Ausgabe 
20.7.1931
 
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und seine offenbare Aufrichtigkeit seien sehr ge­würdigt worden und jedesmal, wenn er die Lage in Deutschland geschildert habe, sei ihm mit großer Aufmerksamkeit zugehört worden. -Zwi­schen ihm und Laval sei von ihrer ersten Unterredung an ein Verhältnis gegen­seitigen Vertrauens hergestellt worden, was erheblich zu dem Fortschritt der Vorbe­ratungen beigetragen habe.

Die Agentur Havas teilt noch mit, daß wäh­rend der letzten Unterredung des Reichskanzlers mit Ministerpräsident Laval nach dem Diner im Außenministerium der Reichskanzler eS als ein tragisches Moment in den deutsch-fran­zösischen Beziehungen bezeichnet habe, daß die beiden Rationen das gleiche Wort nicht in der gleichen Minute sprechen könnten, und diese Worte hätten bei Laval starken Anklang gefunden. Wenn die Pariser Reise der deutschen Minister auch noch bedauerlicherweise nicht eine sofortige Hilfe für Deuts chl and bringe, wie es ja auch vorauszusehen gewesen sei, so würden die deutschen Staatsmänner doch in Erkenntnis der Schwierigkeiten beider Regie­rungen Paris mit dem Bewußtsein verlassen, eine wirkliche Entspannung in den Be­ziehungen beider Länder erreicht zu haben.

Hendersons Rückkehr.

Die Vorbereitungen zur LondoncrKonferenz

London, 20. Süll ($11. Funkspruch.) Hen­derson, Stimson und Mellon sowie Mitglieder der amerikanischen Abordnung trafen am Sonn° tag fahrplanmäßig um 22.50 Uhr aus Paris in London ein. Auf dem Bahnhof wurden sie vom Ministerpräsidenten Macdvnald, dem

französischen Botschafter, und dem amerikani- f scheu Botschafter in Brüssel, Gibsvn, empfangen. SttmsvA, und Mellon begaben sich in daS Hhde- park-Hotel. Henderson erklärte, er habe, als er nach Paris gegangen sei, mit der Möglichkeit ernster Verwicklungen gerechnet und hab« kaum erwartet, innerhalb der wenigen Tage -Zeuge derartig plötzlicher Derän derungen zu sein. In togelanger Arbeit, die manchmal bis tief hinein in die Rächt gedauert hab«, seien Entscheidungen von sehr großer Bedeutung getroffen worden. Rach seiner Ansicht könne die Bedeutung einer deutsch-französischen Annähe­rung (rapprochement) für Europa und für die ganze Welt nicht hoch genug veranschlagt werden. Die in Paris gefundene Annäherung habe ihren Teil zur Vorbereitung der kommenden Londoner Konferenz beigetragen.

Trotz der späten Abendstunde begab sich Hen» derson noch nach Downing Street, wo er mit dem Premierminister eine lange Besprechung hatte. Heute, Montag, wird eine Sondersitzung des Kabinetts abgehalten, um die Tagesordnung für di« heute abend um 6 Uhr beginnende Kon- ferenz zu entwerfen.Rews Ehronicle" meldet, es verlaute, daß auf der heutigen Eröffnungs­sitzung der Siebenmächtekonferenz die britischen Delegierten Vorschläge machen werden, die eine s ofvrtige Inangriffnahme der prak­tischen Fragen zur Folge haben würden. Auf der heutigen Kabinettssihung würden diese Vorschläge endgültig gebilligt werden. Auch er­warte man, daß der Premierminister Schritte tun werde, um sicherzustellen, daß seine Vorschläge die Zustimmung aller politischen Parteien des Landes haben.

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Von Paris nach London

Oie englische presse beurteilt die Lage günstig.

London, 20. Juli. (WTB. Funkspruch.) Die Londoner Morgenpresse begrüßt die Pariser Berichte über eine grundsätzliche Vereinbarung zwischen Deutschland und Frankreich und würdigt eingehend die Bedeutung der heute in London beginnenden Siebenmächte-Konferenz.Daily Mirro r" sagt, die Konferenz werde ein glücklicheres Kapitel der europäischen Geschichte eröffnen, vorausgesetzt, daß man die Lehren der letzten Wochen begriffen hat. Die Großmächte müßten sich klarmachen, daß der Zusammenbruch einer einzigen von ihnen auch den Ruin aller anderen bedeute.Daily Expreß spricht von rücksichtsloser Politik Frankreichs gegen- über seinen Schuldnern und drückt die Erwartung aus, daß Snowden nicht dulden werde, daß Eng­land neue Opfer aufgebürdet würden.D a i l y Telegraph" sagt in einem Leitartikel, die Tat­sache, daß die französische Teilnahme an der Lon­doner Konferenz bis zum Vormittag der Eröff­nungssitzung zweifelhaft geblieben sei, stehe ohne Vorgang da. Es entspreche aber dem, was man in den vier Wochen seit Bekanntgabe des Hoover- planes erlebt habe. Das Blatt fragt, wie es denn mit den politischen Bedingungen der französischen Regierung stehe, deren Charakter so­wohl die britische, als auch die amerikanische Regie- rung entschieden ablehnten, und kommt zu dem Schluß, daß man anscheinend hoffe, außerhalb der Konferenz eine Vereinbarung zwischen Frankreich und Deutschland zustande zu bringen, die für beide Länder annehmbar sei.Daily Herold" berichtet: Abgesehen davon, daß jetzt der Zusammentritt der Londoner Konferenz gesichert ist, besteht guter Grund für die Hoffnung, daß alle unmöglichen Forderungen an Deutsch­land aufgegeben werden, und daß es möglich 'sein wird, die Grundlage einer Vereinbarung so- . wohl hinsichtlich der finanziellen Bedingungen einer * Anleihe, als auch einer politischen Formel zu finden, - die die Franzosen befriedigen wird, ohne Deutschland zu demütigen.

Gestern war nicht mehr die Rede da­von, politische Garantien von Deutschland zu verlangen. Die Idee eines politischen Moratoriums auf der Grundlage, datzwährendfünfIahren kein politisches oder diplomatisches Abenteuer" unternommen werden soll, wo­

durch die Ruhe Europas gestört werden könnte, beherrscht das Bild, aber mit dem wichtigen Un­terschied: eine solche Zusicherung soll nicht nur von Deutschland, sondern von allen euro­päischen Teilnehmern an der Kon­ferenz gegeben werden, und es soll allen anderen europäischen Ländern freistehen, dieser Zusicherung beizutreten. Es ist Henderson zu danken, daß jetzt möglicherweise aus den pa­riser und Londoner Besprechungen ein Fünf­jahrplan europäischer Befriedung erfolgen wird.

Times" meint: Der Schluß des Pariser Kom­muniques, wonach sich die Londoner Konferenz nur mit der Prüfung der finanziellen und wirt­schaftlichen Krisis in Deutschland befassen solle, habe gleich in London einige Ileberraschung ver­ursacht. Tie Aufgabe der Konferenz derart fest­zulegen, sei offenbar unvollständig, denn ihr unmittelbares und dringendes Ziel sei nicht so sehr die Prüfung der Krisis, als vielmehr die Entwicklung von Methoden zu ihrer Behebung. Die erste und dringendste Frage, die erledigt werden müsse, sei die, wie man ein« finanzielle Katastrophe vermeiden könne, von der nahezu jedes Land in geringerem oder größerem Maße in Mitleidenschaft gezogen wer­den würde. Aber es wär« nahezu zwecklos, eine Lösung des Problems durch bloße Erleichterungs- mahnahmen zu versuchen, di« di« darunter liegenden Ursachen unberührt ließen und somit keine Sicherheit gegen eine baldige oder sogar periodische Wiederkehr derselben Schwierigkeiten schaffen. In Wahrheit können Beschlüsse, die sich nur auf ein« zeitweise Erleichterung beziehen, keine dauernde Lösung von dem Hebel bringen, an denen Europa leidet. Die allererste Aufgabe der versammelten Dele­gierten wird die Prüfung sein, welche Maß­nahmen ergriffen werden können, um Deutsch­land über die schw>ierige nächste Woche hinwegzuhelfen. Menn Deutsch­land und Frankreich sich tatsächlich über die besten Methoden für eine sofortige Erleichterung eini­gen, werden andere schwerlich Anstoß daran nehmen oder ihrer unverzüglichen Durchführung Hindernisse in den Weg legen.

Der erste Eindruck der pariser presse.

»Die Früchte der Annäherungspolitik noch nicht reif."' - »Oie Wandlung der Atmosphäre ein gewaltiger Fortschritt-.

Paris, 20. Juli. (WTB. Funkspruch.) Die Stellung der Pariser Morgenpress«, di« im Grunde genommen di« deutsch-französische Aus­sprache in ihrer großen Mehrheit mit Sympathie verfolgt hat, zeigt sich nunmehr, da konkrete Ergebnisse während der kurzen Pariser Ver­handlungen nicht erzielt wurden, zurück­haltend. Der offiziöse Petit Parisien erklärt: Der Besuch Dr. Brünings und Dr. Cur- tius' in Paris behält trotz des Fehlens posrtrver Ergebnisse seine hohe Bedeutung.Petit Journal" (Blatt Loucheurs) schreibt: Ein deutsch-französisches, in ausführlichen Wendungen abgefaßtes und dauerhafte Garantien bietendes Abkommen kann nicht in zwei Tagen er­zielt werden, das ist die Lehre aus dem Experi­ment, welches die Regierungen von Berlin und Paris versucht haben. Die Verständigung in einer Hals über Kopf herbeigeführten Verhand­lung erzwingen zu wollen, war wohl ein löbliches, jedmh auch ein äußerst gewagtes Unternehmen. Man kann nicht sagen, daß es gescheitert ist und auch nicht, daß ein Erfolg vorliege.

Die Früchte der Annäherungspoli- tik stehen vielleicht kurz vor ihrer Reife, aber sie sind noch nicht reif. Reichskanzler Dr. Brüning reichte uns die Hand. Wir er­greifen sie. Das ist nur eine Geste in einer Stunde, wo es der Handlungen und Berpflich- tungen bedarf. Aber immerhin eine Geste, die die schlechten Leidenschaften besänftigt und d i e Hoffnung leben läßt. Das gestern aus- gegebene gemeinsame Kommunique besagt, daß auf beiden Seiten der gute Wille f o r l b e st e h t. 3n Paris hat man die politische Seite des Vertrauensproblems mit Offenheit angeschnitten. 3n London wird man es in seinem vollen Umfange prüfen.

Journal" (not.) erklärt: Im Grund genommen kommt in der gemeinsamen Erklärung unzwei­deutig zum Ausdruck, daß man gewillt ist, an

der Hoffnung festzuhalten. Aber man verheim- nicht nicht, daß keine Schwierigkeit ge- l ö st worden ist. Man hat einen Q3er » trauenskredit für die Zukunft e'r - öffnet, nichts weiter.M a t i n" da­gegen schreibt, wenn man daran denke, daß bisher weder in den Zeiten des kaiserlichen Deutsch­lands noch in denen der Republik «in deutscher Regierungschef nach Paris gekommen ist, und daß zwischen beiden Völkern eine anscheinend unüber­schreitbare Schranke durch die grausamen Er­innerungen stand, muß man zugebcn, daß i n z w e i Tagen die Atmosphäre sich völlig gewandelt hat. Beide Regierungen scheinen fest entschlossen zu sein, sich nicht durch dritte lenken zu lassen und ihre Meinungsverschieden­heiten unter vier Augen zu regeln. Das ist ein gewaltiger Fortschritt. Der Wortlaut, der nach reichlicher Heberlegung dem offiziellen Communiquö gegeben wurde, beweist überreichlich diesen neuen und entschlossenen Wil­len.Excelsivr" ist der Ansicht, daß der Gewinn der beiden Tage vornehmlich rein psycho- fegischer Art ist. Ein erster Schritt zur Aus­söhnung sei getan worden, und man dürfe an­nehmen, daß die deutsche Regierung der fran­zösischen Regierung, die sich nicht in sine starre Position einschliehen werde, weiterhin entgegen» femme.C r e R ouv e lle" (links) schreibt: Wir haben insofern einen Sieg errungen, als man tatsächlich zunächst über Politik ge­sprochen hat und sich morgen über das finan­zielle Problem auslassen wird. Wer wird davon Ruhen haben? Unbestreitbar der Friede und die internationale Zusammenarbeit.

Selbst wenn die Londoner Konferenz auf ge­wisse Schwierigkeiten stoßen sollte, wird die pariser Konferenz ihre Früchte fragen. Laval und Vriand haben mit Brüning und Lurtius gesprochen. Sie sind einig hinsichtlich der Not­wendigkeit, eine dauerhafte Zusammenarbeit

Die Ankunft der deutschen Minister in Paris. Die Begrüßung auf dem Nordbahnhof. Don rechts nach links: Unterftaatsfekretär Poncet, Reichskanzler Dr. Brüning, Ministerpräsident Laval, Außen­minister B r i a n b; ganz links, etwas verdeckt, Außenminister Dr. C u r t i u s.

zwischen Frankreich und Deutschland zu schaffen, und das wird Bestand haben.

Po Pulaire" (sozial.) erklärt: In England und Amerika lehnt sich die öffentliche Meinung genau wie in Deutschland nachdrücklich gegen eine Politik materieller Pfänder undsogenannterGqrantien auf, die La­val geltend machen will. Die gemeinsame Erklä­rung der deutschen und französischen Unterhändler sei nicht zu unterschätzen und man müsse wünschen, daß sie dazu beitrag«, die Beziehungen beider Länder zu sanieren und für London die no'wendige Zusamenarbeit vvrzubereiten.L' ordre" spricht von einer großen Hoffnung, die geweckt worden sei, es fordert aber, daß die französisch« Regierung wachsam bleibe.Figaro" (na­tionalistisch) spricht von einem vagen Programm für die Londoner Konferenz und davon, daß die

deutsch-französische Erklärung von mäßige» Liebe zeug«. Jeder habe Wert darauf gefegt; einen Mißerfolg zu vermeiden. Könne, man, so fragt das Blatt, von einer Verständigung spre­chen? Der Teil der gemeinsamen Erklärung, tu dem davon die Rede sei den deutschen Kredit zu einer Atmosphäre der Ruhe und der Sicherheit wieder herzustellen, sei absichtlich sehr vag» gehalten und lasse alle möglichen Auslassungen zu.Echo de Paris" (nationalistisch) schreibt: Wenn die deutschen Minister den fran­zösischen Ministern allein gegenüber gewesen wä­ren, dann würden sie vielleicht nicht so engherzig gewesen sein. Aber sie hätten gefühlt, daß hinter ihnen die Londoner Konferenz stehe und darauf gebrannt, das Innenmini sterium in Paris zu verlassen, um sich nach Dow­ning Street in London zu begeben, da die- ihrem Programm besserentspreche.

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Während der Verhandlungen mit der französischen Regierung nahmen Reichskanzler Dr. Brüning und Reichsaußenminister Dr. C u r t i u s in der deutschen Botschaft Wohnung. Oben links: Der Haus­herr, Botschafter v o n H o e s ch.

Graf Zeppelin" zm Fahrt in die Arktis geröstet.

Große Umbauten im Lustschiff.

Friedrichshafen, 20. Juli. (WTB.) Das LuftschiffGraf Zeppelin", das am kommen­den Freitag zu seiner für sechs Tage berech­neten Arktis-Fahrt aufsteigen wird, ist für die Zwecke dieser Fahrt so gut wie umgebaut, so daß schon in den nächsten Tagen eine fetzt« Werkstättenfahrt ausgeführt werden kann. Die Halle bietet das Bild einer Generalüberholung des Luftschiffes, denn diesmal handelt «s sich ja nicht um eine Passagierfahrt, sondern um eine wissenschaftliche Expedition. Die Passagiergondel ist äußerlich wle innerlich voll­kommen verändert. An Stelle des bisherigen Bodenbezuges ist eine wasserdichte gummierte Hülle getreten. Der Puffer ist verschwunden. Man baut einen stärkeren und größeren an, der eine Wasserverdrängung von etwa 5 bis 6 Ton­nen aufweisen soll. Der Peilring hängt jetzt 7 Meter unter der Dugspihe, weil die Peilver­suche gezeigt haben, daß ec zu nah« der Funk­station lag.

Reue Entlüftungsanlagen sind ange­baut, ebenso hat man zur Vornahme photogra­phischer Aufnahmen in einem Raum einer ziemlich weit nach hinten liegenden Schlafkabine einen Durchlaß-Schacht eingebaut. Ein solcher be­findet sich auch ungefähr in der Mitt« des Schif­fes. An diefer Stelle will der russisch« Luftfahrt- sachverständige Prof. Moltschanow einen gas- gefüllten Ballon von etwa zwei Meter Durchmesser ablassen. Dieser Ballon ist mit einem Gewicht beschwert, das beim Ausstoß auf das Eis automatisch ausgelöst wird. Man rechnet da­mit, daß dieser Ballon bis 15000 Meter a u f st e i g « n kann. Außer dem Mehapparat führt er einen besonders konstruierten F u n k - sender von größter Leichtigketi mit sich, der di« Wissenschaftler im Luftschiff drahtlos über die gemessenen Tempera tur- undFeuch-

Oie Polarausrüstung beendet.

tigkeitsverhältnisse unterrichten soll.

Für die Dodensorschung steht «ine Reihe trort Schlauchbooten zur Verfügung, die dieser Tage auf dem Bodensee ausgeprobt wurden. Auf diesen Gummischlauchbooten will man Eisschlit­ten, Zelte, Proviant usw. befördern. Außerdem stehen ein Rettungsboot aus Gummi und zwei Kajaks zur .Verfügung. Für die mag­netelektrischen Messungen ist unter Beseittgung sämtlicher Stählteile ein Schlafraum her gerichtet worden. Das Inner« der Pas- sagiergvndel, aus der sämtliche Möbel usw. entfernt sind, zeigt einen einzigen, zirka zwei Me­ter langen schmalen Ti s ch, zu dem aus leich­testem Metall noch Sitzgelegenheiten angefertigt werden. Ebenso ist der gesamte Proviant in der zweckentsprechendsten Weise mckergebracht, und um weiteren toten Ballast zu sparen, hat man sogar den größten Teil der Küche abmon­tiert. Man wird das Essen von Papptelfemi nähmen, um diese dann über Bord zu werfen. Drei Mannschaftsaufenthaltsräum« haben der Unterbringung der zahlreichen wissenschaftlichen Instrumente weichen müssen. Die Schlafräume sind verkleinert usw.

Das Luftschiff, das Zwischenlandungen in Berlin und Leningrad vornehmen wird, hat außer den 16 Fahrtteilnehmern 29 Mann Besatzung. Die gesamte Fahrtstrecke, die ja bereits bekannt ist, hat eine Länge boft 10 000 Kilometer. Wissenschaftlicher Gxpeditions- leiter ist Prof. Samoilowitsch, fein Adju- tat Hauptmann a. D. Bruns. In Leningrad sind von der russischen Regierung mit erheblichem Kostenaufwand die Vorbereitungen getroffen wor­den. Ein Schweizer und zwei amerikanische Ge­lehrte sind seit einigen Tagen schon in Friedrichs­hafen, neben den drei russischen Gelehrten, die ganz besonders für di« Durchführung der Fahrt