unter Belassung seiner Amtsbezeichnung „Medizinal- rot" zum Kreisarzt des Kreisgesundheitsamts Schot- ten und der Anstaltsarzt Medizinalrat Dr. Fritz Hof. mann in Gießen unter Belassung seiner Amts- bezeichnung „Medizinalrat" zum Amtsarzt bei dem Kreisgesundheitsamt Worms, beide mit Wirkung vom 1. Juni 1931.
♦* Sommer-Spielzeit des Stadt- t h e a t e r s. Man schreibt uns: Die Intendanz macht nochmals darauf aufmerksam, daß in dieser Sommer, spielzeit ein starker Preisabbau bis zu 33,33 v. H. (bei den Sechserkarten) und bei den ermäßigten Tageskarten bis zu 25 d. 5), eingetreten ist. Die Sommerspielzeit dürste besonders interessant werden, da mit ersten Prominenten Verhandlungen wegen Gastspielen angeknüpft sind. Das Gießener Stadt- theater wird dadurch seinem Theaterpublikum ein richliges Großstadttheaterprogramm bieten. Fiik die heißen Tage ist das Theater ein besonders ange- nehmer Aufenthalt, da durch die neue Dentilations- anlage, die zu Ende der vorigen Spielzeit eingebaut wurde,' eine gute lemperaturregulierunq stattfinden
•• Maienblasen. Bei dem Maienblasen am heutigen Mittwoch um 19 Uhr vom Turm der S t a d t k i r ch e werden folgende Stücke zu Geher gebracht: 1. Valet will ich dir geben: 2. Jägers Abschied vom Walde (Wer Hut dich du schöner Waldi, v. Mendelssohn-Dartholdh: 3. Das treue deutsche Herz, von Otto.
*’ Die Schweinezwischenzählutig am 1. Juni betrifft eine Bekanntmachung der Stadtver- waltung im heutigen Anzeigenteil, auf die Interessenten besonders bingewiesen seien.
— Versammlung der Gießener ® a r» te nd^ sitzer. Man berichtet uns: Am letzten Freitag fand im Hörsaal des Landwirtschaftlichen Instituts eine Versammlung der Gießener Gartenbesitzer statt, um die Frage der weiteren Schädlingsbekämpfung im Obstbau zu besprechen. Amtsgerichtsrat Gros begrüßte die Versammlung und gab einen Uebcrblick über die bisher geleistete Arbeit. Er erwähnte, daß bei der Wintersprihung sich 360 Gartenbesitzer beteiligt haben und daß etwa 6000 Bäume mit Kar- bolineum behandelt worden sind. Gewiß ein großer Erfolg für die neugeschaffene Organisation. Besonderer Dank gebühre der Stadt Gießen, sowie dem Feldschuhpersonal, ohne deren wirksame Mithilfe die ganze Aktion nicht Hütte durch- geführt werden können. Alle Anwesenden forderte er auf, nun nicht auf halbem Wege stehen zu bleiben, sondern wieder mitzutun, wenn die Sommersprihe durchgeführt werden soll. Gelte c8 doch besonders gegen Schorf und Obstmade, die beiden gefürchtetsten Schädlinge unserer Obstbäume, mit aller Energie vorzugehen. Dr. A p - p e l, der Leiter der Hessischen Hauptstelle für Pflanzenschutz, wies in einem Referat auf die Bedeutung der Schädlingsbekämpfung im Obstbau hin. Er zeigte, welche Schädlinge die Äar- bolineumsprihung vernichtet hat und hob dann besonders die Wichtigkeit der Sommerspritze mit arsenhaltigen Mitteln hervor. Die Frage der Untorkulturen wurde besprochen, und die Befürchtungen der Bienenzüchter, bah ihre Dienen durch die Bekämpfungsarbeiten Rot leiden würden, wurden widerlegt, da ja in der Blüte nach Vorschriften des Deutschen Pslanzenschuhdienstes nicht gespritzt werden darf. Auch aus der Versammlung heraus wurde von mehreren Seiten die Sommersprihe befürwortet. Für die Arbeiten, die bald nach Pfingsten beginnen werden, haben sich bis jeht 140 Gartenbesitzer zur Teilnahme ongemeldet. Es wäre zu hoffen, daß sich noch der eine oder andere entschließen würde, wieder mitzumachen, denn nur bei gemeinsamer Schädlingsbekämpfung möglichst sämtlicher Obstzüchter ist zu erreichen, daß wir des grohen Heeres der Schädlinge im Obstbau Herr werden. D.
** Zimmermanns Zirkus-Schau. Der Zirkus unserer Jugendtage ist nicht tot. Dom Donnerstag finbeiv jeweils 20.15 Uhr, auf dem Oswalds- garten Klein-Zirkusvorstellungen statt unter freiem Himmel mit aufgespanntem Drahtseil und Schiffs- mast mit Darbietungen der Parterre-Akrobatik und fliegenden Menschen am Trapez, mit Balancierkunst und dem Schlangenmenschen. Klowns und der Herr Direktor, sie fehlen nicht und werden dazu beitragen, daß auch der Humor zu [einem Rechte kommt. Der kleine Zirkus, der einer Der wenigen ist, die heute noch auf Märkten und in kleinen Städten gastieren, durste tn manchem Besucher Jugenderinnerungen wachrufen, Grund genug, sich das Gastspiel dieser Variete. und Revue-Schau nicht entgehen zu lassen. (Siehe heutige Anzeige.)
•• DieGewerkschaftDeutscherLoko- mvtivführer hält am nächsten Samstag und Sonntag im Cafe Leib zu Gießen ihre Tagung ab, an der die Mitglieder des Direktionsbrzirkes
Frankfurt a. M. und einige Vertreter von Berlin teilnehmen werden. In Verbindung damit feiert die Ortsgruppe Gicßen der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer am Samstagabend, ebenfalls im Daf6 Leib, ihr 35. Stiftungsfest, mit dem die Ehrung der Iubilare verbunden sein wird. (Siehe heutige Anzeige.).
" Der Vertretertag der Gewerkschaft hessischer Gemeindebeamten findet am 31. Mai in Alzey statt. Von einer offiziellen Veranstaltung ist Abstand genommen worden. Auf der Tagesordnung stehen neben der Abnahme des Geschäfts- und Kassenberichts Referate über die Einführung einer Stellen- losenunterstühung für kommunale Angestellte. Besonderes Interesse wird die Behandlung des Versicherungsgesetzes für gemeindliche Beamte finden.
•* Pionier-Treffen in Mainz-Ka st el. Man schreibt uns: Am 4., 5. und 6. Juli soll in der alten Pioniergarnison Main-Kastel ein kameradschaftlicher Wiedersehenstag stattfinden. Alte Kameraden werden gebeten, ihre Adresse umgehend an Karl Rapierala, Wiesbaden-Biebrich a. Rh., Mainzer Straße 25a, zu senden, mit der Angabe: Truppenteil, Kompanie und Jahrgang. Persönliche Einladungen, sowie Zusendung der Fragebogen sin- den nur an die Kameraden statt, deren Anschriften mitgeteilt werden.
Klein« Strafkammer Gießen.
Gießen, 22. Mai. Ein in vorgerückten Jahren stehender Kellner verfolgte Berufung gegen ein Urteil des Amtsgerichts Dad-Rauheim. durch das er wegen Körperverletzung, Widerstandes gegen die Staatsgewalt und össentticher Beleidigung zu sechs Wochen Gefängnis verurteilt worden war. Zweck der Berufung war Herabsetzung der Strafe. Eines Abends verlangte er in einer Wirtschaft Bier, das ihm. weil er auf der Trinkerliste stand, von der Büfettdame verweigert wurde. Als er versuchte, ein für einen andern Gast bestimmtes Glas auszutrinken, wurde er von der Büfettdame daran gehindert. Darauf schlug er ihr ins Gesicht. Dem herbeigeholten Gendarmen, der ihn auf die Wache brachte, -leistete er heftigen Widerstand, schlug ihm ins Gesicht und beschimpfte ihn mit gemeinen Ausdrücken. Rur mit Hilfe eines zufällig vorbeikommenden Arbeiters gelang «3. ihn zu überwältigen. Heute wollte er von nichts mehr wissen und suchte sich auf sinnlose Betrunkenheit hinauszureden. Es wurde aber iestgestellt, daß er nur angetrunken war. Die Berufung wurde zurückgewiesen. Das. Gericht bezeichnete es für erforderlich. die Sicherheitsbeamten in der rechtmäßigen Ausübung ihres Dienstes entsprechend zu schützen.
Wirtschaft.
• Verlosung bei der Hessischen Hypothekenbank. Bei der Verlosung dec Hessischen Hypothekenbank wurden zur Rückzahlung am 30. Juni 1931 auSgelost: 1. 4.5proz. Liqui- dationsgoldpfandlr.efe Reihe 1—24 alle Stücke, deren Rummern die Endzahlen 20, 43 und 68 tragen; 2. 4,5proz. Liquidationsgoldpsandbries- zertifikate Reihe 1—23 alle Stücke, deren Rummern die Endzahlen 4 und 5 tragen, Reihe 24 alle Stücke, deren Rummern die Endzahlen 1 und 5 tragen. Die Einlösung erfolgt ab 1. Juli 1931 in Darmstadt bei der Hessischen Landeshypothekenbank oder in Frankfurt a. M. bei der Rassauischen Landesbank. 'Bei der ersten Verlosung der Restanten vom 16. Mai 1930 wurden gezogen 4.5proz. Liquidationsgoldpfandbriese Reihe 1—23. a) von den Pfandbriefen zu 2000, 500 und 100 Goldmark alle Stücke, deren Rummern die Endzahl 10, 51, 53 und 62 tragen, b) von den Pfandbriefen zu 1000, 200 und 50 Goldmark alle Stücke, deren Rummern die Endzahl 10, 46, 51, 53 und 62 tragen, 3. 4,5proz. Goldpfandbriefzertifikate Reihe 1—23 alle Stücke, deren Rummern die Endzahl 0 und 1 tragen. Don diesen Stücken ist ein Teil bis jetzt noch nicht zur Einlösung vorgelegt worden.
* Steigender Automobilexport. Die Adam Opel AG. in Rüsselsheim berichten, daß die deutsche Gesamtausfuhr an Automobilen im ersten Quartal 1931 um 10 v. H. höher sei, als in der entsprechenden Periode des Vorjahres. Der Opel-Anteil war von Januar bis Dezember 1930 am Gesamtexport 23,9 v. H., am Personenwagenerport 29,5 o. H. und am Lastwagenexport 13,4 v. H. Der Anteil Januar bis März war für die Opelfabrikate am Gesamtexport 50 v. H., am Personenwagenexport 53,6 und am Lastwagenexport 45,5 v. H. Der Anteil an der Personenwagenausfuhr ist etwa auf das 1,8- fache, der an der Lastwagenausfuhr fast auf das 3,5fache seiner vorjährigen Höhe gesteigert worden. Die absoluten Ausfuhrziffern seien noch stärker als die Verhältniszahlen gestiegen. Die Ausfuhr von Opelwagen in den ersten vier Monaten 1931 übersteigt bereits die des ganzen Kalenderjahres 1930 um rund 20 v. H.
♦ Der Aktienindex. Der vom Statistischen Reichsamt errechnete Aktienindex (1924/26 = 100) stellt sich für die Woche vom 19. bis 23. Mai auf 80,7, gegenüber 83,5 in der Vorwoche, und zwar in der Gruppe Bergbau und Schwerindustrie auf 73,4 (76,7), Gruppe verarbeitende Industrie auf 71,2 (74,1) und Gruppe Handel und Verkehr auf 103,8 (105,9).
*CorneliusHeylAG., Worms. Aus dem einschließlich 245 476 Mark Gewinnvortrag 932 401 Mark betragenden Reinaewinn für 1929/30 wird die Cornelius Heyl AG. in Worms für die beiden letzten Jahre die statutenmäßige 6-v. H.-Dividende aus- schütten und auf die Stammaktien 4 v. H. (0 o. H.) Dividende verteilen. Der Rest von 164 401 Mark soll vorgetragen werden.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 27. Mai. Tendenz: etwas beruhigt. Rach den starken Rückschlägen im gestri
gen Börsenverkehr zeigte der heutige Beginn ein etwas beruhigteres Aussehen, da die Kulisse auf dem erniedrigten Riveou kleine Rückdeckungrn vornahm und auch die Danken einige Käufe vorgenommen haben dürften. Diese leichte Erholung beruht in der Hauptsache auf börsentechnischer Grundlage. Einen gewissen Stimulus bereiteten der Reichsbankausweis für die dritte Maiwoche, der eine weitere Entlastung um rund 100 Millionen brachte, die leichte Befestigung der Reichsmark und die etwas gebesserte Reuyorker Börse. Anderseits blieben aber die bevorstehende Rotverordnung und die Zusammenkunft der Staatsmänner in Chequers ein unveränderliches Stimmungsmoment, und man beobachtete daher stärkere Zurückhaltung. Das Geschäft zu den ersten Rotierungen bewegte sich in sehr engen Grenzen, und schon kleinste Rachfrage genügte, um d-ie Kurse bis 1,5 Prozent zu erhöhen. So eröffneten I.-G.-Farben, AEG., Licht & Kraft, Schuckert und Mannesmann je 1,5 Prozent freundlicher, Aku, Salzdetfurth und Westeregeln bis zu 3 Prozent höher. Durchweg schwächer tagen dagegen Bankaktien, die bis zu 1,5 Prozent verloren, wobei von einigen Auslandsabgaben verlautete. Am Bauunternehmungsmarkt lagen Zement Heidelberg 3 Prozent schwächer, während Holzmann und Wayh & Freytag gut behauptet lagen. Dyckerhoff erschienen mit Minus- Minus-Zeichen. Don deutschen Anleihen gaben Altbesih fast 0,5 Prozent nach. Am Auslands- rentenmartt waren Mexikaner nach den gestrigen Abschwächungen etwas erholt. Am Pfandbriefmarkt bestand noch etwas Angebot, doch erfuhren die Kurse keine stärkeren Abschläge. Reichs- schuldbuchforderungen im Einklang mit dem Aktienmarkt etwas erholt. Im Derlaufe formte sich die Mehrzahl der Kurse etwas befestigen, da das Bleiben Briands als Außenminister befriedigte. Später bröckelten die Kurse etwas ab, da am Kassamarkt zu Geldbeschaffungszwecken für den Zahltag stärkeres Angebot vorgelegen haben soll. Spezialwerte lagen etwa 0,5 Prozent unter dem Anfangsniveau. Siemens kamen verspätet mit plus 3 Prozent zur Rotiz. Arn Geldmarkt war Tagesgeld mit 4 Prozent leicht. Am Devisenmarkt lag die Mark gegen London etwas schwächer. Man nannte Mark gegen Dollar 4,21, gegen Pfunde 20,4725, London gegen Reuyork 4,8637, gegen Paris 124,26, gegen Mailand 92,93, gegen Madrid 50,25, gegen Schweiz 25,1650, gegen Holland 12,0990.
Berliner Börse.
Berlin, 27. Mai. Rach überwundener Liquidation eröffnete die heutige Börse hauptsächlich aus positionstechnischen Gründen eher etwas freundlicher. Schon im Dormittagsverkehr hatten die leichten Erholungen gestern in Reuyork, die man mit Deckungen in Zusammenhang brachte, die auf Grund der angekündigten Zwangsmaßnahmen gegen die Baissespekulation vorgenommen wurden, und ein ziemlich günstig beurteilter Reichsbankausweis für die dritte Maiwoche eine etwas freundlichere Stimmung ausgelöst,
und nur die immer noch ungeklärte Lage der Oesterreichischen Kreditanstalt waren ein Stimmungsmoment. Aus einigen Märkten kam dann zu Beginn der Börse immer noch Ware heraus, die aber, da bei der Spekulation Deckungsneigung bestand, ziemlich aufgenommen wurde. Bei der Beurteilung der Tendenz ist der in den Kursen enthaltene Report zu berücksichtigen. Auch dcrs Fehlen neuer Limite ließ die Kursgestaltung etwa- irregulär werden. Etwas stärker gebessert erschienen Allgemeine Lofol & Kraft, Demberg. Schultheiß, Kaliwerte, von denen Westeregeln sogar mit Plus-PluS-Zeichen erschienen. Chade, Lahmeyer und die meisten übrigen Llektrowerte, während Bayerische Hypothekenbank. Zellstoff Waldhof durch schwach: Haltung auffielen. Äontigummi lagen auf Dividendenabschlag kurSmähig etwa- leichter. Sine weitere Ermäßigung deS Kupferpreises auf 9.02'/$ Dollar wirkte sich in den Kupferwerten nicht starker aus. Anleihen ruhig. Altbesih lagen nachgebend, auch Ausländer zur Schwäche neigend. Ungarn Gold lagen 0,5 Prozent niedriger, Pfandbriefe ebenfalls eher angeboten, nur Reichsschuldbuchforderungen eine Kleinigkeit erholt. Im Einklang mit dem Aktienmarkt Geld zum Zahltag am 29. d. M. schon heute etwas steifer. Tagesgeld stallte sich auf 4.25 bis 6,25 Prozent, die übrigen Sätze unverändert. Im Derlaufe erfuhren die Kurse auf Deckungen 1- bis 2prozentige Besserungen. Besonders Karstadt. Kontigummi, Rhein. Braunkohlen und Salzdetfurth zeichneten sich durch Festigkeit au3. Daß Briand seine Demission als Außenminister zurückgezogen hat, war der Börse erst teilweise bekannt.
Vichmarkt in Lich.
D Lich. 26. Mai. Der heutige Pfingstmarkt brachte unserem Städtchen einen überaus reichen Verkehr. Zum V i e h m a r k t waren aufgetrieben 861 Ferkel und 156 Lämmer. Ziegen und Böcke. Bezahlt wurden für 6 Wochen alte Ferkel 12 bis 14 Mark, für 6 bis 8 Wochen alte 16 bis 20 Mark, bis zu 10 Wochen alte 22 Mark und ältere 25 Mark durchschnittlich. Durch das Ueberangcbot verblieb geringer Ueberftanb. lieber den Verlauf der vorn Kreisziegenzuchtverein und dem Landwirtschaftskammerausschuß veranstalteten Ziegenschau werden wir noch berichten.
Vichmarkt in Schotten
* Schotten, 26. Mai. Auf dem heutigen P r ä • miierungsmartt standen etwa 450 Stück Rindvieh, 115 Pferde und 20 Ziegen zur Bewertung durch die Preisrichter zur Verfügung. Auf dem gleichzeitig stattfindenden Schweinemarkt waren etwa 850 Schweine zum Verkauf gestellt. Man bezahlte für Ferkel bis zu sechs Wochen alt 12 bis 15 Mark, sechs bis acht Wochen alt 15 bis 20 Mord acht bis dreizehn Wochen alt 20 bis 25 Mark, Läufer 30 Mark, Einleger 40 Mark je Stück.
Frankfurter Eicrrnarkt.
Frankfurt a. M., 23. Mai. Die letzten Tage vor Pfingsten brachten dem Eiergeschäft weiter eine leichte Belebung des Absatzes, der sich jedoch säst ausschließlich auf die billigen Sorten beschränkte. Die Preise zeigten verschiedentlich wieder leichte Rückgänge, so für Holländer, Dänen, Italiener und Russen. Deutsche Frischeier waren ziemlich gut gefragt: Es notierten in Pfennigen per Stück ab lo:o Frankfurt a. M.: Italiener 8 bis 83/4, Bulgaren bis 73/4, Jugoslawen 7 bis 7‘/t, Rumänen 63/t bis 7, Russen 6 bis 61/,. Holländer 7 bis 91/*, Dänen 7 bis 10, Belgier 8'/* bis 83/<: Bayern 7‘/2 bis V/it deutsche Frischeier 6'/z bis 91/,.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 27. Mai. Es wurden notiert: Weizen 300; Roggen 217,50; Hafer, inländischer, 210 bis 215; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0, 41 bis 42; Roggenmehl 29,75 bis 31,75; Weizenkleie 12,75; Roggenkleie 13,50. Tendenz: ruhig.
Letzte Nachrichten.
Briand zieht seine Demission zurück.
p a r t e , 27. TTlai. (WT8. Drcchlmeldung.) Außenminister Briand hat im heutigen Ministerrat auf die dringenden Vorstellungen seiner Ministerkollegen seine Demission zurückgezogen.
Sprechstunden der Redaktion.
11.30 bis 12.33 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen
.Tür unverlangt eingesandte Manuskripte ohne beigefügtes Rückporto wird keine Gewähr übernommen.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 o. H., Lombardzinsfuß 6 o. H.
^ranffurl a. Dl.
Berlin
«Schluß- fürs
1-tkhr- Rur4
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Anfang. flur<
Datum
26.5.
27.5.
26.5.
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6% Deutsche Reichsaweihe
84,25
_
85,1
_
7% Deutsche Reichtanleihe
99,5
99,1
Deutsche Ant.-AblSs.-Schuld mit
54,25
4,5
53,8
54,4
4,5
54
vetzgl. ohne Auölos.-Rechte . . 6% Hell, tiolllilnat von 1929
4,5
(rü<hal)l6. 103%)......
Oberhessen Provinz - Anleihe mit
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52
52
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Pfandbriefe R.«......
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4% UngatW ®oltrente ....
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4% Ungarische Sronenrenke . . . 4% Dürlische Sollanleihe von 1911
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6% Rumänisch« vereinh. Reute von 1903 ..........
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Berlin
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Hamdurg-Amertka Patel ... 7 Hamburg-Sbdom. Dampfschiff. 8 Hansa Damvfschifs.....10
Norddeutscher Llovd.....8
Allgemeine DeutscheLreditanK. 10 Barmer Bankverein .... 10 Berliner Handelkgejellschafi . 12 Lommerz- und Privat-Bant . 11 Tarmslüdler und Rattonalbank 12 Deutsche Bank und
DUconto^Sefelllchaft, ... 10 Dresdner Bank......10
Reichsbanl........12
-3.C.®............8
Bergmann.........9
Sicht. LleserungSgesellschaft. 10 Licht und fttafl......10
Feilen & Guilleaume ... 7% Gesellschast |üt Elektrische
Unternehmungen .... 10 Hamburger Elektrizitäts-Derke 10 Rdeintsche Elektriiität .... 9 Schlesische ElektrijilLt. ... 10 crtiuden &1o.......u
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Labareyer S Eo.......10
vuderutz ........ 8 Deutsche Lrdbl ....... « Essener Steinkohle ...... 8 Geilenkirchener ....... 8 H«vcner..... O
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Dhbnir Bergbau......8%
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44
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Kaliwerke Ascherileben ... 10
117
—
116
119
Rnliroedt Welteregeln ... 10
120
123
118
123,5
Kaliwerke Saljdetsurth ... 15
176,25
178
176,5
177,75
I. ®. Yorden-Industrie ... 12 Dvnamit Nobel.......<
Scheide anstatt........ 9 Goldschmidt ...... . 6
Sütgtrtroerfe........6
MetallgelelllLaft.......8
Bhilivv Holzmann......7
Zementwerk Heidelberg . . 10 Gementroetf Karlstadt. ... 10 Vavb & ffrevtao......8
Schullbeit Patzenhofer ... 15 Cftroede.........12
8 tu...........18
Bemberg...... 14
Bellftoff valdhof .... 18'/. Kellftoss Aschaffenburg ... 12 Cbarlottenburger Sofia ... 8 Dessauer GaL........ 9
Daimler Motoren ...... 0 Deutsche Linoleum ...... Maschinenbau .....0
Nal. Automobil ....... 0 CtenfUto & Koppel.....6
Leonbard Dietz ...... 10 Eveneka...........
frankfurter Maschinen .... 4
Geigner........ . 6
Hevligeniiaedt .......v Iungyan»....... 6
Lechwerte..........8
Matnliastwertc Höchst a.®L . . 8 Miag...........10
Gebr. Roeder.......10
Botgt & Haeffner......9
Süddeutsche Zucker .... 10
128,5
129,75
127,25
129,13
118
118
—
38,25
——
37,75
—
43,5
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44,75
45,75
60
—
59
—
69,5
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70
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—
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—
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23,5
23,5
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115,5
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Bantnoten.
Berlin. 26 Ma!
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Bmenkonischc- Rote»......
4,187
4,207
Belgische Roten. .......
58,28
58,52
Dänische Noten ........
112,30
112,74
Englische Noten........
20,40
20.48
tzranzüstsche Noten.......
16,41
16.47
Holländische Noten .......
168,54
169,22
Italienische Noten........
21.99
22.07
Norwegische Noten.......
112.18
112,62
Deursch-Oefterreich, tz 100 Schilling
59.005
59,245
Rumänische Noten.......
2,475
2.495
Schwedische Noten.......
112,46
112,90
Schweizer Noten........
81,08
81,40
Spanisä,« Noten........
39.92
40.08
Dichechoiiowakische Noten.....
12,41
12,47
Ungarische Roten........
73,10
' 73,40
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M.
26. Mal
27. anal
Amtliche Notierung
Geld | 2rie?
Amtliche Notierung
Geld Bries
«mit.. Rott.
168,88
169,22
169,08
169,42
Buen-StreS
1.280
1,284
1,271
1,215
Brg.-Antw
58.465
58,585
58,54
58,66
ttirifttania.
112,49
112,71
112,62
112,84
«openbagen
112,53
112,75
112,62
112,84
Ciockbolm .
112,64
112,86
112,75
112,97
HclftngkorS.
10,573
10,593
10,558
10,560
Italien . . .
21,98
22.02
22,02
22.06
London. . .
20,44
20,48
20,456
20.496
Renn ort ..
4,202
4,210
4,2065
4,2145
PorrS. . « .
16,431
16,471
16,459
16,499
Schwei, . .
81,24
81,40
81,29
81,45
Spanten. -
40.24
40,32
40,91
40.99
Japan . . . Rio de Jan.
2,076 0,281
2,080
0,283
2,079 0,281
2,083 0,283
Wien In 2)
Ceft. abgeft
59,065
59,185
59,13
59,25
Idnab" ' "
12,451
12,471
12.462
12,482
7,413
7,427
7,423
7,437
Vadapest. .
73,25
73,39
73,31
73.45
Bulaarren .
3,046
3,052
3,051
3.057
Lissabon . .
18,90
18,94
18.90
18,94
Dan,ig. . .
81,70
81,86
81,795
31.955
Äonftantia.
1,784
1,789
1,784
1,789
Btben. .
5,747
5,757
5,451
5,461
Tana oa . .
4,199
4,207
4.204
4,212
Urn uao .
2.448
2,452
2.396
2,402
Latrv - -
20,96
21,00
20,975
21,015


