Ausgabe 
22.4.1931
 
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unb mal von hort. Hiemanb versteht so sehr

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weiterhin um alles an unb bist Repräsentant deS ganzen Hauses. Ich mache meine Reise, unb wenn ich zurückkomme, wirst bu schon eine Ecke für mich finden, in die bu mich stellen kannst. Ich werbe gewiß sehr fleißig sein, Lutz, unb keine großen Ansprüche an den Tag legen, obwohl ehrlich gesagt: Freude am Geschäft habe ich nicht."

Der Aeltere seufzte unb strich wieber über bas blonde Haar.Es ist ja auch noch Zeit, Thom. Kommst bu jetzt mit mir, mein Lieber? Ich möchte um brei Uhr im Bureau sein."

Ich bin noch so mübe von gestern. Habe ich bir übrigens schon gesagt... Er flüsterte bem Drüber, indem er dessen Kopf herabzog, etwas ins Ohr.

Das schöne schmale Gesicht Lutz Setterholms wurde blaß:Du hast dich getäuscht I"

Ach, täuschen! ODenn ich dir sage: Es war in den Anlagen. Er hat sie um die Mitte gehalten unb geküßt. Ich wollte schreien, aber ich habe mich geschämt."

Unb es war gewiß kein anberer, Thom?"

Woher doch! Ich kenne ben Lippstäbter zur Genüge. So einer geht doch nicht in Doppeltem- plareN um. Dem könnt's natürlich passen."

Du wirst schweigen", befahl Setterholm.Auch Mama braucht vorläufig nichts davvn^u wissen. Ich will erst mit Eve selber sprechen." '

Frau Hebwigs Stimme erklang auf bem Korri- bor, was einen raschen Blick zwischen den Brü­dern zur Folge hatte.Dle>^ noch!" bat Thom, als der Aeltere zur Türe wollt».Bitte!" drängte er.Sie hat jetzt so oft verneinte Augen. Bist bu nicht lieb zu ihr?"

Eine Antwort unterblieb, benn bie Komme-zien- rätin trat über bie Schwelle unb streckte io rem Aeltesten die Rechte entgegen:Welche Freude, baß du wieder einmal nach uns sehen kommst." Ihre Augen strahlten ihn dabei an und umfaßten ihn mit mütterlichem Stolz. Groh war er und schlank. Tie dunklen Augen waren etwas ver­schleiert. Das Haar war von einer Schwärze, die an mondlose Rächte erinnerte, mjt einem matten Glanz, der in der Sonne bläulich spielte.

Thom hatte wachsamen Blickes die stumme Liebkosung mit angesehen und lächelte.Sere­nissimus ist mit meiner Reise einverstanden. Rur dein Ja steht noch aus, Mama."

Hedwig Dloem sah immer nur nach ihrem Ael­testen, auch als sie wieder sprach, ließ sie keinen Blick von ihm:Findest bu nicht, Lutz, bah er ntxb reichlich jung ist?"

Ich weiß nicht!" Setterholms schmale Schultern glitten unmerklich zurück.Mit neunzehn Jahren würbe ich schon nach Java geschickt, um bort die Unregelmäßigkeiten unseres Handelsvertreters in Orbnung zu bringen."

l Fortsetzung folgt.)

treffen, wie ein Kinb!"

Aber sicher nicht mit Absicht, Hebwig!"

Ob mit ober ohne Absicht es tut Weh!"

Als bas Mäbchen einen Besuch melbete, erhob sich bie Kommerzienrätin Dloem.Du mußt er­lauben. bah ich mich verabschiebe. Ellen. Ich tauge

Das Schicksal

spricht das letzte wort

Roman von I. Schneider-Foerstl.

Urheber-Rechtschutz durch Berlag Oskar Meister, Werdau i. Sa.

(Rachdruck verboten.)

Geheimrat Dloem, der mitten in der Sonnen­helle des großen Erkers stand, den eine Balu­strade nach dem Ehzimmer hin abschloh. sprach zu den beiden ©amen, die an dem runden Mittel­tisch saßen:Das habe ich immer gefürchtet, davor habe ich immer gewarnt, daß aus einem Men­schen, der nur von einer Frau erzogen ist, nichts Rechtes werden kann. Es tut mir leid, Hedwig, ober es ist so."

Wie rücksichtslos!" Tie Geheimrätin strich über die bebenden Finger der Schwägerin und warf ihrem Manne einen mißbilligenden Blick zu.

Bloem nahm die Hand von der Brüstung, trat die beiden Stufen vom Erker herab und begann im Zimmer hin und her zu wandern.Ihr Frauen könnt eben die Wahrheit nicht vertragen. Man muß ihr immer ein Mäntelchen umhängen, ehe man sie euch serviert."

Seine Rede wurde durch ben Papagei unter- brochen, dessen bronziertes Gehäuse nun schon zum zweiten Male in Schwingungen versetzt wurde.So gib doch acht!" kreischte der Bogel ärgerlich.Gib acht!" Und als dies nichts nützte unb er zum dritten Male nach ber Seite pendelte, sagte er laut unb nachdrücklich:Du Gimpel!"

Der Geheimrat stutzte, brehte sich auf den Fersen um unb verschwand durch die angrenzende Tür nach seinem Arbeitskabinett. Der Bogel strich seinen grünen Haarschopf zurecht und sah trium­phierend nach den Damen hinüber:Seht ihr wohl! Man muh nur den Mut haben, den Men­schen die Wahrheit zu sagen", so schien er zu sagen.

Du solltest ihn doch kennen", tröstete bie Ge­heimrätin unb häufte Schlagsahne auf ben Teller, den sie bann der Schwägerin zuschob.Die Dloems sind nun einmal solche Hitzköpfe. Sie reihen den Wald samt den Wurzeln aus und stehen dann kindhaft verwundert, wenn sie sehen, was sie an­gerichtet haben."

Im selben Augenblick trat der Geheimrat wie­der über die Schwelle. Ein blaues Wölkchen schwebte wie ein Symbol des Friedens vor ihm her. Er machte einen Dogen um das Gehäuse des Kakadus und sagte, als habe das vorher Be­hauptete keine Geltung mehr:Im übrigen sehe ich gar nicht ein, warum Thom seine Weltreise nicht machen soll! Heutzutage macht sie doch schon

erzogen find. Hedwig!"

Die schöne Frau warf ihr einen dankbaren Blick zu und drückte mit Gewalt die Tränen zurück. Ich fliege zwischen ihnen hin und her, wie eine Kugel, die man zuweilen in den Schiehbuden der Jahrmärkte sieht. Mal kommt von da ein Pfeil

Aus einem der offenen Fenster, die nach dem Park zu gingen, kam ein Helles Lachen.So muht du das machen, Lutz, sieh mal! Rücken durch! Schenkel anziehen! Fersen zusammen! Eins! Zwei! Eins! Zwei! Versuchs doch mal, Lutz, du wirst sehen, wie gelenkig das macht!"

In das Lachen schnitt eine ernste Stimme: «Du vergiht, dah ich nicht mehr neunzehn Jahre bin!

Ja, wahrhaftig! Du bist ein Greis von acht­undzwanzig!" Frau Hedwigs Jüngster rutschte. Fühe und Hinterteil als Stühe benützend, nach bem Sessel, in dem der Bruder lag, und drückte den Kopf an dessen Knie.Bist du übrigens mit meinen Leistungen im Abitur zufrieden gewesen, Lutz?"

Dieser strich das Blondhaar des Bruders lang­sam zurück.Darüber hat doch nur Mama zu urteilen.

Glänzend!" Das junge Gesicht bog sich lachend zu ihm auf.Und wenn ich Mama frage, bann, sagt sie: Darüber kann Lutz am besten urteilen. Genau dieselben Worte."

Er hielt bie Finger des Aelteren fest unb brückte sie gegen bie Stirne.Ich möchte dich auch fragen, Lutz, ob bu erlaubst, bah ich meine Welt­reise antrete. Ich möchte es so gern!

Mit einem Ruck würbe ihm die Hand entzogen. Darüber habe ich doch wahrhaftig nicht zu be­stimmen, Thom!"

Ratürlich! Wer benn sonst?" Thom hatte bie Finger bes Brubers schon wieber gefaßt unb drückte sie gegen die Wange.Letzten Endes bist du doch der Chef des Hauses! Generalissimus! Verwalter des Vermögens unb weih Gott was noch alles!"

Hat dir benn Mama noch nicht gesagt, baß ..

Gott", unterbrach ihn Thom unb spielte mit bem Ring, ben Lutz Setterholm an ber Linken trug,es ist so schön gewesen, wie's war! Kann's benn nicht so bleiben. Lutz? Du nimmst dich

ein jeder Grünling: Die Tochter von Mussolini, der Prinz von Wales wobei ich nicht be­haupten will, daß er auch ein Grünling ist. Kürz­lich haben sie sogar einen Vierzehnjährigen um den Qlequator geschickt. Gin anderer rollt ein Faß um bie Erde ober umkreist sie im Zeppelin. Jeder nach seinem Pläsier und wie es seine Börse erlaubt, natürlich!"

Ich habe Angst um ihn!" kam es vom Tisch herüber.

Um diesen großen Menschen? Lächerlich! Den kriegst bu wieder, Schwägerin!" Die blauen Ringel ber Zigarre verdichteten sich zu einer Wolke.Es hat noch jeder heimgesucht! Keiner ist ausgeblieben! Und wann es ihm bei den Chi­nesen zu dreckig ist unb ihm in Tibet bie Seele aus bem Leibe friert, bann kommt er wieber unb seht sich an bie Fleischtöpfe des väterlichen Hauses."

Das Telephon rief den Geheimrat ins Reben- zimmer.

Gleich darauf kam er mit erkalteter Zigarre zurück.Ter Minister wünscht, daß ich an der Sitzung über den Rachtragsetat teilnehme. Ich bitte, mich zu entschuldigen. Auf Wiedersehen, Hedwig!"

Er neigte sich über bie Hanb der Schwägerin, berührte bie Stirne seiner Frau mit ben Lippen unb drückte bann bie Türe hinter sich zu.

Die Geheimrätin sah erschrocken in bas bleiche Gesicht ber schönen Verwandten.Ich bitte dich, Hedwig! Er ist nun einm so!"

Ich weine nicht deshalb!" Ein Ehering blitzte an der Linken von Hedwig Dloem auf, als sie nun das Taschentuch an bie Augen drückte.Ein Irrtum, den man einmal begeht, ist verzeihlich. Aber ich habe ihn zweimal begangen: habe zwei­mal geheiratet und bin zweimal Witwe ge­worden. Das ist es! Mein Aeltester hat es mir bis heute noch nicht vergessen, dah ich seinem Vater einen Rachsolger gab, und meine beiden Jüngsten Gott, vielleicht hat dein Mann recht. Sie hätten einer stärkeren Hand bedurft, bie sie hätte lenken sollen."

Ich finbe, baß beine Kinber mehr als gut

heute nicht zur Unterhaltung. Auf Wiebersehenk" Sie schlüpfte burch die Portieren in bas Arbeits­zimmer Dloems, um von bort ben Ausgang za gewinnen.

Gleich darauf trug sie das Auto nach dem Stadtinnem. Während der Wagen dahinrollte, griff sie nach der Puderdose und tupfte über bie Wangen hin, überfärbte das Rot ber Liber und besah sich flüchtig im Spiegel. Sie würde wohl nachgeben müssen, wenn Thom durchaus aüf diese Weltreise bestand. Und wenn ihr Herz darüber brach, sie würde ihn ziehen lassen. Muhte es wohl!

Ein jeder kommt wieder", hatte Ferdinand Dloem gesagt. Aber ihr Inneres war heute ohne jedes Hoffen.

Als der Wagen hielt, ging sie rasch den Kies­weg zu ihrem herrlich gelegenen Heim hinauf.

Einladung zur Hauptversammlung

des Verkehrs- u. Verschönerungsvereins Gießen E.V. I am Donnerstag, dem 23. April 1931, abends 8.30 Uhr

Im Restaurant Boller, Gießen, Bahnhofstraße 53

Tagesordnung:

1 Tätigkeitsbericht über das Geschäftsjahr 1930

2. Kassenbericht

3. Entlastung des Rechners und Vorstandes

4. Wahl der Rechnungsprüfer

5. Neuwahl des Ausschusses

6. Vortrag des Herrn Gartenarchitekten Schwari überVerkehr und Heimat

7. Verschiedenes. 2838 D

Wir hoffen auf zahlreiche Beteiligung. Der Vorstand.

Lichtspielhaus fließen

Heute letzter Volkstag:

3Tage Mittelarrest

die Frau von der man nicht spricht

Hauptrollen: Llssi Arna, Fritz Delius, Lotte Loring. 2752 c

Regie: Felix Basch.

Ein deutscher Ton- und Sprechfilm.

Fran Irma Köddinü- Müller Verein Volkshochschule Gießen e.V.

2839D

Der Vorstand.

DHV.

konserv. gepr. Klavierlehrerin nimmt wieder einige Schüler an.

Zu sprechen 121 Uhr mittags

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Einladung zur

Mitgliederversammlung

am Mittwoch, dem 29. April. 20 Uhr. im Naturgeschichtssaal der Oberrealschule (Eingang Bisroarckstraße)

Tagesordnung: 1. Jahresbericht. 2. Kassen­bericht, 3. Entlastung des Rechners, 4. Wahl des Vorstandes, 5. Verschiedenes

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Morgen Donnerstag:

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Preislisten zur Verfügung

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Lichtbilder-Vortrag (Original­aufnahmen) 142 Bilder, Donnerstag, den 23. April, 8*/2 Uhr abends, im Caf6 Leib. Gäste willk. Unkostenbeitrag 30 Pf.

2760 A y

Mahnung.

Die für den Monat März 1931 rück­ständigen Kranken- und Arbeitslosenver- sicherungsbeiträge können noch bis zum 30. April 1931 ohne Kosten bezahlt werden. Nach diesem Termin erfolgt Zwangsbei­treibung. 2824D

Gießen, den 21. April 1931.

Allgemeine Ortskrankenkaffe des Landkreises Gießen.

Aufnahme

in bie ncubeflonnenen fluife noch bis Anfang Mai mSglich.

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