Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
Download single image

imann und ein Raubs in roti er Nacht auf öf- Wegs kommende 7ter Droljunflen, eines Sold/es ^retten, \tro\t mbe Drrhand- m Mnytlagkn, et wurde weaen einer öfjenflitpen Ichah, unter An- I Jahren 0p Angeklagte mrde

Bilkti gcteam er Kraft?

irunfte ein teert» wenn sie in die agti daS Ober- allen ...

)ing und freute tag, an dem er ang zu machen

any: anmutige bilden bar.

n Saligkli in

Üeßen.

L« ff $I-lun0ebt<f,t phä vernichtet und °°r im welrnt.

und $Pr.

'Ihn, mu^te, ta »"de Umhänbe 'n. Dar Gericht WM van ° auherdem Of. ^zkajje auf eine Umwandlung der J, befürwortet, fdlfdjung wurde

6 Monaten lfm umfaßenden nach und nach 'ctrage für sich chen Urkunden, n hat er sich in 'lagung schuldig dndnis und dar- chens noch nlch, Gericht eine Pe> der Bedingung m von je 2.5 Mk.

A

ng»u

»t'te«-

a rrkt...........

'"Im V

»Ä ^"ifche 8 10 U0; »i S; ^nsche

in. DES etnorben.

Ditte teirll'chm eine ihrer Sau»

k pikiert, da er

Erlebnis!«

6eri4t«i«. öcan9Cn-Ä Irden rstand m

L«L K»i6tt

Me S<i^

Äflo Dorum

IS fori'" ^ndHo^r

Z 9an3 nürbeff Les in.^ brauche- d, ulcht o schrill

.*%** iirdeu-

nr. 169 Erstes Matt

181. Jahrgang

Mittwoch, 22. Juli J931

Ersch« »»> täglich, autzr, Boimtogs anb Feiertag* Beilagen.

Dte 3nu|tnerti Giehener Famllienblütt«

Heimat hn Bild Di« Scholle

monats-Bejugsprels: 2.20 Reichsmark unb 30 -ieichspfennig für Träger» lohn, auch bei Richter» scheinen em) einer Vliunmern Infolge höherer Gewalt.

zemtprechanlchtuße enterSammeüuunmer225L Lnfchrisi für Drahtnach- dd)ttn: Snjetger Gießen.

Polfd>e<ffonto: Srarffnrtam Main 1168«.

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

vniS und Verlag: vrühl'lche Universtlülr-Vuch' und Stcinöruderet L tauge in Gießen. Schriftlettung und Sefchästrstelle: Zchnlftrahe 7.

3 »nahmt von 3n$daee für bi« Tagesnummer bte zum KachmMag vorher.

preis für 1 mm Höhe für Anzeigen von 27 mm Brette örtlich 8. auswärts 10 Reichvpfenmg; für Re­klameanzeigen von 70 mne Brette 35 Retchspfennig, Platzvorfchrist 20'. mehr.

(Tbefrebalrteur.

Dr. Frrebr. Will). Lange. Verantwortlich für Dolttili Dr. Fr. Will). Lange: für Feuilleton Dr.H.Thyriot; für ben übrigen Teil Ernst Diumschein anb für ben Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in Gießen.

Die Londoner Konferenz beräi Abstoppen der Kreditabzüge.

Deutsch-englische Vorbesprechungen.

Lin Kinanzausfchutz berät weiter.

London. 21.3uli. (61113.) Schon der Hof deS Foreign Office bot heute daS Bildei ne s groben läge«: Reihe an Reihe standen die Kraftwagen der Delegationsmitglieder der sieben Mächte, gefeßmüdt mit den Fahnen der verschie­denen Rationen. Gin Heer von Polizisten, Photographen, Kinooperateuren und Reportern vervollständigte baS Dild. Hinter den großen Fenstern, erreichbar durch lange Korridore, durch die nur die Personen zugelassen wurden, die sich mit Ausweisscheinen als Konferenzmitglieder j legitimieren konnten, tagt die Konferenz. Die iche. dast heute früh vor Beginn der . eigentlichen Konferenz einstündige Aussprachen zwischen Reichskanzler Dr. Brüning. Mini­sterialdirektor Schäffer vom Reichsfinanzmini- | fterium, Schatzkanzler Snowden und Leith Rost vom britischen Finanzministerium im Schatzamt einerseits und ReichSaubenminister ! Dr Curtius. Staatssekretär v. Bülow und Außenminister Henderson im Foreign \ Office andererseits statt gefunden haben, konnte darauf schließen lassen, daß die Erörterungen, I* die gestern abend zwischen den britischen und deutschen Staatsmännern beim Abendessen be­gonnen haben, heute vor dem Zusammentreffen | mit den übrigen Konferenzteilnehmern auf einer konkreteren Grundlage fort­gesetzt worden sind.

Heber die DvrmittagSsitzung der Siebenmächte­konferenz wurde folgendes Gommuniquö aus­gegeben: De Konferenz ist um 10 llßr im Foreign Office zusammen getreten und hat über internationale, finanzielle Zusam- I menarbeiiSmöglichkeiten beraten, die geeignet sein könnten, möglichst umgehend das wirtschaftliche Gleichgewicht in Deutschland wiederherzustellen. und zwar alS Vorbereitung zur Prüfung wei­terer M a tz n a h m e n . die sich alS notwendig Herausstellen foll'.en, um die Finanzsituation ; Deutschlands für dauernd wieder auf eine feste Grundlage z u stellen. Cs ! wurde vereinbart, dast die F i n a n z m i n i st e r i der auf der Konferenz vertretenen Mächte sowie Reichskanzler Brüning heute nachmittag unter dem Borsitz Macdonalds zu einer neuen Sitzung zusammentreten sollen, in der die Prüfung der aufgeworfenen Fragen fortgesetzt werden soll.

Die Verhinderung des Kapitalabflusses.

Curttus über die Vorntittaqssitzung der Konferenz.

London, 21. Juli. (WTD) Zu der heutigen Dollsitzung erklärte Außenminister Dr. 6 u r - I tiuS, daß man sich heute ausschließlich I mit der Erörterung finanzieller Probleme befaßte. Hierbei war besonders bemerkenswert, dah sich S t i m s o n in hervor­ragendem Mähe an den Besprechungen beteiligte, i und dah die Amerikaner versuchten, die Lage auf i das genaueste aufzuklären. Zunächst befaßte man I sich mit der Frage, unter welchen Umständen und mit welchen Mahnahmen ein ©tillßalte- konsortium gebildet werden kann, so dah auch wirklich praktisch der größte Teil der kurz- sristigen Anlagen nicht zurückgezogen wird. I Man wie- daraus hin, dah es keinen Zweck haben würde, wenn sich nur die Großbanken verpflich­teten, keine Anlagen zurückzuziehen, während die Kleinbanken damit fort?obren. Cs müsse Vorsorge getroffen werden, damit eine w i r H icheSti11» 1 Haltung erreicht werde. Diese Fragen wurden auf8 eingehendste erörtert unter Berücksichtigung j von Zahlen über die Größe der berxeit in | Deutschland vorhandenen kurzfristigen Anleihen französischer, amerikanischer, schweizerischer und holländischer Herkunft. Da es sich zeigte, dos; eine Erreichung von praktischen Vorschlägen in dem großen Kreis der Vollkonfercnz nicht mög­lich sei, beschloß man, eine Konferenz der Finanz­minister abzuhalten, während die Vollkonferenz morgen um 10 Hßr wieder zusammen treten wird. Cs bestehe die Hoffnung, daß diese Konferenz ! der Finanzminister in der Lage fein wird, der morgigen Vollkonserenz praktische Dor- 1 schläge zur Lösung der ersten Frage zu über­reichen. Die zweite Frage, die Zurückführung neuen Kapitals nach Deutschland, wurde auf der heutigen Sitzung zwar gestreift, aber nicht vertieft. Die Konferenz derFinanzminister

Noch keine Einigung.Vorschläge für die Vollversammlung.

London. 21. Juli. (1DIB.) Um 21 Uhr fand die Konferenz der Finanzminister unter Vorsitz Macdonalds, an der von deutscher Seite Reichskanz­ler Dr. Brüning teilnahm, ihr Ende. Die ver­lautet, wurde beschlossen, der morgen staltsindenden Vollsitzung mehrere Vorschläge zu unter­breiten, über die heute verhandelt worden ist. Ueber den Gang der Verhandlungen der Finanzminister lind bezeichnenderweise nur spärliche Anden, ungen gemacht worden. Der Schwerpunkt der

Besprechungen beruhte auf der Frage, welche Schritte fofort getroffen werden müssen, um wei­terem Kapitalabfluß au» Deutschland oorzubeu gen. Da hierüber keine einheit­liche Auffassung zu erzielen war, so wurde beschlossen, e» den einzelnen Abordnungen zu über­lassen, ihren Standpunkt in einem Bericht der Voll­versammlung der Ministerkonferenz am Mittwoch- oormittag vorzulegen. Ls unterliegt keinem Zweifel, daß die Verhandlungen, denen Macdonald ursprüng­lich einen ausschließlich finanztechnischen Charakter

Washington, 21. 3uli. (WTD.) Der Vor­schlag, den Amerika durch Stimson der Londoner Konferenz unterbreiten ließ, lautet: ..Der Kern des Problems ist die Wiederherstellung des Vertrauens in Deutschlands Wirtschaft, sowohl in Deutschland selbst wie im Auslande. Was die politische Seite an­betrifft. so hofft Amerika, daß die Volker Euro­pas durch gegenseitiges Verständnis und guten Willen alle Reibungsverhältnisse be­seitigen. damit die 'Welt mit der politi­schen Stabilität Europas rechnen kann. Was die wirtschaftliche Seite anbetrifft, so ist die gegenwärtige Rotlage durchaus eine Krisis kurzfristiger Kredite. Der Hauptdruck aus Deutschlands Wirtschaft in der Zeit der Depression ist durch den gemeinschast- lichen Schritt der Gläubigermächte mit der Sus­pendierung aller Zahlungen auS Regierungsschulden für ein Fahr er­leichtert wokben. Deutschland hat aber sein Wirt­schaftsleben zu einem sehr beträchtlichen Grade mittels ausländischer kurzfristiger Kredite finanziert. Cs liegt kein Grund vor, die Sicherheit der Grundlage, auf der diese Kredite ruhen, zu bezweifeln. Aber die in den letzten Wochen herrschende allgemeine Unsicher­heit brachte einen solchen Verlust an Vertrauen mit sich, daß Deutschlands Dank- und Kreditwesen einer sehr schweren Be­lastung ausgesetzt war. Diese Belastung nahm zwei ganz bestimmte Formen an, deren Folge ein Abfluß der Bankmittel und eine Vermin­derung des Gold- und Devisenbestandes war.

Erstens gab es eine Flucht aus der Mark in Deutschland selbst, zweitens wurden ausländische Depositen abgezogen und die Kredite seitens ausländischer Banken beschnitten. Diese Bewegungen sind durch nichts zu rechtfertigen, und wenn sie durch eine gemeinsame Aktion ausgehaiten wer- den können, so besteht kein Grund, daß die gegenwärtige Rotlage nicht sofort und endgültig überwunden werden könnte, was das Rächst- tiegende betrifft, nämlich die Innere Flucht vor der Mark, fo kann dies und es geschieht dies bereits erfolgreich bekämpft werden durch die entschiedenen Maß­nahmen der deutschen Regierung und der Reichsbank, wenn die unberech­tigte Besorgnis einmal überwunden ist, so kann der Patriotismus des deutschen Volkes sicherlich dazu geführt werden, d i e Zerstörung des Kredites des eige­nen Landes zu verhindern, was die aus­wärtigen Kredite betrifft, fo glauben wir, daß die erste Annäherung an dieses Problem in der Aufstellung eines Programms besteht, das eine Verlängerung der laufen-

Reuyork. 22. 3uli. (WTD- Funkspruch.) R e w Bork Times" wieHera Id Tri­büne" berichten aus London, daß dort eine anglo-arncrikanische Zusammenar- beit sowie Liebereinstimmung zu konstatieren fei. sowohl bezüglich der Rotwendigkeit, inner­halb der nächsten Tage zu Ergebnissen zu ge­langen, als auch darüber, daß die französi­schen Forderungen undiskutierbar seien und daß es wünschenswert wäre, von der französischen Ansicht einer sofortigen langfristigen Anleihe abzukommen. Beide Blätter bringen Aeußerungen Reuyorker Bankkreise über die Vorschläge Hoovers, in denen es zu­nächst heißt, daß die Verfaster sich in ihrer Kritik an diesen Vorschlägen Zurückhaltung auf­erlegen müßten, da sie feine besseren an deren Stelle zu fetzen hätten. 3m übrigen stimm­ten sie auch, wenigstens insoweit mit dem neuen Hooverplan überein, als auch sie von der Lln- ziemlichkeit einer sofortigen langfristigen An­leihe überzeugt wären, ebenso, wie sie den Dor­

geben wollte, stark von politischen Ge­sichtspunkten beeinflußt wurden. Die Mitglieder des Ausschusses verpflichteten sich, über ihre Verhandlungen so lange Stillschweigen zu be­wahren, bis ihre Berichte der Vollversamm­lung oorgelegt seien. Rach Schluß der sechs­stündigen Sitzung stellte ee sich heraus, daß den Anwesenden noch nicht» von dem neuen Hoover - Memorandum- bekannt war, obwohl dieses bereits am Rachmittag in den Zei­tungen veröffentlicht worden war.

den Kredite um eine angemessene Frist ermöglicht. 3n diesem Zusammenhänge nehmen wir an, daß diese Kredite zusammen mit der Befreiung von den Reparationen und den sich aus der Behebung der Panik ergebenden natür­lichen Besitz genügen sollen, um den gegen- roärfigen Bedarf der deutschen Wirtschaft zu decken.

Die Verantwortung für die Ausarbeitung der Einzelheiten eines solchen Programms und die Methoden, um es mit gebührender Berücksich­tigung des Schuhes für die Danken und der Be­dürfnisse der deutschen Wirtschaft wirksam durch- »uführen, sollten denDankgemeinschaften Der betreffenden Länder überlassen werden, und den Zentralbanken konnte, so glauben wir, daS Vertrauen entgegengebracht werden, daß sie die notwendige Führerschaft in beyig auf das Zusammenwirken und die Leitung überneh­men. Derartige freiwillige Abmachungen sollten für die gegenwärtige Zeit ihre Ergänzung finden in einer ftrengen Kontrolle aller De­visentransaktionen durch dieReichs- b a n f, derart, daß die Integrität des Pro­gramms aufrechterhalten werden kann, und daß die Danken, die daran teilnehmen, versichert Jein können, daß keine willkürlichen Abzie- Hungen stattfinden weder von deutscher Seite, noch außerhalb Deutschlands. Das wird zur Auf­rechterhaltung des Gesamtbestandes der Kredite aus jedem Lande beitragen.

wir sind der Ansicht, daß, wenn eine derartige Aktion schnell zur Ausführung gebracht würde, eine unmittelbare Wiederher­stellung des vertrauens die Folge fein würde, und daß in verhältnismäßig kurzer Zeit die Rotwendigkeit für eine Beschränkung dieser Art verschwinden und dann wieder normale Verhältnisse zur Herrschaft gelangen würden, von der BIZ. sollte ein Komitee ernannt wer­den oder es sollte ein Komitee auf irgendeine andere angemefsene Methode geschaffen werden, um ein Zusammenwirken besonders bei den folgenden Fragen zu gewährleisten: Um zunächst im Einvernehmen mit den Banfinter- efsenten in den verschiedenen Ländern von diesen Ländern Vorsorge zu treffen für die wieder- erneuerung des gegenwärtigen Bestandes der laufenden kurzfri- ft i g e n Kredite: um zweiten» über die unmittelbaren weiteren Kreditbedürf­nisse Deutschland» eine Untersuchung anzustellen: dritten» über die Entwicklung von Plänen während des verlause» der nächsten sechs oder acht Monate für eine teilroeij? Um- Wandlung der kurzfri st igen Kredite

in langfristige Kredite.

schlag des Präsidenten, die kurzfristigen Anleihen durch einen von der DIZ- zu ernennenden Aus­schuß umwandeln zu lassen, billigten. Zwei- f e l wären lediglich hinsichtlich der Verlänge­rung der kurzfristigen Anleihen zu äußern. Dies feien jedoch banktechnische De- denken, die sich wohl durch zeitliche Staffelung und sonstige Maßnahmen beseitigen ließen.

Der Hauptgrund für die Abneigung der Dank- kreise gegen eine kurzfristige Kreditgewährung ist die Befürchtung, daß sich die große Menge der Kreditgeber schwerlich kontrollieren lasse und daß daher zu un­gelegenen Zeiten erhebliche Rückziehungen ein» treten konnten. A l s bestes Mittel für die Stabilisierung der deutschen Finanzverhältnisse und die Stärkung des Vertrauens zur deutschen Wirtschaft im In- und Auslande wird die Herabsetzung oder Streichung der Reparationen angesehen. In Wall Street gewinne immer mehr an Boden, Deutsch­lands Sanierung und die Stabilisierung Mittel­

europas überhaupt sei nicht so sehr eine Frage der Gewährung neuer Anleihen an Deutschland. Vielmehr werde eine Schuldenentlastung die Zuversicht des deutschen Volkes mehr stärken, als eine Erhöhung der Schuldenlast durch neue Anleihen. Allerdings könne dieses Problem, das doch auf6 engste mit der Kriegsschuldenfrage überhaupt zusammenhänge, erst nach dem Zusammentritt deS Kongresses in Angriff genommen werden, es liege also zunächst o u ß erhalt» der von der Londoner Konferenz zu erreichenden vorläufigen Lösung.

Keine Illusionen!

Tie Selbsthilfe wird in keinem Falle entbehrlich für Deutschland.

'Berlin, 22. Juli. (WTD.) Die A Z" be­urteilt den Hoover-Plan sehr skeptisch und er­hebt ebenso wie die .Deutsche Tageszei­tung" lebhafte Bedenken gegen die Einsetzung eines internationalen Ausschusses zur Prüfung der wirtschaftlichen und finanziellen Lage Deutsch­lands. Die .Voss. Ztg." schreibt: Wir haben inzwischen gelernt, unS vor Illusionen zu hüten. Die lehrreiche und segensreiche Auswirkung der letzten 14 Tage war die. daß wir uns allmählich an den Gedanken gewöhnen, allein und aus uns selbst gestellt dec Schwierigkeiten stand­zuhalten. Es wäre zu viel gesagt, wollte man etwa behaupten, daß ein Ausweg bereits gesun­den sei. Auf keinen Fall aber darf jetzt unser Wille erlahmen, weil sich in Lon­don ein neuer Hoffnungsschimmer zeigt. Die Si­tuation ist klar: Wir müssen suchen, so schleunigst wie möglich zu einem normalen Bankverkehr über­zugehen Rur wenn man so vorgeht, a 1S ob wir keinen Auslandskredit bekä­men, nur wenn wir zeigen, daß wir alleS tun, um auch ohne fremde Hilfe zurechtzukom­men, nur bann haben wir bie Chance, baß unS mit auSlänbischer Unter ft üßung die liebe rtoinbung bet Schwierigkeiten erleichtert wirb. Die® e r- mania sieht in dem amerikanischen Vorschlag, der auch von bet Rotwenbigkeit des gegenseiti- Sen guten Willens und der gegenseitigen Derstän- igung spricht, gleichzeitig eine Mahnung und Warnung an Frankreich. Das Blatt hält bie großzügige Haltung Amerika- den Rechenkünsten und Garantiewünschen der französischen Politik gegenüber, die die gegenwärtige Anleiheaktion in ähnlicher Weise verzögert habe, wie den ameri­kanischen Moratoriumsfchriit vom 19. Juli. Auch der .Vorwärts" stellt fest, baß sich Frankreich durch seine bisherige Haltung in eine peinliche Isolierung hineinmanovriert habe, an der nicht so seht Laval, als Finanzminister Flan- din die Schuld trage.

0er Gedanke einer neuen Konferenz.

Was soll nach Ablauf des Hoover- Moratoriums geschehen?

London, 22. Juli. sCRB. Funkspruch.) Di» Londoner Blätter beschäftigen sich eingehend mit dem Verlauf der Konferenz. So heißt es in einem Artikel des .Daily Telegraph" u. a., das Ziel der brisischen Regierung bestehe jetzt darin, auf der gegenwärtigen Konferenz eine Vereinbarung über die Deutschland während dernächstendrei Monate zu gewährenden Hilfsmaßnahmen herbeizuführen. Im Oktober, wenn Vertrauen und Kredit wiederherZestellt seien, solle dann eine umfassendere Kon­ferenz stattfinden. Auch nach dem .Daily H e r a l b" wird die Neberzeugung immer all­gemeiner, daß es im Herbst eine neue Konferenz geben müsse, um die ganze Frage der europäischen finanziellen Stabilität, beson­ders Reparationen und Kriegsschul­den, zu erwägen. Es dürfe nicht vergessen wer­den, daß in elf Monaten bas Hoovermoratorium zuEnbegehe und die Frage: .Wa s da n n?" müsse lange vor diesem Zeitpunkt gestellt und beanttr ortet werden. Rach Ansicht der britischen Regierung und des brisischen Volkes handelt eS sich bei der Ausgabe der Siebenmächtekonserenz um ein rein wirtschaftliches u nt> un­politisches Problem. Die Uebertoinbung der gemeinsamen Gefahr würde keinen Sieg für irgendeine Seite, sondern nur ben Grundsatz der internationalen Zusammenarbeit bedeuten. Die Ausgabe, die weitere Zurückziehung kurz­fristiger Kredite aus Deutfchla-nd aufzuhalten und dann Deutschland bie nötigen Kapitalien yuu» führen, wird erleichtert durch ben Erfolg der energischen Maßnahmen der deutschen Regierung und durch ihren entschlossenen Willen, das eigene Haus so weit wie möglich selbst in Ordnung zu bringen. 3m Finanzteil der .M orntng Post" heißt es: In der City herrschte gestern wenig Vertrauen darauf, daß auf der Siebenmächtekonferenz ein Plan aufgestellt wer­den wird, der für die deutsche Krise eine an­gemessene Erleichterung bringen werde. Auf jeden Fall aber war man der Ansicht, daß min­destens ein größeres Maß internatio­naler Zusammenarbeit zu st anbefommen werde.

Hoovers neues Programm.

Wiederherstellung des Vertrauens. - Scharfe Maßnahmen gegen die Kapital» flucht. - Erneuerung der kurzfristigen Kredite und ihre Umwandlung in langfristige Anleihen.

Richt neue Anleihen, sondern Schuldenstreichung!

Oie Revision der Reparationen und Kriegsschulden ist nach Meinung Neuyorker Bankkreise nicht zu umgehen.