WA
Auf -er vo Nichtig«
®<^tt>ereg;
•4T™1 LK
-LL
Dudapef
Herrscht ficbet | sicheren.Zb ;■ Torbagy zi. „ ^urch eingetrei ,.: aschcinenden 2 1 Mg erwiesen I Sulia Mi bi B toött lugeg; B von denen der i leninaschir I Viadukt g | Grund der A> I! Kellner Lot l Budapest vei I drcchen etwas I verharrt jedv I jivei ande I '°vnt seien ui
Erbrechen ve ,>JWi I Derkz, ■ v'stischer C
Nsabe, den I vns^suchen. 5
ZL.1 L-r W »•?
। -E-
I ^V,
b<« AtjS*"1! Sz Ma*'?
SS**1 «*" M 1
I sullt ««» d"
» ?'’* Ä bcin wir» । ■ Bei'«/,, ü Dtrl Don h,mil
L Politik, ! «gev? X D>
Sm »« «-ichi'L SÄ ft g’Ä-
ijichen Bor j richten über den ! nur hie Shmmu die Zeitungen « I [y (e llNvermewi V i5 gelinge, das I stabilisieren.
Die vom Pa' trugen dazu l noch günstige' Stimmen la, hendersoi die Aegie eignir würde aus einigen 1 fadje, daß ge terreduni
J“ i
Die Darei e unter dem erst . Preise sind ge, Getreidezv , wolle rragi! ' Ausmah von < sich um 5 bis sogar um 8
| schwächer Es ;■ Pence per 11 per Unze an ; über die inte " lischen Mßno p /ich, daß der @i dM LMtan
:■ Lander zu M Wirrung der (amte Deltwi
Die Börse von London.
Oer Schatzkanzler spricht.
Die Ursachen des Pfundsturzes.
London, 21. Sept. ($11.) Die Mitglieder des llnterhauses waren sämtlich auf ihren Plätzen, als die Sitzung am Montag eröffnet wurde. Die Stimmung war sehr erregt. Alles erwartete mit großer Spannung die Mitteilungen der Minister. Auch der Prinz von Wales war erschienen. Schatzkanzler Snowden brachte den Gesetzentwurf ein, nachdem Absatz II des Abschnittes 1 des Goldstandardgesetzes vom Jahre 1925 aufgehoben wird, der die Bank von England verpflichtet, Gold nach dem Auslande nur zu einem bestimmten Preise zu verkaufen. Snowden wies auf die starke Kritik des Auslandes an den englischen Erwerbslosenausgaben und an der Entwicklung der englischen Handelsbilanz hin. Hier sei so stark übertrieben worden, daß eine Lage entstanden sei, in der die Dank von England zur Aufnahme eines Kre- • dites habe schreiten müssen und die englische Regierung zu einer Anleihe im Auslande l gezwungen worden sei. Die Mitteilungen über die Unruhen in bet Marine hätten die all- * gemeine Nervosität noch verstärkt, so daß am vergangenen Samstag die Dank von England die Regierung davon habe verständigen müssen, daß die Kredite nahezu aufgebraucht seien und um Aufhebung des Goldstandards gebeten habe.
Die ungleiche Derteilung der Goldvorräte in der Welt sei schon seit längerer Zeit _ von der englischen Regierung eingehend geprüft worden. Diejenigen, die bisher noch eine Erörterung der Lage abgelehnt hätten, würden
Artisten im Schnellzug.
Don Ante Ehlers.
Wenn wir gleich um sieben Uhr in Kopenhagen ankommen, ist die kleine Truppe aus Amsterdam vierundzwanzig Stunden unterwegs. Die Vier müssen sehr müde sein, aber man merkt es ihnen kaum an, sie sind jung, die beiden Mädchen und ihre Partner. Die kleine Dunkle, stolz und zurückhaltend, eine Dame in ihrem Beruf; die andere mit kupferfarbenen langen Locken und einer Andeutung von Stupsnase, keck und unbändig, ein Gamin. Der Gamin wiegt fünfundachtzig Pfund, wie er mir bald verrät, die Dame hundertfünf. Zwischen ihnen sitzt klein und kräftig mit frischem Gesicht der akrobatische Tänzer, dessen Aufgabe es ist, diese Gewichte auf erhobenen Armen zu balancieren. Der Vierte im Bunde führt die Kasse, verwahrt die Fahrkarten, studiert in Rotenheften und skizziert Tanzfiguren an den Rand, hat auch den Vertrag abgeschlossen mit der „Valencia" in Kopenhagen.
„Einen günstigen Vertrag", plaudert die kleine Kupferfarbene, „nächsten Monat sind wir in Berlin, im April in Nizza. 3a, danke, Fred, ich möchte gern ein Butterbrot." — Auch den Proviant verwaltet er. Sie sprechen englisch, französisch, holländisch, deutsch durcheinander, ein kurioses Sprachengemisch, in dem der Ausdruck einer bemerkenswerten Kameradschaftlichkeit immer wiederkehrt. Es berührt sehr sympathisch, mit welcher Ritterlichkeit die beiden Herren um ihre Damen besorgt sind, ohne daß eigentlich deutlich wird, ob sogenannte innere Beziehungen zwischen ihnen bestehen. Die Stolze nimmt diese Fürsorglichkeit mit einem bezwingenden Lächeln hin, die zapplige kleine Ditta erwidert sie mit burschikoser Zärtlichkeit.
Sie sind ganz unter sich, eine geschlossene Gemeinschaft inmitten aller abgesprengten Individuen in dem brausenden Zug. Da sie nirgends zu Hause sind, sind sie es überall, auch in dem Kasten dieses Abteils dritter Klasse, und wie es scheint, gerade hier. Vorwärtsgerissen von Station zu Station, während Landschaften vorüberwirbeln, die ihr Blick kaum streift: einsame Wege, die tief in Wälder führen, Idyll eines Bauernhauses, winkende Kinder, heimelige Enge einer Kleinstadt... nur an den großen Stationen hält der Zug, eine Weile Betrieb, Lärm, Unruhe, und weiter. Artisten sind im v-Zug zu Hause, er ist daS Symbol ihres Daseins. Und sie behandeln
jetzt vielleicht von der Notwendigkeit einer gemeinsamen Aktion überzeugt sein, deren Dringlichkeit und Wichtigkeit von der englischen Regierung betont würde. Amerika und Frankreich besäßen etwa drei Viertel der Goldvorräte der Welt, die für den Handel so gut wie zwecklos seien. Die Welt müsse wissen, daß das gegenwärtige Wirtschaftssystem nicht aufrechterhalten werden könnte, wenn jeder einfach seine Investierungen liquidiere. Die gegenwärtige Krise könne den Weg zu einer besseren internationalen Zusammenarbeit geben. Es bestehe kein Grund für eine erhebliche Entwertung des Pfundes für längere Zeit, vorausgesetzt, daß die englischen Finanzen mit entsprechender Sorgfalt verwaltet würden.
Oie Debatte.
Der Führer der Opposition Henderson gab für die Opposition das Versprechen ab, daß sie alles nur Mögliche tun werde, um Aeuherungen und Erklärungen zu vermeiden, die dazu angetan sein könnten, eine Panik in England und im Auslande hervorzurufen. Der Arbeiterparteiler W i s e erklärte, die Schwierigkeit sei zum großen Teil darauf zurückzuführen, daß britische Untertanen von dem Pfund fliehen. Es werde in der City allgemein behauptet, daß ein großer Teil des Transfers britischer Währung von britischen Untertanen unternommen worden sei, die ihr Kapital ins Ausland zu bringen wünschten. Snowden warf hier ein: Das ist nicht wahr. Wise fuhr fort: Wird England seinen Nacken unter den Stiefel von Wallstreet und Paris legen oder die Initiative uns, die der Zufall zu ihren Reisegefährten erwählte — neben mir sitzt noch ein Herr, Reisender in Damenkonfektion —, als seien wir bei ihnen zu Gast. Es ist sehr gemütlich. Die Kleine hat sich, soweit der Platz reicht, auf die Dank gestreckt, ihr Kopf ruht im Schoß des jungen Athleten, der sie sorgsam mit einer Hand festhält, einer wohlgeformten, mit goldenem Ring und Kettenarmband geschmückten Hand. Den andern Arm hat er um die Schultern der Schwarzlockigen geschlungen, die sich lächelnd an ihn schmiegt, während sie ihm eine Lektion in englischer Sprache erteilt. Cs hapert bei ihm damit, und er braucht unbedingt einige Kenntnisse für seine amerikanischen Songs. Unermüdlich repetiert er, stärr zum Fenster hinaussehend C) come to save my soul - und das Happ-happ-happ-happy end. Als es endlich sitzt, spielen sie Dridge - ein hochgestellter und ein quer darüber gelegter Koffer bilden den Tisch. Dazwischen wird Keks und Konfekt gereicht, ganz wie es sich für eine party gehört — keine Schachtel und Dose geht an uns vorüber. Der Geschäftsreisende rettet sich hinter feine* Zigarre, und ich revanchiere mich durch das Versprechen, ein hohes Lied der Gastlichkeit auf sie zu dichten.
Als in Warnemünde die Ueberfahrt auf der Führe die Fahrt über Land unterbricht, sind wir alle an Deck. Herrliche Luft. Die Sonne, fast warm, blendet in breiter Lichtbahn aus dem ruhigen Wasser, hinter dem Schiff verhalten die begleitenden Möwen den Flug und schießen nur manchmal mit Gekreisch herab, wenn sich ein guter Dissen aus den Abfällen der Küche zeigt. Der Geschäftsreisende hat im Decksalon zweiter Klasse seinen ersten dänischen Kaffee getrunken und findet ihn fabelhaft, aber nicht billig. Ich sitze in einer geschützten Ecke und blinzele mit halbge. schlossenen Augen auf das Sonderschauspiel, das die vier Kabarettleute sich, dem Meer, den Möwen und einigen Neugierigen bereiten. Sie gehen ihr Repertoire durch, klassische, akrobatische und moderne Tänze, geben sich mit halber Stimme die Melodie an und markieren Schritte und Dewe. gung. Es nimmt sich ein wenig sonderbar aus im Hellen Licht des Nachmittags und im salzigen Hauch des Meeres, was für bunte Scheinwerfer und eine wein- und ziaarettendunstige Atmosphäre bestimmt ist. Sie wirken wie Marionetten: es ist eigentlich peinlich, zuzusehen, das sich unerwartet enthüllt, mit welch bescheidenen Mitteln man arbeitet; freilich, die ausübenden Künstler mögen weniger Schuld daran tragen als der Geschmack
London, 22. Sept. (TU.) Vor der Londoner Börse haben sich am Montagoormittag große Menschenmengen angesammelt, so daß der Verkehr in den umliegenden Straßen fast völlig stockt. Die Tore der Börse sind geschlossen, was seit Menschengedenken nicht vorgekommen ist. Makler und Börsenmitglieder haben sich in der Thorg- des Publikums. Sie sind mit einem Ernst und Eifer bei ihrem Tun, der in einem komischen Verhältnis stehen könnte zum Resultat. Aber kommt es so sehr auf das Resultat an?
Die Dunkle trippelt in hohen Stöckelschuhen; wie ihr Schritt markiert auch ihr Gesicht: jenen bestimmten verführerischen Ausdruck, den sie am Abend wie eine Maske anlegt. Ihre Waden zeigen leider eine Rundung, die nahe an die Grenze des Derufsmöglichen geht. Wieviel sorgenvolle Ge- danken wird sie darüber haben! Die beiden Männer erscheinen im Freien noch zierlicher — wie Japaner. Sie haben die Hüte schief auf dem Kopf und vorn in der Stirn und gehen ganz in ihrer Arbeit auf. Die Kleine ist am wenigsten bei der Sache, mit schlacksigen Bewegungen macht sie eine Weile mit, ihre schlanken Zungenbeine stecken in hohen Russenstiefeln, die Absätze sind ein wenig schief. Sie scheint gereizt, ärgern sie die Blicke der bürgerlichen Zuschauer? Sie stürzt bald fort, den unwahrscheinlich hohen Pelzkragen ihres Mantels wie eine Kapuze über den Kopf gezogen, ihre Kameraden bleiben in ruhiger Fachunterhaltung an der Reling stehen.
Das Ergebnis ihrer Beratung wird zum Teil offenbar, als der Impresario später im Abteil aus seinem unergründlichen Koffer seidene Bänder, Goldflitter und Nähgarn hervorkramt und zusammen mit der Dunklen aus Rüschen und Schleifen Kopfputz näht. Ditta beteiligt sich nicht daran, sie kann nicht nähen und man glaubt es ihr gerne' ihr Gürtel ist hinten mit einer Sicherheitsnadel zusammengesteckt, und ihr Seidenstrumpf zeigt am Knie eine barbarische Stopferei. Dagegen fitzt das schöne dunkelhaarige Mädchen mit gesammeltem Ernst über ihrer Arbeit. Sie näht im leise schüttelnden Wagen wke eine junge Hausfrau vor dem Nähkorb am Familientisch. Wir helfen ihr beim Einfädeln, das sich bei der Bewegung als etwas schwierig erweist, und sie probiert mit großer Sorgfalt das fertige Kunstwerk vor dem Taschenspiegel auf, ändert und probiert wieder, und als es der Anspruchsvollen immer noch nicht genügt, wird der Schminkkoffer hergenommen: die sachgemäße Bemalung des Gesichts ergibt dann end-, sich mit der Folie die gewünschte Wirkung. Be. friedigt darf sie nun bis Kopenhagen ruhen. Nach ihrer Ankunft in der Artistenpension gehts gleich zum Friseur, danach müssen Kostüme aufgeplättet und hergerichtet werden, morgen um zehn Uhr ist Probe, um zwölf Matinee, die Nacht wird kurz sein, mit hochgezogenen Knien kauert sie in der Ecke auf der Dank und schließt die Augen; auch die
gieruno jede Steigerung der lebenswichtigen Güter unter scharfer Kontrolle halten.
Annahme der Regierungsvorlage
Nachdem ein halbes Dutzend Arbeitermitglieder, die in der Hauptsache dem linken Flügel angeboren, gesprochen hatte, wurde von dem linken Flügel eine Abstimmung gefordert. Doch der Sprecher tat den ungewöhnlichen Schritt, die Mitglieder aufzufordern, ihre Meinung durch Erheben von den Sitzen zum Ausdruck zu bringen. Alle Regierungsanhänger erhoben sich zugunsten der Regierungsvorlage, aber auch die meisten Führer der Opposition und einige ihrer Mitglieder. Das Unterhaus nahm mit 271 gegen 148 Stimmen den Gesetzentwurf in zweiter Lesung a n. Das Haus konstituierte sich dann als Ausschuß zur Erörterung der einzelnen Artikel des Gesetzentwurfes.
Oie Engländer fliehen aus Frankreich.
Paris, 22. Sept. (CNB. Funkspruch.) Die englische Währungskrise hat unter den zahlreichen dauernd oder vorübergehend in Paris weilenden Engländern geradezu panikartig gewirkt. In den großen Hotels gab es eine wahre britische Auswanderung. Viele Briten zogen es vor, schleunigst die Heimreise anzutreten. Die Züge nach Calais waren infolgedessen ü b e r f ü l l t. Noch alarmierender wirkte die Krise an der Riviera. Die Banken wurden dort gestern nachmittag von hunderten von englischen Reisenden belagert. Die Rivierabanken zahlten für das englische Pfund nur 85 Fran- k e n, wechselten auch nur zehn Pfund auf einmal um. Nur die großen Hotels zahlten ihren Kunden entgegenkommenderweise 90 Franken für das Pfund. Bemerkenswert ist, daß an der Riviera schon während der letzten drei Tage daS Pfund unter dem offiziellen Währungskurse gehandelt wurde.
Zuversicht in London.
Die geschloffene Börse. — Ruhige Haltung des Publikums. — Henderson spricht mit Macdonald.
morton-Straße und in Charters-Court versammelt, wo sonst nur die Nachbörse stattfindet und die Außenseiter tagen. Das Geschäft in laufenden Transaktionen blieb still. Ausländische Währungen werden nicht notiert. Das Schicksal der englischen Staatspap 're ist unbekannt, da sie noch nicht notiert sind. Nur im Settlingraum herrscht noch einiges Leben. Dort wer-
junge Ditta schlummert hinter ihrem Mantel. Im Abteil sieht es schlimm aus: Apfelsinenschalen, Papier, halbgerauchte Zigaretten, verstreute Pralinen, heruntergefallene Magazine bedecken den Fußboden, diese Menschen verbrauchen die Ding« so rücksichtslos und ohne Ordnung wie sich selbst.
Als die ersten Lichter von Kopenhagen aufleuchten ist Ditta nur mit Mühe zu wecken, schließlich zieht man den Mantelvorhang weg, und es erscheint ihr schlafendes Gesicht, in dem das Mäulchen offen steht, ein kleines, rotumrändertes, kreisrundes Loch. Der Anblick ist so drollig, kindlich und rührend, daß wir alle lachen, und dieses Lachen eint uns noch, als der Zug hält und wir uns zum Abschied die Hände schütteln.
Jubiläum der Deutschen Bühnen- genoffenschast.
Die Genossenschaft Deutscher Bühnenangehöriger beging ihr 6 0 jähriges Jubiläum in Frankfurt, wo 1871 unter Führung von Ludwig Barna y der bühnengenossenschaftliche Gedanke in di« Tat umaesetzt worden ist. Im Mittelpunkt der Jubiläumsfeier in der Festhalle stand der Festwiesenakt aus den „Meistersingern". Nicht weniger als 1600 Personen wirkten dabei mit. Der künstlerische Erfolg war groß, nicht minder der finanzielle, da ungefähr 10 000 Zuschauer anwesend waren. Dem Vorspiel aus den „Meistersingern" folgten mehrere Ansprachen und ein Prolog Alfred Kerrs, gesprochen von Heinrich George. Der Präsident der Genossenschaft, W a l l a u e r, gab seinen Abriß über die Entwicklung der Genossenschaft. Der hessische Staatspräsident Dr. Adelung wies an Stelle des durch die Londoner Ereignisse am Erscheinen verhinderten Reichsministers Dr. Wirth darauf hin, daß die Bühnengenossenschaft nicht nur für die Wohlfahrt ihrer Mitglieder, sondern auch für die Entwicklung des deutschen Theaters gewirkt habe. Trotz der trüben Zeit dürften Parlament und Behörden die gewaltige Kraftquelle deutschen Kulturlebens nicht zu verschütten, die von den deutschen Bühnen quillt. Gerhart Hauptmann, mit stürmischem Beifall begrüßt, sprach über Theater und Schauspieler. Kein anderes Land habe ein solches Theater wie das deutsche. Wo gebe es so viel begabte Schauspieler wie in Deutschland? Staat und Kommunen hätten dem Theater alle nur mögliche Unterstützung zuteil werden zu lassen. — Der Beifall der großen Versammlung war langanhaltend und herzlich.
hervorgerufen worben. Dieser Gefahr muhte bor- gebeugt werben. Die Reichsbank wird erfreulicherweise durch die Londoner Maßnahmen nicht unmittelbar berührt, da fte durch das Stillhalteabkommen geschützt ist. Es wäre indessen ein Irrtum, zu glauben, daß die Ereignisse in England spurlos an Deutschland vorübergehen werden. Der zu erwartende Rückgang des Pfundes dürfte zu einer Steigerung des eng
lischen Exportes führen und gleichzeitig eine Verminderung der Einfuhr Hervorrufen, die möglicherweise durch die Errichtung von Schutzzöllen noch stärker abgedrosselt werden wird. Hierdurch müssen die Schwierigkeiten für die deutsche Ausfuhr, auf die wir gegenwärtig ganz besonders angewiesen sind, beträchtlich erhöht werden. Den schwersten Schlag erleiden begreiflicherweise die Gläubiger Englands,
und auch Frankreich wird wohl mit einiger Sorge die weitere Entwicklung in London verfolgen. Paris hat bisher in England einen der Hauptabnehmer für seine Luxusindustrie gehabt, der bevorstehende Rückgang des englischen Importes wird sich daher für Frankreich höchst unangenehm auswirken. Heute spielt Frankreich noch den starken Mann. Es bliebe abzuwarten, ob es morgen noch in der gleichen Lage fein wird.
Oie Krisis des englischen Pfundes.
Oas Llnterhaus billigt die Aufhebung des Goldstandards. — Snowden fordert eine bessere Goldverteilung der Welt und eine internationale Zusammenarbeit. — Oie Führer der Opposition stimmen mit der Negierung.
in internationalen Angelegenheiten ergreifen, jetzt wo der Goldstandard zusammengebrochen ist und die Industrie und den Handel auf eine wirtschaftlichere Basis bringen? — Das Arbeitermitglied Wedgewod betonte, daß das Abgehen vom Goldstandard Personen mit festem Einkommen und Gehaltsempfänger schwer treffe, jedoch ein Segen für den Ausfuhrhandel fein werbe.
Mosley forderte die Regierung auf, zu erklären, in welcher H ö he sie das Pfund stabilisieren werde. Das Ausland werde England nur Geld leihen, um das Pfund auf einem vernünftigen Stand zu halten. Auch die englischen Kapitalanlagen im Auslande könnten verwendet werden, um das Pfund zu unterstützen. Elliot, der Finanzsekretär des Schatzamtes, bemerkte u. a., daß, wenn England im August vom Goldstandard abgewichen wäre, eine internationale Inflation eingetreten wäre, in der Hauptsache wegen des unausgeglichenen Budgets. Um eine Erhöhung der Lebenshaltungskosten zu vermeiden, werde die Re-


