Ausgabe 
22.9.1931
 
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Wir laden alle y Hausfrauen ein zu einer Besprechung über das' Thema:Wer trägt die Soziallasten der Haus­gehilfinnen? a. Donners­tag, 24. Sept., abends 8 Uhr, Rest. Boller, Bahnhofstr. 55.

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Sport im Zilm.

Ain Samstagnachmittag und in einer zweiten Vorstellung am Sonntagvormittag gelangten im Lichtspielhaus Bahnhofstraße einige sehr interessante Sportfilme zur Vorführung. Vach einigen verbindlichen Worten des bekannten internationalen Torhüters Willi Kreß (Rot- Weitz Frankfurt), der hier als Veranstalter dieser Filmvorstellung auftrat, wurde zunächst ein groh- artig gedrehter Film von der Olympiade zu Amsterdam gezeigt. Von dem eindrucksvollen Auf­marsch der Elationen in das Stadion bis zur Ver­teilung der Plaketten fesselten die lebendigen Bilder dieses Filmes die Aufmerksamkeit der Zu­schauer in außerordentlichem Matze. Man hatte Gelegenheit, die namhaftesten Sportler bei den Wettkämpfen um die höchsten Ehren zu beobach­ten. Vurmi und Ritola, Pelher und Körnig traten neben vielen anderen auf den Plan. In den Sprung- und Wurfkonkurrenzen sah man die besten am Start (u. a. auch denlangen Paulus", der den Gietzenern ja eine bekannte Figur ist), in den Ruder- und Schwimmwettkämpfen, bei den Reiterkonkurrenzen wurde man durch das Film­bild Zeuge prächtiger Kämpfe und großartiger spörtlichcr Leistungen, die im Marathonlauf ihre Krönung fanden. Zeitlupenaufnahmen veranschau­lichten sportliche Leistungen im einzelnen und lösten oft tiefe Bewunderung der Schönheit man­cher Bewegung aus. In einem zweiten Film, der sichKönig Fuhball" betitelte, lernte man die hohe Schule des Futzballs und einige der besten deutschen Fuhballspieler näher kennen. Auch dieser Film fand ein aufmerksames Publikum. Ein Wassersportfilm gefiel ebenfalls sehr gut.

Kurze Sportnotizen.

Segelflieger Robert Kronfeld wartete in Cherbourg mit einer großartigen Leistung aus. Trotz Nebels und einer Brise von fünf Sekunden­meter blieb er über vier Stunden in der Luft.

*

Als Ersatz für das traditionelle Schwabenberg- Rennen brachte der Ungarische Automobil-Club am Sonntag das Dreihotter Bergrennen bei Budapest zur Durchführung. 20 000 Zuschauer umsäumten die vier Kilometer lange Strecke, die eine Höhendifferenz von durchschnittlich 7,3 v. H. aufweist und erlebten den Sieg des Deutschen Rudolf Caracciola auf Mercedes-Benz, der in der Sportwagenklasse in 2:44,76 Min. die schnellste Zeit des Tages herausfuhr.

*

Das englische R e k o r d f l u g z e u g, mit dem 2t. Stainforth den Weltrekord von 609 St/km flog, gilt vorläufig als verloren. Nach einem Probe­flug überschlug sich die Maschine beim Auslauf und versank bald darauf, gerade in dem Moment, als ihr Führer Lt. Stainforth von einem herbeigeeilten Motorboot gerettet worden war. Obwohl sich der Zwischenfall an einer tiefen Stelle ereignete, wird man versuchen, den wertvollen Apparat zu bergen.

Oberheffen.

Landkreis Gietzen.

Wieseck, 21. Sept. Am Samstagabend feierte der Freie Turn- und Sportver- e i n sein 2 5. Stiftungsfest. Vach dem Be- grützungschor durch den Arbeiter-Gesangverein entwickelte sich ein sportliches Programm, das als sehr gut bezeichnet werden mutz. Die Ansprache hielt der stellvertretende Vorsitzende L u h. Er überreichte den 14 Gründern und weiteren sechs Mitgliedern, die dem Verein 25 Jahre angehö­ren, die silberne Bundesnadel. Außerdem wurde ein Gerätewettkampf zwischen Mogendorf, 9. Be­zirk, und Wieseck ausgetragen. Beide Vereine ver- Isügen über beste Kräfte, und es wurden daher Leistungen geboten, die man als Gipfelleistun­gen bezeichnen mutz. Das Ergebnis ist wie folgt: harten: Mogendorf 198 Punkte, Wieseck 206 Punkte: Pferd: Mogendorf 187 Punkte, Wieseck 203 Punkte: Reck: Mogendorf 198 Punkte, Wie­seck 200 Punkte. Gesamtergebnis: Mogendorf 583 Punkte, Wieseck 609 Punkte.

r. Lang-Göns, 21. Sept. Die Stelle oes vor kurzem verstorbenen Lehrers Merkel wurde seit Ostern dieses Jahres von Lehrer Ernst R o e s ch e n, seither in Veitshain, Kreis Lauter­bach. verwaltet. Dieser Tage ist nun Frau Merkel von hier nach Bad Kreuznach übergesiedelt. In die freiwerdende Wohnung wird Lehrer Hermann Bender aus Lauter bei Grünberg, der schon seit einiger Zeit ein Dekret für die hiesige Stelle hatte, einziehen. Lehrer R o e s ch e n wird In­haber der Stelle von Lauter. In der Zeit seines Hierseins hat sich Lehrer Roeschen das Vertrauen der hiesigen Einwohner in vollstem Matze er­worben, und nur ungern sieht man ihn scheiden. Das kam auch in einer kleinen Abschiedsfeier, die der Schulvorstand ihm zu Ehren veranstaltete, deutlich zum Ausdruck. Die besten Wünsche der Gemeinde begleiten den scheidenden Lehrer nach seinem neuen Wirkungsorte.

Kreis Büdingen.

* Vidda, 21. Sept. Eine unangenehme Heberraschung erlebte am Samstag hier eine Witwe, die ihren ausgedroschenen Wei­zen zum Austrocknen auf dem Speicher eines Vebengebäudes ausgebreitet hatte. Als sie den Speicher mit einem Müller, dem sie das Getreide bereits verkauft hatte, zum Einfüllen der Frucht in die Säcke betrat, war der Speicher leer. In der Rächt waren die etwa 10 Zentner Weizen aus dem verschlossenen Raum ge - stöhlen und durch den Hof weggeschafft wor­den, ohne daß jemand in dem Wohnhaus, in dem drei Familien wohnen, etwas gehört hatte. Bis jetzt hat man von dem Diebe noch keine Spur.

+ Hirzenhain, 21. Sept. Für die D e i -

über das Thema:

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3m Kamps um DeuMandsZukunfi

Freie Aussprache

Eintritt 20 Pfennig

Christlich-sozialer Volksdienst Ortsgruppe Gießen

OeffenllicheVersammlung

Mittwoch, den 23. September, abends 8% Ähr spricht im Saale desGafS Selb in Gietzen

Reichstags-Abgeordneter Paul Bausch

(Mitglied deS Würtlembergischen Landtages)

Die Ziehung der Prenßisch- Siiddeilsthei Slaalslollerie

beginnt wieder am 21. Oktober d. J.

Lose: V8 */A % %

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geordnetenwahl der hiesigen Gemeinde wurde nur eine Vorschlagsliste mit dem Rainen Johann Schmidt eingereicht. Der Kandidat gilt nach Feststellung der Wahlkommis­sion als zum Beigeordneten gewählt. Schmidt ist seit vielen Jahren als Gemeinderatsmitglied tä­tig und steht bei der gesamten Bürgerschaft in gutem Ansehen. Beruflich ist der neue Beigeord­nete über 25 Jahre als Werkmeister in Diensten der Eisenwerke.

Kreis Schotten.

)( S ch o 11 e n , 21. Sept. Im landschaftlich schönen Gierbachtal hat der VHC. an der Marienruhe eine idyllische Anlage mit vielen Ruhebänken geschaffen, die stets das Ziel vieler Spaziergänger ist. Die An­lage ist durch Schaffung einer Ehrung für die gefallenen VHC. -Brüder wesentlich ver­schönt worden. Eine Basaltgruppe im Fels ist frei­gelegt und dort eine Bronzeplakette angebracht, 14 gefallene Brüder hat der hiesige Zweigverem im Weltkrieg verloren. Gestern Nachmittag fand unter zahlreicher Beteiligung der Bevölkerung die Ein­weihung statt. Nach einleitendem Musikoortrag des Musikvereins hielt Berufsschullehrer E. Hitz die inhaltvolle Weiherede, darnach fiel die Hülle. Kinder trugen passende Gedichte vor, wehmütig er­klang das Lied vom guten Kameraden. Der Vor­sitzende des Zweigvereins, Apotheker Scriba, übergab das Denkmal in den Schutz der Stadt. Bürgermeister Menge! sprach den Dank der Stadt für die neue Gedenkstätte aus. Der Vorsitzende des Eesamtvereins vom VHC.,. Dr. Bruchhäuser, Ulrichstein, fand beglückwünschende Worte namens des Gesamt-VHC. Um ein schönes Ehrenmal an einer so stillen, stimmungsvollen Stätte ist unsere Stadt nun reicher.

Kreis Alsfeld.

= Ober-Ohmen, 21. Sept. Am Samstag fand hier die Versteigerung des Ge - meindeobstes statt, zu der sich zahlreiche Steigerer aus unserem Dorfe einfanden, während Auswärtige nicht zugelassen waren. Im allge­meinen waren die Preise ziemlich niedrig. Für 2 bis 3 Mark je Zentner konnte man schon gutes Tafelobst, wie Boskop, erhallen. Wo allerdings mehrere Liebhaber zusammentrafen, stieg der Preis entsprechend bis zu 5 Mark der Zentner. Dirnen waren billig: sie kosteten 1 bis 2 Mark für gute Sorte. Die Zwetschenpreise waren dem­entsprechend.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

> Wißmar, 21. Sept. Seit zwei Tagen ist die Wasserleitung nicht in Betrieb, weil der Motor der Pumpstation instandgesetzt werden muß. Die nur noch in geringer Zahl vor­handenen Pumpen und Ziehbrunnen sind den ganzen Tag über von Wasserholern belagert. Die Gemeindevertretung wird genötigt sein, in dieser geldarmen Zeit sich ernsthaft mit der Be­schaffung eines Ersatzmotors zu be­fassen. Ein Kostenanschlag, in dem die Summe von 8000 Mark genannt wird, liegt bereits vor. Große Sorgen bereitet der Gemeindevertretung die Beschaffung der notwendigen Geldmittel für die diesjährige Holzfällung. In einer gemeinschaftlichen Versammlung der Gemeinde­vertreter, der Vereinsvorsitzenden und der Lehrer­schaft wurden die Fragen der diesjährigen Rot - Hilfe und der Betreuung der jugend­lichen Erwerbslosen besprochen. Die Ar­beit wurde besonderen Ausschüssen übertragen. Die Betreuung der jugendlichen Erwerbslosen bis 21 Jahre wird in diesem Winter in den Orten der Aemter Atzbach-Launsbach in die einzelnen Gemeinden verlegt.

Mörder und Waffendiebe.

WSR. Frankfurt a. M., 21. Sept. Die Mut­maßung der Polizei, daß die Mörder des Feld­hüters Hattemer, Lorenz und Wolf, auch noch andere Delikte auf dem Kerbholz haben, hat sich als richtig erwiesen. Cs gelang der Kriminal­polizei, die beiden Burschen zu dem Geständnis zu bringen, datz ihnen auch der Einbruch in das Waffengeschäft in der Reuen Mainzer Straße zur Last fällt. Lorenz und Wolf verschafften sich mit einem dritten Komplicen namens Franz Kramer Eingang in einen leeren Bureauraum, der sich über dem Waffengeschäft befand, und durchbrachen dann die Decke. In dem Waffengeschäft versorgten sie sich mit Re­volvern, Pistolen und Dolchen und der dazu erforderlichen Munition. Kramer wurde auf Grund dieses Geständnisses seiner beiden Komplicen fest genommen. Einen Teil der Waffen fand man in einem Versteck im Fuß­boden in der Wohnung des Wolf. Einen größeren Teil erhielt der Einbrecher und Hehler Fuhrmann Heinrich Hunkel, der von ber Polizei noch gesucht wird, aber flüchtig ist.

gegen Amsterdam 11, Pfund gegen Mailand 84,50 und Pfund gegen Spanien 50,50.

Die Arbeitsmarktlage in Hessen und Hessen-Nassau.

WSR. Heber die Arbeitsmarktlage in Hessen und Hessen-Rassau vom 1. bis 15. September berichtet das Landesarbeitsamt Hessen in Frankfurt a. M.: Die Verschlech­terung der Arbeitsmarktlage hat auch in dieser Berichtszeit angehalten. Die Zahl der Ar­beitsuchenden ist in der Zeit vom 1. bis 15. September um 2789 oder 1 Prozent auf 2 7 3 3 81 gestiegen, die der Hauptunterstüt­zungsempfänger in der Arbeitslosenversicherung um 2594 auf 76 417 und die der Hauptunter­stützungsempfänger in der Krisenunterstützung um 1199 auf 66 056. Die Beschäftigungsverhältnisse haben sich besonders verschlechtert in den Ange­stelltenberufen (Zunahme 736 Arbeitsuchende), im Baugewerbe (+ 523), Holzgewerbe (+ 420), In­dustrie der Steine und Erden (+ 367), Landwirt­schaft (+ 350), Metallindustrie (-{- 284) und im Rahrungsmittelgewerbe (+227). Bei Rotstands­arbeiten, die mit Mitteln der Reichsanstall ge­fördert werden, waren am 31. Augusts 10dl Per­sonen beschäftigt.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 22. Sept. Auftrieb: Rin­der 1687 Stück; darunter 369 Ochsen, 157 Bullen, 614 Kühe, 490 Färsen: Kälber 544; Schafe 107. Cs notierten pro 100 Pfund Lebendgewicht: Rin­der. Ochsen: vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts: jüngere 38 bis 42, ältere 35 bis 37, sonstige pollfleischige jüngere 30 bis 34; Dullen: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 3) bis 34, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 26 bis 29; Kühe: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlacht­werts 30 bis 32, sonstige vollfleischige oder aus- gemästete 26 bis 29, fleischige 18 bis 25; Färsen (Kalbinnen. Iungrinder): vollfleischige, ausge­mästete, höchsten Schlachtwerts 38 bis 42, voll­fleischige 35 bis 37, fleischige 30 bis 34. Kälber. Beste Mast- und Saugkälber 48 bis 51, mittlere Mast- und Saugkälber 43 bis 47, geringe Kälber 35 bis 42. Schafe. Mastlämmer und jüngere Masthämmel (Weidemast) 40 bis 43, mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 34 bis 39 Mark. Marktverlauf : Rin­der schleppend, Lieberstand; Kälber und Schafe langsam, geräumt.

Eingesandt.

Fünf Wünsche

an das Gießener Sladtthealec.

Man lieft allerorts von der Anpassung des Thea­ters an die wirtschaftlichen Verhältnisse und der Ab­kehr an starre Systematik. Auch das Gießener Theater sollte sich neuen Richtlinien nicht verschließen, ehe es zu spät ist. Es muß gefordert werden:

1. Vorstellungen ab und zu an Samstagabenden und an Sonntagnachmittagen; beides ist wichtiger, als der frühe Beginn am Sonntagabend.

2. Ein wahlfreies Abonnement (vergleiche die gute Erfahrung, die Frankfurt damit machte).

3. Ausgabe von Zehnerblocks (wie im Sommer).

4. Bildung einer Theatergemeinde (vergleiche Frankfurter Opernhilfe).

5. Volksoorstellungen für jedermann.

Gin Theaterfreund.

Briefkasten der Redaktion.

L. G- in Gietzen. Das Lied ist eine Volksweise, deren Dichter und Komponist tatsächlich unbe­kannt ist. Vermutlich handelt es sich um ein Gasthaus in Marburg.

W. h. in Gießen. Die amerikanischen Kriegsschiffe Arkansas",Florida" undUtha" waren vom 5. bis 9. Juli 1930 in Kiel zum Besuch anwesend.

Letzte Nachrichten.

Oie Berliner Börse heute und morgen geschloffen.

Berlin, 22. Sept. (WTB. Juntfprud).) Der Börsenvorstand macht bekannt: Mil Rücksicht auf die Schließung der Londoner Börse und anderer euro­päischer Börsen findet am 2 2. und 2 3. Septem­ber eine Roll; von Wertpapieren, Devisen und Metallen an der Berliner Börse nicht statt. Der freie handel in diesen Werten ist nicht zulässig. Devisenkurse werden heule in der Reichsbank fest- gestellt werden.

OerneueKurdirektorvonBad-Aauheim

Wie wir zuverlässig hören, wurde zum Kur- direktor von Bad-Rauheim, als Rach- folger des langjährigen Kurdirektors v. B o e h m e r. der Kurdirektor Meyer von Bad Harzburg er­nannt. Der neue Kurdirekkor wird sein Amt in Bad-Rauheim am 15. Oktober antreten.

(Schluß des redaktionellen Teils.)

Der heutigen Ausgabe des Gießener Anzeigers liegt ein Werbeblatt der Preußisch-Süddeutschen Staats-Lotterie bei. Da die Ziehung der ersten Klasse bereits am 20. und 21. Oktober stattfindet, ist sofortige Bestellung ratsam. Die Lose sind erhältlich bei allen staatlichen Lotterie-Einnehmern und bei der Preu­ßisch-Süddeutschen Lotterie-Bank in Berlin W 8, Friedrichstraße 186. 6234V

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Wirtschaft.

Oie Lage der Oevisenmärkte.

"Berlin, 21. Sept. (ERD.) Ein anschauliches Bild über die Lage der heutigen inter­nationalen Devisenmärkte ergibt fol­gende Aufstellung:

In Berlin, wo bekanntlich nur ein amtlicher Kurs für die ausländischen Devisen von der Reichsbank festgesetzt wird, notierte das englische Pfund 19,25 gegen 20,47 am Samstag.

InReuyork war das Pfund starken Schwan­kungen unterworfen. Nachdem es am Samstag noch 4,85 notierte, eröffnete es heute mit 4 bis 4,25, um sich nach einer weiteren Abschwächung bis auf 3,90, zum Schluß, d. h. 17 Ufjr Reuyorker Zeit, wieder auf 4,32 zu erholen. Beachtenswert ist am Reuyorker Devisenmarkt, daß Holland sich gegen Dollar auf 40,3250 gegen 40,38 am Samstag ab­geschwächt hat. Paris ist mit 3,9163 ziemlich sta­bil geblieben. Die Rorddevisen liegen in Reuyork auffallend schwach, Oslo und Kopenhagen haben sich auf 26,25 gegen 26,72 am Samstag und Stock­holm auf 26,35 gegen 26,7550 abgeschwächt.

In Zürich wurde das englische Pfund am Vormittag mit 24,75 gegen 24,8675 am Samstag genannt. Ein amtlicher Kurs wurde nicht fest­gesetzt.

In Amsterdam war ein Kurs für das Pfund nicht zu hören.

In Paris nannte man das Pfund im freien Handel 110 bis 112 gegen 123,97 am Samstag. Amtliche Devisenkurse wurden in Paris nicht fest­gesetzt.

Der Londoner Devisenmarkt (in London wer­den bekanntlich Devisen nur im Freiverkehr ge­handelt, also nicht amtlich notiert), zeigte natür­lich ein sehr nervöses Aussehen. Die erste Taxe für den Dollar heute früh lautete 4,25 gegen 4,8590 am Samstag. Im Laufe des Rachmittags be­festigte sich dann der Dollar auf 4, um sich dann um 17.45 llhr Londoner Zeit nach mehrfachen hef­tigen Schwankungen wieder auf 4,25 abzuschwä­chen. Die holländische Devise eröffnete mit 11,20 nach 12,0388 vorgestern, zog dann auf 10 an und schloß wieder mit 10,50. Der französische Francs lag mit 110 gegen 123,95 am Samstag schon am Vormittag sehr fest, zog dann mittags weiter auf 102 an und schloß mit 108,50. Die Reichsmark wurde heute höchst 19 und niedrigst mit 18 gegen 20,5250 am Samstag genannt.

Oie Reuyorker Börse schließt gedrückt.

Reuyork, 21. Sept. ($11.) Die Reuyorker Effektenbörse schloß am Montag über­wiegend mit niedrigeren Kursen, obwohl das Stühungskonsortium der führenden Reu­yorker Banken umfangreiche Käufe von erstklassi­gen Industriepapieren tätigte. Auslandanleihen lagen überaus schwach. Die Dawesanleihe gab um 6 Punkte auf 56 und die Vounganleihe um 3 Punkte auf 55 nach. Ebenso waren polnische, kanadische, norwegische und japanische Anleihen stark gedruckt. Von der Reuyorker Finanzwelt werden die Rückwirkungen der englischen Krise

auf die amerikanische Wirtschaft unverän­dert zuversichtlich beurteilt.

Privatdiskont auf Reichsbank- diskonthöhe.

Berlin, 21. Sept. (TU.) Am Privat­diskontmarkt herrschte am Montag stär­keres Angebot, so daß die Reichsbank als regu­lierendes Organ sich zu einer Heraufsetzung der Privatbanknotiz, die sich in den letzten Tagen auf 77/8 Prozent stellte, um Vs Prozent auf 8 Prozent, d. h. also auf die Höhe des offi­ziellen Diskontsatzes, genötigt sah.

Starke Kursrückgänge an der pariser Börse.

P a r i s, 21. Sept. (TU.) Die Pariser Börse, die am Montaa als einzige Weltbörse geöffnet war, begann anaesichts der englischen Krise außerge­wöhnlich nervös. Die Festsetzung der ersten Kurse bereitete wegen des großen Angebots und der geringen Nachfrage starke Schwierigkeiten. Die Börse schloß zu niedrigsten Kursen mit etwa 10 bis 15 o. H. Verlust vom Wert fast sämtlicher Papiere. Das englische Pfund wurde amtlich nicht notiert und wird auch, nach einer Erklärung des französischen Finanzministers, nicht notiert werdcp. Im Freihandel wurden von Bank zu Bank zunächst Kurse von 110 bis 115 und schließlich nur 102 Fran­ken gezahlt. Die Reichsmark wurde mit 500 Brief gehandelt.

In einer Havas-Auslassung, in der das franzö­sische Publikum über den Stand der französischen Währung beruhigt wird, heißt es, der Finanz­minister sei im Einverständnis mit dem Minister­präsidenten und nach Rückfrage in Bank- und Bör­senkreisen der Auffassung gewesen, daß eine einst­weilige Schließung der Pariser Börse die Schwierig­keiten der englischen Regierung nur noch erhöht haben würde. So habe man lediglich von der amtlichen Notierung des Pfundkurses Abstand genommen, während die Pariser Börse an sich normal funktionierte. In den nächsten Tagen würde dieses System beibehalten werden.

Oie heutige Berliner Börse.

Berlin, 22. Sept. (WTB. Funkspruch.) Heute vormittag hat sich an der allgemeinen Situation gegen gestern wenig geändert. Ein Freiverkehr findet wiederum nicht statt, und die Entscheidung über die heutige Börse fällt erst in einer auf 10 Uhr angesetzten Börsenvorstandssihung. Vor­aussichtlich wird aber auch heute die Berliner Börse für einen Verkehr in Effekten nicht frei­gegeben werden. Der Lieferungstermin und der Differenzenzahltag, der morgen wäre, werden wohl verschoben werden müssen. Rachdem schon gestern der Privatdiskont auf 8 Prozent erhöht werden muhte, scheint die Situation am Geld­markt weiter angespannt zu sein. An nominellen i Kursen hörte man am Devisenmarkt Pfund gegen Kabel 4,3250, Pfund gegen Paris 109, Pfund