Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
Download single image

ein

lagt

-M

Zur Gesichte^raunung

In rung den

Am Samstag Genossen- Aus den Or-

Toten lvuibe unden.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

# Hohensolms, 21. Juli, wurde in Groß-Altenstedten eine

Oer Zahlungsverkehr

nach den Bankfeiertagen.

einer neuen Verordnung der ReichSregie- über den Zahlungsverkehr nach Dankseiertagen, die am heutigen

Berlin, 21. Juli. (WIB.) Um 3L Juli 1931 läuft He Jrlfl für die Abgabe der vermögend­er k l ä ru n g ab. Außerdem endet am 31. Juli die Frist, innerhalb der die Steuerpflichtigen 5 teuer­em n e fl I r erlangen können, wenn sie sleuerpslich- Ilges vermögen, da, bisher der Besteuerung ent­zogen worden ist, der Steuerbehörde anzeigen. Wer eine solche Anzeige bi# zum 31. Juli er (lallet, wird wegen der früheren Verschweigung nicht bestraft und braucht für die nachträglich angegebenen Werje auch keine Nachzahlun­gen an rückständiger Vermögenssteuer, Ausbrin­gungsumlage, Einkommenssteuer, Körperfchafls- f euer und Gewerbesteuer zu leisten. Daher nehme eber die Gelegenheit wahr und zeige das bisher verschwiegene vermögen alsbald dem Finonzamle an. Wer bis zum 31. Juli steuerpflichtige vermögen dem Finanzamt nicht anzeigt, fetzt sich schwerer Bestrafung (unter Umständen Zuchthaus) aus.

Ferner wird darauf hingewiesen, daß derjenige, der mit seiner Steuer im Rückstand ist und le auch bi» 31. Juli nicht bezahlt hat, hohen Verzugszuschlägen unterliegt, die für jeden halben Atonal 5 Prozent betragen. Vie Finanzämter ind angewiesen worden, die Steuern nachdrücklichst beizutreiben. Selbstverständlich wird da, wo die so- ortige Einziehung eine außerordentliche härte bar- tellt, auch in Zukunft geftunbet werben.

Lin allgemeines ITloratorium bestehl nicht. Soweit Banken unb Sparkassen gewissen Schutz Vorschriften unterliegen, berühren blefe Schuh- vorfchriften ble Zahlungen von Steuern nicht. Denn jedermann, der ein Guthaben bei einer Bank ober einer Sparkasse hat, kann durch Ueber- roeifung oder Scheck zahlen, sofern e» sich um

Steueramnestie und Maßnahmen gegen Steuersäumige.

Zöglingen bet deutschen gemeinnützigen Anstalten I Gobelins, außerordentlich reizvolle, schöne Hand- in der Schweiz (Kriegerkurhaus, Deutsche Heil- arbeiten für das elegante Zimmer, famose Hand«

schastsmolkerei gegründet.

len Hohensolms, Zrankenbach, Groß-Altenstedten, Erda, Altenkirchen, Königsberg, Rohbach, Ober-

Adreßbuch

der Giadi und des Kreises Gießen.

Der Abschnitt III mit den Einträgen der Buchstaben

A bis G

in das alphabetische Einwohner- und Firmenverzeich- nis der Stadt Sichen liegt 2 Tage, vom Donnerstag, dem 23., bis einschließlich Freitag, den 24. Zull zu jedermanns Einsichtnahme in unserer Geschäftsstelle offen.

Die zuständige Einwohnerschaft SießenS sowohl alS die beteiligten Behörden und öffentlichen Körperschaften usw. werden um Prüfung der Einträge auf Richtigkeit und Vollständigkeit hiermit gebeten. Für Fehler und Un­richtigkeiten kann keine Haftung übernommen werden. Oberhessischer Adreßbuchverlag Gießen

Schulstraße 1

Eingang von der Kaplaneigaffe aus.

aber auch zur Bräunung des ganzen Körpers bei Sonnen», büdern verwend« man die reizmildemde und tüblcnbe Creme' Leodor fettfreiIn roter Packung; fetthaltig ht blauer Packung, Tube 60 Pf u. 1 Ml. William unierftützl durch Leodor-Edrt, seife Stück 50 Pf. Zu haben in allen ThlorodoM-Bertaufsftellen.

n uns

VS

i <Lnn au» ^^dcuckeinslnh

rrch : u

norgen n«* iacit tk ft'

Tu**

l.

IM**/*

iS

Lr@U,iaC^

Gehaltszahlung in zwei Raten.

Berlin, 21. Juli. (Wolff.) Amtlich, «ns Grund einer Ermächtigung de» Relch»prästbenten hat die Reichsregierung eine Verordnung ertasten, wonach fämtllchen Beamten, Ungeteil­ten unb Ruhe^geldernpfängern be, Rei­che», der Länder, Gemeinden und öf­fentlichen Körperschaften vorübergehend nur die Hälfte der Al o n a t » b e , ü g e am bisherigen Auszahlungstage, der Rest 1 0 läge später ausgezahlt wird. Gleichzeitig werden die privaten Arbeitgeber zu der gleichen Maßnahme ermächtigt.

tic Verfügung über (getzalisüberwetfungen nach dem 25. Juni.

Berlin, 21. Juli. (WTV.) Durch He letzte Notverordnung ist sichergestellt, daß über Gut­haben die aus Lieberweisungen für GehaltSzah- fungen nach dem 23.1uni entstanden sind, frei verfügt werden kann. Selbstverständlich Wird auch in künftigen Rotverordnungen über die Abwickelung der Dankseiertage die freie Verfügung über derartige Deträge ge­wahrt bleiben.

liche Maßnahmen ausreichende Entschädigung ge­zahlt. ältere Angestellte pensioniert und die Alt- ventionäre gesichert werden. Die Versammlung tft einmütig der Auslassung, daß die Erfüllung dieser Forderungen mit zur Beruhigung der politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse bei­tragen wird, und richtet daher an die ReichA- rcgicrung an die Treuhänder der Dank und an unsere Deschältsleitung das Ersuchen, im Sinne dieser Forderung baldigst entsprechende De- schlulse herbeizusühren '

Frauengruppe der Deutschen DolkSpartei. Man berichtet uns' Am Mon­tag fand die monatliche Zusammenkunft der Frauengruppe der DVP statt ES war zu einer politischen Aussprache eingeladen Die Vor­sitzende. Frl- Birnbaum, wieS eingangs auf den besonderen Ernst der gegenwärtigen Lage hin. Dann sprach Frau Landtag-abgeordnete D i r n - bäum, die zunächst die hessischen Verhältnisse streifte und eingehender die letzten LandtagSver- handlungen besprach, besonders die Abstimmun­gen. so z. D. die Ablehnung deS volksparteilichen Antrag-, den 11. August nicht mehr in Hessen als gesetzlichen Feiertag zu belassen. Jlblehnung der Anträge aus Heraussehung deS Wahlalters, Verminderung der Zahl der Abgeordneten usw. Dann erörterte die Rednerin die Lage der Reichs-

M.

S'HtM.fc, _

U'ä WS*

b-L L? w» ?

as ColmS mi1 den,

SJ; '* nertk «r f,D?rld)manbfn. *1T

übern

r noch

n Smilla.

J fafcknten

H ein Pofii'S t We iS aS SmS* ih "nli- Dinblitf auf fr» «u, Spih, gegen die Stadt erffchaftler versuch, kmt zu stürmen gelang den em.

»u vereiteln, en Eindruck in Öen rung gemacht ktl in Stttnnmb. i Uhr, hm ei an Dortmunder MM Zusammen sich nd politisch Andcij., amter in Zivil den en di« Streitenden öeamten her und ftamie zog kraul i tyü/ft auf ftine wurden zu Dodcn tot, bet zvm« ein dritter toutlt zeibeamle, der sich urde von den übn« uerdinzs zu Doden Dessersi'-chc in den . M die Nm- lse lam, flohen die

22. Juli in Kraft tritt, wird bestimmte

"Beauftragt ein Kontoinhaber ein Institut, einen von ihm akzeptierten Wechsel ganz oder -um Teil einzulösen, so sind hierfür Daraus- zahlungen und U c b c r toc i f u n g c n zu­lässig, soweit für solche Einlösungen das Konto des Auftraggebers nicht mit mehr als 3000 Mk. für einen Tag belastet wird.

Wer vorsätzlich unrichtige Angaben macht, um eine Darauszahlung oder eine Ucbertixifung zu erwirken, wird mit Gefängnis bis zu drei Mo­naten und mit Geldstrafe oder mit einer dieser Strafen bestraft.

Oie Gebühr für Auölandreisen.

Zn bet Verordnung der Reichsreaierung über die Erhebung einer Gebühr für Ausland­reifen. die heute in Kraft getreten ist, wird bestimmt:

Zuständig für die Erhebung der Gebühr und für die Eintragung des SntrichtungSvermerks in den Pah ist jede Paßbehörde im Reichsgebiet ohne Rücksicht auf ihren örtlichen "Bereich. Der Ver­merk lautet: .100 Reichsmark Ausreisegebühr ent­richtet".

Die Gebühr wird nicht erhoben bei Uebct- schreitung der Grenze: im kleinen Grenzverkehr: »um Zwecke der Auswanderung: zum Zwecke bet Arbeitsaufnahme: bei Transporten von erho­lungsbedürftigen Kindern unter 15 Zähren, so­weit es sich um Sammeltransporte handelt: auf Reisen mit öffentlichen Verkehrsmi.teln, die zwar über ausländisches Gebiet führen, aber in Deutsch­land beginnen unb enben, sofern sich der einzelne Aufenthalt im Auslanb außerhalb des benutzten Derkehrsmittels nicht über zwölf Stunden er­streckt. Das gleiche gilt auch für Seereisen, sofern der Schifssgast an der ganzen Fahrt teilnimmt unb, von geringen Ausnahmen abgegeben, auf dem Schiff übernachtet: von selbständigen Ge- toetbetretbenben unb beren Angestellten, sofern die zuständige Polizeibehörde nach Anhörung der Handelskammer be cheinigt, daß es sich um eine aus geschäftlichen Gründen notwen­dige Reise handelt; von Reisen nach den abgetrenenGehieten zum "Besuch von An­gehörigen in dringenden Fällen, namentlich bei Krankheits- unb Todesfällen: von Patienten ober

Aus der Provinzialhauptstadt.

G i e h e n, den 22.3uli 1931.

Lebenslehren!

Die drei großen Zeitmahe. in die wir unser Erleben teilen: Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft, gehören in ihrer Wesenheit je einem be­stimmten menschlichen Alter an. Wohl durchleben wir sie gemeinsam, aber nicht alle haben den glei­chen Anteil. Die Kindheit weih noch nicht bie Gegenwart so zu nutzen, dah sie daraus Vorteile für die Zukunft einheimste: eine Vergangenheit ober kennt sie überhaupt nicht.

Der Jugend quillt der Brunnen der Lebens­lust und -kraft so natürlich, wie im Mai baS LiebeSleben in bet Ratur. WaS fragen junge Leute, ob ihr Tun und Handeln einst einen Vor­teil bringt! Unb find sie wirklich schon berech­nend, bann fehlt ihnen bie Erfahrung, bte nur auS bet Vergangenheit geschöpft werben kann. 6ie leben also auch noch ber Gegenwart unb schauen mit vertrauenbem Hoffen in bie Zukunft.

Der Mensch in seiner Reife erst lebt bewußt das GegenwartSleben und bucht bie Ergebnisse seines Handelns als Lehrgeld. Ss kommt eine Zeit, in der diese Ausgaben sich ebenso gut ver­zinsen, wie die Einnahmen, ja, eigentlich erst den Auftaft zum Gewinn bilden. In dieser Zeit lebt Oet Mensch in allen drei Zeitepochen: er schafft in der Gegenwart für die Zukunft unb hat zum Ratgeber die Vergangenheit. Aber nicht allzu­lange warten mit dem Aufspeichern und "Buchen der Erfahrungen: es könnte sonst leicht möglich fein, dah bieseS Konto leer bleibt! Dann kommt die ZukunstSenttäuschung.

GS ist durchaus kein Rückwärtsgehen, wenn man in Fällen, in denen die eigene Erfahrung iu gering ist, einmal im LebenSouch ber Eltern blättert. Die veränderten Zeiten haben zwar Einflust, aber es gibt entfcheibende Fragen, ble abseits aller geschichtlichen Ereignisse stehen. Auf diese finben wir dort Antwort. Gänzlich verkehrt ist die Gründung eines Wolket^uckucksheimS, eines Baues in die Zukunft, dem bie Stützen fehlen. Richt in ber Zukunft, fonbrrn für bie Zukunft leben hat Sinn.

"Wenn die Gegenwart uns enttäuscht, bie Zu­kunft uns keine Garantien zu bieten scheint, dann kommt bie Vergangenheit als Schenkerin und breitet unser Leben noch einmal vor uns auS. Leib unb Qual, aber noch mehr Freube unb Lust klopfen bei uns an. Wohl uns, wenn die Bilder, die wir schauen, uns nicht schrecken, oder gar ein Schuldgefühl in uns wach rufen.

Tie Gegenwart läßt sich formen, ber Zukunft kann man vertrauend die Hanb reichen, die Der- gangenbeit aber ist aus Erz und ihr Antlitz olciot bart, allen Klagen, aller Reue, allen Ver­sprechungen zum Trotz.Lebe in ber Gegenwart für bie Zukunft, bah bu vor ber Vergangenheit bestehen kannst." M. Gr.

machen.

AIS Pah im Sinne biefer Verordnung gelten auch die für den Grenzübertritt sonst zugelassenen Pahersahpapiere.

Handwerk und Geldkrise.

Die Hessische Handwerkskammer, Sih Darmstadt, schreibt uns:

Durch die Geldkrise sind weite Kreise des selb­ständigen Handwerks in eine katastrophale Lage geraten. Bereit« seit "Wochen ist eine Zurück­haltung bei Zahlung der Handwerkerrechnungen bei Behörden, besonders aber bei Privaten sest- zustellen. fo dah bie notwenbigen Gelber für Lohnzahlungen, für Materialien unb für bie Lebensführung meist nur durch Bankkredite ober Abhebung von Sparguthaben, soweit solche vor­handen, zu erlangen waren. Diese Krebite unb Rücklagen sind bis zur äustersten Grenze ausge­schöpft. Wir richten deshalb bie Bitte an alle, die es irgend ermöglichen können, daran zu denkdn, dah auch die Handwerker ihre Gehilfen rechtzeitig entlohnen, dah sie ihren Verpflichtun­gen nachkommen und ihre Familien unterhalten müssen. Rur schnellste Bezahlung der Rechnungen durch bie Kundschaft kann die Handwerker in den Stand setzen, ihren Verpflichtungen pünftlich nachzukommen.

Bornotizcn.

TageSka lende r für Mittwoch. GuttemplerlogeHassia", 20.15 AUjr, Offener Abend, Hinter ber Westanlage 11. Lichtspiel­haus, Bahnhof st ra he:Mordprozeh Mary Du- gan".

* Der (Siebener 6 tab trat wird sich in seiner öffentlichen Sitzung am kommenden Frei­tag, 17 Upr, im Sihungsfaale des Stadthauses Bergstraße beginnend, u. a. mit folgenden Vor­lagen zu beschäftigen haben: Erhebung eines Ge­meindezuschlags bei der Besteuerung der Wander­lager. Die kommunale Eondergebäudesteuer. Kre­ditbewilligungen. Vergebung von Arbeiten und Lieferungen. Verkehrsregelung in der Iohannes- strahe.

" Ferien des K re ISauSschusses. Wie aus einer Bekanntmachung des Kreisamtes im neuesten Amtsverkündigunasblatt hervorgeht, hält ber Kreisausschuh des Kreises Giehen in ber Zeit vom 15. Iuli bis 15. September Ferien. Während der Ferien können nur besonders eilige Sachen zur Verhandlung kommen.

" Eine 75jährige. Frau Dorothee Bor­chers, Droher Steinweg 24 wohnhaft, kann heute im Kreise ihrer Familie in bester geistiger und körperlicher Frische ihren 75. Geburtstag feiern.

Sine Wendung im Reiseverkehr hat die Verordnung der Reichsregierung, nach der für jeden Auslandpah 100 Mark Gebühr zu zah­len find, auch in unserer Stadt hervorgerufen. Tie Rachfrage nach Derlehrsmöglichkeiten im Aus­land, nach Hotels und Unterkunft in ausländischen Kurorten und Sommerfrischen, unb bte Vermitt­lung von Pauschalreisen nach anderen Ländern hat infolge dreier Anordnung fast vollständig auf­gehört. Demgegenüber ist bie Rachfrage noch deutschen Kurorten unb Ferienaufenthalten leb­haft, nahezu sprunghaft angewachsen. Die Gie­ßener Bürger reifen in biefen Tagen unb Wochen zum großen Teil noch in Urlaub, sie suchen habet aber nicht die Bäder unserer näheren Umgebung auf, sondern verlangen Auskünfte und Unter­stützung für Reifen nach ber Rordsee (bie Rord- see wird von Gießen aus in erster Linie bevor­zugt) und nach Bayern. Dieser Attdrang nach den deutschen Erholungsorten, der so plötzlich einsetzte, wird zweifellos vom deutschen Hotel- unb Sasthausgewerbe sehr begrüßt. Da bie Bestim­mung über bie Erhebung von 100 Mark Gebühr für den Auslandreisenoen (mit Ausnahme von Danzig und Saargebiet, über deren Einbeziehung die Eittscheidung noch nicht gefallen ist), konsequent für die Reichsgrenzen gilt, ist auch ber Verkehr nach Oesterreich unterbunden worden.

Eine Hanbarbeitsausstellung wird zur Zeit von dem Haus der Handarbeit in dem Saale der Aftoria-Lichtipiele im Seltersweg gezeigt. Es ist eine außerordenllich vielseitige und interessante Schau, die der Domenwell dort zu­gänglich gemacht wird. Man sieht u. a. seine Spann« stichstickereien der verschiedensten Art, hübsche Kreuz« sticharbeiten, prächtige Kelims in verschiedenster neuer Ausmusterung unb Gestaltung, wundervolle

Politik, wobei sie insbesondere die Entwicklung, die zu der jetzigen ungeheuren Krise führte, ein­gehend beleuchtete. Eine lebhafte^ Aussprache, bie bie verschiebensten Punkte berührte, bewies das starke Interesie ber Zuhörerinnen für bie brennenden Gegenwartsfragen So wurde u. a. auch einmal dos Stärkeverhältnis der einzelnen Parteien im Reichstag klargestellt und damit ge­zeigt, daß die Deutsche Volkspariei mit 30 Ab­geordneten unter 577 nicht immer und überall ihrer Einstellung und ihren Forderungen unbe­dingt Geltung verschaffen kann. Der Bactnnittag trug dazu bei. in den Anwesenden die Zuversicht zu stärken, daß das deutsche Volk auch die Schwere dieser Zeit überwinden werde.

Steuern handelt. Es bleiben nur die Fälle übrig, daß ein Steuerschuldner schon bisher Steuern au» Kredit gezahlt hat, oder daß sein Guthaben erschöpft Ist, weit Eingänge nicht mehr hlnzugekornmen sind. Jn solchen Fällen muß natürlich gestundet werden. Die Durchführungsverordnung

zur Kapilalfluchwerordnung.

Berlin, 21. Iull. (WTD.) Die Reichsregie­rung hat nunmehr die erste Durchführungs­verordnung zur Kapitalfluchtver­ordnung erlassen. Darin sind zunächst alle Devisen im Betrage von 20 OOORlark und darüber aufaerufen worden. Alle Personen mit Wohnsitz ober ftänbigem Aufenthalt im In- lanb, denen Devisen im Gesamtbeträge von 20 000 Mark unb mehr zustehen, haben ihre Devisen (aus­ländische Zahlungsmittel unb Forderungen in auslänbischer Währung) nunmehr bis späte­stens zum 2 9. Iuli 1931 ber Reich«bank, ober einem von ihr bestellten Kreditinsttlut an­zubieten. Die Verpflichtung erstreckt sich auch auf alle nichtphysischen Personen (Aktiengesellschaften ufw.). Die Reichsbank wirb möglichst schnell über die Annahme ber Angebote Entscheidung treffen. Für diejenigen, die nur zur Anzeige verpflich­tet sind, weil sie die Devisen nachweislich für volkswirtschaftlich gerechtfertigte Zwecke bedürfen, werden Formulare für bie Anzeige kostenlos bei ber Reichsbank unb ben Kre- bitinftituten vorrätig gehalten.-Für Personen mit einem Devisenbesih unter 20000 Mark ist bie Qlbrufung einem befonberen Aufruf Vorbehalten. Diese Personen werben von ben Verpflichtungen ber Kapitalfluchtvervrdnung frei, wenn sie ihre Devisen, bevor ber Aufruf erfolgt, an bie Reichsbank veräußern.

lemp unb "Bellersdorf waren zahlreiche Land­wirte zu der Versammlung erschienen. Geschäfts­führer Diplom-Landwirt Hack, Frankfurt, lei­tete die Versammlung und machte auf bie Bot- Wendigkeit ber Gründung einer GenossenschastS- molkerei für die abgelegenen Gebiete des Hinter­landes aufmetlfam. Rach längerer Aussprache wurde die Gcnossenschaftsrnolkerei unter dem "Ba­rnen .Genossenschaftsmolkerei Sv 1 m - s e r Land" gegründet. 52 Landwirte erklärten sofort ihren Beitritt. Den Sih der Genossenschaft wird die Generalversammlung bestimmen, die dem­nächst stattfinden soll. In dieser Versammlung soll auch ber Baubeschluh herbeigeführt werden. Im weiteren Verlaufe ber Grünbungsversamm- lung würbe ber Vorstanb ber DenossenschaftSmol- lerei gewählt. Zum Vorsitzenden wurde Bürger­meister Wagner, Roßbach, zum stellvertreten­den Vorsitzenden Vorsteher Dörr, Erda, zum Beisitzer Georg Welsch, Hohensolms, bestimmt. Als AussichtSräte wurden bte Landwirte Wilhelm Schaub, Groß-Altenstedten, Wilhelm Füh­rer, Hohensolms, und Karl C l a s, Erda, ge­wählt.

Kreis Biedenkopf.

T Waldgirmes, 20. Iuli. In Kefen Tagen wurden bie Pläne aus ber Zusammen­legungsverfahren ben neuen Besitzern an Ort unb Stelle vorgezeigt. Die Llnzusriebenheit über bie großen Pläne von vier bis sechs Mor­gen und die daburch entstandenen Wertverschie­bungen ist allgemein. In einer Gemeinde- v e rsammlung kam deshalb ber einstimmige Beschluß zustanbe, eine sofortige Unter­teilung zu beantragen. Gleichzeitig wur­den der Versammlung die Verhandlungen der Ortsbevollmächtigten unb bes Kulturamtes mit dem Arbeitsamt Wetzlar und dem Lanbeshaupt- mamx in Wiesbaden über ben Ausbau beS Wegenetzes bekanntgegebrir. Die Kosten sind mit 60 000 Mark in 5000 Arbeitstagen berechnet. Davon stellt bas Arbeitsamt 15000 Mark, bet Landeshauptmann 11000 Mark zur Verfügung.

Kreis Marburg.

WSB. Marburg, 21. Iuli. Ein ernster Unfall ereignete sich am Sonntag beim Gau- turnfeft Ein Turner aus Heuchelheim bei Gießen probierte einen Stabhochsprung, als plötzlich die Bambus st ange brach Der Turner verletzte sich beim Fallen in bet Bierengegend und am Rückgrat schwer« so baß et m die Klinik übergeführt werben mußte« Die Bambusstange war erst vor 14 Tagen von einet Fabrik bezogen worben.

Verantwort!, f. b. Feuilleton: i. V. Dr. Lange.

Zöglingen der beutschen gemeinnützigen Anstalten I in ber Schweiz (Kriegerkurhaus, Deutsche Heil- | ftätten unb 5ribericianum).

Wer eine Befreiung in Anspruch nimmt, hat bas

Vorliegen ber Voraussetzungen glaubhaft zu

fileturbeiten, Häkeleien in Fein-Filet unb Grob- Filet, allerlei nette Sachen aus Gitterslaufch, Stra­minarbeiten, Smyrna-Teppiche, Wollhäkeleien usw. Wie vielfältig das Material von der einfachsten bis zur kostbarsten Art verarbeitet werden kann unb welche hübschen Motive in reizvoller Zusammen­stellung auf dem Gebiete der Handarbeiten her- zustellen sind, offenbart die geschmackvoll und über­sichtlich arrangierte Ausstellung in überzeugender Weise. Ein Gang durch diese Schau, die neben den modernsten Sachen auch dem nicht mit der aller- neusten Mode übereinstimmenden Geschmack viel Schönes und Wertvolles bietet, ist für die Damenwelt anregend und lehrreich. Der Besuch der Veranstal­tung, zu der jedermann kostenfreien Zutritt hat, ist den Damen, aber auch den Herren der Schöpfung, angelegentlich zu empfehlen.

Rettungsschwimmer. Von der Deut­schen Lebens-Rettungs-Gesellschaft, Bezirk Ober­hessen, in Giehen wirb uns mitgeteilt: Bei bem z. Z. ftattfinbenben Lehrgang zur Ausbildung von Rettungsschwimmern haben bie Prüfung be­standen: für den Prüfungsschein: Georg Krug, Bademeister (Müllersche Badeanstalt), von Hom­berg a. d.Ohm, Frl. Marie Kübel, Gymnastik­lehrerin. Gießen, W. Brüning, Gießen, Rönt- genstraßc 6; für den Grunbschein: Walter Brü­ning, Giehen. Röntgenstraße 6. Karl Prinz, Giehen. Hammstrahe 11, Hans Ehrhardt, Gie­hen, Marburger Strahe, Friedrich Lefchhorn, Giehen. Ederstrahe 6. Wilhelm Brunnen­gräber. Giehen, Bademeister des Männer- Badeverems.

Polizeilich sichergestellt. Aus dem Fahrrab-llnierstellraum in ber hiesigen gewerb­lichen Fortbildungsschule wurden vor einigen Wochen zwei Dynamos für Fahrradbeleuchtung entwendet. Wie der heutige Polizeibericht mit­teilt, wurden bas Diebesgut unb bie Täter er­mittelt. Geschädigte werden ersucht, ihr Eigen­tumsrecht bei Der Giehener Kriminalpolizei. Zimmer 24. geltend zu machen.

** Schwerer Unfall in Homberg Bei der Renovierung der Kirche zu Homberg ereignete sich gestern gegen 16 Uhr ein schwerer Unglücksfall. Die beiden Arbeiter Klein unb Iung stürzten bei ber Arbeit aus 10 Meter Höhe ab. da bie "Bohle, auf der sie standen, durchbrach. Beide erlitten innere Verletzungen. Den Verunglückten wurde von der Hornberger Sanitätskolonne unb bem zuständigen Arzt erste Hilfe geleistet. Die Gießener Sanitätskolonne ver­brachte die Btbauerngtoerten nach ber Gießener Chirurgischen Klinik. Es ist anzunehmen, dah Klein einige Rippcnbrüche und sein Arbeitskollege eine Verletzung im "Becken erlitten hat. Die Rönt­genuntersuchung ist noch nicht abgeschlossen

Versammlung ber Danatbank- Angestellten. Man berichtet uns: Montag fand eine "Betriebsversammlung ber Angestellten ber Danatbank. Gießen, statt, in ber zu ben Vorgängen ber letzten Tage, insbesondere zur Liquidation ber Danatbank. Stellung genommen wurde. Einstimmig wurde folgende Entschließung angenommen:In der am 20. Iuli 1931 ftatt- gc undenen Betriebsversammlung der Angestellten der Darmstädter und Rationalbank Kommanbil- gesellschaft auf Aktien, Zweigniederlassung Gie­ßen, wird einstimmig festgestellt, dah für die Liquidation der Danatbank keine begründete Rot- wendigkeit vorliegt, die Ursachen der Krise viel­mehr in besonderen Zeitverhältnissen zu suchen sind. Cs kann nicht ber Sinn ber Rotverorbnung der Reichsregierung sein, dah durch eine bauernde ober längere Schließung ber Schalter ber Bank es zu einem Zusammenbruch zahlloser Existenzen komme, bte an sich gefunb unb lebensfähig sind. Bon ber Reichsregierung müssen daher unverzüg­lich Maßnahmen erwartet werden, die eine Weiterführung ber Bank ermöglichen. Bei einer Liquidierung des Instituts würden nicht nur die 7300 Angestellten der Bank brotlos werden, sondern gleichzeittg mit ber Schließung bes Insti­tuts würden, wie schon erwähnt, zahlreiche Unter» nehmungen in Industrie unb Handel zusammen- brechen unb damit eine bis jetzt noch nicht über­sehbare Steigerung ber Arbeitslosigkeit im be­folge haben. Das Fortbestehen der Danatbank liegt zweifellos im allgemeinen volkswirtschaft­lichen und finanzpolitischen Interesse, und wie die zahlreich gegebenen Sympathiekundgebungen von inländischen Einlegern der Bank beweisen, besteht kein Zweifel darüber, bah biefe fast restlos ihre Guthaben der Bank beiallen toerben. Insoweit Angestellte durch diese Vorgänge in ber Bank in Mitleidenschaft gezogen werden, muß durch gesetz-

ZW