Ausgabe 
20.8.1931
 
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Wetzlar II. Nach den bisher gezeigten Leistun­gen ist Tv. Münchholzhausen als recht aussichts­reich anzusehen. . , . ,

3m 2. Spielbezirk spielen: T.» u. Spv. Duhbach II, Pol.-Spv. Butzbach II.. Tv. Großen- Linden, Tv. Lützellinden, Tv. Nieder-Mörlen, Tv. Pohlgöns I. Hier gelten Tv. Grohen-Linden und der vom Südwestd. Turnverband neu in den Gau Hessen übergetretene Tv. Pohlgöns, der über eine sehr gute Handballelf verfügt, als Favoriten.

Der 3. Spielbezirk umfaßt die Vereine des Dogelsbergaebiets: Tv. Ortenberg, Tv. Merken- frih, Tv. Hirzenhain, Tv. Gedern, Tv. Dorheim. Voraussichtlich wird es in dieser Gruppe zu einem Zweikampf zwischen Gedern und Ortenberg kommen. .

Der vierte Spielbezirk sieht die Vereine der Marburger Gegend vereinigt: Tv. Nieder- Weimar, Tv. Rieder-Walgern, Tv. Ockershaufen. Tv. Wallau, Tv. Wetter!.

B-Klasse.

24 Mannschaften stehen in der B-Klasse. die man in fünf Spielbezirke eingeteilt hat und zwar in folgender Anordnung: . _

1. Bezirk: Tv. Ebersgöns, Tv. Griedel, Tv. Kirchgöns, Tv. Lich, Tv. Pohlgöns II. 2. Be­zirk: Tv Dutenhofen, Tv. Klein-Linden l, Tv. Krofdorf I, Tv. Münchholzhausen II. Tv. Nauborn, Tv. Wetzlar-Niedergirmes I I. 3. Bezirk : Tv Angersbach. Tv. Grünberg, Tv. Maar, Tv. Romrod 4. Bezirk: Tv. Buchenau. Turnv. Goßfelden II, T.- u. Spv. Marburg II. Tv. Ober­rosphe, Tv. WetterII. 5. Bezirk: Turnv. Fronhausen, Tv. Kirchhainil, Tv. Moischt, Turn­verein Roth.

Neu ist die

C-fUaffe

die in einem Bezirk die folgenden Vereine um­faßt: Tv. Klein-Linden II, Tv. Krofdorf II, Turnv. Oberbiel, Tv. Groß-Rechlenbach Sn dieser Klasse wollten noch verschiedene neugegründete Handball­abteilungen spielen; sie sind für eine ordnungs­gemäß knirchzuführende Spielreihe aber noch nicht genügend durchorganisiert.

Jugendklasse.

Diese spielt mit 15 Mannschaften in drei Spiel­bezirken:

1. Bezirk: Tv. Heuchelheim, Sp.-Vgg. 1900 Gießen, Tv. Lich Tv. Wetzlar, VfL. Wetzlar, Tv. Wetzlar-Niedergirmes. 2. Dezirk: T.- u. Spv. Butzbach. Tgm. Friedberg, Tv. Großen-Linden, Mtv. Gießen, Tv. Hochelheim. 3. Bezirk: Tv. Cappel. Tv. Cölbe, Tv. Goßfelden, T.- u. Spv. Marburg.

Die äußerst starke Beteiligung an der diesjäh­rigen Verbandsrunde wird an die Gauspielleitung die höchsten Anforderungen stellen. Die bewährte Tatkraft des Gauspielwarts Frih Seibert (Wetzlar), des Gau-Handballobmanns Wilhelm Mohr (Gießen) und des Gau-Schiedsrichterob- manns H. Weisel (Butzbach), die von sachver­ständigen Mitarbeitern gut unterstützt werden, läßt aber erwarten, daß es im Interesse der Spiel­sache gelingt, den g roßen Spielplan ord­nungsgemäß zur Durchführung zu bringen.

1. Kreisoffene volkstümliche Wettkämpfe desMänner-Tum-Vereins

Wie schon berichtet, finden am kommenden Samstag und Sonntag die ersten kreisoffenen

Wettkämpfe des Männerturnvereins auf dem VfB.°Waldsportplah statt. Diese Veranstaltung verspricht ein großes sportliches Ereignis zu wer­den. Dis jetzt sind schon über 300 Wettkämpfer und Wettkämpferinnen der D. T. und der D. S. B. gemeldet. Don den über 30 Vereinen, ine bis jetzt ihre Teilnahme zugesagt haben, sind in erster Linie zu nennen: Polizei Frankfurt, Stadt­sportverein Frankfurt, Turngesellschaft Koblenz, Turngesellschaft Offenbach, Turngesellschaft Darmstadt, Turnverein 1860 Dad-Nauheim usw., sowie die Turn- und Sportvereine unserer Stadt Gießen (Tv. 1846, MTV., A.Tv. Rheinfranken, SP. Vg. 1900, VfD., Deutsche Iugendkraft, Uni­versität und Reichswehr. Von diesen Vereinen sind verschiedene Teilnehmer hervorzuheben: Frl. Becker vom Stadtsportverein Frankfurt als Kreis- sowie süddeutsche Landesmeisterin in Weitsprung und 100-Meter-Lauf, die auch süd­deutsche Hochschulmeisterin im 100-Meter-Lauf ist und bei den vor 14 Tagen veranstalteten Deut­schen Frauenmeisterschaften in Magdeburg sich bis in den Endlauf durchringen konnte. Ferner ist Jakobs vom Frankfurter Sportverein, als süd­deutscher Meister im Sechskampf und 5. Sechs­kampfsieger von den deutschen Meisterschaften, so­wie Acker, Frankfurt, der 10-Kampf-Kreis- meifter, gemeldet. Eine glänzende Besetzung zeigt der 3000-Me ter- Lauf, wo sich die alten Rivalen Fornoff, der Kreis- und süddeutsche Landesmeister, und Schaaf von der Sp. Vg. 1900 Gießen treffen werden. Von den übrigen Teil­nehmern sind noch besonders hervorzuheben: die weit über die Grenzen des Kreises bekannte Hoch­springerin und Mehrkämpferin E. Bickel- Haupt vom MTV. Gießen, der bekannte Mittel­streckler Mog, Bad-Nauheim (süddeutscher Mei­ster im 800-Meter-Lauf), und sein Dereinskame- rad Wiener (Kreismeister im Speerwurf), fer­ner Gugel vom VfB. Gießen (in der 5-Besten- Liste der D. S.B. Dr.M ö ckelm a nn hat für Hochspringer gemeldet, Gerhard, Sp. Vg. 1900, der erst am vergangenen Sonntag beim ^-Kilo­meter-LaufQuer durch Dortmund" als über­legener 1. Sieger durchs Ziel gehen konnte, star­tet ebenfalls.

Arbeiter-Turn- und Sportbund.

Rieder-Florstadt I Gießen I 6:1.

Gießen war zum fälligen Serienspiel am ver­gangenen Sonntag in Nieder-Florstadt zu Gast. Von: Anstoß ab entwickelte sich ein flottes aus­geglichenes Spiel. Beide Hintermannschaften be­kamen reichliche Arbeit. Nach dem Wechsel ließ Gießen merklich nach. Die Einheimischen fanden sich dabei mit den trostlosen Plahverhältnissen besser ab und errangen einen sicheren Sieg.

Schwalheim! Wieseck l 8:2.

Das Spiel brachte eine ilcberrafdmng. Schwal­heim erwies sich auf eigenem Platze als ein schwer zu schlagender Gegner. Die Wiesecker konnten sich mit den schlechten Plahverhältnissen nicht abfinden. Sm Verlaufe von zwanzig Minuten konnten die Einheimischen durch Fernschüsse den Hüter der Gäste siebenmal überwinden. Dann erst kam Wieseck auf, gestaltete das Spiel offener, aber erst nach dem Wechsel konnten (Halbzeit 7:0) zwei Tore aufgeholt werden, während die Plah- besitzer um ein weiteres Tor auf 8:1 erhöhten.

Wirtschaft.

Dorschußkrediie

auf Geireide-LieferungSveriräge.

Zur weiteren Erleichterung der Finanzierung der Getreideernte ist die Möglichteilt eröffnet worden, daß auf abgeschlossene Lieferungsver­träge über Roggen, Weizen und Gerste inländi­scher Herkunft neuer Ernte Dorschuhkredite gewährt werden, und zwar, soweit Lieferungen und Vorschüsse über Warengenossenschaften in Frage kommen, durch die Getreide-Sndustrie und -Kommission AG-, Berlin, soweit Lieferungen und Vorschüsse über den Getreidehandel in Frage kommen, durch die Zentrale deutscher Getreide­kreditbanken AG-, Berlin. Die Deutsche Renten­bank-Kreditanstalt gewährt für Wechselkredite, für derartige Bevorschussungen auf Lieferungsver­träge eine Zinsrückvergütung von 6 Prozent der Wechselsumiüe, auf das Sayr berechnet, für die Dauer der Laufzeit der Wechselabrechnung, so­weit sie nicht über sechs Wochen hinausgeht. Wird der derzeitige Reichsbankdiskontsatz von 10 Prozent herabgesetzt, erfährt der Rückver- gütungssah die gleiche Ermäßigung.

Oeffentlich-rechtliche K redit- an ft alten für baldige Wiederauf­nahme desDörsenhandels. Die im Ver­band Deutscher öffentlich-rechtlicher Kreditanstal­ten zusammengeschlossenen Cmissionsinstitute be­schäftigten sich mit der Wiederaufnahme des Dörsenhandels. Die Auffassung ging dahin, daß nach erfolgter Senkung des Lombardsahes und noch Abschluß der Stillhalteverhandlungen die notwendigsten Voraussetzungen für die Wiederaufnahme des Dörsenhandels er­füllt sind. Snzwischen haben die Snftitute auch Vorbereitungen getroffen, um denjenigen De- sitzern ihrer Emiffionswerte, die gezwungen sind, ihre Effekten flüssig zu machen, die Aufnahme von Lvmbardkrediten zu erleichtern. Es ist zu hoffen, daß es durch die Erleichterung des Lombardkredites gelingen wird, das Entlastungsbedürfnis der Effektenbesiher der Aufnahmefähigkeit des Marktes anzupassen und hierdurch einem Verfall der Rentenbörse vorzu­beugen. Desondere Verhandlungen sind einge­leitet worden, um ein Effekten angebot auf dem Gebiet der sozialen Versicherungsträger zu ver­meiden. Nachdem sich auch die Kurse der deut­schen Auslandemissionen von ihrem Tiefstand er­holt haben, sind die öffentlich-rechtlichen Cmis­sionsinstitute der Ansicht, daß die Wiederauf­nahme des Dörsenhandels im Snteresse der Wirt­schaft bald erfolgen sollte.

' Roggen-Ausfuhrregelung. Die Verordnung für die Regelung der Ausfuhr und des Reimportes von Roggen wird, wie WTB.- Handelsdienst erfährt, ebenso wie die entsprechende Verordnung für Weizen mit dem 24. August in Kraft gesetzt werden. Die Regelung erfolgt völlig parallel zu der für Weizen getroffenen. Die Ausfuhr bleibt auf die Zeit bis 31. Dezember 1931 beschränkt, während die Wiedereinfuhr ohne jede Einschränkung bis 31. Suli 1932 vorgenommen Werden kann. Dei der Wiedereinfuhr ist unter Nachweis des Exportes einer entsprechenden

Rvggenmenge ein Zoll von 1 Mk. je Doppel­zentner zu entrichten.

* Die Einfuhrbewilligung für Stick st vfferzeugnisfe. Zu der Verord­nung über die Einfuhrbewilligung für Stickstoff­erzeugnisse wird von unterrichteter Seite darauf hingewiesen, daß angesichts der großen Preis- verwüftungen auf dem internationalen Stickstoff­markt einige Nachbarländer, so Frankreich und die Tschechoslowakei, bereits zu Einfuhrverboten für Stickstofferzeugnisse geschritten find. Wenn Deutschland jetzt feine Maßnahmen ergriffen hätte, würde die Gefahr eines derartigen Preissturzes beftanöen haben, daß die deutsche Stickstoffindustrie in die schwierigste Lage geraten wäre. Die An­gebote lagen zum Teil schon 40 Prozent unter den bisherigen Preisen. Die Regierung war daher gezwungen, durch die Verordnung von Einfuhrbewilligungen die große wichtige Stick- stosfindustrie vor dem Erliegen zu bewahren.

* Antragsergebnisse der öffentli­chen Lebensversicherungs-An st alten im Juli 19 31. Bei den im Verbände öffentlicher Lebensoersicherungsanstalten in Deutschland zusam­mengeschlossenen öffentlichen Lebensversicherungs- anstalten sind im Monat Juli dieses Jahres 13 913 Versicherungen mit über 23,1 Millionen RM. Ver­sicherungssumme in der Lebensversicherung ein­schließlich der Bausparversicherung beantragt wor­den.

* Das Kasseler Dankhaus Damms L-Streit insolvent. Das im Sahre 1863 gegründete angesehene Kasseler Dankhaus Damms & Streit hat seine Zahlungen eingestellt. Wie wir von der Bank erfahren, haben die Schal­ter infolge der Zuspitzung der allgemeinen wirt­schaftlichen Verhältnisse geschlossen werden müs­sen. Lieber die zu ergreifenden Maßnahmen wird noch verhandelt.

* Der Arbeit geberverband der Holzindustrie zur Lage. Die in Leipzig versammelten Vertreter der Bezirks- und Landes- Verbünde des Arbeitgeberverbandes der Deut­schen Holzindustrie und des Holzgewerbes nah­men zu der, insbesondere durch die Notverord­nungen geschaffenen Lage eingehend Stellung. Das holzverarbeitende Gewerbe, das schon seit längerer Zeit mehr als andere Gruppen unter der Depression zu leiden hat steht vor dem Zusammenbruch zahlreicher Be­triebe, der nicht aufzuhalten sein wird, wenn nicht ganz einschneidende Notmaßnahmen zur Entlastung der Wirtschaft unverzüglich ergriffen und durchgeführt werden. Allseitig wurde von den Vertretern zum Ausdruck gebracht, daß, wenn die gegenwärtigen Verhältnisse auch nur noch kurze Zeit andauern, in Holzindustrie und Holzgewerbe mit ihren mehreren 100 000 Klein- und Mittelbetrieben viele bisher s e l b - {laubige Existenzen der Vernichtung an» heimfallen und aus dem Wirtschafts­leben ausgeschaltet werden, das sie bisher mit erhalten und befruchtet haben. Dor allem wird gefordert: einschneidende Minderung aller sozialen Lasten, Herabminderung alter Ausgaben der öffentlichen Hand und Durch­führung größtmöglichster Sparmaßnahmen, Min­derung der zur Zeit unerträglichen Steuerlasten,

Bereitstellung von Mitteln für die Aufrechterhal­tung der 'Betriebe zu erträglichem Zinssatz. Er- olge die schon so oft zugesagte Hilfe jetzt nicht, o werden umfangreiche Detriebsschließungen im )olzverarbeitenden Gewerbe die notwendige Folge ein.

Neuer Kleinwa gen der Adam Opel AG. .Rüsselsheim. Die Adam-Opel- werke brachten einen neuen 1,2-Liter-Vierzylin- der-Wagen auf den Markt, bei dessen Konstruk­tion sie bemüht waren, ein Modell zu schaffen, das bei wirtschaftlichster Raumaufteilung und -ausnuhung einen Kleinwagen mit niedrigstem Anschaffungspreis und Llnterhaltungskosten bar- tellt. Die Gesellschaft erhofft, durch diesen neuen Wagen, der mit den billigen Auslandswagen durchaus konkurrieren könne, vor allem eine wei­tere (Steigerung ihres Exportabsatzes.

Schweinemarkt in Friedberg.

Der gestrige Schweinemarkt stand im Zeichen eines lebhaften Geschäftes. Der Auftrieb betrug 592 Stück und wurde bis auf einen kleinen Re'st abgeseht. Cs wurden bezahlt für sechs Wochen alte Tiere 10 bis 15 Mk., für sechs bis acht Wochen alte Tiere 15 bis 20 Mk. und für acht bis zwölf Wochen alte Tiere 20 bis 30 Mk.

Schweinemarkt in Wetzlar.

Auf dem gestrigen Schweinemarkt waren 511 Ferkel und 16 Läufer auf getrieben. Trotz guten Desuchs war das Angebot größer als die Nach­rage. Der Handel war zuerst schleppend und wurde dann lebhafter. Die Preise bewegten sich in den bisherigen Grenzen. Cs verblieb nur ge­ringer Lieberstand. Bezahlt wurden für fünf Wochen alte Ferkel 11 bis 15 Mc., für sechs bis acht Wochen alte Ferkel 16 bis 22 Mk., für neun bis zwölf alte Ferkel 22 bis 24 Mk. je Stück. Läufer und Springer kosteten 35 bis 50 Mk. je Stück.

Berliner Produktenmarkt.

Berlin, 19. Aug. Weizen ist eher etwas reich­licher offeriert, es besteht zwar weiterhin gute Nachfrage sowohl seitens der Mühlen als auch für Exportzwecke; höhere Preise als gestern sind je­doch nich-t zu erzielen und am Lieferungsmarkte er­gaben sich sogar bei ziemlich geringen Llmsähen kleine Preisabschläge. Roggen ist auf Grund der nunmehr geschaffenen Ausfuhrmöglichkeit, das An­gebot ist nach wie vor klein, und wenn auch das Exportgeschäft gegenwärtig keineswegs großen Umfang hat, so wirkt sich die Befestigung doch in Anbetracht des spärlichen Offertenmaterials ziem­lich stark, nämlich in Preissteigerungen von 2 bis 3 Mark aus. Weizenmehl ist bei unveränderten Preisen weiter ziemlich vernachlässigt; Roggen- mehl, in den Mühlenforderungen um 0,25 Mark erhöht, in etwas lebhafterem Geschäft. Hafer ist weiter vom Konsum ziemlich gut gefragt, erhöhte Forderungen der Verkäufer find im allgemeinen schwer durchzufetzen. Die Lieferungspreife für Hafer stellten sich um 2 bis 3 Mark höher, da im allgemeinen mit der Schaffung von Export­möglichkeit gerechnet wird. Gerste still. Es notier­ten (1000Kilo): Weizen, märk., 222 bis 224 (fest), September 232 bis 233. Oktober 231,50 bis 232; Roggen, märt, 169 bis 171 (sehr fest),

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 20. Aug. Auftrieb 158 Rin­der, 1014 Kälber 165 Schafe, 859 Schweine. Es wurden notiert: Kälber: beste Mast- und Saug­kälber 54 bis 58 Mark, mittlere Mast- und Saug­kälber 49 bis 53 Mark, geringe Kälber 42 bis 48 Mark; Schafe: Mastlämmer und jüngere Mast- hämmel (Weidemast) 42 bis 46 Mark, (Stallmast) 34 bis 41 Mark. Schweine: oollfleifchige von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendaewicht 53 bis 57 Mark, von etwa 200 bis 240 Pfund 53 bis 57 Mark, von etwa 160 bis 200 Pfund 52 bis 57 Mark, flei­schige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 50 bis 53 Mark. Marktverkauf: Kälber und Schafe ruhig, ausverkauft, Schweine ruhig, geringer Ueberstand.

Devifenmarkl Berlin Frankfurt a. M.

Banknoten.

19. August

20. August

Amtliche Notierung

Amtliche Dotierung

Geld

»rief

Geld

»rief

Helsingsor» . Wien....

10.587

10,607

19.59

10,61

59,19

59,31

59.17

59,29

Prag . . .

12,47

12,49

12,47

12,49

Budapest . .

73.43

73,57

73,43

73,57

Sofia . . .

3,057

3,063

3,057

3.063

Holland . .

169,78

170,12

169.78

170,12

ÖSIo....

112.49

112,71

112,49

112,71

Kopenhagen.

112.49

112,71

112,49

112,71

Stockholm .

112.54

112,76

112,54

112,76

London. . .

20,45

20.49

20,45

20,49

Buenos Aires

1,196

1.200

1,173

1,177

Neuyori . .

4,209

4,217

4.209

4.217

Brüslel. . .

58,62

58.74

58,73

58,85

Italien. . .

22,05

22.09

22,05

22,09

Paris . . .

16,495

16,535

16,495

16,535

Schweiz . .

81,82

81.98

81,86

82,02

Spanien . .

36,71

36,79

37,16

37,24

Danzig. . .

81.67

81,83

81,60

81,76

Japan . . .

2.078

2,082

2,078

2,082

Rio de Ian..

0,259

0,261

0,264

0,266

Jugoslawien. Lissabon . .

7,423

7.437

7.393

7.407

18,55

18.59

18,55

18,59

Berlin, 19Auaust

Geld

Brief

Amerikanische Noten.......

4,20

4,22

Belgijche Noten.........

58.48

58.72

Dänische Noten.........

112.23

112.67

Englische Noten.........

20,395

20,475

Französische Noten........

16,465

16,525

Holländische Noten........

169,36

170,04

Italienische Noten........

21,96

22,04

Norwegische Noten........

112,23

112,67

Deutsch-Oesterreich, A 100 Schilling

59,09

59,33

Rumänische Noten........

2,47

2,49

Schwedische Noten........

112,28

112,72

Schweizer Noten.........

81,64

81,96

Spanische Noten.........

35.74

35,63

Ungarische Noten .......

72,85

73,15

Büchertisch.

Hans Roger Madoll »Ferdinand von Bulgarien". Der Traum von Byzanz mit 16 Bildtafeln und einem fafimilierten Brief, Preis in Leinen 10 Mk. (Verlag Universitas, Deutsche Verlags AG.. Berlin W 50.) (269) Fer­dinand von Bulgarien gilt als einer der inter­essantesten Persönlichkeiten unter den gekrönten Häuptern der Vorkriegszeit. Er müßte nicht ein Koburger sein, um nicht auch in dem Rufe zu stehen, ein außerordentlich tüchtiger Geschäfts­mann zu sein. Das hat ihm erst vor kurzem, als die Subventionen erneut zur Sprache tarnen, die das Deutsche Reich ihm nach Bulgariens Eintritt in den Krieg gewährt hat, manch harten Tadel eingetragen. Vielleicht doch nicht ganz mit Recht, denn der Exzar hat ein immerhin sehr beträcht­liches Vermögen das Haus Koburg-Kohary gehörte zu den reichsten Dynastien des alten Europa durch die Beteiligung Bulgariens am Kriege auf Seiten der Mittelmächte verloren, weitere Vermögenswerte gingen durch den un­glücklichen Ausgang des Krieges und den poli­

tischen Umsturz in der Donaumonarchie ebenfalls verloren. Man begreift also, daß der Zar sich berechtigt fühlte. Entschädigungen zu verlange» und die verschiedenen republikanischen Regierun­gen des Reiches haben ja auch mindestens eine moralische Zahlungsverpflichtung anerkannt. Wenn dieser alles andere als erfreuliche Anlaß die Persönlichkeit Ferdinands wieder für einen Augenblick ins Helle Rampenlicht rückte, so ver­dient doch der Zar um seiner außerordentlichen, schon Geschichte gewordenen Leistungen für Land und Volk der Bulgaren die eingehende Würdi­gung. die ihm das Buch von Madoll zuteil wer­den läßt. Leider kommt dabei u. E. das Persön­liche, das bei Ferdinand doch eine ausschlag­gebende Rolle gespielt haben dürfte, sehr zu kurz. Auch das innerpolitische Wirken des Zaren, dem Bulgarien seine Existenz als moderner Staat verdankt, tritt allzusehr zurück gegenüber der breiten Darstellung außenpolitischer Verwicklun­gen, wie sie namentlich um die Anerkennung Fer­dinands als Fürsten von Bulgarien und um die Llnabhängigkeitserklärung des Landes entstanden waren. Das reiche Archivmaterial, das offenbar dem Verfasser zur Verfügung gestanden hat, mag ihn verleitet haben, jedem Fad^r dieses diplo­matischen Knäuels nachzuspüren. während uns heute im Rückblick auf diese Epoche die Erkenntnis der großartigen Leistungen des Zaren beim Auf­bau seines Landes wesentlicher erscheint. Mit dieser Einschränkung ist das Werk Madolls eine geradezu spannende Lektüre, zeigt es doch, wie ein Mann, der von seiner Umgebung anfangs weit unterschätzt wird, sobald er vor eine lohnende Aufgabe gestellt wird, zu einer bedeutenden Per­sönlichkeit ausreift, die mag sie auch in vielen Farben schillern doch, nehmt alles nur in allem, durchaus Züge großen Formats trägt, wie es unter den Häuptern der Dynastien des alten Europa immerhin selten war.

Hindenburg. Von F. W. Schaafhau- s e n. (Verlag Eugen Diederichs, Sena. Geb. 2,80 Mark.) (112) Der Verfasser gibt mit schlichten Worten ein Lebensbild des großen Soldaten und Staatsmannes, 'das Hindenburgs Werdegang vom jungen Offizier bis zum weltberühmten Heer­führer des Weltkrieges und zum deutschen Reichs­präsidenten zeigt. Dabei wird die Persönlichkeit Hindenburgs dem Leser in eindrucksvoller Weise nahegebracht. Möchte das Buch viele Leser und Freunde finden.

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bi* 12.33 Uhr, 16 bi» 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen

Anzei^enaustrage sind lediglich an die Geschäfts stelle zu richten.

Gewinnauszug

Nachdruck verboten

Ohne Gewähr

18. August 1931

8. Ziehungstag

In der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne

über 400 M. gezogen

89647

55097

14 ®etoinne zu 3000 M.

342819

130641

169831

289671

271086

182 OctD.nne ju 500 M.

164666

153322

175329 182727

280168 "287487

In der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne

über 400 M. gezogen

185633 239471

188120

248224

20212

55100 104600 160670

198582

253337

284021

305983

334973

361622

16602 39712

53372

93456

127241

166293 184304 212019

261126

296383

318255

346527

366775

389997

109045

163601

207779

260723

284245

306977

338802

363307

162739 184451

214819 265502 297021

319705 348535

368133 390476

101340

137073

169311

184990

220855

266562

299546

325737

348780

378189

393707

119279

167734

238433

263225

286814

319572

347619

383980

308174

326715

353563

384486

398003

193371

251850

268661

290941

328214

350041

396542

313687

328810

359054

386513

398264

195616

251893

277631

294305

334254

350417

182805 201815 256712 290800 314729 329079 36476Ü 388673 399237

112414

169374

223973

271039

392215

167943

245608

266716

287093

325162

347894

385776

5. Klasse 37. Preußisch-Süddeutsche (263. Preuß.) Staats-Lotterie

106014 108184 120248

------ ------ 154886

60302 78166 82762 86240 89852 96720

------ ------ 136481 138624 152724

139032 141665 148404 158940

174802 194096 139480 215582

233389 235365 255577 267888 270830

- ------ 321882 327267 349773

uvv 1922 3944 5722 16550 18398" 19747 23671 33062 35313 37912 45155 45328 47250 48809 50373 52078 54813 67117 76930 82410 84406 91190 96064 -**«««-

123105

Ans jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden

Abteilungen I und II _________

140061 251435 311689 342819

72 Gewinne,u 2000 M. 5221 20765 23421 26462 36374 46924 52131 57127 64854 75375 85999

6 Gewinn. ,u 10000 M. 258471 293736 314120

2 Gewinn, iu 5,000 M. 92780 - - ----41774

"130'Gewinn, 1000 M. 2789 8031 8248 11761 ---- 26113 28160 32754 43027 46516 54606

161367

160364

43631

125518

176746

221232

257510

274148

334181

355905

210006

250549

273175

311176

353030

382942

193887

241924 271111

306846

352918

379536

141433

178182

227405

263737

278401

334385

360914

183116

228410

266150

284647

336807

373789

231442

267040

295395

346558

374125

108 ®Ä7u° 1000 M- 27168 28707 36329 42927 51772 53125 65129 89272 108369 117801

142924 149021

----- 184184

2 Gewinne zu 100000 M. 277601

2 Gewinne zu 10000 Dl. 50603

4 Gewinne zu 5000 M. 42841 105298

4 Gewinn« zu 3000 W. 24357 83155 ... .

58 Gewinne zu 2000 W. 4044 6551 13418 58446 83599 8578I 125721 155788 167097 173389 202205 2209188B2553057276876 277199 286543 292819 OQARA7 998944 311483 316048 32dd3o JJdooo Ä SSt'28 . 362907363666 375640 378945

136292

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125033

149646 188852 209979 240814 274508

292073 312838 337390 361706 392239

161736 189412

210523 242919

275590 301898 314601

343707 369750 394661

169083 192936 212567 255279 277644 306980 315346 346168 375418

397109

180626 195523 217104 257822 279250 310347 323053 348663

381141

124133

148999

188641

208876

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266170

290174

312766

326070

354431

391241

94369 ! 119592 148383 186369

206904

226263 263557

286885

310819 323700

352752 387396

Gewinne ,u 600 W. 15635 21509 22924 25293 qiARß 34189 38061 39463 40268 49794 61409 77376 77849 79023 82893 83592 89562 90345 ---* 95023 108430 111309 113455 113907 119285

Im Gewinnrade verblieben: 2 Drarnicn zu fe 600000, 2 Gewinne zu je 500000, 2 zu je 300000, 2 zu je 200000, 2 zu je 100000, 6 zu je 75000, 6 zu je 50000, 26 zu je 25000, 140 zu je 10000, 356 zu je 5000, 718 zu je 8000, 2118 zu je 2000, 4250 zu je 1000, 6918 zu je 500, 21078 zu je 400 M.

GEGEN: KOPFSCHMERZ MIGRÄNE NEURALGIE ZAHNSCHMERZ

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