mit dem Reiseousschuß der Akademischen Verbände, hinter dem fast alle akademischen und Offizieroer« bände stehen, hat die Hamburg-Süd eine 26tägige Nordmeerfahrt Deutscher Akademiker für den Julimonat angekündigt. Diese wird über Schottland, Island, Spitzbergen und Norwegen führen und mit beschränkter Teilnehmerzahl durchgeführt werden. Die vielseitigen Anregungen durch die nordische Landschaft und Bevölkerung, die gesundheitlich außerordentlich große Wirkung einer Seereise lassen die Gestade des Nordmeeres als besonders günstige Reiseziele erscheinen.
Reiseliteratur.
— Deutscher Hotelführer 19 31. Verlag „Deutsche Hotel-Nachrichten vereinigt mit Küche und Keller", Heinrich Eisler, Hamburg 3. — Der Inhalt ist gegen die früheren Ausgaben außerordentlich erweitert und übersichtlicher gegliedert worden. Während der alte Hotelführer nur die Dettenzahl erwähnte, gibt der neue auch Auskunft über die Anzahl der Bäder eines Hauses, ob fliehendes Wasser vorhanden ist, führt die Minimal- und Maximalpreise für Einzel- und Doppelzimmer nach Qualität und Jahreszeit an, mit und ohne Bad, den Bedienungszuschlag fhr Logis, vollen Pensionspreis, wiederum nach Minimal- und Maximalpreisen, die Preise für die einzelnen Mahlzeiten und
gibt auherdem Auskunft, ob ein Haus mit Zen- tralheizung, Zimmertelephonen und Fahrstuhl ausgestattet ist. Die Aufzählung der Städte in alphabetischer Reihenfolge ist beibehalten worden. So ist der Deutsche Hotelführer 1931 noch stärker als die früheren Ausgaben ein lückenloser Ratgeber für das reisende Publikum, für den Geschäftsmann, den Erholungsreisenden und für die Reisebureaus. Der Preis des Führers beträgt 50 Pf.
— Gaststätten und Sommerfrischen im Weserbergland. Herausgegeben vom Verkehrsverband Weserbergland, Hameln, in 5. Auflage (Preis 0,30 Mk.). — Der mit vielen Bildern versehene l.Teil weist eindringlich auf die Schönheiten und intimen Reize des noch ursprünglichen Weserberglandes hin. Im 2. Teil werden 1200 Gaststätten und Sommerfrischen nachgewiesen, in denen der Erholungsuchende einen Durchschnittspreis von 4,50 Mk. für volle Pension einschl. Bedienungsgeld zahlt. Bei einfacheren Ansprüchen ist schon eine Pension von 3,50 Mk. an zu erhalten. — Durch Aufnahme von Reiseplänen und über 100 Fahrplänen der Kraftposten, einzelner Kleinbahnen und der Oberweser- Dampfschiffahrt in Verbindung mit einer mehrfarbigen Llebersichtskarte des Weserberglandes, ist dieser Führer ein zuverlässiges Rachschlage- büchlein und Ratgeber für alle, die das Weserbergland aufzusuchen gedenken.
Wirtschaft.
Weiierführung des Betriebs in Wölfersheim.
wie die Verwaltung der h e f r a g uns mitteilt, ist der Beschluß die Wölfersheimer Betriebe zum 1. Juli >. 3. stillzulegen, rückgängig gemacht worden. Der Gefamtbekrieb soll vorerst weltergeführt werden.
Gießener Wochenmarktpreise.
Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter Pfund 1,50; Matte 30 bis 35; Wirsing 20 bis 40; Weißkraut 15 bis 25; Rotkraut W bis,40; gelbe Rüben 15 bis 20; rote Rüben 15 bis 20; Spinat 15 bis 20; Römischkohl 20; Spargel 40 bis 75;'Tomaten 90 bis 1,20; Zwiebeln 10 bis 15; Meerrettich 30 bis 60; Schwarzwurzeln 35 bis 40; Rhabarber 10 bis 15; Kartoffeln 5 bis 6; Aepfel 50 bis 60; Dörrobst 30 bis 35; Kirschen (ausländische) 80 bis 1,00; Erdbeeren 2,00 bis 2,80; Aprikosen 90 bis 1,00; Honig 40 bis 50; junge Hähne 90 bis 1,10; Suppenhühner 90 bis 1,10; Rüsse 60 bis 70; Käse (10 Stück) 60 bis 1,40; Tauben Stück 70 bis 80; Eier 8 bis 9; Blumenkohl 40 bis 70; Salat 15 bis 25; Salatgurken 40 bis 70; Ober- Kohlrabi 20 bis 25; Lauch 5 bis 15; Rettich 20 bis 25; Sellerie 10 bis 50; Radieschen Bund 10 bis 15; Kartoffel» Zentner 4,00 bis 5,00 Mk.
Wochenbericht
vom Frankfurter Effektenmarkt.
Die Tendenz der Börse war auch in diesem Berichtsabschnitt vorwiegend auf Schwäche eingestellt. Dabei bewegten sich die Umsätze wieder nur in den engsten Grenzen, so daß die Börsenvorstände von Berlin und Hamburg beschlossen, in diesem Sommer — im Gegensatz zu den Vorjahren — die Sams- tagsbörsen nicht ausfallen zu lassen, damit den geschwächten Börsenbesuchern die Ertragsmöglichkeiten nicht noch weiter verringert würden. Die Börse lebt 'eigentlich nur noch von der Hoffnung auf eine kommende Besserung. Das Warten hierauf, wird aber * erschwert durch immer wieder auftretende unerfreu- t. liche Nachrichten. Eine neue Beunruhigung erfuhr " die Börse durch die Wohl Doumers zum französischen Staatspräsidenten. Weiter sah man mit starker Beunruhigung dem Verlauf in Genf entgegen. Später zeigte sich eine gewisse Entspannung, als man die Ueberweisung der Zollunionfrage nach dem Haag beschloß. Als ebenfalls verstimmende Momente find noch die anhaltend schwache Neuyor- Eer Börse, dos Anwachsen der Radikalen bei den Landtagswahlen in Oldenburg, ferner die nur schwache Entlastung des Arbeitsmarktes im April, der bprozentige Dividendenvorschlag bei Aschaffenburger Zellstoff, sowie der Bericht des Instituts für Konjunkturforschung, wonach der Tiefstand vorerst noch anhält, zu nennen. Die Rede Hendersons und englische Meinungen über die Wiederaufrollung der Reparationsfrage, sowie die weiter günstigen Ziffern der Außenhandelsbilanz im April bewirkten anderseits nur zwischendurch geringfügige Erho
lungen. Der Wochenschluß lag erneut, recht matt, da die sehr ernste finanzielle Lage des Reiches verstimmte. Ferner bildeten die Gerüchte, die um die bevorstehende Notverordnung kursierten, weiteren Stoff zu neuen Baisseangriffen, die auch meist von Erfolg begleitet waren. Daneben legte das Publikum 'Verkaufsorders an die Märkte, zu denen sich auch wieder Auslandsabgaben gesellt haben sollen. Die Banken zeigten indessen nur wenig Neigunß, sich der Baissebewegung entgegenzustellen und die Ware zu Tageskursen aufzunehinen. Da den Dingen freier Laus gelassen wurde, kam es teilweise zu schweren Kursrückschläyen, die zuweilen den Charakter von Kurseinbrüchen annahmen. Besonders stark war der Rückschlag bei den Favoriten der Frühjahrshausse, den Elektropapieren, J.-G.-Farben, Kaliaktien, Kunstseidenwerten, Montan- und Zellstoffaktien. Kupferwerte lagen durch die Kupferbaisse ebenfalls mehr gedrückt. Bei Bank- und Schisfahrts- werten bewegten sich die Abschläge im Rahmen von 2 bis 5 o. H. Von Schwachstromwerten wurden Lahrneyer mit minus 12 o. H. am stärksten in Mitleidenschaft gezogen. Der Rentenmarkt war im Einklang mit der Allgemeintendenz überwiegend schwächer, wobei auch das unbefriedigende Ergebnis der Poftschatzanweisungsemission verstimmte. Der Geld- piarkt zeigte trotz der Zahlungen auf die Bewag- Anleihe und die Postschatze ziemlich flüssigen Charakter. Am Devisenmarkt ist die Festigkeit des Pfundes bemerkenswert.
Wochenbericht
vom Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Am Frankfurter Schlachtviehmarkt ergaben sich in dieser Woche nach den leichten Ansätzen einer Besserung im letzten Berichtsabschnitt wieder durchweg mehr oder weniger starke Preisrückgänge. Der starke Auftrieb auf allen Marktgebieten im Hinblick auf die bevorstehenden Pfingst- feiertage ließ Preisavancen nach oben nicht durchkommen. Da die Nachfrage des Konsums aus den hinreichend bekannten Gründen immer noch sehr schwach ist, und auch die Konkurrenz der zur Zeit billigen Eier und sonstiger landwirtschaftlicher Produkte stark einwirkt, war das Geschäft sehr klein, so daß auf den meisten Märkten größere Lieberstände verblieben.
Besonders scharf war der Preiseinbruch am Kälbermarkt. Bei einem Auftrieb von 2644 (gegen 1630 in der Vorwoche) Stück vollzog sich der Handel schleppend. Gegenüber der Vorwoche ergaben sich Preisrückschläge von 6 bis 9 Mk., wovon besonders die unteren Gattungen betroffen wurden. Am Rindermarkt war der Auftrieb mit 1612 (1259) Stück erheblich starker. Nach schleppendem Handel und nachlassenden Preisen verblieb größerer Lieberstand. Die Preise gaben hei Ochsen 1—2, bei Bullen und Färsen je 1 Mk., Und bei Kühen sogar 1—3 Mk. nach. Der Schweinemarkt bewahrte nach den unerfreulichen Rückschlägen in den letzten Wochen trotz des großen Auftriebs (7453 gegen 6774) bemerkenswerte WiderstandSkaft. Der Handel war jedoch
auch hier sehr schlecht, so daß Lieberstand verblieb, obwohl die Exportverkäufe noch anhielten. Indessen konnten sich die Preise gegen den letzten Markt gut behaupten und lagen auch am Neben-- markt unverändert. Die weitere Entwicklung ist jedoch ziemlich undurchsichtig. Am Schaf- markt war das Geschäft gering und ebenfalls sehr langsam, da der Auftrieb (91 gegen 140 Stück) zu keiner Notiz genügte.
Es notierten pro Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen al) 45—48, a2) 40-44, bl) 35—39. Dullen a) 40—43, b) 35-39. Kühe a) 35—38, b) 29—34, c) 22—28. Färsen a) 45—48, b) 40—44, c) 36-39. Kälber b) 59-64, c) 53-58, d) 46 bis 52. Schafe nicht notiert. Schweine b) 42 bis 45, c) 43-46, d) 43-46, e) 40-43, f und g nicht notiert.
Wochenbericht vom Frankfurter Produktenmarkt.
Am Frankfurter Produktenmarkt neigte die Stimmung etwas zur Schwäche, weil durch die Unsicherheit der verschiedenen Regierungsmahnahmen die Käufer, wie Verkäufer sich größte Zurückhaltung auferlegten.
Der W e i z e n m a r k t lag bei weiter geringer Umfatztätigkeit ziemlich ruhig. Das Angebot war zwar immer noch gering, doch beschränkte sich die Nack)frage nur auf Deckungen des notwendigsten Bedarfs. Es notierte die Tonne Weizen 305 bis 302,50 Mk., also 2,50 Mark niedriger wie in der Vorwoche. Das Angebot in Weizen neuer Ernte war bedeutend größer, die Preise mit 265 Mark pro Tonne wesentlich niedriger.
Am Roggenmarkt verhielten sich die Interessenten ebenfalls abwartend. Da der Roggenmehlabsatz ebenfalls klein blieb, tarnen nur kleine Umsätze zustande. Man verlangte für die Tonne Roggen, Hektolitergewicht 70 bis 71 kg, unverändert 217,50 Mark.
Für Gerste verhielt sich die Händlerschaft weiterhin desinteressiert. Die Preise lagen meist etwas nachgebend.
Auch Hafer war weniger stark gefragt, so daß auch für diesen Artikel die Preise etwas nachgiebiger waren. Es notierte die Tonne Jnlandshafer 216 bis 215 Mark. Im freien Markt hörte man noch niedrigere Preife.
Der Mehl markt lag fast vollkommen geschäftslos, da sowohl die Müller, als auch die Konsumenten sich abwartend verhalten, in der Annahme, daß die Preise noch weiter herabgesetzt werden. Weizenmehl südd. Spezial 0 notierte 41,50 Mk. bis 42,25 nach 42,40- bis 44,50 in der Vorwoche. Auch^für Niederrhein. Weizenmehl lauteten die Forderungen wesentlich niedriger; man verlangte 41,25 bis 42,00 nach 42,00 bis 43,50. Für Roggenmehl 0 — 60prozentige Ausmahlung stellte sich der Pkeis für die 100 kg auf 29,75 bis 31,75 Mark und somit i Mark niedriger.
Am Futtermittelmarkt ergaben sich bei ebenfalls sehr kleinem Geschäft weitere kleine Rückgänge. Lediglich für prompte Lieferung erhielt sich noch etwas Interesse, da der Anfall weiter klein war. Man forderte für Weizenkleie 13,25 Mark, für Roggenkleie 13,75 Mark. Rauh- und Kraftfutter- mittel waren nur unwesentlich verändert und teils fester und teils schwächer.
Der Kartoffelmarkt lag stetig. Da die Nachfrage des Konsums nach gelbfleischigen Sorten immer noch ziemlich anhält, wurden die Preise abermals etwas erhöht. Es notierte der Zentner Jndustriekartoffeln hiesiger Gegend bei Waggon- bezug 4,50 Mark.
Berliner Prodnktenmarkt.
D e r l i n, 22. Mai. Angesichts der bevorstehenden Verkehrs Unterbrechung vermochte sich an der Produktenbörse keine Geschäftsbelebung durchzusetzen; die Preisgestaltung war auch heute wieder nicht ganz einheitlich. Am Lieferungsmarkte erfolgten in Weizen verschiedentlich Abgaben, so daß die Anfangsnotierungen bis 1,50 Mark unter gestrigem Schluß lagen, dagegen Roggen war gut behauptet und in der Maisicht auf Deckungen sogar um 1 Mark befestigt. Das Angebot für prompte Lieferung ist in beiden Drotgetreidearten ziemlich gering; Weizen war allerdings wenig gefragt und wurde nur vereinzelt zu etwa gestrigen Preisen aufgenommen. Bessere Kauflust zeigt sich jedoch für Roggen für Kahn- und Waggon- verladung, und das Preisniveau lag erneut 1 bis 2 Mark höher. Das Geschäft in Brotgetreide neuer Ernte war sehr still. Weizen- und Roggenmehl hatten schleppenden Absatz bei unveränderten Mühlenofferten. Am Hafermarkte setzte sich bei geringem Angebot die Aufwärtsbewegung der Prompt- und Lieferungspreise fort.
Oberheffen.
Bezirkssparkaffe Grünberg.
4- Grünbe r g, 22. Mai. Die diesjährige ordentliche Mitgliederversammlung der hiesigen B e zi r k s s pa r k a s se fand am Mittwoch statt. Von den 40 Dezirksgerneinden waren 37 vertreten; außerdem waren anwesend: als Vertreter des Kreisamts Gießen Regierungsrat Schmidt, der Vorsitzende des Hessischen Sparkassen- und Giroverbandes Iustizrat Dr. Reh, Direktor S e i p von der Landeskommunal- bank — Girozentrale für Hessen.
Aus dem von dem Direktor vorgetragenen und erläuterten Geschäftsbericht ging hervor, daß das Iahr 1930 trotz schwerer wirtschaftlicher (Belüftung, unter welcher alle Berufsstände zu leiden hatten, für die Kasse ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis brachte. Die Spareinlagen! stiegen von 1 560 789 Mk. auf 1 838 191 Mk., mithin um 277 402 Mk.; die Zahl der Sparkonten stieg von 2147 auf 2356. Im Verhältnis zum Vorkriegsstand beträgt die Zahl der Sparbücher 81 Prozent und der Einlagenbestand 62 Prozent. 3m Bericht ist weiter ausgeführt, daß die durch diese günstige Entwicklimg der Kasle zufließenden Gelder nicht etwa der heimischen Wirtschaft entzogen werden, sondern restlos dem Wirtschaftsleben des Bezirks zugute kommen. Aus Spar- einlagen-Zugängen und Darlehens-Rückflüssen konnten im abgelaufenen Iahr rund 3/< Million Reichsmark als neue Ausleihungen verbucht werden. Gegen Hypotheken waren am Iahres- ende 826 497 Mk. ausgeliehen = 45 Prozent des Spareinlagenbestandes. Während der Gesamt- Llmsatz eine Million Reichsmark höher war als im Vorjahr, hielten sich die Llmsatz-Ziffern im SHeck- und Kontokorrentverkehr auf der Höhe des Vorjahres. Zur Z i n s p o l i t i k wird ausgeführt, daß es schon immer das Bestreben der Kasse sei, die Zinssätze für die Darlehensnehmer so niedrig wie möglich zu gestalten und doch den Einlegern eine zeitgemäße Verzinsung zu gewähren, also die Zinsspanne möglichst gering zu halten. Diesem Grundsatz gemäß seien die Zinssätze für sämtliche Ausleihungen im Iahr 1930 um 1 Prozent ermäßigt worden, während der Ei-nlagezinssatz nur eine Senkung um 1/s Prozent erfuhr. Aus den im Geschäftsbericht gegebenen statistischen Liebersichten kann bezüglich der Spareinlagen hervorgehvben werden, daß 61,42 Prozent aller Sparbücher auf Beträge unter 500 Mark lauten und der Durchschnittsbetrag auf ein Sparbuch sich auf 780 Mk. belief. Eine am Schlüsse des Berichts gegebene Liebersicht über die Verteilung der an Private gewährten Darlehen und Kredite nach der Höhe der Forderung zeigt, daß 62,88 Prozent aller Darlehen auf Beträge unter 1000 Mk. entfallen. Die Darlehen und Kredite über 10 000 Mk. betragen nur 0,98 Prozent der Gesamt-Zahl, und zwar 9 Posten mit einem Ge- samt-Betrage von rund 120 000 Mk. Diese Ziffern beweisen, daß die Kasse keine Kredite gewährt, welche über den Rahmen von Mittelstandskrediten hinausgehen.
Iustizrat Dr.Reh, der zum Geschäftsbericht sprach, bemerkte, daß die Versammlung mit dem Ergebnis des Iahres 1930 sowohl, als auch mit der gesamten Entwicklung der Kasse in den letzten Iahren zufrieden sein könne. Die im Sparverkehr erreichten Ziffern lägen im Verhältnis zum Vorkriegsstand über dem hessischen Durchschnitt und wesentlich über dem Reichsdurchschnitt. Nachdem der Aufsichtsratsvorsitzende, Kaufmann Ehr. Schweitzguth, über die sachliche Prüfung der Iahresrechnung und die Revision durch den Aufsichtsrat berichtet hatte, wurde dem Vorstand und dem Rechner, unter dem üblichen Vorbehalt der Prüfung der Rechnung durch die Oberrechnungskammer, Entlastung erteilt. Die Lieberweisung des 18 525Mk. betragendenReingewinns an die Sicherheitsrücklage wurde von der Versammlung gutgeheißen.
Im weiteren Verlaufe der Tagesordnung wurden noch die von der Verwaltung vorgeschlagenen Bewilligungen genehmigt, und zwar: 1. die Prämiierung von Dienstboten, welche 5 Iahre bei einer Herrschaft gedient haben und Sparer bei der Kasse sind, mit je 20 Mk.; 2. als Zuschuß zur Schulbiblivthek zur Verteilung an diejenigen Schulen, welche bei der Kasse Schulsparkassen unterhalten — 200 Mk.; 3. der Stadt Grünberg als Zuschuß zur Anschaffung einev Motorspritze, welche bedingungSgemäß in Drandfällen den De- zirksgemeinden auf Anruf unentgeltlich zur Verfügung steht = 1000 Mk.
Landkreis Gießen.
* Arnsburg, 23.Mai. Wie alljährlich feiert die ev. Erziehungsan st alt für Mäd-
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt befchlosienen Dividende an. — Reichsbankditzkont 5 v. H., Lombardzinsfuß 6 v. H.
Frankfurt a. M.
Berlin
Schluß- hirt
Schlußk. Abend« börse
Schluß« furd
Schlußk. Mittag» börse
Datum
21.5.
22.5.
21.5.
22.5.
6% Deutsche Reichdanlelhe von 1927 ..........
7% Dcutlche Reichsanleihe
84,25
84,25
84,9
84,9
von 1929 ..........
Leuljche Anl.-Mlöl.-Schuld mit
99,8
99,5
99,9
99,6
Auslos.-Rechten.......
55,13
55,1
55,13
55
DeSgl. ohne AuSios.-Rechte . . . 8% He«. Solflfiaat von 1929 (ruckzahlb. 102%)......
vberhessen Provinz • Anleihe mit
4,65
4,55
4,65
4,6
94
94
94
94
AuLIoj.-Rechten.......
Deutsche ßofitm. 6ammclabL
—
—
—
—
Anleihe (Serie 1.......
8% fitanlf. Hnp.-Bank Goldvse
53
52,75
52,6
52,5
XIII untünbbar 613 1934 . . . 7% grants. Hvp.-Banl Boldpse
101
101,25
—
—
unfünBbat bl» 1932 .....
4%% Rheinische Hhp.-Bank
95,5
97,5
—
—
90,5
90,25
_
8% Pr. LandeSpsandbriesanstalt, $|anbbrieie Oi. 11......
100,5
100,5
100,5
100,5
8% Pr. LandeSpsandbriesanstalt,
Somm^Obl. R. 20......
7% Pr. Landevpiandbrtesan stall,
—
—
—
—
Psandbriese R. ......
N.E.G. abg. BorlnegS-Obltgatio-
96,5
96,5
96,5
96,5
neu, rückzahlbar 1933 .....
■—
—
—
—
4% Oesterrelchische Goldrente . .
21,5
2,1
* 21,6
4,20% Oesterrelchische Sllberrentr
4% Oesterretchische Einheitliche
2
—
Rente..........
—
_
4% Ungarische Goldrente ....
17,5
—
17,65
17.7
4% Ungarische Staatsrente v. 1910
15
15
15,1
15
4Yt°/o deSgi. von 1913 ....
15,9
1% Ungarische Kronenrente . . .
—
—
—
4% Türkische Zollanlethe von 1911
4% Türkische Bagdadbahn-Anl.
3,4
3,4
3,65
3,55
Serie I...........
3,4
3,5
3,5
_
4% deSgl. Serie N.......
6% Rumänische veretnh. Rente
3,4
3,5
3,65
3,6
von l903 ..........
Rumänische veretnh. Rente
7,4
7,5
7,55
7,65
von 1913 ..........
14,25
14,25
14,4
14,4
4% Rumänische Verein-. Rente .
6,3
6,2
6,35
6,3
$ranf|urt o. UI.
Berlin '
Schluß« kurö
Schlußk. Abend« börse
Schluß. furd
Schlußk. Mittag« börse
Datum
21.5.
22.5.
21.5.
22.5.
Hamburg-Amerika Paket . .
Hamburg»Südam. Dampsschssf
. 7
51
60
50,75
50 75
. 8
—
91
92
Hansa Dampfschiff.....
10
—
—
72
72,5
Norddeutscher Lloyd ....
. 8
52
50,5
52
51,9
Allgemeine Deutsche Eredllanst. 10
Barmer Bankverein ....
10
—
—
—
—
Berliner Handelsgesellschaft .
12
110
110,5
110,5
110
Commerz- und Prioat-Bank.
11
102,5
102,4
102,5
102,5
Darmstädter und Nationalbani
12
123
123,25
123
123
Deutsche Bank und
DlLconto-GeseUschast, . . .
10
102
102
102,25
102
Dresdner Bank......
10
101,5
101.5
101,5
101,25
ReichSbank .......
12
—
139
139
139,13
AEG...........
. 8
8 ,5
90,25
89,65
90,4
Bergmann........
. v
—
66,5
64,5
LIektr. Lieserungrgelellschast.
10
—
101
100,5
102
Licht und Kraft......
10
103,5
102,5
72,5
103,13
101,75
Felten L Guilleaume . . .
iy»
73
72,25
74
Gesellschaft für Elektrische
Unternehmungen ....
Hamburger ElektrizitätS-Werke
10
97
97,75
97,13
97,25
10
—
—
——
Rheinische Elektrizität . . .
Schlesische Elektrizität. . . .
. 9
97
—
100
101
10
—
e diudcrt LCo.......
11
126,5
128
126
126
Siemens L Halske.....
16
145
146
145,25
144
TranSiablo........
. 8
—
Lahmeyer Li Co.......
10
107
1 —
108,75
104,25
. 6
0,5
40,5
40
39,75
Deutsche TrdSI......
. 6
—
61,75
61,5
62
Essener Steinkohl« .....
. 8
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—
Gelsenkirchener......
. e
——
68
68
67
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53
—
53
52,5
Hoesch Elsen........
—
—-
50
49,65
Ilse Bergbau .......
10
159
158
158
157,75
Klöcknerwerke .......
. 7
52
53
51,5
52
Köln-Neuessen......
. 7
—
54,5
54
ManneSmonn-RShre» . . .
. 7
66,5
65,75
66
66
ManSseider Bergbau ....
Obecschies. Etlenvcdari . . .
. 7
29,5
30
30
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. 6
—
Oberschies. Kokowerke....
. 7
—
—
63,5
65
Phon ft Bergbau......
Rheinische Braunkohle» . .
Rhein stahl........
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46
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10
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Kaliwerke Aschersleben . .
. 10
119,5
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Kaliwerke Westeregeln . .
. 10
124
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Kaliwerke Salzdetfurth . .
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187
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I. G. Farben-Industrte . .
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Scheideanstalt......
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Phtllnn Hoftmann ....
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Zementwerk Heidelberg .
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Lementwerk Karlstadt. . .
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Schulthekö Patzenhofer . .
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Zellstoff Aschaffenburg . .
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Charlottenburger Wasser .
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Daimler Motoren . . .
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23
—
23
23,75
Deutsche Linoleum . . .
• • .
62,5
62,5
61,5
62,5
Maschinenbau A.-G. ...
. . 0
——
——
Rat. Automobll.....
. . 0
—
—
—■
—
. . 6
_
_
gg 75
Leonhard Tietz .....
. 10
99
—
97,9
40'96
Svenska........
228
231
230
233
Frankfurter Maschinen . .
• • 4
—
11,75
—
—
Griyner...... .
• . 6
30
28
.30,19
99 75
Heyliyenstaedt . . . . .
. . 0
Iunghanö. .......
, , 6
_
Lechwerie........
. . 8
_
Mainkraftwerke Höchst a. M.
. . 8
62
62
—
—
Mtag..........
. 1C
Gebr. Roeder......
. 10
_
_
Boigt & Haeffner ....
. . 0
_
Süddeutsche Zucker . . .
• 10
115
115,25
115
116
Banknoten.
Äerltn, 22. Mal
Gelb
Brief
4,184
Belgische Roten. .......
58^ 21
5fU5
Dänische Roten ........
112,18
112,62
Englische Roten ........
20,384
20,464
yranzüsische Roten.......
16,383
16,443
Holländische Roten.......
168,38
169,06
Italienische Roten........
22,02
22,10
Norwegische Noten.......
112,03
112,47
Deutsch-Oesterretch, * 100 Schilling
68,93
59,17
Rumänische Noten . ......
2,475
2,495
Schwedische Noten.......
112,18
112,62
Schweizer Noten........
80,74
81,06
Spanische Noten........
41,37
41,53
Tschechoslowakische Roten.....
12,41
12,47
Ungarische Noten .......
73,02
73,32
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M.
21.Mai
22.Mal
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Meld
Sries
Geld
Brief
A inst.« Rott.
168,52
168,86
168,66
169,00
Buen.-AtreS
1,290
1.294
1,288
1,292
Brfl.-Antw.
58,35
58,47
68,375
58.495
Christiania -
112,32
112,54
112,34
112.56
Kopenhagen
112,30
112,52
112,37
112,48
112,59
Stockholm .
112,43
112,65
112,70
HelsingforS.
10,557
10,577
10,557
10,577
alallen . . .
21,96
22,00
21,97
22,01
London. . .
20,403
20,443
20,411
4,196
20,451
Reuvork . »
4,198
4,202
4,204
Paris....
16,40
16,44
16,406
16,446
Schweiz ..
80,89
81,05
80,935
81,095
Spanien » .
42,16
42,24
41,46
41,54
Japan . ..
2,074
2,078
2,074 0,282
2,078
Rio de Ian.
Wien in
0,289
0,291
0,284
Oest. abgefL
58,92
59,04
58,955
59,075
fc::
12,426
12,446.;
12,§34
12,454
7,386
7,400
7,388
7,402
SUAlDCft . .
73,105
73,245
73,13
73,27
Bulgarien.
3,038
3,044
3,040
3,046
Lissabon .
18,86
81,60
18,90
18,88
18,92
Danzig - . Konstantia.
81,76
81,61
81.77
1,784
1,789
1,784
1,789
Athen. .
5,734
5,747
5,439
5,449
Canada -
4,190
4,198
4,192
4,200
Uruunav.
2,497
2,503
3,458
3,462
Tatro - •
20,92
20,96
20,925
20,965


