Ausgabe 
22.10.1931
 
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Devisenmarli Berlin Frankfurt a. M.

Wirtschaft

Sanknoten.

der Brüsseler Börse war fc- das Geschäft war umfangreicher

r Freiverkehr war die Stimmung

4.20 58 84 93 51 16.6) 16.62 170.51

21.86 93.11 58 li

2.53 98.40 82.34 37.52 72.75

schwächer.

Die Tendenz ster, und auch als gestern.

3 m Wiene

war. 8s wurde ferner einwandfrei feftgcfteHt. das Görlach sich stets auf der rechten Seile der Fahr­bahn bekunden hatte. Wahrscheinlich durch die entgegenkommenden Autos abgelenkt, hotte der Angeklagte seine Fahrbahn nicht so beobachtet, wie das seine Pflicht war. denn sonst hätte er ohne jeden Zweifel den Radfahrer früher sehen müssen und dann jenes Unglück vermeiden können. Biegen fahrlässiger Tötung erkannte das Gericht unter Würdigung der A^sonderheiten des Falles aus zwei Monate Gefängnis.

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Die gestrigen Auslandsbörsen.

An der Londoner Börse war gestern die Grundstimmung vom Anfang bis zum Schluß freundlich, wenn auch ein Teil der An- sangSgcwinnc infolge von Realisationen wieder verloren ging

Die Pariser Börse war uneinheitlich, nach kräftiger Aufwärtsbewegung und lebhaftem Ge­schäft wurde es später ruhig und wieder etwas

59.12 93.59 16.67 16.68

171.19 21.94 93 49 51.72

2 55 98.80 82 66 37.68 73.15

Preußen.

Kreis Wetzlar.

,00 Hohensolms, 20.Oft Am Sonntag tonnte Bezirksschocristeinfegermeister Joses Frie­se n Hahn sein 2 5 Dienstjubiläum feiern. Der Jubilar ist besonders auf dem Gebiete der Feuerpolizei erfolgreich tätig gewesen. Als Begrün- der einer Anzahl freiwilliger Feuerwehren ist er im öffentlichen Leben bekannt geworden.

Anwendung langer Erfahrung, treue Pflicht- erfullung und zähe Beharrlichkeit, die auch den winzigsten Spuren am Ort der Tat nachgeht und nichts unbeachtet loht. Der Detektiv must so vorsichtig und so fleistig sein wie ein tüchtiger Buchhalter." Ein anderer der Befragten sastt die Befähigung zum Beruf deS Detektivs m die Forderung nach gesundem Menschenver­stand zusammen.

Arankfurtcr Lchlachtviehmarkt.

5 La. n f f u r " M 22. Oft. Auftrieb: 76 Rinder /87 kalber, 430 Srfjafe 594 Schweine. Es wurden notiert: Kälber: beste Mast- und Saugkälber 44 bis 47 Mark, mittlere Mast, und Saugkälber 40 bis 43 Dlarf, geringe Kälber 33 bis 39 Mark: Schafe: Mast- lämmer und jüngere Masthammel (Weidemast) 28 bis 31 Mark, (Stallmast) 24 bis 27 Mark, mittlere Mastlammer. ältere Masthämmel und gut genährte «chafe 20 bis 23 Mark: Schweine: voll fleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 46 bis 48 Mark, von etwa 200 bis 240 Pfund 46 bis 48 Mark, von etwa 160 bis 200 Pfund Lebend- geroidjt 43 bis 47 Mark, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 42 bis 46 Mark Marktverkauf. Kälber und Schafe ruhig, ausoerkauft -Schweine ruhig, ausverkauft.

Gießener LZochcn Marktpreise.

? f n 22- Dkt. Auf dem heutigen Wochen- V«I02»cttcn: Dv"er 120 bis 140 Pf., Kochbutter 2?nwa°iXr 30 bis 35. Käse «zehn Stück)

I?°ö ?ltfln9 8 bis IO, Weisskraut 6 bis 7, Mkraut 8 bis 10, Gelbe Rüben 8 bis 10 Rote

8 Spinat 15 bis 20, Römischkohl ® b. lO Ilnter-Kohlrabl 5 bis 6. Grünkohl 15, ZelVsalat 8 bis 10. Tomaten 25 bi« 30. Zwiebeln 8 bis 10, Meerrettich 30 bis 60 ?^°rzwur,eln 30 bis 35. Kürbis 5 bis 6 Kar- N^ln 3 8 b>- w. Dirnen 8 bis .

19;. ?^^vöst 30 bis 35, Prcistclbeeren 25 bis 30.

40 b's 50. junge Hähne

° ^00- Suppenhühner 80 bis 100. Gänse 80 Tn, F.90' JS516 30 Pfennig das Pfund.

Tauben 50 bis 60 Pf. daS Stück. Sier 12 bis 13 Blumenkohl 20 biS 60. Salat 10 bis 15 Salat­gurken 20 bls 25. Endivien 10 biS 15. Ober-Kohl- raM 8 biS W. Lauch 5 bi6 10 Rettich 10 biS 15. Ltück. Radieschen 10

b^ Pf. das Bündel: Kartoffeln 2,50 bis 2 80 ?h!irR^ra§Cn1tnerk 4 b's 6. Weißkraut 3 bis 3.50, Wirsing 5, Rotkraut 6 Mk. der Zentner.

freundlicher, es ergaben sich meist Kursbesserun­gen.

Die Amsterdamer Börse war lustloS und überwiegend schwächer. Cs erfolgten für Rech­nung einer in Schwierigkeiten geratenen Banken­börsenfirma Zwangsliquidationen. Don den deut­schen Werten waren Z.-G.-Farben gut behaup­tet. doch gab die Dounganleihe etwas nach. Don deutschen Reichsschuldbuchforderungen, die durch­weg fester lagen, stellten sich 1933er Fällig­keiten auf 67,50, 35er auf 58, 41er auf 41. 42er auf 39,50 und 43er bis 48er auf 39. Die 40er Fälligkeit, die auf Exekutionen gestern sehr schwach lag. konnte sich von 29 auf 41,25 wieder erholen.

An der Reuyorker Börse zeigte sich ge­stern ein ziemlich starker Rückschlag, besonders in Eisenbahnaktien. Es wurden umfangreiche Ab­gaben vorgenommen.

An den internationalen Devisen­märkten war das englische Pfund ziemlich gut behauptet, gegen den Dollar stellte es sich auf 3,9575, in Amsterdam schloß es mit 9,75, in Paris mit 100,25 und in Zürich mit 20,17. Die Reichsmark konnte in Amsterdam leicht an­ziehen, während sie in Zürich etwas niedriger notierte. Der Dollar war in Amsterdam recht fest, er stellte sich auf 22,4675 und schloß etwas leichter mit 22,4650. Einmonatsdollar wurden mit 22,4572 notiert. 3n Reuyork konnte die Reichsmark auf 23,35 bis 23,30 anziehen, während die übrigen Devisen sich kaum veränderten. Der kanadische Dollar lag gestern weiter fester und gilt in Reu- York bis auf 89,50.

Die Stimmung in der L 0 n d 0 n e r E i t y ist durchaus optimistisch. Deranlassung hierzu geben die Hoffnungen auf eine starke nationale Regierung. Allmählich greift die bessere Stim­mung auch auf das Ausland über, wie man aus der Besserung des Pfundes erkennen kann. Wie weit offizielle französische Operationen, die in der letzten Zeit einen ziemlichen Umfang angenommen haben, ebenfalls zu der festeren Pfundtendenz beitragen, ist nicht ohne weiteres ersichtlich, doch sind zweifellos die französischen offiziellen Kreise bestrebt, die Spanne zwischen Franc und Pfund möglich st gering zu halten, um die ungünstigen Einflüsse der Pfundentwertung auf die französische Finanz und Wirtschaft ab­zuschwächen. Der Dollar steht weitsr unter Der- kaufsdruck, doch ist das anormale Disagio auf Termindollar verschwindend.

Diskonterhöhung einer amerikanischen Bundesreservebank.

N e u i) 0 r t, 20. Okt. (WTB.) Die Bundesreserve. bank von Dallas hat ihren Diskontsatz von 3 a u f 4 v. H. erhöht.

Schöffengericht Gießen.

* Gießen, 21. Okt. Ein Kaufmann aus einem benachbarten preußischen Ort begab sich am 27. Märg d. 3. gegen 20 Uhr mit feinem Kraftwagen auf Der Landstraße GießenHeuchelheim seiner Heimat zu. 3n der Rähe des Kilometersteins 2 fuhr er einen Radfahrer von hinten an. Dieser leS war der in Gießen und darüber hinaus bestens bekannte Lehrer i. R. Görlach , der bei einem Heuchelheimer Gesangverein dirigieren wollte), war infolge der schweren Verletzungen sofort tot.

Der Kaufmann gab zu seiner Entlastung an, die Lichter zweier entgegenkommender Autos hätten ihn so geblendet, daß er einen Augenblick nichts gesehen habe: t>a sei das Unglück schon geschehen. Rach eingehenden Ermittlungen wurde er wegen sahrlässigerTötung ange lagt.

3n der heut men Hauptverhandlung gab er an, seine frühere Behauptung, er sei geblendet ge-

Zeiischriften.

Der .Raturf 0 rscher" vereinigt mit Qlatur und Technik". 3llustricrte Zeitschrift für das gesamte Gebiet der Raturwissenschaften. deS naturgeschichtlichen Unterrichts, des Raturschuhes und der Technik. Jahrgang 8, Heft 7. Preis vier­teljährlich 2,50 Mk. Erscheint monatlich. (Hugo Bermuhler Derlag, Berlin-Lichterfelde.) Die neue Schriftleitung dieser allbekannten natur­wissenschaftlichen Zeitschrift will im Gegensatz zu dem früheren Herausgeber die wichtigen natur­wissenschaftlichen Fragen in den Vordergrund "cllen. Die neue Rümmer zeigt die Deränderung in einer glücklichen Lösung. Sin Artikel von Dr. Weinert unterrichtet übet den neuesten Stand der Forschung vorn Ursprung des Menschen. Der Weg, der feit Darwin und Haeckel zurückgelegt ist, hat zu neuen Entdeckungen geführt, aber immer wieder zeigt sich, daß ein Menschenaffe der Urahn des Menschen ist. Prof. O. Baschin schüdert unS die wissenschaftliche und wirtschaftliche Be­deutung der Grönlandforfchung. die durch die Wegener-Katastrophe in den letzten Monaten so tragisch in den Dordcrgrund trat. Hervorragende 3fiuftrationen erhöhen die Anschaulichkeit diekeS wertvollen Beiträge«. 3n glänzenden Bildern wird uns der Pilz .Erdstern" vorgeführt. Br. Hennig gibt unS über Gestaltung und Dorkornmen dieses Pilzes einen interessanten Bericht. Auch dem Dildwesen will der .Raturforscher" seine volle Aufmerksamkeit widmen. Der Dachs, der sich am Tage nur selten dem Menschen zeigt, ist hier in Atoei wohlgelungenen Bliylichtaufnahmen erfaßt. Auch eine Dogelspinne sieht man in guten Bildern. 3n dem Abschnitt . Forschungs­ergebnisse" lernen wir daS Reueste aus dem Gebiete der Raturwissenschaften in kurzen Ab­sätzen kennen. Die Abteilung .Technik und Wirt­schaft" bringt Aufsätze über Ultrakurzwellen im Dienste der Therapie und über moderne Technik in der Obst- und Traubenverwertung. Der .Ra- tursorscher" dient dem bildungshungrigen Dolkc, er ebnet die Bildung-Wege, die in GZahr sind, zerstört zu werden.

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Zerstörte Detektiv-Romantik.

Der Detektiv ist zum romantischen Helden un­serer Tage geworden und spielt in der Literatur etwa eine Rolle, wie sie einst der irrende Ritter, der Eroberer fremder Länder oder der große Räuberhauptmann einnahm. Die Kriminalromane teigen ihn in seinem Kamps gegen die Ver­brecherwelt, der in unferm Polizeistaat zum wich- tigsten Abenteuer geworden ist, und seit Poe unö Conan Doyle den TyPuS des genialen MeisterdetektiveS aufstellten, erscheint diese Figur vielfach in verklärtem Licht, wird mit außer­ordentlichen Fähigkeiten und Kräften auSge- stattet Man behauptet, daß der Detektiv wie der Künstler nicht gemacht, sondern geboren werde, oah er über einen besonderen Scharfblick, über eine geheimnisvolle Begabung versagen müsse. Aber entspricht dieses in so vielen Romanen rberdidjte Bild der Wirklichkeit? Die Zach- selbst verneinen eS und bekennen sich zu nüchterneren Auffassung Sin

Afrikanisches Felsbilderbuch.

Von Geheimrat Leo Frobenius

Copyright 1931 by I. L A. Wien.

Der bedeutende deutsche Kulturforscher Frobenius berichtet hier über die erstaun­lichen Ergebnisse seiner afrikanischen Expedi­tionsreisen.

Seit einigen Jahrzehnten haben wir uns daran gewohnt, mit dem Worte Felsbild unwillkürlich die Vorstellung des Prähistorischen zu verbinden. In Südfrankreich, Spanien, Nordafrika, der Sahara, in der libtzschen und nubischen Wüste sind in ihnen Monumente aus den Steinzeiten erhalten. Der Flach- reUesschmuck der ägyptischen Tempelwände steigt aus einer steinzeitlichen Felsbilderkunst empor. Daß toübafrita ebenfalls reich an Felsbildcrn ist, weiß man seit langem. Nur glaubte man, besonders in Südafrika selbst, diese zu Tausenden und aber Tau- fenben über das Land zerstreuten Kunstwerke der >)andscrtlgkcit der flüchtigen, von Jäger- und Samm- erarbeit lebenden Buschmänner zujchreiben zu müs. scn, halten doch einige der ersten, das weite Land durchziehendenPioniere" solche kleine Leutchen in malender Weise angetroffen.

Die fortschreitende Erschließung des Landes stieß allerorten auf Höhlen oder überhängende Felsen, die mit solchen Kunstwerken bedeckt waren. Diese Massenhastitzkeit ließ denn meist unter den An- siedlern die braac auskommen, ob wirklich die Busch­männer allein als Urheber der Niesenmengen in Be- Iraajt zu ziehen seien. Außerdem traten beim Nach- graben in den Bilderhöhlen auch Steinwerkzeuge zutage, sehr verwandt denen, die an französischen unb spanischen. Dilberplätzen regelmäßige Begleiter der Kunstwerke waren.

..®° erachtete ich es benn als eine unserer wich- iigften Aufgaben, in möglichst vielen unb möglichst meit voneinander gelegenen Gebieten die Felsbilder studieren und kopieren zu lassen. Es handelte sich um nichts Geringeres, als um die Schaffung einer futafrttanifcbtn Felsbildergalerie Meine Kameraden haben sich dieser Ausgabe mit nicht genug anzuer- kennender «orgsalt und Opferfreudigkeit hingegeben, ©ic toredlen nicht davor zurück, ganze Felswände in natürlicher Große abzumalen. So entstanden TOH1, ARhbie lU K1 ®et,r Cän9f und zweieinhalb Meter Hohe aufweisen

Das Endergebnis dieser mühevollen Sammel- arbeit steht nun vor unseren Augen. Der Beschauer kann nun die verschiedenen Bildwerk .'era'. *..«nb miteinander betrachten unb sich an ber bu nigfaltigfeit einer bis bahin für bu breite -dm ber Gebildeten so gut wie unbekannten .unst i

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wesen, sei falsch: er habe das nur in seiner be­greiflichen Au regung gesagt. Er habe die Fahr­bahn sehr wohl übersehen, der Radfahrer sei plötzlich, etwa fünf Meter, vor seinem Auto auf­getaucht: er müsse unerwartet vom Bankett auf die Fahrbahn gekommen fein. Eine umfangreiche Beweisaufnahme (16 Zeugen und ein Sachverstän­diger wurden vernommen), ergab in Berbindung mit dem am Borabend erfolgten Augenschein, daß die beiden entgegenkommenden Autos abgeblendct hatten und daß der Angeklagte auch nicht ge­blendet gewesen wäre, wenn dies nicht der Fall

Sranffurf etwas zuversichtlicher.

Frankfurt a. M., 21. Okt. 3m Anschluß an die festen Meldungen von den gestrigen Ausland- botfen waren im heutigen Freiverkehr zwischen den Danken zunächst Kurssteigerungen um 2 b i s 3 v. H. zu beobachten. Die allgemeine Lage wurde etwas zuversichtlicher beurteilt, da nach dem Bericht des Reichsfinanzministeriums die Reichseinnahmen in der zweiten Oktoberwoche erheblich besser gewesen sind, als in der ersten Woche des laufenden Monats. Der Umfang des Geschäftes war wiederum nicht bedeutend. 3m Laufe des Dormittags vermochten sich die an­fänglichen Kursgewinne jedoch nicht immer voll zu behaupten, da die geringe Unternehmungslust einen Druck aus das Kursniveau ausübte. Be­merkenswert ist jedoch die anhaltende Rachfrage für die Aktien der Deutschen Gold» und Silber­scheideanstalt, deren Kurs erneut um etwa 3 v. H. anzog: dagegen blieben Metallgefellschaft, die in den letzten Tagen gleichfalls regere Beachtung auf sich gezogen hatten, heute vernachlässigt.

Am Markte der festverzinslichen Werte bestand anhaltendes 3 n t c r e f f e für Liqui­dationspfandbriefe, die abermals etwa 1 bis 1,50 v. H. höher genannt wurden, während Goldpfandbriefe auf dem letzthin gebesserten Stand unverändert gesprochen wurden.

Hausse in deutschen Werten.

Berlin , 22. Okt. (WTB. Funkspruch.) Die f e |t e Haltung ber deutschen TI a r t an der gestri­gen Neuyorker Börse regte den heutigen Freiverkehr an, nachdem gestern abend noch auf Grund plötzlich auftauchenden Materials in einigen Werten 1- bis 2prozentige Kursrückgänge eingetreten waren. Das Geschäft mar zwar auch heute nicht sehr lebhaft. Diese Kursverluste wurden aber im allgemeinen wieder ausgeglichen. Auch der R e n t e n m a r k t lag weiter angeregt. Man glaubt übrigens, daß die Hausseindeutschen Wertenanden Aus. landbörsen darauf zurückzuführen ifL daß die internationale Arbitrage schon wieder Mittel und Wege gefunden habe, um die teilweise recht erheb­lichen Kursdifferenzen zwischen dem Ausland und dem Berliner Markte auszunützen. Vielleicht hängt auch hiermit das in einzelnen Äerten immer wieder herauskommende Material zusammen. Nur bei Schultheis handelt es sich wohl um effektive Ab­gabeneigung, nachdem der Allgemeinheit jetzt immer neue Einzelheiten über die Situation bei diesem Kon. zern bekannt werden. Es ist bezeichnend für die Recht­losigkeit des Aktionärs, wenn selbft der Aufsichtsrat als Gesamtheit erst vor wenigen Tagen über Aktien- transaktionen Kenntnis erhielt, die Jahre lang zu- rüdliegen und auf denen große Verluste ruhen. Wie ein hiesiges Mittagsblatt erfährt, wird in der morgi­gen Vollsitzung des Aufsichtsrats eine eindeutige Er­klärung erfolgt, nach der das Unternehmen innerlich nach wie vor gesund ist. Ueber die genaue Höhe des zu tilgenden Verlustes wird einstweilen noch Still­schweigen bewahrt, die Derlustsumme scheine sich um etwa 20 Millionen Mark zu bewegen.

Die Erörterungen über eine Börseneröff- n u n g werden in den interessierten Kreisen lebhaft forlgesetzt, haben aber bei der Vielseitigkeit ber zu behandelnden Probleme und bei den noch in verschie. bene- Hinsicht bestehenden Schwierigkeiten bisher zu keinem Resultat geführt. Auch bei der Berliner Börse wird sich die Eröffnung wahrscheinlich bis Montag verzögern.

englischer Kriminalist, W. Teignmouth Shore, hat jetzt ein großes zweibändiges Werk ..Ber- brechcn und feine Entdeckung" herausgebracht, in dem er versucht, feinen Lesern eine richtige Darstellung von dem wirklichen Detektiv zu geben. Der Detektiv, dem wir im Leben begegnen", schreibt er,ist nur ein sehr entfernter Der- wandter des Detektivs der Kriminalgeschichten. Der Grund dafür mag sein, daß die Wirklichkeit immer nüchterner ist als die Dichtung, aber an der Tatsache läßt sich nichts ändern." Shore hat berühmte Polizeichefs der verschiedenen Län­der gebeten, sich über die Eigenschaften und Fähigkeiten zu äußern, die einen guten Kriminal­beamten ausmachen. Diese stimmen alle darin überein, daß ber Detektiv nichts vomKünstler" zu haben brauche, sondern daß man von ihm alle die Eigenschaften fordern müsse, die einen guten Beamten auszeichnen. So erklärte z. 2. der Po­lizeichef von San Francisco, Duncan Matheson: Ein Detektiv ist ein einfacher Beamter, der ein gutes Urteil haben muß und dieses in derselben Weise anwendet, wie ein tüchtiger Geschäfts­mann bei seinen alltäglichen Unternehmungen. Wo immer meine Kollegen erfolgreich und glück­lich waren, da habe ich gefunden, daß sie dies strenger Pflichterfüllung und harter Arbeit ver­dankten. ES gibt keine andere Formel für den Erfolg." Auch andere Kenner vertreten die An­sicht. daß das Aufspüren von Derbrechen ein Ge­schäft ist so gut wie jedeS andere, und der kana­dische Kriminalinspektor von Toronto, 3ohn Wil­son Murray, spricht das ganz klar aus: ..Das Detektivgeschäft ist eine nüchterne und alltäg­liche Tätigkeit, gerade so wie die eines Rechts­anwaltes, eines Arztes oder eines Kaufmannes. Dieser Beruf hat wohl seine Eigenart, weil er sich mit dem Derbrechen beschäftigt, aber diese Eigenart ist nicht größer als etwa bei dem Beruf deS Arzte-, dem die Heilung der körper­lichen Krankheiten ebenso obliegt wie dem Detek­tiv das Aufspüren und Heilen jener Krank­heiten, die sich an dem Körper der Gesellschalt zeigen. Richt- Ungewöhnliches, nicht- Geheimnis­volles oder Unverständliche« liegt in diesem Ge­schäft. Richt- wird darin getan, nichts vollbracht, das nicht da- Ergebnis gewissenhafter lieber- legung, gefunden Derstandes. straffer Organisa­tion und, wie bei allen Dingen, glücklicher Um­stände wäre" Der englische Kriminalist Major Arthur Griffiths ist derselben Anficht ..Der beste Detektiv ist der. der am fleißigsten, am sorgsamsten und am ausdauerndsten ist Seine Arbeit bat nicht- mit Hellseherei ober fenfatio- ncllcn Entdeckungen zu tun, es ist die mühselige

freuen. Jetzt, wo alles nebeneinander steht, wirb es auch jebem Beschauer ohne weiteres klar werben, baß wir es hier zum minbeften mit größeren Span­nungen in ber Entwicklung unb mit reicher Viel­seitigkeit ber Arten zu tun haben.

Da sinb zunächst einmal zu unterscheiben:Ein- gravierungen" unbMalereien" Erstere beruhen auf einer ganz alten, hochentwickelten unb in zierlicher Technik arbeitenben Kunst, die sich fast ausschließlich mit der Darstellung einzelner Tiere beschäftigt. Viele Stücke sind bewunderungswürdig. Die Patina, Ne sie bedeckt (die Bilder sind stets nur in harten Steinen wie Basalt und Diorit eingemeißelt) be- weist, daß wir es mit Werken einer altsteinzeitlichen Kunst zu tun haben.

Die Malereien vertreten augenscheinlich die ver­schiedensten Stilformen, gewissermaßen die Glieder einer langen Kette, an deren beiden Enden fast un­vergleichbare Gegensätze klar hervvrtreten. Auf der einen Seite ganz polychrom behandelte Tiere, die in ber Technik an Kunstwerke wie bie von Altamira und des Magdalönien erinnern. Am anderen Ende eine zeichnerisch arbeitende Silhouettenkunst, die für bie Darstellung des Menschen einen winkeligen Keil­stil gefunden hat, der an den altägyptischen erinnert, eine Freude an phantastischer Komposition, Wieder­gabe von Bäumen, Bergen, Flüssen, Seen, ganzen Landschaften. Ein herber und doch hochentwickelter Stil. Ihn entdeckt und mit ihm unser Wissen von archaischer Kunstgeschichte nicht unroefentlto erwei­tert zu haben, erachte ich als eine der schönsten Ar­beitsfrüchte der Expedition von 1928 bis 1930.

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Vereins Gießen für Dogelsberger Dreh in Berbindung mit dem Landwirt chaftskarnmer- ausschuh eine Stallfchau mit Prämi­ierung abgehalten. Oetonomierat Dr. Wag- n e r - Gießen, Landwirt Karl Hirz I-Steinberg unb Direktor Trautmann -Grünberg waren al- Preisrichter tätig. AlS sehr wesentlich ist es anzusehen, daß bei den Stallschauen nur wirk­liche Züchter zu ihrem Rechte kommen, während bei Ausstellungen und sonstigen Schauen auch leicht solche Tierhalter die ersten Preise erhalten können, die zufällig ein besonder- schönes Tier der Dogelsberger Rasse im Besitz haben, im übri­gen aber keine Züchter sind. Bei den Stallschauen wurden besonders berücksichtigt: die Beschaffen­heit, Raumverteilung und Durchlüftung de- Stal­les, die im Stall vorhandenen FuUervorrichtun- gen, die Düngerbehandlung, die Einheitlichkeit der Zuchtrichtung und die Güte des Zucht- material-, der Gesundheits- und Ernährungs­zustand der Tiere, die Haut- und Stallpflege der Tiere und die Aufstellung des Jungviehs. Es waren wirNich mustergültige Ställe und Tiere zu sehen, mitunter aber auch solche, die Mängel aufwiefen. Zum Beispiel waren manche Stallun­gen zu dunkel, nur in wenigen Ställen waren Kälberboren vorhanden, in denen sich die jungen Tiere frei bewegen können: in manchen Ställen stand wohl schönes und ausgeglichenes Dieh, aber nur wenige Tiere waren angekört, so daß man auf ein geringes züchterisches Interesse schlie­ßen mußte: am ungünstigsten schnitten solche Ställe ab, in denen die Zuchtrichtung keine ein­heitliche war und sogar Kreuzungstiere von ver­schiedenstem Aussehen standen. Das Ergebnis der Prämiierung: Klasse II (Dieh- besitzer mit 10 bis 20 Tieren), 1. Preis: H. 03 ei­ten U.-Göbelnrod, 2. Preis: Wilh. Steih - Göbelnrod, Anerkennung: 3. Seipp-Lauter. Klasse 111 (Diehbesitzer mit 5 bis 9 Tieren), 1. Preis: A. Frank- Grünberg, 2. Preise: K. F. Gundrum - Reiskirchen, H Münster- Hattenrod, Gg. K. S ch e l d - Lindenstruth, K. Reih- Stockhausen, R. Schmidt- Weickarts­hain, Herrn, von E i f f - Grünberg, 3. Preise: W. Amend - Lindenstruth, P. Fatum- Lin- denstruth. H. Münch- Saasen, L. Berges- Göbelnrod, K. Schulz-Göbelnrod, K. Fuchs- Göbelnrod, H. W. Weber- Göbelnrod, Ehr. T r i n k a u s - Grünberg, K. Böß- Grünberg. K. Schmidt II.-Lauter, Anerkennungen: Ph.

Graulich- Hattenrod und H. Sehrt- Linden- struth. Klasse IV (Diehbesitzer mit 1 bis 4 Tieren), 2. Preise: 3oh. Seipp- Reiskirchen, Seb. Schmidt- Reiskirchen, PH. Gräf- Reis­kirchen. QL Schmaust» Lindenstruth. 3. Preise: H Schepp VII.-Saasen und H. Dörr-Gö­belnrod. Als Endzweck dieser Deranstaltung er­hofft man, dast durch die Preiszuerkennungen die züchterische Tätigkeit im Bezirk zu neuem Streben angespornt wird.

Kreis Schotten.

Y Gedern, 21. Okt. Der Gemeinderat beschlost in seiner jüngsten Sitzung u. a. die Markttermine für das 3 ahr 1 933, die wie folgt festgelegt wurden: 7. März, 11. April, 30. Mai ,Prämiierungsmarkt), 4. 3uli. 22. August, 5. September, 3. Oktober und 5. Dezember.

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