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enden Suges Leute sich eilig und im Walde verschwanden. Eine

Die Wetterlage.

öer beinahe ebensoweit gegangen sei, wie der politische Moratoriumsplan der Franzosen, Macdonald und die britische Regierung aber hätten den Plan Hendersons entschieden miß­billigt. Trotzdem habe Henderson sich gestern noch immer vergeblich bemüht, einzelne Mitglieder der Konferenz für seinen Plan zu gewinnen.

FrankreichsAbrüstungs"- Programm

Für Aufrechterhaltung des einseitigen Rüstungsstandes. Frankreichs Sicherheit durch das deutsche Berufsheer bedroht.

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leichter Osi massiger 30dsi)dwe$l Q Stürmischer «ordwesl Ole Pfeile fliegen mit dem winde Oie beiden Stationen dienenden Zah­len geben die Temperatur an. Die Linien verbinden Orte mit gleichen* euf Meeresniveau umgerechneten Luftdruck

Wettervoraussage.

Das neue Hochdruckgebiet im Südwesten hat seinen Kern noch Frankreich und Süddeutschland verlagert. -Infolgedessen ist bei uns die Dewol- kung zurückgegangen und Besserung eingetreten.

nördlichen Deutschland dagegen verursachen die Randausläufer der neuen Störung wolkiges Wetter und vereinzelte Biederschläge. Wenn auch in unserem Gebiet zunächst der Hochdruckeinfluh zur Geltung kommt, so ist mit der sich weiter ausbreitenden- Südwestluft durch das nördlich« elr « V^^berzug von Bewölkung nicht aus­geschlossen. Biederschläge sind morgen nicht er» Lrarten. Die Temperaturen steigen an.

Vorher sage für Donnerstag. Be- tooln mit Aufheiterung, trocken, wärmer.

Borhersage für Freitag: Niedergang zu mehr wechselnd wolkigem Wetter mit Beiguna zu vereinzelten Biederschlägen.

Räuberischer Aeberfall auf einen Eilgülerzug.

Dom 17'f Juli, kurz nach Mitternacht, kam, wie erst jetzt bekannt wird, der Ellguterzug Darm st adt Aschaffen. r!r°^bes Durchfahrtsignals im ?tockstadt zum Halten. Man be. merkte, daß das Signal noch aüf-chalt stand Nack- Drab^in"s^°^N' daß das Durchfahrtsignal durch Draht in seiner ursprünglichen Lage festqehal« ten worden war Ein Äahnbeamter fuhr mit dem Rad dem Lug entgegen, um das Lokomotiopersonal von der freigegebenen Durchfahrt zu benachrichtigen. Als er den Zug erreichte, bemerkte er, daß in der Mitte des haltenden Zuges Leute sich eilig entfernten und im Walde verschwanden. Eine sosott oorgenommene Kontrolle ergab, daß ein Waggon erbrochen worden war. Kisten und Kartons lagen auf dem Bahnkörper und waren aufgejprengt worden. Den Räubern fielen Haupt- sachlich Kleidungsstücke in die Hände. Obwohl Bahn« Polizei und Gendarmerie mit Hunden die Spur auf. nahmen, konnten die Räuber bisher noch nicht gefaßt werden.

Aus aller Welt.

Der erste Tag der Bayreuther Festspiele. Tannhäuser".

Der Beginn der diesjährigen Festspiele am Dienstagnachmittag war vielverheihend. Der von Siegfried Wagner neu inszenierte und wie immer in Bayreuth in der Pariser Fassung gegebene Tannhäuser" übte vor allem durch die Kraft seiner Bühnenbilder und durch die Schön­heit der Orchesterdarbietungen eine tiefe und nachhaltige Wirkung aus. In der Inszenierung hielt man sich streng an Siegfried Wagners vor- Jf* Neueinstudierung. Desgleichen vollzog sich oas Bacchanal wieder unter Rudolf von Laba n s Führung. T 0 s c a n i n i holte aus 55^ Orchester jede nur mögliche Feinheit heraus. Die Chore waren von höchster musikalischer Schön-

1 &lr auf den letzten Platz besetztes Haus spendete großen Beifall.

Echo de Paris" hält die vereinten Bemü­hungen Englands und Amerikas, Frankreich zu verhindern, die Finanz- und Wirtschaftsnot Deutschlands für Zwecke der französischen Politik nutzbar zu machen, für den charakteristischen Zug der Londoner Verhandlungen. Stimson und Henderson hätten aus diesem Grunde auch, so fährt das Blatt fort, die französisch- deutsche Konferenzerdrosselt", aus dem gleichen Grunde habe vor acht Tagen Mac­donald der, wie man heute wisse, auf den Rat Hoovers handelte die Londoner Konferenz ein­berufen, und ebenfalls aus demselben Grunde werde auch ein in Washington abgefaßter Plan für eine Hilfeleistung an Deutschland heute den Londoner Unterhändlernaufgezwungen". Ange­sichts der mittelmäßigen Lösung, auf der dieser Plan beruhe, brauche die französische Regierung kau rnnoch Einwendungen zuerheben, denn die in Deutschland angelegten französischen kurzfristigen Kapitalien seien nicht mehr be­deutend: sie werden auf etwa 80 Millionen Reichsmark geschätzt. Laval habe es also nicht not­wendig, von finanziellen und politischen Garantien zu sprechen. Frankreich werde aber seine Thesen wieder aufnehmen, sobald es um eine Konso­lidierung seiner kurzfristigen Anleihen oder um neue Kapitalien angegangen würde. Die Londoner Verhandlungen seien nur das Dor- spiel zu weiteren Verhandlungen

Die Preß Association erfährt von maßgebender französischer Seite, Frankreichs Haltung werde von der Tatsache bestimmt, daß es f a st keine

e d i t e i n Deutschland habe und des« halb nicht direkt von der Frage der Erhaltung 1 der Kredite berührt werde.Dies bedeutet, daß 1 toit an einem Plan zur Erhaltung der Kredits rn Deutschland nicht interessiert sind. Wenn ein solcher Plan aufgestellt werden farm uiw er Deutschland hilft, seine unmittelbaren Schwierigkeiten zu lösen, so werden wir uns freuen. Das ist jedoch eine Sache, an der die

. eren Konfe renzmäch te in erster Linie interessiert sind. Es ist das aber wahrschein­lich nicht die endgültige Lösung, lind diese Ansicht ist so offenbar und die Atmosphäre ist derart, daß die Möglichkeit der Deendi- grrng der Konferenz morgen Abend oder Donnerstag uMer der Voraussetzung besteht, daß Me anderen Mächte, mit Ausnahme von

Deutschland in der erwähnten Weife unterstützen werden."

Meinungsverschiedenheiten im britischen Kabinett.

London, 22. Juli. (WTB. Funlspruch.» Der Daily Telegraph berichtet über Meinungsverschie- denheiten zwischen Macdonald und Henderson Wäh. rend seines Aufenthaltes in Paris fei Henderson so weit gegangen, mit seinen dortigen britischen Rat- gebern einen pton für einen politischen lvaffenstillstand in Europa auszuarbeiten,

Genf, 21. Juli. (WTB.) Der Generalsekre- I tär des Völkerbundes hat die zur Teilnahme an I der allgemeinen Abrüstungskonferenz eingelade­nen Staaten aufgefordert, Angaben über ih ren Rüstungsstand einzureichen, um auf diese Weise die Arbeiten der Abrüstungskonfe­renz zu erleichtern. Die französische Re­gierung hatte daraufhin am 15. Juli dem Ge­neralsekretär ein heute veröffentlichtes Memo- I randum übersandt, worin sie erklärt, bevor sie die erbetenen Angaben liefere, halte sie es für notwendig,die Prinzipien und die Me­thode n der französischen Regierung hinsichtlich der Abrüstung" in Erinnerung zu rufen. Das Memorandum besagt, daß Frankreich eine un­bedingte Gleichheit im Rüstungsstande der Ra­tionen nicht anerkennt, und daß es eine Herabsetzung der Rüstungen von weiteren Fort- schritten auf dem Gebiete der Sicherheit abhängig I macht. Die Aufrechterhaltung der ein­seitigen Entwaffnungsbestirnmun- 6 en des Versailler Vertrags wird als conditio sine qua non für alle Verhandlungen über Rü­stungsbeschränkungen bezeichnet. Es wird erklärt, daß eine Aufgabe des Status quo auf diesem Ge­biete jedem Staat feine Handlungsfreiheit für eine Erhöhung der Rüstungen wiedergebe.

Es gebe nur ein einziges feststehendes Element, das als feste Grundlage angenommen werden fönne: Teil5 des Versailler Derttags, der vier Staaten einen genau begrenzten Rustungsstand vorgeschrieben habe. Dai gehe aber nicht hervor, daß die Staaten deren Rüstungsstand durch die Friedensverträge nicht ausdrücklich festgesetzt worden sei, die Verpflichtung haben, für die Begrenzung dieser Rüstungen die Methoden und die Ziffern anzu­nehmen, die Gegenstand des Teiles 5 des Ver­sailler Vertrages seien. Der Völkerbundspakt schreibt lediglich vor, daß die Herabsetzung der Rüstungen Gegenstand eines Planes zu sein habe, der vorbereitend dem Völkerbundsrat, den verschiedenen Regierungen zur freiwilligen Annahme unterbreitet werde. Dieser Plan müsse der nationalen Sicherheit, den inter­nationalen Verpflichtungen, der geographischen Lage und den besonderen HmftänSen, in denen sich ein Land befindet, Rechnung tragen.

Das Memorandum behauptet, daß Frankreich eine erheblich« Herabsetzung seiner Rüstungen

Ein Aufruf der deutschen Frauenverbände

Berlin, 21. Juli. (WTB.) Die Arbeits­gemeinschaft deutscher Frauenver- bände erläßt einen Aufruf, in dem folgendes gesagt wird:Die Wege zur Rettung find klar vorgezeichnet. Don außen her: Reduktion der Tri­bute, einheitliche Maßnahmen der großen Wirt­schaftsvölker der Erde. Don innen: Zusam­menfassungalle rKräft, um die deutsche Wirtschaft als die gemeinsame Grundlage des na­tionalen Lebens planvoll wieder aufzubauen und gegen Eigennutz und Panik zu verteidigen. Bach außen und innen hängt der Erfolg von der E i n- m ü t i a k e i t u n d F e st i g k e i t ab, mit der das ganze Volk der Botwendigkeit der Stunde dient: Das Chaos muß verhütet werden, die Möglich­keit der Wiederaufrichtung muß erhalten bleiben." Der Aufruf wendet sich an alle Frauen mit der Mahnung, in diesem Ringen Deutschlands um feine politische und wirtschaftliche Freiheit ene Stühe des inneren Friedens und der nationalen Festigkeit zu sein. Alle Formen der Pa­nik Devisenhamstern, unüberlegte Sparkassen­abhebungen, verräterische Kapitalflucht nützen dem einzelnen nichts, sondern vernichten alle. Die Frauen sollten durch ihren festen Glauben an die Zukunft Deutschlands dazu helfen, daß durch die Verhandlungen mit den auswär­tigen Mächten der Weg eines starken Volkes und ^a^r mit Kraft und Intelligenz aufgebauten Wirtschaft von den Belastungen der Gegenwart freigemacht und durch die Erschütterungen hindurch aufwärts geführt werden könne.

Die Rechtsopposition an Brüning.

ter essen, wäre das bestmögliche Ergebnis für Europa und die Welt. Die englisch-amerikanisch­deutsche Gruppe könne den Frieden Europas und die Sicherheit der Kapitalgeber wahren, wie nie­mand sonst. Frankreich und seine Satelliten wären isoliert und ihre militärische Autokratie wäre angesichts einer überwältigenden Wirt­schaftsmacht machtlos. Das ist tragisch für Frank­reich und die Welt, daß Frankreich entschlossen ist, die Kriegsmentalität zu verewi­gen, und in Deutschland nach wie vor keinen wehrhaften Gegner will. Deutschland muß vor der finanziellen Zerstörung gerettet werden. Großbritannien und Amerika werden nicht un­tätig zusehen, wie das deutsche Volk erst in das Chaos und schließlich in dieArme Sowjetruhlands getrieben wird. Biemand bestreitet das Recht, sich nach seinen Gefühlen zu entscheiden, aber Frankreich sollte sich auch klar machen, daß, wenn durch fein Verhalten die Plutokratische Macht in Europa in die Hände Deutschlands, Großbritanniens und Amerikas fällt, die Machthaber über die ganze Zukunft der Kriegsschulden und Reparationen nach den Notwendigkeiten des Augenblicks entscheiden wer­den und nicht unter dem Gesichtspunkt des Hasses der Vergangenheit.

Nie Meinung -er Franzosen.

Frankreich an einemPlan für Verlängerung bestehender Kredite nicht interessiert.

Paris, 22. Juli. (WTB. Funkspruch.) Der Matin" berichtet aus London über die Aus­sichten der Londoner Konferenz. Der allgemeine Eindruck sei, daß die Konferenz etwas zustande« bringen werde, damit Deutschland an Stelle einer langfristigen Anleihe durch eine Reihe von Maß­nahmen sofortige Hilfe erhalten werde. Es werde sich dann ergeben, ob in Zukunft die Besserung I der internationalen Atmosphäre es gestatten werde, weitere Maßnahmen zu ergreifen. Von deutscher Seite werde darauf hingewiesen, daß eine einfache Konsolidierung der Kredite nicht genügen werde, um die deutsche Wirtschaft zu retten, denn De utschland benötige neue Zahlungsmittel. Auf französischer Seite bleibe man bei der während der Pariser Kon- I ferenz geäußerten Anschauung, daß für Deutsch­land langfristigeKreditein Zukunft not­wendig sein würden. Frankreich sei geneigt, unter der Bedingung, daß finanzielle Garan­tien für eine politische Beruhigung gegeben werden, sich an einer solchen Aktion zu beteiligen. Die Konferenz werde heute sicher Entschließungen fassen, die vielleicht nicht fen- sationell seien, aber geeignet, eine fühlbare Besserung der Wirtschaftslage Deutschlands vorzubereiten. Der Sonderberichterstatter der Havas-Agentur ist der Ansicht, es genüge nicht, um mit Worten Stimsons zu reden, ein durch­löchertes Gefäß mit Hilfe der Konsolidierung abzudichten, sondern eS müsse auch noch mit neuem Gelbe gefüllt werden. In dieser Richtung scheine aber nochkeinepraktische . Anregung, abgesehen von dem konkreten französischen Vorschlag, gegeben worden zu sein.

Ein polnisches Militärflugzeug bei Schneibemühl notgelandet.

Schneidemühl, 20. Juli. (WTB.) Heute kurz nach 16 TIhr, ging ein polnisches Militärflugzeug bei Schneidemühl nieder. Das Flugzeug wurde zuerst gegen 16 Llhr über dem Beuen Markt in Schneidemühl gesichtet. Es flog in etwa 150 Meter Höhe, so daß die polni­schen Hoheitszeichen deutlich zu er­kennen waren. Außerdem waren die Bummer 68 und ein großes T (das Abzeichen des Flieger­regiments in Thorn) und die Kontrollnummer 31 154 sichtbar. Die Flieger landeten schließlich, nachdem sie einige Rundflüge über der Stadt aus­geführt hatten, auf dem ehemaligen Flugplatz an der Krojanker Chaussee. Die beiden Insassen des Flugzeugs sind Angehörige des vierten polnischen Flieger-Regiments in Thorn. Es handelt sich um den polnischen Kapi­tän Turosienski, der als Beobachter flog, und um den polnischen Sergeanten Johann Wisniewski. Die beiden feftgenommenen Flieger gaben an, von Thorn nach Kolo geflogen zu sein. Sie wollen sich auf dem Rückwege nach Thorn in dem Ge­witter und diesigen Wetter verflo­gen haben. Plötzlich wollen sie bei blauem Him­mel unter sich eine größere Stadt bemerkt haben. Da sie annahmen, daß sie bereits in Deutschland seien, landeten sie, um weiteren Schwierigkeiten, wie sie angaben, aus dem Wege zu gehen. Photo«' apparate sind bei den Fliegern nicht gefunden worden.

Die Aussagen der Flieger sollen glaubwürdig erscheinen. Im übrigen sind sie sehr niedergeschla- gm, weil, wie sie sagen, in Polen vor 14 Tagen scharfe Strafbestimmungen für uner­laubte Grenzüberfliegungen herausgekommen sein sollen, sie fürchten nach ihrer Heimkehr eine disziplinarische Bestrafung. Vom Amtsgericht wurde Kapitän Turosienski wegen unerlaubten Grenzübertrittes in Tateinheit mit Vergehen ge­gen das Luftverkehrsgesetz und die Luftverkehrs« ordnung zu drei Tagen Haft verurteilt, der Angeklagte Sergeant Wisniewski wegen der glei­chen Vergehen zu drei Tagen Haft und wegen eines weiteren Vergehens gegen die Luftverkehrs- vrdnung zu 20 Mk. Geldstrafe. Man rechnet da­mit, daß den polnischen Fliegern nach Verbü­ßung ihrer Haftstrafe die Erlaubnis erteilt wird, von hier aus mit ihrem Flugzeug nach Polen zu- rückzufliegen.

Oie Scheidung der Geister.

Eine englische Stimme für einen deutsch- angelsächsischen Zusammenschluß.

London, 22. Juli. (WTB. Funkspruch.) Dailv Expreß" sagt: Eine Weigerung Frankreichs zur Mithilfe an der Rettung Deutsch­lands außer unter demütigenden, nicht zur Sache gehörenden Bedingungen, ebne den Weg für ein Bündnis zwischen Amerika, Großbritannien und Deutschland. Ein solches Bündnis, das sich nicht auf Verein­barungen oder Versprechungen gründe, sondern lediglich auf ® emetnfamfei t der 3n»

S e r I i n, 22. Juli. (DDZ.) Die Führer der rech­ten Opposition haben an den Reichskanzler Brüning nach London folgendes Telegramm gerichtet:

Dem ursprünglich als Erleichterung gedachten Plan des amerikanischen Präsidenten Hoover wer­den die unverhüllten Absichten Frankreichs entgegen- gesetzt, das deutsche Volk auf die Dauer unter sein -Oiftat ju zwingen. So soll aus der Erleichterung eine Verschlimmerung werden. Es wird den ver­antwortlichen Kreisen in Frankreich nicht unbekannt sein, daß in unserem gequälten Volk, insbesondere in der Jugend, die Verzweiflung derartig angewach­sen ist, daß allerorts gefährliche Gedankengänge aufkeimen. Das deutsche Volk, das sich von der Schuld am Kriege frei fühlt, will und kann die ihm aufgezwunaenen ungerechten Lasten nicht länger tragen. Erst recht aber ist eine weitere Schmälerung der deutschen Staatshoheit unerträglich und nicht zu verantworten. Die gesamte nationale Opposition macht daher in aller Form darauf aufmerksam, daß sie gemäß ihrer Grundeinstellung auch neue Bin- düngen, die gegenüber Frankreich eingegangen werden, als für sie rechtsverbindlich nicht ansehen Gez.: Graf von der Goltz. Hitler. Hugenberg. Graf

Kalckreuth. Bethge. Lind. Seldte. Düsterberg."

Die Deuischnationalen zurKnsis.

Berlin, 21. Juli. ($AI.) Die deutschnatio- na.e Reichstagsfraktion gibt über ihre Sitzung am Dienstag im Reichstag einen Bericht heraus, wonach die Fraktion ein eingehendes Referat des Parteworsihenden Dr. Hugenberg über die

Lage entgegennahm. Mit besonderer Befriedigung wurde von dem Telegramm an den Reichskanzler Dr. Brüning nach London Kennt-

bereits vorgenommen habe, versagt sich aber ausdrücklich irgendwelche zahlenmäßige Ver­gleiche zwischen den Rüstungsangaben einzelner Länder. Es wird darauf hingewiesen, daß die Dienstpfllcht seit 1921 von drei Jahren aus zwölf Monate progressiv vermindert worden ist, daß Truppen mit einjähriger Ausbildung in ihrer militärischen Leistungsfähigkeit mit Berufs­soldaten nicht verglichen werden könnten und es wird sogar di: Errichtung des fran­zösischen Festungsgürtels als cin not­wendiger Ausgleich hingestellt. Weiterhin wird behauptet, daß die französischen Rekruten in den ersten sechs Monaten ihrer Diens^eit nicht als verwendungsfähige Soldaten anzusehen seien, und eS wird daraus gefolgert, daß ein Drit« tel der französischen Armee stets un­verwendbar sei. Der derzeitige Effektivbe­stand der französischen Armee im Mutterland betrage 270 000 Mann, wovon jedoch nur 163 000 Mann als au £geb i lbe V ju gelten Hütten. Es wird weiter behauptet, daß die französische Armee seit 1921 ihre foforti verwendungsfähigen Streitkräfte um 42 v. H. herabgesetzt habe.

Zusammenfassend wird erklärt, daß Frankreich seine Rüstungen bereits soweit herabgesetzt habe, wie es mit dem Minimum seiner nationa­len Sicherheit unter den gegenwärtigen Um­ständen vereinbar sei. Es verdient festgehalten zu werden, daß das Memorandum die Frage der aus­gebildeten Reserven und des lagernden Materials mit keinem Wort erwähnt. Die 'französische Regie­rung fordert, daß Verletzungen eines Schiedsspruchs Sanktionen nach sich ziehen müßten. Es wird an- erkannt, daß die Verträge von Locarno eine wich­tige Sicherung bilden, jedoch darauf hingewiesen, daß diese Verträge sich nur auf eine b e - ftimmte Gegend Europas erstrecken und er­klärt, daß die Unsicherheit eines Staa­tes die Unsicherheit aller Staaten bedeute. Der letzte Teil des französischen Memoran­dums ergibt ein sehr weitgespanntes politisches Programm, das als Bedingung für weitere Rü­stungsherabsetzungen hinaestellt und folgendermaßen uisammengefaßt wird: Universelle Verpflichtungen Der gegenseitigen Hilfeleistung, ein kombiniertes System regionaler Verträge, Errichtung einer inter­nationalen Streitmacht, gleichzeitige Anwendung dieser verschiedenen Systeme.

nis genommen. Bach eingehender Aussprache wurde eine Entschließung einstimmig angenom­men, in der es heißt: Richt die ungeheure Krise selbst, die auf Deutschland lastet, rst heute das ain meisten Erschütternde. Das am meisten Er­schütternde ist die Rat- und Planlosigkeit, mit der die ausbrechende Krise behandelt worden ist. Es ist alles zu spät, das meiste falsch und das Wichtigste nicht geschehen. Der ganze Verlauf der Dinge ist nur mit marxistischen Einflüs­sen zu erklären. Der Mangel jeglichen Ver­trauens auf die eigene Kraft und Erfindungs­gabe^ und der Irrglaube an das Allhellmittel ausländischer Geldhilfe sind die bezeichnenden Merkmale des bisherigen Verlaufs der Krise. Der ausländische Kredit ist heute Gift für uns. Bach einer kurzen Aufmunterung bringt er um so tieferen Verfall. Mit den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln und Kräften kann die jetzige Regierung der Krise nicht Herr werden. Die Er­füllung politischer Vorbedingungen Frankreichs würde das Bild um so unerträglicher machen. Bur eine scharfe und schnelle Wendung der deutschen Politik in das Fahrwasser der natio­nalen Opposition kann wirlliche Besserung, ins­besondere die Lieberwindung, der Arbeitslosig­keit und der Kredit- und Währungskrise brin­gen. Wir können ihrer aus eigener Kraft Herr wer­den, wenn wir wollen. Zur Verzweiflung liegt kein Anlaß vor. Die Dinge liegen klar und ein­fach, wenn man es fertigbringt, die verwirrende marxistische Brille abzusetzen.

Schwere Unruhen in Sevilla.

3n Sevilla haben sich schwere Unruhen ereignet, Zusammenstößen zwischen streikenden Ge­werkschaftlern und der Polizei sind ein Polizist und zwei Streikende getötet sowie 15 Strei­kende schwer verletzt worden. Die Streikenden hatten mehrere von Militär bediente Straßen- bahnzuge beschossen. Die Stadt ist mili- tansch beseht, besonders im Hinblick auf die Ge- Dallina an der Spitze einer starken Abteilung von Arbeitern gegen die Stadt anrude. Die streikenden Gewerkschaftler versuch- ten heute das Telephonamt zu stürmen nno in Brand $u sehen. Es gelang den ein- gefeilten ©trettfräften den Versuch »u vereiteln. ®te Zwischenfalle haben starken Eindruck in den Kreisen der spanischen Regierung gemacht.

Schwere politische Schlägerei in Dortmund.

Montagabend, kurz vor 23 Ufjr, kam es a m Bordausgang des Dortmunder tb afjnljofeS zu einem Zusammenstoß zwischen Korn m un i st en und politisch Anders­gesinnten. Als ein Polizeibeamter in Zivil den' Streit schlichten wollte, fielen die Streitenden gemeinsam über den Beamten her und schlugen ihn zu Boden. Der Beamte zog darauf seinen Revolver und gab sechs Schüsse auf seine Angreifer ab. Zwei von ihnen wurden zu Boden rstreckt. Einer war sofort tot, der zweite a r b auf der Polizeiwache, ein dritter wurde am Arm verletzt. Der Polizeibeamte, der sich in den Bahnhof flüchtete, wurde von den übri­gen Angreifern verfolgt, neuerdings zu Boden geschlagen und durch mehrere Messerstiche in den Rücken schwer verletzt. Als die Bahn­polizei dem Beamten zu Hilfe kam, flohen die Angreifer. Bei dem einen Toten wurde ein Mitgliedsbuch der KPD. gefunden.

Die diel Elleben teil Suhinft, M stimmten nie; pir sie ge^ (6en Anteil. LetrenM" ]c für die N aber kennt

Der Ingen lüft und 'kr- Liebesleben ' Leute, ob ihr teil bringt! nenb, ixmn l aus der De Sie leben a' schauen mit'

Der das Gegenv seines Hanl Zeit, in der zinsen, wie i Auftakt zum Der Mensch in der Seger Ratgeber die lange warten der Srfahrm lein, dah die die Zukunfts

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