Ausgabe 
26.6.1931
 
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geben. Der erste Kontakt mit der französischen Regierung wird am Freitag auf einem Frühstück stattftnden, das der Ministerpräsident Mellon gibt.

England handelt schon.

London, 26. Juni. (IDIB. Funkspruch.) In Verfolg der Entscheidung der britischen Re­gierung, Hoovers Vorschlag anzunehmen, ist, wie ,Limes" berichtet, den Regierungen, die vereln- barungsgemäh ihre Kriegsschulden an Groß- britannien in Raten zahlen, mitgeteilt worden, dah weitere Zahlungen dieses Jahr nicht erwartet werden.

3n wichtiger Mission nach Paris.

London, 25. Juni. (WTB.) Macdonald hat Lord Onslow, den Präsidenten der Ver­einigten Ausschüsse des Oberhauses, gebeten, sich nächst« Woche in wichtiger Mission nach Paris zu begeben»

Oer Besuch in Berlin.

"London, 25. Juni. (WTB.) 3m Unter­haus« teilte heute Unterstantssekretär C l Y n e S mit, dah Premierminister Macdonald und Außenminister Henderson die Einladung d«s deutschen Reichskanzlers zu einem Besuch in Deutschland mit großer Freude an­genommen hätten und am 17. 3ult in Berlin eintreffen würden, wo sie bis zum 20. 3uli zu verbleiben gedächten.

Italien erklärt.

Rom, 25. 3uni. (WTB.) Agenzia Stefcmi meldet: Die italienische Regierung teilte der englischen, der französischen und der deutschen Regierung offiziell mit, dah 3talten den Hoover-Vorschlag an- nimmt. Auf Veranlassung des Regierungschef- fand heute morgen im Ministerium des Auswär­tigen eine Zusammenkunft der Minister des Aus­wärtigen, der Finanzen und des Gouverneurs der Dank von 3talien statt mit dem Zweck, dite not­wendigen Maßnahmen zu ergreifen, um eine rasche und genaue Ausführung des Hoover-Dorschlags ab 1.3uli sicherzustellen.

Boischasterempfänge in Rom.

Rom, 25. 3uni. (WTD.) Die Blätter berich­ten, daß Minister Gr an di gestern und heute vormittag den deutschen Botschafter von Schu­bert, den amerikanischen Botschafter Gar- ratt und den englischen Botschafter Graham empfangen habe.

Belgien prüft nach.

Brüssel, 25.3uni. (WTB.) Die Antwort Belgiens auf den Vorschlag Hoovers wird auch heute nicht nach Washington mitgeteilt wer­den, da die belgische Regierung noch mit der Prüfung des Vorschlages beschäf­tigt ist.

Besprechung mit den Vertretern Deutschlands und Englands.

Brüssel, 25. 3uni. (WTB.) WieVingiöme Eiöcle" meldet, hatte Ministerpräsident Renkin in Anwesenheit des Außenministers Hymans eine wichtige Unterredung mit dem deut­schen Gesandter!. 3m Anschluß daran hatte er eine Besprechung mit dem britischen Bo­sch a f t e r.

-Ivü-Mllionen Dollar-Kredit für die Reichsbank.

Berlin, 25.3uni. (WTB.) Zur Befriedigung des Ultimobedarfs hat die Reichsbank mit der Dank von England, der Federal Reserve-Bank von Reuhork, der Bank von Frankreich und der Bank für 3 n - ternationalen Zahlungsausgleich Abkonrmen geschlossen, durch die eine R e d i s - tontmöglichkeit in ausreichendem Umfange gesichert ist. 3ede der vier Banken beteiligt sich an dem auf

100 Millionen Dollar bemessenen Gesamtbetrag mit einein Viertel, d. i. mit einer Summe bis zu 25 Millionen Dollar. Der Gegenwert wird auf Verlangen der Reichsbank zu deren Ver­fügung bei der Dank für 3nternationalen Zah­lungsausgleich in Dasel eingezahlt.

Das hessische Zentrum hinter Brüning.

WSR. Mainz, 25. 3uni. Der Landesaus­schuh der Hessisch«n Zentrums Partei hielt hier «ine Sitzung ab, in der Reichstags­abgeordneter Dr. B o ck i u s «in Referat über Rotverordnung und Reparations­problem hielt. Das Ergebnis der Versamm­lung wurde in nachstehender Entschließung festgehalten:Der Landesausschuh der Hessi­schen Zentrumspartei spricht dem Reichs­kanzler Dr. B r ü n i n g, der den heldenhaften Versuch macht, das deutsche Volk und den deut­schen Staat zu erhalten, v o l l st e sV er trauen aus. Die Hessisch« Zentrumspartei bittet den Reichskanzler, dahin zu wirken, daß unerträg­liche Härten der Rotverordnung im ge­gebenen Zeitpunkt beseitigt werden, insbeson­dere wird es notwendig sein, dah ein Weg ge­funden wird, der die hohen Pensionen herabseht." Ausführlich befaßte sich die Sitzung mit der Frage der Grohpensionäre. Man gelangte einstimmig zu der Ueberzeugung, daß Reichsregierung und Zentrumspartei alle Mittel anwenden müssen, um diese nach der rechtlichen ©eite so schwierige Frage zu lösen und die hohenPensionen zu kürzen, entsprechend der Rot der Zeit.

Der Brotpreis.

Entschließung im Hessischen Landtag.

Darmstadt, 25. Juni. (WSN.) In der heutigen Sitzung des Dritten Ausschusses des Hes - tischen Landtags entspann sich eine längere Aussprache über einen Antrag des Zentrumsabge. ordneten Wesp, der gegen die Brotpreis, erhöhung einen Protestantrag eingebracht hatte. Der Ausschuß sprach die Erwartung aus, daß die Regierung fortlaufend ihre Bemühungen zur Sen­kung des Brotpreises energievoll fortsetze. Gleichzeitig brachte der Ausschuß sein Bedauern darüber zum Ausdruck, daß es der Reichsregie- r u n g nicht durch geeignete gesetzliche Maßnahmen gelungen ist, den gespannten Zeitoerhältnissen ent­sprechend eine Brotpreiserhöhung zu verhindern.

Die neuen Ozeanftüge.

Die amerikanischen Ozeanflieger Post und C a 11 g bei ihrer nächtlichen Ankunft auf dem Flugplatz Tempelhof. Links neben den Fliegern: Ministerialrat Brandenburg vom Reichsministertum.

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Links: Die dänischen Flieger Holris und Hillig, die 13 Stunden nach Catty und Post zu einem Transozeanflug nach Kopenhagen starteten. Rechts: Der japanische Weltrundflieger Fukuma (rechts), der, aus Moskau kommend, zur selben Zeit wie die amerikanischen Flieger in Tempelhos landete.

Oie Amerikaner in Moskau gelandet.

M o s k a u, 25. 3uni. (WTB.) Die beiden ame­rikanischen Flieger Post und Catty, die heute früh auf ihrem Weltrundflug in Berlin gestartet sind, sind um 17.30 Uhr auf dem Moskauer Flug­platz gelandet. Die Flieger wurden bei ihrer Ankunft von Vertretern des Kommissariats für Luftfahrt, der zivilen Luftflotte und der sowjet- russischen, amerrkanischen und englischen Presse be­grüßt.

Oie dänischen Ozeanflieger in Krefeld.

K r e f e I b, 25. Juni. (WTB.) Wie vom Flughafen Krefeld mitgeteilt wird, sinh die beiden däni­schen Ozeanflieger, die gestern um 7.30 Uhr Reuyork verlassen haben heute um 17.30 Uhr in Krefeld notgelandet. Wie sie erklären, haben sie sich über Spanien und Frankreich verflogen. Die beiden Flieger sind nach kurzem Aufenthalt um 18.45 Uhr nach Kopenhagen gestartet.

Oer bisherige Augverlauf.

Krefeld, 25. 3uni. (WTD.) 3n einem Ge­spräch mit dem Vertreter des WTB. erklärten die dänischen Ozeanflieger H i l l i g und H o l r i s, daß sie während des ganzen Fluges sehr schlechtes Wetter hatten und wäh­rend 13 Stunden größtenteils in 4000 Met«r Höhe über den Wolken flogen. Heute früh seien sie durch ein Loch in den Wolken tiefer gegangen und zu­nächst über dem Wasserspiegel weitergeflogen, bis sie gegen 11 Uhr europäischer Zeit Festland vermutlich Spanien erblickten. Sie flogen dann, ohne eine Landung vorzunehmen, über Frankreich und gingen kurz nach 17 Uhr auf dem Krefelder Flugplatz nieder, urti Benzin einzunehmen. Die

Duvchschnittsgeschwtndigkeit während deS ganzen Fluges betrug etwa 180 Kilometer.

Die beiden Flieger machten einen sehr f r i - sck»en Eindruck und nahmen im Krefelder Flughafen nur eine kleine Erfrischung zu sich Während des Fluges haben sie sich ausschließlich von Schokolade ernährt. Auf dem Flughafen fan­den sich bald nach Ankunft der Flieger der Polizei­präsident und sein Stellvertreter sowie zahlreiche Pressevertreter und Photographen ein.

Der Start des mit d«r dänischen und amerika­nischen Flagge geschmückten Flugzeuges zum Weiterflug ging um 18.45 Uhr glatt von- statten. Die Flieger hoffen, noch vor Eintritt der Dunkelheit in Kopenhagen eii zutreffen. Das Flug­zeug ist eine 797 XW Bellanca mit einein 300PS- Wright-Whirl-Wind-Motor ausgestattet. Es handelt sich um dieselbe Type, mit der Cham­berlain und L e v i n e 1927 ihren Ozeanflug durchführten. Der Apparat ist ein Eindecker und etwas kleiner als dieBremen" Köhls und Hünefelds. Hvlris hat während des ganzen Fluges allein gesteuert.

Zwischenlandung in Bremen.

Bremen, 25. Juni. (WTB.) Die dänischen Ozeanflieger haben auf dem Fluge von Krefeld nach Kopenhagen eine Zwischenlandung in Bre­men vorgenommen. Das Flugzeug wurde zum erstenmal um 20.15 Uhr über Bremen gesichtet, und zwar, wie gemeldet, in Richtung Hamburg weiter- fliegend. Gegen 22 Uhr kehrte es jedoch wieder zurück und ging wegen Dunkelheit auf dem Bremer Flug­platz nieder. Die Flieger, die die Nacht in Bremen verbringen werden, werden wahrscheinlich morgen früh den Weiterflug nach Kopenhagen antreten.

Zreihm-voni-Stem-Aier im Reichstag.

Berlin, 25. 3uni. (WTB.) Anläßlich des 100. Todestages des Freiherrn v v m S t e i n hatte der Westfalenbund Groß-Berlin heute abend im Plenarsaal des Reichstags zu einer Gedenkfeier eingeladen. Bor der Präsiden- tentribüne war auf weiß-rotem Tuch inmitten eines riesigen Lorbcerkran^es die Büste des Frei­herrn vom Stein ausgestellt.

3m Rainen des Westfalenbundes Groß-Berlin hieß Rechtsanwalt Forkenbach die Erschiene­nen herzlich willkommen, darunter Reichskanz­ler Dr. Brüning und Reichsminister T r e Vi­ranus, die preußischen Minister S e v e r i n g und Dr. Höpker-Aschoff.

Als Erster brachte Reichsminister Trevira- nus den Wunsch zum Ausdruck, dah das deut­sche Volk wieder beseelt werden möge von dem Geiste Steins, dem Schöpfer und Schaffer der deutschen Ration. Sodann ergriff der

preußische Innenminister Severins

das Wort, wobei er u. a. ausführte: Es ist viel­leicht das Bezeichnende der augenblicklichen ge­schichtlichen Epoche, die wir in Deutschland er­leben, daß wir unseren Blick richten in die Vergangenheit, um nach Situationen zn suchen, die den heutigen ähnlich sind, uns aufzurichten an dem Beispiel das Führer unseres Dolles in früheren schicksalsschweren Zei­ten gegeben haben.

Führer fein heißt, Dienst am Volke uneigennützig zu verrichten.

Stein war ein solcher Führer. Er war in je­dem Augenblick bereit, alles aufs Spiel zu fetzen.

wenn es der höhere Dienst am Volke verlangte. Sein Rame wird ewig leuchten als ein Zeichen dafür, was ein großer Charakter in scheinbar ver­zweifelter Lage des Vaterlandes vermag.

Mit dem Gesang des Westfalenliedes leitete dann die Derliner Liedertafel von 1897 zur Fest­rede des

Ministerialdirektors v. Leyden

über. Der Redner schilderte zunächst den Lebens­lauf des Freiherrn vom Stein und zeigte die Faktoren auf, die zu dem großen Reformwerk dieses Staatsmanns führten. Er verwies auf die Bedeutung der Rassauer Denkschrift vom 3uli 1807, die den Gesamtplan einer Reuorgani­sation des Staates, die Einführung der Selbst­verwaltung, die Trennung von 3ustiz und Ver­waltung und die Befreiung des Bauernstandes umfaßte, ferner auf die Geschichte vom Oktober 1807 über die Befreiung des Bauerntums und auf das Hauptwerk Steins, die Städteordnung von 1808. Dr. v. Leyden zeigte die doppelte Rolle Rapoleons im Leben des Freiherrn vom Stein auf, der einmal auf Betreiben des Franzosen­kaisers vom preußischen König in den Staats­dienst berufen, dann aber auf Veranlassung Bo­napartes wieder entlassen werden mußte. 3n Rußland gelang es Stein, das Bündnis zwischen Preußen und Rußland herbeizuführen. 3edoch vermocht« er es nicht, die Einigung der deutschen Ration und eine deutsche Volksvertretung auf dem Wiener Kongreß durchzusehen. Der Redner schloß damit, daß es Steins heißer Wunsch sein würde, wenn er heute unter uns lebte, daß Deutschland einig sei.

Rach der Gedenkrede Dr. v. LehdenS ver­las der Bundesvorsitzende Dr. Fvrkenbach daS Telegramm deS Reichspräsidenten und sprach den Rednern und Vortragenden den Dank des Westfalenbundes aus. Worte beson­deren Dankes richtete Dr. Forkenbach an den Reichskanzler, der trotz seiner giwhen Ar­beitslast erschienen sei. Er bitte ihn, zum Schluß! der Feier einige Worte an die Versammelten zu richten.

Reichskanzler Or. Brüning

nahm hierauf das Wort zu einer Schlußansprache. Er wolle, sagte er, nur wenige Wort« sprechen. Das zieme einem Westfalen und zieme auch im Augenblick dem verantwortlichen Staatsmann in dieser entscheidenden Stunde unserer Geschichte. Dann fuhr der Kanzler fort: Die Aufgaben der Geschichte wechseln. Rie kehret Gleiches wieder. Aber eines bleibt in jeder entscheidenden Stunde eines Volkes dasselbe: Das ist der Geist, mit dem an eine Aufgabe heranaegängen wird. Und wenn ich Sie bitte, ein« Mahnung von d«m heutigen Abend mitzunehmen, so ist «s

die Freiheit, wie sie Freiherr vom Stein gemeint hat; die Freiheit, wie wir sie aus unserer Heimat kennen. Sie ist in erster Linie Gebunden­heit, Verpflichtung, Opfersinn, Verantwortlich­

keit, Gemeinsinn.

Das sind di« Dinge, die die bürgerlich« Freiheit begründen. Das sind die Dinge, die in der bür­gerlichen Freiheit wieder di« natio­nal« Freiheit ermöglichen. Wollen Sie dieser Mahnung gerade in diesen Tagen eingedenk fein! Es kann einem Volke auch in schwerster Lag« und schwerster Stunde niemals schlechter gehen, wenn es sich eingedenk ist, daß

die Freiheit nut durch Opfer, durch Verpflich­tung, durch Verantwortung erkämpft wird.

Und es kann einem Volke der Weg zur Freiheffl nie verbaut werden, wenn Männer und Frauen sich bewußt sind, dah Beharrlichkeit und Hoff­nung und unablässig zäh« Arbeit eine- Tage- doch zum Ziele führen müssen. Und mit West­falens ungebeugten deutschen Söhnen und Töch­tern rufe ich Äe auf und bitt« Sie, sich zu er­heben und mit mir einzustimmen in den Ruf: Unser deutsches Vaterland, es leb« hoäh!

Mit bem Gesang des Deutschlandlieve- schlich die Feier.

Gruß und Wunsch

-es Reichspräsidenten.

Berlin, 25. Juni. (WTB.) Der Westfalen- -und Groß-Berlin hat an den Herrn Reichs­präsidenten folgendes Telegramm gerichtet:

Bei der Freiherr vom und zum Stein-Feier de» Westfalenbundes Groß-Berlin huldigen wir und die hier vertretenen Heimatoereine aller deutschen Stämme Ihnen, Herr Reichspräsident, der Sie die deutsche Reichseinheit durch Ihr hohes Amt verkörpern, eingedenk der Wort« Steins: , Ich kenne nureinBaterlandund das heißt Deutschland'.

Westfalenbund Groß-Berlin."

Der Herr Reichspräsident hat hierauf das Folgende geantwortet:

Den zur Gedenkfeier für den Freiherrn vom und zum Stein im Plenarsitzungssaal des Reichs­tags versammelten Mitgliedern des Westfalenbundes und ihren Gästen danke ich für ihr freundliches Meingedenken bei der heutigen Veranstaltung. Die Erinnerung an den großen Preußen und Deutschen Freiherrn vom und zum Stein, der in den Jahren tiefster nationaler Not es verstand, alle Kräfte im Volke zu wecken und zum Wiederaufbau nutzbar zu machen, muß gerade uns in der so schweren Gegenwart ein­dringlich mahnen,

alle Kraft zusammenzufassen und einzusehen

zur Ueberwindung der Not und zum Wiederaufstieg unseres Vaterlandes.

Mit freundlichen Grüßen

v. Hindenburg, Reichspräsident."

Aus aller Wett.

Fahr! des Schienenzeppelins von Berlin nach Düsseldorf.

Berlin, 26. 3uni. (WTB. Funkspruch.) Der Propellertriebwagen fuhr heute um 4.25 Uhr vom Bahnhof Stadion Grünewald über Charlottenburg, Wihleben nach dem Betriebs­bahnhof Grünewald, wo er nach halbstündigem Aufenthalt um 5.30 Uhr die Fahrt über Magde­burg, Hagen, Wuppertal nach Düsseldorf an­trat. Auf dieser Fahrt darf der PropellerwagenI nur eine Höchstgeschwindigkeit von 90 Kilometer erreichen, um entgegenkom­mende Züge nicht durch Steinschlag zu gefährden. Der Wagen bleibt bis Soimtag früh in Düssel­dorf und kommt dann nach Hannover zurück.

75jähriges Bestehen der Marinewerft Wilhelmshaven.

Wilhelmshaven, 25. 3imi. Die Marine­werft Wilhelmshaven blickt heute auf ihr 75- jähriges Bestehen zurück. Aus diesem An­laß weilte der Ches der Marineleitung Admiral Dr. b. c. Raeder in Wilhelmshaven, dessenMa- rinedienstgebäude geflaggt haben. Am Vormittag besuchte der Chef der Marineleitung die Werft. Sirenengeheul kündigte ausnahmsweise schon in der Mittagsstunde für alle Werftbeschäftigten

Wettervoraussage.

Der Kern des Hochdruckgebietes hat an Umfang noch zugenommen, und es erstreckt sich mit über Deutschland. Durch die absinkenden Luftmassen bleibt das Wetter heiter, die Sonnenstrahlung bewirkt »ei­teren Temperaturanstieg.

Vorhersage für Samstag: Heiter, »är­mer und trocken.

Vorhersage fürSonntag: Fortdauer der herrschenden Wetterlage.

Lufttemperaturen am 25. Juni: mittags 16,5 Grad Celsius, abends 12,8 Grad: am 26. Juni: morgens 13,7 Grad. Maximum 15,3 Grad, Minimum 6,8 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 25. Juni: abends 20,4 Grad; am 26. Juni: morgens 17,2 Grad. Sonnenscheindauer 5M Stunden.

Reifewellerdienst.

Swinemünde. 18 Grad, Südwind, heiter. Seit gestern mäßig heiter.

Borkum. 16 ©rat), Südostwind, wolkig. Seit gestern teils heiter, teils wolkig.

Helgoland. 16 Grad, windstill, heiter. Seit gestern teils wolkig, teils heiter.

Konstanz. 15 Grad, Südwestwind, wolkig. Seit gestern regnerisch.