Ausgabe 
21.7.1931
 
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Amtsverkündigungsblatt

für die Provinzialdirektion Oberheffen und für das Kreisamt Gießen

7Ir. 51 Erfcheint Tienttag und Frettag. 21. Jllli Hur durch bic Pos! zu blieben.1931

3nbalt«-Meberfi(6t- Die Ferien des KreisauSfchuffeS - Die Erhebung von Deckgeld für Bedecken der Stuten Die Entwässerung der Grund- stücke in der Stadt Hungen. - Die Erhebung einer Bftrsteuer in der Gemeinde Trohe. Dienstnachrichlen.

Bekanntmachung

Detr.. Die Ferien de« KreiSausschusfes.

Der KreisauSfchuß hält während der Zeit vom 15. Iuii bis 15. Sep- tember Ferien. Währeird der Ferien können nur besonders eittge Sahen zur Verhandlung kommen.

Aus den Laus der geschlichen Fristen sind die Ferien ohne Einfluß.

Gießen, den 15. Juli 1931.

Kreisamt Gießen. I. D.: Ritzel.

Detr: Die Erhebung von Deckgetd für Bedecken der Stuten

rin den Herrn Oberbürgermeister der Stadl Gießen und die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.

Wir empsehlcn Ihnen, uns die Heblisten über die im Jahre 1931 in Ihren Gemeinden ersallenen Sprunggelder (1. unb2.Teilbetrag) unter Veischluß der zurückaegebenen Deckscheine bis spätestens 1 August d. 3. vorzulcgen. 3n den Heblisten über den 1 Teilbetrag sind 15 Mark und in denjeniacn über den 2 Teilbetrag 25 Mark für jetc Stute einzutragen Die Angaben in den Deekregistern, den yeb- tistcn und aus den Deckschcinen müssen genau übereinstimmen, andern- sali» doppelte Anforderungen nicht zu vermeiden sind.

Vordrucke für die Heblisten sind bei uns anzufordern.

Gießen, den 16. Juli 1931.

Kreisamt Gießen. I.V.: Schmidt.

Polizeiverordnung

betreffend die (Enlroäffcrung der Grundstücke in der Stadt Hungen.

Aus Grund des Artikels 64 der Kreis- und Provinzialordnung, der Artikel 2. 32, 35. 36 und 65 des Gesetze« vom 30. April 1881. die allgemeine Bauordnung betreffend, und der 88 3. 4, 6 8 und 9 her Verordnung vom 1. Februar 1882, die Ausführung der allgemeinen Bauordnung betreffend, wird nach Anhörung des Gemeinderats, unter Zustimmung des Kreisausfchusses und mit Genehmigung Hess Ministenums des Innern vom 9. Juli 1931 zu Br. M d. 1.32 403 für- die Entwässerung der Grundstücke in der Stadt Hungen die solgcnde Polizeiverordnung erlassen:

8 1.

Alle bebauten Grundstücke in dem Gebiet der allgemeinen Ent- Wässerungsanlage der Stadt Hungen müssen den nachfolgenden Vor­schriften entsprechend entwässert werden.

Falls es im öffentlichen Interesse ersorderlich erscheint, kann das Kreisamt diese Vorfchrist auch auf unbebaute Grundstücke ausdehnen.

Die Frage, ob ein Grundstück als bebaut anzusehen ist. entscheidet das KreiSamt endgültig.

8 2.

Alle Grundstücksentwässerungen einschließlich der bereits vor­handenen müssen den deutschen Rormenvorschrisfen. Blatt DIN 1986 über Technische Vorschriften beim Dau und Betrieb von Grundstücks- entwässerungsanlagen", entsprechen. Die Aormenvorschristen bilden in der jeweils geltenden, im Amtsverkündigungsblatt für den Kreis veröffentlichten Fassung einen Bestandteil dieser Polizeiverordnung.

Für jedes Grundstück muß ein Gesuch mit Plänen in doppelter Ausfertigung eingereicht und die Anlage darf erst nach Genehmigung ausgeführt werden. Eine genehmigte Planausfertigung kommt zu den Akten der Bürgermeisterei, die zweite erhält der Gesuchsteller zurück: diese Ausserligung muß sich während der Aussührung immer auf der Baustelle befinden. ,

Aenderungen, Umbauten, Ergänzungen usw. bedürfen neuer Ge­nehmigung und find nach der Ausführung in die Pläne einzutragen.

Vor erfolgter vorschriftsmäßiger Ausführung und Abnahme der Entwässerungsanlagen dürfen Neubauten nicht in Benutzung genom­men werden.

8 3.

Die Verpflichtungen zum Anschluß an die städtische Kanalisation liegt dem Eigentümer des Grundstücks ob. e

8 4.

Die Abwässer der zum Anschluß verpflichteten Grundstücke, ins­besondere das Regen-, Schmelz-, Haushaltung«- und Wirtschaft«- wasser, müssen in die Straßcnkanäle geleitet werden. Aborte und Pissoire lönnen auf Antrag an die Kanäle angeschlossen werden. Sie

Aborte müssen mit Spülvorrichtungen verleben fein. Stallabwässer. die nicht in eine ^uhlgrube abgeleitet werden, sind anschlußpflichtig

Die Einleitung gewerblicher Abwässer, Kondenswässer und dergl ist in jedem einzelnen Fall von der Genehmigung der Bürgermeisterei abhängig, hierbei können besondere Bedingungen vorgeschrieben wer­den Wo ein oesonderer Regenwasserkanal nicht vorhanden ist, kann das Regenwasser in gepflasterten Rinnen und unter dem Fußsteig hindurch in geschlitzten Gußröhren nach der Straßenrinne geleitet werden. 3m übrigen ist das Regenwasser entweder au« den Fallrohren direkt anzuschließen, oder bei kleinen Dachflächen auf den Höfen durch gepflasterte Rinnen einem Hoffinkkasten zuzuführen, § 11 der T»D. Alle Regcnrohre in Straßen, in denen ein Regenwasferkanal besteht oder später gelegt wird, sind unterirdisch anzuschliehen.

8 5.

Es ist verboten:

1. 3m Trenngebiet Schrnutzwasser in die Regenwasserkanäle oder Regenwasser in die Schmuhwasserkanälc eiiuufübren.

2. Feste Stoffe, wie Kehricht, Sand, Asche, Kuchenabfälle, Schutt. Lumpen und dergleichen, menschliche und tierische Abgangs­stoffe, ekelerregende oder schädliche Flüssigkeiten, Säuren und Langen, welche die Kanalwandungen angreifen und' spreng- oder feuergefährliche oder solche Stosse, welche lästige oder schädliche Ausdünstungen verbreiten, in die Kanäle zu leiten.

3. Abwässer aus die Straße oder in die Straßenrinnen oder Sink­kasten zu schütten oder zu leiten.

4. Auf öffentlichem oder privatem Gelände oder in den Straßen­rinnen Stoffe irgendwelcher Art so zu lagern, oder bei dem Transport so zu verstreuen, daß sic abgeschwemmt werden öder auf andere Weise in die Straßensinkkasten gelangen können.

8 6.

Rach Herstellung der vorschriftsmäßigen Grundstücksentwässerung find die allen Vorrichtungen zur Aufnahme von Schmuhwässern und Fäkalien (Gruben. alte Kanäle, Sickerungen und dergleichen) zu ent­leeren und nach besonderer Anweisung der Stadtverwaltung entweder zu beseitigen oder außer Betrieb zu setzen. Wasserdichte Sammelgruben für Regenwasser dürfen ausnahmsweise mit besonderer Genehmigung der Bürgermeisterei unter den von dieser festgesetzten Bedingungen belassen oder angelegt werden.

8 7.

3edes Grundstück ist selbständig zu entwässern. Eine.auch nur teil­weise, gemeinschaftliche Anlage für zwei oder mehrere Grundstücke, wenn auch einem Eigentümer gehörig, ist untersagt. Ausnahmen be­dürfen der ausdrücklichen Zustimmung der Bürgermeisterei.

8 8-

Alle nach der Straße abwässemden Dächer müssen innerhalb seck>s Monaten nach ergangener Aufforderung mit Dachrinnen und bis zum Boden reichenden Absallröhren nach den technischen Dorschristen ver­sehen werden.

8 9.

Binnen der in § 8 festgesetzten Frist müssen die an öffentlichen Straßen oder Plätzen vorhandenen Düngerstätten,' Pfuhl- oder Müll­gruben aus wasserdichtem Mauerwerk hergestellt und mit einem ver­deckten Abschluß gegen die Straße versahen werden: auch sind sie dauernd gut zu unterhalten. Bestehen derartige Anlagen aus Ge- meindeeigenturn, so ist vor der vorschristsmäßigen Herstellung mit dem Gemeinderat Vereinbarung wegen de« Weiterbestände« zu treffen.

8 10.

Entwässerungsanlagen dürfen nur von Unternehmern, die vom Gemeindcrat zugelassen sind, ausgeführt werden. Die Zulassung ist widerruflich. Für die Ausführung der Kanalanschlüsse und der Haus- installalionen können nur solche Persoiren in Frage kommen, welche Gewähr dasür bieten, daß die Anlagen genau der Ortssatzung und den sachmännischen Vorschriften und Bedingungen entsprechend aus­geführt werden. Werden Verstöße gegen diese Vorschriften feftgestellt, so sind die ausführenden Handwerknreister oder llebemebmer dem Grundbesitzer, diese eben wie jene der Gemeinde gegenüber für alle Schäden haftbar. Die betreffenden ileberncbiner werden auf Be­schluß des Gemeinderats von der Ausführung weiterer Kanalanschlüsse ausgeschloffen.

8 11-

Unbemittelten Grundeigentümern kann auf ihren Antrag die Ent­wässerungsanlage vorlagsweise durch die Stadt ausgeführt werden. Die Verzinsung und Tilgung der Schuld erfolgt nach einem vorn Gemeinderat jeweils sestzusetzenden Hundertsatz, welcher bis zur völligen Abtragung der Schuld von dem ursprünglichen Schuldkapital

Als er nac$ einigen Tagen ziemlich mißmutig in seinem Gasthaus saß. fiel ihm eine Zeitung in die Hand: in dieser la« er, daß jene« Schiff ge­strandet und von der ganzen Besatzung nicht ein Mmrn gerettet worden war. Der Dierklee hatte ihn vor diesem Schicksal bewahrt.

Duftender Klee, der die sommerliche Erde mit seinem weichen Kleide deckt, saftiger Klee, der unzähligen Tieren Wohltat und Ladung ist, blü­hender Klee. Sinnbild des Ausharrens und De- lohntwerdens l De« SommerS Höhe kreuzt er. aber auch durch bc« Herbste« Tage geht er mit uns, auf Wielen wie auf Heideland. ein Stück Heimat ist er: Wo wir ihn treffen sind wir ... zu Häusel

55 Jahre Bavaria in Gießen.

Am SamStagabend beging der Desellschastsver- ein Bavaria <n Gießen in Anwesenheit ^hlreicher Gäste bei starker Beteiligung seiner Mitglieder die Feier seines 55jährigen Bestehens in Gestalt eines WiedersebenStage« mit den in allen Teilen de« Reiches und teilweise im Auslande wohnenden früheren aktiven Mit­gliedern de« Vereins. Im großen Gesellschafts- raume de« Gasthauses Hindenburg hatten sich von hier und von auSwärt« die Gäste und Mitglieder in so stattlicher Zahl cingefunfcen, daß der ge­räumige Saal voll besetzt war.

Der Vorsitzende deS Alte-Herren-Derbande« der Bavaria, Herr Earl Berg, entbot den Gästen und den vielen DundeSbrüdern herzlichen Wilitommengruß. Er erinnerte an die hohen Ideale der Freundschaft und der Treue nach dem Wahlspruch .Einer für alle, alle für einen", die seit der Gründung de« Bundes bis auf den heu­tigen Tag Grundlage und Leitgedanke der Ba­varia und aller ihrer Mitglieder gewesen sind. Weiter gedachte er der verstorbenen und der im Weltkriege gefallenen DundeSmitglieder. deren Andenken die Versammlung durch Erheben von den Sitzen ehrte, während die Musik einen Vers des Liede« .Ich hatt' einen Kameraden" spielte. Mit dem Wunsche, daß die Ideale des Bunde«

oruyi rvnei unu ven -uioruer untrrrupri. -out dem Zuschauer rollt nur die Gerichtsverhandlung ab. in der sich die Vorgänge reflektieren. Durch das lebhafte Hin und Her in Frage und Antwort, durch die sorgfältige Schilderung der Charaktere und durch die Intensität der Darstellung wird der Zuschauer in den Dann der Geschehnisse gerißen und zur Teilnahme gezwungen. Das ist eS. waS den Erfolg deS Filmes auSmacht. Einige hervorragende schauspielerische Leistungen geben dem Film den künstlerischen W:rt. R o r a Gregor al« Mary Dugan vermag die schmerz­erfüllte, gequälte Angeklagte in jeder Hinsicht überzeugend glaubhaft zu machen. Arnold Korfs alS unerbittlicher Staatsanwalt fordert durch seine darstellerische Leistung zu starker Be­wunderung auf. Egon v Jordan ist der Bruder Mary tYuganS. der Verteidiger und Retter der Unschuldigen und fällt in dieser Rolle durch seine innere Sicherheit auf. PeterErke- lenz (al« kühl berechnender Mörder), L u c i e Dvraine, Hedwiga Reicher. Julia S e r d a u. a. m. verhelfen im Rahmen ihrer Rollen dem Film zum großen Erfolg.

Wiefccncr Wochcnmarktpreise.

E« kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butler 140-150. Matte 30- 35 Pf. das Pfund, Sier 9 Pf da« Stück. Käse 10 Stück 60140 Pf.. Wirsing 1215, Weißkraut 12-15, Rotkraut 15 bi« 20, Spinat 2025, Römischkohl 810, Boh­nen 815. Erbsen 1015, Mischgemüse 810, Tomaten 2540, Zwiebeln 10--15, Rhabarber 8 bi« 10, Pilze 2025, Kartosseln 5,56. Früh- Spsel 3035, Falläpsel 68, Aepsel. ausländische. 5060, Birnen 2535. Dörrobst 3035, Kirschen 20 30, Sauerkirschen 30 - 35, Heidelbeeren 20 biS 30. Stachelbeeren 2025, Johannisbeeren 20 bis 25. Erdbeeren 4050, Zwetschen 3540. Honig 40 50, Junge Hähne 90110, Suppenhühner 90 biS 100 Pf. da« Pfund, Tauben 5070. Blumen­kohl 3070. Salat 510, valatgurken 1530, Einmachgurken 25, Ober-Kohlrabi 810. Lauch 510. Rettich 1015. Sellerie 1015 Pf. da« Stück, Aprikosen 40-50, Pfirsiche 4050, Hirn­

gestrige Anzeige.

Mreid Friedberg.

WSR. Ri eder-Wöllstadt, 20. Juli. Die Katholiken der hiesigen Diaspora-Gemeinde feier­ten gestern die Einweihung eines neu- errichteten Kirchlein«. Die Weihe nahm Domkapitular Dr. Rauch au« Mainz vor. Fest­redner war Professor Dr. Faustmann au« Mainz.

Kreis Vüdingen

/ Echzell, 20. Juli. Der hiesige Krieger­verein beging gestern in Anwesenheit von 32 Vereinen des Hassia-Bezirks Ridda das Fest seine« 50jährigen Bestehens. Vormittags wurden Kränze an den beiden Denkmälern von 1870/71 und de« Weltkrieges niedergelegt, und der Verein beteiligte sich am Gottesdienst. Rach- mittag« bewegte sich ein langer Festzug durch den geschmückten Ort nach bem neuhergerichteten Festplah am Breule. Hier hielt der Vorsitzende bc« Echzeller Vereins, Otto Heller, die De- grüßungsansprache. woraus seine Tochter. Lisa Heller, mit einem Gedicht die neue Fahnenschieise überreichte. Bankvorstand S e u m (Ridda) mahnte zu Kameradschast und Treue, nicht Partei-, son­dern Frontkameradschaft, und Gras zuSolms- Laubach schloß seine Rede über deutsches Wesen mit einem Hoch auf die Armee. Er überreichte dem Verein einen Fahnennagel. Eine besondere Auszeichnung wurde dem Veteranen von 1870/71, dem 82jährigen Heinrich Wilhelm O st h e i m, zuteil, indem ihm da« Hassia^Ehrenkreuz über­reicht wurde.

Kreis Schotten.

Hc Schotten, 20. Juli. Die schon vor Wochen in der Gemarkung Eschenrod gespürten Wild­schweine, die auch bei Rainrod unb zuletzt bei Eichelsachsen feftgeftellt würben, scheinen in ben ausgedehnten Wäldern deS vom Gackerstein nach Eich^lsdorf ziehenden Höhenrücken- ihr Stand­quartier zu haben. Der Abschuß eine« Tiere« ist trotz eifrigster Rachstellungen bi« jetzt noch nicht gelungen.

Kreis Lauterbach.

auterbad), 20. Juli. Bei der gestrige« ; des zweiten Beigeordneten abt de'ftn Amtszeit in bickm Jahre ab- wurde der seitherige Beigeordnete, Pro- david M b ve r . mir 1C08 Summen wiese r- i Der Gegenkandidat. Gerichtsasse'sor Hel- 5 ch e e r , erhell 791 Stimmen.

Preußen.

Kreis B)etzlar.

Ü e tz l a r, 20. Juli. Die Preußische r i z i t ä t « AG iAbtlg. Strvmversor- Detzlar) bat an sämtliche Gemeinden ihreS gung-gebiete« ein Rundschreiben gerichtet, em sie in Ortschaften, in denen Dresch- -nschasten bestehen, oder in denen die Ge» n selbst mit dem Dreschmafchinenbesitzer ein men für mehrere Einwohner treffen, oder m die Gemeinde einen eigenen Dreschmotor ncinnüpige Zwecke besitzt, in diesem Jahre Rücklicht auf die Derbrauchsmenge den elef- i Strom für Dresch zwecke z u 1 2 n i g je K i Iowa t t st u n de liefern will, der Dorau«setzung. daß die Gemeinde den höchstens mit 15 Pfennig pro Kilowatt- weiter verkauft. Diese Sondervergünstigung cht für Motore. die lediglich für den eigenen s des einzelnen Landwirt« arbeiten, sondern r solche, die für Gruppen von Landwirten n, also gemeinnützig sind.

Dornholzhausen. 20. Juli Di« Gemeindejagd wurde freihändig an di« ute Ottmar Wetzel und Wilhelm Den- u Frankfurt a M. zum Preise von 1100 jährlich auf die Dauer von 9 Jahren ver* l. Der bisherige Pachtprei« betrug 1610

Vor dem Schnellrichter.

)R. Darmstadt, 20. Juli. Der 21jahrig« g Lorenz Weingärtner au« Dorrn- 5unltionär der syndikalistischen Arbeiter- ung, hatte sich bei ben Vorgängen am och besonders hervorgetan, ör war im einer Stahlrute, von der er Gebrauch . Wegen Aufruhr« und Verstoße« ge$en asfenmißbrauch-Verordnung verurteilte ihn chnellrichter zu zehn Monaten Ge- ni«.

Anschluß an die Beisetzung der beiden der Groß-Gerauer Bluttat kam rt zu Zusammenstößen mit der Polizei, wurde der in Mainz wohnhafte Schlfs«- Joses Karl Zimmermann feftgenom- ber mit einer Fahnenstange auf Schupo- c eingeschlagen unb einige babei verletzt Zimmermann, ber bei seiner Festnahme Widerstand leistete, wurde heute von bem leichter toegen Wlberstande« in Tateinheit sährlicher KörpLrverlehung zu fünf Mo- n Gefängnis verurteilt.

Die Wetterlage.

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Wettervoraussage.

Allgemeiner Luftdruckanstlegdeutet daraus hin, baß da« Hochdruckgebiet im Westen seinen Weg nach bem Festland nimmt. Unter seinem Einfluß wird zunächst etwa« besseres Wetter eintreten. Eine Erscheinung, welche wahrscheinlich nur vor­übergehend ist, denn zwischen den Britischen In­seln und Island rückt eine neue Störung heran. Sie dürste ben Hochdruck später abschwächen, so daß die Randstorungen bi« in unseren Bezirk wieder wetterwirksam werden.

Vorhersage für Mittwoch: Bewölkt mit Aufheiterung, noch kühl, jedoch etwas wärmer al« seither, meist trocken.

Lufttemperaturen am 20. Juli: mittags 18,4 Grad Celsius, abends 13,6 Grad: am 21. Juli: morgens 12,9 Grad. Maximum 18,8 Grad Minimum 9,6 Grad. Erdtemperaturen in 10 an liefe am 20. Juli: abends 18,4 Grad: am 21. Juli: morgen» 13,8 Grad Celsius. Niederschlage 1,4 mm. Sonnenscheindauer 4K Stunden.

Reifeweiterdien sk

der amillchen Wetterdienststelle Gießen.

Garmisch-Partenkirchen: 9 Grad.

Südwestwind, Witterung heute morgen ai^alfcen- ber Regen, seit gestern veränderlich mit Schauern.

Baden-Baden: 12 Grad, Südwestwind, halb bis ganz bedeckt, gestern Dauerregen.

Helgoland: 12 Grad, Rordwestwind, hall» bl« ganz bedeckt, gestern veränderlich mit Schauern.

Swinemünbe. 13 Grad, Westwind, hall» bi« ganz bedeckt, gestern teil« heiter, teil« wolkig. Verantwort!, s. d. Feuillewn: i. D. Dr. Lange.

Zwischen 2 Zigaretten

»Tabletten