Ausgabe 
27.5.1931
 
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Obephessische Gesellschaft für Rakur- und Heilkunde.

Naturwissenschaftliche Abteilung.

In der letzten Sitzung hielt Prof. Dr. Mer­ker einen Dortrag über die Sichtbarkeit ultravioletten Lichtes. Ultraviolett ist ein dunkles, schwaches Licht und wird im Wett­bewerb mit dem sichtbaren Licht von höheren Helligkeitswerten leicht unterdrückt. Man sieht deshalb im Tages- und Lampenlicht nichts vom Ultraviolett. Heute läßt sich aber nachweisen, daß der Mensch ultraviolettes Licht empfindet. Auch der Wasserfloh unterscheidet es von an­derem Licht. Vermutlich find auch viele andere Tiere dazu imstande, doch der Nachweis gelingt nicht leicht. Von den Wirbeltieren wird bestimmt nicht das ganze ultraviolette Spektrum gesehen, weil alle Augenteile eine scharfe Absorption des Lichtes bei der Wellenlänge von rund 300 hji erkennen lassen. Durch objektive und subjektive Versuche ließ sich zeigen, daß einige mit Hilfe eines Filters leicht darstellbare Lichter aus dem Sonnenultravivlett (Wellenlänge 400300 pjx) bis zur Netzhaut Vordringen und dort Eindrücke hervorriefen. Für gewöhnljch wird dieses Licht blauviolett gesehen. Bei Verstärkung des Lichtes wird der Eindruck hellblau, bei Verminderung blaugrau. Bei allen Versuchen im Ultraviolett ist mit dem Auftreten von Fluoreszenz zu rech­nen. Tatsächlich leuchten alle farblosen Gewebe im Ultraviolett blauwciß auf.,An der Augen­linse wurde dies gezeigt. Dieses Leuchten im Auge ruft den subjektiv sehr seltsamen Lichtnebel hervor. An Schmetterlingen und Fischen kann man durch das Studium der Pigmentbewegungen im Auge nachweisen, daß Ultraviolett bis auf den Augengrund dringt. Durch einen Zweilichter­versuch gelingt es, Daphnien derart zu beein­flussen, daß sie ihre Lage entsprechend der Rich- tung des ultravioletten Lichtes verändern. Diese Tiere können also ultraviolettes von anderm Licht dem Neizwerte nach sehr schnell unter­scheiden.

Eine lebhafte Diskussioy bewies das große Interesse der zahlreichen Versammlung an den Ausführungen und Darbietungen des Vortragen­den.

Oberheffen.

Zubiläumsgaben für den BHC.

n. Schotten, 26. Mai. Der Kreisaus­schuh des Kreises Schotten hat beschlos­sen, dem Gesamtverein des Vogelsberger Höhen-Clubs aus Anlaß seines 50jährigen Bestehens eine Iubiläumsgabe im Be­trage von 2000 Mark zum Zwecke der Förderung der Heimatpflege und Jugendbewe­gung zu überreichen. Trotz der gespannten finan­ziellen Verhältnisse des Kreises entschloß sich der Kreisausschuß einstimmig zu dieser Spende, um damit dem VHC. seinen Dank für seine großen Verdienste, die er sich bisher auf dem Gebiete der Heimatpflege und der Jugendbewegung er­worben hat, zum Ausdruck zu bringen. Auch die Stadt Frankfurt hat dem VHC. für das Vater-Dender-Heim auf der Herchenhainer Höhe erneut einen Betrag von 5 00 Mark zugewie­sen, da das Heim gerade von der Frankfurter Jugend sehr stark besucht wird.

Furchtbarer Flammentod einer Frau.

V Illnhausen (Kreis Büdingen), 26. Mai. Arn ersten Pfingstfeiertag kehrten abends der Ar­beiter und Landwirt Heinrich Schnell und seine Ehefrau mit dem Motorrad, von Herchenhain kom­mend, wieder in ihre Hofreite hierher zurück. Sie stellten ihr Motorrad in die mit Stroh und Heu gefüllte Scheuer. Kurze Zeit danach, etwa 22.30 Uhr, bemerkte die Ehefrau Marie Schnell Brand­geruch. Vorsichtshalber ging sie nochmals in die an das Wohnhaus angebaute Scheune, um nach­zusehen, ob alles in Ordnung fei. Da schlugen ihr auch schon die hellen Flammen entgegen. Um noch das Motorrad zu retten, wagte sie sich zu weit vor. DaexplodiertederDenzintank und innerhalb weniger Sekunden brannte die Scheuer lichterloh. Der bedauernswerten Frau brannten die Kleider buchst üb­lich vom Leibe herunter. Hierdurch erlitt sie fürchterliche Brandwunden am ganzen Körper. Mit einem zufällig im Orte anwesenden Auto wurde die Bedauernswerte dem Gederner Kran­kenhause zugeführt, wo sie jedoch kurz nach der Einlieferung ihren qualvollen Verlet­zungen erlag. Sie hinterläßt zwei unmün­dige Kinder im Alter von 6 bzw. 8 Jahren. Der Ehemann zog sich bei den Nettungsarbeiten ebenfalls schwereDrandwundenan beiden Händen zu und mußte ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Das Vieh konnte bis auf die Hühner gerettet werden. Dem sofortigen tatkräftigen Ein- greifen der Ortsfeuerwehr und derjenigen von Kirchbpacht, die den Brandherd mit drei Schlauch­linien bekämpften, ist es zu verdanken, daß das Wohnhaus unbeschädigt blieb.

Kreis Lauterbach.

* Bermutshain, 26. Mai. In Anwesen­heit des Ministerialdirektors Prof. Dr. Röhler als Vertreter der Negierung, des Landtagspräsi­denten Delp, des Landesvorsihenden des Land­bundes Dr. v. Helmolt, des Kreisdirektors des Kreises Lauterbach Dr. Michel, des Land­

wirtschaftskammerpräsidenten Oekonomierat H e n- s c l und vieler anderer hervorragender Persön­lichkeiten des politischen und wirtschaftlichen Le­bens wurde hier der Landtogsabgeordnete und Altbürgermeister Friedrich I o st, der auf dem Frankfurter Bahnhof in tragischer Weise ums Leben kam, zu Grabe getragen. Neben den vielen auswärtigen Gästen gab die ganze Einwohner­schaft des Dorfes dem Verstorbenen das letzte Geleit. Nach einigen Gesangsvorträgen hielt Pfarrer Saal die Grabrede, in der er die auf­opfernde Tätigkeit des Verstorbenen für seine Mitmenschen und für die hessische Bevölkerung beleuchtete. Diele Kranzniederlegungen und zahl­reiche Nachrufe ließen erkennen, in welch' hohem Maße der Verewigte Hochachtung und Wert­

schätzung in seinem weiten Wirkungskreise genoß. Aus allen Reden war zu erkennen, daß sich der Verstorbene durch seinen lauteren Charakter, durch seine edle Gesinnung, durch Zuverlässigkeit und Pflichttreue, sowie durch verständnisvolle Einsicht viel Vertrauen erworben hatte. Land­tagsabgeordneter Jost gehörte neben dem Land­tag auch dem oberhessischen Provinzialtag, dem Kreistag und dem Kreisausschuß des Kreises Lauterbach, sowie vielen anderen Ausschüssen und Vertretungen an. Er hat sich maßgeblich für die Feldbereinigung eingesetzt und ein wesentliches Teil zur wirtschaftlichen Hebung des Vogels- 6 er ged beigetragen. Der Hessische Landbund hat in ihm außerdem einen eifrigen Förderer ver­loren.

Spielvereinigung 1900 Gießen.

Blitzturnier um den Pokal des Vereins ehern. Hess. Leibdragoner.

Das Blitzturnier der Spielvereinigung hatte eine stattliche Anzahl Zuschauer auf den Sportplatz an die Liebigshöhe gelockt. Kurz vor drei Uhr nach­mittags eröffnete die Kapelle des Reiterregiments 16 (Langensalza) die Veranstaltung. Sodann begannen die Spiele. Trotz der Kürze der Spielzeit (man hatte in Anbetracht der großen Hitze die Spieldauer je­weils nur auf 2 mal 10 Minuten festgesetzt) ent­wickelten sich heftige Kämpfe um den Sieg. Schon gleich im ersten Treffen kam es zu einer Sensation. Der Meister der zweiten Bezirksklasse Butzbach präsentierte sich in bester Verfassung und erzielte gegen 1900 Gießen ein Unentschieden 1:1. Wohl er­zielten die Hiesigen bei andauernder Ueberlegenheit einen Treffer, den aber der Schiri aus unbekannten Gründen annullierte. Dann aber ging Butzbach auf Fehlschlag Zeilers durch prächtigen Fernschuß in Führung. 1900 verdoppelte nach der Pause die An­strengungen, aber erst mit dem Schlußpfiff erzielte Schäfer (1900) den Ausgleichstreffer.

Im zweiten Spiel trafen Wetzlar und Ockers- Hausen aufeinander. Ockershaufen enttäuschte gewal­tig und stellte die schlechteste Mannschaft im Turnier. Äetzlar fiel es nicht allzu schwer mit 2:0 Sieger zu werden.

Dann führte das Los 19 00 Gießen und Ockershausen zusammen. Obwohl sich Ockers- Hausen etwas mehr aufraffte, triumphierte das tech­nisch überlegene Spiel der Blauweihen, die eigent­lich ganz leicht 3:0 siegreich blieben.

Einen spannenden, fast ausgeglichenen Kampf lieferten sich Wetzlar und Butzbach. Der Wetz­larer Torhüter bewahrte seine Elf vor einer Nieder­lage. Das Spiel endete 0:0.

Nach kurzer Pause folgte das Spiel, das entschei­dend wurde um den Gewinn des Pokals.

1900 Gießen Sportverein Wetzlar 1:0.

Ein zähes ausgeglichenes Ringen. Wetzlar mit größerer Wucht und Schnelligkeit. 1900 mit feinerer Ballbehandlung und besserem Stellungsspicl, jedoch reichlich nervös. Mitte der zweiten Spielhälfte fiel die Entscheidung. Ein famoser Strafstoß des Mittel­läufers Katz wurde von Wilhelmi und Langsdorf fast gleichzeitig zum siegbringenden Presser ver­wandelt.

Im letzten Spiel kämpften Butzbach und Ockers- Hausen um die Placierung. Butzbach siegte verdient 2:1.

Bei zwei gewonnenen und einem unentschiedenen Spiel ging die Spielvereinigung 1900 mit 5 Punkten als Sieger aus dem Turnier hervor und errang da­mit den Pokal. VfR. Butzbach beschloß die Runde mit 4. Sportverein Wetzlar mit 3 und FV. Marburg- Öckershausen mit 0 Punkten.

Siädteweiispiel

Gießen Pfungstadt 2:0.

Die für den 2. Pfingstfeiertag vorgesehene Dop- pelveranstaltung auf dem 1900er-Sportplah fiel aus, daOlympia" Lorsch absagte. Die beiden hiesigen Vereine traten deshalb dem erschienenen Gegner, derGermania" Pfungstadt, mit einer kombinierten Mannschaft in folgender Aufstellung entgegen: Balser (VfB.): Zeiler (1900), Bingel (VfB.): Henrich (1900), Langsdorf (1900), Glitsch (1900); Leutheuser (VsD.), Haupt (VfB.), Wil­helms (1900), Feuster (VfB.), Lehrmund (VfB.).

Die Einheimischen fanden sich überraschend schnell zusammen und waren leicht überlegen. Die Pfungstädter Hintermannschaft hatte alle Hände voll zu tun. Allmählich wurde das Spiel aus­geglichener. Pfungstadt drängte sogar gegen den Seitenwechsel heftig, insbesondere, da die Gieße­ner durch Ausscheiden des Halblinken nur 10 Spieler im Feld hatten. Aber auch hier ließ sich das Schlußtrio nicht schlagen. Nach Wiederbeginn gingen die Hiesigen (die Mannschaft war wieder vollständig) mächtig aus sich heraus und hatten etwas mehr vom Feldspiel. In der zwanzigsten Minute schoß Wilhelmi den Führungstreffer für Gießen. Henrich erhöhte durch Verwandeln eines Handelfmeters auf 2:0. Die Gäste spielten dar­aufhin härter. Ein weiterer Elfmeter für Gie­ßen ging an den Pfosten. Die Kombinierten hat­ten in Verteidigung und Läuferreihe den besten Mannschaftsteil. Ganz hervorragend war Bin­gel. Die Läufer ließen sich die schweren Spiele

vom Vortag nicht anmerken. Nur die Stürmer­leistung war schwach. Wilhelmi war der Beste im Quintett, Haupt ließ gegen Schluß etwas nach. Der 2:0-Sieg der kombinierten Gießener war ver­dient.

Die zweite und vierte Mannschaft brachten aus Laubach hohe Niederlagen mit. Die 2. Elf ver­lor 7:0, die 4. Elf 5:1. Am 2. Pfingstfeiertag spielte die 4. Mannschaft in Waldgirmes und ge­wann überlegen 4:0.

Pftngst-Fußball im Reiche.

In Mitteldeutschland siegte Rot-Weiß- Frankfurt auch im dritten Spiel am Montag in Plauen über eine kombinierte Elf, S. u. BC./Kon- kordia Plauen, mit 2:1 (2:0). 4000 Zuschauer sahen Kreß bei der Arbeit, die ihm die beson­ders in der zweiten Hälfte ungestüm drängenden Vogtländer verschafften. Eine empfindliche' Niederlage erlitt Südstern-Derlin in Koburg durch den dortigen VfB. mit 1:4 (1:2). Viktoria Frankfurt (Oder) wurde von Meißen 08 mit 4:2 geschlagen.

Lebhafter Spielbetrieb war in Westdeutsch- l a n d zsu verzeichnen. Der DFC. Prag kam am Rhein zu zwei schönen Siegen. Die Deutschböhmen schlugen in Aachen eine kombinierte Elf von Ale­mannia Aachen/Mülheimer SV. 3:1 (1:1) und fer­tigten ihre Gegner auch am Montag in Mül­heim überlegen mit 6:2 ab. Don den süddeut­schen Mannschaften waren die Spielvg. Fürth über Borussia Rheine mit 8:2 und dem DfB. Biele­feld mit 6:2, und die Würzburger Kickers je­desmal mit 2:1 über Münster 08 und Ha­gen 72/Hüsten 09 erfolgreich.

Recht würdig vertrat die Eintracht Frankfurt die deutschen Farben in der Schweiz. Der FC. Zürich wurde überlegen 5:2 (2:1) geschlagen. Der Freiburger FC. spielte mit dem FC. Biel 2:2, kam aber über dem FC. Solothurn mit 5:4 (5:2) zu einem Sieg. Union Böckingen gewann je­desmal mit 3:1 über Brühl St. Gallen und Blue Stars Zürich, während der FC. St. Gallen und Ulm 94 sich 2:2 trennten.

Wiener Fußballsieg in Duisburg.

Von dem großen Können der österreichischen Be­rufsspieler hat jetzt auch Westdeutschland sich über­zeugen können. Die Wiener Städteelf konnte nach ihrem schönen Erfolg am Pfingstsamstag in Köln, am zweiten Feiertag vor 12 000 Zuschauern im Duisburger Stadion auch die Stadtmannschaft von Duisburg überlegen mit 6:2 (3:0) abfertigen. In einem glänzenden Kampfe übertrafen die Wiener Profis durch ihre glänzenden Leistungen noch die hochgespannten Erwartungen.

Zungfliegerireffen auf der Wafferkuppe.

Der Deutsche Luftfahrtverband e. D. Berlin hatte auch in diesem Jahre zu Pfingsten wieder seine Iungflieger zum Zweiten Deutschen Iung- fliegertreffen und Modellwettbewerb für Segel- slugzeugmodelle auf der Wasser kuppe zusammen- gerufen. Trotz der Röte der Zeit waren 470 Iungflieger aus allen Gegenden Deutschlands zu Fuß. per Rad, Motorrad oder Auto diesem Rufe gefolgt.

Eingeleitet wurde das Iungfliegertveffen durch einen Fackelzug nach dem Fliegerdenkmal, wo eine Heldengedenkfeier stattfand. Der erste Vorsitzende des Deutschen Luftfahrtverbandes, Staatsminister a. D. Dominicus, hielt an die deutschen Iung­flieger eine Gedenkrede, die in einem Hoch auf das deutsche Daterland ousklang. Am Sonn­tagvormittag stellten sich die Iungflieger mit 227 Modellen dem Starter. Wenn auch der Wind von acht bis zehn Sekundenmetern zunächst we­nig günstig erschien und den Modellbauern ge­rade am Austragungstage schwere Aufgaben beim Eintrimmen der Modelle stellte, wurden doch die Leistungen des vergangenen^Iahres erreicht. Die großen Modellbaukanonen, wie Winkler (Ber­lin), die Weißenfelser, die Mitteldeutschen, die Frankfurter usw., hatten Flugzeiten von vier bis fünf Minuten und Strecken bis zu 2000 Meter. Sieger wurden in Klasse A der Senioren Dill- mar (Schweinfurt) mit 1910 Meter, und Gentsch (Dresden) mit 1250 Meter. Letzterer erzielte auch die höchste Flugdauer mit drei Minuten 37 Se­kunden. In Klasse D der Junioren siegten Heil- mann (Greiz) mit 700 Meter Strecke, und Schie­nen (Berlin) mit 2 Minuten 2 Sekunden Flug­dauer.

Am Montag führte das Forschungs-Institut bei Rhön-Rossitten-Gesellschaft, die auch in diesem Jahre Gastgeberin ist, ein Schleppsegelflugzeua mit Riedel am Steuer des Motorflugzeuges und dem Weltrekordmann G r o e n h o f f am Steuer des Segelflugzeuges vor. Des weiteren zeigte Groenhoff auch an zwei gelungenen Starts bad neue Geheimnis der Wasserkuppe, die schwanz­lose Maschine Köhls,Das fliegende Dreieck Lippischs". Das große Interesse der Behörden an dem Treffen bewies die Anwesenheit des Oberregierungsrates , Geher vom Reichsverkehrs­ministerium.

Deutsche Reitersiege in Oesterreich.

In dem Internationalen Reit- und Fahrturnier in Laxenburg bei Wien zeigte Deutschland ausgezeich­nete Leistungen. Im Preise vonSt. Georg" siegte Graf Hohenau (Deutschland) mit Nestor, im Ama, Zonenpreis sprang den Sieg Ella P o s ch i n g e r (Deutschland) in 1:09,4, in der großen Reiterprüfung der Herren besetzte Oberleutnant Holst (Deutsch- land) mit Landsknecht in 1:41,2 und mit Meerkatze in 1:46 die beiden ersten Plätze. Dritter war Oberleut­nant V i e b i g (Deutschland) in 1:54,3. Am Sonntag waren die auswärtigen Teilnehmer Gäste des Bun­deskanzlers.

Medenspiele 1934_

Die Medenspiele 1931 begannen an den Pfingst- feiertagen mit den Vorrunden in Leipzig, Stuttgart und Duisburg. Für die Vorschlußrunde qualifizierten sich Rot-Weiß Berlin, Baden und Rheinland, wäh- rend der Sieger des Treffens, Danzig, gegen Ost­preußen noch gegen den Berliner Tennisverband um die vierte Vertreterstelle zu spielen hat. Die Vor­schlußrunde gelangt am 12. und 13. September zum Austrag.

Deutsche Saalsport-Meisterschasten her Concordia.

Die neuen Meister.

In Augsburg fanden am Pfingstsamstag und Sonntag die deutschen Saal-Radsportmeisterschaften der Concordia statt, die guten Sport brachten. Auch das Rahmenprogramm war gut. Den Löwenanteil der Meisterschaften sicherten sich die Augsburger, die besonders im Radball ihre Ueberlegenheit unter Be­weis stellen konnten.

Die Ergebnisse waren: Sechser-Schulreigen: 1. RV. Konkordia Ausgburg 11,059 Punkte, 2. Kon­kordia Pfersee 10,980, 3. RV. 1900 Krefeld 9,155; Sechser-Kunstreigen: 1. Konkordia Krefeld 27,498 P., 2. RV. Windthorst Augsburg 26,069, 3. RV. Adler Michelau, 4. Konkordia Ulm; Zweier-Kunstfahren mit zwei Maschinen: 1. RV. Windthorst Augsburg 21,152 P., 2. Konkordia Jsny 16,346, 3. Konkordia Schweinfurt 14,035; Zweier-Kunstfahren mit einer Maschine: 1. RV. 1900 Krefeld 20,958, 2. RV. Augs- bürg 12,376, 3. Adler Michelau 12,306; Zweier-Rad­ball: 1. Konkordia Augsburg 10 P., 2. Konkordia Offenburg (Baden) 7, 3. Konkordia Steinwiesen 5, 4 RV. Schnecke Köln 2, 5. Torpedo Bottrop 0; Kunstfahren auf einer Maschine: 1. Konkordia Bam­berg 13,752 P. im Alleingang.

Kurze Gportnotizen.

Einen deutschen Rudersieg gab es bei der Internationalen Pfingstregatta in Ostende. Der RV. Bayer Leverkusen gewann mit der Mannschaft Happ-Iurgen den Riemenzweier in 11:20 in ganz überlegener Manier vor RUN. Brüssel und, Efft. Gent, dagegen mußte sich der Godesberger Hasen- . deck im Endlauf des Einex-Wettbewerbs hinter den Belgiern Lafontaine und Mange mit dem dritten Platz begnügen.

Eine sensationelle Niederlage mußte der deutsche Tenniscrack Dr. Landmann beim Bo- russia-Turnier am Montag in Berlin durch den jungen Lindenstädt einstecken, der 6:0, 6:1 gewann.

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