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Getreidebörse.
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1 bis 2 Mark, Koggen (an niedriger ein. auch Mark abgeschwächi. 21m
die Um|al)tätiglcit, an» Äauftaftit der Mühlen, T:izenangebvt hat etwas Ehrend Doggen von der der Feldarbeiten, keines- ten wird. §en wenig verstunden 1 bis 2 Mark müder. Das DeiMinehl« - völlig, auch für Doggen« ute etwas zurückhaltender i i unverändert. Ae Gebote nschluh an den Dückganz mäßigt. Gerste liegt ruhig, ten (1003 Kilo): Weizen, (fest), Mei 302,50 bis 332, 52,75; Koggen, märkischer 3i 205 bis 205,25, Mi bis 189,95 (W; Drau. ), Futter- und ändustrie- dater, märkischer 181 dis z 197,25, Juli 233,50. (103 75 dis 40.50 (stetig Dog. < stetig): Weizenklcir 13.25 igenkleie 13,75 bis l.,J» 24 bis 29; kleine Speise- rcrbfcn 19 bis 21; Pelusch. ahnen 19 bis 21.» blaue 13.50 ■ dis 15,50. 5- Serradelle, neue 66 dis •a 10,20; Leinkuchen 14,10 ,cf 780 bis 8; öo/aschrt Dsselslocken 15,50 bis 16.
oerfüniigungiM ,ri!Lnd,«u"S"l»U l cnW: W M. echnungsiahr 1927 irungsvervrbnung M 3 ür bie MmuMa der W 1 _ Sie Gewährung von U«. -
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preuhen.
Kreis Wetzlar.
I. Wetzlar, 20. April. Der Vorstand der Kreislandbunbgenossenschaft hat beschlossen, daS W e i d e g e l d für die während der Weideperiode 1931 zum Auftrieb kommenden Jungtiere erheblich herabzusehen. Hierdurch soll den Landwirten die Beschickung der Weide Hof Aichberg am Knüll mit Tieren bis an die Grenze des Möglichen erleichtert werden. Das Weidegeld beträgt für Rinder im Alter von ein bis zwei Jahren 40 Mark, für Rinder im Alter von mehr als zwei Jahren 50 Mark, für Fohlen im Alter von mehr als zwei Jahren 70 Mark. Im WLadegeld eingeschlos en ist die Versicherung der Tiere gegen Weidsschäden und Diebstahl von der Weide. Im übrigen bleiben die seitherigen Bestimmungen der Weidegeschäftsordnung unverändert bestehen.
0 Atzbach, 21. April. Zur großen Freude von alt und jung sind in unseren: Ort zwei noch nie dagewesene Gäste eingetroffen: ein Storchenpaar läßt seit einigen Tagen vom Dach der Schule sein Geklapper ertönen; auch hat es bereits Anstalten zum Restbau getroffen. Die Gemeindebehörde hat eine wagenradartige Einrichtung auf dem breiten, turmartigen Aufbau des Schuldaches anbringen lassen, mit Reisig versehen, was den Langbeinern zu gefallen scheint. Hoffentlich werden die selten gewordenen Vögel hier heimisch.
Oberheffen.
Gemeinderat in Schotten.
x. Schot ten. 20. April. Aus dem Gemeinderat: Die Derwachtung der städtischen sog. S pi eß w ie sen, die etwa 18 Mark im Durchschnitt pro Morgen brachten, wurde nicht genehmigt. Bei der allgemeinen Grasverpachtung werden die Wiesen nochmals mitverpachtet. — Auf Reklamationen gegen das erhobene Wassergeld beschloß der Gemeinderat, die gestaffelten Wassergeldsähe so wie beschlossen zu belassen. — Dem VHC., der am 30. und 31. Mai fein 10. Jubiläum feiert, wird der städtische Markt als Festplah frei überlassen. Eine gemeinsame Besichtigung zwecks Herrichtung des Platzes, der auch für den städtischen Pfingstmarkt Verwendung findet, wird in den nächsten Tagen stattfindem Auch dem Sozialdemokratischen Ver- e i n, der am 3. Mai eine größere Veranstaltung hier abhält, wird der Platz überlassen.
Landkreis Gießen.
* Leihgestern, 20. April. Am gestrigen Sonntagnachmittag trafen sich auf der Trift an der Rindsmühle bei Leihgestern die evangelischen Jugendbünde von Gießen, Klein- Linden, Leihgestern und Steinberg. Bei Spiel, Gesang und Reigen verflogen die Stunden nur zu schnell. Pfarrassistent Bremmer, der Vorsitzende der Jugendbünde von Klein-Linden, richtete zu Herzen gehende Worte an die Jugend. Viele Erwachsene aus den Rachbarorten wohnten dem fröhlichen Treiben der Jugend bei.
y. Lollar, 20. April. Gestern wurde unter zahlreicher Beteiligung der Spenglermeister Gerhard Fuchs zur letzten Ruhe gebracht, dessen Scheiden im gemeindlichen, kirchlichen und gewerblichen Leben der Gemeinde eine fühlbare Lücke hinterläßt. Er war lange Jahre Vorsitzender des Ortsgewerbcvcreins Lollar und älmgrgend, gehörte über 40 Jahre dem hiesigen Krieger- und Veteranenverein „Ludwig zur Treue" an, war lange Jahre Mitglied der „Sängervereinigung" und des Gesamtkirchenvorstandes des Kirchspiels Kirchberg. In allen Aemtern hat er sich als ein kluger, eifriger und pflichttreuer Mitarbeiter bewiesen. Rach der kirchlichen Amtshandlung am Grabe und einem Trauergesang der „Sängerver- einigung" wurden von den Vertretern der genannten Korporationen Kränze mit ehrenden Ansprachen niedergelegt.
v Londorf, 21. April. In die hiesige Volksschule wurden heute 16 ^8L-Schützen, 11 Buben und 5 Mädchen, ausgenommen. Zur Entlassung sind 9 Schüler gekommen.
§ Weitershain, 20. April. Für den nach Lang-Göns verzogenen Lehrer Conrad wurde Schulverwalter Ernst Röhrig, seither in Klein- Linden, an die hiesige Schule berufen, der mit Beginn des neuen Schuljahres seinen Dienst antrat. — Für die in unserem Orte zur definitiven Besetzung ausgeschriebene Lehrer stelle hat sich nur ein Bewerber gemeldet, während bei Besetzungen in früheren Jahren meist mehr als zehn Lehrer sich um eine der seitherigen Lehrerstellen bewarben.
D Lich, 21. April. Dem Faselwärter Otto Pfannkuchen zu Lich wurde vom Reichsverband deutscher Ziegenzucht-Vereinigungen in Anerkennung der langjährigen Tättgkeit als Bock- Hatter die bronzene Re'.chsverbands-Medaitte verliehen. Gleichzeittg wurde ihm gelegentlich der diesjährigen Generalversammlung des Kreisziegenzuchtoereins Gießen in Laubach eine entsprechende Urkunde ausgehändigt.
Kreis Schotten.
V Gedern, 20. April. Bei Aufräumungsarbeiten im Traiserschen Steinbruch fiel heute nachmittag der 18jährige Heinrich Hof aus etwa 6 bis 7 M"t?r Höhe in die Tiefe. Der Verunglückte zog sich dabei einen schweren älnterkieferbruch zu und mußte sofort in die Chirurgisch« Klinik nach Gießen verbracht werden.
# Babenhausen H, 20. April. Rach vielen Bemühungen, Eingaben und Verhandlungen haben es die Gemeinden Groß-Eichen, Höckersdorf, Sellnrod und Babenhausen endlich erreicht, daß die Oberpostdircklion Darmstadt von einer Ver- kraftung dieser Strecke vorerst a b s i e h t. Den letzten Ausschlag dürften die Angebote der betreffenden Gemeinden gegeben haben, indem sie auf ihren Teil bedeutende Beträge für den Kostenaufwand übernahmen, und so die Postbehörde für einen geringeren Betrag als bisher die Postsachen nach den betreffenden Orten befördert bekommt. Die Gemeinden bringen damit den Interessen der Bevölkerung erhebliche Geldopfer.
Todesurteil im Ortenberger Mordprozeß.
Schwurgericht der Provinz Oberheffen.
* Gießen, 21.April.
Unter stärkster Anteilnahme der Bevölkerung — die 200 von der Gerichtsbehörde ausgegebenen Zu- Hörerkarten waren sofort „vergriffen" — begann heute früh der Prozeß gegen den Landwirtssohn Wilhelm Lehr aus Altenstadt wegen Mordes an seiner Geliebten Martha Peppel aus Ober- Seemen, die er, nachdem sie in anderen Umständen mar, am Abend des 4. Januar in der Nähe von Ortenberg an die damals hochgehende Nidder ge> fühtt und in den Fluß geworfen hat, wo sie ertrank.
Den Vorsitz in der heutigen Verhandlung führte Landgerichtsdirektor Cramer, Beisitzer waren Landgerichterat Neuroth, Landaerichtsrat Locher und sechs Geschworene; die Anklage vertrat Staatsanwatt Dr. Eckert, die Verteidigung führte Rechtsanwalt E n g i s ch.
lieber den Fall, der in Oberhessen Aussehen und berechtigte Entrüstung erregt hat, haben wir seinerzeit berichtet. Martha Peppel, die Tochter eines Landwirts in Ober-Seemen, ein lebensfrohes, schönes, kräftiges, fleißiges Mädchen, war ick der Familie eines Arztes in A l t e n st a d t bedienstet gewesen und hatte am 2. Januar bei einem Rechtsanwalt in Ortenberg eine neue Stelle angetreten. Am Sonntag, 4. Januar, um 20.30 Uhr war sie von einem unbekannten jungen Mann in langem Mantel und dunklem, weichem Hut, der ein Rennrad bei sich hatte, abgeholt worden und seitdem verschwunden. Am Dienstagmittag wurde nach verzweifeltem Suchen ihres Vaters und eines Verwandten ihre Leiche aus der Nidder gezogen. Spuren an einem Transformatorenhäuschen deuteten darauf hin, daß das Mädchen dort von einem Manne ins Wasser geschleift worden war. Die Stralverfolgungsbehörden nahmen die Ermittelungen sofort auf, und noch am gleichen Abend wurde der heute angeklagte Lehr, Sohn eines wohlhabenden Landwirts in Altenstadt, in der väterlichen Hofreite vorläufig festgenommen und vierundzwanzig Stunden später vom Amtegericht Ortenberg verhaftet. Er leugnete hartnäckig, gestand aber nach Abschluß der Ermittelungen, das Mädchen, seine gewesene Geliebte, die ihn als Vater ihres kommenden Kindes in Anspruch nahm, ins Wasser geworfen zu haben, um sie loszuwerden.
Auch heute vor dem Schwurgericht gestand er die Tat ein, suchte sich aber darauf herauszu- retnfn, daß er in einer Art Verwirrung ohne lieber« legung gehandelt fjabe. Er ist ein stattlicher, wohl- gebauter Mensch, wohlerzogen und nicht ungebildet; er hat die Landwirtschaftsschule in Büdingen mit gutem Erfolg besucht. Auffallend an ihm ist. seine vollkommene Ruhe und Gelassenheit, Eigenschaften, die er auch, wie die Zeugen bekunden, früher stets gezeigt hat: er war immer nüchtern, zurückhaltend, niemals gereizt und sehr sparsam; non dem kleinen Taschengeld, das er erhielt, hat er sich über dreißig Mark gespart.
Bei der Altenstädter Kirchweih, im Oktober vergangenen Jahres, hatte er mit der Martha Pep - pel intimen Verkehr; kurz vor ihrer Abreise nach Ortenberg gestand sie ihm, daß sie in andere Umstände geraten sei. Er sagte ihr, wenn sie in Ortenberg sei, wolle er sie besuchen und sie wollten über die Sache sprechen. Am Sonntagmittag fuhr er hin und kündigte ihr seinen Besuch für den Abend an. Abends fuhr er mit einem Rad, das er sich von einem Freund geliehen hatte, nach der nächsten Station Lindheim und von da mit dem Zug nach Ortenberg; dort begab er sich sofort an das Haus, hi dem das Mädchen wohnte und hielt sich dort, ohne sich irgendwie bemerkbar zu machen, über eine Stunde auf der Straße auf, in feinem langen Mantel mit hochgeschlagenem Kragen, den Hut tief ins Gesicht gedrückt, beim Herannahen von Pasfanten immer Stellungen einnehmend, daß man ihm nickt ins Gesicht sehen konnte. Als das Mädchen um 20.30 Uhr herunterkam, ging er mit ihm zusammen sofort den Weg nach Selters entlang. Auf dem Wege frug er sie, ob sie sicher sei, daß das Kind von ihm stamme, d. h. ob sie sich (was bekanntlich den Unter- Haltsanspruch ausschließt) auch mit andern Männern intim eingelassen habe. Martha Peppel verneinte dies. Nun schlug er vor, angeblich zum Schutz gegen den Regen — es war ein windiger Tag mit gelegentlichen schwachen Regenfällen — nach einem Transformatorenhäuschen dicht bei der Nidder zu gehen, obwohl ein offener Schuppen weit bessere Unterkunft geboten hätte. An dem Häuschen führte er das Mädchen an die nach der Nidder zu gelegene Seite und hielt sich dort wenigstens eine halbe Stunde lang mit ihr auf. Er drang wieder in sie mit der Frage, ob er auch sicher der Vater des Kindes sei. Das Mädchen habe geweint, er habe sie geküßt und sie sei „gerade wie zusammengebrochen". Nun sei ihm der Gedanke gekommen, sie ins Wasser zu werfen, um sie und seine Verpflichtungen loszuwerden. Er habe sie noch einige Zeit gehalten, sie dann ans Wasser geschleift und bineingeroorfen. Er sei überzeugt gewesen, die Sache werde nicht herauskommen. Alles in allem will er erregt und verwirrt gewesen sein, gibt aber dann wieder zu, daß er sich am Ufer stehend noch überzeugte, wie das Mädchen unter der Brücke hindurchtrieb. Dann fuhr er auf dem Rad nach Hause, verabredete sich mit einem Zepgen, den er zufällig traf, zu einem gemeinsamen Gang ins Wirtshaus und versäumte nicht, ein Tablett mit Gläsern, das der Wirt seinen Elten geliehen hatte, mitzunehmen und abzugeben. Im 'Wirtshaus saß er mit einigen Zeugen, von denen ihm keiner etwas anmerkte, zusammen und unterhielt sich mit ihnen über gleichgültige Dinge. Dann ging er nach Hause unb hat seiner eignen Angabe nach gut geschlafen.
Als er zwei Tage danach, kurz vor seiner Verhaftung, beim Dickwurzabladen hörte, daß die Martha Peppel verschwunden sei und gesucht werde, meinte er kaltblütig: „Da ist auch wieder ein« weniger."
Bei der Gegenüberstellung mit der Leiche des Mädchens in der Leichenhalle in Ortenberg benahm er sich derart gleichgültig und kaltblütig, daß den mit der Unterfiufjung betrauten Beamten Zweifel an seiner Täterschaft kamen. Auch im Untersuchungsgefängnis in Or
tenberg und später in Gießen zeigte er sich vollkommen kaltblütig und reuelos.
In eingehender Verhandlung — es wurden gegen dreißig Zeugen und drei Sachverständige vernommen — wurden die persönlichen Verhältnisse des Angeklagten, seines Opfers, und die älmstände vor, bei und nach der Tat eingehend aufgeklärt.
Rach den übereinsttmmenden Gutachten der beiden Gerichtsärzte, Medizinalrat Dr. Balser und Medizinalrat Dr. Meyer, ist Martha P. durch den Wurf ins kalte Wasser, vielleicht in Verbindung mit dem Schreck über das gräßliche Verhalten ihres Geliebten, schlagartig am Schock gestorben.
Ober-Medizinalrat Dr. Z i n h e r bezeichnete den Angeklagten als voll verantwortlich.
Staatsanwalt Dr. Eckert legte in eingehenden Ausführungen dar, daß nach der ganzen Veranlagung des Angeklagten, nach seinem Verhalten vor der Tat, nach seinen eignen Angaben über die Tat und namentlich nach seinem Verhalten nach dem Verbrechen ausschließlich Mord, vorsätzlich und mit Ueberlegimg aus-
Aenderungen in der deutschen Nationalelf.
Die deutsche Fußball-Repräsentative für Holland mußte einige Aenderungen erfahren. Zunächst sagte der Aachener Mittelläufer Münzenberg ab, an dessen Stelle man den Berliner Kauer setzte. Den als Ersatzmann vorgesehenen Dresdener Stössel zog man dafür als rechten Läufer heran. Am meisten Sorge bereitete die Absage des Frankfurter Rotweiß-Tor- hüters Kreß, der wegen des Trostrundenspieles Rot- wciß Frankfurt gegen Phönix Ludwigshafen an dem Länderspiel gegen Holland nicht teilnehmen sollte. Es ist jedoch wahrscheinlich, daß dieses Trost» rundenspiel verlegt wird, so daß Kreß spielen kann.
... unb Westdeutschlands Vertretung gegen Luxemburg.
Zu dem am kommenden Sonntag in Luxemburg stattfindenden Fußballkampf zwischen Westdeutschland und Luxemburg wird der Westdeutsche Spielverband mit der folgenden Mannschaft antreten: Stahl-Köln/Vingst; Graffmann-Meiderich, Lepper- Münster; Jones-Düsseldorf, Kluck Rheine, Schürzel- Barmen; Ullrich - Köln/Sülz, Zarges - Köln/Sülz, Schmitz-Odenkirchen, Köhler-Düsseldorf, Kobierski- Düsseldorf.
Aus dem Turngau Hessen (D.T.)
Waldlauf im 5. Bezirk.
Unter Leitung von Dezirksturnwart Gabler. Friedbexg, nahm am Sonntag in dem idealen Gelände des Hochwaldes bei Bad-Rauheim der Frühjahrswaldlauf des 5. Bezirks im Turngau Hessen bei der vom Tv. 1860 Bad- Rauheim gut durchgeführlen Streckenkontrolle einen reibungslosen Verlauf. Die Beteiligung war geringer als im Vorjahre, dafür wurden — trotz kalter, unfreundlicher Witterung — bedeutend bessere Leistungen gezeigt. Rachstehend folgt ein äleberblick über die Ergebnisse mit einem Auszug aus der
E'egerliste:
Turner, 5 0 0 0 Meter (14 Bewerber, 10 Sieger): 1. Kuno May. Tv. 1860 Bad-Rauheim. 16 Min. 46 Sek.; 2. H. Stein, Tv. 1860 Bad- Rauheim, 16 Min. 52.6 Sekunden; 3. Heinrich Reuter, Tv. Rieder-Mörlen, 17 Min. 4,1 Sek.; 5. K. Buß, Tv. Holzheim; 6. L. Müller, Tv. Griedel; 8.R. Bender und W. Bopp, Tv. Griedel. — 2m Mannschaftskampfe siegte Tv. 1860 Bad-Rauhe im mit 7 Punkten; an zweiter Stelle folgte Tv. Griedel mit 22 Punkten.
Jugendturner-Ober stufe, 2500 Me - ter (14 Bewerber, 9 Sieger): 1. Paul Ehrig, Tgrn. Friedberg, 7 Min. 24,8 Sek.; 2. Walter Buß, Tv. Holzheim, 7 Min. 28 Sek.; 3. Ludwig Reih, Tv. Holzheim, 7 Min. 45 Sek.; 4. Wilhelm Zeiß, Tv. Holzheim; 6. E. Ohly, Tv. Holzheim; 9. W. Seibel, Tv. Griedel. — Mannschaftssieger: 1. Tv. Holzheim, 9 Punkte; 2. Tgrn. Friedberg, 14 Punkte.
Jugend turner - Unterstufe. 15 0 0 Meter (25 Bewerber. 16 Sieger): 1. H. Häuser. Tv. Rieder-Weisel, 4 Min. 43,5 Sek.; 2. K. Jeh- ner, Tv. 1860 Dad-Rauheim, 4 Min. 56 Sek.: 3. I. Z'mmer, Tv. R edec-Mörten, 5 Min«. 4 Sek.; 9. G. Mörler, Tv. Griedel; 11. E. Tröster, Tv. Griedel; 13. H. Dorr, Tv. Griedel; 15. W. Dender, Tv. Griedel. — Mannschaftssieger: 1. Tv. Rieder-Mörlen. 16 Punkte; 2. Tv. Rieder- Weisel, 19 Punkte; 3. Tv. Griedel, 33 Punkte.
Fußballklub 1926 Großen-Buseck.
Großen-Buseck I — Lollar I 3:3.
Das Spiel gegen die Sportabteilung des Turnvereins Lollar hinterließ einen guten Eindruck. Es wurde von beiden Mannschaften äußerst fair und mit dem größten Eifer ausgetragen. Großen- Busecks 1. Mannschaft war spielerisch dem Gegner allerdings voraus, Lo.ifar verstand es aber trotzdem, das obige Resultat zu halten. Ein Selbsttor brachte Gvoßen-Duseck um den verdienten Sieg. Schiedsrichter Kreiling aus Gießen war recht gut.
F.C. „Teutonia^ Watzenborn-Steinberg.
2Daf)enborn-5feinberg I — Hermannstein I 5:3 (2:0).
Dor ungefähr 500 Zuschauern trug die erste Mannschaft des Sportvereins Hermannstein gegen die gleiche des Fußballklubs Teutonia Watzenborn-Steinberg ihr fälliges Gesellschaftsrückspiel aus. Schon in den ersten 15 Minuten fiel nach schöner Vorlage durch den Halbrechten das erste Tor. Trotz eifriger Gegenwehr konnten es die
geführte Tötung in Frage kommen könne. Dei der ©egenüberftellung mit der Leiche seiner Geliebten habe der Angeklagte geradezu eine Eignungsprüfung über seine Kaltblütigkeit und Selbstbeherrschung abgelegt. Der Staatsanwalt beantragte für diesen heimtückischen Meuchelmord die Todesstrafe.
Der Verteidiger Rechtsanwalt E n g i s ch legte dar, daß die Sache sich so verhalten haben könne, wie der Staatsanwalt es bargelegt habe: es könne aber auch anders gewesen fein. Seiner Heberjeugung nach sei aber nur Totschlag erwiesen.
Rach anderthalbstündiger Deratung verkündete der Vorsitzende, Landgerichtsdirektor Cramer, das Urteil des Schwurgerichts. In eingehenden, alle Einzelheiten bcwücksichtigenden Darlegungen, die zeigten, daß das Schwurgericht alle Momente Für und Gegen auf das sorgfältigste erwogen hat, führte er aus, daß die Tat des Angeklagten nur als Mord bewertet werden könne. Entscheidend für diese Auffassung sei sein Verhalten am Tatort, seine ganze Persönlichkeit, fein Benehmen vor unb namentlich nach ber Tat, das einen sicheren Schluß auf die seelischen Vorgänge bei der Tat ermögliche. Der Angeklagte wurde wegen Mordes zum Tode, zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte und zu den Kosten des Verfahrens verurteilt.
Hermannsteiner nicht verhindern, daß bis zur Halbzeit der Stand auf 2:0 erhöht wurde. Rach Wiederanstoß war das Spiel ausgeglichener. Trotzdem gelang es ihnen innerhalb kurzer Zeit noch drei weitere Tore zu erzielen, denen die Gäste durch etwas leichtsinniges Spiel der Hintermannschaft kurz vor Schluß drei Treffer entgegensetzten. Das Endresultat entspricht dem Spielverlauf.
Watzenborn-Sleinbergll— hermannstein II 1:1 (1:1).
Vorher trugen die beiden zweiten Mannschaften ein Spiel aus. Das 1:1 dürfte dem Spielverlauf entsprechen Schiri S p u r k (Butzbach) leitete korrekt.
S. Sp. V. 1926 Steinbach.
Steinbach I — Lich I 3:2 (1:1).
Steinbach 11 — Garbenteich I u. II komb. 0:0.
Am Sonntag hatte Steinbachs 1. Mannschaft die gleiche vom BfA. Lich zu Gast. Gleich nach Beginn entwickelte sich ein flotter Kampf. Lich verwandelte zunächst eine Ecke zum Führungstreffer. Steinbach kam dann mehr auf und konnte den Ausgleich, ebenfalls durch Eckball, erzielen.
Rach dem Wechsel dominierte Steinbach und der Mittelstürmer brachte seine Mannschaft durch einen schönen Schuß in Führung, dem ber Linksaußen bald den dritten Treffer folgen lieh. Lich drängte dann auf Ausgleich, aber alle Angriffe scheiterten an der sicheren Schlußmannschaft des Gegners, lediglich ein Elfmeter wurde verwandelt.
Die zweite Mannschaft hatte eine kombinierte von Garbenteich verpflichtet und konnte dieser nach verteiltem Spiel ein 0:0 abringen.
Handball im (Sau Hessen (O. T.)
Tv. Wetzlar I — INto. Gießen I 2:3 (1:1).
Bei dem am Sonntag auf dem Mto.°Platze am Schiffenberger Weg ausgetragenen Handball-Freundschaftsspiel zwischen der ersten Mannschaft Hes Turnvereins Wetzlar und der ersten des Männer- turnoereins wurde ein flotter Kampf gezeigt. Das Spiel endete wieder mit einem knappen Resultat, einem Siege der Einheimischen. Die Wetzlarer traten mit fünfer und gut aufeinander eingespielter Mannschaft auf den Plan. Was der Gießener verjüngten Mannschaft an (Spielerfahrung fehlte, ersetzte sie durch Eifer. Mit dem Anpfiff entwickelte sich ein flottes Spiel, das vor den Toren kritische Situationen schuf. Durch einen placierten Straf- rourf gingen die Einheimischen in Führung, doch konnten die Gäste noch vor Halbzeit ebenfalls durch einen Strafwurf ausgleichen. In der zweiten Halbzeit zeigte sich dasselbe Bild. In der Mitte dieser Spielhälfte gelang es den Wetzlarern, die Gießener Verteidigung zu überlaufen, und durch unhaltbaren Wurf die Führung an sich zu reißen. Als jedoch die Gastgeber durch schöne Kombination des Jnnentrios kurz darauf ausglichen und nun noch mehr auf das Tempo drückten, wurden die Gäste nervös und mußten sich auch noch ein drittes Tor gefallen lassen, so daß die Männerturner verdient mit 3:2 gewinnen konnten. Der Schiedsrichter hätte mitunter energischer Eingreifen müssen.
Handball jni Lahn-Oünsbera-Gau.
Tv. Wieseck 1 — Tv. Launsbach 1 3:3 (1:2).
Das Spiel begann in scharfem Tempo, das die Mannschaften auch beibehielten. Es wurde hart, aber immer in den Grenzen des Erlaubten gespielt. Die Mannschaften mußten sich mit einem Unentschieden zufrieden geben.
Tv. Dorlar I — Tv. Londorf I 1:5 (0:3).
Das erste Spiel um den Gaumeistertitel sah den Gast aus Londorf verdient in Front. Der Dorlarer Torhüter hatte einen schwachen Tag und hätte bestimmt zwei Erfolge des Gegners verhindern müssen. In der 18. Minute erzielte Londorf das erste Tor, dem kurze Zeit später der zweite und dritte Erfolg folgten. Nach der Pause war Dorlar etwas im Vorteil und kann das mehr als verdiente Ehrentor erzielen. Londorf vermochte durch zwei weitere Tore das Ergebnis auf 5:1 zu stellen. Dorlar hatte drei Mann Ersatz in seiner Mannschaft.
Ahbach I — Allendorf I 5:1 (2:1).
Das erste Spiel in der Runde der Zweiten fand in Atzbach statt. Es entwickelte sich ein flotter Kampf. Bald gelang es Atzbach, den Führungstreffer zu erzielen. Der Ausgleich ließ nicht lange auf sich warten. Einige Minuten vor Halbzeit riß aber Atz- bacb die Führung wieder an sich und mit 2:1 für Atzvach wurden die Seiten gewechselt. In der zweiten Halbzeit spielt Atzbach etwas überlegen und konnte noch dreimal siegreich sein.
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