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Aus der Provinzialbaupifiavi
Gießen, den 20. Oktober 1931.
Oer Mustergatte.
Eines Tages wird man in der Zukunft in jeder Stadt ein eigenartiges Denkmal erblicken: Ein großer, schlanker, rüstig ausschreitender Herr in gut sitzender Kleidung. An jedem Stück des Anzugs erkennt man seine Ordnungsliebe. Die ganze Erscheinung hat etwas bewußt Männliches, dabei doch Gütiges. 3n der rechten Hand hält er einen großen Strauß schöner Rosen, in der linken trägt er ein Paket. Äus der ganzen Haltung erkennt man, daß der Mann seinem Heim zueilt ...
Der Mustergatte! Zu diesem Denkmal werden die Frauen zu Tausenden pilgern und es wird in ein wogendes Dlumenmeer gehüllt sein ...
Der Tageslauf eines solchen Mustergatten ist voller Gleichklang und Daseinsfreude.
Er erhebt sich morgens als erster und beschwört seine Frau mit einem lieben Kuß, ja noch liegen» zubleiben und sich zu schonen. Er zieht sich unter fröhlichem Singen an und bedauert, daß er während des Rasierens seinem Lebensgefühl keinen Ausdruck geben kann. Froh, geht er ins Geschäft. Riemals geht er aus dem Haus, ohne seine Frau zu küssen, und während der Arbeit freut er sich schon auf den Kuh beim Rachhause- kommen.
Bei Tisch ist er mit allem zufrieden und kann der lobenden Worte nicht genug finden über die Kochkunst seiner lieben Frau. Er schont die Servietten und würde sich eher in den Finger schneiden, als einen Flecken auf das Tischtuch zu machen. Er kommt in allem so pünktlich nach Haus, daß die Frau die Llhren nach dieser Heimkehr richten kann.
Wenn das Unglück es will, daß er ein paar Tage verreisen muß, schreibt er ihr täglich einen lieben Brief. Sie aber hat die Gewißheit, daß alles, was in diesem Brief steht, die reine Wahrheit ist. Sie weiß, daß er völlig unromantisch ist, denn durch ihren Einfluß ist oas abenteuerliche Flackern in seinen Augen schon längst dem reinen Leuchten einer steten, festen Liebe gewichen. Sie weiß, daß er sich zu Hause wohlfühlt und daß es für ihn langweilig und ärgerlich ist, wenn er einmal allein ousgehen muß.
Wenn er sie sieht, sagt er: „Wie nett Du heute wieder einmal aussiehst!" Unb wenn er mit ihr tanzt, flüstert er ihr ins Ohr: „Ich möchte immer mit dir tanzen!"
Er führt genau Buch über das wenige Taschengeld das er gebraucht, und er hat »ine diebische Freude, wenn er sich heimlich etwas ersparen kann, um ihr irgendein kleines Geschenk mitzubringen.
Er ist treu, arbeitsam, bescheiden in seinen Ansprüchen. Er ermuntert die Frau, sich immer gut und modern zu kleiden. Er verstreut keine Asche zu Haus, zerschneidet keine Handtücher mit seinen Rasierklingen, hängt seine Hosen stets in Spannern auf und stellt seine Schuhe regelmäßig abends vor die Schlafzimmertür.
Zu bemerken ist nur noch, daß die Frauen aller Länder diesen Mustergatten bereits seit der — Steinzeit suchen. M. A.
Gewerbliche Anlagen und Rundfunl- störungen.
In einem Prozeß zwischen einem Gastwirt und einem Friseur hat das Landgericht 1 Berlin am 25. September 1931 ein wichtiges Urteil erlassen — 82. S. 231/30 —. Es weist die Klage eines Gastwirtes, dessen Rundfunkempfangsanlage durch den Föhn eines Friseurs gestört wurde, rechtskräftig ab und führt in umfangreicher Begründung des Ar teils aus:
1. Rundfunk st örungen unterliegen nicht den Borschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches über Besitz» und Cigentumsstörung, sondern ausschließlich den Bestimmungen des §23 desGesetzes überFernmeldeanlagen. Danach hat der Rundsunchörer, dessen Empfangs- anlage später in Betrieb genommen wurde, als die störende elektrische Anlage für die Kosten eines Störschuhmittels selbst aufzukomnven. Erklärt er sich, wie im vorliegenden Fall, .dazu nicht Bereit, so ist seine Klage abzuweisen.
2. Wäre die Empfangsanlage des Gastwirtes früher in Betrieb genommen worden, so hätte er ebenfalls keinen Anspruch erheben können. Die Berpflichtung zur Entstörung nach § 23 FAG. besteht nur „nach Möglichkeit", d. h. sie muß technisch ausführbar und wirtschaftlich zumutbar sein. Die Aufwendungen für Störschutzmi11el dürfen also nicht zu teuer sein und müssen in einem angemessenen Verhältnis zum Gesamtwert des Geräts stehen. Wenn — wie der Sachverständige festgestellt hatte — die Störbefreiung des Föhns 30 Mk. kosten sollte, also etwa soviel wie der ganze Apparat, so kann eine derartige Ausgabe dem Besitzer nicht zugemutet werden.
3. Der Rundfunkhörer, der einen Schuhanspruch erheben will, muß in jedem Falle nachweisen, daß feine Empfangsanlage t e ch- n i s ch einwandfrei ist. Werden die Störungen durch die eigene Störanfälligkeit der Empfangsanlage wahrnehmbar gemacht, so kann der Starkstrombenuher dafür nicht verantwortlich gemacht werden. Es ist Sache des Rundfunkhörers, die Mängel seiner Anlage zu beseitigen.
4- Ein Anspruch nach den Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches' kommt auch deshalb
nicht in Betracht, weil der normale Gebrauch eines Föhns in einem Friseurladen während der üblichen Geschäftszeit ortsüblich ist (§ 906 DGB.). Das Entsprechende gilt natürlich auch für alle anderen Gewerbebetriebe, in denen Üblicherweise elektrische Kraft verwandt wird.
Das Urteil bestätigt in feinen Ausführungen die bereits vorher durch andere Gerichte vertretene Ansicht, — z. B. Urteil des Amtsgerichts Heidelberg vom 29. Mai 1931, A. I. Z. H. 3223/30, und Urteil des Landgerichts Schwerin vom 2. Iuli 1931, IS. 34/30 —. Jedenfalls bedeutet die Entscheidung einen wichtigen Schritt zur Klärung dieser streitigen Rechtsfrage.
Aus der Heimat Abrahams und der Sintflut.
Man schreibt uns: Einen hochinteressanten Vortragsabend veranstalten zu Gunsten der Winternothilfe eine Reihe hiesiger Vereine (siehe heutige Anzeige) am Sonntag, 25. Oktober, 20 Uhr, in der Großen Aula der Universität. Der bekannte Archäologe Professor Dk. K o r n e » mann (Breslau), der in unserer Stadt kein Unbekannter ist, wird über das Thema: „Aus der Heimat Abrahams und der Sintflut" sprechen.. Es. handelt sich um die Vorführung der glänzenden englisch-amerikanischen Ausgrabungen in der südbabylonischen Stadt U r, die nach dem Alten Testament Abrahams Heimat gewesen ist. Seit der Auffindung des ägyptischenKö.ngsgrabes Tut-ench-Amuns sind nicht wieder solche Schätze geborgen worden, wie hier. Aber die babylonischen Funde sind um etwa 2000 Iahre älter als die ägyptischen und liegen weit vor Abrahams Zeiten. In jahrelanger, mühsamer Forschungsarbeit ist das Dunkel enthüllt worden, das über der al.erfiü./e/en 21 en ebtei sg schicht' iujte. Unbekannte, längst verschollene Kulturen wurden zu neuem Leben erweat und Schätze aufgedeckt, die für unsere Kenntnisse von dem Leben und Treiben, dem Handel und Wandel, der Kunst und Religion dieser Völker von epochemachender Bedeutung sind. Staunen ergreift uns ob der Höhe der Kultur, die damals schon das Volk der Sumerer im südlichen Babylonien, unmittelbar am Persischen Golf, aufzuweisen gehabt hat. Der Vortragende wird zunächst Land und Leute schildern und dann an der Hand von Lichtbildern, zum Teil farbigen, den hohen Stand von Kunst und Kunstgewer.be im 4. und 3. Jahrtausend vor Christus zur Darstellung bringen. Es wirb ein Stück ältester Menschheitsgeschichte geschildert werden, weit entfernt von Primitivität, an der gemessen die Bibel ein junges Buch ist. Die Legende von der Sintflut, die uns aus der Bibel bekannt ist, hat durch diese Ausgrabungen in ilr und Ealdäa volle Berechtigung gefunden. Dieses gewaltige Raturereignis, das an Umfang und vernichtender Gewalt der Aeberschwemmung geglichen haben mag, die in unseren Tagen China heimgesucht und Hunderttausenden das Leben gekostet hat, hat eine gewaltige Kultur vernichtet, die uns jetzt wieder durch die Ausgrabungen vor Augen geführt wird. Thema und Redner werden sicher eine starke Anziehungskraft ausüben und der Rothilfe einen erklecklichen Betrag zuführen.
Daten für Dienstag, 20 Cltobcr.
Sonnenaufgang 6.56 Uhr, Sonnenuntergang 17.23 Uhr. —Mondaufgang 15.52 Uhr, Monduntergang 0 Uhr.
1892: der Afrikaforscher Emin Pascha (Eduard Schnitzer) wirb bei Kibonge in Afrika ermordet.
Gieijcncr LvoiyenmarLtpreise. •
Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 120 bis 140 Ps. (Kochbutler von 110 Pf. an), Watte 30 bis 35, Käse (10 Stück) 60 bis 140, Wirsing 8 bis 10 (pro Zentner 5 Mk.), Weißkraut 6 bis 1 (pro Zentner 3 bis 3,50 Mk.), Rotkraut 8 bis 10 (pro Zentner 6 Mk.), gelbe Rüben 8 bis 10, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 15 bis 20, Römischkohl 8 bis 10, Unterkohlrabi 5 bis 6, Grünkohl 15, Rosenkohl 20 bis 25, Feldsalat 8 bis 10, Tomaten 25 bis 30, Kürbis 5 bis 6, Pilze 20 bis 25, Zwiebeln 8 bis 10, Meerrettich 30 bis 60, Kartoffeln 3,5 bis 4 (pro Ztr. 2,80 bis 3 Mk.), Aepsel 8 bis 10 (pro Zentner 4 bis 6 Mk.), Birnen 8 bis 10, Dörrobst 30 bis 35, Rüsse 25 bis 30, Preihelbeeren 25 bis 30, Pfirsiche 40 bis 60, Brombeeren 30 bis 35, Honig 40 bis 50, Gänse 90 bis 100, Suppenhühner 80 bis 100, junge Hähne 90 bis 10C Pfennig pro Pfund; Tauben 50 bis 60, Eier 1215.613, Salat 10 bis 15, Salatgurken 20 bis 25, Endivien 10 bis 15, Oberkohlrabi 8 bis 10, Sellerie 10 bis 40, Lauch 5 bis 10, Rettich 10 bis 15 Pf. pro Stück; Radieschen 10 bis 15 Pfennig pro Bund.
Bornotizcn.
— Tageskalender für Dienstag. Stadt- theater Gießen, „Voruntersuchung", 20 bis gegen 22.30 Uhr. — Stadtkirche, 20 Uhr: Vortrag Missionar Walter „Erlebnisse und Giaubenserfahrungen unserer Gefangenschaft". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „3m Geheimdienst".
— Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Morgen, Mittwoch, findet die erste Wiederholung von Hefmannsthal-Calde» rons Spiel „Das große Weittheater" (anläßlich des 250. Todesjahres Calderons) als 3. Vorstellung im Mittwochabonnement statt. Spielleitung Peter Fassott. Die Besucher der Mittwoch- Vorstellung werden darauf ausmerksam gemacht, daß diesmal a u s n a h m 6«to eise der Beginn der Vorstellung auf 20 Uhr festgelegt wurde, da die Aufführung bestimmt um 22 Uhr zu Ende ist.
— „Deutscher Osten — deutsche Zu- k u n f t.“ Ueber dieses Thema wird am kommenden Donnerstag im Gasthaus „Hindenburg" einer der bekanntesten Führer des ostmärkischen Deutschtums, Dr. Franz Lüdtke, sprechen. Der Redner, dessen Ausführungen über das bedeutsame Thema man mit Spannung entgegensehen darf, hat sich innerhalb des deutschen Schrifttums eine feste Stellung gesichert. Seit dem Verlust des größten Teils der deutschen Ostmark hat sich Dr. Lüdtke, der in Bromberg geboren wurde, völlig in den Dienst des ostmärkischen Wiederaufbaues gestellt; er ist der Begründer des -grenz- märkischen Volishochschulwesens, Mitbegründer des über das ganze Deutsche Reich verbreiteten Deutschen Ostbundes, an dessen Spitze er steht und dessen Zeitschrift „Ostland" er mitherausgibt, und Leiter des „Ost-Archivs des Deutschen Ostbundes". Man beachte die gestrige Anzeige.
— VortragüberRundfunk. Am Donnerstag, 22. Oktober, 20 Uhr, spricht Oberingenieur Schilling von der Telefunken-Gesellschaft im Eass Leib über das Thema „Was Sie vom Rundfunk noch nicht wissen!" — Näheres in der heutigen Anzeige.
"Das Oberhessische Schwurgericht hält am Montag und Dienstag nächster Woche Sitzungen ab. Am Montag stehen eine Anklage gegen einen Einwohner von Rodheim wegen gewerbs-
Gießener Wintemoihilfe 1931/32
MeMotistsZroß
Osderrhsiße
Spenden an das Städtische Wohl* fahrtsami, Stadthaus Gartenstraße
mäßiger Abtreibung, ferner eine Anklage gegen einen Gießener Einwohner wegen Meineids zur Verhandlung. Für den Dienstag ist ein Prozeß gegen zwei Einwohner von Frankenbach wegen Meineides vorgesehen.
** Polizeilich angehalten. Gestern nych- mittaa wurden zwischen Pohl-Göns und Butzbach drei Autoomnibusse, die mit etwa 80 Angehörigen der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei besetzt waren und sich auf der Rückfahrt von Braunschweig befanden, polizeilich ungehalten. Unter den Insassen der Kraftomniöusse befanden sich etwa 20 Leute in SA.-Unisorm. Nachdem die Transporte von der Polizei untersucht worden waren, mußten die Reisenden ihren Weg bis zur preußischen Grenze bei einem nahegelegenen Dorfe des Huttenberges zu Fuß fortfetzen, später folgten ihnen die Kraftwagen nach, so daß sie von dort aus die Weiterfahrt antreten konnten. Soweit sich die Teilnehmer dieser Fahrt durch Verstoß gegen das Uniformverbot in Hessen und wegen der für politische Organisationen ebenfalls verbotenen geschlossenen Kraftwagensahrt strafbar gemacht haben, ist Anzeige erstattet.
’* Böser Buben st reich. Rachdem schon vor einiger Zeit das Blumenbeet vor dem Gedenkstein der Altersvereinigung 1864—1914 zwischen der Gießen—Fuldaer Bahn und dem Äni» versitätssportplatz von Dubenhänden zerstört wurde, haben nun böse Buben auch den Stein mit einem scharfen Gegenstand übel zugerichtet. Aus dem Sockel und aus dem Stein wurden Stücke herausgeschlagen. Leider gelang es bisher nicht, die Äebeltäter ausfindig zu machen.
** Der Winterarbeitsplan des ZdA. Der Zentralverband der Angestellten legt jetzt seinen Winterarbeitsplan für 1931/32 vor. Danach ist für das Winterhalbjahr eine Reihe von Kursen und Arbeitsgemeinschaften, sowie eine Anzahl Vorträge vorgesehen. Kurse für Durchschreibe-Buchsührung, für Lack- und Plakatschrift, ein Verkausslehrkursus, Stenographiekurse ujw. werden den Mitgliedern Gelegenheit bieten, ihre Kenntnisse zu erweitern. Der Allgemeinbildung und der beruflichen Fortbildung werden besondere Vortragsabende dienen, in denen die verschiedensten Wissensgebiete behandelt werden sollen. Filmvorführungen, Lichtbildervorträge, praktische Vorführungen ergänzen den Arbeitsplan. Für die Jugendgruppe ist ebenfalls ein reicher Arbeitsplan ausgearbeitet worden, der den Jugendlichen viel Wissenswertes und Unterhaltsames bringen wird.
** „Tiere in derGefangenfchaf t.“ Ein interessanter Kultur- und Lehrfilm wurde am Sonntagvormittag im Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, gezeigt. In dem Bildstreifen wurde dargelegt, wie sich heute die zoologische Wissenschaft darum bemüht, den Tieren der Wildnis im Tierpark eine Heimat zu schaffen, in der sie ihre natürlichen Lebensbedingungen erfüllt sehen und die frische Urwüchsigkeit sich zu bewahren vermögen. Aus den Tiergärten Rürnberg und München-Hellabrunn wurden vorbildliche Anlagen gezeigt, in denen sich die Tiere in ungebundenster Freiheit bewegen und ihren Neigungen gemäß leben können. In der Gegenüberstellung von alten engen Käfigen früherer Tierschaustellung zu den großartigen Einrichtungen, die heute in den modernen Tiergärten vorAisinden sind, äußerte sich der große Fortschritt, der auf die
sem Gebiete zu verzeichnen ist. Sehr eindrucksvoll war auch das freundschaftliche Verhältnis der Wärter zu den Tieren dargestellt. Der Film ist dazu angetan, manches Vorurteil gegen die Gefangenhaltung von wilden Tieren aus dem Wege Iu räumen, wenn auch nicht zu vergessen ist, daß selbst im geräumigsten Tierpark den Tieren die völlige Freiheit der natürlichen Wildbahn nie zu ersehen sein wird.
** Die Fünfziger-Vereinigung 1879— 1929 veranstaltete am Samstag im Saale des Eafs Leib ihre diesjährige Herbstzusammenkunft. Trotz der schweren Zeit, die es naturgemäß verbot, eine größere Feier zu veranstalten, waren 110 Kameraden erschienen. Heitere Darbietungen durch Herrn Nieren vom Stadttheater sowie durch Alterskameraden und deren Angehörige hielten die Kameradschaft für einige Stunden in bester Stimmung beisammen.
Berliner Börse.
B e r l i n , 20. Okt. (WTB. Funkspruch.) Im heuti- gen Frühverkehr fehlte es vollkommen an Anregungen, so daß die abwartende Haltung derSpekulationzu erklären ist. Eine Tendenz war noch nicht zu erkennen. Am Devisenmarkt nannte man Pfund gegen Kabel 3,91, gegen Mailand 75,25, gegen Amsterdam 9,60, gegen Paris 98,90, gegen Spanien 43,40, gegen Schweiz 19,85.
Kirche unv Schule.
Kreis Schotten.
■+■ Schotten, 19.Okt. In der Konferenz des hiesigen Bezirkslehreroereins sprach am Samstag Lehrer Maurer (Schotten) über „N e u- zeitliche ßiteratur". Ausgehend vom Natu- ralismus der achtziger Jahre unterzog er die Pe- rioben des geläuterten Realismus, des mystischen Symbolismus und des Expressionismus der neuesten Zeit einer Würdigung. Ihre bedeutendsten Vertreter in der Gestaltung von Lyrik, Roman und Drama wurden in den Vordergrund gerückt. Lehrer Da scher (Einartshausen) besprach die neu erschienene Dietrichsche Fibel „Aus der Jugendzeit" im Hinblick auf die Eigenart der wenig gegliederten Landschule. Obmann Blei (Schotten) referierte anschließend über aktuelle Berufs- und Organisationsfragen. — Als technische Lehrerin für den Landbezirk Schotten (Eichelsdorf, Ulfa, Ober-Schmitten, Rudingshain, Michelbach, Götzen und Betzenrod) wurde Fräulein Helene Taub er t (Gießen) ernannt. Ihre Vorgängerin, Fräulein Wirth- w e i n (Friedberg) schied auf ihr Nachsuchen aus dem Dienst.
Kunst und Wiffenschast.
Der Schriftsteller Georg Engel f.
Am Montagfrüh starb in Berlin der Schriftsteller Georg Engel, kurz vor Vollendung des 65. Lebensjahres an einer Lungenlähmung.
Georg Engel wurde am 29. Oktober 1866 in Greifswald geboren. Als Sohn eines Großkaufmanns und Schiffsreedets sollte er den väterlichen Beruf ergreifen; feine Mutter erkannte aber die in ihrem Sohn schlummernden Fähigkeiten und erwirkte ihm durch die Fürsprache, Felix Dahns und anderer die Zulassung zum ^Iniversitätsstudium.
Engels erster Ducherfolg war die Rovelle „Das Hungerdorf", sein erstes Dühnenwerk: „Der Hexenkessel" (1894). Bald folgten „Hadasa" und „Die keusche Susanne" (1898), die in Breslau einen Theaterskandal verursachte, „Abschied" (1898) und der Roman „Die Last" (1894), ein großer Erfolg. 1899 erschien „Die Furcht vor dem Weibe", ein Roman, an dem Freud später seine Lehre vom lln- terbewußtsein demonstrierte. Das Lustspiel „Ausflug ins Sittliche" (1900) wurde zuerst in ganz Preußen verboten, das Drama „Heber den Wassern", mit Agnes Gorma in der Hauptrolle, im Lessingtheater mit großem Erfolg ausgeführt, „Die heitere Residenz" (1914) auf 135 Bühnen gespielt.
Bon seinen weiteren Romanen sind zu nennen: „Hann Klüth", eine Zusammendrängung Greifswalder Jugenderinnerungen, „Der Reiter auf dem Regenbogen" (1908), „Die verirrte Magd" (1911) „Die vier Könige" (1913), „Klaus Störtebeker'^ und „Die Prinzessin und der Heilige" (1922).
(Schluß des redaktionellen Teils.)
Ernährung und Gesunderhaltung unserer Kinder. Durch den Verlust der Millionen Menschen in dem Weltkrieg ist das Interesse für die Gesunderhaltung unserer Jugend wachgerufen worben.
Als bebeutenbsten Fortschritt muß man jedoch die wissenschaftlichen Arbeiten über den Wert der Vitamine betrachten, da diese für die Ernährung und das Wachstum des gesunden Kindes, sowie für die Behandlung der rachitischen und skrofulösen Kinder von ganz besonderer Bedeutung find.
Seit Jahrhunderten war besonders der Lebertran als Heilmittel gegen die englische Krankheit geschätzt. Man schrieb die Wirkung dem natürlichen Jod- und Phosphorgehalt zu. Erst die Arbeiten der letzten Jahre haben bewiesen, daß außer diesen wichtigen Bestandteilen als Hauptfaktor die „l)"-Vitamine gelten, welche besonders antirachitisch wirken.
Es sollte deshalb Aufgabe jeder Mutter sein, ihrem Kinde mehrere Wochen lang Scott's Emulsion zu verabreichen, weil sie hierdurch bestimmt der englischen Krankheit vorbeugt und dem Kinde wertvolle Nährmittel in leichter Weise zuführt. 7027V
Hier fängt1» an ... beuge vor — gurgle trocken
Die Hilfe gegen Gicht und Rheumatismus.
Sie wissen kein sich.res Mittel gegen diese Plagegeister? Einreibungen, Packungen, Bäder, Salben usw. lindern meistens nur für einige Zeit die Schmerzen, aber sie packen nicht immer das liebel an der Wurzel.
Ich etnpfehle Ihnen ein wirklich erprobtes Mittel, und Sie sollen es selbst versuchen, ohne daß es Sie etwas kostet; aber ehe ich Ihnen mehr sage, lesen Sie die folgenden Briefe:
Pflichtgemäß erstatte ich Ihnen meinen allerbesten Dank für die wahrhaft wundervolle Heilung meines langjährigen Gichtleidens durch Ihre geschätzten Gich- tosint-Tabletten.
Kostspielige Bäder sowie Einreibungen aller Art waren erfolglos, durch ein Inserat wurde ich auf Ihre Tabletten aufmerksam. Nach Gebrauch der ersten Kur fühlte ich mich schon geheilt. Ich kann jetzt Wieder als 53jährige Frau laufen wie eine von 18 Jahren stehe morgens schmerzlos auf und gehe abends oyne Schmerzen zur Ruhe, zur Freude unserer ganzen Familie. Ich bin jetzt wieder dank Gott und Ihrer werten Tabletten seelensmunter, wie neu geboren, und kann daher mit bestem Gewissen jedem Gichtleibenben Ihre werten Gichtosint-Ta-
bletten auf das beste empfehlen, da dieselben bei mir wirklich Wunder geleistet haben, und spreche nochmals meinen allerbesten Dank aus. I. W. in B.
Ich bekam einen schweren Gelenkrheumatismus, alle angewandten Mittel versagten bei mir. Da ließ ich mir bas empfohlene Gichtosint von Ihnen fenben, unb bies tat Wunder bei mir. Meine strenge Ausdauer wurde durch völlige Heilung belohnt, obgleich ich schon fast verkrüppelt war. Ich habe dies gute Mittel schon oft empfohlen und werde es weiter tun. Ich hoffe, daß dies der beste Dank gegen Sie ist.
M. B. in B.
Solche Briese besitze ich 11 000 (notariell beglaubigt), unb nun hären Sie weiter:
Gicht unb Rheumatismus können nur von innen heraus wirklich kuriert werben, burch Entgiftung des Blutes. Dieses ist verunreinigt burch zurückgebliebene harnsaure Salze, unb biefe müssen heraus, sonst nützt alles Einreiben unb Warmhalten nichts.
Zur Beseitigung der Harnsäure dient das Gichto- sint. Sie können das glauben oder nicht, aber Sie sollen keinen Pfennig dafür ausgeben, ehe Sie sich überzeugt haben. 7006V
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