Ausgabe 
21.10.1931
 
Einzelbild herunterladen

[tu eindeutigen .

.Lande 2* «i lgreich e2pen»

9cMenb? itn onn3, ob.

kanbe leibst

?dK: sL'L LH inn ein 0x?s

Produkte £ "»bZunohme aus, 5'n ledem iap«. für hir befan^ ?J$'e >apa. i V'(|Qnbe

eben bieö nis für bie S Er h°it.r°7L ben Snglönbemjj ,n Japanern ou b lmerKanern auf bt 5 **5 dieser Ginftd. r laponifdjen Int«. rme|l« den englischen n0e sehr schnell zui

[ ist.adtr bekanntlich r 9ro&ete Schwierige hnlang von 'Bürger, i wmschoflliche U »ner zurückgeblieben 'derpolitifchge. ^8-, silh zu in du, -bcr geeinigte Chino le, die heule von den bie Mandschurei, und ebiet gelten können, den japanischen Ein- len. Der industrielle luif) in China Schule 'lammenden Loyiold Waren und bedroht

!TD.

aste Sorge, die diese übrigen Anwohnern i Mähe machen. Denn und lebenskräftig« ausgeschloffen gelten erschlechterung sein-! hinnehmen wird und gegebenen Realitäten &pan eine bet ber 3Selt/ unb em Lande. Die Ge­llen Gewalten eines linera Kriege fühun, er gegen wen wird 1 Mrd er gegen dieses grohe Reich in m Hapan zu erhallm, anderen Mächte der japanischen Ei» mgesetzt haben? D'.:; irtfdjreilel, auch um st i mit jedem Jahr te größer wird, verdic ilung, und man nm n jegt |o aktuell f >n Konflikt untn Gewiß, dieser Kons t eigelegt werden. seinem Orkan E

fen.

München) Ar ust ib m-.t KunstbciW icr!tbu

* *Ä * bbi°^?mSni-st

neuert

eue zu/ , überto^ unb?in mitM ifi l^-Ler Sak.

Ms-n Kle^ !nunbZt>iu>

tstkultur. ßflj

»!

lipn, H» .II«1 Mit»*1« »<* »

ie alten Äß p - » <»*W^

""engl««6 Ä f '» Sh S'p

ausaeht. Denn hinter dem Konflikt, das wird dem Einsichtigen klarer und klarer, steht derDruckder japanischen Bevölkerungsmasfen, die gebieterisch von den Führern der japanischen Reichs- Politik ihr tägliches Brot verlangen.

1/3 Millionen Defizit der Evangelischen Kirche in Hessen. WER. D a r m st a d t, 19. Ott. Der Vize- Präsident des Evang. Lande skirchen- «mts sprach gestern vor den Gemeindevertre- :ccn Darmstadts über die finanzielle Lage ier Hessischen Evang. Landeskirche, ir teilte dabei mit, daß bei einem Gesamtvoran» chlag von etwa 6 Millionen Mk. das Derart- hlagte Defizit von 1,3 Millionen Mk. chr schwer zu beseitigen sei. Der bisher ge- )iil)rte Staatszuschuh werde in der Praxis da- : u.rch ausgeglichen, das; die Landeskirche durch ! ie Aushebung der Steuerfreiheit jährlich allein lrva 300 OCO Mk. für Grundsteuer zu zahlen abe. Durch die freiwillige 20prozentige Aufwer­tung der früheren Verpflichtungen werde der Etat ci Landeskirche mit jährlich 200 000 Mk. be­amtet. Der Auseinandersehungsvertrag mit dem Gtaat solle bis März des nächsten Jahres zu» tanbe kommen. Die Pfarrerbesoldung in Hessen liege heute schon wesentlich unter den Sätzen der kuberen Länder. In der Aussprache wurde ins­besondere auch auf die Gefahren der Freiden­ker- und der Gottlosenbewegung bin- ;cviesen und energische Gegenmaßnahmen ge­fordert.

Werber für bie Fremdenlegion.

WSR. Worms, 20. Ott. Am 17. Oktober burbe in einem hiesigen Uebernachtungslokal ein

32jähriger Arbeiter aus Düsseldorf, der 11 Jahre in der französischen Fremdenlegion gedient hatte und vor einigen Tagen in das Reichsgebiet zurückgekehrt war, wegen versuch­ter Anwerbung eines 20jährigen Wanderburschen fest genommen und dem Amtsgericht zugeführt. Der Festgenommene hatte durch Vorzeigen von Lichtbildern und durch die Schilderung seiner Erlebnisse bei den Anzu­werbenden den Dienst in der Fremdenlegion als sehr rosig bezeichnet.

Kunst und Wissenschaft.

Zweiter Internationaler Hegel-Kongreß.

Zum Gedächtnis des 100. Todestages des Philo­sophen S) <. g e l, der am 14. November 1831 der da­mals in Berlin wütenden Cholera erlag, findet vom 18. bis 22. Oktober in Berlin derZweiteJnter- nationale Hegel-Kongreh statt; in der alten Universitätsaula wurde der Kongreß feierlich er­öffnet. Nach den Begrüßungswortcn von Prof. Dr. Lafson (Berlin) sprach für die Reichsregierung Gesandter F r e y t a g, für die preußische Regierung Kultusminister Grimme und für die Stadt Berlin Oberbürgermeister Dr. Sa hm. Außerdem ergriffen Professor Heinrich Maier für die Berliner philo­sophische Fakultät und die Preußische Akademie der Wissenschaften, Professor W e ch s s l e r für die Deut­sche Philosophische Gesellschaft, Professor Dr. Ferd. Jakob S ch m i d t für die Berliner Philosophische (3e- scllschast das Wort. Den Festvortrag hielt Professor Kr o n e r (Kiel) über das ThemaHegel und die Gegenwart". Im Anschluß daran begaben sich die Festteilnehmer durch den Universitätsgarten zum Hegel-Denkmal, wo ein Kranz niedergelegt wurde.

Wirtschaft.

156 Prozent Notendeckung in der Schweiz.

CBcc-r, 20. Oft. (WTB.) Laut dem letzten Rotcnausweis hat sich der Vestand an Gold rirdGolddevisender SchweizerischenRatio- r.albanf um 123 814 951 Franken auf 2 250 404 774 sanken erhöht. Der Rotenumlauf ist um 16 104 205 auf 1 417 197 905 Franken zurück- fegangen. Demnach beträgt die Deckung des Aotenumlaufes durch Gold und Gold-

- ieoifen rund 156 Prozent.

Kanadisches Goldausfuhrverbot.

Ottawa, 20. Oft. (WTD-) Diekanadische Regierung hat die Ausfuhr von Gold- nünzen und Goldbarren verboten. Las Verbot bezieht sich in der Hauptsache auf iie Produktion der Goldbergwerke, die bis auf vciieres der staatlichen Münze, die wöchentlich ungefähr eine Million Dollar an Gold erhält, zugeführt werden wird. Es wird betont, daß

aus der erwähnten Verordnung nicht gefolgert werden dürfe, daß Kanada den Goldstan­dard aufgegeben habe.

*

* Der Eisenerzbergbau im Septem­ber. lieber die Lage des Eisenerzbergbaues im September wird berichtet: Sieger land: Vei den Siegerländer Gruben hielten sich Belegschaft und Förderung auf der Höhe des Vormonats, da­gegen erfuhr "der Absatz einen Ausfall infolge der weiter verringerten Roheisenproduktion. Die Verkaufspreise blieben unverändert bestehen. Lahn-Dill-Gebiet einschl. Oberhes- s e n. Die Lage hat keine Veränderung erfahren. Die angekündigten Stillegungen sind zum 30. Sep­tember durchgeführt worden.

* Die I. Latscha AG., Frankfurt a.M. (Lebensmittelgroßhandlung), deren Aktien sich im Familienbesitz befinden, erzielte im Geschäftsjahr 1930/31 einen Reingewinn von 168 003 RM. In der Bilanz erscheinen flüssige Mittel und Debitoren mit 0,96, Warenvorräte mit 1,38 und Kreditoren mit 1,51'Millionen Reichsmark.

hilflosem Stam>

drehte den Kopf das gesteht kein

Die Stimmung an der gestrigen Londoner D ö r f e war recht optimistisch, wozu in der Hauptsache die günstigeren innerpolitischen Aus- schien beitrugen. Man hosst ferner, daß die De- hrechungen zwischen Hoover und Laval zu tinem befriedigenden Abschluß führen werden. Auch die Befestigung des Pfundes, das sich jetzt cuf 3,92/2 gegen den Dollar erholt hat, trug zu icc freundlichen Stimmung bei. Da es unter den jchl geltenden Bestimmungen für die Baissiers liitoierig ist, Blankoabgoben vorzunehmen, ist die Möglichkeit weiterer Kurssteigerungen natürlich särker vorhanden. 2m Vordergrund des 3nter-

.Bela!"

Gr verhielt den Schritt und md) ihr.

.Guido hat mir gesagt

Mann."

.Was gesteht keiner?"

Ähr Mund verschob sich in .

nein. Sie brachte keinen Ton mehr hervor. Als sie sich wieder gefaßt hatte, war er gegangen.

Als sie zum Abendtisch nicht zurückkam, suchte (t sie. Sie lag noch immer aus derselben Stelle urtb schlief wie ein übermüdetes Kind, das Ge­sicht in der Wölbung des rechten Armes ruhend, tziil feines Rot an den Lidern zeigte, daß sie ge-

Guidos Rechte fuhr hoch, senkte sich wieder und hing reglos.Ist das alles, was du mir zu sagen hast?"

3a."

Die Augen des Geigers lagen halb geschlossen. Die Steppe ist groß, aber von heute ab nicht groß genug sür uns beide."

Du hast recht. Einen muß sie oufnehmen, damit sich der andere nicht an ihm stößt."

Du hast jedenfalls sehr gut treffen gelernt in Madagaskar", sprach Horvath gelassen.Das wird dir jetzt zustatten kommen."

Was willst du damit sagen?" Zwei dicke Adernstränge traten an Szengeryis Stirne scharf hervor. Ein heißer Atem schlug Horvath ins Gesicht.Du! Freundschast nennst du das, wenn du hinter meinem Rücken das Vertrauen meiner Braut zu mir untergräbst."

Deiner Braut?"

Der Künstler stand wie vor den Kopf geschla­gen. Blitzartig erkannte er, daß ihrer beider Ge- öantengang meilenweit voneinander abirrte. Es toar ihm wie ein Erlöstsein. Er sah nach dem Kind zurück, das ihm mit den Händchen zuwinkte. Der Schrecken, daß Szengeryi wisse, daß er der Vater des Knaben war, verebbte nun zu tiefer Ruhe.

Also, ich untergrabe das Vertrauen deiner Braut", sagte er gleichmütig.Bei solchen An­schuldigungen pflegt man auch eine Erklärung zu geben. Ich bitte darum."

Szengeryis Faust hob sich.Es ist gut, daß du kein Knecht bist."

Was wäre bann?

Ein Zittern lief über Belas Körper.Viel­leicht hast du noch so viel Ehre im Leib, die Wahrheit zu sagen."

Es kommt darauf an, um was du fragst.

Vergiß nicht, daß ich erregt bin, Guido", kam es heiser.

Ich sehe es." Horvaths Spott schwang wie eine Peitsche.

Szengeryi drückte die Rägel seiner Finger in das Fleisch der gehöhlten Rechten.Du hast Rosmarie gesagt, ich würde sie belügen!"

Habe ich das?"

Ja.

Horvath schüttelte den Kopf und strengte fein Gedächtnis an.Sie muß sich täuschen. Vielleicht sprichst du noch einmal mit ihr darüber, oder erlaubst, daß ich sie frage.

Das bleibt dir unbenommen.

Sie schritten längs der Hecke hin. In zwei Meter Abstand gingen sie nach der Richtung, die Szen­geryi einschlug. Kein Wort fiel.

Horvaths brillantes Gedächtnis versagte voll­kommen. Szengeryi hatte jede Ueberlegung ver­loren und rief der Braut schon von weitem ein Wach auf, bitte!" zu.

Wsntt MZKsOerr KuseZKÄsrdsLHeHtt

Vornan von I. Schneider-Foerstl

llr-heberrechtsschutz V e r 1 a g O. M e i st e r, Werdau.

Fortsetzung. Nachdruck verboten.

Hie erschrak und hielt Mund halb geöff- icl zu einer Frage, die ihrer Liebe noch immer jelfeln legte.

..Was willst du.wissen, Kind?" Mit fkmmern- ter Augen neigte er sich dicht über sie.

Sie schüttelte den Kopf.Laß sein, Liebster. iSu würdest mich doch nur belügen.

Sein Gesicht wurde ganz weiß. Er stäubte die Lvöe, die sich an sein Beinkleid gehängt hatte, ib und wandte sich zum Gehen.

Die Auslandbörsen

feint hatte.

Den Schritt dämpfend ging er an ihr vorüber ia.<h der Steppe hinaus, besann sich und schlug hnn die Richtung zu Horvaths Tanja ein.Der Enkel ist zu Ianos gegangen, sagte ihm die Greif in. So machte er den Weg zurück.

Horvath saß vor Iano. Hütte und hielt den Meinen auf den Knien. Als Szengeryi auf ihm (Ulam, stellte er das Kind zu Boden und ging km Freunde eine Strecke entgegen. Verwundert Ich er ein drohendes Augenpaar, das in einem 'chlen, verzerrten Gesicht stand, auf sich ge­achtet.

Gine heisere Stimme kam zwischen halb geöff- iclen Zähnen:Ich habe mit dir zu reden, Suido!"

3a."

Vielleicht kommst du ein Stück weiter von hier beg"

Gern."

An der Hecke, die sich meilenweit dahinzog, nachte der Künstler halt.Ich denke, nun ist es beit genug.

Szengeryi sah sich um. Dann ließ er den Blick ivn Horvaths weißen Schuhen nach dessen Schul­lern hinauf gleiten.Du bist ein Schuft!"

esses standen britische Staatspapiere, doch waren auch brasilianische und deutsche Bonds fester. Die anfänglichen Gewinne konnten sich aber nicht ganz behaupten, doch war die Tendenz bis zum Schluß sehr fest.

Die Pariser Börse war ebenfalls als recht fest zu bezeichnen, und auch in Brüssel konnten die Kurie zum Teil kräftig anziehen.

Die Amsterdamer Börse war mehrfachen Schwankungen unterworfen, doch schloß sie in feste­rer Haltung und meist zu den höchsten Tageskur­sen. Deutsche Werte waren gefragt, die Reichs­schuldbuchsorderungen des deutschen Reiches lagen

fest, 1933er Fälligkeiten notieren 67, 1935er 57, 1936er 50,50, 1940er 29, !942ec 38,25, 1946er und 1947er 37,50.

Gleich den europäischen Plätzen eröffnete auch dieReuyorker Börse in sester Tendenz. An­regend wirkten die Rachrichten aus London und Hoffnungen auf eine Belebung des Geschäftes.

An den internationalen Devisen­märkten hat das Pfund weiter kräftig anziehen können, es stellt sich jetzt gegen den Dollar auf 3,94'/8, allerdings ist zu berücksichtigen, daß der Dollar wieder etwas leichter liegt. In Amster- dam, wo die Devisenkurse im freien Markt höher als zu den amtlichen Rotieruiigen waren, schloß das Pfund mit 9,69'/», in Zürich mit 20Va und in Paris mit 993/4, während Paris in London auf 100,18 zurückgegangen ist. In Reuyork nannte man das Pfund 3,94, die Reichsmark etwas leichter mit 23,20, dagegen lagen die Rord-Depisen bemer­kenswert fest, der kanad. Dollar ging in Reuyork auf 88'/» nach gestern 89'/4 zurück, also fast wie in

London. Die Reichsmark hat sich in London unter Berücksichtigung der Pfundbesserung gut behauptet, dagegen war sie in Amsterdam und Zürich etwas schwächer. Devise Buenos hat sich auch am Rachmittag leicht abgeschwächt und stellt sich gegen das Pfund auf 32,43.

England erobert den kanadischen Gtahlmarkt.

London, 20. Olt.Times" meldet aus O t - tatoa, die Wertminderung des eng­lischen Pfundes habe es bereits britischen Stahlfabrikanten ermöglicht, einen Teil des kanadischenHerbstmarktes für schwe­rere Stahlprodukte zu erobern. Hier­bei kam auch die Wertminderung des kanadischen Dollars in Reuyork zu Hilfe. Richt nur ameri­kanischen, sondern auch belgischen Firmen I seien Absatzgebiete weggenommen worden, die den englischen Erzeugnissen bisher verschlossen waren.

Die deutschen Börsen.

Freundlichere Grundstimmung in Berlin.

Berlin, 21. Okt. (WTB. Funkspruch.) Die I freundlichere Grund st immung, die in den heutigen Bormittagsstunden im Verkehr von Bureau zu Bureau festzustellen war, wurde einmal durch die Festigkeit der Auslandbörsen hervorgerufen, zum zweiten beurteilt man aber auch die innerpolitiscbe Situation in jeder Be­ziehung etwas besser. Aus der energischen Hal­tung des Reichsinnenministers könne man erkennen, daß die Staatsgewalt gewillt ist allen Störungen extremer Kreise entgegenzutreten. Weiterhin Müsse es außerordentlich befriedigen, daß sich die Reichs- f i n a n z e n in der zweiten Oktoberwoche durch größere Zahlungseingänge erheblich gebessert hätten-, auch daß die Arbeitslosigkeit nicht in so rapidem Umfange, wie man es be­fürchtet hatte, zunimmt, könne als erfreulich an­gesehen werden. Die auländischen Presfestimmen be­urteilen die de u t s ch e Wirtschaftslage eben­falls optimistischer, und besonders in Lon­doner Finanzkreisen betont man immer wieder, daß Deutschland seinen Verpstichtungen nachkommen könne, sobald die Reparationslasten fortfallen. Ob­wohl 'das Geschäft als solches kleiner geworden ist, wurden die Kurse zunächst noch 1 bis 2 v. H. über gestriger Basis gesprochen. Später stellte sich auf dem erhöhten Niveau aber Abgabeneigung ein, so daß dieser Anfangsgewinn größtenteils wieder verloren ging. Für festverzinsliche Werte erhielt sich bei unveränderten Kursen Interesse, bei den 8-v. H.-Gold-Pfandbriefen z. B. haben sich schon je nach Bonität der Ausgabestellen Kursdiffe­renzen bis zu 5 v. H. herausgebildet. Heber die neuen Richtlinien im Telephonverkehr ist noch nichts be­kannt. Man hofft, bis morgen mit den notwendigen Besprechungen fertig zu sein. Schon gestern kursierten Gerüchte von einem Plan der Reichsbank, Gold- käufe im Ausland gegen R ei ch s > ch a tz - anroeifungen vorzunehmen. Angeblich sei der Reichsfinanzminister nach Basel gefahren, um dort über dieses Projekt mit der BIZ. zu verhandeln. Diese Gerückte entsprechen nach unseren Informa­tionen nicht oen Tatsachen.

Unsicherheit in Frankfurt.

Frankfurt a. M., 20. Okt. Nachdem sich gestern im Telephonverkehr eine bemerkenswerte Festigkeit gezeigt hatte, machte sich heute ziemlich starke Unsicherheit geltend. Die Kurssteigerungen an den Auslandbörsen fanden kaum Beachtung, da die Meldungen von weiterenJnsolvenzen von B a n t f i r m e n im In- und Auslande verstimm­ten. Hinzu kam noch der Rückgang der Spar­einlagen in Preußen, aus dem sich deutlich die Aengstlichkeit des Sparerpublikums roiberfpie- gelte. Der Geschäftsverkehr bewegte sich in sehr

ruhigen Formen, und das Kursniveau erfuhr unter dem Druck der Geschäftsstille eine Senkung, die bei einigen Werten bis zu 3 Prozent betrug, während sich die Mehrzahl der Papiere knapp behaupten konnte. Bemerkenswert ist jedoch, daß das Inter­esse für Scheideanstalt (plus 2 Prozent) weiter an­hielt: von den übrigen lokalen Aktien blieben Me­tallgesellschaft auf dem erhöhten Kursniveau gehal­ten. Am Rentenmarkt wurden Goldpfandbriefe bei geringem Umsatz mit unveränderten Kursen ge­nannt, Liquidotionspfandbriefe, besonders Franks. Hyp. Liquid., lagen etwa 1 bis 1,5 Prozent höher.

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. 2H.

Banknoten.

ro.Ot obcr

21 .Oktober

Aintllche Roticruna

Amtliche Notierung

(SW

»rief

Geld

3rte

Helsinglor» .

8,49

8,51

8.49

8.51

toten . . .

58,44

58,56

58.69

58.81

Prag . . .

12,47

12,49

12,47

12,49

Budapest . .

73, ?8

73,42

73,28

73,42

Sofia . . .

3,072

3.078

3.072

3,078

Holland . .

170,78

171,12

170.88

171,22

Oslo . . . .

92,91

93,09

93.31

93.49

ftovenbagefl.

93,41

93,59

93.71

93,89

Stockholm

98,40

98,60

98.60

98.80

London. . .

16,40

16,44

16.65

16.69

Buenos Aires

0,978

0,982

0,978

0 982

Nennorl .

4,209

4,217

4.209

4.217

örüffel . . .

59,14

59,26

59,04

59,16

Italien. . .

21,83

21,87

21.83

21,87

16,64

16,68

16,63

16,67

82,52

82.68

82,52

82.68

Spanien . .

37,66

37.74

37,66

37,74

Danzig . . .

82,92

83,08

83.17

83.33

2,076

2,080

2.076

2,080

Rio de Ian..

0,252

0,254

0.252

0,254

^u^laroten.

7,473 14.89

7,487

14.91

7.473

15.08

7.487

15.12

Berlin, 20 . Ok ober

Geld

Srkf

Amerikanifchc Roten.......

4.20

4,22

Belgifche Noten.........

58,98

59,22

Dänifche Noten.........

93,21

93,59

Englische Note»....... .

16,36

16,42

Franzöfifche Noten........

16,63

16,69

Holländifche Noten........

170,41

171,09

Ilallenilche Noten........

21,86

21,94

Rorwegifche Noten........

92,71

93,09

Deulfch-Lesterreich, 1OO Schilling

58,23

58,47

Rumänifche Noten........

2,54

2,56

Schwebifche Noten........

98,20

98,60

Schweizer Noten.........

82,34

82,66

Spanifche Noten.........

37,52

37.68

Ungarifche Noten ........

72,75

73,15

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a.M., 21. Okt. Es wurden notiert: Weizen 227,50 bis 228,50 Mark, Roggen 217,50, Sommergerste für Brauzwecke 175 bis 177,50, Hafer (inländischer) 162,50 bis 170 Weizenmehl (süddeut­sches, Spezial 0, mit Austauschweizen) 36 bis 36,75, Sondermahlung 34 bis 34,75, Weizenmehl (nieder- rheinisches, mit Austauschweizen) 36 bis 36,50, Son- Vermahlung 34 bis 34,50, Roggenmehl 30,25 bis 31,25, Weizenkleie 8 bis 8,10, Roggenkleie 8,50 Mark. Tendenz: ruhig.

Der Künstler schalt.Wie rücksichtslos! Eine Frau so zu wecken!" Er nickte dem Mädchen zu, das sich schlaftrunken emporrichtete und mit ver­schleierten Augen nach den beiden Männern sah.

Erschrick nicht, Rosmarie", bat Horvath und fand sogar ein Lächeln der Beruhigung für sie. Wir möchten dich nur etwas fragen.

3a? Der Ausdruck ihres Gesichtes hatte alle Angst verloren. Sie hatte Zank zwischen den beiden befürchtet.

Bela behauptet, ich untergrabe dein Ver­trauen zu ihm, weil ich dir gesagt hätte, daß er dich belüge."

Aber Bela! Die Mädchenaugen standen voll zorniger Tränen.Das ist doch gar nicht richtig."

Wie denn?"

Ein hilfesuchender Blick flog von Rosmarie zu Horvath hinüber. Er verstand das dunkle Rot. Sie schämte sich. Wenn es nun schon einmal gesagt fein mußte, wollte er diese ekle An­gelegenheit ins Reine bringen. .

Szengeryi hörte mit aufeinander gepreßtem Munde, was der Künstler sprach.

Plötzlich fuhr er auf:Was willst du wissen, Rosmarie? Wie viele ich vor dir schon geliebt habe?

Sie drückte die Hände über das Gesicht. Hor­vath strich begütigend ihr blondes Haar zurecht. Ein mahnender Blick streiste den Freund, der mit den Zähnen die blutlosen Lippen bearbeitete.

Ich habe Rosmarie gesagt, das bekennt kein Mann, auch du nicht. Da gestand sie mir, sie wolle keinen, der schon eine andere im Arm ge­halten hat."

Szengeryis schlanker Körper klappte förmlich zusammen.Ich Rosmarie bannSeine Schultern zuckten. Ein Zittern lief seine Arme herab. Die Lider senkten sich zur Hälfte über die matt gewordenen Augen.

Ohne ein Wort zu sagen, wandte sich Horvath zum Gehen.

Szengeryi bemerkte es nicht. Er hielt den Kopf aus die Brust gesenkt und blickte auf das ge­liebte Weib, das noch immer das Gesicht auf die Knie gedrückt hielt.

Rosmarie, wenn es so ist, wie Guido gesagt hat, dann, RosmarieEr brach ab und schüt­telte den Kopf, fühlte seine Finger von den ihren ergriffen und an eine brennende Wange gedrückt.Wenn es dir nicht peinlich ist, will ich dir sagen, wie es gekommen ist, Rosmarie, daß ich daß du

Schweig!" flehte sie.Ich will es nicht hören, Bela. , , ,

Ich werde nun doch keine Ruhe mehr haben, solange du es nicht weißt."

Sie wehrte nicht mehr.

Er blieb vor ihr stehen, bis er mit allem zu Ende war. Sie wagte nicht aufzusehen, so lange er sprach:Du warst fünfzehn Jahre, als ich ging. Ich sechsundzwanzig. Dein Vater weiß, daß ich dich damals schon liebte. Zwei Jahre lebte ich nur dem Erinnern an dich. Dann kam wieder einmal die endlose Zeit der Regen­periode und mit ihr die Langeweile bis zum Ueberdruß, bodenloses Schlammgewühl im Busch, verzweifeltes Auflehnen gegen allen Mangel an Bequemlichkeit und Zerstreuung, tote er zuweilen selbst den besten Forscher überfällt, wenn er Wochen und Wochen zur Untätigkeit verdammt ist.

In diese Zeit fällt meine Schuld. Rosmarie, du bist eine Frau. Aber in diesem Punkte wird ein Weib einen Mann nie ganz begreifen. Richts gibt mehr Befriedigung. Man wird unruhig, zuweilen sogar sentimental.

Da kam sie wie ein Zufallsgeschenk zu mir ins Zelt. Sie toar fünfzehn Jahre wie du und hatte sich einen Dorn in den Fuß gestoßen, den ich ihr herausnehmen sollte. Ganz voll Vertrauen setzte sie sich auf meine Knie und ließ die Opera­tion an sich ausführen. Ich legte noch einen Mullverband um ihre Wunde und klopfte ihr die Wangen, die nicht schwarz, sondern nur von mattem Dunkelbraun waren.

Darf ich bei dir bleiben?" fragte sie unbefan­gen. Ich bejahte.

Dein Vater weiß darum. Er hat mich nicht verdammt, Rosmarie."

Und jetzt?"

Er sah den hilflos verzerrten Mund, der das Weinen zu unterdrücken versuchte, und hob Ros­marie mit festen Armen zu sich empor.

Sie hat einen Häuptling geheiratet. Ich habe ihr einen Ballen roter Seide für ein Dutzend Lendentücher geschenkt. Sie war sehr glücklich darüber."

Einen Ballen roter Seide", sprach Rosmarie nach. Und als Szengeryi sie küßte, wehrte sie ihm nicht und ließ sich in die Arme schließen wie sonst.

Vier Wochen später fand in Wien die Trau­ung statt. Run konnte keine Macht 6er Erde sie mehr voneinander trennen.

Horvath toar mit vor Standesamt und Altar. Er küßte Rosmaries zitternde Hände und tat Szengeryis Bitte, ihm nichts nachzutragen, mit einem Lächeln ab. Eine Stunde später fuhr er mit dem Schnellzug nach Prag. Der Professor weilte noch bis zum Abend bei seinen Kindern. Sie blieben als Mann und Weib allein in dem Rest zurück, das der Vater ihnen geschaffen und mit aller Liebe und jeglichem Luxus ausgestattet hatte.

(Fortsetzung folgt)