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26.6.1931
 
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Hr. 147 Erstes Blatt

181. Jahrgang

Zreitag, 26. Juni (951

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Dr. Friedr. Wilh. Lange. DerantwoNlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Gange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil Max Filler, iämUich in Gießen.

Fortschritte des Hoover-Planes.

Washington verhandelt noch über die französische Antwort, ist aber optimistisch gestimmt. Oer deutsche Ministerbesuch in Paris im Juli.

Washington ist optimistisch.

Washington. 25. Juni. (ÖIB.) Nach langen Verhandlungen zwischen Präsident Hoover. Staatssekretär S t i m s o n und Unterschahsekretär Mills ist am Mittwochabend an Schahsekretär Mellon die Anweisung ergangen, sich aus zwei Tage nach Pari» zu begeben, heute früh setzten Hoover, Slimfon und Mills ihre Verhandlungen fort. Die von dem amerikanischen B o t - fchaster aus Paris eingegangenen Nachrich­ten lauteten so ermutigend, daß Staatssekre­tär Stimsvn sich entschlossen hat. an feinem ursprünglichen Reifep 1 an fest zuhal­ten. Er wird daher am Samstagnachmittag mit dem(Tonte Grande" nach Neapel absahren. Er wird sich kurze Zeit in R o tn aushalten und von dort ungefähr am 17.3uli nach Paris weiter­fahren. In Berlin wird er etwa am 21. Juli eintreffen, von Berlin wird er sich nach London begeben und nach längerem Erholungsaufenthalt In Schottland Anfang September nach Amerika zurückkehren. Im Staatsdepartement wurde betont, dah man die gegenwärtige Lage als in Ueberein- ftimmung mit der von Hoover angestrebten Ent­wicklung für soweit geklärt halte, dah Stimson es wagen könne, eine zwölftägige Seereise anzutreten. In Europa werde Stimson durch persön­liche Fühlungnahme und durch das Gewicht seiner hohen Stellung viel dazu beitragen können, die Einigung über die notwendigen Details der einjährigen Zahlungspause durch- zusehen.

Im Staatsdepartement ist man der Ansicht, dah der G r u n d st e i n für das Gelingen des Hoover- Vorschlages glücklich gelegt fei. von jetzt ab dürfte für die nächsten Wochen der Schwer­punkt der diplomatischen Arbeit in Europa liegen. Inzwischen werde Präsident Hoo­ver sich in Washington darum bemühen, die innen­politische Annahme seines Vorschlags durch den amerikanischen Kongreh sicherzustellen. Da schon jetzt die Mehrzahl der Parlamentarier da­für gewonnen sei, dem Hoover-Vorschlag ihre Zustimmung zu geben, sehe der Präsident der wei­teren Entwicklung der Dinge mit grohem Optimis­mus entgegen.

Amerikanische Rückfrage in Paris.

Paris, 25. Juni. (DTB.) haoas verbreitet am späten Abend folgende Auslassung: Vie französische Regierung hat noch keine Antwort von der amerikanischen Regierung auf die A b - ünderungsvorschläge erhalten, die sie gestern auf den Vorschlag Hoovers hat machen las­sen. Jedoch hat die amerikanische Regierung nähere Angaben betreffend die technische Durchführung über den von Frankreich gemachten Vorschlag der un­geschützten Annuität (3nconblfionnel) durch Deutschland und zu der Gewährung einer Anleihe an Deutschland durch Vermittlung der Jnternatio- nalen Zahlungsbank erbitten lassen. Man folgert daraus, dah die amerikanische Regierung die f r a n - zösische Antwort nichs zurückweist, sondern eine methodische Prüfung ihres 3 n h a 11 s vornimmt.

Washington revidiert die pariser Antwort?

Washington, 25.3unL (WTB.) Staats­sekretär Stimson hat heute folgende Erklärung abgegeben:3d> führe meinen ursprünglichen Reiseplan aus. Es hat sich nichts ereignet, um ihn umzustohen,"

Stimson lehnte es nach wie vor ab, bekannt­zugeben, dah et die französische Antwortnote erhallen habe. Dieses Verhalten wurde hier wieder dahin gedeutet, dah man sich um die Revision des Textes der französischen Antwort bemüht hat und eine solche offenbar auch durch- gesehl hat.

Stimson wird auf seiner Europareise von seinem Privatsekretär Klots, von seinem Ad­jutanten Regnier und von einem Chiffreur begleitet werden. Klots gehört nicht zum eigent­lichen Beamtenstabe Stimsons: er stellt vielmehr private Gutachten für den Staatssekretär her. A. a. hat er bereits solche über internationale Finanzfragen und über Eowjetruhland erstattet.

Stimson sieht die Verhandlungen als günstig an.

Washington, 25. 3unt (WTD.) Stim- son erklärte in einem Interview mit Pressever­tretern, dah er auf Grund von zwei Besprechun­gen mit dem französischen Botschafter Claudel den Derlauf der Verhandlung über den

Moratvriumsvvrschlag als günstig ansehe.

Ein französischer Bericht über die Lage.

Paris, 26. Juni. (WTD. Funkspruch.) Haras berichtet aus Washington, Staatssekretär Stimson habe gestern eine längere Unterredung mit dem französischen Dvtschafter ge­habt. Rach dieser Unterredung erklärte S.imson, seine Aussprache mit dem fra zösischen To schaster über die Verhandlungen wegen des Hooverschen Vorschlags seien ermutigend gewesen.

Der Eindruck, der sich aus dieser Unterredung abzuzeichnen scheine, fo berichtet havas weiter, fei, dah die USA. geneigt feien, die Berechtigung gewisser Argumente des französischen Gegen­vorschlags anzuerkennen und dah das Staats­departement diesen gegenwärtig prüfe.

Auf eine Anfrage der britischen Dotschaft habe das Staatsdepartement mitgeteilt, Präsident Hoover zähle Belgien zu den Hauptgläu­bigermächten Deutsch! ands, und es ent­spreche deshalb seinen Absichten, dah Delgien zu seinem Vorschlag Stellung nähme.

Gtimsons Ausgabe in Europa

London, 26. Juni. (WTB. Funkspruch.)Times" berichtet aus Washington, Stimsons Beschluß, schon am Samstag nach Europa abzureisen, ist auf die Ueberzeugung zurückzuführen, daß

jetzt die Zeit gekommen ist, wo er mit Mellon persönlich an den inossizlellen Besprechungen und Verhandlungen teilnehmen kann, die in Europa im Gange sind. Stimson wird weiterhin sehr an den Aufsichten der Abrüstungskonferenz interessiert sein, aber am meisten werden ihn die Besprechungen über die Einzelheiten des hoover-Plans beschästigen.

Das französische LhequerS ist sicher.

Oer Zeitpunkt der Zusammenkunft noch nicht bestimmt, aber im nächsten Monat.

Paris, 26.3uni. (WTB. Funkspruch.) Soweit die TUorgenblätter sich mit dem Zeitpunkt des Be­suches des Reichskanzlers und des Reichsauhenminlsters in Paris beschäf­tigen, sprechen sie, wie auch derWatin", von den ersten Tagen des 3 u l i, einzelne nennen den 4. 3uli. Der Besuch würde bis zum 6. 3 u l i dauern. Nach dem, was von unterrichteter Seite belannt ge­worden ist, kann jedoch festgestellt werden, dah alle diese Angaben verfrüht sind.

Der Pariser Berichterstatter derTimes" be­richtet, die Bemerkung Brünings, dah er eine persönliche Fühlungnahme mit den fran­zösischen Staatsmännern für die (Erörterung der fra nzösisch-deutschen Beziehungen be­grüben würde, hat in Paris e.n bereitwil­liges Echo gefunden. Ls sei eine der gün- ftigen Wirkungen des hooverplans, dah der Weg zur Wiederaufnahme der französisch- deutschen Verhandlungen gewiesen werde. Die fran­zösische Regierung werde im Lande viel Unter­stützung für jeden Schritt finden, der eine Bes­serung der Beziehungen mit Deutsch­land in Aussicht stelle.

Nach dem Inkrafttreten des Hoover-Plaues.

D e r 1 i n, 25. Juni. Wie wir von unterrichte­ter Seite erfahren, sind die Meldungen, wonach bereits eine französische Einladung an den Reichskanzler und den Acichsauhrnminister vvrliegen soll, falsch. Es ist selbstverständlich, dah am Mittwoch in der Unterhaltung zwischen D r i a n d und dem deutschen Dvtschafter über die Anregung des Kanzlers gesprochen wor­den ist. Aber bisher ist weder eine Einladung er­folgt, noch ein Zeitpunkt für die Zusammenkunft festgesetzt worden. Die französische Regierung hat den Gesandten sehr freundlich ausgenommen. Ihr wäre offenbar sogar daran gelegen, dah der Be­such recht bald erfolgt.

Die Abwesenheit des Kanzlers und des Auhen- ministers von Berlin ist aber unmöglich in dieser Situation, die jeden Augenblick neue Überraschungen erfahren kann. (Es ist deshalb notwendig, zunächst zu warten, bis eine Klärung über die Durchführung des hooverschen Vor­schlags erzielt worden ist.

Erst dann wird Frankreich offiziell anfragen, ob eine Einladung erwünscht ist, und darauf wird man sich über den Zeitpunkt des Besuchs verstän­digen.

Die Zusammenkunft selbst gilt aber schon jetzt als sicher, und zwar wird sie noch im nächsten Monat stattfinden.

Nicht überstürzen!

Berlin, 26. Juni. (TU.) Zu dem Rätselraten über den Termin der deutsch-französi­schen Ministerbesprechung wird von der ^DAZ." darauf hingewiesen, es könne unter keinen Umständen in Frage kommen, daß wir uns auf einen Termin festlegen liehen, der die Gefahr biete, dah

unser Verständigungswille gewissermahen gegen den Hoover-Plan ausgespielt

werde. Der Wunsch nach einer Beschleunigung der Zusammenkunft gehe durchaus von der fran­zösischen Seite aus, weil man dort die dro­hende Isolierung fatal genug empfinde. Deutschland habe durch den Mund des Reichskanzlers ein äuherstes Maß, von Entgegenkommen und Verständi­gung bekundet. Jetzt könnten wir warten: es

habe keinen Sinn, das Ergebnis der Aussprache gleich dadurch vorauszunehmin, dah einseitig auf unsere Kosten die französischen Wünsche berück­sichtigt werden.

vor der 3nkraflsehung des Hoover-Planes wäre die Zusammenkunft höchst bedenklich.

Sie könne sehr gut bis nach Fortsetzung der Besprechungen mit den englischen Staatsmännern und dem Besuch Stimsons hinausgeschoben werden.

polnisches Echo.

Warschau, 25. Juni. (WTD.) Die Rund­funkrede des Reichskanzlers Dr. Brüning wird in einer halbamtlichen Auslassung als Ankündigung der Reichsregierung ausgelegt, sich den Tendenzen zu widersetzen, die eine Anspan­nung in den Beziehungen zwischen Deutschland und seinen Rachbarn, also auch Polen, herbeifüh­ren wollten. Die polnische Regierung sei stets der Meinung gewesen, dah nur in einer entsprechen­den Atmosphäre zwischenstaatlicher Ent­spannung eine wirtschaftliche Stabilisierung Europas durchgeführt werden könne. Die nächste Zukunft müsse zeigen, in welchem Umfange die vom Reichskanzler angekündigte Politik verwirk­licht würde. '

Das Regierungsblatt ^Gazeta Polska" versichert, dah die polnische Regierung seit einer Reihe von Jahren konsequent an der Herstellung von guten Beziehungen zwischen den beiden Völ­kern arbeite. Dieses Bestreben habe auch in der Ratifizierung des Liquidationsabkommens und des Handelsvertrages durch das polnische Parla­ment Ausdruck gefunden. Der Reichskanzler könne überzeugt sein, dah er stets auf polnischer Siribe Verständnis und Bereitwilligkeit für die weitere Zusammenarbeit der beiden Völker finden werde.

pariser Kommentare.

Paris, 25. Juni- (TU.) Unter der Voraus­setzung einer Einigung mit Amerika über den Hooverplan zeigt sich die fran­zösische Presse, die vom Quah d'Orsay inspirier- ist, einer Zusammenkunft Brünings und Curtius' mit Laval und Briand sehrgeneigt, sofern die deutschen Staatsmänner mit positven Vorschlägen hier eintreffen.

Das katholischeErvir" sieht in dem Besuch Brünings eine ausgezeichnete Gelegenheit, den Reichskanzler um eine offene und ehrliche Er­klärung über die wahren Ziele seiner Politik zu bitten, sowie darüber, warum trotz der Friedensversicherungen von feiten der deut­schen Regierung jede persönliche Haltung Frank­reichs mit einer feindlichen Kundgebung in Deutschland bea" wortet Verde (!). Wenn man in Deutschland Frankreich den Vorwurf mache, sein Recht zu hartnäckig zu verteidigen, so dürfe man nicht vergessen, dah die französische Hal­tung sich nut darauf gründe, dah Deutschland seinen elementarsten Wünschen oft keine Auf­merksamkeit schenke.

DerT e m p s" steht einer deutschenChe- quers-Reife" nach Frankreich wohlwollend gegen­über, betont aber, dah persönliche Aussprachen zwischen den Ministern der beiden Länder oft zu großen Enttäuschungen geführt hätten. Es sei allerdings möglich, dah die nunmehr geplante Zusammenkunft bessere Erfolge zeittge. Dieser Erfolg hänge in erster Linie davon ab, auf welchem Gebiet der Reichskanzler die Unter­redung zu führen gedenke.

In der nationalistischenLiberte" schreibt D a i n i l l e , daß dem Besuch Brünings nichts entgegenstehe. wenn die vorgesehenen Bespre­chungen wirklich freundschaftlicher Ratur seien und es sich dabei nicht darum handele, Theater zu spielen.

Amerika soll, derTimes" zufolge, bereit fein, dem französischen Wunsch nach einer Aen« derung des Vorschlages, die die Unversehrt­heit des Poungplanes aufrecht erhält, weit entgegenzukommen. Wenn ein Plan aus­gearbeitet werden könne, der die französische Ocffent- lichkeit davon überzeuge, dah der Poungplan nicht für dauernd aufgehoben werde und der zugleich die öffentliche Meinung in den USA. davon überzeuge, dah die amerikanischen Opfer eine wirkliche Hilfe für Deutschland bedeuten, fo würde die amerika­nische Regierung einen solchen Plan fast sicher annehmen.

Um Einzelheiten über seine bevorstehende Europa- tour befragt, sagte Stimson, die Verhandlungen über den Hooverplan seien an einem Punkte an- gelangt, wo sie sich

so gut entwickeln, wie man nur erwarten konnte. Natürlich gebe es stets Detailfragen, deren Erledi­gung Zeit brauche, aber man habe gute F o r t> schritte gemacht und, da verschiedene wichtige Verabredungen für ihn in europäischen Haupt­städten getroffen worden seien, so habe Präsident Hoover ihm geraten, den ursprünglichen Reise- plan festzuhatten. Die Verabredungen beträfen Konferenz en mit verschiedenen europäischen Außenministern und ein Diner beim Präsidenten der französischen Republik. Er werde vorn 9. bis 15. Juli in Italien sein, also nicht zum französischen Nationalfeiertag in Frankreich eintreffen, und er plane nicht eine Zusammenkunft mit Macdonald und Hen­derson in Berlin, wo er erst am 21. Juli ankommen werde.

Oie Lage

in der französischen Kammer.

Paris, 25. Juni. (WTB.) In den Wandel- ggngen der Kammer rechnet man damit, daß die morgige Jnterpellativnsdebatte über den Vorschlag Hoovers, in die wieder der Abgeordnete Frank lin-Bvuil- l o n eingreifen wird, bis spät in die Rächt dauern wird. Man bezeichnet diese Debatte als die wichtigste außenpolitische Aussprache der letz­ten Jahre, gerade im Hinblick daraus, daß im Laufe des heutigen Tages innerhalb verschiedener Fraktionen der Regierungsmehrheit und der Opposition, sowie zwischen Vertretern der ein­zelnen Fraktionen Verhandlungen stattgefunden haben.

Wan behauptel, dah man versucht habe, eine Umgruppierung sämtlicher parlamentarischen Kräfte um die Regierung Laval herbeizusühren. und dah entsprechende Bemühungen morgen fortgesetzt werden würden.

Die Vertreter verschiedener Fraktionen, u. a. Herriot als Vorsitzender der Radikalen Frak­tion, Sybille, Vorsitzender der LinksrePubli- [einer und Laurent-Eynac, Vorsitzender der Radikalen Linken (Fraktion Loucheur) haben einmütig die Ansicht vertreten, dah die mtägige Debatte Personen- oder Parteifragen, überhaupt jede innenpolitischen Erwägungen ausschalten müßte. 3n diesem Geiste soll auch die Tagesordnung, die von der Regierung als Abschluß der Diskussion angenommen werden wird, ausgearbeitet werden. Der Text dieser Tagesordnung werde, so erklärt man,

die Antwort der französischen Regierung auf Hoovers Borschlag billigen und dem amerika­nischen Angebot im Hinblick auf eine europäische Zusammenarbeit zustimmen,

jedoch nicht verfehlen, auf die Tknanta st Har­ke i t des Voung- Planes und der darin enthaltenen Grundsätze anzuspielen.

Oie Stellungnahme der Sozialisten.

Paris, 25. Juni. (WTB.) Die sozialistische Kammerfraktion hat in ihrer heutigen Sitzung die Stellungnahme ihres Vorstandes zur Hoover- attion gebilligt. Sie wird weiter die Regierung ersuchen, die Anregung des deutschen Reichskanzlers, deutsch-französische Besprechungen abzuhatten, g ü n st i g zu beantworten. Morgen wer­den die Sozialisten die Regierung In der Kammer auf die notwendige Verbundenheit von Moratorium, Finanzabkommen und Wirtschaftsabkommen mit der allgemeinen Abrüstung Hinweisen.

Mellon in Paris.

Paris, 25. Juni. (WTB.) Staatssekretär Mellon ist heute 17.45 Uhr aus London kom­mend in Paris eingetroffen. Er wurde vom Chef des Protekolles und vom amerikanischen Botschafter empfangen. Mellon lehnte es ab, auf die an ihn über die aktuellen Probleme ge­stellten Fragen zu antworten, und begab sich sofort in die Botschaft der Vereinigten Staaten.

Die amerikanische Botschaft gibt fol­gendes Kommunique heraus: Schahsekretär Mel­lon, der heute nachmittag von London einge- trosffen ist, hat längere 3eit mit dem ame- I rikanischen Botschafter konferiert und sich dann in einer einfachen Höslich- I keitsvisite zu Finanzminister Flandin be-