Ausgabe 
27.5.1931
 
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unter Belassung seiner AmtsbezeichnungMedizinal- rot" zum Kreisarzt des Kreisgesundheitsamts Schot- ten und der Anstaltsarzt Medizinalrat Dr. Fritz Hof. mann in Gießen unter Belassung seiner Amts- bezeichnungMedizinalrat" zum Amtsarzt bei dem Kreisgesundheitsamt Worms, beide mit Wirkung vom 1. Juni 1931.

* Sommer-Spielzeit des Stadt- t h e a t e r s. Man schreibt uns: Die Intendanz macht nochmals darauf aufmerksam, daß in dieser Sommer, spielzeit ein starker Preisabbau bis zu 33,33 v. H. (bei den Sechserkarten) und bei den ermäßigten Tageskarten bis zu 25 d. 5), eingetreten ist. Die Sommerspielzeit dürste besonders interessant werden, da mit ersten Prominenten Verhandlungen wegen Gastspielen angeknüpft sind. Das Gießener Stadt- theater wird dadurch seinem Theaterpublikum ein richliges Großstadttheaterprogramm bieten. Fiik die heißen Tage ist das Theater ein besonders ange- nehmer Aufenthalt, da durch die neue Dentilations- anlage, die zu Ende der vorigen Spielzeit eingebaut wurde,' eine gute lemperaturregulierunq stattfinden

Maienblasen. Bei dem Maienblasen am heutigen Mittwoch um 19 Uhr vom Turm der S t a d t k i r ch e werden folgende Stücke zu Geher gebracht: 1. Valet will ich dir geben: 2. Jägers Abschied vom Walde (Wer Hut dich du schöner Waldi, v. Mendelssohn-Dartholdh: 3. Das treue deutsche Herz, von Otto.

* Die Schweinezwischenzählutig am 1. Juni betrifft eine Bekanntmachung der Stadtver- waltung im heutigen Anzeigenteil, auf die Inter­essenten besonders bingewiesen seien.

Versammlung der Gießener ® a r» te nd^ sitzer. Man berichtet uns: Am letzten Freitag fand im Hörsaal des Landwirtschaftlichen Instituts eine Versammlung der Gießener Gar­tenbesitzer statt, um die Frage der weiteren Schädlingsbekämpfung im Obstbau zu bespre­chen. Amtsgerichtsrat Gros begrüßte die Ver­sammlung und gab einen Uebcrblick über die bisher geleistete Arbeit. Er erwähnte, daß bei der Wintersprihung sich 360 Gartenbesitzer betei­ligt haben und daß etwa 6000 Bäume mit Kar- bolineum behandelt worden sind. Gewiß ein gro­ßer Erfolg für die neugeschaffene Organisation. Besonderer Dank gebühre der Stadt Gießen, so­wie dem Feldschuhpersonal, ohne deren wirksame Mithilfe die ganze Aktion nicht Hütte durch- geführt werden können. Alle Anwesenden forderte er auf, nun nicht auf halbem Wege stehen zu bleiben, sondern wieder mitzutun, wenn die Sommersprihe durchgeführt werden soll. Gelte c8 doch besonders gegen Schorf und Obstmade, die beiden gefürchtetsten Schädlinge unserer Obst­bäume, mit aller Energie vorzugehen. Dr. A p - p e l, der Leiter der Hessischen Hauptstelle für Pflanzenschutz, wies in einem Referat auf die Bedeutung der Schädlingsbekämpfung im Obst­bau hin. Er zeigte, welche Schädlinge die Äar- bolineumsprihung vernichtet hat und hob dann besonders die Wichtigkeit der Sommerspritze mit arsenhaltigen Mitteln hervor. Die Frage der Untorkulturen wurde besprochen, und die Be­fürchtungen der Bienenzüchter, bah ihre Dienen durch die Bekämpfungsarbeiten Rot leiden wür­den, wurden widerlegt, da ja in der Blüte nach Vorschriften des Deutschen Pslanzenschuhdienstes nicht gespritzt werden darf. Auch aus der Ver­sammlung heraus wurde von mehreren Seiten die Sommersprihe befürwortet. Für die Arbeiten, die bald nach Pfingsten beginnen werden, haben sich bis jeht 140 Gartenbesitzer zur Teilnahme ongemeldet. Es wäre zu hoffen, daß sich noch der eine oder andere entschließen würde, wieder mit­zumachen, denn nur bei gemeinsamer Schädlings­bekämpfung möglichst sämtlicher Obstzüchter ist zu erreichen, daß wir des grohen Heeres der Schädlinge im Obstbau Herr werden. D.

** Zimmermanns Zirkus-Schau. Der Zirkus unserer Jugendtage ist nicht tot. Dom Don­nerstag finbeiv jeweils 20.15 Uhr, auf dem Oswalds- garten Klein-Zirkusvorstellungen statt unter freiem Himmel mit aufgespanntem Drahtseil und Schiffs- mast mit Darbietungen der Parterre-Akrobatik und fliegenden Menschen am Trapez, mit Balancierkunst und dem Schlangenmenschen. Klowns und der Herr Direktor, sie fehlen nicht und werden dazu beitragen, daß auch der Humor zu [einem Rechte kommt. Der kleine Zirkus, der einer Der wenigen ist, die heute noch auf Märkten und in kleinen Städten gastieren, durste tn manchem Besucher Jugenderinnerungen wachrufen, Grund genug, sich das Gastspiel dieser Variete. und Revue-Schau nicht entgehen zu lassen. (Siehe heutige Anzeige.)

DieGewerkschaftDeutscherLoko- mvtivführer hält am nächsten Samstag und Sonntag im Cafe Leib zu Gießen ihre Tagung ab, an der die Mitglieder des Direktionsbrzirkes

Frankfurt a. M. und einige Vertreter von Berlin teilnehmen werden. In Verbindung damit feiert die Ortsgruppe Gicßen der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer am Samstagabend, ebenfalls im Daf6 Leib, ihr 35. Stiftungsfest, mit dem die Ehrung der Iubilare verbunden sein wird. (Siehe heutige Anzeige.).

" Der Vertretertag der Gewerk­schaft hessischer Gemeindebeamten findet am 31. Mai in Alzey statt. Von einer offiziellen Veranstaltung ist Abstand genommen worden. Auf der Tagesordnung stehen neben der Abnahme des Geschäfts- und Kassenberichts Referate über die Einführung einer Stellen- losenunterstühung für kommunale Angestellte. Be­sonderes Interesse wird die Behandlung des Versicherungsgesetzes für gemeindliche Beamte finden.

* Pionier-Treffen in Mainz-Ka st el. Man schreibt uns: Am 4., 5. und 6. Juli soll in der alten Pioniergarnison Main-Kastel ein kamerad­schaftlicher Wiedersehenstag stattfinden. Alte Kame­raden werden gebeten, ihre Adresse umgehend an Karl Rapierala, Wiesbaden-Biebrich a. Rh., Mainzer Straße 25a, zu senden, mit der Angabe: Truppenteil, Kompanie und Jahrgang. Persönliche Einladungen, sowie Zusendung der Fragebogen sin- den nur an die Kameraden statt, deren Anschriften mitgeteilt werden.

Klein« Strafkammer Gießen.

Gießen, 22. Mai. Ein in vorgerückten Jah­ren stehender Kellner verfolgte Berufung gegen ein Urteil des Amtsgerichts Dad-Rauheim. durch das er wegen Körperverletzung, Widerstandes gegen die Staatsgewalt und össentticher Belei­digung zu sechs Wochen Gefängnis ver­urteilt worden war. Zweck der Berufung war Herabsetzung der Strafe. Eines Abends verlangte er in einer Wirtschaft Bier, das ihm. weil er auf der Trinkerliste stand, von der Büfettdame verweigert wurde. Als er versuchte, ein für einen andern Gast bestimmtes Glas auszutrinken, wurde er von der Büfettdame daran gehindert. Darauf schlug er ihr ins Gesicht. Dem herbeigeholten Gendarmen, der ihn auf die Wache brachte, -leistete er heftigen Widerstand, schlug ihm ins Gesicht und beschimpfte ihn mit gemeinen Aus­drücken. Rur mit Hilfe eines zufällig vorbei­kommenden Arbeiters gelang «3. ihn zu über­wältigen. Heute wollte er von nichts mehr wissen und suchte sich auf sinnlose Betrunkenheit hinaus­zureden. Es wurde aber iestgestellt, daß er nur angetrunken war. Die Berufung wurde zurück­gewiesen. Das. Gericht bezeichnete es für erfor­derlich. die Sicherheitsbeamten in der rechtmäßi­gen Ausübung ihres Dienstes entsprechend zu schützen.

Wirtschaft.

Verlosung bei der Hessischen Hy­pothekenbank. Bei der Verlosung dec Hes­sischen Hypothekenbank wurden zur Rückzahlung am 30. Juni 1931 auSgelost: 1. 4.5proz. Liqui- dationsgoldpfandlr.efe Reihe 124 alle Stücke, deren Rummern die Endzahlen 20, 43 und 68 tragen; 2. 4,5proz. Liquidationsgoldpsandbries- zertifikate Reihe 123 alle Stücke, deren Rum­mern die Endzahlen 4 und 5 tragen, Reihe 24 alle Stücke, deren Rummern die Endzahlen 1 und 5 tragen. Die Einlösung erfolgt ab 1. Juli 1931 in Darmstadt bei der Hessischen Landes­hypothekenbank oder in Frankfurt a. M. bei der Rassauischen Landesbank. 'Bei der ersten Ver­losung der Restanten vom 16. Mai 1930 wurden gezogen 4.5proz. Liquidationsgoldpfandbriese Reihe 123. a) von den Pfandbriefen zu 2000, 500 und 100 Goldmark alle Stücke, deren Rum­mern die Endzahl 10, 51, 53 und 62 tragen, b) von den Pfandbriefen zu 1000, 200 und 50 Goldmark alle Stücke, deren Rummern die End­zahl 10, 46, 51, 53 und 62 tragen, 3. 4,5proz. Goldpfandbriefzertifikate Reihe 123 alle Stücke, deren Rummern die Endzahl 0 und 1 tragen. Don diesen Stücken ist ein Teil bis jetzt noch nicht zur Einlösung vorgelegt worden.

* Steigender Automobilexport. Die Adam Opel AG. in Rüsselsheim berichten, daß die deutsche Gesamtausfuhr an Automobilen im ersten Quartal 1931 um 10 v. H. höher sei, als in der ent­sprechenden Periode des Vorjahres. Der Opel-Anteil war von Januar bis Dezember 1930 am Gesamt­export 23,9 v. H., am Personenwagenerport 29,5 o. H. und am Lastwagenexport 13,4 v. H. Der Anteil Ja­nuar bis März war für die Opelfabrikate am Ge­samtexport 50 v. H., am Personenwagenexport 53,6 und am Lastwagenexport 45,5 v. H. Der Anteil an der Personenwagenausfuhr ist etwa auf das 1,8- fache, der an der Lastwagenausfuhr fast auf das 3,5fache seiner vorjährigen Höhe gesteigert worden. Die absoluten Ausfuhrziffern seien noch stärker als die Verhältniszahlen gestiegen. Die Ausfuhr von Opelwagen in den ersten vier Monaten 1931 über­steigt bereits die des ganzen Kalenderjahres 1930 um rund 20 v. H.

Der Aktienindex. Der vom Statistischen Reichsamt errechnete Aktienindex (1924/26 = 100) stellt sich für die Woche vom 19. bis 23. Mai auf 80,7, gegenüber 83,5 in der Vorwoche, und zwar in der Gruppe Bergbau und Schwerindustrie auf 73,4 (76,7), Gruppe verarbeitende Industrie auf 71,2 (74,1) und Gruppe Handel und Verkehr auf 103,8 (105,9).

*CorneliusHeylAG., Worms. Aus dem einschließlich 245 476 Mark Gewinnvortrag 932 401 Mark betragenden Reinaewinn für 1929/30 wird die Cornelius Heyl AG. in Worms für die beiden letzten Jahre die statutenmäßige 6-v. H.-Dividende aus- schütten und auf die Stammaktien 4 v. H. (0 o. H.) Dividende verteilen. Der Rest von 164 401 Mark soll vorgetragen werden.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 27. Mai. Tendenz: etwas beruhigt. Rach den starken Rückschlägen im gestri­

gen Börsenverkehr zeigte der heutige Beginn ein etwas beruhigteres Aussehen, da die Kulisse auf dem erniedrigten Riveou kleine Rückdeckungrn vor­nahm und auch die Danken einige Käufe vorge­nommen haben dürften. Diese leichte Erho­lung beruht in der Hauptsache auf börsentech­nischer Grundlage. Einen gewissen Stimulus be­reiteten der Reichsbankausweis für die dritte Maiwoche, der eine weitere Entlastung um rund 100 Millionen brachte, die leichte Befestigung der Reichsmark und die etwas gebesserte Reuyorker Börse. Anderseits blieben aber die bevorstehende Rotverordnung und die Zusammenkunft der Staatsmänner in Chequers ein unveränderliches Stimmungsmoment, und man beobachtete daher stärkere Zurückhaltung. Das Geschäft zu den ersten Rotierungen bewegte sich in sehr engen Grenzen, und schon kleinste Rachfrage genügte, um d-ie Kurse bis 1,5 Prozent zu erhöhen. So eröffneten I.-G.-Farben, AEG., Licht & Kraft, Schuckert und Mannesmann je 1,5 Prozent freund­licher, Aku, Salzdetfurth und Westeregeln bis zu 3 Prozent höher. Durchweg schwächer tagen da­gegen Bankaktien, die bis zu 1,5 Prozent ver­loren, wobei von einigen Auslandsabga­ben verlautete. Am Bauunternehmungsmarkt la­gen Zement Heidelberg 3 Prozent schwächer, wäh­rend Holzmann und Wayh & Freytag gut be­hauptet lagen. Dyckerhoff erschienen mit Minus- Minus-Zeichen. Don deutschen Anleihen gaben Altbesih fast 0,5 Prozent nach. Am Auslands- rentenmartt waren Mexikaner nach den gestri­gen Abschwächungen etwas erholt. Am Pfand­briefmarkt bestand noch etwas Angebot, doch er­fuhren die Kurse keine stärkeren Abschläge. Reichs- schuldbuchforderungen im Einklang mit dem Ak­tienmarkt etwas erholt. Im Derlaufe formte sich die Mehrzahl der Kurse etwas befestigen, da das Bleiben Briands als Außenminister befriedigte. Später bröckelten die Kurse etwas ab, da am Kassamarkt zu Geldbeschaffungszwecken für den Zahltag stärkeres Angebot vorgelegen ha­ben soll. Spezialwerte lagen etwa 0,5 Prozent unter dem Anfangsniveau. Siemens kamen ver­spätet mit plus 3 Prozent zur Rotiz. Arn Geld­markt war Tagesgeld mit 4 Prozent leicht. Am Devisenmarkt lag die Mark gegen London etwas schwächer. Man nannte Mark gegen Dollar 4,21, gegen Pfunde 20,4725, London gegen Reuyork 4,8637, gegen Paris 124,26, gegen Mailand 92,93, gegen Madrid 50,25, gegen Schweiz 25,1650, ge­gen Holland 12,0990.

Berliner Börse.

Berlin, 27. Mai. Rach überwundener Liqui­dation eröffnete die heutige Börse hauptsächlich aus positionstechnischen Gründen eher etwas freundlicher. Schon im Dormittagsverkehr hatten die leichten Erholungen gestern in Reuyork, die man mit Deckungen in Zusammenhang brachte, die auf Grund der angekündigten Zwangsmaß­nahmen gegen die Baissespekulation vorgenommen wurden, und ein ziemlich günstig beurteilter Reichsbankausweis für die dritte Maiwoche eine etwas freundlichere Stimmung ausgelöst,

und nur die immer noch ungeklärte Lage der Oesterreichischen Kreditanstalt waren ein Stim­mungsmoment. Aus einigen Märkten kam dann zu Beginn der Börse immer noch Ware heraus, die aber, da bei der Spekulation Deckungsneigung bestand, ziemlich aufgenommen wurde. Bei der Be­urteilung der Tendenz ist der in den Kursen ent­haltene Report zu berücksichtigen. Auch dcrs Feh­len neuer Limite ließ die Kursgestaltung etwa- irregulär werden. Etwas stärker gebessert erschie­nen Allgemeine Lofol & Kraft, Demberg. Schult­heiß, Kaliwerte, von denen Westeregeln sogar mit Plus-PluS-Zeichen erschienen. Chade, Lahmeyer und die meisten übrigen Llektrowerte, während Bayerische Hypothekenbank. Zellstoff Waldhof durch schwach: Haltung auffielen. Äontigummi lagen auf Dividendenabschlag kurSmähig etwa- leichter. Sine weitere Ermäßigung deS Kupfer­preises auf 9.02'/$ Dollar wirkte sich in den Kup­ferwerten nicht starker aus. Anleihen ruhig. Alt­besih lagen nachgebend, auch Ausländer zur Schwäche neigend. Ungarn Gold lagen 0,5 Prozent niedriger, Pfandbriefe ebenfalls eher angeboten, nur Reichsschuldbuchforderungen eine Kleinigkeit erholt. Im Einklang mit dem Aktienmarkt Geld zum Zahltag am 29. d. M. schon heute etwas steifer. Tagesgeld stallte sich auf 4.25 bis 6,25 Prozent, die übrigen Sätze unverändert. Im Der­laufe erfuhren die Kurse auf Deckungen 1- bis 2prozentige Besserungen. Besonders Kar­stadt. Kontigummi, Rhein. Braunkohlen und Salz­detfurth zeichneten sich durch Festigkeit au3. Daß Briand seine Demission als Außenminister zurückgezogen hat, war der Börse erst teil­weise bekannt.

Vichmarkt in Lich.

D Lich. 26. Mai. Der heutige Pfingstmarkt brachte unserem Städtchen einen überaus reichen Verkehr. Zum V i e h m a r k t waren aufgetrieben 861 Ferkel und 156 Lämmer. Ziegen und Böcke. Bezahlt wurden für 6 Wochen alte Ferkel 12 bis 14 Mark, für 6 bis 8 Wochen alte 16 bis 20 Mark, bis zu 10 Wochen alte 22 Mark und ältere 25 Mark durchschnittlich. Durch das Ueberangcbot verblieb geringer Ueberftanb. lieber den Verlauf der vorn Kreisziegenzuchtverein und dem Landwirtschafts­kammerausschuß veranstalteten Ziegenschau werden wir noch berichten.

Vichmarkt in Schotten

* Schotten, 26. Mai. Auf dem heutigen P r ä miierungsmartt standen etwa 450 Stück Rindvieh, 115 Pferde und 20 Ziegen zur Bewertung durch die Preisrichter zur Verfügung. Auf dem gleich­zeitig stattfindenden Schweinemarkt waren etwa 850 Schweine zum Verkauf gestellt. Man bezahlte für Ferkel bis zu sechs Wochen alt 12 bis 15 Mark, sechs bis acht Wochen alt 15 bis 20 Mord acht bis dreizehn Wochen alt 20 bis 25 Mark, Läufer 30 Mark, Einleger 40 Mark je Stück.

Frankfurter Eicrrnarkt.

Frankfurt a. M., 23. Mai. Die letzten Tage vor Pfingsten brachten dem Eiergeschäft weiter eine leichte Belebung des Absatzes, der sich jedoch säst ausschließlich auf die billigen Sorten beschränkte. Die Preise zeigten verschiedentlich wie­der leichte Rückgänge, so für Holländer, Dänen, Italiener und Russen. Deutsche Frischeier waren ziemlich gut gefragt: Es notierten in Pfennigen per Stück ab lo:o Frankfurt a. M.: Italiener 8 bis 83/4, Bulgaren bis 73/4, Jugoslawen 7 bis 7/t, Rumänen 63/t bis 7, Russen 6 bis 61/,. Holländer 7 bis 91/*, Dänen 7 bis 10, Belgier 8'/* bis 83/<: Bayern 7/2 bis V/it deutsche Frischeier 6'/z bis 91/,.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 27. Mai. Es wurden notiert: Weizen 300; Roggen 217,50; Hafer, in­ländischer, 210 bis 215; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0, 41 bis 42; Roggenmehl 29,75 bis 31,75; Weizenkleie 12,75; Roggenkleie 13,50. Ten­denz: ruhig.

Letzte Nachrichten.

Briand zieht seine Demission zurück.

p a r t e , 27. TTlai. (WT8. Drcchlmeldung.) Außen­minister Briand hat im heutigen Ministerrat auf die dringenden Vorstellungen seiner Ministerkollegen seine Demission zurückgezogen.

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bis 12.33 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen

.Tür unverlangt eingesandte Manuskripte ohne beigefügtes Rückporto wird keine Gewähr übernommen.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 5 o. H., Lombardzinsfuß 6 o. H.

^ranffurl a. Dl.

Berlin

«Schluß- fürs

1-tkhr- Rur4

«Schluß- fur4

Anfang. flur<

Datum

26.5.

27.5.

26.5.

27.5.

6% Deutsche Reichsaweihe

84,25

_

85,1

_

7% Deutsche Reichtanleihe

99,5

99,1

Deutsche Ant.-AblSs.-Schuld mit

54,25

4,5

53,8

54,4

4,5

54

vetzgl. ohne Auölos.-Rechte . . 6% Hell, tiolllilnat von 1929

4,5

(<hal)l6. 103%)......

Oberhessen Provinz - Anleihe mit

91

94

_

Deutsche Komm. Sammelabl.

52

52

8% firanll. Hnp.-Bank «oldpfe XIII unlhnbbat bti 1934 . . . ;% grants. Hvp.-Bank Soldpfe

101,25

97,5

_

4ft% Rheinische Hvv.-Banl

90

_

_

8% Pr. Landeßplandbriesaollalt,

100,5

_

100,5

8% Pr Lande4p>andbrtefa»krall,

tzomm^Lbl. Di. 20......

7% Pr. Landeiplandbrtefanllatt,

Pfandbriefe R.«......

119.0. abg. Bortriegt-Obllgatio-

96,5

nen. rüchjablbar 1932 .....

<% Ceflerretcbffdje Oolbrtnte . . 4,20% Lcstcrrctchifche SUbtrrrnft 4% Ccflcael4M4e Stnheültche

Rente...........

4% UngatW ®oltrente ....

4% Ungarische StaatSrente V. 1910 4y,% bergt, von 1913.....

4% Ungarische Sronenrenke . . . 4% Dürlische Sollanleihe von 1911

4% Dürkllche Bagdadbahn-Anl Serie I...........

4% bergt. Serie ll.......

6% Rumänisch« vereinh. Reute von 1903 ..........

Rumünlsch« vereinh. Rente von 1918 ..........

1% Rumänische vereinh. Rate

20,9

20

2

2,05

_

17,4

17,4

17,9

15

-

-

3,3

3,4

3,4

_

_

3,4

3,4

3,3

7,65

7,5

14,25

14,4

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6,15

6

Hranksun a. J)i. |

Berlin

Schluß-, 1-tthr- kurS | flur#

Echlvß- Iur4

Anfang. flur<

Datum

26.5.

27.5.

26.5.

27.5.

Hamdurg-Amertka Patel ... 7 Hamburg-Sbdom. Dampfschiff. 8 Hansa Damvfschifs.....10

Norddeutscher Llovd.....8

Allgemeine DeutscheLreditanK. 10 Barmer Bankverein .... 10 Berliner Handelkgejellschafi . 12 Lommerz- und Privat-Bant . 11 Tarmslüdler und Rattonalbank 12 Deutsche Bank und

DUconto^Sefelllchaft, ... 10 Dresdner Bank......10

Reichsbanl........12

-3.C.®............8

Bergmann.........9

Sicht. LleserungSgesellschaft. 10 Licht und fttafl......10

Feilen & Guilleaume ... 7% Gesellschast |üt Elektrische

Unternehmungen .... 10 Hamburger Elektrizitäts-Derke 10 Rdeintsche Elektriiität .... 9 Schlesische ElektrijilLt. ... 10 crtiuden &1o.......u

Swmen« L Halste.....16

rron4ravio.........e

Labareyer S Eo.......10

vuderutz ........ 8 Deutsche Lrdbl ....... « Essener Steinkohle ...... 8 Geilenkirchener ....... 8 H«vcner..... O

Hoesch Eisen........

3ile Bergbau ....... 10 jllbcknerwerte ........ 7 LSIn-Ncuetsen ....... 7 Mannelmann-RShre» .... 7 vlansfelder Bergbau ..... 7 Oberschles. Liienbcdarf . ... 6 Oberschles. ttolrwerke.....7

Dhbnir Bergbau......8%

Rbeiniiche Braunkohle» . . 10 Rbelnslabl...... 6

Niebeck viontai ...... 7.2

48

50

107

101,75

120

10t

101

86

96

96

70

90,5

91

108,5

136

100,5

58,5

64,5

48

147,5

50,13

62

30

45

136

62,25

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i ssfi i i 12 1 z i i 1 l 1 1 1 II äs iiiiiöiib. ä i a i i i i i i i

48

89.5 70,25 50,25

106,75 101,25

120,5

101

101

133,5

85,5

57 96,25

96,5 70

90

90

106,65 135,25

102,75

38,13 59

63,25

49

47

143,75

47

51

62,65

30,4

63

43

138,5 61,13

48.25

89.5

70

47

105,75 101,25

120

101

101 131,25

87,4

59

99,75 97,75

71

92

92

109

138

59,13

47,5

145 48,13 51,5

63,13

30

63

43

137,13

62,5

Frankfurt a. 3)1.

Berlin

Schluß- Iur<

t^lhr-

Schluß« kur«

Anfang. flur<

Datum

26.5.

27.5.

26-5.

27.5.

VerrMtgre Stahlwerke.....

Olavi Minen......16'/.

44

43,75

43,5

21,65

Kaliwerke Ascherileben ... 10

117

116

119

Rnliroedt Welteregeln ... 10

120

123

118

123,5

Kaliwerke Saljdetsurth ... 15

176,25

178

176,5

177,75

I. ®. Yorden-Industrie ... 12 Dvnamit Nobel.......<

Scheide anstatt........ 9 Goldschmidt ...... . 6

Sütgtrtroerfe........6

MetallgelelllLaft.......8

Bhilivv Holzmann......7

Zementwerk Heidelberg . . 10 Gementroetf Karlstadt. ... 10 Vavb & ffrevtao......8

Schullbeit Patzenhofer ... 15 Cftroede.........12

8 tu...........18

Bemberg...... 14

Bellftoff valdhof .... 18'/. Kellftoss Aschaffenburg ... 12 Cbarlottenburger Sofia ... 8 Dessauer GaL........ 9

Daimler Motoren ...... 0 Deutsche Linoleum ...... Maschinenbau .....0

Nal. Automobil ....... 0 CtenfUto & Koppel.....6

Leonbard Dietz ...... 10 Eveneka...........

frankfurter Maschinen .... 4

Geigner........ . 6

Hevligeniiaedt .......v Iungyan»....... 6

Lechwerte..........8

Matnliastwertc Höchst a.®L . . 8 Miag...........10

Gebr. Roeder.......10

Botgt & Haeffner......9

Süddeutsche Zucker .... 10

128,5

129,75

127,25

129,13

118

118

38,25

37,75

43,5

44,75

45,75

60

59

69,5

69,65

69,5

70

57,5

53.65

23,5

23,5

23

121,75

126,5

55,5

58

55

58,25

68

65,75

69

72,5

73

70,5

65

-

66,5

103,75

87

22

22,75

23

59,5

59,25

6£

38

38,25

91

91

92

225

222,5

223,5

12,5

29,5

28,9

1

1 -

-

62

-

.

-____

114,5

115,5

Bantnoten.

Berlin. 26 Ma!

«eld

ZFkJ

Bmenkonischc- Rote»......

4,187

4,207

Belgische Roten. .......

58,28

58,52

Dänische Noten ........

112,30

112,74

Englische Noten........

20,40

20.48

tzranzüstsche Noten.......

16,41

16.47

Holländische Noten .......

168,54

169,22

Italienische Noten........

21.99

22.07

Norwegische Noten.......

112.18

112,62

Deursch-Oefterreich, tz 100 Schilling

59.005

59,245

Rumänische Noten.......

2,475

2.495

Schwedische Noten.......

112,46

112,90

Schweizer Noten........

81,08

81,40

Spanisä,« Noten........

39.92

40.08

Dichechoiiowakische Noten.....

12,41

12,47

Ungarische Roten........

73,10

' 73,40

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. M.

26. Mal

27. anal

Amtliche Notierung

Geld | 2rie?

Amtliche Notierung

Geld Bries

«mit.. Rott.

168,88

169,22

169,08

169,42

Buen-StreS

1.280

1,284

1,271

1,215

Brg.-Antw

58.465

58,585

58,54

58,66

ttirifttania.

112,49

112,71

112,62

112,84

«openbagen

112,53

112,75

112,62

112,84

Ciockbolm .

112,64

112,86

112,75

112,97

HclftngkorS.

10,573

10,593

10,558

10,560

Italien . . .

21,98

22.02

22,02

22.06

London. . .

20,44

20,48

20,456

20.496

Renn ort ..

4,202

4,210

4,2065

4,2145

PorrS. . « .

16,431

16,471

16,459

16,499

Schwei, . .

81,24

81,40

81,29

81,45

Spanten. -

40.24

40,32

40,91

40.99

Japan . . . Rio de Jan.

2,076 0,281

2,080

0,283

2,079 0,281

2,083 0,283

Wien In 2)

Ceft. abgeft

59,065

59,185

59,13

59,25

Idnab" ' "

12,451

12,471

12.462

12,482

7,413

7,427

7,423

7,437

Vadapest. .

73,25

73,39

73,31

73.45

Bulaarren .

3,046

3,052

3,051

3.057

Lissabon . .

18,90

18,94

18.90

18,94

Dan,ig. . .

81,70

81,86

81,795

31.955

Äonftantia.

1,784

1,789

1,784

1,789

Btben. .

5,747

5,757

5,451

5,461

Tana oa . .

4,199

4,207

4.204

4,212

Urn uao .

2.448

2,452

2.396

2,402

Latrv - -

20,96

21,00

20,975

21,015