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Schweinemarkt in Schotten.
< Schotten, 21. Oft. Auf dem heutigen Schweinemarkt waren 450 Schweine aufgetrieben. Bis sechs Wochen alte Tiere kosteten 6 bis 8 Mark, für sechs bis acht Wochen alte Ferkel wurden 8 bis 12 Mark und für acht bis zwölf Wochen alte Tiere 12 bis 16 Mark bezahlt. Einleger kosteten 26 bis 30 Mark. Der Handel war flott. Es verblieb nur geringer Ueberftand.
Schweincmarkt in Friedberg.
WEN. Frredb erg, 21. Oft. Der Auftrieb zum heutigen Schweinemarkt betrug 806 Jungtiere. Es wurden bezahlt für sechs Wochen alte Tiere 8 bis 10 Mark, für sechs bis acht Wochen alte Tiere 10 bis 15 Mark, für acht bis zwölf Wochen alte Tiere
15 bis 20 Mark. Der Handel war recht lebhaft, doch verblieb etwas Ueberftand.
Oberbürgermeisteiwahl in Offenbach.
WSR. Offenbach, 21. Ott. 3n der heutigen Stadtratssihung ist der seitherige Oberbürgermeister Granzin auf zwölf Jahre wiedergewählt worden. Das Gehalt wird nach den von der hessischen Regierung zu erlassenden Richtlinien festgesetzt werden. Die kommunistische Opposition hatte als Kandidaten Erich Kohl- ra u s ch aus Suhl i. Th. vorgeschlagen, der zehn Stimmen erhielt. Drei Stimmen erhielt Oskar Müller (Frankfurt) und je eine Stimme Galm von der kommunistischen Opposition und Bürgermeister Weil; vier Zettel waren unbeschrieben.
Ö.J.-fport
Spielabieilung des MTV. Gießen.
Rach langer Pause traten am Sonntag die Faustba-llspielerinnen des MTD. wieder einmal auf den Plan. Die ersten Mannschaften des Turnvereins 1846 und des Turnvereins Äidda waren verpflichtet. Die MTBerinnen hatten merklich an Spielstärke verloren, die Turnerinnen von 1846 wiesen dagegen eine wesentliche Formverbesserung auf, den Turnerinnen aus Ridda fehlt noch die Wettkampfersahrung. Die Spiele zeigten folgende Ergebnisse: Das erste Treffen — I. Tv. Ridda gegen I. MTB. Giehen — wurde von den MTB? erinnen mit 69:29 gewonnen. Das zweite Spiel sah die ersten Mannschaften des Tv. 1846 mit Tv. Ridda im Kampf und wurde von den Giehe- nerinnen mit 31:23 gewonnen. 3m Endspiel standen sich die Siegerinnen aus beiden ersten Spielen, MTB. und Tv. 1846 Gießen, gegenüber. Rach anfangs ausgeglichenem Spiel konnten die MTB- crinnen in der zweiten Halbzeit einige Punkte Borsprung herausarbeiten und mit 47:39 das Spiel für sich entscheiden.
Tv. Alsfeld 1 — Mlv. Giehen I 4:7 (1:3).
Rach den Faustballspielen standen sich die ersten Mannschaften des Turnvereins Alsfeld und des MTB. Giehen im Handball-Berbandsspiel gegenüber. Die MTDer konnten auch dieses Spiel für sich entscheiden. Die Gastgeber waren ihren Gegnern jederzeit überlegen. Die Gäste gingen etwa in der Mitte der ersten Halbzeit in Führung, bald fiel jedoch der Ausgleich. Ein gut geworfener Strafwurf brachte den MTBern einen zweiten
Erfolg, dem auch kurz vor dem Halbzeitpfiff noch ein drittes Tor folgte. 3n der zweiten Halbzeit wurde die äleberlegenheit der Einheimischen fühlbarer. 3n regelmäßigen Abständen erzielten die Gießener noch vier Tore, denen die Alsfelder nur drei entgegensetzen konnten.
Tv. Hochelheim 1. Jugend — 7Nlv. Giehen 1. Jugend 2:8 (2:4).
Das Bcrbandsspiel der Jugendmannschaften endete mit einem sicheren 8:2->Sieg der Gießener Mannschaft. Die MTD.-3ugend steht damit auch an der Tabellenspitze.
Turn-Ausschuß des Heffengaues OT.
Die Ausbildungsarbeit des neuen Turnjahres wurde von Gauoberturnwart Will durch eine größere Tagung zu Gießen eingeleitet. Unter lebhafter Zustimmung wurden dem Vereinsturnwart Leib vom Tv. Krofdorf für seine 25jährige Führertätigkeit die Glückwünsche des Gaues ausgesprochen. Die Uebungsfdlge auf dem Turnboden ging über Ausschnitte aus der Beweaungsschule zu eingehender Behandlung der vier Gruppen allgemeiner Freiübungen für die kommenden Gauveranstaltungen, gab an Hand einer aktiven Riege des Männerturnvereins Gießen praktische Anleitung zur Zusammenstellung und Wertungsweise von Musterriegen, führte am Reck zur Felge mit ihren Abwandlungen und schloß mit einem Spiel (Prellball). Am Vorabend und nach den Lehrstunden am Sonntag erwuchsen aus der kritischen Besprechung der diesjährigen Wettkämpfe in den Bezirken und im Gau vielfache Anregungen. Die seither als Sternlauf nach Gießen
Die Oimseldein-Slasette der vbechessischen Heiler.
Die festlich geschmückte Stadt Laubach stand am Sonntag im Zeichen des Reitsports. Die oberhessischen Reil- und Fahrvereine hatten eine Querfeldein- Slafette mit dem Zielpunkt Laubach zu reiten. An dieser schönen sportlichen Veranstaltung beteiligten sich 16 Vereine und 35 Abteilungen, die eine Gesamtstrecke non nahezu 280 Kilometer zurückzulegen hatten. Im ganzen wurden sieben Haupt- und drei Rebenstasetten geritten, und zwar von Büdinaen, Erlenbach—Eschbach, Butzbach, Großen-Linden, Gießen, Nordeck, Gontershausen, Arnshain, Schlitz und Gedern aus. Schon einige Zeit vor dem Eintreffen der ersten Stafettenreiter hatte sich auf dem Platz vor dem alten Kriegerdenkmal eipe große Zuschauermenge eingefunden, um nicht die Uebergabe der Stafettenrollen und -botschaften an den Bürgermeister der Stadt Laubach zu versäumen. Pünktlich um 11 Uhr trafen die Patrouillengruppen aus allen 'Richtungen ein. Nach der Uebergabe der Stafetten und der Paradeaufstellung der Reiter entbot Bürgermeister Högl) den Erschienenen den Willkommensgruß der Stadt Laubach. Er dankte insbesondere dem Vorstand des Provinzialverbandes Oberhessen dafür, daß gerade Laubach zum Ziel der Querseldein-Sta- fette gewählt worden sei. Mit dem Wunsche, daß diese Veranstaltung der deutschen Reiterei zu weiterem Aufstieg verhelfen möge, schloß der Bürgermeister seine Ansprache. Nach einem flotten Reiterinarsch, gespielt von der Laubacher Musikkapelle begrüßte der Landesverbandsoorsitzende, Landesstallmeister a.D. Schörke (Darmstadt) die Reiter und gab seiner Freude über das gute Gelingen der ersten Ouerfeldein-Stafette in Helsen Ausdruck. Sodann schritt er mit dem Vorstand des Provinzialverbandes Oberhessen die Front der anwesenden Reiter ab, deren Zahl sich inzwischen durch das Nachrücken
vieler Reitervereine sehr vermehrt hatte. Anschließend trat die Quartierkommission des Solms-Laubacher Reitervereins in Tätigkeit, deren mustergültige Quartierverteilung für die Unterbringung der Pferde allgemeine Anerkennung fand. In der Zwischenzeit konzertierte die gut geschulte Laubacher Musikkapelle am alten Kriegerdenkmal.
Am frühen Nachmittag fanden sich sämtliche Reiter im Saale des Hotels „Schützenhof" zu einem Festakt ein, wobei Bürgermeister Högy Teilnehmer und Gäste nochmals begrüßte. Anschließend sprach der Geschäftsführer des Provinzialverbandes Oberhessen, Graf von Bredow (Altenburgs der Stadt Laubach und dem Reiteroerein Solms-Laubach den Dank für den freundlichen Empfang aus und wünschte der Veranstaltung einen weiteren guten Verlaus. Landesstallmeister a. D. Schörke übermittelte die Grüße des Landesverbandes Hessen und ermahnte, dem schönen Reitsport für alle Zeiten treu zu bleiben. Am Schluß des offiziellen Teils sprach Se. Erlaucht Gras Georg Friedrich z u Solms-Laubach für den Laubacher Reiterverein und dankte den maßgebenden Stellen für die Verlegung des. Stafettenrittes nach Laubach. Gegen 16 Uhr ritten die auswärtigen Reiter, nach Vereinen und Abteilungen geordnet, mit den Standarten- und Wimpelträgern an der Spitze in die Heimatorte zurück.
Die Vorstände der oberhessischen Reitervereine blieben noch zu einer kurzen Verbandsvor- standssitzung zusammen. Freiherr Roeder von Diersburg (Londorf) gab einen ausführlichen Bericht über die Tätigkeit der oberhessischen Reitervereine im vergangenen Jahre und wies auf das Winterprogramm hin. Zum Schlüsse wurde als nächstjähriger Treffpunkt Gedern in Aussicht genommen.
durchgeführte Will-Staffel soll als Staffel- i lauf d-e r sechs Gaubezirke am Nachmit - I tag des Gauturnsestes an die Spitze des Schauturnens eingegliedert werden, die Wertungsweise der Musterriegen drängte zu einer neuen, ausreichend durchgegliederten Grundlage, neben dem Zwölfkampf der Oberstufe empfiehlt sich die Ab- gliederung der Ehrensieger in eine Sonderklasse, die gauoffen insbesondere frühere erste Sieger in Wett- be jerb stellt, die Kampfrichterausbildung muß aus wirtschaftlichen Gründen mehr in die Bezirke und Vereine abwandern; gauoffene Vereinswettkämpfe sollen nur in besonderen Fällen genehmigt werden, und ein Terminkalender soll die Zeitsolge größerer Veranstaltungen innerhalb des Gaues und gegenüber anderen Verbänden aller Art reibungsloser gestalten helfen. Von turnerischen Wettkämpfen werden die Bezirke ihre Winter-Gerätewettkämpfe, deren Pflichtübungen dem Gau-Männerturnausschuß in Bearbeitung gegeben werden, bis zum 6. April durch- acführt Haden, die volkstümlichen Bezirksturnfeste sollen dis zum 15. Juni abgeschlossen fein, das Gau- wettschwimmen in Laubach fällt Ende Juli, das Gau-Frauenturnen in Marourg Ende August, während für das Gauturnfest in Verbindung mit Fechten und Spielen, sowie für das Gau-Volksturnen Ort und Zeit noch nicht bestimmt werden konnten. An vier Sonntagen im November findet zu Gießen ein Gau-Lehrgang für Turnwarte und Vor- turnet statt, und die Bezirksvorturnerstunden sind nach Zeit und Uebungsplan festgelegt. Gauspielwart Seibert (Wetzlar) erläuterte wichtige Bestimmungen aus den Verträgen der DT. mit anderen Verbänden und wandte sich gegen die Belastung mit Freundschaftsspielen während der Spielrunden.
Aus dem Mitielrheiukreis der OT.
Vor dem 35. kreislurnfesl.
Ob das 35. mittelrheinische Kreisturnfest, das bekanntlich für 1932 Trier übertragen worden ist, durchgeführt wird, soll in einer gemeinsamen Sitzung des Kreisoorstandes mit den Vertretern der Stadt und der Turnerschaft Trier, die am 25. Oktober in der Moselstadt stattfindet, endgültig bestimmt wird. Man rechnet ziemlich sicher damit, daß sich Trier bereit erklärt. Deshalb fand vor kurzem in Frankfurt a. M. auch bereits eine Sitzung der Fachwarte des Mittelrheinkreises statt. Die Zusammenkunft diente im wesentlichen einer Aussprache über das nächstjährige Kreisturnfest, das im Falle der Zustimmung durch Trier in der Zeit vom 6. bis 8. August 1932 veranstaltet werden soll. Im Mittelpunkt sollen wieder die üblichen Mehrkämpfe der einzelnen Fachgebiete stehen. Als neu hinzugenommen werden ein Zehnkampf für Jugendliche, eine Bootsauffahrt aller Wasserfahrer des Mittelrheinkreises und eine Jugendfeierstunde der mittel- rheinischen Turnerjugend. Der abschließende Sonntag soll mit den üblichen großen Schauveranstaltungen ausgefüllt werden.
Für die erfolgreiche Durchführung der großen Veranstaltung ist die Beachtung eines Beschlusses von Bedeutung, der kürzlich von der mittelrheinischen Turnpresse auf ihrer Koblenzer Tagung gefaßt wurde: „Im Vordergrund der Veranstaltungen 1932 muß das Kreisturnfest in Trier stehen, wenn dieses seine große Aufgabe erfüllen will, zu einer eindrucksvollen turnerischen und vaterländischen Kundgebung in der West'mark des Reiches zu werden. Die Kreisleitung muß im Interesse der Feststadt und im besonderen Interesse des turnerischen Gedankens mit allem Nachdruck darauf hinwirken, daß die Veranstaltungen im Kreis und in den Gauen auf ein Mindestmaß beschränkt werden. Die wirtschaftliche Notlage zwingt dazu, daß die finanziellen Opfer, die den Vereinen durch die Beschickung der turnerischen Veranstaltungen erwachsen, im wesentlichen zugunsten des Kreisfestes gebracht werden."
Turngau Labn-Oünsberg.
Dorlar I — Ahbach I 1:3 (1:1).
In Dorlar standen sich beide Mannschaften im Verbandsspiel gegenüber und lieferten sich ein spannendes, hartes, aber nicht unfaires Spiel. Atzbach ging in der 24. Minute in Führung. In der 29. Minute konnte Dorlar ungehindert ausgleichen. In der zweited Halbzeit machte sich eine leichte Ueberlegen« heit der Gäste bemerkbar. Sie konnten noch zwei Treffer für sich buchen. Das Ergebnis entspricht dem Spielverlauf.
Wißmar II — Rodheim II 4:5.
Am Sonntag trafen sich beide Mannschaften zu einem Freundschaftsspiel in Wißmar. In der achten Minute fiel für die Gäste der Führungstreffer, dem auch kurz darauf ein zweites Tor folgte. Wißmar ging in der ersten Halbzeit leer aus. Erst nach der
Pause kam Wißmar mehr zur Geltung. Das Spiel wurde spannender. Trotz aller Anstrengung mußten sich die Wißmarer aber knapp geschlagen bekennen.
Launsbach I — Lollar I 5:4 (2:3).
Beide Mannschaften traten mit Ersatz an. In der ersten Halbzeit hatte Lollar etwas mehr vom Spiel, in der zweiten Halbzeit fand sich Launsbach besser zusammen und übernahm die Führung, die auch bis zum Schluß gehalten wurde.
Kurze Sportuoiizeu.
Die Deutsche Wasserball-Mei st er- schäft wird im Berliner Wellenbad Lunapark am 7. und 8. November mit Vor- und Rückspiel aus- getragen.
*
Für bie Olympia-Beteiligung Hollands hat der Niederländische Fußball-Bund dem Olympischen Komitee 10 000 Gulden zur Verfügung gestellt.___________________________________________________________
Gewinn auszug
1. Klasse 38. Preußisch-Süddeutsche (264. Preuß.) Staats-Lotterie
Ohne Gewähr Nachdruck verboten
Aus jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar fe einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden
Abteilungen I und II______________
1. Ziehungstag 21. Oktober 1931
In der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 300 M. gezogen
2 Gewinn, jn 1OOOOO M. 396259
2 Gewinne zu 50000 W. 87108
2 Gewinn, ,u 10000 Dl. 372596
2 Gewinn« <u 6000 M. 216463
4 Gewinn, ,u 3000 M. 131420 352568
4 Gewinne »u 2000 W. 93110 204949, _ ......
26 Gewinne xu 1000 M. 12359 12497 154075 173723 214639 238937 253296 255621 291416 314611 314942 333414 344802
38 Gewinne *u 800 M. 22690 47060 49588 61634 130274 159983 174498 179105 188907 216072 219526 228903 232899 277769 310986 359065
370512 394588 394653
48 <Setoinne »u 500 M.
100298 101936 124091
175967 181929 206449
240565 326658 332985
356511 371061
684 25144 83596 88585
142078 152585 158705
211033 218467 223089
334285 342057 353399
In der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 300 M. gezogen
4 Gewinn« |u 5000 M.
10 Gewinne ru 3000 M. 282879 344740
12 Gewinn« zu 2000 M. 171896 189917 198089
22 Grwinne zu 1000 M. 143974 155900 168481
305271 312823
41763 53049
62276 116281
14946 91565 180580 199962
79280
125861
109271
254395
317770
286189 342684
38 Gewinn« zu 800 M. 26938 61093 130623 133233 135935 150705 168199 188721 204393 295591 302066 304513 307915 310183 313805
326548 334665 354558
56 G«wtnne,u 500 W. 2141 7808 9025 17722 28862 62955 70400 73192 77084 112045 135171 155159 179296 220974
227307 228146 280531 280626 280964
308616 348315 353061 388124 396415
15686 109916 226903 299437
Kirchliche Nachrichten.
Israelitische Gemeinden.
Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, 24. Oktober. Vorabend 5 Uhr; morgens 9; abends 5.25 und 6.05 Uhr.
Israelitische Religionsgesellschaft. Sabbatfeier den 24. Oktober. Freitag abend 4.50 Uhr; Samstag vormittags 8.30; nachmittags 3.30; Sabbatausgang 6.05. — Wochengottesdienst: morgens 6.45; abends 5 Uhr.
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