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nr. 145 Erstes Blatt
181. Zahrgang
Montag, 22. Juni 1931
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Dr. Friedr Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Diumschein und für den Anzeigenteil Mar Filler, sämtlich in Bietzen
Amerika schlägt einjährigen Zahlungsaufschub vor.
Ein Welimoraiorium für alle Regierungsschulden und Reparationen, das am 1. Juli 1931 beginnen soll.
Washington, 21. Juni. (IDXB.) Präsident Hoover gab gestern abend folgende Erklärung ab, deren Wortlaut er den Missionschefs der beteiligten Länder, darunter dem deutschen Geschäftsträger Leitner, durch das Auhenamt überreichen lieh:
Die amerikanische Regierung schlägt einen einjährigen Aufschub allerZah- lungen aufSchulden derRegierungen
Präsident Hoover.
Reparationen und Wiederaufbau- schulden vor, und zwar sowohl bezüglich des Kapitals wie der Zinsen, ausgenommen natürlich Schuldverpflichtungen der Regierungen, die sich in Privathänden befinden.
vorbehaltlich der Zustimmung des Kongresses ist die amerikanische Regierung bereit zu einem Aus- slhub aller ihr seitens fremder Regierungen geschuldeten Zahlungen während des am 1. Juli 1931 beginnenden Etatjahres unter der Bebingung, Latz die wichtigeren Gläubigerstaaten ebenfalls alle ihnen geschuldeten Zahlungen aus Regierungsschulden sür ein Jahr auf- Ichieben. Dieser Schritt ist von folgenden Sena- i loccn bereits gebilligt worden: Ashursl, Bingham, i Rorah, Byrnes, Lapper, Feh, Fletcher, Glah, Harris, Karrison, Bull, King, Morrow, Mofes, Reed, ! Sroanfon, vandenberg, Wagner, David Walsh, ' Thomas Walsh, Watson, ebenso von 18 Mitgliedern | r>cs Repräsentantenhauses. Lr wurde ferner gebii- j ligt von den Botschaftern Dawes und Owen Zoung.
Zweck dieses Schrittes ist, das kommende ' Jahr der wirtschaftlichen Erholung der Welt zu widmen und die Kräfte in den Ber- ; «inigten Staaten, die bereits am Wiederaufbau urteilen, von den von auhen kommenden verzögern- i ten Faktoren zu befreien. Die über die ganze Welt »crbreilete Depression Hal die europäischen Staaten mehr in Milleidenschasl gezogen, als uns. Einige jener Staaten fühlen die Verminderung ihrer roirt- schasllichen Stabilität durch die Depression im ärgsten Mähe. Das Gewicht der Regierungsschulden, bas in normalen Zeiten tragbar wäre, drückt inmitten dieser Depression schwer aus die Völker.
Aus einer Reihe von Gründen, die aus der Depression resultierten, beispielsweise der Preissturz fremder waren und das mangelnde vertrauen in die wirtschaftliche und politische Stabilität im Auslande, erfolgte eine abnorme Zuwanderung non Kapitalien nach den vereinigten Staaten, wodurch die Kreditfähigkeit vieler fremder Staaten vermindert wurde. Diese und andere Schwierigkeiten im Auslande verringern bi e Kaufkraft für unsere Lxportwa - Ten und sind daher in gewissem Umfange schuld «m unserer fortdauernden Arbeitslosigkeit und den fortdauernden niedrigen Preisen für unsere Farmprodukte. Rechtzeitige Mahnahmen sind daher geboten, um den Druck dieser ungünstigen Faktoren im Auslande zu lindern, zur Wiederherstellung des : Vertrauens beizutragen und dadurch den politischen Frieden und die wirtschaftliche Stabilisierung in der Welt zu fordern. Tie Autorität des Präsidenten der vereinigten Staaten bezüglich der Lösung dieser Probleme ist tegrenzt, da er hierin vom Kongreh unterstützt ivcrden muh. Dem Präsidenten ist von führenden Mitgliedern beider Häuser des Kongresses herzliche : Unterstützung zugesichert worden.
Der Kern des Vorschlages ist, den Schuldnern Zeit zur Wiedererlan
gung ihrer nationalen Prosperität zu geben. Ich richte an die Amerikaner den 2Rot in ihrem eigenen Interesse gute Gläubiger und gute
Nachbarn zu sein.
Jch möchte diese Gelegenheit dazu benützen, meine Ansicht über unsere Beziehungen zu den deutschen Reparationen und den uns von den europäischen alliierten Regierungen geschuldeten Summen offen zu äufjern:
Unsere Regierung hat sich nicht an der Auferlegung der Reparationen beteiligt, »och sich irgendwie bezüglich ihrer Festsetzung geäußert. wir haben mit voller Absicht keinen Anteil gehabt an den allgemeinen Reparationen, ober an der Aufteilung von Kolonien, oder von Privateigentum. Die Rückzahlung der Anleihen, die wir den Alliierten für den Krieg und für Wiederaufbau gewährten, wurde auf einer Basis geregelt, die weder mit den deutschen Reparationen irgendwie zusammenhing, noch von deren Zahlung abhängig gemacht wurde. Daher ist die Reparationsfrage notwendigerweise ein rein europäisches Problem, mit dem wirnichtszu tun haben. Jch billige nicht im entferntesten die Streichung der uns geschuldeten Summen. Das Weltvertrauen würde durch einen derartigen Schritt nicht gefördert werden. Keiner unserer Schuldner hat das je vorgeschlagen, aber da die Basis der Fundierung dieser Schulden die Zahlungssähigkeit des Schuldners unter normalen Verhältnissen war, so führen wir nur konsequent unsere eigenen Prinzipien durch, wenn wir die gegenwärtigen anormalen Verhält
nisse in der Welt in Rechnung ziehen. Jch bin davon Überzeugt, dah das amerikanische Volk nicht den Wunsch Hal, den versuch zu machen, vom Schuldner mehr herauszuholen, als er zahlen kann, und meiner Ansicht nach verlangt eine weitschauende Politik, dah unsere Regierung die gegenwärtige Situation in ihrer Realität anerkennt. Diese Haltung entspringt vollkommen unserer bisher befolgten Politik. Wir werden dadurch nicht in die viskufsion rein europäischer Probleme, zu denen die Reparationsfrage gehört, hineingezogen, wir wollen lediglich unsere Bereitschaft ausdrücken, zur baldigen Erholung der Weltprosperität, an der unser Volk so arg interesiiert ist, unseren Teil beantragen.
Jch möchte noch hinzufügen, dah wir, obgleich dieser Schritt mit der für nächsten Februar angesetz- ten Konferenz zur Beschränkung der Land- rüst ungen nichts zu tun hat, doch die Hoffnung haben, angesichts des starken Einflusses des Wettrüstens auf die gegenwärtige Depression werde unser Schritt zu freundschaftlicheren Beziehungen beitragen, die für die Lösung dieser wichtigen Rüffungsfrage so notwendig sind.
Hoover sehr befriedigt.
A e u h o r f, 22. 3uni. (WTD. Funkspruch.) Präsident Hoover, der in feinem Landhaus in der Rahe von Orange (Virginia) von einer anstrengenden Woche ausruht, hat mit großer Genugtuung die Presseberichte aus dem Auslände und aus verschiedenen Staaten der USA. über die Ausnahme, die sein Vorschlag gefunden hat, gelesen. Amtliche Kreise betonen, Hoover sei .sehr befriedigt".
Deutschland Hai bereits zugestimmt.
Englands und Italiens Zustimmung steht bevor.
Berlin, 21. Juni. (CAB.) Die Reichsre- pierung ist über den Vorschlag des amerikanischen Präsidenten ebenso wie die anderen Hauptmächte auf dem Wege über ihre Botschaft in W a shing t on am Freitagabend unterrichtet worden. Wie wir von unterrichteter Seite erfahren, hat sie
der amerikanischen Regierung bereite ihre Zustimmung zu dem Vorschlag mitgeteilt.
Die Zustimmung ist um so freudiger erfolgt, als man in Berlin wohl zu würdigen weih, was die Einschaltung der Vereinigten Staaten in die Bemühungen für die Beseitigung der Weltwirtschaftskrise bedeutet. Die Erleichterung, die Deutschland nach dem amerikanischen Vorschlag zuteil würde, beläuft sich nach den Berechnungen an zuständigen Stellen aus etwa 1500 Millionen: von der Gesamtsumme, die während dieses Zeitraums fällig wäre, muh man nämlich etwa 200 Millionen für weiterlaufende Zinsverpflichtungen abziehen. In diesem Zusammenhang ist auch zu unterstreichen, dah
die Revisionsmöglichkeiten durch das Ferienjahr nicht beeinträchtigt werden.
Es ist nach Auffassung Berliner Stellen schließlich richtiger, die Zahlungen auf Wunsch des Gläubigers, als gegen die Front der Gläubiger einzustellen.
Eiire wesentliche Frage für die weitere Entwicklung ist natürlich, welchen Standpunkt die übrigen Mächte einnehmen. Es ist anzunehmen, dah England ebenfalls unmittelbar sein E i n- verständnis erklären wird, ebenso 3 t a I i en. Problematischer scheint im Augenblick noch die Stellung Frankreich s. Auch in deutschen politischen Kreisen wird nicht verkannt, dah Frankreich gewisse Opfer bringen muh. Frankreich erhält von uns über 800 Millionen und hat selbst mehr als 400 Millionen Mark an Kriegsschuldenverpflichtungen zu zahlen, erleidet also einen Ausfall von rund 400 Millionen Mark. Es ist aber schließlich wohl kaum anzunehmen, dah Frankreich sich einer G e - f am tat ti on Amerikas und Europas entziehen wird.
Die ScDciriino des Heemsche» Vorschlags.
Ein offiziöser deutscher Kommentar. - Oie Erleichterung für Deutschland beträgt in diesem Jahre 17? Milliarde Mark.
Berlin, 21. 3uni. (CAD.) Der Vorschlag des Präsidenten Hoover findet in Berlin die Aufnahme, die einem Ereignis von ganz a a - hergewöhnlicher Bedeutung zukommt. Diese Bedeutung zeigt sich vor allem in der Tatsache, dah der Gedanke Hoovers
well über das hinausgeht, was der Poungplan an Möglichkeiten vorsieht.
Das gilt von dreiGesichtspunkten aus:
1. Hoover schlägt nicht nur einen Transfer-, sondern einen Zahlungsaufschub vor.
2. Der Aufschub soll nicht erst nach den im Voung-Plan vorgesehenen Fristen, sondern bereits am 1. 3 u I i eintreten.
3. Er umfaßt die geschützten und ungeschützten Zahlungen, also auch die660Millionen,die wir bei einem regulären Voung-Moratoriurn auf alle Fälle zu zahlen hätten.
Die Ersparnis des schuldenfreien Jahres würde für uns etwa 1 500 Millionen Mark ausmachen.
Der amerikanische Präsident nimmt von dem F e i e r j a h r die Schuldenverpflichtungen an Private aus. Das würde bedeuten, dah die Zinsen aus der D a w e s - und derPoung-Anleihe weiter zu zahlen wären. Dagegen würden die Zcch- lungen, die wir auf Grund des deutsch-amerikanischen Friedensvertrages an die Vereinigten Staaten zu leisten haben, mit Ausnahme der Mixed Claims, ebenfalls eingestellt werden können.
Der Reichshaushalt erfährt durch die völlige Auherkraftfehung des Poungplans für ein Jahr eine Entlastung von über 1500 Millionen Mark.
Das kommt gleichzeitig unserer Devisen - und Kredit läge zu Hilfe, und wirkt sich schon damit nicht nur finanz-, sondern *auch w i r t - s cha ftspolitisch aus. 3n Berliner politischen Kreisen unterstreicht man besonders, wie stark in der Erklärung des Präsidenten Hoover betont wird, dah jetzt die Wirtschaft und die A o t - Wendigkeit ihrer Gesundung den Vorrang vor der Politik haben. Das ist ein 3bcengang, wie er in Deutschland seit langem vertreten wird. Erfreulicherweise hat sich diese Einsicht auch in Amerika so weit durchgeseht, dah sie zu einer 3nitiative des Präsidenten Hoover führte, die in Deutschland nur auf das herzlichste begrüßt wird.
Die Vorgeschichte der hooverschen Jnitialive läht sich etwa folgendermahen skizzieren: Das erste nach auhen hin erkennbare Anzeichen der neuen Entwicklung waren die Erklärungen des äLnterstaatssekretärs Castle am Samstag vor acht Tagen, aus denen hervorging, dah Amerika keineswegs dauernd an dem Standpunkt der Trennung von Reparationen und alliierten Schulden festhalten werde. Dah die Einsicht sich durchsetzte, daran hat nicht zuletzt auch Botschafter S a cf e 11 seinen Anteil. Er hat die deutsche Situation bei seinem Aufenthalt in Washington im vorigen Monat mit dem ganzen Emst geschildert, den sie nicht nur für uns, sondern auch für die Welt hat. 3n deutschen politischen Kreisen wird fein Der dien st an der letzten Entwicklung deshalb besonders dankbar hervorgehoben. Ebenso zeigt sich in dem
Vorschlag Hoovers auch eine direkte Auswirkung der Zusammenkunft von Chequers.
Staatssekretär Mellon hat sich in London ebenfalls orientiert, und er konnte das Dild, das man in Washington von den europäischen und namentlich den deutschen Verhältnissen hatte, sehr genau auf Grund dessen ergänzen, was in Chequers besprochen worden ist. Die inner- politische Krisis der letzten Woche und ihr Ausgang können nicht ohne Eindruck in Amerika geblieben fein. Die Autorität des Reichskanzlers ist dadurch zweifellos auch dem Ausland gegenüber gestärkt worden. Es muhte den Eindruck haben, dah der Kanzler den Weg einer festen Regierungsführung weitergehen wird. So wertet man in ‘Berliner politischen Kreisen den Vorschlag Hoovers auch als einen persönlichen Erfolg Dr. Brünings. 3m letzten Stadium der Entwicklung ist Übrigens offenbar noch eine Beschleunigung eingetreten, die man sich so erklärt, dah auch der starke Devisenverlust in den letzten Tagen — am Samstag waren es bekanntlich wieder 70 Millionen — in Washington den letzten Anstoh gegeben hat.
Die wettere Entwicklung hängt nun davon ab, wie die europäischen Mächte die amerikanische Anregung aufnehmen.
Allgemein erwartet man, dah sich niemand den Vorschlägen Hoovers entziehen kann. Das gilt auch für Frankreich, in dessen Presse wohl am ehesten noch eine gewisse Skepsis gegen die in den letzten Tagen angekündigtrn amerikanischen Schritte herauszulesen war. Man darf daran erinnern, dah gerade der französische Auhenminister in zahllosen Reden immer am stärksten die Solidarität der Völker und die Notwendigkeit ihrer Zusammenarbeit proklamiert hat. Man darf deshalb von Frankreich erwarten, dah es sich einer Aktion anschlieht, die diesem Geiste entspringt, zumal hinter ihr die Autorität deS amerikanischen Präsidenten steht. Der Vorschlag Hoovers ist zudem so aufgebaut, dah er ja
auch den europäischen Gläubigerstaaten materiell entgegenkommt.
Das geschieht vor allem mit der ausdrücklichen Einbeziehung auch der Zinszahlungen. Sie betragen nach dem Schuldenabkommen in der fraglichen Zeit bei Frankreich etwa das 3,5fache und bei England fast das 5fache der Schuldentilgung. Betrachtet man den Vorschlag Hoovers schließlich noch unter dem Gesichtspunkt einer Revision, so muh man $u dem Ergebnis kommen, dah auch in dieser Beziehung eine Erleichterung durch das Ferienjahr vorbereitet wird.
Alle eingeweihten kreise sind sich darüber klar gewesen, dah die Revisionsmöglichkeiten durch drei Ereignisse arg gehemmt und erschwert werden, die in den Zeitrum bis zum nächsten Sommer fallen; das sind die Wahlen in Amerika und Frankreich, ist weiter die Abrüstungskonferenz. lieber diese Schwierigkeiten hilft das
Feierjahr hinweg.
und inzwischen findet sich, so hofft man in politischen Kreisen, Gelegenheit, die Revis ions- frage praktisch aufzurollen.
Hindenburg an Hoover.
Berlin, 21. 3uni. (CAD.) Wie wir erfahren, hat Reichspräsident von Hindenburg in der Aacht vom Samstag zum Sonntag an den Präsidenten Hoover ein Telegramm gerichtet, in dem er darauf hinweist, dah
die Rotlage des deutschen Volkes eine sofortige Entlastung notwendig
mache. Es ist anzunehmen, dah der Reichspräsident diesen Schritt nicht ohne das vorherige Einverständnis des Präsidenten Hoover unternommen hat. Eine Veröffentlichung des Telegramms wird nicht in Devlin, sondern vielleicht in Aeuhvrk erfolgen.
Oer Inhalt der deutschen Botschaft.
Berlin, 22. 3uni. (TU.) Wie die Berliner „MontagSpvst" aus Aeuhork über den 3n- halt des Telegramms des Reichspräsidenten an den Präsidenten Hoover berichtet, soll es Hindenburg darin begrüßen, dah Präsident Hoover die 3nitiatioe zur Lösung des Schuldenproblems, das auf der ganzen Welt lastet, ergriffen habe. Besonders die Avtlage Deutschlands habe ein schnelles Eingreifen erfordert. Dann sollen im einzelnen die b e f o n - deren Aotstände Deuts chlands dargelegt sein. Mit der neuen Notverordnung seien dem deutschen Volk noch einmal fast unerträgliche Opfer auferlegt worden, die auf die Dauer kaum tragbar feien und die trotzdem nicht ausreichen, eine wirtschaftliche Gesundung herbeizuführen, wenn nicht ein verständnisvolles toirt- schaftlichesZusammenwirken der Völker erfolge. Die nunmehrige 3nitiative des Prä- fibenten Hovver habe den Weg zu einem solchen Zusammenwirken eröffnet. Der Schritt werde deshalb von Deutschland aufs wärmste anerkannt werden.


