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bett 8 bis 10; roke Rüben 8 bis 10; Spinat 15 bis 20; Unter-Kohlrabi 5 bis 6; Grünkohl 10 bis 12; Rosenkohl 15 bis 20; Feldsalat 80 bis 100; Tomaten 50 bis 60; Zwiebeln 10 bis 12; Meer­rettich 35 bis 70; Schwarzwurzeln 25 bis 35; Kartoffeln 4; Aepfel 8 bis 10; Birnen 8 bis 10; Dörrobst 30 bis 3j; Enten 80 bis 100; Honig 4Q bis 50; junge Hähne 80 bis 90; Suppenhühner 70 bis 80; Gänse 80 bis 90; Rüsse 35 bis 40; das Stück: Lauben 50 bis 60; Eier 14 bis 15; Blumenkohl 20 bis 60; Endivien 8 bis 10; Ober- Kohlrabi 8 bis 10; Lauch 5 bis 10; Rettich 10 bis 15; Sellerie 10 bis 40 Pfennig; der Zentner; Kartoffeln 3 bis 3,50; Weißkraut 3 bis 3,50; Wirsing 4 bis 5; Rotkraut 4 bis 5 Mark.

Oer liebste Vogel.

Der Adler liefert ledigltch Symbole;

die Henne schenkt uns wenigstens das Ei, doch stört sie ungemein durch das frivole lautfprecherartia tägliche Gescbrei.

Der Strauß gibt Federn für die Damenhüte, fein Wert ist relativ und wandelbar.

Als Frühlingsboten zweifelhafter Güte besingt man Amsel, Drossel. Fink und Star.

Der Geier dient als Sinnbild der Bilanzen und als Vergleich mit Menschen dient der Kauz. Das Rebhuhn eignet sich im großen, ganzen, nur als Bestandteil des Cbampagnerkrauts.

Der Schwan ist ohne weit res zu entbehren, wenn auch vielleicyt nicht für Herrn Lohengrin. Der Storch, na, ja, die Theorie in Ehren, doch letzten Endes ging's auch ohne ihn.

Ick weiß daß viele Herzen böher schlagen bet des Kanarienvogels Trillerei.

Auch gegen Lerchen will ick gar nichts jagen; man hört sie gern besonders wohl im Mai. Doch all dies Gackern, Singen, Tririlieren ist lediglich Radau und Stimulans ...

Das edelste und liebste von den Tieren Das ist und bleibt die königliche Gansl

Das ilt ein Vogel! Auf den Federn bettet sich jeder weich in dieser harten Welt.

Und daß die Gans das Kapitol gerettet, das fei nur nebenher noch festgestellt.

Bescheiden, anspruchslos, von milder, frommer und treuer Denkungsart bei Tag und Nacht, sorgt sie dafür, daß sie sich schon im Sommer für ihren Daseinszweck recht mollig macht.

Wenn sie dann vor dir liegt, so schön gebraten, mit ihrer vollen, treuen, starken Brust, und wdnn die Fülle dann noch gut geraten, dann schlägt dein Herz im Hochgefühl der Lust! Du pfeifst dann gern auf Amsel, Fink und Geier, Du stehst verklärt im hellen Lichterglanz und singst als Höhepunkt der Weihnachtsfeier: Sie mir gegrüßt, du königliche Gans!

Puck.

Notverordnungs-Terminkalender.

1.3anuar 19 32: Löhne und Gehälter in der privaten Wirtschaft können unter bestimmten Voraussetzungen um 10 v. H.» im Höchstfall um 15 v. H. gekürzt werden.

1.Januar 1 932: Kürzung der Beamten- gehälter um 9 v. H., der Gehälter und Löhne für Behördenangestellte und -arbeitet: um 10 v. H.

1. Januar 1 932: Senkung der Preise für Steinkohle, Braunkohle, Kali (vgl. auch oben: Kartellpreise usw.).

1.3anuar 1 932: Ermäßigung der Mieten für Altwohnungen um 10 v. H. sowie der Reu- baumieten nach Liebereinkommen mit dem Haus­besitzer entsprechend der Entlastung des Haus­besitzers durch Ermäßigung der H-pothekenzinsen.

1. Januar 19 3 2: Senkung der Zinsen für alle langfristigen Forderungen (öffentliche Schuld­verschreibungen, Obligationen, Pfandbriefe, Hy­potheken usw.), soweit sie über 6 v. H. liegen, auf 6v. H.; soweit sie über 8v. H. liegen, im Verhält­nis von 8:6; soweit sie über 12 v. H. liegen, im Verhältnis von 8:4.

1. Januar 1932: Erhöhung der Tlmsatzsteuer auf 2 v. H., ausgenommen Getreide, Brot und Mehl.

1. Januar 1 932 : Beseitigung der Steuer­verzugszuschläge und Ermäßigung der ©teuer- Stundungszinfen auf 12 v. H. jährlich.

1.Januar 1 932: Aenderung der Kranken- und Llnfallversicherung insbesondere durch In­krafttreten eines allgemeingültigen Aerztetarifs und Fortfall der Heinen Verletztenrenten; Lei­stungsbeschränkungen auf dem Gebiet der Ren­tenversicherungen.

5. Januar 1 932: Letzter Kündigungster­min für alle Mieter, die bis zum 31. März 1932 das bestehende Vertragsverhältnis wegen Uner­schwinglichkeit der Miete lösen wollen. Kündi­gung muß spätestens am 5. Januar dem Haus­wirt zugegangen fein. Ausgeschlossen von diesem einmaligen Kündigungsrecht sind die Mieter, deren Mietvertrag nach dem 15.3uli 1931 ab­geschlossen ist, oder die bereits im Laufe des Jahres 1931 Mietnachlässe von mindestens 20 v. H. erhalten haben, oder Mieter, in deren Wohnun­gen der Hauswirt größere Dauarbeiten hat machen lassen. Voraussetzung des einmaligen Kün­digungsrechts ist, daß der Mieter eine ihm nor­malerweise (vertraglich oder gesetzlich) seit dem 15. Juli 1931 gebotene Kündigungsmöglichkeit nicht ungenutzt gelassen hat.

10. März 1 932: Vordatierung der bisher am 10. April 1932 fälligen Vorauszahlungen auf die Einkommen- und Körperschaftsteuer. Sie sind nunmehr am 10. März zu entrichten.

31.März 1 9 3 2: Der Hauseigentümer kann die Hauszinssteuer für die Zeit vom 1. April 1932 bis zum 31. März 1939 ablösen. Der Ab­lösungsbetrag beläuft sich bis zum 31. März 1932 auf das Dreifache eines vollen Jahresbetrages der Steuer.

Stenographischer Wettkampf in Gießen

Als Abschluß der dies; ijrigen Vereinstätigkeit ver- anftaltete die 1. Reichskurzschrift-Gesellschaft Gießen ein Vereins wettschrciben, dem ein Sckön- und Richtigschreiben angegliedert war. Insgesamt wurden 71 Arbeiten abgeliefert. Für die besten Ar­beiten wurden vom Verein Ehrenpreise zur Ver­fügung gestellt. Das Wettschreibergebnis ist folgendes:

Schnellschreiben: Abteilung 240 Silben: 1. und Ehrenpreis Gg. Wahl. Abteilung 180 Sil­ben: 1. und Ehrenpreise (außer Konkurrenz) Fr. Dörsner, Fr. von Leinmers. Abteilung 160 Sil­ben: 1. und Ehrenpreise A. Schott, Johanna Bohl. Abteilung 140 Silben: 1. und Ehrenpreise Emmy Overbeck, K. Berg; 1. Preise Erna Reininger, Minna Gerbig,'Annemie Steinberger, W. Schardt, Käthe Demuth, K. Brückel. Abteilung 120 Sllb-n: 1. und Ehrenpreise M. Katz, Ilse Biedenkopf, K. Marth; 1. Preise W. Hofmann, Gertrud Schäfer, K. BrSe, Th. Schwarz, Aenne Fendt Else Leinweber; 2. Preise Berta Eisenbach, Luise Reinhardt, E. Hock. Abtei­lung 100 Silben: L und Ehrenpreise Emmi Roth,

OieArbeiismarkilage in Oberheffen

Der Bericht desArbeitsamtsGießen über den Monat November verzeichnet in den einzel­nen Berufen folgenden Stand der Arbeitsmarkt­lage:

Land- und Forstwirtschaft.

Die Außenarbeiten der Landwirtschaft, soweit Handarbeit in Frage kommt, sind als beendet anzu- sehen. Sehr viele Landwirte haben daher Arbeits- verhällnisse, die in der Regel bis Weihnachten laufen, vorzeitig gelöst. Die vorgeschrittene Jahres- zeit brachte ebenfalls weitere Entlassungen von Gärt- nern und Gartenarbeitern, insbesondere aus den Rosenkulturen. Die Vermittlung von landwirtschaft- lichen Kräften war ungefähr die gleiche, wie im Monat Oktober. Für landwirtschaftliche Dienst­mädchen liegen bereits mehrere Anmeldungen offener Stellen zum Jahreswechsel vor. Mit Rücksicht auf die allgemeine Lage muß bezweifelt werden, daß die Nachfrage nach Arbeitskräften zum 1. Januar 1932 so rege wie früher sein wird. Die Haupteinstcllungen sowohl von männlichen als auch weiblichen Arbeits­kräften dürfte voraussichtlich erst zu Beginn der Frühjahrsarbeiten erfolgen.

Die Forstämter haben mit dem Holzeinschlag be­gonnen. Das Arbeitsamt konnte zu diesen Holzhauer, arbeiten im Monat November rund 800 Arbeit­suchende aus fast allen Berufsgruppen vermitteln. Weitere Abrufe sollen im Laufe des Monats De­zember erfolgen. Dem Arbeitsmarkt standen am Ende der Berichtszeit 344 Personen zur Verfügung, gegenüber 256 des Vormonats und 316 des Vor­jahres.

Industrie der Steine und Erden.

Die Arbeitsmarktlage in der Industrie der Steine und Erden neigt zu einer weiteren Verschlechterung. Verschiedentlich waren Steinbrüche durch Aufträge der Reichsbahn noch gut beschäftigt. Die größere Zahl der Steinbruchsbetriebe klagt über Auftrags­mangel und hat demzufolge Arbeitskräfte zur Ent­lassung gebracht. Auch die oberhessische Chamotte- industrie sah sich gezwungen, wegen Arbeitsmangels Kräfte freizufctzen, da auch ein Arbeiten auf Vorrat wirtschaftlich nicht mehr tragbar tft Die Ziegeleien haben ebenfalls nach Schließung ihrer Betriebe Ar­beitskräfte entlassen. Verfügbar waren 1445 Stein- arbeiter gegenüoer 1198 des Vormonats und 1110 des Vorjahres.

Metallindustrie.

Die Marktlage für die oberhessische Metallindustrie ist nach wie vor als schlecht zu bezeichnen. Die grö­ßeren Betriebe arbeiten durchweg mit verringerter Belegschaft. Die 2tuslanbaufträge gehen nur in ganz geringem Umfange ein, Jnlandausträge liegen kaum vor. Eine Metallfirma hat in Aussicht gestellt, daß sie nach Eingang neuer Aufträge durch die Reichs­bahn die entlassenen Arbeitskräfte wieder einstellen würde. Die handwerklichen Betriebe liegen vollkom­men darnieder, so daß sich auch seither selbständige Meister als Arbeitsuchende melden. Am Schluß der Berichtszeit wurden 2154 Metallarbeiter gegenüber 1754 des Vormonats und 1918 des Vorjahres ge­zählt.

holzgewerbe.

Der Beschäftigungsgrad im Holzgewerbe ist weiter im Absinken begriffen. Zwar haben vereinzelt Säge­werksbetriebe noch Aufträge vorliegen, doch wird überwiegend über Arbeitsmangel geklagt. Die er­teilten Reichsbahnaufträge sind bereits zur Durch­führung gelangt. Weitere Aufträge find bis jetzt nicht erteilt worden. Die oberhessischcn Möbelfabriken klagen ebenfalls über schlechten Geschäftsgang. Als Arbeitsuchende meldeten fick 716 Personen gegenüber 671 des Vormonats und 605 des Vorjahres.

RahrungS' und Genutzmittelgewerbe.

In der Marktlage der oberhessischen Tabakindustrie ist keine wesentliche Veränderung eingetreten. Mit einer Besserung dürfte im Monat Dezember nicht zu rechnen jein, da die Weihnachtsaufträge bereits ihre Erledigung gefunden haben. Durch die Beendigung der Zuckcrkampagne wurden etwa 120 Arbeitskräfte frei. Am Schluß der Berichtszeit zahlte man 654

W. Volpert; 1. Preise Lilly Dikomeit, O. Wilhelm, Fr. Baumann; 3. Preise Ilse Lehmann. Abteilung 80 Silben: 1. und Ehrenpreise Christel Emmel, Slnna Magold, Elli Schick; 1. Preise Annemarie Sei­bert, W. Ernst, Margarete Karcher, R. Feddeler; 2 Preise O. Sauerwein, W. Althaus. Abteilung 60 Silben: 1. und Ehrenpreise G. Müller, R. Gun­ther E. Sauer; 1. Preise F. Dörfner, H. Blum, 2(b. Krug, L>. Keßler; 2. Preis: O. Mädel; 3. Preise H. Duill, Gr. Niederhöfer.

Schön - und Richtigschreiben: Derkehrs- schrift: 1. und Ehrenpreis (außer Konkurrenz) Fr. von ßemmers; 1. und Ehrenpreise Th. Schwarz, O. Wilhelm, Annemie Steinberger; 2. Preise M.Katz, Luise Reinhardt; 3. Preise H. Hermann, Gertrud Schäfer, H. HiUendrandt, Ilse Biedenkopf. Rede­schrift: 1. und Ehrenpreis (außer Konkurrenz) Fr. von ßemmers; 1. und Ehrenpreis ßuife Reinhardt; 1. Preis O. Wilhelm; 2. Preise Johanna Bohl, Anne­mie Steinberger; 3. Preis Gertrud Schäfer.

Bornotizen.

T a g e s k a l e n de r für Donnerstag: Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Gassenhauer", nur von 16 bis 18 Uhr.

Tageskalender f ür Freitag (erster Feiertag): Stadttheater Gießen,Hanne- les Himmelfahrt'', 19.30 bis 21.30 Uhr. - Cie- bigshöhe, 16.15 Uhr, Großes Weihnachtsfestkon­zert. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Gassen­hauer", ab 15 Uhr. Astoria-Lichtspiele, Sel­tersweg:Der Anschlag auf den Depeschenrei­ter" undDas Donkosaken-Lied".

Tageskalender für Samstag (2. Seicr tag): Stadttheater Gießen,Puppen­fee", vorherDie Wunderlampe", 15.45 bis 18.15 Uhr. Verein ehern. 116er Gießen, 20 Uhr, Cafs Leib, Weihnachtsfeier. Turnverein von 1846, 19 Uhr, Turnhalle, Steinstraße, Weih­nachtsfeier. VfB, 17 Uhr, Waldsportplatz am Ehrenmal, Waldweihnacht; 20.30 Uhr, Fa- milienabend im Dereinsheim. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, 11 Uhr,Weltkrieg" 2. Teil; ab 15 UhrLuise". Astoria-Lichtspiele, Selters- weg,Der Anschlag auf den Depeschenreiter" undDas Donkosaken-Lied".

Hageskalender für Sonntag: Stadttheater Gießen,Frauen haben das gern." 18.30 bis 20.45 Uhr . Casä Leib, 20.15 Uhr: Großes Militär-Konzert. GRG., 20 Uhr, Bootshaus, Weihnachtsfeier. Liederkranz, 20 Uhr, Cafe Ebel, Familien-Zusammenkunft. Lichtspielhaus, Bahnhofstr.:Luise". Astoria- Lichtspiele, Seltersweg:Der Anschlag auf den Depeschenreiter" undDas Donkosaken-Lied". DHV., Cafe Leib, 15 Uhr, Weihnachtsfeier.

Aus dem Stadttheater-Dureau wird unS geschrieben: Für di» Feiertage hat

Arbeitsuchende gegenüber 469 des Vormonats und 239 des Vorjahres.

Bekleidungsgewerbe.

Trotz des bevorstehenden Weihnachtsgeschäftes war keine Belebung zu verzeichnen. Die Kleiderfabriken haben Näherinnen für kurze Dauer wieder einge­stellt. Die Schuhfabriken arbeiten mit verkürzter Ar­beitszeit. Die Arbeitsuchendenzahl belief sich auf 350 gegenüber 263 des Vormonats und 250 des Vor­jahres.

Baugewerbe.

Auf dem Baumarkt wurde ein weiteres Sinken des Beschäftigungsgrades festgestellt. Verschiedentlich konnten Bauarbeiter zu den Holzhauerarbeiten unter, gebracht werden. Durch die vorgeschrittene Jahres­zeit dürfte kaum mit wetteren Beschäftigungsmög- lidjteiten zu rechnen fein. Die Zahl der Arbeitsuchen­den betrug 2620, gegenüber 2300 des Vormonats und 1802 Oes Vorjahres.

Gast, und Schankwirtschaftsgewerbe.

Die Gast- und Schankwirtschaftsbetriebe klagen allgemein über schlechten Geschäftsgang. Die Folge davon ist, daß Fachkräfte wegen zlrbcitsmangels zur Entlassung kommen. Vor Jahreswechsel dürfte außer den Feiertagen mit einer Belebung nicht zu rechnen fein, da ja auch der Reiseverkehr ins Stocken geraten ist. Verfügbar waren 198 Personen, gegenüber 146 des Vormonats und 119 des Vorjahres.

Verkehrsgewerbe.

Die Arbeitsmarktlage neigt sich zu einer weiteren Verschlechterung. Die im Sommer vermittelten Ar­beitskräfte, die auf Grund des zusätzlichen Arbeits- beschaffungsprogramms der Reichsbahn eingestellt werden konnten, find im Laufe des Monats No­vember wegen Beendigung der Arbeiten wieder ent­lasten worden. An einen Unternehmer der Reichs­bahnaufträge erhalten hat konnten 18 Personen ver­mittelt werden. Dem Arbeitsmarkt standen 2497 Arbeitsuchende zur Verfügung, gegenüber 2315 des Vormonats und 1343 des Vorjahres.

Lohnarbeit wechselnder Art.

Für die Angehörigen dieser Berufsgruppe sind wenig Unterbringungsmöglichkeiten vorhanden. Ver­schiedentlich konnten wir ungelernte Arbeiter zu Holzhauerarbeiten unterbringen. Als Arbeitsuchende meldeten sich 2501, gegenüber 2315 des Vormonats und 1343 des Vorjahres.

Angestelltenberufe.

Auf dem Stellenmarkt für Angestellte ist keine Veränderung eingetreten. Dem Stellenmarkt standen 922 Angestellte zur Verfügung.

Oer Bericht der Berufsberatung.

Die Berufsberatungsabteilung wurde int Monat November von 124 Ratsuchenden (79 männlichen, 45 weiblichen), unter denen sich 21 Schüler und Schüle­rinnen höhere Lehranstalten sowie zwölf ältere befanden, 218 mal in Anspruch genommen. Die männlichen Ratsuchenden hatten 30, die weiblichen 11 verschiedene Berufswünsche. Verhältnismäßig die meisten Knaben, und zwar 17 wußten wieder nicht, was sie werden sollten. Am häufigsten begehrt waren die Berufe des Kaufmanns, Bäckers und Metzgers. Bei den Mädchen trat der Wunsch Schneiderin, Ver­käuferin und Kontoristin zu werden am häufigsten hervor. Auch unter ihnen waren zehn ohne bestimm­ten Berufswunsch.

Die kaufmänntschen Berufe werden immer noch trotz ihrer anormalen Ueberfüllung besonders auch von völlig Ungeeigneten viel zu viel begehrt, und der große Prozentsatz derjenigen Ratsuchenden, die überhaupt keine bestimmte Berufsneigung oder ganz labile Berufswünscye haben, ist ein getreues Spiegel­bild unserer unübersichtlich gewordenen Berufs- und Wirtschaftsoerhältnisse.

In den Volksschulen und höheren Lebranstal- ten werden von den Fachkräften der Berufsberatung aufklärende Vorträge über die Berufswahl und Be­rufsmöglichkeiten gehalten.

die Intendanz ein besonderes, dem Charakter des Weihnachtssestes entsprechendes Programm zu­sammengestellt. Die Erstausführung der Traum- dichtung:Hanneles Himmelfahrt" von Gerhart Hauptmann am ersten Feiertag wird dem ern­sten Charakter dieses Tages gerecht. Spielleitung hat Peter F a s s o t t. Die Erstaufführung ist Fremdenvorstellung zu ermäßigten Preisen außer Abonnement. Beginn 19.30 Uhr; Ende 21.30 Uhr. Der zweite Feiertag sieht auf dem Spielplan eine Wiederholung der beiden erfolgreichen Weih­nachtsaufführungen, des Märchens:Die Wun- derlampe" (Spielleitung: Dolck-Cuje-Däulke) und des Ballets:Die Puppenfee" (tänzerische Ge­samtleitung: Däulke, Spielleitung: Heyser, musi­kalische Leitung: Cuje). Auch diese Vorstellung ist als Fremdenvorstellung außer Abonnement und zu ermäßigten Preisen. Spieldauer von 15.45 bis gegen 18.15 Uhr. Am Sonntag, 27. Dezem­ber, 14.30 Uhr, geschlossene Vorstellung:Die Wunderlampe" undDie Puppenfee". Ende 17 Uhr. Für Abends hat die Intendanz eine Werbe­vorstellung zu kleinen Operettenpreisen angeseht. Der Zweck dieser Veranstaltung ist, bei denkbar kleinsten Preisen alle Kreise der Bevölkerung für das Theater gu interessieren und allen Theater­freunden den Besuch der Vorstellungen zu ermög­lichen. Diese Werbeveranstaltung ist jedoch nur möglich, wenn den bis zum äußersten reduzier­ten Eintrittspreisen auch ein sehr zahlreicher Theaterbesuch entspricht. Die Intendanz hat da­her für diesen 2lbend den bisherigen Spielplan­schlager, die Schwankoperette:Frauen haben das gern .. .1" von Arnold und Dach, Musik von Wal­ter Kollo, unter der Spielleitung von Heinrich Hub, auf vielfache Wünsche hin nochmals auf den Spielplan gesetzt und es wird diese Schwank­operette trotz der sehr hohen Unkosten zu kleinen Operettenpreisen zum letztenmal zur Aufführung gelangen. Beginn 18.30 Uhr; Ende 20.45 Uhr. Außer Abonnement.

MilitärkonzertezuWeihnachten. Am Freitag, 25. Dezember (1. Feiertag), findet im Saale der Liebigshöhe ein Weihnachtskonzert statt, das vom Musikkorps des hiesigen Bataillons aus­geführt wird. Die Leitung liegt in den bewährten Händen von Obermusikmeister S. K r a u ß e. Ein zweites Konzert der Militärkapelle findet am Sonntag, 27. Dezember (3. Feiertag), im Cafe Leib statt. Sorgfältig ausgewählte Programme werden den Veranstaltungen ein besonderes Gepräge geben. Die Militärkapelle, die in ihren bisherigen Konzerten dankbare Zuhörer fand, wird auch Den Besuchern der bevorstehenden Konzerte einen hohen Genuß bereiten. (Siehe Anzeige.)

** Von bei ßanbesuniDcrfität. Zu versönlichen Orbinarien an unserer Universität wür­ben die planmäßigen außerorbentlichen Professoren

Dr.phil. Falkenberg und Dr.med.vet ftüft ernannt. Detonomierat Hensel Dortelweil würbe von ber Lanbesunioersität in Anbetracht der großen Verdienste, bie er sich als Präsident ber Hessischen Laichwirtschaftskammer um bie hessische Landwirtschaft erworben hat, zum Ehronsenator ber Lanbesunioersität Gießen ernannt.

** Der Reiseverkehr auf unserem Bahnhof ist seit gestern früh lebhaft im Gange. Die von ber Reichsbahn jetzt erstmalig gebotene Möglichkeit ber Benutzung von Sonntagsrückfahr­karten über weite Strecken wird auch von hier aus sehr stark in Anspruch genommen.

** Po st omnibus zum Wintersport im Vogelsberg. Die Reichspost führt auch in die­sem Winter wieder die Wintersportfahrten im Auto- omnibus nach dem Vogelsberg (GießenBreunges­hain) durch. Die erste derartige Fahrt findet am kommenden Sonntag (3. Feiertag) vom Ludwias- platz ab statt. Näheres ist aus der gestrigen Anzeige ersichtlich.

** Die Polizeistunde. Das Polizeiamt teilt mit: Der Herr Minister des Innern hat die Feier-

Gießener Mnternothilfe 1931/32

Helft denAolleideliden!

Zede Gabe ist willkommen!

Sachspenden an das Städt. Wohlfahrtsamt Gartenstraße 2, Zimmer 9, erbeten,- auf Wunsch erfolgt Abholung. Telephon 2858.

Geldspenden nehmen auch die Sanken und Sparkassen entgegen,- ferner sind Einzahlungen auf das Winternothilfe-Konto Nr. 3372 bei der Äezirkssparkasse Gießen möglich.

abenbftunbe am zweiten Weihnachtsfeiertag und am Neujahrstag allgemein auf 2 Uhr und an Silvester auf 6 Uhr festgesetzt.

** Die Museen an den Weihnachts­feier ta a e n. Am ersten Weihnacktsseiertag sind die Museen geschlossen. Am zweiten und dritten Feiertag (Sonntag) sind die Museen und der Heidenturm bei kleinen Preisen zwischen 11 und 13 Uhr geöffnet.

** Die Rentenzahlung bei ber Post. Vom Postamt wird uns mitgeteilt: Die Heeres- r ente n für Januar 1932 werben am 28. Dezem­ber, die Invaliden- und Unfallrenten am 30. Dezember ausgezahlt.

** Stiftung für d i e Winternothilfe. Man teilt uns mit: Die veterinär-medizinische Fach­schaft der ßanbesunioerfität verzichtete ber Zeit entsprechend auf die Abhaltung ihrer traditionellen Weihnachtskneipe und überwies dafür den Betrag von 50 Mark an bie Gießener Winternothilfe.

* Eine treue Hausgehilfin. Am 27. Dezember jährt sich zum 50. Male der Tag. an dem Fräulein Luise Kraft, aus der Mühle auf ber Schmelz bei Salzböden stammend, hier in die Familie Schwall, später in die Familie Schwieder in Stellung trat Die Jubilarin nahm am 27. Dezember 1881 bei der Familie deS Kaufmanns Wilhelm Sch mall, Acustadt, den Dienst auf, wo sie bis zum 1. 3ull 1899 verblieb. Von da ab war sie bei der Enkelin Schwalls, der erst vor wenigen Tagen entschlafenen Frau Apo­theker Schwieder, die von Fräulein Kraft in den Kinderjahren zuw größten Teile mit er­zogen worden war und bei deren Verheiratung sie in alter Anhänglichkeit in den neuen Haushalt folgte, bis auf den heutigen Tag als treue Haus­gehilfin tätig. Das halbe Jahrhundert pflicht- getreuer Dienstleistung und engster menschlicher Verbundenheit mit den Arbeitgebern ist ein ehren- voUes Zeugnis sowohl für die SubUarin, wie auch für ihre Herrschaft, auf das beide Teile mit Recht stolz fein können.

** E i n Fünfundsiebzigjähriger. Der Rentner Louis Löb, Steinstraße 53, begeht am zweiten Weihnachtsfeiertag seinen 75. Geburtstag.

** Ermäßigter Gepäcktarif für Wa­renproben und Musterkoffer. Von der Industrie- und Handelskammer Gießen wird uns geschrieben: Mit Wirkung vom 1. Januar 1932 wird bei der Deutschen Reichsbahn ein ermäßigter Gepäcktarif für Warenproben und Musterkoffer eingeführt. Berechtigt zur Inanspruchnahme diefes Tarifs sind beruflich Reisende, die auf ihren Geschäftsreisen Warenproben- und Musterkoffer mitführen müssen. Die Vergünstigung wird von einer von der zuständigen Handelskammer aus­gestellten Bescheinigung abhängig gemacht die bei Aufgabe und Auslieferung der Koffer stets unaufgefordert vorzulegen ist und jeweils nach zwei Jahren erneuert werden muß. Anträge auf Ausstellung dieser Bescheinigung können bei der Industrie- und Handelskammer Gießen gestellt werden.

** FechtvereinW a i s e n s chu tz". Vom Zweiaverein Gießen des Hessischen Fechtvereins Waisenschutz" wird uns berichtet: Im Rahmen ber Gießener Winternothilfe veranstaltete am Dienstag- nachmittag im Stadthaus Gartenstraße ber Zweig­verein Gießen des Hessischen FechtvereinsWaisen­schutz" in Anwesenheit der Vorstandsmitglieder eine Weihnachtsbescherung an 41 Halbwaise der Stadt Gießen. Nach kurzen Ansprachen des 1. Vorsitzenden, Verwallungsamtmann Keitzer, unb Pfarrer A u s- f e l b fanb die Bescherung statt. Jebe Halbwaise erhielt ein Paar Schuhe, bas üblidje Weihnachts­gebäck, Aepfel und Nüsse. Allen Mitgliedern des Zweigvereins wurde herzlichster Dank mrsgespro-- chen, ba durch ihre auch in der heutigen Notzeit dem Zweigverein bewahrte treue Mitgliedschaft die Bescherung ermöglicht wurde. Die Kinder unb deren Angehörigen waren über die Gaben sichtlich erfreut.

* Behördenruhe in Hessen am 2. Ja­nuar. Das hessische Gesamtministerium hat be­schlossen, daß am Samstag, 2. Januar 1932. der Dienst in den staatlichen Amtsräumen wie an Sonn­tagen zu regeln ist.

Daten für Samstag, 26. De eu.bcr.

1194: Friedrich II.. Römisck°De ttscher Kaiser in Jesi (Ancona) geboren; 1769: der Dichter Ernst Moritz Arndt in Groß^Schorih auf Rügen ge­boren.

Auch die schönste Kleidung kann rote Hände unb rotes Gesicht nicht schön machen. Allein die he». iJ.-c_.;'hc Leodor bewirkt dieses Wunder unb macht die Haut weiß unb zart. Tube 60 Ps. Versuch überzeugt.