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nr. 169 Erstes Matt
181. Jahrgang
Mittwoch, 22. Juli J931
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Die Londoner Konferenz beräi Abstoppen der Kreditabzüge.
Deutsch-englische Vorbesprechungen.
Lin Kinanzausfchutz berät weiter.
London. 21.3uli. (61113.) Schon der Hof deS Foreign Office bot heute daS Bildei ne s groben läge«: Reihe an Reihe standen die Kraftwagen der Delegationsmitglieder der sieben Mächte, gefeßmüdt mit den Fahnen der verschiedenen Rationen. Gin Heer von Polizisten, Photographen, Kinooperateuren und Reportern vervollständigte baS Dild. Hinter den großen Fenstern, erreichbar durch lange Korridore, durch ‘ die nur die Personen zugelassen wurden, die sich mit Ausweisscheinen als Konferenzmitglieder j legitimieren konnten, tagt die Konferenz. Die iche. dast heute früh vor Beginn der . eigentlichen Konferenz einstündige Aussprachen zwischen Reichskanzler Dr. Brüning. Ministerialdirektor Schäffer vom Reichsfinanzmini- | fterium, Schatzkanzler Snowden und Leith Rost vom britischen Finanzministerium im Schatzamt einerseits und ReichSaubenminister ! Dr Curtius. Staatssekretär v. Bülow und Außenminister Henderson im Foreign \ Office andererseits statt gefunden haben, konnte darauf schließen lassen, daß die Erörterungen, I* die gestern abend zwischen den britischen und deutschen Staatsmännern beim Abendessen begonnen haben, heute vor dem Zusammentreffen | mit den übrigen Konferenzteilnehmern auf einer konkreteren Grundlage fortgesetzt worden sind.
Heber die DvrmittagSsitzung der Siebenmächtekonferenz wurde folgendes Gommuniquö ausgegeben: De Konferenz ist um 10 llßr im Foreign Office zusammen getreten und hat über internationale, finanzielle Zusam- I menarbeiiSmöglichkeiten beraten, die geeignet sein könnten, möglichst umgehend das wirtschaftliche Gleichgewicht in Deutschland wiederherzustellen. und zwar alS Vorbereitung zur Prüfung weiterer M a tz n a h m e n . die sich alS notwendig Herausstellen foll'.en, um die Finanzsituation ; Deutschlands für dauernd wieder auf eine feste Grundlage z u stellen. Cs ! wurde vereinbart, dast die F i n a n z m i n i st e r i der auf der Konferenz vertretenen Mächte sowie Reichskanzler Brüning heute nachmittag unter dem Borsitz Macdonalds zu einer neuen Sitzung zusammentreten sollen, in der die Prüfung der aufgeworfenen Fragen fortgesetzt werden soll.
Die Verhinderung des Kapitalabflusses.
Curttus über die Vorntittaqssitzung der Konferenz.
London, 21. Juli. (WTD) Zu der heutigen Dollsitzung erklärte Außenminister Dr. 6 u r - I tiuS, daß man sich heute ausschließlich I mit der Erörterung finanzieller Probleme befaßte. Hierbei war besonders bemerkenswert, dah sich S t i m s o n in hervorragendem Mähe an den Besprechungen beteiligte, i und dah die Amerikaner versuchten, die Lage auf i das genaueste aufzuklären. Zunächst befaßte man I sich mit der Frage, unter welchen Umständen und mit welchen Mahnahmen ein ©tillßalte- konsortium gebildet werden kann, so dah auch wirklich praktisch der größte Teil der kurz- sristigen Anlagen nicht zurückgezogen wird. I Man wie- daraus hin, dah es keinen Zweck haben würde, wenn sich nur die Großbanken verpflichteten, keine Anlagen zurückzuziehen, während die Kleinbanken damit fort?obren. Cs müsse Vorsorge getroffen werden, damit eine w i r H icheSti11» 1 Haltung erreicht werde. Diese Fragen wurden auf8 eingehendste erörtert unter Berücksichtigung j von Zahlen über die Größe der berxeit in | Deutschland vorhandenen kurzfristigen Anleihen französischer, amerikanischer, schweizerischer und holländischer Herkunft. Da es sich zeigte, dos; eine Erreichung von praktischen Vorschlägen in dem großen Kreis der Vollkonfercnz nicht möglich sei, beschloß man, eine Konferenz der Finanzminister abzuhalten, während die Vollkonferenz morgen um 10 Hßr wieder zusammen treten wird. । Cs bestehe die Hoffnung, daß diese Konferenz ! der Finanzminister in der Lage fein wird, der morgigen Vollkonserenz praktische Dor- 1 schläge zur Lösung der ersten Frage zu überreichen. Die zweite Frage, die Zurückführung neuen Kapitals nach Deutschland, wurde auf der heutigen Sitzung zwar gestreift, aber nicht vertieft. Die Konferenz derFinanzminister
Noch keine Einigung. —Vorschläge für die Vollversammlung.
London. 21. Juli. (1DIB.) Um 21 Uhr fand die Konferenz der Finanzminister unter Vorsitz Macdonalds, an der von deutscher Seite Reichskanzler Dr. Brüning teilnahm, ihr Ende. Die verlautet, wurde beschlossen, der morgen staltsindenden Vollsitzung mehrere Vorschläge zu unterbreiten, über die heute verhandelt worden ist. Ueber den Gang der Verhandlungen der Finanzminister lind bezeichnenderweise nur spärliche Anden, ‘ungen gemacht worden. Der Schwerpunkt der
Besprechungen beruhte auf der Frage, welche Schritte fofort getroffen werden müssen, um weiterem Kapitalabfluß au» Deutschland oorzubeu gen. Da hierüber keine einheitliche Auffassung zu erzielen war, so wurde beschlossen, e» den einzelnen Abordnungen zu überlassen, ihren Standpunkt in einem Bericht der Vollversammlung der Ministerkonferenz am Mittwoch- oormittag vorzulegen. Ls unterliegt keinem Zweifel, daß die Verhandlungen, denen Macdonald ursprünglich einen ausschließlich finanztechnischen Charakter
Washington, 21. 3uli. (WTD.) Der Vorschlag, den Amerika durch Stimson der Londoner Konferenz unterbreiten ließ, lautet: ..Der Kern des Problems ist die Wiederherstellung des Vertrauens in Deutschlands Wirtschaft, sowohl in Deutschland selbst wie im Auslande. Was die politische Seite anbetrifft. so hofft Amerika, daß die Volker Europas durch gegenseitiges Verständnis und guten Willen alle Reibungsverhältnisse beseitigen. damit die 'Welt mit der politischen Stabilität Europas rechnen kann. Was die wirtschaftliche Seite anbetrifft, so ist die gegenwärtige Rotlage durchaus eine Krisis kurzfristiger Kredite. Der Hauptdruck aus Deutschlands Wirtschaft in der Zeit der Depression ist durch den gemeinschast- lichen Schritt der Gläubigermächte mit der Suspendierung aller Zahlungen auS Regierungsschulden für ein Fahr erleichtert wokben. Deutschland hat aber sein Wirtschaftsleben zu einem sehr beträchtlichen Grade mittels ausländischer kurzfristiger Kredite finanziert. Cs liegt kein Grund vor, die Sicherheit der Grundlage, auf der diese Kredite ruhen, zu bezweifeln. Aber die in den letzten Wochen herrschende allgemeine Unsicherheit brachte einen solchen Verlust an Vertrauen mit sich, daß Deutschlands Dank- und Kreditwesen einer sehr schweren Belastung ausgesetzt war. Diese Belastung nahm zwei ganz bestimmte Formen an, deren Folge ein Abfluß der Bankmittel und eine Verminderung des Gold- und Devisenbestandes war.
Erstens gab es eine Flucht aus der Mark in Deutschland selbst, zweitens wurden ausländische Depositen abgezogen und die Kredite seitens ausländischer Banken beschnitten. Diese Bewegungen sind durch nichts zu rechtfertigen, und wenn sie durch eine gemeinsame Aktion ausgehaiten wer- den können, so besteht kein Grund, daß die gegenwärtige Rotlage nicht sofort und endgültig überwunden werden könnte, was das Rächst- tiegende betrifft, nämlich die Innere Flucht vor der Mark, fo kann dies — und es geschieht dies bereits — erfolgreich bekämpft werden durch die entschiedenen Maßnahmen der deutschen Regierung und der Reichsbank, wenn die unberechtigte Besorgnis einmal überwunden ist, so kann der Patriotismus des deutschen Volkes sicherlich dazu geführt werden, d i e Zerstörung des Kredites des eigenen Landes zu verhindern, was die auswärtigen Kredite betrifft, fo glauben wir, daß die erste Annäherung an dieses Problem in der Aufstellung eines Programms besteht, das eine Verlängerung der laufen-
Reuyork. 22. 3uli. (WTD- Funkspruch.) „R e w Bork Times" wie „Hera Id Tribüne" berichten aus London, daß dort eine anglo-arncrikanische Zusammenar- beit sowie Liebereinstimmung zu konstatieren fei. sowohl bezüglich der Rotwendigkeit, innerhalb der nächsten Tage zu Ergebnissen zu gelangen, als auch darüber, daß die französischen Forderungen undiskutierbar seien und daß es wünschenswert wäre, von der französischen Ansicht einer sofortigen langfristigen Anleihe abzukommen. Beide Blätter bringen Aeußerungen Reuyorker Bankkreise über die Vorschläge Hoovers, in denen es zunächst heißt, daß die Verfaster sich in ihrer Kritik an diesen Vorschlägen Zurückhaltung auferlegen müßten, da sie feine besseren an deren Stelle zu fetzen hätten. 3m übrigen stimmten sie auch, wenigstens insoweit mit dem neuen Hooverplan überein, als auch sie von der Lln- ziemlichkeit einer sofortigen langfristigen Anleihe überzeugt wären, ebenso, wie sie den Dor
geben wollte, stark von politischen Gesichtspunkten beeinflußt wurden. Die Mitglieder des Ausschusses verpflichteten sich, über ihre Verhandlungen so lange Stillschweigen zu bewahren, bis ihre Berichte der Vollversammlung oorgelegt seien. Rach Schluß der sechsstündigen Sitzung stellte ee sich heraus, daß den Anwesenden noch nicht» von dem neuen Hoover - Memorandum- bekannt war, obwohl dieses bereits am Rachmittag in den Zeitungen veröffentlicht worden war.
den Kredite um eine angemessene Frist ermöglicht. 3n diesem Zusammenhänge nehmen wir an, daß diese Kredite zusammen mit der Befreiung von den Reparationen und den sich aus der Behebung der Panik ergebenden natürlichen Besitz genügen sollen, um den gegen- roärfigen Bedarf der deutschen Wirtschaft zu decken.
Die Verantwortung für die Ausarbeitung der Einzelheiten eines solchen Programms und die Methoden, um es mit gebührender Berücksichtigung des Schuhes für die Danken und der Bedürfnisse der deutschen Wirtschaft wirksam durch- »uführen, sollten denDankgemeinschaften Der betreffenden Länder überlassen werden, und den Zentralbanken konnte, so glauben wir, daS Vertrauen entgegengebracht werden, daß sie die notwendige Führerschaft in beyig auf das Zusammenwirken und die Leitung übernehmen. Derartige freiwillige Abmachungen sollten für die gegenwärtige Zeit ihre Ergänzung finden in einer ftrengen Kontrolle aller Devisentransaktionen durch dieReichs- b a n f, derart, daß die Integrität des Programms aufrechterhalten werden kann, und daß die Danken, die daran teilnehmen, versichert Jein können, daß keine willkürlichen Abzie- Hungen stattfinden weder von deutscher Seite, noch außerhalb Deutschlands. Das wird zur Aufrechterhaltung des Gesamtbestandes der Kredite aus jedem Lande beitragen.
wir sind der Ansicht, daß, wenn eine derartige Aktion schnell zur Ausführung gebracht würde, eine unmittelbare Wiederherstellung des vertrauens die Folge fein würde, und daß in verhältnismäßig kurzer Zeit die Rotwendigkeit für eine Beschränkung dieser Art verschwinden und dann wieder normale Verhältnisse zur Herrschaft gelangen würden, von der BIZ. sollte ein Komitee ernannt werden oder es sollte ein Komitee auf irgendeine andere angemefsene Methode geschaffen werden, um ein Zusammenwirken besonders bei den folgenden Fragen zu gewährleisten: Um zunächst im Einvernehmen mit den Banfinter- efsenten in den verschiedenen Ländern von diesen Ländern Vorsorge zu treffen für die wieder- erneuerung des gegenwärtigen Bestandes der laufenden kurzfri- ft i g e n Kredite: um zweiten» über die unmittelbaren weiteren Kreditbedürfnisse Deutschland» eine Untersuchung anzustellen: dritten» über die Entwicklung von Plänen während des verlause» der nächsten sechs oder acht Monate für eine teilroeij? Um- Wandlung der kurzfri st igen Kredite
in langfristige Kredite.
schlag des Präsidenten, die kurzfristigen Anleihen durch einen von der DIZ- zu ernennenden Ausschuß umwandeln zu lassen, billigten. Zwei- f e l wären lediglich hinsichtlich der Verlängerung der kurzfristigen Anleihen zu äußern. Dies feien jedoch banktechnische De- denken, die sich wohl durch zeitliche Staffelung und sonstige Maßnahmen beseitigen ließen.
Der Hauptgrund für die Abneigung der Dank- kreise gegen eine kurzfristige Kreditgewährung ist die Befürchtung, daß sich die große Menge der Kreditgeber schwerlich kontrollieren lasse und daß daher zu ungelegenen Zeiten erhebliche Rückziehungen ein» treten konnten. A l s bestes Mittel für die Stabilisierung der deutschen Finanzverhältnisse und die Stärkung des Vertrauens zur deutschen Wirtschaft — im In- und Auslande — wird die Herabsetzung oder Streichung der Reparationen angesehen. In Wall Street gewinne immer mehr an Boden, Deutschlands Sanierung und die Stabilisierung Mittel
europas überhaupt sei nicht so sehr eine Frage der Gewährung neuer Anleihen an Deutschland. Vielmehr werde eine Schuldenentlastung die Zuversicht des deutschen Volkes mehr stärken, als eine Erhöhung der Schuldenlast durch neue Anleihen. Allerdings könne dieses Problem, das doch auf6 engste mit der Kriegsschuldenfrage überhaupt zusammenhänge, erst nach dem Zusammentritt deS Kongresses in Angriff genommen werden, es liege also zunächst o u ß erhalt» der von der Londoner Konferenz zu erreichenden vorläufigen Lösung.
Keine Illusionen!
Tie Selbsthilfe wird in keinem Falle entbehrlich für Deutschland.
'Berlin, 22. Juli. (WTD.) Die A Z" beurteilt den Hoover-Plan sehr skeptisch und erhebt ebenso wie die .Deutsche Tageszeitung" lebhafte Bedenken gegen die Einsetzung eines internationalen Ausschusses zur Prüfung der wirtschaftlichen und finanziellen Lage Deutschlands. — Die .Voss. Ztg." schreibt: Wir haben inzwischen gelernt, unS vor Illusionen zu hüten. Die lehrreiche und segensreiche Auswirkung der letzten 14 Tage war die. daß wir uns allmählich an den Gedanken gewöhnen, allein und aus uns selbst gestellt dec Schwierigkeiten standzuhalten. Es wäre zu viel gesagt, wollte man etwa behaupten, daß ein Ausweg bereits gesunden sei. Auf keinen Fall aber darf jetzt unser Wille erlahmen, weil sich in London ein neuer Hoffnungsschimmer zeigt. Die Situation ist klar: Wir müssen suchen, so schleunigst wie möglich zu einem normalen Bankverkehr überzugehen Rur wenn man so vorgeht, a 1S ob wir keinen Auslandskredit bekämen, nur wenn wir zeigen, daß wir alleS tun, um auch ohne fremde Hilfe zurechtzukommen, nur bann haben wir bie Chance, baß unS mit auSlänbischer Unter ft üßung die liebe rtoinbung bet Schwierigkeiten erleichtert wirb. — Die „® e r- mania“ sieht in dem amerikanischen Vorschlag, der auch von bet Rotwenbigkeit des gegenseiti- Sen guten Willens und der gegenseitigen Derstän- igung spricht, gleichzeitig eine Mahnung und Warnung an Frankreich. Das Blatt hält bie großzügige Haltung Amerika- den Rechenkünsten und Garantiewünschen der französischen Politik gegenüber, die die gegenwärtige Anleiheaktion in ähnlicher Weise verzögert habe, wie den amerikanischen Moratoriumsfchriit vom 19. Juli. Auch der .Vorwärts" stellt fest, baß sich Frankreich durch seine bisherige Haltung in eine peinliche Isolierung hineinmanovriert habe, an der nicht so seht Laval, als Finanzminister Flan- din die Schuld trage.
0er Gedanke einer neuen Konferenz.
Was soll nach Ablauf des Hoover- Moratoriums geschehen?
London, 22. Juli. sCRB. Funkspruch.) Di» Londoner Blätter beschäftigen sich eingehend mit dem Verlauf der Konferenz. So heißt es in einem Artikel des .Daily Telegraph" u. a., das Ziel der brisischen Regierung bestehe jetzt darin, auf der gegenwärtigen Konferenz eine Vereinbarung über die Deutschland während dernächstendrei Monate zu gewährenden Hilfsmaßnahmen herbeizuführen. Im Oktober, wenn Vertrauen und Kredit wiederherZestellt seien, solle dann eine umfassendere Konferenz stattfinden. Auch nach dem .Daily H e r a l b" wird die Neberzeugung immer allgemeiner, daß es im Herbst eine neue Konferenz geben müsse, um die ganze Frage der europäischen finanziellen Stabilität, besonders Reparationen und Kriegsschulden, zu erwägen. Es dürfe nicht vergessen werden, daß in elf Monaten bas Hoovermoratorium zuEnbegehe und die Frage: .Wa s da n n?" müsse lange vor diesem Zeitpunkt gestellt und beanttr ortet werden. Rach Ansicht der britischen Regierung und des brisischen Volkes handelt eS sich bei der Ausgabe der Siebenmächtekonserenz um ein rein wirtschaftliches u nt> unpolitisches Problem. Die Uebertoinbung der gemeinsamen Gefahr würde keinen Sieg für irgendeine Seite, sondern nur ben Grundsatz der internationalen Zusammenarbeit bedeuten. Die Ausgabe, die weitere Zurückziehung kurzfristiger Kredite aus Deutfchla-nd aufzuhalten und dann Deutschland bie nötigen Kapitalien yuu» führen, wird erleichtert durch ben Erfolg der energischen Maßnahmen der deutschen Regierung und durch ihren entschlossenen Willen, das eigene Haus so weit wie möglich selbst in Ordnung zu bringen. — 3m Finanzteil der .M orntng Post" heißt es: In der City herrschte gestern wenig Vertrauen darauf, daß auf der Siebenmächtekonferenz ein Plan aufgestellt werden wird, der für die deutsche Krise eine angemessene Erleichterung bringen werde. Auf jeden Fall aber war man der Ansicht, daß mindestens ein größeres Maß internationaler Zusammenarbeit zu st anbefommen werde.
Hoovers neues Programm.
Wiederherstellung des Vertrauens. - Scharfe Maßnahmen gegen die Kapital» flucht. - Erneuerung der kurzfristigen Kredite und ihre Umwandlung in langfristige Anleihen.
Richt neue Anleihen, sondern Schuldenstreichung!
Oie Revision der Reparationen und Kriegsschulden ist nach Meinung Neuyorker Bankkreise nicht zu umgehen.


