Ausgabe 
20.10.1931
 
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Häuser organisiert worden, um den eng­lischen Fabrikanten zu zeigen, welche Waren trotz der starken Propaganda für englische Fabrikate noch immer aus dem Auslande importiert wer­den müssen.

Oer italienische Gegenbesuch. Grandi kommt am Sonntag nach Berlin Berlin, 19. Ort. (WTB. Amtlich.) Reichskanzler Dr. Brüning hat heute durch den deutschen Lot. schafter Dr. v. S ch u b e r t dem Chef der italienischen Regierung, Herrn M u s s o 11 n I, und dem Minister des Auswärtigen, Herrn Gr an dl, die Ein­ladung zu einem Besuch in Berlin über­mitteln lassen. Der Ehef der Italienischen Regierung hat Herrn Reichskanzler Dr. Brüning für die freund­lich« Einladung feinenherzlichenDonk aus­gesprochen und ihm milgeteilt, daß er, indem er sich vorbehalte, feinen Besuch ju einem anderen Zeitpunkt zu erwidern, den Minister des Auswärtigen mit feiner Vertretung beauftrage. Als Zeitpunkt für den Besuch des Ministers Grandi in Berlin ist der 2 5. u n ö 2 6. Oktober vereinbart worden. Herr Grandi wird von seiner Gemahlin und einigen Beamten de» Mini­steriums des Auswärtigen begleitet fein.

Will Preußen die pädagogischen Akademien sperren?

Berlin, 19. Oft. (XU.) 3n Preußen wird, Vie dasBerliner Tageblatt" meldet, im Gegen­satz zu allen Dementis, an entscheidenden Stellen erwogen, die heute vorhandenen Stu­dierenden der Pädagogischen Akademien zu Ostern 1932 an einigen wenigen Akade­mien zusammenzuziehen, ihre Ausbil­dung noch blS Ostern 1933 zu vollenden und dann aus drei 3 ahre sämtliche Pädago­gischen Akademien zu sperren.

g e i n e s D e f i z i t S z u r B e r f ü - stellt worden. Wie Staatsanwalt

Wendung im Mecker Tuberkulose-Prozeß.

Professor Deycke bekennt sich in der Krage der Calmette-Fütterung zu einem wissenschaftlichen Irrtum.

Sie politischen Ziele des süddeutschen Ordens Eine programmatische Rede Arthur MahraunS.

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lot io, 18. Oft (haoas.) Obwohl die oerant* wörtlichen Kreise es nicht für wahrscheinlich halten, daß der Völkerbund sich auf Artikel 16 des Völkerbundspaktes berufen werde, hat die Tatsache, daß eine derartige Möglichkeit in den Genfer Nach* richten erwähnt worden ist, einen sehr unan­genehmen Eindruck in japanischen Streifen hervorgerufen und im Zusammenhang mit der Mel­dung, daß Amerika an den Beratungen des Völkerbundsrates teilnehmen wird, dazu bei* getragen, b i e Furch tvor einer Koalition der angelsächsischen Länder gegen Ja - p a n wieder aufleben zu lassen. Die zuständigen Kreise geben der Ansicht Ausdruck, daß jede neue Anregung einer Anwendung von Sanktio­nen eher eine schlechte als eine gute Wirkung haben würde und denfremdenfeindlichen Kund* g_e b u n g e n neue Nahrung geben könne. Die Schwierigkeiten, die die Regierung ohnehin schon habe, um zu einer friedlichen Beilegung des Kon- sllktes zu gelangen, würden dadurch nur vermehrt werden. Die amtlichen Kreise sind der Meinung, daß es nicht nötig sein wird, mit dem Völker­bund zu brechen. Die offenen und freundschaft­lichen Besprechungen mit Washington haben die ur­sprüngliche Befürchtung zerstreut, daß durch ihre Verbindung mit dem Völkerbund die Vereinigten Staaten einen Druck auf Japan ausüben woll­ten. Die amtlichen Kreise hoffen, daß der Völker­bund allmählich begreife, jeder Versuch eines Zwanges würde zu einem Mißerfolg führen. Das Kabinett kam zu der Entscheidung, daß der Vorschlag des Völkerbundes, die japanischen Truppen in der Mandschurei innerhalb von drei Wochen aus ihren jetzigen Stellungen zu- r ü ck z u z i e h e n, für Japan unannehmbar fei. Das Kabinett sprach sich vielmehr dafür aus, daß unmittelbare Verhandlungen zwi- Ken Japan und China In Anwesenheit von neutra*

t Beobachtern ftattfinden sollten.

Lübeck, 19. Oft. (WTB.) 3n der heutigen Verhandlung des Tuberkulose-Prozesses kam es zu einer überraschenden Aussage des Professors Dr. Dehcke. Professor Deycke erhob sich, um u. a. folgendes auszusagen: 3ch möchte aufstehen,, weil ich etwas sehr Ernstes zu sagen habe. Da­mals, bei der Einführung des Cal- mette-Derfahrens in Lübeck, war ich der felsenfesten Ueberzeuaung, daß das Calmette-Der- fahren nicht nur unschädlich, sondern daß es n ü tz - l i ch war. 3d» bekenne offen und frei, daß daS ein wissenschaftlicher 3r r t u m gewesen ist. und zwar ein wissenschaftlicher 3rrtum, der sich mir aufgedrängt hat durch das, was nach der Fütterung in Lübeck geklärt worden ist, woS ich auf Grund anderthalbjähriger Studien festgestellt habe. Wenn man mich wegen diese- wissenschaftlichen 3rrtums strafrechtlich belangen kann, so soll man mich verurteilen. 3ch scheue kein« Berantwortung. Für das. waS ich getan habe, stehe ich ein. 3ch habe mich seit 3 a h r e n bemüht, den kranken Menschen und besonders den Tuberkulosekranken zu helfen, und deshalb bin ich tief erschüttert, daß gerade ich dieses Unglück hervorgerufen habe. Wenn das Gericht dazu kommt, meinen 3rrtum alS Grundlage für eine Verurteilung zu halten, so bitte ich, mich allein schuldig zu sprechen, aber nicht die anderen Angeklagten. 3ch stehe allein für meinen wissenschaftlichen 3rrtum ein.

3n der weiteren Vernehmung betont Dr. Dehcke mit Vachdruck, er hätte sich niemals für eine Ein­führung des Ealmetie-DerfahrenS eing:seht, wenn nicht biS dahin schon über 3000 Menschen inderWeltmitDEG. gefüttert worden wären, ohne daß man Schädigungen festgestellt bade. Er wieS darauf hin, daß die Hohnfchen

Oie (Stimmung in Japan.

Angst vor einer angelsächsischen Koalition. Kein Austritt aus dem Völkerbund.

3m Sklarck-Prozeh kam eS zu Zusammenstößen zwischen den Brüdern Sllarek auf der einen, dem angeklagten Etadtbankdireltor Hoffmann auf der anderen Seite. Hoffmann suchte die Behaup­tungen Sttareks über den Verkehr der beiden zu entkräften und erzählte, er sei mit seiner Familie in Zinnowitz gewesen und habe Leo Sklarek gebeten, ihm dort einen Besuch zu machen. Er selber sei, von den Sklareks einge- laden, nach Misdroy gefahren und habe dem Söhnchen SklarekS ein kleines Geschenk für 8,50 Mark mitgenommen. Leo Eklarek wandte sich gegen diese Darstellung und sagte, Hoffmann versuche sich als Jungfrau von Orleans aufzu- fpielen. Hoffmann habe veranlaßt, daß Sllarek mit dem ObermagistratSrat Elementz BlutS- bruderschast trank. Man habe Hoffmann betrunken zu Bett bringen müssen. Wie suh In der weiteren Verhandlung herausstellte, »st dem verstorbenen Direktor K i e b u r g außer den bereits bekannten etwa 700 000 Mk. auf Veranlassung des Etadtrats Schüning noch ein weiterer Betrag von 400 000 Mk. zur Aus­gleich un ----- ' -

Weißenberg hierzu seststellt, hat Sieburg seiner Frau ein ansehnliches Vermögen hinterlassen. StadtamtSrat Schöttler, der als Beamter der Hauptprüfungsstelle die Revision durchzu­führen hatte, sagt auS, er sei Kunde der KBD. gewesen und habe auch mit Sieburg gekneipt. Sieburg habe den, ihn besuchenden Beamten Stosse, die für einen Anzug reichten, zu 20 bis 25 Mk. abgegeben. Fast alle städtischen Be­amten hätten aus diese Weise bei Sieburg einge lau ft. Einmal habe er für drei fertige Anzüge 105 Mk. bezahlt. Willy Sllarek.erklärt hierzu, es habe sich um englische Stosse ge­handelt, die bereits tm Einkauf 50 M k. für den Anzug gekostet hätten. Schöttler gibt AU, auch während der Bilanzprüfungszeit mit Sieburg nächtliche Ausgänge unternommen SU haben. Gr habe eine Bilanzfälschung Sie­burgs nicht bemerken können. Dazu wird fest- gestellt, daß Schöttlers Vachfolger bei Prüfung der Bilanzen eine älnterbilanz entdeckte.

Aus oder Wett.

Ein Jahr Zuchthaus für den Schriftsteller Karl Strecker. 3n Potsdam fand die Verhandlung gegen den Schriftsteller Sari Strecker statt, der der v o r- sählichen Brandstiftung in Tateinheit mit Versicherungsbetrug angeklagt ist. Strecker hatte versucht, eine von ihm gemietete V.lla in Klein-Machnow in Brand zu setzen, u,.. durch die Zahlung der Feuerversicherung am» seiner verschuldeten Lage herauszukommen. Der Brand wurde indessen entdeckt. Strecker wurde verhaftet.

Die Verhandlung hatte ein großes Publikum in den Gcrichtssaal gelockt, insbesondere war auch die Presse stark vertreten. Als Leumunds­zeugen sind von der Verteidigung auch die Schriftsteller Rudolf P r c s b e r und Sari Ros- ncr zur Stelle gebracht worden. Der Ange­klagte erwiderte auf die Frage des Vorsitzenden, weshalb er alles be ft ritten habe: Ich wollte alles erleben und auch die Untersuchungs­haft nicht umgehen. Schließlich habe ich ja ein Geständnis abgelegt und im älntersuchungsge- fängnis bis jetzt 158 Seiten meinesRomans niedergeschrieben. 3ch war von vornherein ent­schlossen, ein Geständnis abzulegen, wenn ich genug erlebt hätte. Strecker machte im übrigen den Eindruck eines großen Sindes und nicht eines ManneS in einem Alter von 70 3ah- ren. Vach einstündiger Beratung verurteilte das Schwurgericht Potsdam den Angeklagten zu einem Jahre Zuchthaus. Die Untersuchungshaft wurde voll ungerechnet. Der Haftbefehl gegen ihn wurde aufgehoben.

Zusammenstöße im Sklarek-Pro-eh.

Ei er Nährböden in Oesterreich, 3talien. Ru­mänien und anderen Ländern verwendet worden feien und daß selbst Calmette sie benützt habe, ohne daß eine Schädigung der gefütterten Sinder eingetreten sei. Man könne keinen Vorwurf dar­aus machen, daß in Lübeck Tierversuche unterblieben seien, denn wenn man solche angestellt hätte, wäre die Alebcr^cugung von der älnschädlichkeit des BCD. noch stärker gewor­den. Die BCG.-Sulturen seien stets st r e n g von anderen Sulturen getrennt wor­ben. Erst nach dem ilnglüd sei ein Stamm huma­ner Bazillen mit den DEG.-Bazillen zusammen in einen Schrank gebracht worden. Als bei der Sek­tion eines Kindes zum ersten Male Fütterungs­tuberkulose sestgestellt worden sei, habe er sofort veranlaßt, daßkeineAusgabe derDCG.- Stoffe mehr erfolge. Aus diesem Grunde habe er auch die ihm vorgeworfene Vernichtung der Kultur vorgenommen. Die Petroffschen Ver­suche habe er ebenso, wie die meisten medizinischen Wissenschaftler Deutschlands zunächst als Phan­tasie abgelehnt. Erst im Sommer vorigen Jahres habe ihm Petroff persönlich nachgewiesen, daß tat­sächlich der BEG.-Dazillus wieder virulent w e r d e n könne. Eine Frage des Vorsitzenden, ob Dehcke gelegentlich einer Abimpfung humane Bazillen und BLG.-Kultuven miteinander ver­mengt habe, beantwortete Deycke mit einem ent­schiedenen. .Vein, niemals". Er habe diesen Ver­such erst ein halbes 3ahr nach dem Lübecker äln- glück unternommen. Die Vernehmung der Schwester Anna Schütze erbringt keine wesentlich neuen Gesichtspunkte. Sie bestätigt die Angaben Dr. Deyckes und sagt aus, daß auch sie eine Ver­wechslung oder Verunreinigung der Kulturen im Lübecker Laboratorium für unmöglich halte.

Neuregelung

der Beziehungen zwischen Aerzlen und Krankenkassen.

Berlin, 19. Oft. (WTB.) Amtlich. Vom 14. bis 17. Oktober verhandelten die Spitzenoer* bände der Aerzte und Krankenkassen im Reichsarbeitsministerium über die R e u r e g e lung d e s kassenärztlichen Dien st es. Es wurden Grundsätze hierfür ausgestellt. Die Verbände haben sich eine Erklärungsfrist bis zum 7. November 1931 vorbehalten.

.Die Grundsätze suchen bei Sicher st ellung einer ausreichenden und zweckdien- lichen ärztlichen Versorgung der Der- sicherten einen gerechten Ausgleich der jahr­zehntelangen Gegensätze zwischen Aerzten und Kran­kenkassen. Sie pauschalieren die Aufwendungen der Kassen für die ärztliche Behandlung auf der Grund- läge der Ausgaben des Jahres 1930 unter Gewäh­rung eines Abschlages von 6 bis 20 o. 5). und schaf­fen damit die Voraussetzung für eine befriedigende .Regelung der Iungarztfrage. Während bis- her für die Zulassung der Aerzte das Verhältnis eines Arztes auf 1000 Versicherte galt, soll nunmehr bi e Zulassung fchon für 600 Versicherte möglich sein. Die Streitigkeiten um Arzt- und Ho­norarsysteme werden damit beseitigt, das lassen* ärztliche Honorar verteilt die ärzt­lich e Vereinigung. Aus der Regelung ergibt sich "ne weitgehende Vereinfachung des ge­samten Kassenarztrechtes und ein starker Abbau der bisherigen schiedsamtlichen Tätigkeit.

Vorbildliche Propaganda heimischer Erzeugnisse.

London, 19 01t. (WTB.) Auf Anregung des Premierminister« wurde heute in London e-lne von der Vereinigung der De - tallverkäufer veranstaltete Ausstel- lu ng eröffnet, die den Zweck hat. den englischen Fabrikanten vor Augen zu führen, welche Maren au« dem Auslande impor- tiert werden und welche von ihnen durch heimische Produkte ersetzt werden konnten. Unter den 2500 Ausstellungsgcgen- Jtanöen befmben sich Fabrikate aller Branchen, -luf lebem JJabrUat ist das Herkunftsland, die layrlich nach England importierte Menge und ^gebracht. Die Ausstellung ist haupt­sächlich durch die Londoner Waren-

sei zwar ein begrüßenswerter Anfang, aber stehe in seinen Auswirkungen kaum in einem Verhält­nis zu den wirklichen Abhilsemaßnahmen, die not­wendig seien, um das große Heer der Erwerbs­losen wieder an neuen Arbeitsstätten unterzubrin­gen. Mit der Stadtrandsiedlung müsse vor allen Dingen eine großzügige Dauernsiedlung im Osten Hand in Hand gehen. Die planmäßige und zielbewußte Zusam­menfassung aller Eiedlungs.räfte im deutschen Volk sei die notwendige Vorbedingung zu einer erfolg­reichen Durchführung dieser großen Siedlungs- aktion. Der Mangel an Geldkapital, der heute noch der großzügigen Durchführung einer Volkssicdlungsbewegung außerordentlich viel Hemmnisse in den Weg lege, müsse erseht werden durch das gewaltige, heute brachliegende Ar­beit s k a p i t a l des deutschen Volkes. Die Einschaltung des freiwilligen Ar­beitsdienstes in den Siedlungsau, bau könnte hier entscheidende neue Wege der Siedlungstätia- keit eröffnen.

Siegen. 19. Okt. (Täl.) Bei einer Kundgebung, die anläßlich einer Teiltagung der Daliei West­falen des Jungdeutschen Ordens hier veranstaltet wurde, sprachen der Führer des Ordens und der DolkSnationalen Reichsvereinigung, Artur M a h- raun, sowie die Reichsführerin der Jung^-ut- schen Schwesterschasten. H inna Klostermüller. Deide stellten als Hauptforderungen des poli­tischen Tageskampfes der Jungdeutschen Be­wegung die Erneuerung des Geistes aut Volksgemeinschaft und den wi r t- fchastlichen Wiederaufbau durch äl m- sic-dlung in den Vordergrund. Da die mehr als fünf Millionen, die heute ohne Arbeit seien, nie wieder dem Erzeugungsprozeß der Industrie zugeführt werden könnten, müßten neue Wege gesucht werden, den Menschen Arbeit zur Schaf­fung neuer Daseinsmöglichkeiten zu geben. Das Volk müsse ausderEngederGroßstädte zurückgeführt werden auf das flache Land.

Heber die Politik de« Jungdeutschen Ordens führte Mahraun aus, politisch hätten sich der Orden und die Vollsnattonale Reichsvereinigung in den letzten Kämpfen hinter den Reichs- Präsidenten v. Hindenburg stellen müs­sen, nicht nur aus Treue, sondern auch wegen all' der inneren Werte seines Bekenntnisses. Die in Harz bürg vertretene Auffassung, daß alle Kräfte gesammelt werden müßten zur großen Auseinandersetzung zwischen rechts und links, habe die jungdeutsche Bewegung von den Parteien g e l ö st, mit denen kie manche Programmforderungen verbunden hatten. Die Parole des Klassenkampfes und der Unduldsam- keit zerstöre das Ideal der Volks­gemeinschaft. Vicht der Kampf um die Macht, der das Volk zerreiße, sondern eine neue, einigende Idee führe den Weg aufwärts. Das Problem, Deutschland wieder zur Vation zu machen, sei leicht zu lösen, wenn es gelinge, ben einzelnen wieder zum Volk zurückzuführen und ihm das Bewußtsein der Gemeinschaft zu geben^ber unendlich schwer, wenn Klassen- und <^Äni'cqcift unüberwindlich blieben. Seine Haltung zu den parlamentarischen Kämpfen der nächsten Zeit mache der Jungdcutsche Ord^n ganz bavon abhängig, daß den Menschen, die sich x Clt cinc "eue Existenz schaffen wollen, durch den Staat die Möglichkeit da- zu gegeben werde. Von dem Freiwilli- 9 en /ArbcitSdienst müsse gefordert tocr- x er in enge Verbindung mit o J.unfl gebracht werde. Vur die reine Landsiedlung könne wirkliche Hilfe bringen.

Die Zungdeuische Landnehmerbewegung.

D°rUn. Ig. Okt. (TU.) Der Jungdeutsche ^ranstaltete eine Kundgebung, auf der der volksnationale RelchstagSabgcordncte Prof. Dr I nnhn»^1C 3 r* Unl> der jungdeutschen ßanönebmerbetoegung einging. AuS- hi' flache, daß infolge der lieber- n 2 L t europäischen und aufter- ^"^ustrien tm Laufe der nächsten Monate und Jahre mit einem wesentlichen A b - bau derJndustriekapazitäten^u rech- mninV.m1' £aB 3nbuftrie Übel,

flüssig gewordenen Menschenrnasien neue Pro­dukt i o n« st at te n g e s ch a f f e n werden müß­ten. kam der Redner zu dem jungdeutschen Vor­schlag einer großen planmäßigen BolkSsied- nA der Reichsregierung. 100 030 dr-

S ft ?i 1 r? d" Umgebung der größeren Städte al« Selbstversorger- Siedler anzusetzen.

Der chinesische Boykott.

Entsendung eines japanischen Kreuzer- nach Lhanghai.

Pari«, 20. Oft. (WTB. Funkspruch.) Der Shanghaier Korrespondent des ..Petit Parisicn" meldet, der japanische Leicht-Kreuzer Dakumo würde am 23. Oktober d. 3. mit Landungs­truppen nach Shanghai auSlaufen. weil dort die japanfeindlichen Kundge­bungen zunähmen. Vorgestern hätten 7<O3 Chinesen, von Studenten und Agitatoren aufgc» stachelt, die japanischen Spinnereien übermal- l« n. Sech« der Täter, die als Rädelsführer fest­genommen worden feien, seien gestern vom chine- sifchen Gericht der Internationalen Konzessionszvne a b g e u 11 e i 11 worden. Das Gericht hat drei als minderjährig freigelaffcn und die drei ub.igen zu jedreiDollarGeldstra'fever- ur teilt. Die 3apaner protestierten gegen diese geringe Strafe und die Parteilichkeit der Richter. Der japanische Generalkonsul hat bei der Ge­meindeverwaltung einen Schritt unternommen und gegen das Versagen der Polizei protestiert. Sr hat erklärt, wenn sich diese Vorfälle wiederholen würden, würden das nächste« mal japanische Truppen einschreiten.

Japan zieht seine Truppen zurück?

Washington. 20. Oft. (Reuter. Zunkspruch.) Der japanische Botschafter hat aus Grund amtlichcr Telegramme den Staatssekretär Informiert, daß Japan bereit»feine Truppen über den Naluf luh zurück ziehe und die Bombcnflug- zcuggefchwader zurückgezogen habe. Der Botschafter feilte ferner mit, daß d i c Eisenbahnoerbin- düng wieder hergestellt werden und daß die Vanfen allmählich den Betrieb wieder auf­nehmen.

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Wettervoraussage.

lieber Norddeutschland haben Ausläufer der Skan« binaoienftörung Platz gegriffen, sie führen unter leb* hasten Winden ozeanische Lust zu und bringen Er­wärmung. Außerdem ist stärkere Bewölkung auf- gezogen, und einzelne Niederschläge treten auf. Auch über unserem Gebiet wird sich jetzt der Witterungs- umschlag vollziehen, so daß zunächst Milderung und mehr Bewölkung einsetzt. Bereits um morgigen Tage wird aber wieder Temperaturrückgang erfolgen, denn durch das Umdrehen der Winde auf Nordwesten zu bringen kältere Luftmassen vor. Sie verursach, n bubet mehr unbeftänbiae» Wetter mit einzelnen Schauern, die auf ben Bergen als Schnee nieder- gehen dürften. Für später steht wieder ruhigeres Wetter in Aussicht, denn im Westen ist erneuter Luftdruckanstieg zu erkennen.

Do rhersage für Mittwoch: Uebergang zu wechselnd wolkigem Wetter mit einzelnen Schauern, auch tagsüber kalter, nordwestliche Winde.

Vorhersage für Donnerstag: Leichter Nachtfrost, stellenweise bunftig, sonst leicht wolkig mit Aufheiterung, oorroiegenb trocken.

Lufttemperaturen am 19. Oktober: mittags 8,8 Grab Celsius abenbs 1,5 Grab: am 20. Oktober: mor* lens 0 Grob. Maximum 10 Grob, Minimum 1,8 Brab. Crbtemperaturen in 10 cm Tiefe am 19. Oktober :abenbs 9,4 Grad: am 20. Oktober mor* gens 5 Grab. Sonnenscheinbauer VA Stunben.

ja verzeichnen war. Mussolini verfolge bie Entwicklung der Dinge in Deutschland mit größ­tem 3nteresfe und habe den Major Vani- zetttalsVerbindungsoffizier zwischen ihm und den deutschen Faschisten entsandt. .Daily Expreß" fragt, ob die Morgenröte eines faschisti­schen Deutschland aufgegangen sei. Wenn man die Zungen Amateur-Soldaten persönlich gesehen habe, wie sie im Gefühl ihrer Kraft, voll von fanatischem Vertrauen und unter Führung ehe­maliger Offiziere vorbeimarschierten, dann müsse man sagen, daß sie wahrscheinlich die beste Or­ganisation darstellten, die Europa zur Zeit kenne.