Oer Gießener Voranschlag für 1931.
Cs ist ein betrübliches Kapitel der Gießener Kommunalgeschichte, das sich in dem st ä d t i - schen Haushaltsvoranschlag für 1931 vor den Augen der Bürgerschaft entrollt. Zwar hat sich die Schluhsumme des künftigen Haushalts- Plaues gegen das Borjahr um rund 500 0Ö0 Mk. ermäßigt, da der neue Voranschlag mit Z 351 646 Mark gegen 7 872 592 Mark abschließt. Qlbcr man darf dabei nicht übersehen, daß diese Minderung bei der Vermögensrechnung in Erscheinung tritt (für das neue Haushaltsjahr 894 731 Mark gegen 1 442 275 Mark im Vorjahr), während die Betriebsrechnung für 1931 eine geringe Steigerung auf weist (6 456 914 Mark gegen 6 430 317 Mark im Vorjahre). Aus dieser Gestaltung des Zahlenbildes ist ersichtlich, daß die Schaffung neuer Werte für unser Gemeinwesen auch im neuen Rechnungsjahre nahezu stillgelegt fein wird, eine Entwicklung, die für unsere heimische Wirtschaft wenig erfreulich ist.
Kleber die Einzelheiten des neuen Haushaltsplanes an dieser Stelle ausführlicher zu sprechen und Vorschläge zur Umgestaltung oder Erweiterung nach dieser oder jener Richtung hin zu machen, erscheint uns heute überflüssig angesichts der Tatsache, daß der Voranschlag als ein Pro - dukt der kommunalen Rotverhält- n i s s e unserer Zeit erst nach wochenlangen Beratungen der Stadtverwaltung und des Finanzausschusses des Stadtrats zustande gebracht tource und jetzt schon so gut wie endgültig ist, obwohl ihn der Stadtrat erst am nächsten Freitag formell verabschieden soll. Wir wollen uns darauf be- schränken, einige Hauptgesichtspunkte in den Mittelpunkt der Betrachtungen zu stellen. Hierbei ist besonders mit Bedauern zu erwähnen, daß es der Stadtverwaltung und dem Finanzausschuß trotz eifrigster Bemühungen nicht gelungen ist. einen Voranschlag vorzulegen, bei dem die Ausgaben durch die Einnahmen Deckung finden. Zum ersten Wale in unserer Stadt liegt ein Haushaltsentwurf mit einem ungedeckten Fehlbetrag vor. dessen Höhe sich auf die erhebliche Summe von 304 000 Mark beläuft. Es wäre verfehlt, für diese Sachlage die Stadtverwaltung oder den Finanzausschuß des Stadtrats verantwortlich machen zu wollen. Die Schuld liegt vielmehr an den unheilvollen Verhältnissen, die durch die Finanzpolitik des Reiches für die Kommunen eingetreten sind und die ab- Auänöem außerhalb der Machtverhältnisse der Kommunalverwaltungen liegt. Der Fehlbetrag soll zunächst durch einen ileberb rüdungS- f r e b i t zu Lasten der Dermögensrechnung gedeckt werden, der bei der Wiederkehr günstigerer Verhältnisse aus Betriebsmitteln zurückerstattet werden soll. Man wird also jetzt den Weg gehen, den wir im Dezember v. 3. bei den damaligen Haushaltsschwierigkeiten bereits vorschlugen: der Unterschied ist jetzt nur der, daß mittlerweile die kommunalen Finanzverhältnisse noch schwieriger geworden sind, als sie sich damals barboten. Man muß sich natürlich barüber klar sein, daß ein solcher Kredit mit neuen Belastungen für bie Stadt in Gestalt von Zins- Verpflichtungen usw. verbunden ist, aber annehmbarer erscheint dieser Weg immer noch als eine weitere und in ihrem Ausmaß außerordentlich hohe Heranziehung der Dürgersteuer, Getränkesteuer oder der Werktarife, wie dies in manchen anderen Kommunen geschehen soll. Für dieGegen- trart kommt es jedenfalls darauf nn, im Bereiche der kommunalen Finanzpolitik eine Entwicklung zu verhüten, die geeignet wäre, den Lebens- . ftanbarb der Bürger und das Wirtschaftsleben noch weiter herunterzudrücken. Wir möchten ba- l her. trotz aller finanztechnischen Bedenken gegen einen äleberbrückungskredit, der Ansicht zustim- 7 men. daß die jetzt vorgesehene Lösung der Dek- kungsfrage als die annehmbarere zu betrachten ist.
Ein weiteres schmerzliches Merkmal des neuen Voranschlages ist, wie die Stadtverwaltung in ihrem Expose zum Haushaltsentwurf mit Recht hervorgehoben hat, die gewaltige Steigerung der Wohlfahrtslasten. Selbstverständlich liegt es u; s fern, — wie wir schon wiederholt zum Ausdruck gebracht haben —. gegen die . Hilfeleistung der Stadt an bie infolge der allgemeinen Wirtschaftsnot schwer bedrängten Mitbürger etwas einzuwenden. Aber vom Standpunkt der kommunalen Finanzwirtschaft aus muh mit ernster Sorge bie Forberung erhoben werben, bah nun endlich wirksame Maßnahmen Geltung erlangen, die einer weiteren Entwicklung auf dem Gebiete der Wohlfahrtspflege in der bisherigen Richtung einen wirksamen Riegel vorschieben.
Diese Forderung richtet sich an die Reichs- gesehgebung und an die Länder. Sie wird in unserem Falle zur Genüge begründet durch bie Tatsache, baß die Aufwendungen für die Gießener Wohlfahrtspflege gegenüber den Ansätzen des vorjährigen Voranschlages um 475 313 Mark gestiegen sind, nämlich von 869 629 Mark im Rechnungsjahr 1930 auf 1 344 942 Mark für das Rechnungsjahr 1931. Wie die Stadtverwaltung in ihren Bemerkungen zum neuen Voranschlag (Ar. 83 des „Gießener Anzeigers" vom 16. April) mit Rachdruck hervorhebt, und wie wir in unserem Artikel „Kommunalfinanzen und steigende Fürsorgelast" in Rr. 62 des „Gießener Anzeigers" vom 14. März ebenfalls schon aussührten, ist es angesichts der ganzen Entwicklung der öffentlichen Finanzwirtschaft heute dringender als je zuvor, daß das Reich und die Länder an den Lasten der Fürsorge für die Wohlfahrtserwerbslosen beteiligt werden. Der in unserem Artikel in Rr. 62 besprochene und auch von der S adtverwaltung vertretene Vorschlag des Deutschen Städtetages an bie Reichsregierung sei heute noch einmal mit allem Emst und Rach- druck unterstützt, denn die dort vorgeschlagerve Regelung entspricht nicht nur den Erfordernissen der Gerechtigkeit, sondern sie liegt auch im w o h l- verstandenen Interesse des Reiches, dem alle Saniemngsmahnahmen zu Gunsten seiner Finanzen nichts helfen werden, wenn dabei die kommunale Finanzwirtschaft zusammenbricht. Die Beteiligung deS Reiches und der Länder an den Fürsorgelasten für die Wohlfahrtserwerbslosen ist von solcher Dringlichkeit, daß ihre Verwirklichung nicht bis zum Wieberzusammentritt bes Reichstages im Herbst aufgeschoben werden kann. Die Rotverordnungsma s ch ine möge auch hierin recht schnell in Gang gesetzt werden, ehe es zu spät ist.
Die Stadtverwaltung und der Finanzausschuß haben sich in anerkennenswerter Weise bemüht, im neuen Haushalt die Ausgaben inschärs- ster Weise zu drosseln. Man ist babei sogar vor Abstrichen nicht zurückgeschreckt, die ganz außerordentlich empfindlich sind und unter normalen Verhältnissen nicht zu vertreten wären. Weiter als jetzt geschehen, wird man nun nicht mehr gehen können. Als ein Beispiel für die Strenge der Sparmaßnahmen weist die Stadtverwaltung auf die Abstriche beim Stadt- tfje a t e r hin, dessen Zuschuß auf 50000 Mark herabgesetzt worden ist. Dem Theaterdezernat wurde dabei die Verpflichtung auferlegt, m i t dieser Zuschußleistung unter allen Umständen auszukommen. Wcr die Anforderungen an ein gut geleitetes Theater kennt — und ein solches Kunstinstitut wollen und müssen w'.r uns unter allen Umständen erhalten — wird zugeben, daß es sich bei der jetzigen Beschränkung des Zuschusses, der sich bisher alljährlich auf rund 90 000 Mark belief, unb bei der harten Verpflichtung für das Theaterdezernat um eine sehr drückende Maßnahme handelt. Unter diesen Umständen wird es der Intendanz des Theaters natürlich außerordentlich schwer werden, die bisherige Linie der Leistungen unserer Bühne einzuhalten. Wir dürfen aber wohl bie Ueber- zeugung haben, baß ber Intendant Dr. Prasch von sich aus alles tun wirb, um einen Abstieg unserer Bühne von bem bisherigen Riveau zu vermeiden, vielmehr auch unter den einschneidend veränderten Finanzverhältnissen bie gute k ü n st- lerische Produktivität des Theaters wie bisher der Bürgerschaft zu bieten. Ein sehr wesentlicher Faktor für das Gelingen dieser schweren Aufgabe wird das Publikum selbst sein. Mehr als je zuvor kommt es jetzt darauf an, daß die Bürgerschaft für i h r Theater nicht nur den Standpunkt des Wünschens und Forderns, sondern auch den des Opferns einnimmt, des Ovferns nach ber Richtung hin, baß sie dem Theater fortlaufend ihre praktische Mithilfe in Gestalt von reger Beteiligung am Abonnement und in eifriger Propagierung unserer Bühne erblickt. Eine solche praktische Mitarbeit an der Erhaltung unseres Theaters darf auch lein Strohfeuer sein, das schnell aufflammt unb bald wieder erlischt, sondern sie muh eine Erscheinung von Dauer darstellen, selbst unter den gegenwärtigen ungünstigen Zeitverhältnissen. Die Bürgerschaft muß sich darüber klar sein, daß sie bei einer solchen Haltung gegenüber dem Stadttheater nicht etwa der Stadtverwaltung, der Intendanz oder dem Theaterpersonal zuliebe etwas tut, sondern bah sie sich selbst mit ber Erhaltung ihrer Bühne und mit ber Wahrung des bisherigen Riveaus dieses bedeutsamen Gießener Kulturfaktors den besten Dienst erweist.
Ein kurzes Wort sei zum Schluh noch über die
kommunale Besteuerung gesagt, soweit sie im Rahmen des Voranschlages Reues bringt. Wer sich bie Tragweite und Den starken sachlichen Gehalt der Ausführungen der Stadtverwaltung zum neuen Voranschlag in der rechten Weise vergegenwärtigt, wirb zugeben müssen, dah die von der Stadtverwaltung unb dem Finanzausschuß ins Auge gefaßte Regelung der kommunalen Besteuerung unter den gegenwärtigen Verhältnissen als annehmbar anzusehen ist, weil eben eine andere günstigere L ö s u n g s m ö g l ich ke i t zur Zeit nicht besteht. Die Inanspruchnähme der Bürgerschaft
in dieser Hinsicht ist noch erheblich hinter bem Stand zurückgeblieben, den man in anderen Gemeinden vielfach eingenommen hat. Unter diesem Gesichtspunkt muß man auch die lOOProzentige Erhöhung der Dürgersteuer, die erhöhte Dier- steuer und die Beibehaltung der Getränkesteuer betrachten. Für unser Gemeinwesen ist es jedenfalls besser, der jetzt vorgeschlagenen Regelung zuzustimmen, als es wieder darauf ankommen zu lassen, dah erneut ein Staatskommissar in diktatorischer Weise das entscheidende Machtwort zu sprechen hätte.
Wirtschaft.
Völlige Stillegung bei Bamag-Meguin in Buhbach?
Butzbach, 21.April. Wie WTB.'Handelsdienst erfährt, ist die Stadtverwaltung von Butzbach energisch bestrebt, durch Verhandlungen mit den zuständigen Stellen die völlige Stillegung der Firma Bamag-Meguin zu verhindern. Insbesondere ist die Erhaltung der Abteilung Eisenbahnbedarf (Schwellen und Weichenbau) ins Auge gefaßt. Die Stadtverwaltung führt zusammen mit Vertretern der Firma Bamag-Meguin, Berlin, bei den zuständigen Behörden entsprechende Verhandlungen, die jedoch infolge der schlechten Wirtschaftslage und insbesondere wegen der ungünstigen Betriebsverhältnisse des hiesigen Werks sich recht schwie. rig gestalten.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 22. April. Tendenz schwächer, im Verlause erholt. Die heutige Bö.se eröffnete to?gcn des gestrigen schwachen Schlusses in Reuyork in abgeschwächter Haltung, nachdem noch an der gestrigen Abendbörse weitere Befestigungen zu verzeichnen waren. Die Spekulation bekundete stärkere Zurückhaltung, da von außen her keine Käufe Vorgelegen haben und auch das Ergebnis des Volksbegehrens verstimmte. Bei sehr geringer ilmfaht'itigfeit lagen die ersten Dotierungen durchschnittlich 2 P r o - zent schwächer. Starke Kurseinbußen hatten am ©leftromarlt AEG. und Siemens, die bis 3.5 Prozent nachgaben, Schlickert lagen relativ behauptet. Deutsche Linoleum und Karstadt lagen mit je 3.5 Proz. stärker im Angebot. Von Kunstseidewerten gaben Aku 1,5 und Demberg 2,5 Prozent nach. I.-G.-Farben setzten 2 Proz. unb Deutsche Erdöl 1,5 Proz. niedriger ein. Vollkommen geschäftslos lag der Montanmarkt, die Kurse wurden ebenfalls bis 2,5 Proz. schwächer taxiert Bankaktien eröffneten bei kleinem Geschäft bis 0,75 Prvz. abgeschwächt, während Schiff- sahrtswerte behauptet blieben. Fernes gaben noch Holzmann und Zellstoff Aschaffenburg bis 1,75 Prozent nach. Fester eröffneten nur Wayß & Freytag mit plus 1 Proz. Auch nach den ersten Kursen hielt die Abgabeneigung eher an, besonders Demberg verloren erneut 2 Prozent. Tas Geschäft kam fast vollständig zum Stillstand. Von Renten lagen Altbesitz 0,13 Proz. niedriger. Der Psandbriefmarkt lag ruhig und kaum verändert. Im Verlause konnte sich die Stimmung wieder merklich bessern. Die Kulisse schritt zu Rückdeckungen, so daß nicht nur die ersten Kurse wieder erreicht, sondern teilweise bis 2 Prozent überschritten wurden. Däs Geschäft konnte sich leicht beleben. Demberg holten einen Teil ihres Verlustes wieder zurück. Am Geldmarkt trat eine weitere Erleichterung ein, so daß der Satz auf 3.5 Proz. ermäßigt tourte. Am Devisenmarkt konnte sich die Mark nach den Abschwächungen von gestern wieder etwas befestigen. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1998, gegen Pfund 20,4075, London gegen Reuyork 4,8592, gegm Paris 124 30, gegen Mailand 92,80, gegen Madrid 48,90, gegen Schweiz 25,2290, gegen Holland 12,10.
Berliner Börse.
Derlin, 22. Apr'l. Richt das durchgekommene Volksbegehren, sondern in der Hauptsache das sehr schwache Reuyork von gestern bewirkte im heutigen Verkehr eine sehr unsichere Stimmung, die zu Beginn der offiziellen Börse eine ziemlich schwache Tendenz zeitigte. Kunstseidewerte verloren auf schlechte Absahrneldungen 6 Prozent, da die Ausführungen in den heutigen Generalversammlungen, die zuversichtlicher lauteten, noch nicht bekannt waren. Ein weiteres verstimmendes Moment war die anhaltende Baisse am Metallmarkt: auch daß die Kunstseidever
handlungen sich nun doch voraussichtlich langwieriger gestalten würden als man annahm, trug zur Zurückhaltung der Kulisse bei und hatte Kursrückgänge von 2 bis 3 Prozent zur Folge. Hamburg-Süd, Hirschkupser, Bemberg. Schultheiß, Karstadt, Svenska, Berger und Siemens tagen bis 4 Prozent, Rheinische Braunkohlen 4 Prozent niedriger und Kaliwerte bis 6,75 Prozent gedrückt. Durch feste Haltung fielen Elektro Schlesien mit plus 3 Prozent und Schan- tung mit plus 2,5 Prozent auf. Anleihen eher abbröckelnd, Ausländer ruhig, Pfandbriefe kaum verändert. Die Geldfähe erhielten sich auf der Dortagshöhe. Im Verlaufe erfuhren die Kurse weitere kleinere Abschwächungen. Später traten, vom Kalimarkt ausgehend, an dem die Besserungen bis 4 Prozent betrugen, allgemeine Erholungen ein, da die Spekulation sich durch Käufe mehrerer Großbanken zu Deckungen veranlaßt sah.
Frankfurter Getreidebörse.
F r a n f f u r ta. M, 22. April. Es wurden notiert: Weiten 307,50; Roggen 217 bis 220; Hafer, iirländischer, 212,50 bis 215; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0, 43,50 bis 44,50; Roggenmehl 30 bis 32; Weizenkleie 12,50; Roggenkleie 13,25 bis 13,50. — Tendenz: Stetig.
Berliner Produktenmarkt.
Berlin, 21. April. Die durch die Drotpreis- erhohung geschaffene Situation und das bevorstehende Wiedcrz^lsammentreten des Reichskabinetts verursachten am heutigen Produktenmarkte stärkere älnsicherheit, so dah im handelsrechtlichen Lieferungsgeschäft verschiedentlich Realisationen erfolgten. Weizen setzte 1 bis 2 Mark, Roggen in allen Sichten 2 Mark niedriger ein, auch Hafer war bis um 2 Mark abgeschwächt. Am Promptmarkte hielt sich die ülmsahtätigkeit, angesichts der vorsichtigen Kauftaktik der Mühlen, in engen Grenzen. Das Weizenangebot trat etwas mehr in Erscheinung, während Roggen von der ersten Hand, infolge der Feldarbeiten, keineswegs reichlicher angeboten wird. Den wenig veränderten Forderungen standen 1 bis 2 Mark niedrigere Gebote gegenüber. Das Weizenmehl- geschäft stagniert fast völlig, auch für Roggenmehl sind die Käufer heute etwas zurückhaltender; die Forderungen lauten unverändert. Die Gebote für Hafer sind im Anschluß an den Rückgang der Lieserungspreise ermäßigt. Gerste liegt ruhig, aber stetig. Es notierten (1000 Kilo): Weizen, märkischer, 283 bis 230 (fest), Mai 302,50 bis 302, Juli 300, September 252,75; Roggen, märkischer 194 bis 196 (fest), Mai 205 bis 205,25, Juli 200,50, September 189 bis 189,50 (Geld); Braugerste 245 bis 252 (fest), Futter- und Industriegerste 230 bis 244; Hafer, märkischer 181 bis 188 (fest), Mal 193 bis 197,25, Juli 203,50. (100 Kilo): Weizenmehl 34,75 bis 40,50 (stetig); Rog- genmchl 26,80 bis 29 (stetig); Weizenklcie 13,25 bis 13,50 (fest); Roggenkleie 13,75 bis 14,25 (fest); Viktoriaerbsen 24 bis 29; kleine Speiseerbsen 23 bis 27; Futtererbsen 19 bis 21; Peluschken 25 bis 30; Alckerbohnen 19 bis 21; Wicken 23 bis 26; Lupinen, blaue 13,50 bis 15,50; Lupinen, gelbe 22 bis 26; Serradelle, neue 66 bis 70; Rapskuchen 9,80 bis 10,20; Leinkuchen 14,10 bis 14,30; Trockenschnitzel 7,80 bis 8; Sojaschrot 14,20 bis 14,90; Kartoffelflocken 15,50 bis 16.
Aus dem Amtsverkündigungsblatt.
• Das Amtsverkündigungsblatt Rr. 28 vom 17. April enthält: Rechnung der Kreiskasfe für das Rechnungsjahr 1927. — Abänderung der Ausführungsverordnung zum Fi- schereigeseh. — Tarif für die Benutzung der Abdeckerei in Garbenteich. — Die Gewährung von Ruhegehalten an Hebammen. — Feldbereinigung in Großen-Duseck.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt befchloffenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 o. H.. Lombardzinsfuß 6 o. H.
firantfurt a. m.
ZJfriin
Schluß- für«
1-Uhr- flurd
Schluß- kure
Ansa. g« 4?ur4
Datum
21.4
22-4.
21.4.
22.4.
6% Deutsche Neichsaruelhe
ton 1927 .........
84,75
—
84,75
7% Deutsche Reichranleihe
von 1929 .......
100
-__
100
leuiftfie Anl.-Slblöl^Schuld mit
58,4
6,45
58,1
58
6,47
58,13
6,4
Seifll. ohne Ansios^Rechtr . .
8% Hel«. ©olUftaat von 1929
(rüdtahlb. 102%)......
95,25
—
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Cbftbcflcn Trooini • Anleihe mit
Öuelof^Sfditen......
56,5
—
Seutichf Komm. SamtnelabL
Anleihe Serie 1 ....
57
_
57
6% Rtanlf. Hnv.-Bank Goldpse
XIII unlünvbar bis 1034 . . .
101,5
—
—
—
7% ftian(|. Hop^Bank Goldpse
üntünDbor bis 1932 .....
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-
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—
_
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—
—
—
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A.E.Ä. abg. Borrriegtz-Obligatko-
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—
nen, rückzahlbar 1932 ....
-
—
—
—
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_
_
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——
—
_
_
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—
—
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_
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—
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—
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_
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—
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—
—
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_
4,45
4,45
6% Rumänische vereinh. Rente
von 1903 ......
8,5
—
8,4
—
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von 1918 ..........
15,25
—
15,25
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6,95
—
6,95
6,9
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Berlin
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Datum
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22.4
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22 4
Hamvurg-Amerika Palet . . tzamburg-Südam. Dampsschtss
. 7
65
64,75
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118,4
115
Hanta Dampsschist ....
10
86,5
87,25
Rorvdeuticher Lloyd ....
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10
Barmer Bankverein . . .
1(
—
—
—
—
Berliner Handelrgeiellschasl .
12
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—
124,5
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Commerz- und Privai-Bank.
11
119
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118,75
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Darmstädter unb Nationalbank Deutsche Bank und
12
139,5
—
139
138
DiLconto-GeseUschast, . . .
10
108,25
107,75
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10
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12
169
—
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. 8
111,5
109,75
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109,5
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. 9
—
—
92,25
90
(Siehr. LleserungSgeleUIchaft.
10
—
—
135,5
134,5
Licht unb Straft......
10
127
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90
—
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Unternehmungen ....
Hamburger ElektrizitStr-Werte
10
130
—
129
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——
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10
—
—
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11
141
140,5
141
139,9
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16
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Iraneiaolo........
. 6
—
Labmeyer & Co.......
10
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—
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_
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77,13
76,25
Essener Steinkohle.....
. 8
—
—
—
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81,5
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Mansselder Bergbau ....
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—
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37
Cbcrldilcl. Eilende bars . . .
. 6
—
—
Oberschles. KokSwerke....
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—
—
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—
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10
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. 6
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7,2
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Berlin
Ech.uß- hir<
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Datum
21.4.
22.4.
21.4
22.4.
Bereinigte Stahlwerke .
58
—
57,9
56,5
Liavi Minen . . .
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6*1,
——
—
31,5
31
Paliwerke Ascherrieben .
10
179
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163,25
Kaliwerke Westeregeln .
e
e
10
168
—
172,5
166,5
Kaliwerke Salzdetfurth .
•
•
16
253
254,5
256,4
250,5
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12
150,75
148.4
150,4
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. 6
—
—
—
—
Echeideantiali.....
. 9
132,5
133
—
—
Goldschmidt .....
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50
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57
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. 8
74,5
—
75
—*
Dhiltvv Holzmann . . .
. 7
103
101,25
104
101,25
Zementwerk Heidelberg
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•
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—
—
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10
—
—
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Öan8 & nreviag . . .
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•
•
16
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18
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•
•
14
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103
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—
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101,25
Hellstost Aschaffenburg .
12
82
80,75
—
—
Charlottenburger Wasser
•
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—
—
—
—
Dessauer Gas.....
. 9
—
—
137,25
136,5
Daimler Motoren . . .
. 0
33
32,25
32,65
32
Deutsche Linoleum . .
96,25
93,25
95,75
94
Maichinenbau A.»G. . .
. 0
—
—
—
—
Rai. Automobll . . . .
. 0
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—
—
—
Orensietn & Koppel . .
•
•
. 6
—
—
51,75
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Leonharv Tietz ....
10
118,5
—
117,5
116
SvenSka . . . . •
287
—
284,5
287,5
ssrankkurter Maschinen .
. 4
17,5
—
17,4
—
Gripner ......
. 6
39
—
38,13
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Mainkrastwerke Höchst a. M..
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Gebr. Roeder.....
10
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Loigi L Haesfner . . .
Süddeutsche Zucker . .
*
. 9
10
129
—
128,25
—
Van/nolen.
Berlin, 21. April
Geld
Bries
Amerikanllche Noten.....
4,181
4,201
Belgische Noten .......
58,13
58,37
Tauiiche Noten .......
111,97
112,41
Eng'ische Noten........
20,34
20,42
strnnzötische Noten.......
16,375
16,435
Holländische Noten.......
168,16
168,84
Iinitentsche Noten........
22.02
22,10
Norwegische Noten.......
111,93
112,37
Deuttch-Oesierreich, A 100 Schilling
58,83
59.07
Rumänische Noten.......
2,482
2,502
Schwedische Noten.......
112,08
112,52
Schweizer Noten........
80,60
80,92
Spanische Noten........
41,32
41,48
T'chechoilowakische Noten....
12.385
12.445
Ungarische Noten .....
73,03
73,33
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. ZU.
21 Aprti
22. April
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
»riet
Geld
Brie,
Amtt.» Rokk.
168,51
168,85
168,47
168,81
Bum.-Aires
1.400
1,404
1,376
1.380
Brss.-Antw.
58,32
58,44
58,32
58,44
Kbriftiania.
112,22
112,44
112,22
112,44
Kopenhagen
112,23
112,45
112,21
112,43
Stockltolm •
112,35
112,57
112.36
112.58
HcliingtorS. Hta llctt . . .
10,556
21,975
10,576
22,015
10,558
21,975
10,578
22,015
London. . .
20,387
20,427
20.387
20,427
Neunork . -
4,1960
4,2040
4.1955
4,2035
'l<ari5. . . .
16,40
16,44
16,40
16,44
Schwel; ..
80,80
80,96
80,81
80,97
Sva -ien . .
41,44
41,52
41,61
41.69
Japan . . .
2.073
2,077
2,073
2,077
«Mio de Ian. Wien in D.»
0,300
0,302
0,293
0,295
59,11
Ceft. adgetk
58,985
59,105
58,99
Prag . . .
12,426
12.446
12,426
12,446
Bet irad . .
7,378
7.392
7,378
7,392
Biioup'-t. .
73.15
73,29
73,14
73.28
Bulgarien
3,039
3.045
3,040
3,046
Lissabon
18,84
18,88
18.86
18,90
Dancig . .
81,52
81,68
81.48
81.64
Konst urin.
1,784
1,799
1.784
1 .789
Silben
5.44
5,45
5,435
5.443
daiiaoa
4.194
4.202
4,193
4.201
Uru uav■ .
2.817
2,823
2,797
2,803
Cairo . . .
20,91
20,95
20,91
20,95


