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den. Deshalb kann es sich auch hiev nur um eine Maßnahme in der Rotzeit handeln. Man wird aus den Erfahrungen der nächsten Wochen und Monate lernen und Schlüsse ziehen, inwie­weit man auch nach Wiederherstellung normaler Geldmarktverhältnisse Bestimmungen aufrecht er­hält. die der Kapitalflucht entgegentreten, ohne die wirtschaftlichen Beziehungen mit dem Ausland zu hindern.

3m ganzen genommen, wird man begreifen, daß die Regierung nach so vielen unpopulären Ver­ordnungen sich dazu aufgerafft hat, die populäre gegen die Kapitalflucht zu erlassen. Man wird sogar bedauern, daß, als man die Devisenak^üge immer stärker werden sah und erkannte, daß in ihnen auch flüchtendes Kapital enthalten war, nicht schon früher eingegriffen hat. Aber man wird sich auch über die Bedingtheit dieser Maßnahmen klar sein müssen. Letzter Grund der Kapitalflucht liegt in der Kapitalfeindlich­keit eines Landes. -Unter dem Einfluß sozia­listischer Ideen haben wir nicht nur nicht die Kapitalbildung gefördert und das für den Wiederaufbau so notwendige Kapital gepflegt, sondern gerade das Gegenteil getan. Dazu kommt die politische Umschichtung im deut­schen Volk. Die starke Radikalisierung, die in den letzten Jahren eingetreten ist, zeigt eine immer stärker werdende antik apitali st ische Ten­denz im deutschen Volk. Dann darf man sich aber nicht wundern, wenn das Kapital, voran das ausländische, das Vertrauen zu Deutschland und zur deutschen Wirtschaft verliert und ab- wandert^ so weit es beweglich ist. Eine ernste, dauernde Bekämpfung der Kapitalflucht ist des­halb nur möglich, wenn man die Rotwendig­keit der Kapitalbildung für Deutsch­land begreift und auch entsprechend handelt.

Oberheffen.

Landkreis Gießen.

£ Wieseck, 21. 3uli. 3n seiner gestrigen Sitzung beschäftigte sich der Gemeinderat mit der Mandatsniederlegung des Ge­meinderats Ludwig Loh (Sozialdemokrat). Rach allgemeiner Aussprache lehnte der Gemeinderat das Gesuch ab, da dienstliche Verhinderung nicht gegeben sei und Loh jederzeit von seiner Dienst­stelle befreit werden könne. Die Verfas­sung s f e i e r soll in diesem Jahre in Anbetracht der wirtschaftlichen Verhältnisse in einfachem Rahmen gefeiert werden. Das vorgesehene 3u« gendfest fällt aus. Bei der komm unalen Sondergebäude st euer sollen auf Gebäude, die in den letzten Jahren erhöhte Reparatur- die in den letzten Jahren erhöhte Reparatur­oder Umbaukosten verursacht haben, Ermäßigun­gen bis zu i/8 eintreten. Eine Vorlage des Kreisamts über erhöhte Sonder st euer für Anwesen, deren derzeitige Miete mehr als 5 v. H. des Friedenswertes ausmacht, und die Ermäßi­gungen hierzu beantragt Gemeinderat Laudon an den Finanzausschuß zu überweisen. Die endgültigen Sähe für gemeindliche Steuern werden entsprechend dem Vorschläge des Kreisamts wie im 3ahre 1930 festgesetzt, und zwar die Grundsteuer von Gebäuden und Bauplätzen auf 35 Pfennig, die Grundsteuer vom land- und forstwirtschaftlich, oder gärtnerisch ge­nutzten Gelände auf 75 Pf., die Gewerbesteuer vom Gewerbekapital auf 100 Pf., die Gewerbe­steuer vom Gewerbeertrag aus 280 Pf. (je für 100 Mark Steuerwert). Rach der Prüfung des Voranschlags durch das Kreisamt ver­bleibt noch ein ungedeckter Betrag von 1100 Mk., der Gemeinderat muß demnächst iibtr bzn Aus­gleich beraten. Die Reubildung der Steuerausschüsse ergibt folgende Wahl: ordentliches Mitglied Bürgermeister S ch o m be r, Ersahnntglieder Gemeinderat Heinrich Laudon, Gemeinderat Karl Keßler, Dchreinermeister Otto Möser. Ueber eine Ortssahung betr. die Vergnügungssteuer, machte das Kreis- amt zwei Vorschläge. Der Gemeinderat beschloß, es der den seitherigen Sähen zu belassen. Mit der Berechnung der Kosten der Haus- anschlwsse der Kanalisation hat sich der Gemeinderat schon in* vielen Sitzungen be­schäftigt, doch wird der frühere Beschluß, nach dem pro Anschluß 53 Mark zu bezahlen sind, durch Mehrheitsbeschluß aufrechterhalten.

ck. Heuchelheim, 21. 3uli. 3n der jüng­sten Gemeinderatssitzung wurde der Voranschlag für das Rechnungsjahr 1931 beraten. Der Voranschlag sieht eine Ge­samtausgabe von 148 675 Mark vor. Die Ein­nahme aus dem Betrieb soll 96 775 Mark be­tragen, so daß noch ein Betrag von 51 900 Mark zu decken ist. Der Ausschlag auf die Grund- und Gewerbesteuer wird in der Höhe der vorjährigen Sätze abzüglich von 12 bzw. 6 Prozent Er­mäßigung erhoben. 3n den Hauptposten sieht der Voranschlag folgende Einnahmen und Aus­gaben vor: Aus dem Rechnungsrest verbleibt ein Betrag von 6980 Mark. Gebäude: Einnahme 3261 Mark, Ausgabe 713 Mark. Grundstücke: Einnahme 6917 Mark, Ausgabe 2701 Mark. Waldungen: Einnahme 1782 Mark, Ausgabe 1344 Mark. 3agd und Fischerei: Einnahme 809 Mark. Waag- und Eichanstalten: Einnahme 120 Mark, Ausgabe 2120 Mark. Hier sind 2000 Mark zur Anschaffung einer neuen Brückenwaage ein­gesetzt. Wasserversorgung: Einnahme 23 500 Mark, Ausggbe 23 050 Mark. Allgemeine Verwaltung: Einnahme 2222 Mark, Ausgabe 17 750 Mark. Öffentliche Sicherheit: Ausgabe 5335 Mark. Ge­sundheitspflege: Ausgabe 3912 Mark. Feuer­löschwesen: Einnahme 700 Mark. Ausgabe 3560 Mark. Armenpflege: Ausgabe 5069 Mark. Schu­len: Einnahme 415 Mark, Ausgabe 9940 Mark. Evangelische Kirche: Ausgabe 2624 Mark. Fried­höfe: Einnahme 160 Mark. Ausgabe 950 Mark. Straßen: Einnahme 805 Mark, Ausgabe 8179 Mark. Kanäle: Einnahme 6500 Mark, Ausgabe 16 960 Mark. Landwirtschaftszwecke: Einnahme 800 Mark Ausgabe 9006 Mark. Ruhegehalt und soziale Fürsorge: Einnahme 5265 Mark, Aus­gabe 17 971 Mark. Wohnungsfürsorge: Ein­nahme 2556 Mark, Ausgabe 2423 Mark) Steuern und Abgaben: Ausgabe 3000 Mark. Donder- steuec: Einnahme 7130 Mark. Anteil an Reichs­steuer-Einnahme 19 436 Mark. Aus dem Reserve­fonds sind für unvorhergesehene Ausgaben 2065 Mark vorgesehen.

K Alten-Duseck, 21. Juli. Die hiesige Sch u l e veranstaltete am Sonntag im Saale Ein- Häuser ihr diesjähriges Zugendfest, das sich eines außerordentlich starken Besuches erfreute. Rach einer Begrüßungsansprache des Lehrers Ranft wurden unter dessen Leitung einige mehr­stimmige Lieder durch die Oberklasse gut zu Ge­hör gebracht. Sodann wurden humorvolle Ge­dichte und Bauernregeln in vberhessischer Mund­art von der Klasse Dr.Meuer's geschickt vor-

I getragen. 3m Mittelpunkt der Veranstaltung standen zwei von Lehrer Fey eingeübte Theater­stücke, an denen Kinder aller Klassen mitwirkten. Zur Aufführung kamen ein lustiger Einakter und das MärchenspielSchneewittchen". Die vorzüg­liche Darbietung wurde wirkungsvoll unterstützt durch die unter Leitung der Handarbeitslehrerin Frl. Griebel geschaffene Kostümierung der klei­nen Spieler. Sämtliche Aufführungen fanden wohlverdienten Beifall. Am Schlüsse der Veran­staltung wies Bürgermeister Becker auf das gute Einvernehmen zwischen Schule und Eltern­haus in unserer Gemeinde hin.

g. K l e i n - L i n d e n , 20. 3uli. Der Ge­mein d e r a t beschloß in seiner jüngsten Sitzung, die 3n st allationsarbeiten in den ge­samten Gemeindegebäuden nicht zu dem Dor- anschlagspreiÄ des Hessischen Hochbauamts, son­dern zu den Angebotspreisen der Vereinig­ten Handwerksmeister von Klein- Linden ausführen zu lassen. Der Gesamt- kostenaufwand beläuft sich in diesem Falle auf 5586 Mark. Die durch den Dau der Wasser­leitung und der Kanalisation bedingten Gossen­pflasterungen sollen vorerst noch nicht vorgenom­men werden. Die Verlegung der Wasserleitung und der Kanalisation in Privatstraßenteilen soll auf Grund mündlicher Erlaubniserteilungen der betreffenden Eigentümer auch ohne die Bewilli­gung einer Grunddienstbarkeit vorgenommen wer­den. Mit Rücksicht darauf, daß der jetzige Sport­platz der Gemeinde an der verkehrsreichen Frank­furter Straße und in der Rähe des Friedhofs liegt, beschloß der Gemeinderat, den Sport­platz nach der kleinen Pfing st weide zu verlegen. Wie im vergangenen 3ahre, soll auch in diesem Jahre eine Verfassungs­feier veranstaltet werden.

* Lang-Göns, 21. Juli. Am Samstagabend hatte der GesangvereinFrohsinn" zu Ehren seines Mitgliedes Henry D o p f aus Wausau Wisconsin (USA.), der zur Zeit mit Gattin und Tochter seine alte Heimat wieder einmal ausgesucht hat, eine Wiedersehens­feier veranstaltet, die in allen Teilen einen sehr schönen Verlauf nahm. Rach dem Be­grüßungschor fand der erste Vorsitzende Faber herzliche Worte der Begrüßung und ernannte den Gast unter Verleihung einer entsprechenden Ehrenurkunde zum Ehrenmitglied. Herr B o p f dankte mit herzlichen Worten für die Ehrung. 3m weiteren Verlauf des Abends wechselten Trinksprüche, die auf das Wohl der USA. und des deutschen Vaterlandes ausllangen, mit den alten Volks- und Heimatweisen ab. Man war sehr erfreut darüber, daß Herr D o p f alle Lieder mit seiner prächtigen Tenorstimme mitsang. Beim Austausch alter Erinnerungen verflossen die Stunden in schönster Harmonie nur allzu schnell. Zu der am 29.3uli um 21.30 Uhr statt find enden Rückreise des Herrn B o p f wird der Verein Frohsinn" ein Ständchen mit Fackelzug bringen

und der Familie,das Abschiedsgeleit zum Bahn­hof geben.

I Aus dem südlichen Kreise Gießen, 20. Juli. Durch die starken Regenfälle der letzten Woche sind die Erntearbeiten zum Still­stand gekommen. Die Wintergerste ist wohl allgemein geschnitten. Der Roggen auf den leichten Böden wird in dieser Woche folgen. Auch die Sommergerste ist nahezu reif. Ein paar Tage Sonnenschein werden hier Wunder wirken. Der Ertrag von Gerste und Roggen ist soweit man bis jetzt überschauen kann äußerst gut. Leider hat sich die Frucht auf vielen Aeckern, infolge des ununterbrochenen Regens, umgelegt, und ein Schneiden mit der Maschine wird kaum möglich fein. Die Ernte der Früh­kartoffeln ist in vollem Gange. Auch hier ist der Ertrag gut. Zur Zeit werden 4 bis 4,25 Mark für den Zentner bezahlt.

Kreis Friedberg.

Dad-Rauheim, 21. 3uli. AuS Anlaß des Deutschen Liedertages, der inDad- Rauheim anderer Veranstaltungen wegen nicht am letzten 3unisonntag stcrttfinden konnte, wurde am vergangenen Sonntag auf der Kurhaus- terrasfe von mehreren Gesangvereinen ein Fr ei- ko nzert veranstaltet, an dem auch verschiedene auswärtige Vereine teilnahmen. So weilte an diesem Tage u. a. auch der Chor des Gesang- MreinsGermania" Lang-Göns in Bad-Rauheim und brachte int Rahmen des Kon­zertes zwei Lieder zum Vortrag, die sehr bei­fällig ausgenommen wurden. Unter der Leitung von Chormeister H a n st e i n - Friedberg sang der Chor das Reumannsche LiedLiebesklage", sowie Die linden Lüfte sind erwacht" in der Bear- beitung von Tschirch, und bewies dabei nicht nur eine ausgezeichnete Schulung, sondern auch hervorragendes Stimmenmaterial. Weitere ge­sangliche Darbietungen gelangten durch das 1. Friedberger Doppelquartett" und durch die Bad-Rauheimer Liedertafel" zum Vortrag. Die genannten Vereine, die sämtlich unter der Lei­tung von Chormeister Haustein stehen, fan­den für ihre Gesangsvorträge ein sehr dank­bares Publikum. Unter der Leitung seines Diri­genten Ewald L i b a u - Dad-Rauheim umrahmte der Musikverein Rieder-Weisel die wohlgelungene Veranstaltung mit instrumentalen Vorträgen.

Kreis Büdingen.

i. D v b e n h a u s e n I, 20. 3uli. 3n diesem 3ahre gibt es in den umliegenden Staats- waldungen sehr viele Himbeeren. Täglich werden die Deeren von den Sammlern gesucht und meist im benachbarten Ortenberg und Ridda zum Veickauf angeboten. Vielen ausge­steuerten Erwerbslosen ist dadurch eine kleine Ver­dienstmöglichkeit gegeben. Auch der De Hang der Brombeersträucher ist sehr reich­lich.

GJlyfport

Männerturnverein Gießen.

Die Turnerinnen in Frankfurt erfolgreich.

Während ein Teil der Turner der MTV.- Leichtathletikabteilung bei den nationalen Wett­kämpfen der Spielvereinigung 1900 mitwirkte und, wie schon in der Montag-Ausgabe berichtet, außer mehreren Siegen auch einige ehrenvolle Plätze belegen konnte, weilten vier Turnerinnen bei den treigoffenen volkstümlichen Wett­kämpfen des TurnvereinsVorwärts" Frank­furt-Dockenheim. Dei einer starken Konkurrenz von etwa 250 Teilnehmern konnten unsere Gieße­ner Vertreterinnen insgesamt 7 Siege (hiervon 4 erste) mit nach Hause bringen und so vor allen Grohstadtvereinen in der Gesamtwertung den ersten Platz belegen. 3n erster Linie ist der 1. Sieg in der 4 X 100-Meter-Tumerinnen- staffel zu nennen, wo die MTV.erinnen einen schönen Wanderpreis erringen konnten; trotzdem die Mannschaft (Frl. Seiferth, Amend, Röhmig, Dickelhaupt) mit Ersatz antreten muhte, konnte sie nach hartem Kampf wenn auch erst in den letzten Metern den Sieg sicherstellen. Ferner schnitt Frl. E. Dickelhaupt wieder sehr gut ab, konnte sie doch zwei erste und einen dritten Sieg erringen. Da Hochsprung nicht ausgeschrieben war, bestritt sie den Weitsprung und wurde mit der ausgezeichneten Leistung von 4,96 Meter vor Frl. Schäfer, Frankfurt-Sachsenhausen, erste Sie­gerin. Außerdem wurde sie vor Frl. Brückner, Mainz der vorjährigen Kreismeisterin erste Siegerin im 100-Meter-Lauf und wurde 3. im Vierkampf. Frl. Seiferth schnitt ebenfalls gut ab; im Weitsprung (Unterstufe) wurde sie 1. und im Dreikampf 9. Siegerin. Frl. Röhmig erzielte von den 75-Meter-Vorläufen wohl die beste Zeit ihrer Klasse, wurde jedoch infolge Spätstart im Endlauf nur 2. Siegerin.

Sehr gut schnitt auch die Faustball-Turnerin- nen-Mannschaft in der Aufstellung Frl. P. Hof­mann, P. Bürck, L. Hofmann, R. Schwan, A. Dickelhaupt ab, die auf dem Sportplätze des 3®.- Sportvereins an den Gaugruppen-Meisterfchaften teilnahmen.

3m ersten Spiel trafen die MTV.erinnen auf TV. 1860 Frankfurt, den ehemaligen deutschen Meister, und konnten nach ausgeglichenem Spiel in der ersten Halbzeit (24:23 für Frankfurt) in der zweiten Halbzeit die Führung an sich reihen und mit 45:42 Punkten gewinnen.

3m zweiten Spiel trafen die Gießenerinnen auf die Mannschaft des 3.-G.°Sportvereins; bei die­sem Tressen das nur wenige Minuten nach dem Spiel gegen TV. 1860 Frankfurt a. M. ftatt- fand machten sich noch die Anstrengungen deS Vorspieles bemerkbar, so daß Z.-G.-Sportverein bei Halbzeit 12 Punkte vorlag. 3n der zweiten Halbzeit lieferten die Männerturnerinnen ihren Gegnern ein vollkommen gleichwertiges Spiel, so daß diese keinen einzigen Punkt mehr herausho- len konnten. Endresultat 46:34 für Z.-G.°Sport- verein, das einzige für MTV. verlorene Spiel.

Das nächste Spiel brachte die MTV.-Mann- schaft mit dem TV. Homburg zusammen. Obwohl sich beide Parteien in der ersten Halbzeit ein gleich­wertiges Spiel lieferten, konnten die Gießenerin­nen in der zweiten Spielhälfte den Ton angeben und mit 60:50 Punkten das Spiel für sich ent­scheiden.

3n der Gesamtwertung zeigte sich folgendes Dild: 3.-G.-Sportverein 6 Punkte, MTV. ©ie- ßen 4 Punkte, TV. 1860 Frankfurt 2 Punkte, TV. Homburg 0 Punkte. Durch die errungenen Siege ist die MTV.-Mannschaft nun berechtigt außer dem 3.-G.-Sportverein Frankfurt,

an den im August stattfindenden Kreismeister­schaften teilzunehmen.

Wasserball im Gau Hessen OT.

Spiele der A-Klafse.

3n Gießen stellten sich dem Schiedsrichter Schaum (Gießener Schwimmverein) die Mann­schaften des Tv. Wetzlar und Tv. 1846 Gießen I zum fälligen Vorspiel. Wenn auch das Wasser etwas kalt war, so wurde doch ein sehr schönes Spiel gezeigt. Große Deweglichkeit, Schuß­freudigkeit und taktvolles Verhalten der Spieler gaben dem Spiel das Gepräge. Gießen ging so­fort in Führung. Wetzlar gab sich redlich Mühe, der Sturm war aber nicht schuhsicher, so daß viele Bälle daneben gingen oder von dem tüch­tigen Gießener Tormann gehalten wurden. Zu­folge seiner schwimm- und wurftechnischen lieber- legenheit siegte Gießen verdient mit 7:3 Toren.

Dei günstigen Wasserverhältnissen trafen sich im Sommerbad Dad-Rauheim die A-Mannschas- ten des Tv. Wetzlar und der Turngemeinde Friedberg. Deide Mannschaften waren gleich­wertig. Das kam auch im Ergebnis von 1:1 Toren zum Ausdruck. Das zähe Ringen um den Sieg machte das Spiel zeitweise unbeweglich, jedoch ohne in Härte auszuarten. Schiedsrichter S ch w i n n (Tv. 46 Gießen) sorgte für reibungs­lose Durchführung.

Schauschwimmen in Hungen.

Veranstalter: Tv. 46 Gießen (Schwimmabteilung).

Die Turnerschwimmer des Tv. 46 Giehen leiste­ten einer Einladung der Stadtverwaltung Hun­gen Folge und boten bei schönstem Wetter im Hungener Schwimmbecken Proben aus dem Ge­biete der Schwimmkunst. Dor zahlreichen Zu­schauern wickelte sich ein reichhaltiges und unter­haltsames Programm ab. Rach einer Be­grüßungsansprache des Bürgermeisters Fendt, in der er die Hungener Bevölkerung auf die Bedeutung des Schwimmsports und den Zweck ihres Schwimmbades hinwies, begannen unter der bewährten Leitung des SchwimmwartS Sauer die Vorführungen. Stilschwimmen, Staffeln, Wettschwimmen, Kunst- und Massenspringen, Reigenschwimmen, Figurenlegen und Wasserspiele wurden von den Zuschauern mit grohem Bei­fall auf genommen. Mit großer Aufmerksamkeit wurden die Vorführungen aus dem Gebiete der Lebensrettung verfolgt. 3m Rahmen der Ver­anstaltung kam auch der Humor zu seinem Recht.

Kanusieg der Vaddlergilde Gießen.

Am vergangenen Sonntag fand in Frankfurt am Main eine verbandsoffene Kurzstrecken-Kanu- Regatta auf der 1000 Meter Langen Strecke Untermain-BrückeWilhelms-Brücke statt, aus- geführt von der Gemeinschaft Groß-Frankfurter Kanuvereine. Es wurden 18 Rennen durch­geführt, an denen Vereine aus Frankfurt a. M., Köln, Hanau, Maxau, Frankenthal, Reckarau u. a. mehr teilnahmen.

Die Paddlergilde Gießen hatte einen Senioren»(Siner aemeldet und konnte durch ihren Rennmann 3. Kaphingst das Rennen sieg­reich durchführen. Kaphingst siegte in der zweit­besten Tageszeit von 4:24,5 gegen die Vertei­diger des Waffersportverein Mxau und Kanu- club Rheinbrüder Karlsruhe. Der schärfste Geg­ner, Dirringer-Maxau, lag bei 400 Meter noch auf gleicher Höhe mit Kaphingst, dann war er aber dem ruhigen und ausdauernden gleich­mäßigen Schlag von Kaphingst nicht mehr ge­wachsen, so daß Kaphingst den wertvollen Preis

mit etwa zweieinhalb BootslSngen für Btt Paddlergilde Gießen gewinnen konnte.

Gauschwimmen in Lauterbach.

Das 8. Gauwettschwimmen des Gaues Hessen im Mittelrheinkreis findet am Sonntag, 26. 3uli, in Lauterbach statt. Es ist das erste Mal, daß die Schwimmerschaft des Hessengaues sich in der Geburtsstadt Adolf Spieß' zusammenfindet, denn Lauterbach ist neu gewonnenes Gebiet für das Turnerschwimmen, nachdem erst vor wenigen 3ahren das neuzeitlich eingerichtete, einzigartig schön gelegene Freischwimmbad durch die Stadt erbaut wurde. Seitdem hat der Schwimmsport durch die Schwimm-Abteilung des Turnvereins Lauterbach einen schnellen Aufschwung genom­men, und die Lauterbacher treffen freudig alle Vorbereitungen, um der Veranstaltung vollen Erfolg zu sichern. 3n der gegenwärtigen Rot­zeit gilt es nicht, glanzvolle Feste zu feiern, sondern die turnerische Arbeit zu vertiefen und Dienst an der Gemeinschaft zu tun.

Arbeiier-Turn- und Sportbund.

Bezlrkskinderlreffen In Staufenberg.

2lm vergangenen Sonntag fand in Staufenberg das Bezirkskindertreffen statt, an dem annähernd 700 Kinder teilnahmen. Am Vorrnittag wurden auf dem Sportplatz die sportlichen 'Wettkämpfe (Mannschaftskämpfe) durchgeführt, die bis zum Mittag reibungslos erledigt wurden. Rach einer Mittagspause fand man sich zu einem stattlichen Festzug zusammen, der sich unter dem Voran tritt des Bezirkstrommlerkorps durch die Straften Staufenbergs bewegte. Am Burgtor hielt der Bezirks-3ugendleiter Schneider eine An­sprache, in der er auf die Bedeutung des Tages hinwies. Zm" Anschluß daran sanden auf dem Sportplatz Massenfreiübungen der Kinder statt, die in ihrer exakten Durchführung ein- prächtiges Bild boten. 3m weiteren Verlauf des Rachmittags gelangten noch Völkerballspiele und Staffelläufe zum Austrag. Sing- und Reckspiele unterhielten die Kinder aufterdem auf das Beste. Leider wurde die Veranstaltung durch den hereinbrechenden Re­gen ungünstig beeinflußt.

Die Ergebnisse der Wettkämpfe.

Oberstufe (Knaben über 11 3ahre, Sieben­kampf): 1. Watzenborn 256,63; 2. Wieseck 252,38; 3. Raunheim 245,15; 4. Lollar 244,95; 5. Vollbrin­gen 243,15; 6. Kinzenbach 242,97; 7. Krofdorf 242,21; 8. Großen-Linden 232,23 Punkte.

Unterstufe (Knaben unter 11 Zähren, Vier­kampf): 1. Watzenborn 259,82; 2. Raunheim 255,69; 3. Gleiberg 251,12; 4. Lollar 235,12 ; 5. Großen- Linden 232,13 Punkte.

Oberstufe (gemischte M., Siebenkampf): 1. Steinbach 199,18; 2. Odenhausen 196,75 Punkte.

Unterstufe (gemischte M., Vierkampf): 1. Gambach 211,87; 2. Herborn 205,50; 3. Krofdorf 189,71 Punkte.

Völkerball (Knaben): 1. Wieseck I., Wiß­mar; 2. Raunheim; 3. Lollar, WieseckII. und WieseckIII. Völkerball (Mädchen): 1. Lollar; 2. Wieseck; 3. Wißmar.

8X60 - Meter - Stafette (Mädchen): 1. Lollar, 1. Mannschaft, 1:26,9; 2. Staufenberg, 1. Mannschaft, 1:29,4; 3. Lollar, 2. Mannschaft, 1:29,6; 4. Wieseck, l.Mannschast, 1:30,8 Minuten.

10 X 60 - Meter - Stafette (Knaben): ßoKar 1:43,9; Kinzenbach 1:45,2; Wieseck 1:46; Heuchelheim 1:46,2; Watzenborn-Steinberg 1:46,3; Raunheim 1:47,3; Wißmar 1:47,3 Minuten.

Oberstufe (Mädchen über 11 Zähren, Sieben­kampf): 1. Lollar 244,27; 2. Wieseck 230,22 ; 3. Treis 223,40 ; 4. Staufenberg 215,97 Punkte.

Unterstufe (Mädchen unter 11 Zahre, Vier­kampf): 1. Wetzlar 222,53; 2. Klein-Linden 174,33; 3. Odenhausen 174,25; 4. Wieseck 158,76; 5.

Gießen I Vezicksmannschast II. Klasse 3:1.

Auf dem Trieb stand am Samstagabend die 1. Mannschaft von Gießen einer Dezirksmannschaft der zweiten Klasse (Annerod, Großen-Duseck, Röd­gen und Watzenborn) gegenüber. Zm Vorspiel siegten die Vereinigten 3:2. Diesmal kam es jedoch anders. Obwohl die Mannschaft einige schwächere Punkte aufwies, lieferte sie ein ansprechendes Spiel und konnte sogar in Führung gehen. Dann aber kam Gießen mehr und mehr auf und blieb bis zum Schluß des Spieles tonangebend.

Großen-Linden I Heuchelheim I 1:7.

Deide Mannschaften, komplett, lieferten sich am Samstagabend ein faires Spiel. Heuchelheim formte bei Halbzeit bereits mit 2:0 führen. Rach Seitenwechsel erhöhten die Gäste auf 3:0. Schließ­lich vermochte Großen-Linden durch den Halb­rechten das Ehrentor zu erzielen. Ein Elfmeter brachte Heuchelheim den vierten Treffer. Din- setzender Regen ließ das Spiel mehr und mehr abfallen, jedoch gelang es den Gästen, noch drei­mal erfolgreich zu fein.

Annerod I Burkhardsfelden I 5:0.

Deide Mannschaften traten komplett an und lie­ferten sich ein flottes Spiel. Die Durkhardsfelde- ner mußten sich allerdings der technisch besseren Mannschaft von Annerod beugen und eine Rieder­lage von 5:0 Toren hinnehmen.

Saasen Daubringen 7:0 (4:0).

Mit nur 9 Spielern stellte sich Saubringen der kompletten Mannschaft von Saasen. Sie Platzbesitzer hatten zu jeder Zeit das Spiel in der Hand und Saubringen konnte nur durch gute Abwehr eine größere Niederlage verhindern.

Deutsche Leichtathtetikmeisterschasten am 1. und 2. August.

DieDeutschen" Leichtathletikmeisterschaften der Turner und Sportler am 1. und 2. August ha­ben Sin glänzendes Meldeergebnis gefunden. Ins­gesamt wurden aus beiden Lagern für die Män­ner- und Frauenmeisterschaften 658 Einzel- und 51 Staffelmeldungen abgegeben. Die DSD. stellt bei den Männern in Derlin 350 Teilnehmer und 26 Staffeln und bet den Frauen in Magdeburg 143 Damen und 12 Staffeln, das Aufgebot der DT. beträgt dagegen nur 118 Einzel- und 8 Staffelmeldungen für Derlin und 47 Cinzel- und 3 Staffelteilnehmer für Magdeburg.

prenn doch disqualifiziert.

Eine sechsmonatige Spielsperre wurde vom Deutschen Tennis-Bund gegen den deutschen Spitzenspieler Daniel Prenn verhängt. Man kam nach eingehenden Beratungen zu der Ansicht, daß Prenn, der in seinem Deleidigungsprozeß mit den Hammerwerken freigesprochen wurde, zweifellos mit der Schlägerfabrik Hammer um ein Honorar von 3000 Mark verhandelt und somit gegen die Amateurbestimmungen verstoßen hat. Der Ausgang des Privatprozesses war für den Deutschen Tennis-Bund gar nicht maßgebend. Prenns Disqualifikation hat bereits am 18. Zuli begonnen.