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nächsten Tage ftattfinbenbe Feftzug i (Siebener Schützen-Derein herzliche

der

Wirtschaft

um

bannet.

Der am

London. 23. Dull. (WIB.) Dk Slcbcnmfldjk- ftonfcrenj wurde um 12.20 Uhr geschlossen, nachdem noch die hauptsächlichsten Vertreter das Wort ergriffen halten Die erzielten Ergebnisse lassen sich bereit» ziemlich flar ükrrsehen. Die fran­zösische Regierung halte auch die Bewilligung neuer kurzfristiger Kredite von Be­dingungen abhängig gemacht, die die deutsche Regkrung nicht eingehen konnte, til» (Ergebnis der Konferenz kann hiernach die Er­langung des 100-lUlHlonen-Dollar- Rediskonlkredils vom 16. August ab aus drei Monate, forok der Beschluß der Schaffung eines Stillhallekonsortiums gebucht wer den. Wenn auch das Resultat der Londoner Kon-

die Durchführungsbestimmungen für die Liquida, tion an den Gfsektentermimnärkten enthalten.

ist den Hmftänben nach befriedigend.

Leichtathletische Meisterschaften im Lahn-Oünöberg-Gau.

Arn kommenden Sonntag bringt als erster

drei Gaue des Südwestdeutschen Turn-Derbandes der Lahn-Dünsberg-Gau seine leichtathleti­schen Meisterschaften in Rutters­hausen zum Austrag. Auch in diesem Jahre

ferenz nicht allen von mancher Seite aus ste gesehten Erwartungen entsprochen hat, so beseitigt es anbe- rerseit» zahlreich an sie gefnüpfk Befürchtungen. Zugleich ist durch dle Schassung neuer vrganisalio- neu der Boden für eine weitere Prü­fung und Behandlung der Lage vor­bereitet worden.

Reichskanzler Dr. Brüning und die Mitglieder der deutschen Delegation werden London heute abend verlassen und sich über f)oef van Hol­land nach Hause begeben. Die französischen Delegierten werden morgen abreisen, heule nachmittag findet noch auf Einladung König Georgs ein Gartenfest im Bulkinghampalast statt.

Oie Londoner Konferenz beendet

Das Gtillhaltekonsortium und die Verlängerung des ^ediskontkredits. Oer Reichskanzler verlaßt noch heute abend London.

(Letzte Rachricht.)

ortmung vom 5. Juni zutückzufühten sein dürfte. Die Zahl der Krisenunter st ühten hat

läßt die überaus starke Beteiligung aller Dau- vercine spannende Kämpfe und schöne Leistungen erwarten. 3n zwei Klassen der Männer und 3u- gend werden die Meisterschaften nachstehender Konkurrenzen zum AuStrag kommen:

Männer: 100-, 200-, 400-, 800-, 1500-, 3000-Meter-Laus, 4x100-Meter-Stassel um den Wanderpreis lVerteidiger Tvgg. Ruttershausen). Hvchsprung, Weitsprung, Stabhochsprung. Kugel- stohen. Steinstohen, Diskuswerfen und Speer­werfen: ferner kommt erstmalig die Olympische Staffel zum AuStrag. -

Jugend: 100- und 1500-Meter-Laus. Hoch- sprung, Weitsprung, Kugelstoßen und Speer­werfen.

Die erst seit einigen Jahren emgeführten Frauenmei st er schäften sehen nachstehende Konkurrenzen vor: 75-Meter-Laus. Hochsprung, Weitsprung und Schlagballwerfen.

In der Männerklasse läßt sich für die 100 bis 400 Meter durch daS gleichwertige Läufer- material ein Sieger im voraus sehr schlecht be­stimmen. Lieber die 1500 und 3000 Meter darf man Grölz, Staufenberg (sofern er startet), als Sieger ansehen. In der 4xl00-Meter-Staff«l erwartet man einen hartnäckigen Kampf.

Im Hochsprung ist der Sieg offen, während im Weitsprung S ch i e s e r st e i n, LaunSbach, als Sieger gelten sollte. 3m Stabhochsprung wird es nach den guten Leistungen deS GausesteS zu urteilen, einen Kampf zwischen D e p l e r, Kinzen­bach, und Großhaus, Lollar, geben, den schließlich der beständigere Bepler zu seinen Gunsten entscheiden sollte.

Für Kugelstoßen und Diskuswersen treten u. a. zwei ernste Anwärter in Dietz, Lollar, und G. Winter, Launsbach, auf den Plan, während das Steinstoßen als offen gilt. 3m Speerwerfen sollte der Sieger in den drei beständigsten Leuten dieser Konkurrenz, zwischen W i s s e m a n n. Lol­lar, Schmidt. Rvdheim, und Pfeiff, Londorf, liegen.

Für die 3ugend- wie auch für die Frauen- klasse läßt sich eine Dorhersage nicht treffen.

Unfall des Segelfliegers Auchs.

Am ersten Tage des Wettbewerbs ereignete sich leider ein bedauerlichen Anfall. Bei einem AebungSflug geriet der bekannte Darmstädter Segelflieger Otto Fuchs mit seiner Maschine ^Starkenburg" am Westabhang der Wassersuppe in eine Flaute und st ü r z t e ab. Die Maschine ging dabei zu Bruch. Fuchs erlitt einen Ober- fchenkclbruch und mußte in das Darmstädter Krankenhaus verbracht werden. Sein Befinden

Ich bin überzeugt, daß man die Lücken im theore­tischen Wiffen fast überall anerkennt und zu ver­bessern wünscht, und ich werde mich deshalb bei den nächten Lektionen mit der Balltechnik zu be- schäfttgen haben: mit der Kunst, den Ball richtig zu stoppen, zu stoßen und im Lauf zu fuhren.

Gießener Gchühen in Wiesbaden erfolgreich.

Da» vom 12. bis 19.3uli in Wiesbaden ab- gehaltene DetbandSschießen deS Der- bände» D a d e n - P f a l z - M i t t e l r h e i n war für den S ch ü tz e n - D e r e i n Dießen von besonderer Bedeutung. Seit dem letzten Derbandsschiehen, daS im Jahre 1929 in Gießen stattsand, war da» BundeSbanner in der Obhut deS Gießener Schühen-Dereins.

Bei der am Samstagabend erfolgten feier­lichen Liebergabe deS DannerS an der Freitreppe pes Wiesbadener Kurhauses hielt der 1. Dor- sitzende 01 tco lau 6 vor vielen Fest teil nehmern eine vielbeachtete Hebe, die mit starkem Beifall aufgenommen wurde Rach einer Ansprache deS Wiesbadener Oberschützenmeister» übernahm her Oberbürgermeister von Wiesbaden da» Bundes­

Unveränderte Lage des Arbeitsmarktes

(WTB.) Rach dem Bericht der Reichsanstalt für die Zeit vom 1. bis 15.3uli ist die ®nt- wicklung des Arbeitsmarktes, da Landwirtschaft und sonstige Auhenberufe in dieser Jahreszeit keine Arbeitskräfte in größerem Um­fange mehr anzufordern pflegen, in der ersten Hälfte des 3uli zum Stillstand gelangt. Die Zahl der bei den Arbeitsämtern gezählten Arbeitslosen war am 15.3u(i mit rund 3956000 fast ebenso hoch, wie Ende 3uni. 3m gleichen Zeitraum des Dorjahres hatte die Zahl der Arbeitslosen infolge Abgleitens der Kon­junktur schon um etwa 75 000 zugenommen. Ge­stützt wurde der Arbeitsmarkt noch in geringem Umsange durch die Landwirtschaft, ferner durch Teile der Metallindustrie, des Spinnstossgewer­bes, des Rahrungsmittelgewerbes und durch den sommerlichen Bäder- und Reiseverkehr. Die Schwierigkeiten der letzten Wochen haben noch keine empfindliche Störung des Arbeit sm arkt^s hervorgerufen: dabei ist jedoch zu bedenken, daß die Auswirkungen der jüngsten Entwicklung in den am 15. d. M. durchgeführten Zählungen noch kaum zum Ausdruck kommen konnten. Die Be­wegung innerhalb der einzelnen Landesarbeits­ämter verlief verschieden. Während die Bezirke 'Westfalen, Sachsen, Ostpreußen, Pommern, Süd- Westdeutschland und Schlesien noch eine gewisse Entlastung erfahren haben, trat in den Bezirken Brandenburg, Rordmark, Riederfachsen und Rheinland ein Zugang von Arbeitslosen ein; in Mitteldeutschland, Hessen und Bayern ist nahezu gar keine Aenderung der Gesamtzahl erfolgt.

3n der Arbeitslosenversicherung be­lief sich die Zahl der Hauptunterftühungsempfän- ger am 15. 3uli auf rund 1246 000, was gegen­über Ende Juni einen Rückgang um rund 166 000 bedeutet und zum größten Teil auf die Rotver-

bezahlt wurden 120 biS 135 Mk. pro Stück. Außerdem waren etwa 100 Stück Prämienvieh ausgctrieben.

Frankfurter Echlachtviehmarkt.

Frankfurt a. Olt, 23. 3uli. Austrieb: 104 Rinder. 940 Kälber. 197 Schafe. 732 Schweine. E» wurden notiert: Kälber beste Mast- und Saugkälber 50 biS 54 Mk. mittlere Mast- und Saugkälber 44 bis 49. geringe Kälber 35 bl» 43. Schafe: Mastlämmer und jüngere Mast- hämmel (ODelbcmaft) 40 biS 44. mittlere Mast- lämmer. ältere Masthämmel und gut genährte Schale 33 biS 39. Schweine: vollfleischige Schweine von etwa 240 biS 300 Pfund Lebend­gewicht 46 biS 48. von etwa 160 bi» 240 Pfund 46 bis 49, fleischige Schweine von etwa 120 bi» 160 Pfund 44 bi» 47 Mk. - M a r k t v e r l a u s: Kälber und Schafe schleppend, geräumt. Schweine ruhig, auSverkauft.

brachte dem Gießener Schützen-Derein herzliche Ovationen der Wiesbadener Devöllerung.

Am Rachmittag begann daS von den besten Schützen des Derbande» bestrittene Schnell­feuer-Schießen. zu dem der Gießener Schützen-Derein seine beiden Konkurrenz- schützen Heinrich Appel und Willi Georg ge­meldet hatte. 3n diesem scharfen Kampfe, der die höchsten Anforderungen an Können und Herben der Schützen stellte, schnitten beide Der- treter de» Schutzen-DereinS höchst ehrenvoll ab.

2» erhielten: Heinrich Appel, Schnellfeuer- schießen Feld (300 Meter), den 4. goldenen Decher: Willi Georg. Schnellfeuerschieben Stand (175 Meter), den 5 goldenen Decher: Heinrich Appel, Festscheibe Stand, den 7.PreiS: Georg Schilling. Wehrmann-Festscheibe, den 9.Preis und Franz M ö b S, Kleinkaliber-Festscheibe, den

Oberheffen.

Poststellen im Srünberger Bezirk.

Dom Postamt Grünberg wird unS mit­geteilt:

AuS Anlaß der ilmgcftaltunp deS Landpost- diensteS werden am 17. August in folgenden Or­ten des Kreises Gießen Poststellen eingerich­tet: Ettingshausen. Queckborn. Lauter, RüddingS- hausen. Stangenrod. WeiterShain und WeickartS- hain. Mit den Poststellen sind öffentliche Fernsprech stellen verbunden. Die Poststel­len haben die Eigenschaft einer Postanstalt und einer Telegraphenanstatt mir der Befugnis zu* Annahme und Ausgabe von Postsendungen aller Art und von Telegrammen, sowie zur Dermitt- lung von Gesprächen. Sie nehmen ferner Bestel­lungen auf die durch die Post zu beziehenden Zeitungen an und zahlen für Ihren Zustellbereich die Renten auS. 3m Driefvertehr gelten die Ortsgebühren nur innerhalb deS eigenen Zustell- bereichS der Poststellen. Wenn Poststellen mit anderen Poststellen ober Postanstalten in dersel­ben Gemeinde liegen, gilt in ihrem gegenseitigen Derkehr ebenfalls die OrtSaebühr. 3n allen übri­gen Fällen gilt die Ferngebühr.

Sämtliche Poststellen werden dem Postamt Grünberg (Hessen), daS als Leitpost- amt gilt, unterstellt und werden amtlich bezeich­net mit dem Rainen des Ortes, in dem sie lie­gen, sowie dem Romen des LeitpostamtS mit dem Zusatz Land, z. D. Ettingshausen, Grünberg Hessen-Land.

Oberhessische Verkehrsfragen.

4 Bad-Rauheim, 22.3uli. Der hiesige DerkehrSvereln hat die Absicht, durch um­fangreich« statistische Erhebungen in den ver­schiedensten wirtschaftlichen Betrieben die Grund­lage für eine Marktanalyse zu schaffen. Rach Mitteilungen, die der Geschäftsführer deS Derkehrsvereins in einer von SanitätSrat Dr. Hahn geleiteten GesamtauSschußfihung gab, sollen die wirtschaftspolitischen Llntersuchungen alle Zusammenhänge, die wirtschaftlich und beruf­lich bedeutungsvoll für Bad. Stadt und Bevöl­kerung sind, gründlich erforschen. Die Ergebnisse der Marktbeobachtung sollen dazu dienen, den am heimischen Wirtschaftsleben Interessierten die Möglichkeit äu geben, sich zu orientieren, um in Zukunst alle Maßnahmen ergreifen zu können, die in bezug auf Reklame. Preise, Aufwendungen usw. als richtig erkannt werden. Der Ausschuß nahm den Plan der Geschäftsführung sympathisch auf, wünschte aber die Ausführung bis zur Wie­derkehr einer ruhigeren, normaleren Zeit zu ver­schieben.

Dem Erscheinen der vom Derkehrsbund Oberhessen vorbereiteten Relies karte von Oberhessen, über deren AuSsührung der Geschäftsführer Mitteilung machte, sieht der Gesamtausschuh mit Interesse entgegen. Er er­blickt in dem verdienstlichen Unternehmen ein gutes und wirksames Werbemittel zur Hebung des Reise- und Wanderverkehrs in Oberhessen.

Die Freigabe derStraßevo nD r e u n g e s- hain nach dem Hoherodskops für den Großkraftwagenverkehr entspricht nicht den Wün­schen der hiesigen DerkehrSsreunde. Ihnen liegt besonders daran, daS Oberwaldgebiet den Kurgästen auf den Omnibusfahrten zugänglich zu machen. Es wurde beschlossen, in einer neuen Eingabe an die in Betracht kommenden Stellen die Freigabe der Oberwald st raße für den Kraftwagenverkehr zu erbitten, damit die bei den Kurgästen besonders beliebten Fahrten von Schotten über die Poppenstruth nach Tauf­stein und Hoherodskops und von da nach Hart- mannshain oder Hochwaldhausen wieder durch­geführt werden können. Die Fahrt von Breunges­hain nach dem HoherodSkopf wird von den Kraft- wagenuntemehmern als reizlos bezeichnet und ist daher auch nach der Freigabe der Dreunges- hainer Straße kaum einmal ausgeführt worden.

Gemeinderat in Lich.

D Lich. 22. Juli. In der jüngsten Sitzung deS Gemeinderats legte der Bürgermeister die Rech­nung der Stadtkasse für daS Rech­nungsjahr 1928 zur Prüfung vor und er« stattete den Rechenschaftsbericht. Rach seinen Aus­führungen weist die Detriebsrechnung folgenden Abschluß auf. Einnahme 374 461,46 Mark. Aus­gabe 317 650,52 QHart Als RechnungSrest ver-

rund 26 000 auf 967 000 Angenommen.

Oie Engagementsabwickelung an den Warenmärkten.

Roch im Laufe dieser Woche soll, wie WTB - Handelsdienst erfährt, eine Rotverordnung über die Abwicklung der bestehenden En­gagements an den Warenmärkten in Abweichung von den Kontraktbestimmungen ver­öffentlicht werden. In Aussicht genommen ist eine Rahmenvervrdnung, die durch Ermächtigung die weitestgehenden Möglichkeiten für die individuelle Behandlung jedes Marktes zuläht. Wegen der innigen Derflechtung verschiedener Märkte mit dem Ausland«, nämlich für Metalle, Baumwolle, Zucker. Kaffee und Kautschuck kommt bei diesen eine vorzeitige und zwangsweise Liquidation kaum in Frage, man glaubt vielmehr, die Engage­ments kontraktgemäh abwickeln zu formen. Für das handelsrechtliche Lieferungsgeschäft in Ge­treide ist dagegen mit einer Liquidation der ein­gegangenen Verpflichtungen zu rechnen. Mög­licherweise wird die Rotverordnung auch bereits

Keine Blockierung deutscherGut- haben durch niederländische Danken. Die Riederländische Handelskammer für Deutsch­land in Frankfurt a. M. teilt mit: Dor einigen Tagen wurden in der deutschen Presse Berichte über die Blockierung deutscher Guthaben bei ausländischen Banken verössentlicht. Im Zusam­menhang damit waren auch niederländische Dan­ken genannt worden. Die Niederländische Han­delskammer für Deutschland legt nach sorgfäl­tiger Untersuchung großen Wert daraus, zu be­tonen, daß kein Fall der Blockierung deutscher Guthaben bei holländischen Banken erwiesen ist, und daß bisher auch kein Zeichen dafür besteht, daß die niederländischen Danken ihre wohlwol­lende Haltung gegenüber Deutschland ändern werden.

Rassauische Landesbank, Wies­baden. Aus den Bilanzzifsern per 30. Juni 1931 ergibt sich, daß die Bilanzsumme bei dem Gesamtinstitut (Rassauische Landesbank und Rassauische Sparkasse) von 457 Mill. Mk. am 31. Dezember 1930 auf 464 Mill. Mk. am 30. Juni 1931 gestiegen ist. Der Umlauf von Pfandbriefen und Kommunalobligationen vermehrte sich um 15,7 Mill. Mk. und beträgt nunmehr einschl. Liquidationsschuldverschreibungen 153 Mill. Mk. Die Spareinlagen bei der angefchlossenen Landes- sparkasse stellen sich auf 117 Mill. Mk. gegenüber 118 Mill. Mk. am Ende des Jahres 1930. Die Liquidität, berechnet nach den allgemeinen Bank- arundsähen. flieg von 39.5 Prozent am Ende des Dorjahres auf 47,9 Prozent. Bei den zahl­reichen Filialen der Gefellfchaft ist biS in die letzten Tage hinein nach wie vor ein Uebertoiegen der Einzahlungen gegenüber den Auszahlungen festzustellen gewesen.

'Diskont-ErhöhungbeiderOester- reichischen Rationalbank Mit Rücksicht aus die gespannte Lage auf den internationalen Kreditmärkten hat die Oesterreichifche Rattonal­bank beschloffen, den Zinssatz mit Wirksamkeit vom 23. Juli auf 10 Prozent zu erhöhen und die LombardzinSsätze auf 10,5 auf 11 Prozent herauszusetzen.

Bichmarkt in Lich.

J) Lich, 22. Juli. Heute fand in unserer Stadt Schweinemarkt in Derbindung mit einer Schafbock-, Eber- und Bullenverstei­gerung des Landwirttchaftskammerausschus'es für Ober Hellen statt. Aus dem Ferkelmarkt war der Geschäftsverlaus mittelmäßig. Man be­zahlte für Ferkel biS zu sechs Wochen alt 12 Mk., sechs bis acht Wochen alt 14 Mk., acht biS zehn Wochen alt 16 Mk., zehn Wochen und älter 20 Mk. pro Stück. Es verblieb geringer Hebetftanb. Don ben Bullen wurden sieben Stück verkauft, für die 450 biS 680 Wk. pro Stück je nach Quali­tät bezahll wurden. Der Austrieb an Schaf­böcken wurde vollständig abgeseht, im Durch­schnitt wurden 140 Mk. pro Stück bezahlt. Für Eber war seht geringe Rachfrage vorhanden;

11. Preis. r

3c einen Meisterschaft»-Elchenlaubktanz errang sich Georg Schilling auf Wehrmann und Kleinkaliber und Eonrad Dreyer auf Klein- laliber.

Daß der Schützen-Derein Gießen auf die in Wiesbaden errungenen Erfolge stolz sein kann, Tarn in bet schlichten Siegerehrung am ver­gangenen Montag zum Ausbruck- DerBor­fi (yenbe sprach ben Siegern ben Dank de» DereinS au» und feierte besonder- den Erfolg der Schnell- seuer-Schützen. Er bedauerte seht, daß Willi Georg wegen einer Erkrankung nicht anwesend fein konnte und hob den vorbildlichen Geist tiefe» SchützenbruderS hervor, bet trotz ge­schwächter Gesundheit dem an ihn ergangenen Rus folgte und seinen Verein so würdig vertrat. Faustballspiele desT.V.v.-1S46Gießen

Glänzender Erfolg bei den Gaugruppenmeislerfchaflen.

Trotz strömendem Regen fanden die Foustball- Meisterschaften der 1. Kaugruppe auf dem I.-K- Platz in Frankfurt statt. Gespielt wurde in zwei Abteilungen. 9u der 1. Kruppe spielten die Gau- meister: Licht-Luftbad Frankfurt, To. Kelkheim, To. Hailer und Tg. Bieber. Die Runde der 2. bestritten: IG.-Sport verein Frankfurt, Tgm. Friedberg, To. Kesielstadt, T. u. Sv. Friedrichsdorf.

In der Kaumeisterrunde gab es scharfe Kämpfe, aus denen der Deutsche Meister Licht-Luftbad Frank­flirt als Sieger hervorging. 1846 verlor gegen ihn mit 14 Punkten. Ohne einige grobe Schnitzer hatte das Resultat weit niedriger lauten können. Die An­gaben Riexingers machten dem Deutschen Meister das Leben sauer. Rach Halbzeit spielten die Gieße­ner fast eine Punktgleichheit heraus. In der Runde der Zweiten wurde I.-K.-Sportverein leichter Sie­ger. Das Entscheidungsspiel um den 2. Platz sah demzufolge 1846 Gießen und I.-G - Sportverein als Gegner. Beide lieferten sich das schönste Treffen des Tages. Die Frankfurter schafften vor der Pause ein Plus von 6 Bällen heraus, und allgemein rechnete man mit ihrem Siege. Rach dem Wechsel fanden sich die Hiesigen besser. Infolge ihrer Ruhe gewan­nen sie langsam die Oberhand. Punkt um Punkt wurde zurückgewonnen. Fünf Minuten vor Schluß war der Gleichstand erreicht und mit 7 Punkten mußten sich endlich die stark nervös gewordenen I.-G.er geschlagen bekennen. Durch diesen Sieg haben sich die 1846er die Teilnahme an den Kreismeisterschasten, die am 8 und 9. Au­gust im Frankfurter Stadion ftattfinben, erkämpft und den Gau Hessen als Gaumeister würdig ver­treten.

Die einzelnen Spielergebnisse waren folgende: Licht-Luftbad Tv. von 1846 53:39; To. Kelkheim gegen 1846 35:40; Tg. Bieber 1846 31:46; To. Hailer 1846 40:59.

Kölner internationales Abendsportfest.

Mehner gewinnt die 400 Meter in 48,2 Sekunden vor Roller und Warner.

Trotz seiner hervorragenden internationalen Besetzung zog bas internationale Abenbsportsest in Köln am Mittwochabend nur 3000 Zuschauer an. Das war um so bedauerlicher, als es einen? sehr guten Sport, spannende Kämpfe und gute Leistungen gab, obwohl natürlich auch einige Ent­täuschungen nicht auäblieben. Die erste war gleich im 1 10-Meter-Hürdenlauf fällig, da hier der deutsche Meister Welscher (Eintracht Frankfurt) am Start fehlte. 3m Hochsprung starteten die Amerikaner nicht, ohne eigentliche Konkurrenz kam hier der Kölner Elsen bereit» bei 1.80 Meter zum Sieg. Eine große Enttäu­schung war im 100-Meter-Lauf der Ame­rikaner Fates. Ionath, Bochum, gewann über­legen in 10,6 Sekunden.

Den 200-Meter-Lauf holte sich in Ab- we'enhll: von Ionath und Eldracher der Bochumer Borchmeyer leicht in 22,6 Sekunden vor Kremer (Köln) 22,6 Sek. und dem Amerikaner Fates 22,8 Sekunden. Der Frankfurter M ä h r l e i n ver­wies Schüller (Reuß) auf den fünften Platz. Das mit großer Spannung erwartete 400 - Meter- Rennen brachte dem Frankfurter M e tz n e r (Eintracht) einen unerwartet großen Erfolg. Röller (Köln) hatte bis zur ersten Kurve den Kur- venvorsprung des Amerikaners Warner bereits aufgeholt und lag klar in Front, als plötzlich mit langen Sätzen der Frankfurter sich in den Vorder­grund schob. Mehner hatte einen fabelhaften End­spurt und siegte ganz überlegen in der schönen Zeit von 48.2 Sek. (europäische Jahresbestzeit) vor dem zum Schluß stark nachlassenden Röller 49.4 Sekunden und dem Amerikaner Warner 50,2 Sek. Eine Ueberrafchung brachte das 800 - Meter- Laufen. das der Amerikaner Cobb in der fa­mosen Zeit von 1:52,8 Min. vor dem Italiener

Beccali (1:53,8 Min.). Dr Pelher (153.8 Min.) und dem Düsseldorfer ßefebre 1:54 Min. gewann.

Im Kugelstoßen war Hirschfeld nicht am Start, Debus (Köln) siegte mit 13,57 Meter vor dem Amerikaner Ervwly, bet nur auf 13.505 kam. Außerordentlich spannend verlief noch die 4x100 - Meter - Staffel, bei der die Eintracht ohne Welscher antreten mußte. Durch eine überraschend gute Wechfeltechnik siegte der ständig in Führung liegende Kölner BE. uner­wartet in 41,9 Sek. vor Tu» Bochum 42. Sek. und Eintracht Frankfurt 42,5 Sek. Eintracht lag bi» zum letzten Wechsel knapp hinter dem führenden Kölner DE., Bochum schob sich aber durch seinen Schlußmann Ionath auf den zweiten Platz und hätte saft noch Köln geschlagen

Oer Rhön-Segelfiug-Wettbewerb nimmt seinen Anfang.

Der Rhön-Wettbewerb, der zwölfte seiner Art. hat am Mittwoch seinen Anfang genommen Es werden zwar noch einige Tage vorübergeben müssen, die dem Ausbau der umfangreichen Or- aanifation dienen, bevor die eigentlichen Flüge beginnen. Richt nur von dem Transport des großen FlugzeugparkS etwa 55 Maschinen werden am Start erscheinen sondern auch von den meteorologischen Bedingungen wird es ab- bängen, ob schon in den nächsten Tagen größere IJntemcbmungen zustande kommen. Aus ganz Teuttchland, au» rund 25 Städten, sind die Scgel- llugbeflissenen wieder an der Stelle zusammen- gckommen, die al6 die Geburtsstätte des motor- >fen Flugs bezeichnet werden muß, auf der 950 Meter hohen Wasserkuppe. Der Sinn de» Wettbewerbs beruht nicht in der Ausstellung von besonderen Rekorden, sondern in einer Ver­tiefung aller Bestrebungen, die mit dem motor­losen Flug zusammenhänaen, in der Zusammen­arbeit von wissenschaftlicher Theorie und aus­übender Praxis. Gegenüber den Dorjahren ist die Zahl der Teilnehmer gewachsen, d. h. in der Beschränkung von Leistung-- und UebungSwett- betoerb, die die Raumverhältnisse im Flieger­lager dem Veranstalter gebieten. Der Schulungs- Wettbewerb, der früher eine -UnAabl von 3una- fliegern in die Rhön brachte, und der demgemäß dos eigentliche .Leben" ausmachte, mußte auch in diesem 3ahr an die lokalen Segelflugplätze gebunden bleiben. Do ist eigentlich nur die flie­gerische Elite vertreten, die tm Laufe der 3ahre auch an Umfang Angenommen hat.