf gegen die Regierung.
London, 26. Aug. (TU.) Von ter gemeinsamen Sitzung des Generalrates der Gewerkschaften mit dem Vollzugsausschuß der Arbeiterpartei und dem ständigen beratenden Ausschuß ter Unterhaus- f r a k t i o n der Arbeiterpartei, die über Die« Stunden lang tagte, wurde eine offizielle Erklärung herausgegeben, die besagt, dah die drei Organisationen einstimmig der Ansicht seien, dah die Rationalregierung sowohl im Parlament wie durch die Arbeiterbewegung im ganzen Lande auf das entschiedenste zu bekämpfen sei. Die Organisationen drückten denjenigen arbeiterparteilichen Ministern, di« sich geweigert hätten, ihre Unterstützung tee neuen Regierung zu geben, ihre volle Zustimmung aus und empfehlen ter Unterhaus- fraktion ter Arbeiterpartei, sich alsoffiziells parlamentarische Opposition zu konstituieren.
Um einen Nichtangriffspakt für Osteuropa.
Emsige Tätigkeit Der polnischen Diplomatie -Frankreich und Rußland sollen über Warschau
London, 26. Aug. (TU.) Arn Mittwochvormittag wurden die ausscheidenden Mitglieder des Kabinetts vom König in Abschiedsaudienz empfangen. Unmittelbar daraus trat der Kronrat zusammen. Die neuen Kabinettsmitglieder wurden vereidigt, worauf ihnen der König ihre Amtssiegel überreichte. Obwohl sich vor dem Königspalast wie vor der Amtswohnung des Ministerpräsidenten eine grohe Menschenmenge eingefunden hatte, kam es zu keinerlei gröberen Demonstrationen. Rur als Macdonald seine Wohnung verlieh und langsam Downing Street entlang fuhr, rief ihm eine laute Stimme nach: „Judas!". Bei seiner Ankunft vor dem Duckinghampal'ast wurde Macdonald von einem Berichterstatter gefragt, ob das Barometer noch immer auf „Gutwetter" zeige, worauf er lächelnd erwiderte: „Auf sehr gutes Wetter.“
Das Sparprogramm der neuen Regierung, das gegenwärtig vom Kabinett ausgearbeitet wird, ähnelt in feinen wesentlichen Grundzügen demjenigen, das zum Sturz des Labour-Kabinetts führte. Der größte Teil ter Summe, die zum Ausgleich des Budgets nöttg ist, soll durch Einsparungen und nicht durch neue Steuern aufgebracht werten. Die Hauptabstriche werten bei der Arbeitslosenversicherung vorgenommen werden. Die Bezüge ter Arbeitslosen werten gekürzt und außerdem die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung von 7 Pence auf einen. Schilling erhöht werten. Eine andere wesentliche Einsparung wird durch Kürzung der Gehälter der Staatsbeamten, darunter auch ter Minister, erfolgen. Die Kürzung wird im Höchstfälle 20 v. H. betragen. Ferner sollen die Abgeordnetendiäten und die Lehrer- gehä 11 e r gekürzt werden. Auch in der ör t-
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