nisstrafe.
Wirtschaft
Nachdruck verboten
Ohne Gewähr
22. August 1931
12. Ziehungstag
160264
142852 154265
130293
121854
Banknoten.
135279
124931
121177
176470
218877
373760
Nachdruck verboten.
14 Fortsetzung
sie Heller auf und
161239
203078
289853
320123
176547
231276
49652 ' 125943
173499
219326
257005
59707
109302
130848
155961
184272 208011 227223
245285
281725
293085
333685
350118
364708
385897
126470 144270
201517 268741
315910
24828
52750
95564
141313 189239
235632
297510
330396
354068
380826
131350
173932
224867
283587
310336
114980 133433 159647
194141
210317 231443 248302
282603 304326 334684 351326
371066
390875
115305 142644 196412 263486 301129 330567 356675 382281
133861 153992 202192
284781 316265
137848 184192 228125 285040 316700
118658 136385 162158 197552 212126 231712 250785 285798 304738 339476 352281 376746 393189
148591
212658
264155
308368
335083
358627
387028
184613 207514
230839 240654
290038 300142
1609 2723 4742
141106 167199
201093 214096 236432
256364
286678 312264
340349 354295
376937
148658 217331
264594
310602
339664
365934
387936
344479
370652
397598
214373
245757
301697
10883
199724
216419
311191
360097
143197
170921
202291
226261
236628
263345
289638
319642
340923
356144
380414
151149 180475
203413 226361
238768
266884
291931
320260
343217
363934
385625
Altes Königerecht war es. das Reich nur dem Erstgeborenen zu hinterlassen, und die Vasallen hatten es von ihren Herren gelernt. Als eine kluge Bestimmung, dem Oberhaupt« der Familie für alle Zeiten einen gefesteten Besitz zu gewährleisten, statt diesen durch Erbteilung in immer winziger werdende Flicken zu schneiden, bis die letzten Abkömmlinge wieder auf kleinen Bauernhöfen sahen, um das bißchen Notdurft und Nahrung robotten muhten wie vor Zeiten di« Hörigen ihrer Väter ... „Robot" war ein Slawenwort, hieb Fronde auf deutsch und stammte aus jener grauen Vergangenheit, da die deutschen Herren ins Land gekommen waren, um den slawischen Eingesessenen das Evangelium zu bringen und sie zu Knechten zu machen. Und aus dieser Zeit mochte wohl auch das Gesetz stammen, die Herrschaft nur dem Erstgeborenen zu hinterlassen: es schützte die Kaste der Eroberer vor raschem Verfall. Der erste der alten Geschlechter blieb immer oben, die Nachgcborenen mochten zusehen, wo sie ihren Unterhalt fanden, im Trotz der Fürsten ihre Fortüne suchen oder irgendwo anders in deutschen Landen, wo ein Heerbanner errichtet war- und rasche Gesellen gesucht wurden, die alles zu gewinnen hatten und nichts zu verlieren außer ihrem Leben. Wenn ihnen dos Glück günstig stand, eroberten sie in der Fremde ein Besitztum und gründeten ein eigenes Hcrrengeschlecht ... So war vor jenen Hunderten Jahren ein Nachgeöorener der Hohen- römnitz als ein Abenteurer in die Weite geritten, hatte dem Burggrafen von Nürnberg geholfen, di« märkischen Edelsitz« zu brechen und die trotzigen Junker zu Paaren zu treiben. Zur Belohnung war ihm das umfangreiche Lehen eines Herrn von Köckeritz zugefallen, nachdem er am Kremmener Damm« mit eigener Hand dafür gesorgt hatte, dah dieses Lehen erledigt und frei wurde. 3n jenen unruhigen Zeiten war das Erben ein rasches Geschäft, man erschlug den Vorgänger im Besitz und setzte sich an sein« Stelle ... Nur die Nachkommen des Streiters vom Kremmener Damme waren untüchtig gewesen, hatten die erobert« Dodensässigkeit nicht zu wahren gewußt in all den Nöten, di« üb«r das märkisch« Land kamen. Und seither zehrten sie nur von einer Hoffnung, die ihnen der reisige Vorfahr hinterlassen hatte ... Ehe er nämlich von der Hohenrömnih zu der Fahne d«S Burggrafen von Nürnberg ritt, hatte er sich von dem älteren Bruder sein Anrecht an der Heimat verbriefen lassen und besiegeln in heißem Wachs und unbrechbarem Eide für sich und feine Nachkommen. Wenn der Hauptstamm der Römnitz« einstmals einging nach Gottes unerforschlichem Ratschlüsse, hatten seine Sprossen das Recht, und keine spätere Abmachung sollte ihnen im Wege stehen ... Seither saßen die Romnitze des Nebenstammes auf kleinen Gütern in der Mark oder dienten im preußischen Heer und Deamten- stande. Den Grafentitel hatten sie verloren im
Aus jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer aus die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II _______
136164 137788
188635 194359
212929 215303
296051 308019
325231 346853
Regenbogenfarben, schlechtem Wetter: war es mild und kam der Frühling
Gewinnauszug
5. Klasse 37. Preußisch-Süddeutsche (263. Preutz.) Staats-Lotterie
218084 234870 249796 301599 306697 313908
568 732 5218 10570
76608 89027 134666 178285 185135 193836
268088 256563 287350
362814 375050
sie ihn verdeckten, leuchteten zeigten einen Kreis matter Vorboten von Sturm und für eine Weile aber noch
In der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen
2 ®«totnne zu 10000 M. 231603
10 Gewinne au 5000 M. 2137 117389 139735
In der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen
2 Gewinne zu 10000 M. 63325
4 Gewinn, zu 5000 M. 85507 296178
22 Gewinne zu 3000 M. 65801 79866., 122655
152969 223625 227228 265053 289768 312817
Das bißchen Erde.
Vornan von Richard Slowronnel.
Copyright by I. Engelhorns Nachf., Stuttgart.
warm, mit schwülem Hauch „ , . _
in die Lande. Die vom Winde bewegten Zweige
Serlln, 24. August ~
Amerllanstche Note» ...... Belgische Noten........ .
Dänische Noten .........
Englische Noten.........
tzranzdstsche Noten........ Holländische Noten........
Italienische Noten ....... Norwegische Noten........
Deutsch Oesterreich, i 100 Schilling Rumänische Noten........
Schwedische Noten........
Schweizer Noten.........
Spanische Noten...... • . .
Ungarische Noten
326584 398698
48 Gewinne ,u 2000 M. 4607 16525 41462 47761 ----- ----- ------ ------ ig7H4 172168
306868 ------ - -
200 Gewinne zu 500 W. ----------- -----
14714 15512 20754 22061 36518 37587 38169 41025 45897 46492 66568 57350 58816 59031
- 76924 80654 93556 93694 105891 108033
------ ------ ------ 13Q44O
104 Gewinne zu 1000 W- --- --- ----
13541 14216 14966 16619 20108 27087 29126 29692 32386 35921 37387 42123 43469 45926 ----- 73072 84903 96626 108283 112856 124473 ------ ------ ------ 173349
24B84’eZnu 3000 M. 82341 97177 198617®2to5008,X30008 30668°34664 42007 56436 66230 73552 74587 77893 104525 111742 127431 W? 2993?2 Ä M »2 S 36'ä1 ®,txünn«°i7 1000°«? 1892 4586 10409 23341 27926 28797 29967 32171 60333 67857 70472 71569. 72.116.76937- 80284„80538,91467 1 m57
Ein lauer Nachtwind hatte sich aufgemacht, die vom See hergekommenen Nebelschwaden weit hinaus ins Land getrieben. Oben am sternenklaren Himmel schwamm der volle Mond, weiblich« Wölkchen zogen an ihm vorüber. Wenn
nach annehmen mußte. Im Fraaefall lagen zweifelsfrei bei einem vorbestraften Althändler die letzterwähnten Voraussetzungen zur Bestrafung wegen Hehlerei vor. Er hatte 16 kg Leitungsdraht ange-
(selb
4,20
58,48 112,23 20,393
16,46 169,36
21,99 112,23
59,07
2,46 112,28
81,74 36,77 72,85
der hohen Erlen zu beiden Seiten der Dammallee waren noch kahl, aber überall an der bräunlichen Rinde faßen die klebrigen Knospen, von Saft geschwellt und bereit, unter den nächsten Sonnenstrahlen die Hülle zu sprengen. Die Schilfwand über dem Wasser stand gelb vom vorigen Jahr, zischelte und raschelte im Winde, aber dazwischen hoben schon neue Sprossen die messerscharfen grünen Spitzen, gerollte Mummelblätter schoben sich langsam vom Grunde empor. Und überall an der Oberfläche des mondbeschienenen Wa-ssers ein Schnalzen und Springen, ein Haschen und Zagen silbergeschuppter kleiner Leiber, die dem urrwigen Triebe folgten, der die Welt erneuerte von Jahr zu Jahr. Hechte und ungefüge Barsche fuhren dazwischen mit plantschendem Getöse, schluckten und mordeten ohne Unterlaß: unten aber lauerte die gleitende Sippe der Aale, schlürfte den rinnenden Rogen, denn für sie war es Erntezeit. Und ohne ihr sorgliches Bemühen hätte die Schar der Ukeleie sich inS Unermeßliche vermehrt im Dee, allen andern Bewohnern den Platz genommen und die Nahrung dazu. Nur die Räuber auS der Vogelwelt taten bet diesem löblichen Werke nicht mit, denn sie waren mit eigener Minne beschäftigt. Mitten auf dem See warben die Haubentaucher mit tiefem Dalzlaut um die Gunst ihrer Schönen, im Schilf aber jagten sich die schwarzen Wasserhühner mit schrillem Pfiff. Wie das „Pickstzn" einer streichenden Waldschnepfe klang es, nur bedeutend gröber. Und es war ein gar streit- füchtiges Volk. Allenthalben gab es erbitterte Kämpfe, bis der besiegte Nebenbuhler mit klatschendem Flügelschlage aufs offene Wasser entfloh ...
Malte Römnitz ging hastig die Dammallee entlang. die von der Schloßinsel zum festen Land« führte. Gar nicht erwarten hatte er es können in der Fremde, bis er wieder den deutschen Frühling sah, und jetzt schritt er achtlos an ihm vorüber. Groll und Erbitterung füllten seine Brust, und er haderte mit dem Schicksal, das ihn aus
37130^ Gewinn, zu 500 W. 7194 11617 12793 16870 " 34400* 35069 40505 44334 60847 62569 64984 _ 67770, 77963^81646 g92612 ,932^5
Laufe der Zetten, nur das alte Recht war ihnen verblieben, das Recht an dem aus Urzeiten stammenden Besitze der Familie, von den gemeinsamen Ahnen her. Kaum eine am fernen Horizont« sich zeigende Morgendämmerung war es. aber doch ein Recht, das einmal Wirklichkeit werden konnte aus Vergangenheit und M die Zukunft langendem Traum ... Menschengeschicke waren wandelbar, und schon manche- buchende Geschlecht war nach einer Zeit der Herrschaft m die Vergessenheit gesunken ... Wie ein über- ständiger Eichenstamm, der vermorscht zusammenbrach, aus einer seiner weit verästelten Wurzeln aber schoß ein neues Bäumlein in die Höhe, reckte sich und wuchs ... Und niemand vermochte vorher zu sagen, an welcher Stelle sich der Nachfolger erheben würde. Irgendwo in einer Grenzgarnison führte ein Römnitz seine dreißig Männerchen als ein kleiner Leutnant über den sandigen Exerzierplatz. Tat seinen Dienst und zehrte von einer Hoffnung, di« wie ein« Sage in seinem Geschlechte ging. Da oben im Mecklenburgischen lag ein riesenhafter Besitz, den er nie gesehen hatte, an dem er aber ein Recht besaß. ^Bei nüchterner Ueberlegung war es keinen durchlochten Heller wert, aber man konnte von ihm träumen ... Ein großes Sterben kam ins Land, das alle dem Erbe Näherstehenden dahinraffte, man hielt feinen Einzug in der aud grauen Zetten stammenden Burg und führte ein Leven m Herrlichkeit und Freuden ...
Unwillkürlich mußte Malte denken, wie nahe diese Zukunftsträume der märkischen Romnitze ihrer Verwirklichung gewesen waren. Er selbst hätte nur damals vor zwei Jahren ein rasches Ende zu machen brauchen, und die Ehe seine« Oheims Christoph wäre auch fernerhin kinderlos geblieben. Dann faß auf der Hohenrömnih drüben der Aetteste der Nebenlinie, ein preußischer Major außer Diensten, der in Görlitz seine kümmerliche Pension verzehrte, und in dem Lehen Vellahn dessen Sohn, augenblicklich Leutnant in irgendeinem Infanterie-Regiment ober Referendar an einem Amtsgericht. Und ebenso von Rechts wegen, wie er selbst jetzt aus seinem Besitz gestoßen wurde, wenn in kurzer Frist dem Inhaber des Majorats ein Sohn geboren wurde ... Die Geburt einer Tochter aber hätte an der bestehenden Nachfolge nichts geändert, denn die Fräulein der alten Geschlechter waren rechtlos, wurden mit einer geringfügigen Mitgift abgefunden, wie die nachgeborenen Söhne mit einem kargen Taschengelde ...
Und da zum ersten Male fing der junge Graf Römnitz an zu denken, dah Recht auch llnrecht werden konnte ... Wenn man es nämlich am eigenen Leib« verspürt«, und er entsann sich eines, der jedwedes Ding auf Erden von zwei Setten beleuchtet hatte, je nach der Partei, auf bet man stand. Auf Setten der Besitzenden oder
| der Entrechteten ...
(Fortsetzung folgt)
Hrlstngsor» .
Prag . . . Budapest. . Sofia . . . Holland . . £41o .... Kopendage». Stockholm . London. . . Bueno» Atret Neuyor» . . Brüllet. . . Italien. . . Paris . . . Schweiz . . Spanien . . Danzig. . . Japan . . . Rio de Ian.. Iugollawte«. Liilabon . .
lionen Mark. Außer der Vermehrung des Dek- kimgsbestandes um die 200 Millionen Mark sind noch 100 Millionen Mark nichtdeckungsfähige Devisen zugeflosfen. Neben den von der Reichsbank selbst angeforberten Beträgen sind auch noch von den Privatbanken Devisen zur Ablieferung angeforbert. Die Höhe dieses Betrags steht noch nicht fest.
• Das Bad-Nauheimer „Sprudel - Hotel" ist mit etwa 500 000 Mark Passiven in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Demgegenüber steht das Hotel mit Inventar: eine Mass« für die nichtbevorrechtigten Forderungen von rund 95 000 Mark ist nicht vorhanden.
Rinöermortt in Gießen.
3u dem heutigen Gießener Nutzviehmarkt waren 1022 Stück Grohoieh, 187 Fresser. 256 Kälber aus- getrieben. Es kosteten: Milchkühe oder hochtragende Kühe 1. Qualität 425 bis 500 Mark. 2. Qualität 300 bis 375 Mark. 3. Qualität 150 bis 220 Mark, Schlacht, kühe 60 bis 300 Mark. Rinder bis Kjabrig 70 bis 150 Mark. bis 2jährig 100 bis 200 Mark, tragend 250 bis 400 Mark, Kälber das Pfund Lebend, gewicht 35 bis 45 Pf. — Das Geschäft war sehr schleppend: es verblieb Ueberstand.
Devisenmarkt Berlin — Arantsurt a.M.
lassen und sich entschieden, den Dörsenvorständen des Reiches jetzt frei« Hand hinsichtlich der Festsetzung des Börseneröffnungstermins zu lassen. Heute Dienstag, werden deshalb «in« Sitzung des Berliner Börsenvorstandes und Beratungen des Berliner Börsenvorstandes mit den Dörsenvorständen des Reiches stattfinden, in denen bet ErössnungStermin endgültig festgesetzt werden soll.
• DieDarm st ädterBvlksbank stellt die Zahlungen «in. Don der Oettung der Dolksbank wird mitgeteilt: Di« Bolksbank, c. G. m. b. H. sieht sich genötigt, von heut« Dienstag, ab ihre Schalter zu schließen. Die schon von Den Dankfeiertagen bestehende Illiquidität der Dank hat nach Wiederaufnahme des normalen Zahlungsverkehrs eine Verschärfung erfahren, bi« di« Stadt Darmstadt und bas Land Hessen veranlaßten, ihre Hilf« zur Deschaffung fiüssiger Mittel in der Form der Girierung von Kunbenakzepten gegen entsprechende Unterlagen nicht zu versagen. Devor diese Hilf« in größerem Ausmaße in Anspruch genommen wurde, ergab sich di« Notwendgkeit einer weitgehenden Stützung, um di« stärker werdend« Deunruhigung des Publikums hintanzuhalten. Stadt und Staat wurden bei der großen Bedeutung, di« di« Volksbank für das hessische Wirtschaftsleben und darüber hinaus hat, um Uebemahme einer Aussallbürgschaft für die Verbindlichkeiten der Dolksbank gebeten. Da die zur Uebemahme der Garantie erforderlichen Voraussetzungen nicht erfüllt wurden — Der Finanzausschuß des Hessischen Landtags war einstimmig dazu bereit, während der Finanzausschuß des Smdlrats in seiner großen Mehrheit Stimmenthaltung übte — ist di« Dolksbank genötigt, ihre Zahlungen einzustellen.
' Die Landesversicherungsan st alt Hessen im Jahre 1 9 30. Wie au« dem Rechenschaftsbericht der Landesversicherungsanstalt für das Jahr 1930 hervorgeht, war im laufenden Jahr eine Verminderung der Einnahmen von 18 560 000 Mk. im Jahre 1929 auf 16 440 000 Mk. im Jahre 1930 festzustellen. Di« allgemeine Verwaltung erforderte 3,57 Prozent. Das Reinvermögen belief sich am 31 Dezember 1930 auf 30 874 000 Mk. An Renten sind im Berichtsjahr 27 054 000 Mk. gezahlt worden. Don den 14 404 Anträgen wurden bei den Invalidenrenten 76,86 (im Jahre 1929 78,46) Prozent, bei den Witwenrenten 77,13 (80,55) Prozent, bet den Waisenrenten 72,98 (78,48) Prozent anerkannt. Die Zahl der laufenden Einzelrenten hat sich, ebenso wie die Zahl der neu festgesetzten Einzelrenten, bis Ende 1930 gegen das Jahr 1912 mehr als verdreifacht. Bei Der Invalidenversicherung betrug der Bestand am Ende des Jahres 45 740, in der Altersrente 800. Die Gesamtzahl der Witwenrenten beträgt 13 758. Für Heilverfahren hat di« Anstalt 1 400 000 Mk. aufgebracht. Daneben hat die Anstalt besondere Kuren, Bäder. Fürsorgen und Ausstellungen durchgeführt.
* Entwicklung des Devisenbestandes bei der Reichsbank. Der Gold- und Devisenbestand der Reichsbank bat sich vom 15. Juli biS 21. August um 200 Millionen Mark er- | höht. Wieweit dieser Zugang durch die Anforderungen auf Grund der Devisenverordnung bedingt ist, läßt sich nicht ermitteln. Zur Ablieferung I angefordert sind seitens der Reichsbank 432 Mil-
Lehen ...
Zu Ausgang des siebzehnten Jahrhunderts hatte es der Damals regierend« Graf Römnitz geschaffen, um dem Heranwachsenden Sohne ein Feld Der Tätigkeit zu geben, und damit er nicht gar zu ungeduldig auf das Ableben des Baiers zu toarien brauchte. Wie ein kluger König hatte er gehandelt, der dem Thronfolger eine Provinz versieh, in der er als Herrscher schalten durfte nach seinem Belieben, und damit sein« Machtgier dem Dater den allzulange schon behaupteten Platz nicht neide. Und das war ein weises Gesetz gewesen, solange Hohenromnitz sich in gerader Folge vererbte, solang« in d«m Dellahner Lehen der eigene Sohn d«S regierenden Herrn sah mit dem dort geborenen EnkÄ. Zur Grausamkeit aber wurde es, wenn es einen traf, der als Erbe ausgewachsen war und mit einem Mal« zur Seite treten mußte, wenn der zur Welt gekommen war der dem im Besitze Wohnenden näher stand ...
Und dagegen gab es fein Auflehnen, es war eines jener Gesetze, die für einen Abkömmling der allen Adelsgeschlechter so selbstverständlich waren wie di«, nach denen sich daS Weltall mit seinen Gestirnen bewegt«. Don Anbeginn waren diese Gesetze gewesen, und es war nutzlos, sie an dem Maßstabe einer neuen Zeit zu messen. Außer man war «in auS der Art geschlagener Schädling, der mit frevelnder Hand Den Grund au zerstören gedachte, auf dem das eigene Geschlecht im Lauf der Jahrhunderte feine Größe behauptet hatte ...
Oie Lage
der deutschen Maschinenindustne.
Dom Verein Deutscher Maschinenbau-Anstalten, dem Spitzenverband der deutschen Maschinenindustrie, wird uns geschrieben: Die scharfe Krise auf dem Gebiete des Geld- und Kreditwesens macht sich im Maschine ngeschäft besonders stark fühlbar. Die In- und Auslandkund.chaft hielt sich mit Anfragen sehr zurück. Der scharf vorher auf ein Minimum gefundene Eingang von Inlandaufträgen verharrt auf dem Stillstand der Dormonate. Die im Juni festgestellte Zunahme der Auslandaufträge setzte sich im vergangenen Monat nicht weiter fort. Wenn nicht eine bal- dige Beruhigung der Lage und Besserung des Ge- febaftö eintritt, werden weiter zahlreich« Fabriken gezwungen sein, den Betrieb einzustellen. Der Gesamtbeschäftigungsgrad der Maschinenindustrie ging weiter von 43 auf 42,8 v. H. der Sollbeschäf- tigung zurück. Bei den in der Rundfunkrede des Herrn Reichskanzlers angefünDigten organisatorischen Maßnahmen auf dem Gebiete des Dank- und Kreditwesens wird aus allgemein volkswirtschaftlichen Gründen vor allem auch eine ausreichende Berücksichtigung des Kreditbedürsnisses der mittleren und kleinen Unternehmungen gefordert werden müssen, die nicht nur in der gesamten deutschen Wirtschaft bei weitem überwiegen, sondern insbesondere in den wichtigen Produktionszweigen, wie dem Maschinenbau, fast 95 v. H. aller Betriebe auSmachen.
Die nach dem Kriege eingetretene übermäßige Konzentration im Dankenwesen hat, abgesehen von anderen Nachteilen, die gerade in der letzten Zeit zutage getreten sind, vielfach zur übermäßigen De- vorzugung des Reallredits gegenüber dem Personalkredit und zu einer nicht genügenden Derück- fichtiguna der kleineren und mittleren Dftriebe bei Der Kreditversorgung geführt. Eine Rückführung der deutschen Wirtschaft auf den gesunden Boden des selbstverantwortlichen Un'err.ebmer- tums und seine Erfolgshaftung ist nur möglich bei ausreichender Kreditversorgung auch der mittleren und Heineren Betriebe, die sich immer wieder, nicht zuletzt auch in der gegenwärtigen Krise, als besonders gesund, entwiÄungsfähig und als di« beste Stühe Der Wirtschaft erwiesen haben.
• Die Indexziffer der Großhandelspreis« vorn 19. August. Die vorn Statistischen Reichsamt für den 19. August auf 110,8 berechnete Indexziffer der Großhandels- preise hat sich gegenüber der Dorwoch« um 0,3 v. H. erhöht. Dies ist durch Preissteigerungen für landwirtschaftliche Erzeugnisse bedingt. Di« Indexziffern der Hauptgruppen lauten: Agrarstoffe 105,2 (plus 1,4 v. H.), Kolonialwaren 95,5 (minus 0,9 v. H.), industrielle Robstofi« und Halbwaren 101,3 (minus 0,4 v. H.), industriell« Fertig- waren 135,7 (minus 0,1 v. H ).
• Dorbereitungen zur Wiedereröffnung der Börsen. Nachdem die Reichsbank ihren ßombaröfati um 3 Prozent gesenkt hat und die Baseler Stillhalteverhandlungen zum Abschluß gekommen sind, haben, wie bk „Frankfurter Zeitung" erfährt, die zuständigen >. Reichs- und Landesbehörden diejenigen Bedenken, „ die sie noch vor einer Woche in ber Frage ber Börsenerösfnung hatten, nunmehr fallen ge-
räumen und das Bündel schnüren, denn es war einer zur Welt gekommen, der der Herrschaft näher stand ... Don Rechts wegen durfte er sich nicht einmal mehr den Wand er stecken schneiden im Dellahner Parke ohne dessen gnädige Erlaubnis, Denn von Dem Augenblicke an, da dieser Den ersten Atemzug getan, war «r selbst rechtlos. Nichts Durfte er mitnehmen als fein persönliches Eigentum und was er sich an Geldeswert durch sparsam« Wirtschaft viell«icht erworb«n haben mochte. Alles übr ge fiel dem Nachfolger anheim, denn das Gut Dellahn mit dem Schloss« und viertausend Morgen Acker und Wald war ein Lehen, das seinem Inhaber nur so lange ai stand, als er der nächstberechtigt« Anwärter des Hohenrömnitzer Majorates war. Derlvr er daS Erbrecht, verlor er zur selben Stunde auch das
Srieffaflen Der Redaktion.
(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)
Ehescheidung. 1. Die Kosten einer Ehescheidung (Gerichts- und Rechtsanwattskosten) richten sich nach ber Hohe bes vorhandenen Dermögens. Es fragt sich auch, ob der Rechtsstreit in der ersten Instanz seine endgültige Erledigung findet. Ohne Angabe deS Dermögens können wir hiernach genaue Zahlen nicht angeben. — 2. Die Eheschei- DungdgrünDe finden sich in den §§ 1565ff. deS DGB. „Gegenseitige Abneigung" genügt nach geltendem Rechte zur Scheidung nicht. Ein Ehegatte kann nach § 1568 BGB. auf Scheidung klagen, wenn Der anDere Ehegatte durch schwere Derletzung Der durch Die Ehe begründeten Pflichten oder durch ehrloses ober unsittliches Verhalten eine so tief« Zerrüttung bes ehelichen
267446 293104
323069 326064
------ 352504
tausend Gefahren errettet und heil ins Elternhaus zurückgeführt hatte, mir um ihm zu zeigen, daß er heimatlos getoorben war ... Eine leere Ausrede vor sich selbst war eS doch nur gewesen, zu glauben, der sonst so kühl abwägende Onkel Christoph hätte vielleicht eine Ehe geschlossen, die nicht dem strengen Hausgeseße entspräche. Und ebenso töricht die Hoffnung, in der Hohen- römnitz Drüben konnte es eine Enttäuschung geben an Dem mit Dangen erwarteten Tag, «in unbeträchtliches kleines Frauenzimmer statt Des heiß vom Himmel erflehten Knaben. Sv viel Glück hatte er nicht ... Dann aber hieß es ben Platz
die Gegenstände mittels einer strafbaren Handlung kauft, und der nicht einwandfreie Verkäufer, hatte erlangt flnb, und dies der Händler den Umstanden ihm angegeben, daß auf einem ^uichaufen - H *-----'----gefunden worden seien. In Wirklichkeit waren ste
gestohlen worden. Straft: 20 Mark Geldstrafe an Stelle einer an sich verwirkten fünftägigen Gefang-
grltf
4,22
58,72
112,67 20,473
16,52
170,04
22,07
112,67
59,31
2,48
112,72
82,06 36,93
73,15
Im Gewinnrade verblieben: 2 Prämien zuse 500000, 2 Gewinne zu je 500000, 2 zu je 300000, 2 zu je 200000, 6 zu je 750M, 6 zu je a0000, 20 zu je 25000, 110 zu je 10000, 290ju je 5000, 572 zu je 8000, 1684 zu je 2000, 3388 zu je 1000, 5510 zu je 500. 16722 zu je 400 Mark.
Verhältnisses verschuldet hat, daß dem Ehegatten die Fortsetzung ber Ehe nicht zugemutet werden fonn. Als schwere Verletzung gilt auch grobe Mißhanblung. — 3. Die Zuziehung eines Rechtsanwaltes ist unerläßlich, auch bann, wenn un Armenrechte geklagt werben müßt«.
Sprechstunden ver Redaktion.
11.30 bis 12.30 llyr. 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschloffen. .
24. August
25.August
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Geld
Sries
Geld
Srie,
10,59
10,61
10,59
10,61
59,16
59,28
59,18
59,30
12,47
12,49
12,47
12,49
73,43
73,57
73,43
73,57
3,057
3,063
3,057
3,063
169,78
170,12
169,78
170,12
112,49
112,71
111,49
112,71
112,49
112,71
112,49
112,71
112,76
112,54
112,76
112,54
20,449
20,489
20,449
20,489
1,173
1,177
1,173
1,177
4,209
4,217
4,209
4,217
58,68
58,80
58,70
58,82
22,03
22,07
22,03
22,07
16,49
16,53
16,495
16,535
81,92
82,08
81,94
82,10
37,21
37,29
37,21
37,29
81,70
81,86
81,64
81,84
2,078
2,082
2,078
2,082
0,261
0,263
0,261
0,263
7,413
7,427
7,423
7,437
18,55
18,59
18,55
18,59


