Ausgabe 
23.5.1931
 
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mit dem Reiseousschuß der Akademischen Verbände, hinter dem fast alle akademischen und Offizieroer« bände stehen, hat die Hamburg-Süd eine 26tägige Nordmeerfahrt Deutscher Akademiker für den Juli­monat angekündigt. Diese wird über Schottland, Is­land, Spitzbergen und Norwegen führen und mit beschränkter Teilnehmerzahl durchgeführt werden. Die vielseitigen Anregungen durch die nordische Landschaft und Bevölkerung, die gesundheitlich außer­ordentlich große Wirkung einer Seereise lassen die Gestade des Nordmeeres als besonders günstige Reiseziele erscheinen.

Reiseliteratur.

Deutscher Hotelführer 19 31. Ver­lagDeutsche Hotel-Nachrichten vereinigt mit Küche und Keller", Heinrich Eisler, Hamburg 3. Der Inhalt ist gegen die früheren Ausgaben außerordentlich erweitert und übersichtlicher ge­gliedert worden. Während der alte Hotelführer nur die Dettenzahl erwähnte, gibt der neue auch Auskunft über die Anzahl der Bäder eines Hauses, ob fliehendes Wasser vorhanden ist, führt die Minimal- und Maximalpreise für Einzel- und Doppelzimmer nach Qualität und Jahreszeit an, mit und ohne Bad, den Bedie­nungszuschlag fhr Logis, vollen Pensionspreis, wiederum nach Minimal- und Maximalpreisen, die Preise für die einzelnen Mahlzeiten und

gibt auherdem Auskunft, ob ein Haus mit Zen- tralheizung, Zimmertelephonen und Fahrstuhl ausgestattet ist. Die Aufzählung der Städte in alphabetischer Reihenfolge ist beibehalten wor­den. So ist der Deutsche Hotelführer 1931 noch stärker als die früheren Ausgaben ein lückenloser Ratgeber für das reisende Publikum, für den Ge­schäftsmann, den Erholungsreisenden und für die Reisebureaus. Der Preis des Führers beträgt 50 Pf.

Gaststätten und Sommerfrischen im Weserbergland. Herausgegeben vom Verkehrsverband Weserbergland, Hameln, in 5. Auflage (Preis 0,30 Mk.). Der mit vielen Bildern versehene l.Teil weist eindringlich auf die Schönheiten und intimen Reize des noch ursprünglichen Weserberglandes hin. Im 2. Teil werden 1200 Gaststätten und Sommerfrischen nach­gewiesen, in denen der Erholungsuchende einen Durchschnittspreis von 4,50 Mk. für volle Pen­sion einschl. Bedienungsgeld zahlt. Bei ein­facheren Ansprüchen ist schon eine Pension von 3,50 Mk. an zu erhalten. Durch Aufnahme von Reiseplänen und über 100 Fahrplänen der Kraft­posten, einzelner Kleinbahnen und der Oberweser- Dampfschiffahrt in Verbindung mit einer mehr­farbigen Llebersichtskarte des Weserberglandes, ist dieser Führer ein zuverlässiges Rachschlage- büchlein und Ratgeber für alle, die das Weser­bergland aufzusuchen gedenken.

Wirtschaft.

Weiierführung des Betriebs in Wölfersheim.

wie die Verwaltung der h e f r a g uns mitteilt, ist der Beschluß die Wölfersheimer Be­triebe zum 1. Juli >. 3. stillzulegen, rück­gängig gemacht worden. Der Gefamtbekrieb soll vorerst weltergeführt werden.

Gießener Wochenmarktpreise.

Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter Pfund 1,50; Matte 30 bis 35; Wirsing 20 bis 40; Weißkraut 15 bis 25; Rotkraut W bis,40; gelbe Rüben 15 bis 20; rote Rüben 15 bis 20; Spinat 15 bis 20; Römischkohl 20; Spargel 40 bis 75;'Tomaten 90 bis 1,20; Zwie­beln 10 bis 15; Meerrettich 30 bis 60; Schwarz­wurzeln 35 bis 40; Rhabarber 10 bis 15; Kar­toffeln 5 bis 6; Aepfel 50 bis 60; Dörrobst 30 bis 35; Kirschen (ausländische) 80 bis 1,00; Erd­beeren 2,00 bis 2,80; Aprikosen 90 bis 1,00; Honig 40 bis 50; junge Hähne 90 bis 1,10; Suppenhühner 90 bis 1,10; Rüsse 60 bis 70; Käse (10 Stück) 60 bis 1,40; Tauben Stück 70 bis 80; Eier 8 bis 9; Blumenkohl 40 bis 70; Salat 15 bis 25; Salatgurken 40 bis 70; Ober- Kohlrabi 20 bis 25; Lauch 5 bis 15; Rettich 20 bis 25; Sellerie 10 bis 50; Radieschen Bund 10 bis 15; Kartoffel» Zentner 4,00 bis 5,00 Mk.

Wochenbericht

vom Frankfurter Effektenmarkt.

Die Tendenz der Börse war auch in diesem Be­richtsabschnitt vorwiegend auf Schwäche eingestellt. Dabei bewegten sich die Umsätze wieder nur in den engsten Grenzen, so daß die Börsenvorstände von Berlin und Hamburg beschlossen, in diesem Sommer im Gegensatz zu den Vorjahren die Sams- tagsbörsen nicht ausfallen zu lassen, damit den ge­schwächten Börsenbesuchern die Ertragsmöglichkeiten nicht noch weiter verringert würden. Die Börse lebt 'eigentlich nur noch von der Hoffnung auf eine kom­mende Besserung. Das Warten hierauf, wird aber * erschwert durch immer wieder auftretende unerfreu- t. liche Nachrichten. Eine neue Beunruhigung erfuhr " die Börse durch die Wohl Doumers zum fran­zösischen Staatspräsidenten. Weiter sah man mit starker Beunruhigung dem Verlauf in Genf ent­gegen. Später zeigte sich eine gewisse Entspannung, als man die Ueberweisung der Zollunionfrage nach dem Haag beschloß. Als ebenfalls verstimmende Momente find noch die anhaltend schwache Neuyor- Eer Börse, dos Anwachsen der Radikalen bei den Landtagswahlen in Oldenburg, ferner die nur schwache Entlastung des Arbeitsmarktes im April, der bprozentige Dividendenvorschlag bei Aschaffen­burger Zellstoff, sowie der Bericht des Instituts für Konjunkturforschung, wonach der Tiefstand vorerst noch anhält, zu nennen. Die Rede Hendersons und englische Meinungen über die Wiederaufrollung der Reparationsfrage, sowie die weiter günstigen Ziffern der Außenhandelsbilanz im April bewirkten anderseits nur zwischendurch geringfügige Erho­

lungen. Der Wochenschluß lag erneut, recht matt, da die sehr ernste finanzielle Lage des Reiches ver­stimmte. Ferner bildeten die Gerüchte, die um die bevorstehende Notverordnung kursierten, weiteren Stoff zu neuen Baisseangriffen, die auch meist von Erfolg begleitet waren. Daneben legte das Publi­kum 'Verkaufsorders an die Märkte, zu denen sich auch wieder Auslandsabgaben gesellt haben sollen. Die Banken zeigten indessen nur wenig Neigunß, sich der Baissebewegung entgegenzustellen und die Ware zu Tageskursen aufzunehinen. Da den Dingen freier Laus gelassen wurde, kam es teilweise zu schweren Kursrückschläyen, die zuweilen den Cha­rakter von Kurseinbrüchen annahmen. Besonders stark war der Rückschlag bei den Favoriten der Frühjahrshausse, den Elektropapieren, J.-G.-Farben, Kaliaktien, Kunstseidenwerten, Montan- und Zell­stoffaktien. Kupferwerte lagen durch die Kupferbaisse ebenfalls mehr gedrückt. Bei Bank- und Schisfahrts- werten bewegten sich die Abschläge im Rahmen von 2 bis 5 o. H. Von Schwachstromwerten wurden Lahrneyer mit minus 12 o. H. am stärksten in Mit­leidenschaft gezogen. Der Rentenmarkt war im Ein­klang mit der Allgemeintendenz überwiegend schwä­cher, wobei auch das unbefriedigende Ergebnis der Poftschatzanweisungsemission verstimmte. Der Geld- piarkt zeigte trotz der Zahlungen auf die Bewag- Anleihe und die Postschatze ziemlich flüssigen Cha­rakter. Am Devisenmarkt ist die Festigkeit des Pfundes bemerkenswert.

Wochenbericht

vom Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Am Frankfurter Schlachtviehmarkt ergaben sich in dieser Woche nach den leichten Ansätzen einer Besserung im letzten Berichtsabschnitt wieder durchweg mehr oder weniger starke Preisrück­gänge. Der starke Auftrieb auf allen Marktge­bieten im Hinblick auf die bevorstehenden Pfingst- feiertage ließ Preisavancen nach oben nicht durch­kommen. Da die Nachfrage des Konsums aus den hinreichend bekannten Gründen immer noch sehr schwach ist, und auch die Konkurrenz der zur Zeit billigen Eier und sonstiger landwirtschaft­licher Produkte stark einwirkt, war das Geschäft sehr klein, so daß auf den meisten Märkten grö­ßere Lieberstände verblieben.

Besonders scharf war der Preiseinbruch am Kälbermarkt. Bei einem Auftrieb von 2644 (gegen 1630 in der Vorwoche) Stück vollzog sich der Handel schleppend. Gegenüber der Vorwoche ergaben sich Preisrückschläge von 6 bis 9 Mk., wovon besonders die unteren Gattungen betroffen wurden. Am Rindermarkt war der Auf­trieb mit 1612 (1259) Stück erheblich starker. Nach schleppendem Handel und nachlassenden Preisen verblieb größerer Lieberstand. Die Preise gaben hei Ochsen 12, bei Bullen und Färsen je 1 Mk., Und bei Kühen sogar 13 Mk. nach. Der Schweinemarkt bewahrte nach den unerfreu­lichen Rückschlägen in den letzten Wochen trotz des großen Auftriebs (7453 gegen 6774) bemerkens­werte WiderstandSkaft. Der Handel war jedoch

auch hier sehr schlecht, so daß Lieberstand ver­blieb, obwohl die Exportverkäufe noch anhielten. Indessen konnten sich die Preise gegen den letzten Markt gut behaupten und lagen auch am Neben-- markt unverändert. Die weitere Entwicklung ist jedoch ziemlich undurchsichtig. Am Schaf- markt war das Geschäft gering und ebenfalls sehr langsam, da der Auftrieb (91 gegen 140 Stück) zu keiner Notiz genügte.

Es notierten pro Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen al) 4548, a2) 40-44, bl) 3539. Dullen a) 4043, b) 35-39. Kühe a) 3538, b) 2934, c) 2228. Färsen a) 4548, b) 4044, c) 36-39. Kälber b) 59-64, c) 53-58, d) 46 bis 52. Schafe nicht notiert. Schweine b) 42 bis 45, c) 43-46, d) 43-46, e) 40-43, f und g nicht notiert.

Wochenbericht vom Frankfurter Produktenmarkt.

Am Frankfurter Produktenmarkt neigte die Stim­mung etwas zur Schwäche, weil durch die Unsicher­heit der verschiedenen Regierungsmahnahmen die Käufer, wie Verkäufer sich größte Zurückhaltung auferlegten.

Der W e i z e n m a r k t lag bei weiter geringer Umfatztätigkeit ziemlich ruhig. Das Angebot war zwar immer noch gering, doch beschränkte sich die Nack)frage nur auf Deckungen des notwendigsten Bedarfs. Es notierte die Tonne Weizen 305 bis 302,50 Mk., also 2,50 Mark niedriger wie in der Vorwoche. Das Angebot in Weizen neuer Ernte war bedeutend größer, die Preise mit 265 Mark pro Tonne wesentlich niedriger.

Am Roggenmarkt verhielten sich die Inter­essenten ebenfalls abwartend. Da der Roggenmehl­absatz ebenfalls klein blieb, tarnen nur kleine Um­sätze zustande. Man verlangte für die Tonne Rog­gen, Hektolitergewicht 70 bis 71 kg, unverändert 217,50 Mark.

Für Gerste verhielt sich die Händlerschaft weiter­hin desinteressiert. Die Preise lagen meist etwas nachgebend.

Auch Hafer war weniger stark gefragt, so daß auch für diesen Artikel die Preise etwas nachgiebiger waren. Es notierte die Tonne Jnlandshafer 216 bis 215 Mark. Im freien Markt hörte man noch niedrigere Preife.

Der Mehl markt lag fast vollkommen ge­schäftslos, da sowohl die Müller, als auch die Kon­sumenten sich abwartend verhalten, in der An­nahme, daß die Preise noch weiter herabgesetzt wer­den. Weizenmehl südd. Spezial 0 notierte 41,50 Mk. bis 42,25 nach 42,40- bis 44,50 in der Vorwoche. Auch^für Niederrhein. Weizenmehl lauteten die For­derungen wesentlich niedriger; man verlangte 41,25 bis 42,00 nach 42,00 bis 43,50. Für Roggenmehl 0 60prozentige Ausmahlung stellte sich der Pkeis für die 100 kg auf 29,75 bis 31,75 Mark und somit i Mark niedriger.

Am Futtermittelmarkt ergaben sich bei ebenfalls sehr kleinem Geschäft weitere kleine Rück­gänge. Lediglich für prompte Lieferung erhielt sich noch etwas Interesse, da der Anfall weiter klein war. Man forderte für Weizenkleie 13,25 Mark, für Roggenkleie 13,75 Mark. Rauh- und Kraftfutter- mittel waren nur unwesentlich verändert und teils fester und teils schwächer.

Der Kartoffelmarkt lag stetig. Da die Nach­frage des Konsums nach gelbfleischigen Sorten im­mer noch ziemlich anhält, wurden die Preise aber­mals etwas erhöht. Es notierte der Zentner Jndustriekartoffeln hiesiger Gegend bei Waggon- bezug 4,50 Mark.

Berliner Prodnktenmarkt.

D e r l i n, 22. Mai. Angesichts der bevorstehen­den Verkehrs Unterbrechung vermochte sich an der Produktenbörse keine Geschäftsbelebung durchzu­setzen; die Preisgestaltung war auch heute wieder nicht ganz einheitlich. Am Lieferungsmarkte er­folgten in Weizen verschiedentlich Abgaben, so daß die Anfangsnotierungen bis 1,50 Mark unter gestrigem Schluß lagen, dagegen Roggen war gut behauptet und in der Maisicht auf Deckungen so­gar um 1 Mark befestigt. Das Angebot für prompte Lieferung ist in beiden Drotgetreidearten ziemlich gering; Weizen war allerdings wenig gefragt und wurde nur vereinzelt zu etwa gestri­gen Preisen aufgenommen. Bessere Kauflust zeigt sich jedoch für Roggen für Kahn- und Waggon- verladung, und das Preisniveau lag erneut 1 bis 2 Mark höher. Das Geschäft in Brotgetreide neuer Ernte war sehr still. Weizen- und Roggenmehl hatten schleppenden Absatz bei unveränderten Mühlenofferten. Am Hafermarkte setzte sich bei ge­ringem Angebot die Aufwärtsbewegung der Prompt- und Lieferungspreise fort.

Oberheffen.

Bezirkssparkaffe Grünberg.

4- Grünbe r g, 22. Mai. Die diesjährige or­dentliche Mitgliederversammlung der hiesigen B e zi r k s s pa r k a s se fand am Mittwoch statt. Von den 40 Dezirksgerneinden waren 37 vertreten; außerdem waren anwesend: als Vertreter des Kreisamts Gießen Regierungs­rat Schmidt, der Vorsitzende des Hessischen Sparkassen- und Giroverbandes Iustizrat Dr. Reh, Direktor S e i p von der Landeskommunal- bank Girozentrale für Hessen.

Aus dem von dem Direktor vorgetragenen und erläuterten Geschäftsbericht ging hervor, daß das Iahr 1930 trotz schwerer wirtschaftlicher (Belüftung, unter welcher alle Berufsstände zu lei­den hatten, für die Kasse ein sehr zufriedenstellen­des Ergebnis brachte. Die Spareinlagen! stiegen von 1 560 789 Mk. auf 1 838 191 Mk., mit­hin um 277 402 Mk.; die Zahl der Sparkonten stieg von 2147 auf 2356. Im Verhältnis zum Vorkriegsstand beträgt die Zahl der Sparbücher 81 Prozent und der Einlagenbestand 62 Prozent. 3m Bericht ist weiter ausgeführt, daß die durch diese günstige Entwicklimg der Kasle zufließenden Gelder nicht etwa der heimischen Wirtschaft ent­zogen werden, sondern restlos dem Wirtschafts­leben des Bezirks zugute kommen. Aus Spar- einlagen-Zugängen und Darlehens-Rückflüssen konnten im abgelaufenen Iahr rund 3/< Million Reichsmark als neue Ausleihungen verbucht wer­den. Gegen Hypotheken waren am Iahres- ende 826 497 Mk. ausgeliehen = 45 Prozent des Spareinlagenbestandes. Während der Gesamt- Llmsatz eine Million Reichsmark höher war als im Vorjahr, hielten sich die Llmsatz-Ziffern im SHeck- und Kontokorrentverkehr auf der Höhe des Vor­jahres. Zur Z i n s p o l i t i k wird ausgeführt, daß es schon immer das Bestreben der Kasse sei, die Zinssätze für die Darlehensnehmer so niedrig wie möglich zu gestalten und doch den Einlegern eine zeitgemäße Verzinsung zu gewähren, also die Zinsspanne möglichst gering zu halten. Diesem Grundsatz gemäß seien die Zinssätze für sämtliche Ausleihungen im Iahr 1930 um 1 Prozent er­mäßigt worden, während der Ei-nlagezinssatz nur eine Senkung um 1/s Prozent erfuhr. Aus den im Geschäftsbericht gegebenen statisti­schen Liebersichten kann bezüglich der Spar­einlagen hervorgehvben werden, daß 61,42 Prozent aller Sparbücher auf Beträge unter 500 Mark lauten und der Durchschnittsbetrag auf ein Sparbuch sich auf 780 Mk. belief. Eine am Schlüsse des Berichts gegebene Liebersicht über die Ver­teilung der an Private gewährten Darlehen und Kredite nach der Höhe der Forderung zeigt, daß 62,88 Prozent aller Darlehen auf Beträge unter 1000 Mk. entfallen. Die Darlehen und Kredite über 10 000 Mk. betragen nur 0,98 Prozent der Gesamt-Zahl, und zwar 9 Posten mit einem Ge- samt-Betrage von rund 120 000 Mk. Diese Ziffern beweisen, daß die Kasse keine Kredite gewährt, welche über den Rahmen von Mittelstandskrediten hinausgehen.

Iustizrat Dr.Reh, der zum Geschäftsbericht sprach, bemerkte, daß die Versammlung mit dem Ergebnis des Iahres 1930 sowohl, als auch mit der gesamten Entwicklung der Kasse in den letzten Iahren zufrieden sein könne. Die im Sparverkehr erreichten Ziffern lägen im Verhältnis zum Vor­kriegsstand über dem hessischen Durchschnitt und wesentlich über dem Reichsdurchschnitt. Nach­dem der Aufsichtsratsvorsitzende, Kaufmann Ehr. Schweitzguth, über die sachliche Prüfung der Iahresrechnung und die Revision durch den Auf­sichtsrat berichtet hatte, wurde dem Vorstand und dem Rechner, unter dem üblichen Vorbehalt der Prüfung der Rechnung durch die Oberrechnungs­kammer, Entlastung erteilt. Die Lieberweisung des 18 525Mk. betragendenReingewinns an die Sicherheitsrücklage wurde von der Ver­sammlung gutgeheißen.

Im weiteren Verlaufe der Tagesordnung wur­den noch die von der Verwaltung vorgeschlagenen Bewilligungen genehmigt, und zwar: 1. die Prä­miierung von Dienstboten, welche 5 Iahre bei einer Herrschaft gedient haben und Sparer bei der Kasse sind, mit je 20 Mk.; 2. als Zuschuß zur Schulbiblivthek zur Verteilung an diejenigen Schulen, welche bei der Kasse Schulsparkassen un­terhalten 200 Mk.; 3. der Stadt Grünberg als Zuschuß zur Anschaffung einev Motorspritze, welche bedingungSgemäß in Drandfällen den De- zirksgemeinden auf Anruf unentgeltlich zur Ver­fügung steht = 1000 Mk.

Landkreis Gießen.

* Arnsburg, 23.Mai. Wie alljährlich feiert die ev. Erziehungsan st alt für Mäd-

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt befchlosienen Dividende an. Reichsbankditzkont 5 v. H., Lombardzinsfuß 6 v. H.

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß- hirt

Schlußk. Abend« börse

Schluß« furd

Schlußk. Mittag» börse

Datum

21.5.

22.5.

21.5.

22.5.

6% Deutsche Reichdanlelhe von 1927 ..........

7% Dcutlche Reichsanleihe

84,25

84,25

84,9

84,9

von 1929 ..........

Leuljche Anl.-Mlöl.-Schuld mit

99,8

99,5

99,9

99,6

Auslos.-Rechten.......

55,13

55,1

55,13

55

DeSgl. ohne AuSios.-Rechte . . . 8% He«. Solflfiaat von 1929 (ruckzahlb. 102%)......

vberhessen Provinz Anleihe mit

4,65

4,55

4,65

4,6

94

94

94

94

AuLIoj.-Rechten.......

Deutsche ßofitm. 6ammclabL

Anleihe (Serie 1.......

8% fitanlf. Hnp.-Bank Goldvse

53

52,75

52,6

52,5

XIII untünbbar 613 1934 . . . 7% grants. Hvp.-Banl Boldpse

101

101,25

unfünBbat bl» 1932 .....

4%% Rheinische Hhp.-Bank

95,5

97,5

90,5

90,25

_

8% Pr. LandeSpsandbriesanstalt, $|anbbrieie Oi. 11......

100,5

100,5

100,5

100,5

8% Pr. LandeSpsandbriesanstalt,

Somm^Obl. R. 20......

7% Pr. Landevpiandbrtesan stall,

Psandbriese R. ......

N.E.G. abg. BorlnegS-Obltgatio-

96,5

96,5

96,5

96,5

neu, rückzahlbar 1933 .....

4% Oesterrelchische Goldrente . .

21,5

2,1

* 21,6

4,20% Oesterrelchische Sllberrentr

4% Oesterretchische Einheitliche

2

Rente..........

_

4% Ungarische Goldrente ....

17,5

17,65

17.7

4% Ungarische Staatsrente v. 1910

15

15

15,1

15

4Yt°/o deSgi. von 1913 ....

15,9

1% Ungarische Kronenrente . . .

4% Türkische Zollanlethe von 1911

4% Türkische Bagdadbahn-Anl.

3,4

3,4

3,65

3,55

Serie I...........

3,4

3,5

3,5

_

4% deSgl. Serie N.......

6% Rumänische veretnh. Rente

3,4

3,5

3,65

3,6

von l903 ..........

Rumänische veretnh. Rente

7,4

7,5

7,55

7,65

von 1913 ..........

14,25

14,25

14,4

14,4

4% Rumänische Verein-. Rente .

6,3

6,2

6,35

6,3

$ranf|urt o. UI.

Berlin '

Schluß« kurö

Schlußk. Abend« börse

Schluß. furd

Schlußk. Mittag« börse

Datum

21.5.

22.5.

21.5.

22.5.

Hamburg-Amerika Paket . .

Hamburg»Südam. Dampsschssf

. 7

51

60

50,75

50 75

. 8

91

92

Hansa Dampfschiff.....

10

72

72,5

Norddeutscher Lloyd ....

. 8

52

50,5

52

51,9

Allgemeine Deutsche Eredllanst. 10

Barmer Bankverein ....

10

Berliner Handelsgesellschaft .

12

110

110,5

110,5

110

Commerz- und Prioat-Bank.

11

102,5

102,4

102,5

102,5

Darmstädter und Nationalbani

12

123

123,25

123

123

Deutsche Bank und

DlLconto-GeseUschast, . . .

10

102

102

102,25

102

Dresdner Bank......

10

101,5

101.5

101,5

101,25

ReichSbank .......

12

139

139

139,13

AEG...........

. 8

8 ,5

90,25

89,65

90,4

Bergmann........

. v

66,5

64,5

LIektr. Lieserungrgelellschast.

10

101

100,5

102

Licht und Kraft......

10

103,5

102,5

72,5

103,13

101,75

Felten L Guilleaume . . .

iy»

73

72,25

74

Gesellschaft für Elektrische

Unternehmungen ....

Hamburger ElektrizitätS-Werke

10

97

97,75

97,13

97,25

10

Rheinische Elektrizität . . .

Schlesische Elektrizität. . . .

. 9

97

100

101

10

e diudcrt LCo.......

11

126,5

128

126

126

Siemens L Halske.....

16

145

146

145,25

144

TranSiablo........

. 8

Lahmeyer Li Co.......

10

107

1

108,75

104,25

. 6

0,5

40,5

40

39,75

Deutsche TrdSI......

. 6

61,75

61,5

62

Essener Steinkohl« .....

. 8

Gelsenkirchener......

. e

68

68

67

. 0

53

53

52,5

Hoesch Elsen........

-

50

49,65

Ilse Bergbau .......

10

159

158

158

157,75

Klöcknerwerke .......

. 7

52

53

51,5

52

Köln-Neuessen......

. 7

54,5

54

ManneSmonn-RShre» . . .

. 7

66,5

65,75

66

66

ManSseider Bergbau ....

Obecschies. Etlenvcdari . . .

. 7

29,5

30

30

31,13

. 6

Oberschies. Kokowerke....

. 7

63,5

65

Phon ft Bergbau......

Rheinische Braunkohle» . .

Rhein stahl........

e%

46

46

47,5

47

10

146

148

146

147,5

. e

65

64,75

64,5

Riebed Montau ......

W

Sranffurt a.M. Berlin

Schluß- hir<

Schlußk. Abend« börse

Schluß« hird

Schlußk. Mittag« börse

Datum

21.5.

22.5.

21.5.

22.5,

M.rotntnfp P>tnhlmprf* . ...

46 5

Ötavi Minen......

16»/.

24,25

23? 5

23,13

23

Kaliwerke Aschersleben . .

. 10

119,5

119,5

120

120

Kaliwerke Westeregeln . .

. 10

124

124,5

123,5

124

Kaliwerke Salzdetfurth . .

. 16

187

187

187,5

187,5

I. G. Farben-Industrte . .

. 12

132,25

133,75

132,5

133,5

9)i)nainÜ e

. . 6

_

-

-.

Scheideanstalt......

. . 9

120

120

»

Goldschmidt......

. . 6

39,5,

39

38,5

39,5

Rütgerüwerke ......

. . 6

46

46,5

, 46,9

47,25

Metntlgelelllchaft. ....

. . 8

61

61

61

61

Phtllnn Hoftmann ....

. . 7

72,5

71,25

71

Zementwerk Heidelberg .

. 10

58

58

Lementwerk Karlstadt. . .

. 10

90

. . 8

24,5

24

23

23

Schulthekö Patzenhofer . .

. 16

132,13

132

. 12

-

-

62,75

62,5

63

62 75

Lemberg........

. 14

75

73,5

75,65

76

Zellstoff Waldbof ....

18'/.

75,5

74,5

74,75

Zellstoff Aschaffenburg . .

. 12

68

67,5

65,75

Charlottenburger Wasser .

. . 8

-

Dessauer GaS......

. . 9

114,25

115

Daimler Motoren . . .

. . 0

23

23

23,75

Deutsche Linoleum . . .

.

62,5

62,5

61,5

62,5

Maschinenbau A.-G. ...

. . 0

Rat. Automobll.....

. . 0

. . 6

_

_

gg 75

Leonhard Tietz .....

. 10

99

97,9

40'96

Svenska........

228

231

230

233

Frankfurter Maschinen . .

4

11,75

Griyner...... .

. 6

30

28

.30,19

99 75

Heyliyenstaedt . . . . .

. . 0

Iunghanö. .......

, , 6

_

Lechwerie........

. . 8

_

Mainkraftwerke Höchst a. M.

. . 8

62

62

Mtag..........

. 1C

Gebr. Roeder......

. 10

_

_

Boigt & Haeffner ....

. . 0

_

Süddeutsche Zucker . . .

10

115

115,25

115

116

Banknoten.

Äerltn, 22. Mal

Gelb

Brief

4,184

Belgische Roten. .......

58^ 21

5fU5

Dänische Roten ........

112,18

112,62

Englische Roten ........

20,384

20,464

yranzüsische Roten.......

16,383

16,443

Holländische Roten.......

168,38

169,06

Italienische Roten........

22,02

22,10

Norwegische Noten.......

112,03

112,47

Deutsch-Oesterretch, * 100 Schilling

68,93

59,17

Rumänische Noten . ......

2,475

2,495

Schwedische Noten.......

112,18

112,62

Schweizer Noten........

80,74

81,06

Spanische Noten........

41,37

41,53

Tschechoslowakische Roten.....

12,41

12,47

Ungarische Noten .......

73,02

73,32

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. M.

21.Mai

22.Mal

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Meld

Sries

Geld

Brief

A inst.« Rott.

168,52

168,86

168,66

169,00

Buen.-AtreS

1,290

1.294

1,288

1,292

Brfl.-Antw.

58,35

58,47

68,375

58.495

Christiania -

112,32

112,54

112,34

112.56

Kopenhagen

112,30

112,52

112,37

112,48

112,59

Stockholm .

112,43

112,65

112,70

HelsingforS.

10,557

10,577

10,557

10,577

alallen . . .

21,96

22,00

21,97

22,01

London. . .

20,403

20,443

20,411

4,196

20,451

Reuvork . »

4,198

4,202

4,204

Paris....

16,40

16,44

16,406

16,446

Schweiz ..

80,89

81,05

80,935

81,095

Spanien » .

42,16

42,24

41,46

41,54

Japan . ..

2,074

2,078

2,074 0,282

2,078

Rio de Ian.

Wien in

0,289

0,291

0,284

Oest. abgefL

58,92

59,04

58,955

59,075

fc::

12,426

12,446.;

12,§34

12,454

7,386

7,400

7,388

7,402

SUAlDCft . .

73,105

73,245

73,13

73,27

Bulgarien.

3,038

3,044

3,040

3,046

Lissabon .

18,86

81,60

18,90

18,88

18,92

Danzig - . Konstantia.

81,76

81,61

81.77

1,784

1,789

1,784

1,789

Athen. .

5,734

5,747

5,439

5,449

Canada -

4,190

4,198

4,192

4,200

Uruunav.

2,497

2,503

3,458

3,462

Tatro -

20,92

20,96

20,925

20,965