Ausgabe 
20.8.1931
 
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SJ.Jpor/

1. R.

fraß und Auswinterung besonders stark betroffe­nen Acckern mehr Unkraut wie Roggenhalme zu

Handballpflichtspiele 1931/32 im Turngau Hessen (OT.)

___________nebr Linkraut wie Roggenhalme zu finden waren. Wie im Herbst beim Karwffelhacken brannten während des Roggenschnittes die Lin­krautfeuer auf den Feldern. Demgegenüber trägt die Sommerfrucht sehr gut ein. Den Hackfrüchten ist das feuchte Wetter gut bekommen. Futter- runkeln und Kartoffeln zeigen einen Stand, der eine reichliche Ernte verspricht.

Kreis Marburg.

Dellnhausen (Kr. Marburgs. 19. Aug. Am Dienstagabend ereignete sich in unserem Dvr'e auf der Frankfurt-Kasseler Straß« ein schwerer LlnglückSfall. Das zehnjährige

Bergfest

im Lahn-Oünsberg-Gau.

Als Abschluß der diesjährigen Leichtathletik-Saison kam am Sonntag auf der Sportplatzanlage des Turnverein- Launs- bach das Bergfest zur Durchführung. Die Vor­bedingungen zu der Deranstaltung waren zwar, durch daS Wetter beeinflußt, nicht besonders gün­stig, die Leistungen wurden dadurch allerdings kaum gedrückt. Etwa 350 Turner und Turnerinnen traten zu den Wettkämpfen an. Zu erwähnen sind die Leistungen im 100-Meter-Lauf, wo nicht weniger als drei Turner unter 12 Sekunden liefen. Der Sieger Schiefer stein (Launsbach) vollbrachte durchweg die besten Leistungen. Er durchlief die 100 Meter in 11,5 Sekunden, erzielte im Kugelstoßen über 9 Meter, sprang über S Me­ter weit und war im Hochsprung mit 1,60 Meter der Beste. Dank der guten Vorbereitung durch den Turnverein Launsbach und den Gausportwart Winter war die Veranstaltung bereits um 12 Llhr reibungslos abgewickelt. Am Rachmittag bewegte sich ein Festzug durch die geschmückten Straßen des OrteS. Rach der Ankunft auf dem Festploh turnte die Gaurieae an Reck, Darren und Pferd und zeigte ganz hervorragende Leistungen. Die Veranstaltung wurde weiter umrahmt von Keulen­schwingen der LaunSbacher Turnerinnen, Kunst­fahren des Arbeiter-RadfahrervereinS LaunSbach und zuletzt durch die Austragung deS Stabhoch­sprungs um den Festpreis deS Turnvereins Launsbach Den Sieg errang Gaumeister Wilhelm Be pler (Kinzenbachs mit der ganz vorzüglichen Leistung von 3,40 Meter. Zweiter wurde Groß- Haus (Lollar) mit 3,20 Meter. Zum Schluß nahm Gausportwart Winter (Launsbach) nach einer Ansprache deS zweiten TumwartS Wag­ner (Lollar) die Preisverteilung vor.

Oie Ergebnisse

(im Auszug wiedergegeben).

s. Deutscher Ausllandlehrertag in Darmstadt.

WSR. Darmstadt, 18. Aug. Wie alljährlich so versammeln sich auch in diesem Jahre wiek^r die im VinheitSverband deutscher AuSlandlehrer und -lehrerinnen vereinten und die ganze Welt umspannenden AuSlandlehrer in Darmstadt. Die 5. Tagung findet vom 21. bis 23. August statt. Reben der praktischen Arbeit für den Berus oder für die Wahrung der DerusSinteressen steht im Mittelpunkt der Tagung die akademische Feier­stunde am Samstag im Städtischen Saalbau, die, von der Darmstädter Lehrerschaft veranstaltet, ganz tm Zeichen Goethes stehen wird.

Klafft A Aktive (1912 und früher): Schieferstein, Launsbach, 74 P.; 2. f). Grohhaus,

kvrpS war. Die letzten Worte des Märtyrers waren: .Kameraden, zielt mir ins Herz und ge­horcht euren Offizieren!" Lo endete km Leben dieser seltsame Mann deutschen Blutes der m feinem blinden IdealiSmuS ein wahrer Don Qui­chotte der russischen Revolution war.

zahluna gelangt. Auch die Sparkasse sei glatt über die Schwierigkeiten hinweggekommen. Der Anfang dickes Jahre» reftlo» ausgeglichene Etat fei durch die Verschlechterung der Lage und durch da» An- wachsen der Erwerbslosenziffern nach und nach in» Gleiten gekommen. Gegenüber einer Zeitungsmeldung, die von 12 Millionen Defi­zit gesprochen habe, sei seflzustellen, daß cs bi»bcr überhaupt noch nicht möglich sei, Zahlen zu nennen, da die Entwicklung noch gar nicht zu übersehen fei. Erft wenn die Unsicherheit und Unübersichtlichkeit gewichen fei, fei e» möglich, ein genaue» Programm aufjuftellen. Trotzdem könne aber fchon gesagt wer­den, daß die Verschlechterung im Skat in die Millionen gehe Wenn nicht bald von Reichs wegen eine Aenderung de» 6i)ftcm» der Wohlfahrt,Unterstützung eintrele, muffe mit einer Katastrophe in der Finanzlage der Städte aerechnel werden. Weitere Ersparnisse, fo fuhr der Oberbürgermeister fort, könnten in Frankfurt nur auf Kosten der Substanz geben; dennoch müsse weiter in erheblichem Umfange gespart wer- den da sonst die Kassen der Stadt g e- schlossen werden müßten Der Oberbürger­meister verlangte weitgehende Hilfe vom Reich und insbesondere eine Neuregelung der Arbeitslosenver­sicherung zur Entlastung der städtischen Finanzen.

I. Wetzlar, 17. Aug. Der Evangelische Sängerbund, Landesverband Hessen-Rassau, feierte hier am Sonntag sein Landesver­band S se st. Etwa 1200 Sänger und zahlreiche Gäste nahmen daran teil. Am Vormittag fand im Dom ein Festgottesdienst statt, in dem Direktor Pfarrer Stuhrmann, Godesberg, die Zestpredigt hielt. Di« H a u p t f e st v e r f a m m - I u n g am Rachmittag in den städtischen Anlagen am alten Friedhof wurde mit einem Vorspiel der Posaunenchöre und einem Begrüßungswort deS Vorsitzenden, des Landesverbandes Oberlehrer Welker, Dillenburg. eröffnet. Pfarrer Schmidt, Wetzlar, begrüßte im Ramen der Kir­chengemeinde Wetzlar. Direktor Pfarrer Stuhr­mann hielt die Festansprache. Durch herein­brechende Regenschauer muhte sodann das Fest in den Dom verlegt werden, der aber die Teil­nehmer bei weitem nicht faßte. Unter der bewähr­ten Leitung von Hauptlehrer P e r tz . Soest, tru­gen die vereinigten Maffenchöre eine Reihe von Liedern vor. die tiefen Eindruck hinterließen. Stadtmissionar Schmidt hielt die Schluß­ansprache. in der er auf Zweck und Ziel des Evan­gelischen Sängerbundes hinwies. Das Fest nahm einen echebenden Verlauf.

-x. Aus dem Kleebachtal. 19. Aug. Die regnerische Witterung der letzten Tage wirkt sich bereits für die Getreideernte ungünstig aus. Die noch teilweise zum Trocknen auf der Erde liegende Sommerfrucht fängt an zu keimen. Das Einfahren des Gctteides sowie die stellenweise schon im Gange befindlichen Druscharbeiten finden eine unfreiwillige Unterbrechung. Die Druschergebnisse des Roggens sind nicht sehr günstig. Viele Land­wirte ernten kaum die Hälfte ihres durchschnitt­lichen Zahresertrages. da auf den von Mäuse-

jährigen A-Klasse aufgestiegenen Mannschaften von Tv. Heuchelheim. Tv. Eappel, Tv. Eölbe. Tv. Goßfelden und Tv. Kirchhain.

3m 1. Sv i elbezi r k kämpfen um die Grup­penmeisterschaft: Mtv. Dietzen, Tv. Heu­chelheim. Tv. Großen-Duseck, Tv. Als­feld, Pvlizei-Spv. Butzbach. Hier wird eS ein spannendes Rennen »wischen dem Mw. Gießen und der sehr spielstarken Butzbacher Poli­zei geben, bd dem die übrigen CBereine nicht all­zuviel zu bestellen haben dürften. Tv. Grohen- Buseck, einst der gefürchtetste Gegner in der Mei­sterklasse. hat an feiner Spielstärke verloren, und Tv. AlSseld und der Reuling Tv. Heuchelheim ha­ben ihr Meisterklassen-Können noch unter Beweis zu stellen.

Der 2. Spielbezirk dürfte als die spielerisch ausgeglichenste Gruppe der Meisterklafse anzu- spr«hen sein. T.- u. Spv. Butzbach. Tv. 1846 Gießen, Tgm. Friedberg und die DSB.- Dereine VfL. Wetzlar und SpVg. 1900 Gie­ßen bringen ziemlich gleichwertige Mannschaften in- Feld, so daß hier eine Voraussage auf den wahrscheinlichen Sieger nicht gut möglich ist. Da­gegen dürfte im 3. Spielbezirk, in dem Tv. Cappel, Tv. Eölbe, Tv. Goßftloen, Tv. Kirchhain und T.- u. Spv. Marburg spielen, der letztere alS vorauSsichtlicher Sieger anzusprechen fein. Seine Gegner besitzen, mit Ausnahme von Kirchhain, noch keine Meisterklassenstärke.

Daß die aufstrebende Handballbewegung immer weitere Kreise erfaßt, sieht man an der starken Beteiligung in den unteren Klassen. 3n der

A-ftlafk

bewerben sich in 4 Spielbezirken insgesamt 22 Mannschaften um den Ausstieg in die Meister- klasse.

Zum 1. Spielbezirk sind folgende Vereine eingeteilt: Tv. Allendorf (Lahn), Sp.Dg. 1 900 Dießen 11., Tv. Münchholzhausen ft, Tv. Treis a. d. L., Tv. Wetzlar VfL

toärtig sind überall die Dreschmaschinen in Betrieb. 3m allgemeinen kann di« Körner­ernte als gut bezeichnet werden We^n keine ungünstigen WitterungSeinflüsk eintreten, wird unsere Gegend auf eine groß« Obsternte rechnen Knncn. Lehr ftari sind Äpfel- und Birnbäume behangen. Selbst die Z w e t f ch e n werden einen befriedigenden Ertrag bringen. Mirabellen werden gegenwärtig geerntet Die Händler be­zahlen 15 Mark für den Zentner. Ganz unge­wöhnlich starken Behang zeigen die Ruß- bäume, die in unserer Gegend in vermehrtem Maße angebaut werden. Die Hackfrüchte, Dickwurz und Kartoffeln, haben sich sehr gut ent­wickelt

Lrcis Vüdingcn.

Ridda. 16. Aug. Die Bevorzugung von leuchtenden Farben beim äußeren Ausputz der Häuser, tote sie tn den vorausgehenden Jahren gang und gäbe war, ist heute kaum noch vorhanden. Man entscheidet sich wieder für den unauffälligen Farbton, wie er in den verschiedenen Schattierungen deS ©rau an neu hergerichteten HauSsronien zum Ausdruck kommt. Zweifellos wirken dick einfachen Farben im Bunt der Straßenfront zurückhaltend und vor­nehm und harmonieren mit dem Grün von Baum. Strauch und Rafen, die dem Bild deS Klein» städtchcns oder deS Dorfes mehr oder weniger daS Gepräge geben.

Y 2i 6 be t g , 17. Aug. Bei der Zwangs- ner Weigerung der Grundstücke der O b e r hessischen Müblenbauanstalt Forth & ®rün, D. m. b. H. in Lißberg, ist Gustav Grün II. in Lißberg Meistbietender geblieben und werden ihm diek Grundstücke einschließlich der Fabrikräume mit sämtlichen Maschinen und son­stigem Zubehör au einem DersteigerungserlöS von 15 955 Mk. zugeschlagen.

Mrcie Schotten.

?" Eichelsdorf, 19. Aug Wegen Lln ter­schlag u n a von Dersicherungsgeidern wurde der Agent Herbst gestern in Frankfurt am Main verhaftet Die Veruntreuungen sollen eine Höhe von 8000 Mk. erreichen. Herbst war früher Werkmeister im Himmelsbach- schen Sägewerk zu Ridda, wo er wegen dienstlicher Vorkommnisse zur Entlassung kam. Er siedelte hieraus nach EichelSdors über, wo ihm eine Wohnung in dem stillgelegten Zweig­werk der Himmelsbachschen Holzindustrie Aur Verfügung gestellt wurde. Hier verlegte er sich auf Versicherungen und wurde Agent der ver­schiedensten Gesellschaften. Die eingehenden Prämien verwandte er für sich Als ihm der Boden zu heiß wurde, verlud er in ver­gangener Woche seine Möbel, um mit unbekann­tem Ziel zu verschwinden. Indessen war man seinen Llnterschlagungen auf die Spur gekommen, worauf er in Frankfurt erkannt und verhaftet wurde.

Kreis Alsfeld.

# Nieder-Gernünden, 19.Aug. Auf seiner Studienreise durch Europa kam dieser Tage Ministerrialdirektor Dumitru B o b i n a auch in unsere Gegend. Irn Auftrag der rumänischen Regierung machte er sich bereits in Dänemark, Hol­land, Belgien, Frankreich und Norddeutschland mit dem Stand des Genossenschaftswesens und der Tier­zucht bekannt. Hier galt sein besonderes Interesse der Geflügelzucht. Unser bekannter Züchter Otto So edler hat bereits vor Jahren Rassegeftügel nach Rumänien geliefert und der Gast interessierte sich für alle von Herrn Soedler gezüchteten Tiere. Ebenso wurden die Anlagen, Ställe usw. eingehend

dem Ohmtal, 18. Aug. Die un­gewöhnlich schlechte Witterung hat der Wei­zen- und besonder- der Haferernte hier sehr geschadet. Roggen und Gerste kamen wohlbehalten in die Scheunen. Einen Teil des HaferS muh man als verloren betrachten. Roggen und Gerste hat man zu dreschen begonnen. DaS seuchte Wetter hat sich allerdings für die Rü­ben- und Krautäcker sehr günstig ausgewirkt. Die Dickwurz stehen sehr gut. Auch die Quantität der Grummeternte wird befriedigen. Kartoffeln stehen ungleichmäßig.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

Lollar, 68; 3. O. Echardt, Haufen, 67; 3. L. Rohn, Kelsterbach, 67; 4. K Heiß, Wieseck, 66; 4. W. Speier, Odenhausen, 66, 5. A Baier, Niederroßbach, 65; 6. A.Best, Waldgirmes, 64; 6. O.Dietz, Lollar, 62 Punkte.

Klasse v Jugend Oberstufe (1913 und 1914): 1. H. Pfaff, Keffelbach, 87 P.; 2. Fr. Balser, Reiskirchen, 84; 3. W. Braun Daubringen, 82; 4. G. Brecht, Eberstadt, 79; 5. H. Dcchert, Eberstadt, 78; 5. E. Frank, Lollar, 78; 6. K. Klein, Lollar, 77; 6. Ph. Krämer, Eberstadt, 77; 7. W. Weber, Albach, 76; 7. K von der Heid, Hausen, 76; 7. W. Will, Rut­tershausen, 76; 8. W. Herbert, Steinbach, 75; 8. 2L Strauß, Kesselbach, 75; 8. K. Jäger, Reiskirchen, 75 Punkte.

Klasse C Jugend Unterstufe (1915 und später): 1. Ehr Möbu», Reiskirchen, 113 P.l 2. H. Biehl, Lollar, 103; 3. H. Weimar, Daubringen, 101; 4. Fr. Kern, Eberstadt, 99; 5. Ad. Dieter, Eber­stadt, 95; 6. H. Dock, Allendorf, 93; 6. W. Schwarz, Allendorf, 93; 7. A. Klinkel, Lollar, 92; 7. G. Som­mer, Friedberg. Fauerb., 92 Punkte.

Klasse E Turnerinnen (Oberstufe): 1. Emmi Reinhardt, Launsbach, 82 P.; 2. Wilma Schleenbecker, Kinzenbach, 78; 3. Anna Pfeiffer, Launsbach, 77; 4. Elisabeth Seipp, Lollar, 69 Punkte.

Klasse F Turnerinnen (Unterstufe): 1. Minna Laß, Wieseck, 94 P; 2. Herta Kutscher, Col­lar, 92; 3. Elli Felde, Staufenberg, 87; 4. Elfriede Lemp, Mainzlar, 82; 4. Liselotte Parlow, Lollar, 82; 5. Erna Bittendorf, Mainzlar, 80 Punkte.

Klasse D Altersstufe über 40 Iahrek 1 H. Michel, Daubringen, 28 Punkte. lieber 3 6 Jahre: 1. K. Gissel, Waldgirmes, 71; 2. ®. Herrmann, Wißmar, 59; 3. K. Same», Hausen, 57 Punkte. Bis 3 5 Jahre: 1. W.Hosmann, Alten-Buseck, 93 P.; 2. K. Agel, Lollar, 83; 3. H. Römer, Wieseck, 79; 4. K Scherer, Wieseck, 75; 5. K. Buchner, Hausen, 74; 5. H. Ruppenthal, Hausen, 74 Punkte.

Stabhochsprung um den Festpreis de» Iv. Launsbach.

1. W. Bepler, Kinzenbach, 3,40; 2. H. Grotz- hau», Lollar, 3,20; 3. H. Zu lauf, Kelsterbach, I 3,10 Meter.

Die bereits in anderem Zusammenhang kurz mitgeteilt worden ist. haben am 16. August im Turngau Hessen die DerßandSspiele im Handball begonnen. Die Beteiligung an der Runde ist in allen Klassen gegen daS Vorjahr krotz der auch die Leibesübung treibenden Ver­eine stark bedrückenden Wirtschaftsnot weiter ge­stiegen: ein Beweis für die stetige Fortentwicklung de- Handballspiels, das heute selbst In den klein­sten Landvereinen Eingang findet. Insgesamt sind 76 Mannschaften an den Pflichtspie­len 1931 32 beteiligt.

Al» erfreuliche» Ergebnis der Einigungsoer- handlungen zwischen Turnen und Sport ist zu buchen, daß erstmal» die im Gaugebiet be- stehenden DSv.-Handballmannschaften der Spvg. 1900 Giehen, de» VfL. Dehlar und de» Polizei-Spv. Vuhbach an der Runde beteiligt sind.

Lim eine Lleberlastung der einzelnen Mann­schaften zu verhüten und eine schnellere und ein­wandfreiere Durchführung der Rundenspiele zu gewährleisten, sind die einzelnen Klassen in Spiel­bezirke eingeteilt . 3n der

Meisterklafse

bewerben sich 15 Vereine um den Titel des Gaumeisters. 3n drei Spielbefirken werden zu­nächst die Besten herausgespielt, die nachher in Vor- und Rückspielen den Gaumei st er er­mitteln. Dieser verttitt dann den Gau bei den Aufstiegspielen zur Kreisklasse, in der vom Gau Hessen Tv. Wetzlar und der vorjährige Dau- meister, Tv. Wetzlar-Rieder-GirmeS. bereits spie­len. Den vorjährigen Dauzweiten, Tv. 1860 Bad- Rauheim, vermißt mam leider in der heurigen Gaurunde. Bedauerlich ist auch, daß die recht rührige Mannschaft des Tv. Lauterbach nicht mehr mit von der Partie ist. Außer den oben­genannten DSV.-Mannschaften begegnen wir al» Reulingen in der Meisterklafse den cruS der vor-

Oberheffen.

Landkreis «ictzen.

tz Alten-Buseck, 18. Aug Bel der am Sonntag sta «gefundenen Beigeordneten- wahl erhielt der fcitbcnge Beigeordnete Canb- tolrt Wilhelm Finkmtt 369 Sttmrnen die Mehr- beit. Der von der Komrnumstischen Partetauf- gestellte Gegenkandidat Karl 6eufing erfnelt 207 Stimmen. Die Sozlaldemofiattfche Pari« hatte von der Ausstellung eines Kandidaten Ab­stand genommen. Die Wahlbeteiligung betrug etwa 70 v. H der Wahlberechtigten.

- r berg , 16. Aug. Da» Wetter war für unter 10. Mission-fest nicht sehr günstig; trotzdem konnte da» Fest mit einer großen Fest- gemeindo am vergangenen Sonntag gefeiert wer­den. Die Däfte, die nicht nur au» dem Kirchspiel, sondern auch aus Orten der weiteren Umgebung erschienen waren, waren so zahlreich, daß unter geräumige» Gotteshaus, da» für die sieben Ge­meinden be» ursprünglichen K rchsp.els erbaut ist. überfüllt war. Der Festgoltesdienst mußte wegen drohendem Regen im Gotteshaus gehal.en ©er­ben. Dei"Gesangverein Döbelnrob sang zwei Lie­der. ber Dolaunenchor Bersrod begleitete ben Ge­meinde gelang und brachte noch mehrere Ehörc zu Gehör. Festprediger war Missionar Walther (Beuern», der es verstand, die Missivnsaufgabe der Demcinbe al» ihre Ausgabe anS Herz zu legerr Die Rachversammlung fand im sog. vand- garten. einem Obstgarten neben ber Kirche, an der Stelle, wo einst da» Kloster ftanb. statt. 3n einfacher Weise war hier für Sitzgelegenheit ge­sorgt und eine kleine Kanzel errichtet. Pfarrer D ö l l eröffnete die Versammlung bann sprach ber Dekan des Dekanates Drünberg, S ch m i b t (Orünbergi. DegrüßungSworte und f<bärfte in längeren eindrücklichen Ausführungen die Mttsi- onSpflicht in unserer Zett, im Blick auf die Gott- losenvropaganda, ein. Gin Regenschauer erzwang die Verlegung der Versammlung in» Gotteshaus. Hier sprach Missionar Walther über Glau- benssiege und gab dazu interessante Beispiele an­der Mission und seiner Tätigkeit al» DolkSmissiO- nar. Da» Schlußwort sprach Pfarrer D ö l l. er dankte ben Gästen, die trotz de» Wetter- sich so zahlreich eingefunden hatten, ferner besonder- dem Polaunenchor Ber-rod und dem Gesangverein Gö­belnrod und allen, die da- Fest verschönten.

r. G r o ß e n - L i n d e n . 18. Aug. Am Sonn­tag beging die hiesige Kleinkinder^ chule ihr 2 a h r e »s e st. Unter dem Geläute der Glocken begaben sich die Kinder, geschmückt mit Kränzchen und Blumensträußen, unter der Füh­rung der Schwester nach der Turnhalle. Rach c nein gemeinsam gelungenen Lied hielt Pfarrer Germer eine Ansprache, in der er allen Freun­den der Schule, insbesondere auch dem OrlS- vorstand, für bie Hilfe und Förderung dankte. Lieder und Spiele ber Kinder ernster und hei­terer Art füllten den Rachmtttag Die Erwach­senen hatten sich zahlreich eingefunben und nah­men lebhaften Anteil.

U Robheim a. d. Horloff. 18. Auy. Auf dem Schießstand be- hiesigen Kleinkaliber­schützenverein» wurde da» Krei» schie­ßen be» Kreise» Dießen- Süd auSgetra- gcn. Die unter ber umsichtigen Leitung be» KreiSschießleiterS Otto Mvmberger. Rob­heim. stehenben Wettkämpfe gliederten sich in zwei Klassen. 3n beiden Klassen wurden vorzügliche Leistungen erzielt. ES erhielten in Klasse I (Iungschühen): Rodheim a. d. Horloff 309 Ringe und damit die KreiSmcisterschaft; 2. Obborn- Hofen 300 Ringe. Die besten Schützen dieser 2lb- tcilung waren; Friedrich Groß, Obbornhofen, 72 Ringe; Hugo Kröll. Rvdheim, 72 R.; Otto Roth, Obbornhofen. 70 R.; Wilhelm Mom- ber gcr, Rodheim. 69 R.; Robert Huber, 'Bil­fingen, 67 R. In Klaffe H (Altschützen) wur­den folgende Ergebnisse erzielt: 1. Robheim a. d. Horloss, 345 Ringe; 2. Villingen 345 R.; 3. Ob­bornbolen 339 R. Die höchste Ringzahl in bieser Klasse errangen: Wilhelm Walther, Obborn­hofen, 85 R., und Wilhelm R i ck l a S, Rodbeim, 82 R. Di« vom Verband gestifteten beiden Eyren- scheiben erschossen in Klaffe I Hugo Kröll. Robheim, in Klaffe 11: Erich Hofmann, Rob­heim a. d. H. Am Gruppenschießen beteiligten sich: Obbornpofen. Villingen, Holzheim, Ober- Bessingen. Holzhausen unb Robheim a d. H., am Einzelschiehen nahmen 7 Schützen teil. Sämt­liche Sieger und Sieaergruppen werden nun um bic Daumeisterschaft, die am 7. Sep­tem ber in Marburg ausgettagen wird, schießen. Die von hiesigen Schulsindern für den .Verein für daS Deutschtum im AuSlande" (V. D. A) durchgeführtc Sammlung ergab 7.40 Mk.

Kreis Friedberg.

WSR. Butzbach, 19 Aug. Auf dem ifraefiti- schen Friedhof im benachbarten Griedel waren zwei Drabmäler umgeworfen und ein Mal beschädigt worden, ferner hatte man auf dem Grabmal de» Adolf Bär ben Rachnamen auS- aekraht unb vor daS Adolf ein .Heil" gelebt fo daß die Inschrift .Heil Adolf" lautete. Die An­nahme. es handle sich um einen politischen Ro- heitSakt, erwies s-.ch alS falsch. Als Täter wurden vielmehr zwei elfjährige Schüler ermit­telt, die die Tat ein gestanden hab.n und angaben, dazu weder von einer Partei noch von einer bestimmten Person angestiftet zu fein.

DGR. Friedberg. 19. Aug. Der auf den 5. und 6. September d. 3. für hier angesagte 1 3. Delegiertenta g deSHesfischenRoten Kreuzes ist laut einstimmigem Beschluß des Landesvereins und des Landesverbandes in An­betracht der wirtschaftlichen Rotlage abgesagt worden.

WölferSheim, 20. Aug. Wie unS von Assistenten des LergrcttS Pros. Dr. S a u e r aus Charkow (USSR.) mitgctcut wirb, wurde Prof. Dr. S a u c r, der vor einem Jahre feinen Wir­kungskreis nach Ruhlanb verlegte, vom obersten Dvlkswirtschaftsrat der Llkraine mit der Bear­beitung und Erschließung der ukrai­nischen Braunkohlenlager sowie hoch- toeniger Tonlatzer mittels Großtagebauen mit Ab­raum- Förderbrücken beauftragt.

I Aus dem hessischen Taunus, 18.Aug. Die Erntearbeiten sind in den letzten Tagen m» Stocken geraten. Korn und Gerste sind zwar »um größten Teil eingeerntet, jedoch stehen Hafer tntb Weizen teils auf Hausen, teils am Halm oder liegen zum Trocknen auf dem Boden. Degen-

Mädchen eines hiesigen Landwir.'es. das hinter einem Futterwagen herging, wollte antchemend an diesen vorbei, wurde aber von einem an­der emgegengefetzten A chtung kommenden Ham­burger "21 uiD angefahren. Di« 2nfassen be» Kraftwagens verbrachten das unglückl.che K»nd noch am gle.chen Abenö in bie Marburger Kllnik, wo eine Gehirnerschütterung und ein A r m b r u ch kstgestellt wurde.

Maingau.

Frankfurt a. M, 18. Aug. (DSN.) Ta» Raubdezernat ber Frankfutter Kriminalpollzei hatte am Montag einen großen Tag. E» gelang brr Po­lizei, bie vier Mitglieber einer Banbe sestzunehrnen, bie seit Wochen planmäßig pattrnbe Automobile beraubten. C» bandelt sich um vier al» arbeitsscheu bekannte Burjchen namens Arnbt, Reimer, Moni unb Reinholb, benen bei ihren Raub­zügen eine ganze Menge Sachen in bie Hänbe ge­fallen ist. U. a. beraubten sie am Samstagmitlag bas Auto eines Italieners, wobei sie eine Brillant- nabel, eine Uhr, Kleiber, Wasche usw. erbeuteten. Das Diebesgut verduften bie Burschen an zweifel­hafte Leute in der Altstadt. Bei ihrer Festnahme durch die Kriminalpolizei wurde bei den Burschen eine große Anzahl geraubter Getzenstände ermittelt und slchergestellt. Die Kriminalpolizei sucht nunmehr diejenigen Leute, die von der Bande, deren Anführer Arndt gewesen ist, gestohlenes Gut gekauft haben. Sie bittet diese in ihrem eigenen Interesse, sich frei­willig bei der Polizei zu melden.

Die Finanzlage der Stadt Zrankfnrt.

Frankfurt a M., 18. Aug. (WSN.) Der ersten Sitzung ber Stadtverordneten nach ben Ferien lagen Anträge verschiebener Ausschüße über bie Finanz- läge ber Stadt foroie bie Lohn- unb Siedlungspoli­tik vor. Oberbürgermeister Dr. Landmann wies in einer längeren Mede daraus hin, daß die Stadt infolge ihrer gesunden Finanzlage die Schwierig- feiten Mitte Juli glatt überwunden habe. Die Ge- Hölter und Löhne seien rechtzeitig voll zur Aus-