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maa Ihnen vte Aertte etne» peftflonferten Amis- bieiur» gäbe, ttxr Der Staat fühlt sich zu -nchts verpflichtet, zeigt der Generation der Schauenden deutlich, welches Schicksal einmal der Ihren harrt, wenn sie vom Idealismus nicht ablafsen.

Kürzlich kam zu mir «in bekannter Schriftsteller, dessen Werk niemand in der deutschen Literatur missen möchte. Obwohl er la bescheidensten verhält- nis,en lebt, ist er in Schulden geraten. Der Gericht»- Vollzieher pfändet in solchen Jollen Schreibmaschine und Schreibtisch. Man könne mit der Hand schreiben und brauche auch keinen Schreibtisch.

Ein onoerer Schriftsteller, der zwölf namhafte Bücher geschrieben hat. schlaft mit seiner Frau in der ousgeräumten Wohnung auf dem Fußboden.

Ein bekannter Lnriker und Kritiker liegt ohne jegliche M ttel im Krankenhaus. Alle feine Bücher sind vergriffen, Neuauflagen vorläufig unmöglid).

Eine junge Schriftstellerin lebt von Bouillon« würfeln und hartem Brot.

Ein Dichter lebt mit feiner Familie In einem keuchten Keller bei acht Mark wöchentlicher ®ol>l» fahrlsunterftünung. Ein anderer kampiert mit Fa­milie im Asyl und in Wartesälen.

Diese Reihe ist bis ins Unendliche zu verlängern. Die H.ljsorganisationen können nichts wesentliches tun. Denn die Mittel, die der Staat bewilligt, sind mehr al» gering. , .,

Wie diese Menschen, trotz der entsetzlichen Not, glauben und kämpfen! Wie sie immer wieder die Ncsignation überwinden, wie sie arbeiten, schossen, ihre Mission erfüllen wollen! Da lebt jetzt ein hoch« begabter junger Dramatiker mit seiner Frau und Kindern in einer Laube, in einer Laube, die keine Fenster, geschweige denn einen Ofen hat und schreibt ...ein Lu st spiel.

C» sind die besten Kräfte, die sich dem Elend immer noch nicht unterworfen haben, die sich nicht irre dadurch machen lassen, daß man sie al» Außen­seiter, al» Luru»geschüpfe betrachtet und vom Leben ausschließt. Aber auch diese besten Kräfte sind bi» auf den Rest verauegabt.

Selbst Schriststellern, die In der Oesfentttchkeit ersten^ Namen haben, ist e» sehr selten möglich, von den Einnahmen au» ihren Büchern In geord­neten Verhältnissen zu leben. Sie können es nicht, wenn sie frei und unabhängig bleiben wollen. Ord­nen sie sich einer Tendenz, einer Partei unter, so ist «» leichter. Einerpopulären" Idee dienen, an-

statt neue ju erzeuge*. da* ist der Weg - um "TO harte, schonungslose Worte, die ich hier äußere die Dmge müssen aber einmal deutlich gesagt werden Dir stehen vor der Frage, ob wir die deutsche Literatur einfach abbrechen wollen. Aendert sich nid)B an der Haltung der OefsenEich« ^Abcr Das {Boilern liegt tiefer. Wir stehen auf allen Lebensgebieten vor der Frage, ob wir die freie geistige Persönlichkeit überhaupt aucschalten wollen Ob wir überall anstelle des schöpferischen Menschen die Organisation, ob wir anstelle der Führung die Mittelmäßigkeit setzen wollen. Wir sind auf dem besten Wege dazu.

Wer jedoch erlebt, wie ungeheuer stark immer noch die schöpferischen Kräfte in unfe. rem Volke sind, kann nicht glauben, daß die Oessentlichkeit Ihren ungeheuren Irrtum in ihrer Einstellung gegenüber dem Geistigen nicht doch noch tauben. In Dachstuben und Kellern dämmert, bd Wasser und Brot, eine Generation junger, akti­ver Schriftsteller dahin. Trostlo» liegt die Zukunft vor ihnen. Keine Verzweiflung kann ihren Kampf beenden, die Tuberkulose tut es. ILnb in der- selben Weise vegetieren aus allen anderen Geistes­gebieten die schöpferischen, unabhängigen Menschen.

Ein Verleger- läßt einen bekannten Romanautor zu sich kommen und erklärt:Schreiben Sie mir einen Roman über diese» ober jenes Thema, mit diesen Pointen und jenem Schluß Da» wird die Leute Interessieren."Da» kann ich nicht", ruft der Dichter,ich habe meine eigenen schöpferischen Ideen." Achselzuckend entlaßt ihn der Verleger:Dann können Sie sich mit Ihrem Ma­nuskript die Wände tapezieren.

Dichtung und Kunst um ihrer selbst wil- len .. all da» ist Curu» geworden, unerlaubt und überflüssig. Und ift es in Wirtschaft und Politik anders? Wo gelingt es der schöpferischen Persönlich, (eit, sich über die organisierte Mittelmäßigkeit hin- "^eutsck/an^^hat im Laufe der Jahrhunderte Mte Zeiten Immer wieder durch die Führung e Kraft neuer geistiger Ideen und Menschen überwunden. Niemals aber war da» geistige Gut de» Deutschtum» ähnlich bedroht wie jetzt.

9ie29inWel931/32imWWn

Eigentlich sollte man über Selbstverständlichkei­ten keine Worte verlieren, und daß in Winter­not sich Winterhilfe regt, ist ja eigentlich eine Selbstverständlichkeit, ilnb doch ist es wie­derum in der gegenwärtigen Zeit, da vielfach eigene Not deS andern Not in den Hintergrund drängt, keine Selbstverständlichkeit, wenn ein solch großes Werk, wie da« der Winterhilfe, so er­folgreich durchgeführt werden kann! Oder ist e« wirklich eine Selbstverständlichkeit, wenn

in unserem kreise Gießen rund 1400 Zentner Kartoffeln von den Landwirten geschenkt werden, um Rot zu lindern und Hunger zu stil­len? Diese Zahl und die sehr große Zahl all der anderen Lebensmittel, die gegeben wurden, ist eigentlich nicht das Ueberwältigende an der Winterhilfe, sondern daß der Gedanke, der von dem StiftSpsarrer Draudt. Cid), dem Vor­sitzenden des KreiSauSschusseSWinterhilfe", in seinem Aufruf an die Gemeinden weitergegeben wurde:GcineinsameRoterfordertge- m e i n f a m e £> i l f c 1" zur Wirklichkeit wurde, da« macht die Größe der Winterhilfe im Kreise Gießen au«! Unsere Gemeinden erkannten die Rot und sie bildeten eine gemeinsame Front gegen diese Rot. Eine gemeinsame Front war c« ja auch gewesen, die sich die Durchfüh­rung der WinterhiUe zur Aufgabe gemacht hatte. Denn wie Im vorigen Jahre, so hatten sich auch diesmal d'.e freien Wohifahrt-ver- bände, Innere Rkission, Taritasverband, Is­raelitische Wohlfahrtspflege. Rote« Kreuz, Ar- beiterwoßlfabrt und Lhristltche Arbelterhilfe, zu- sammengeschlofsen, um in gemeinsamem Aufruf die Gewissen für die Rot de« Bruders zu wecken und um die Gaben der Rächstenliebe dem De- dürstigen zuzuführen. Für unsere Provinz Ober- Hessen war die Leitung der ganzen Hilfeaktion Der Inneren Mission übertragen, die durch ihre Evangelischen Kreiswohl- f a b r t « b l e n ft c mit Hilfe der anderen Ter- bände die Sammlung organisierte.

Im Kreise Dießen war unter dem Vorsitz von StistSpfarrer Draudt, Lich, der .Kreisaus- schuß Winterhilfe 1931/32 zusammengetreten, ein Aufruf zur Hilfeleistung wurde allen Gemeinden de« Kreise«, sowie allen Ortsvertretern der ge­nannten Verbände zugesandt. Die Sammlung, zu der aufgerufen wurde, erstreckte sich zunächst ein­mal darauf, durch Sammellisten sestzustellen, wie­viel Zentner Kartoffeln, Obst, Gemüse und an­dere Lebensmittel dem Ausschuß zur Verfügung stünden. Darüber Klarheit zu erhalten, war die erste Aufgabe, denn zugleich mit ihren Vorräten sollten die Gemeinden auch ihre Rot anmelden, damit ein Ausgleich geschaffen werden konnte.

Denn ein« sollte vor allem vermieden werden: die Ansammlung größerer Mengen von Lebens­mitteln auf einem Platz und die damit verbundene Gefahr des Verderbs. Unb da« darf mit Genug­tuung sestgestellt werden:

e» Ist gelungen, alle gesammelten Cebenemillet ohne Umwege den Bedürftigen schnell zukommen

zu lassen!

Die Gemeinden, die in unserem Kreise einen grüße- ren Bedarf an Lebensrnitteln, besonder» an Kar­toffeln anmclbeten, waren Gießen, Vieleck, Lollar Watzenborn-Steinberg und Hausen. Alle Wünsche und Bedürfnisse konnten befriedigt werden bzw. werden erfüllt

E» dürste allgemein interessieren, in welchem Maße fljf) die einzelnen Gemeinden unsere» Kreise» an der eammiung beteiligten. Darum sei In folgen- dem eine ZusainmcnstcUung der bisher durch­geführten Naturaliensammlung gegeben: (Die Zahlen bedeuten Zentner: K. Kartoffeln, M. - Mehl, G Gemüse. 0. = Obst, H. ° Hülsenfrüchte, Fl. = Fleischwaren, F. - Jett.)

Albach: 10 K.. 9 G., 8 O., 0,07 H.

Allendorj an der Lahn: 15 K., 5 G., 18 O., 0,04 H, 0,03 II., 0,15 F

Mendorf an der Lumda: 13 K, 0,40 TL, 0 (B, 10 H , 0,18 ÖL 0,07 Ö

Allertshausen: 15 K, 3 G. 3 0

Alten 2useck: 25 K , 0,26 TL, 15 G , 20 O , 1,16 H , 0,08 Fl., 0,10 F.

Annerod: 13 K , 0,10 TL, 44 S, 15 v., 0,66 H., 0 11 Fl. 0,13 F.

Bellersheim: 39 K., 8 G, S O, 0,03 H, 0,02 Fl., 0,02 F.

Beltershain: 8 K.. 6 G., 3 O.

Bersrod: 17 K., 8 G., 7 O., 0,48 H.

Bettenhausen: 13 K., 7 G.

Beuern: 30 K., 3 M., 15 ®., 19 O., 1 H, 0,46 QL,

0,20 F.

Burkhardsfelden: 4 K 4 G., 3 O., 0,90 H., 0,02 F.

Climbach: 10 K., 2 G., 10 O., 0,01 H, 0,02 Fl., 0,02 F., 5 Liter Del.

Dorf Gill: 17 K., 10 2 O., 0,05 H.

Eberstadt: 15 K., 0,05 M 5 G., 3 O., 0,05 Fl.

Ettingshausen: 33 K., 21 G., 14 D.

Garbenteich. 25 K., 0,65 TL, 7 G., 5 O., J H , 0,20 Fl., 0,14 F.

Geilshausen: 28 K., 17 G., 11 O.

Göbelnrod: 7 K., 2 G., 5 O., 0,24 H., 0,01 Fl., 0,06 F.

Gro^en Buseckö 33 K., 2 M., 27 ®., 26 O., 2 H.,

®roßervö(nben: 50 K., 0,35 M., 18 G, 20 O., 0.43 H., 0,37 Fl., 0,62 F.

Gruningen: 28 K. 9 G., 5 0.

Harbach: 4 5 G., 1 O-, 0,18 H.

Hattenrod: 25 K., 10 G., 12 O., 1 H.

Hausen: 6 K., 5 G., 2 O.

Heuchelheim: 21 K., 0,25 M., 21 G., 19 O., 0,24 H., 0,0.3 Fl. 0,22 F.

Holzhelm: 88 K., 0,74 M., 7 G., 15 O., 0,18 H.

Hungen: 24 K., 18 O., 12 H.

Inheiden: 9 K., 0,29 M., 8 G., 7 O., 0,62 H., 0,05 Fl., 0,07 F.

Kcsseibach: 9 K., 0,25 TL, 1,65 G., 7 O., 0,53 H., 0,08 F.

Klein-Linden: 16 K., 0,25 M., 11 G., 9 O., 0,20 H.. 0,23 Fl., 0,40 F.

Langd: 20 K., 0,07 TL, 9 ©., 4 O., 0,73 H.

Lang-Göns: 70 K., 1 M., 20 ©., 30 D.

Langsdorf: 28 K., 0,08 M., 7 ©., 6 O., 0,19 H., 0,03 Fl., 0.13 F.

Lauter: 3$ K., 6 TL, 8 V , 15 O., 0,78 H., 0,03 Fl.,

Lcchg!sLrn: 34 K., 0,25 TL, 6 ®., 11 O, 1,22 H, 0,11 Fl., 0.04 ft ,

Lich: 30 K, 0,65 TL, 14 G., 20 O., 1 H., 2 F.

Lindenstruth: 18 ft, 10 G. 7 O. a a Londorf. 23 K , 0,25 M., 2 Ä., 10 O., 0,20 H., 0,20 F.

Lumda: 12 K , 0,10 M., 5 G., 8 O., 0,25 H., 0,02 Fl.,

0,07 F.

Mainzlar: 6 K., 0,04 TL, 3 G., 4 O., 0,52 H., 0,11 Fl.,

0,05 F. E ... ,

Münster: 16 K., 0,20 M^. 6 ©., 11 O., 0,24 H. Muschenheim: 20 K.. 3 G., 1 O., 0,16 H. Nieder-Bessinaen: 19 K. 4 D., 5 £>., 0,06 H. Ronnenroty: 27 K-, 0,05 M., 16 G., 7 O., 0,44 H,

0,02 FL 0,02 F.

Obbornhofen: 25 K, 7 G., 3 D., 0,06 H. Ober-Dessingen: 25 «., 8 G., 10 O., 0,51 H. Ober-Hargern: 48 $1 9 G Odenhausen: 15 K, 0 G., 6 O.

Oppenrod: 7 Ä , 0,05 M., 5 G., 6 O-, 0^7 H. Quecköorn: . 6 K., 0,25 M 9 G., 23 O., 1 H., 0,07 y. Rabertshausen: 9 St., 8 G, 6 O.

Reinhardahain: 3 St, 4 G, 2 O.

Reiskirchen: 23 K-, 2 Tl 17 G., 16 O., 0^4 H. Rodheim: 8 K , 1 G., 5 O , 0,16 H.

Rödgen: 9 St, 5 G., 7 O., 0,14 H. 0,02 FL, 0,06 F. Röthges: 7 K, 4 G, 5 O-, 0^5 H.

Rudolngshausen: 22 St, 1 G., 1 O.

Ruttershausen: 2 K, 4 D.. 2 O.

Saasen: 17 St., 0,16 TL, 10 S, 1 O., 0,34 H, 0,14 FL, 0,65 F Ä

Staufenberg: 17 «, 6 G., 4 O., 0,44 H-, Oßl FL Steinbach 13 SL. 15 G., 10 D., 1 H., 0,17 F. Steinheim: 17 K, 0,10 M , 3 G, 1 O., 0,61 H., 0,01 F.

Stockhausen: nach Offenbach geliefert.

Trais Horloff: 9 St, 0,10 TL, 3 G., 1 O , 0,61 H., 0,01 F. -

Trotze: 2 K., 2 G^ 2 O-, 0,06 H , 0,08 Fl.

Utphe: 46 ST 3 G., 1 O.. 0.12 H.

Watzenborn-vtelnberg: 37 K-, 10 M., 9 G, 15 O., 2 H., 5^ FL, 23 R.

Weickartshain: 10 K , 2 6,3 0.

W.itershain: 24 K., 0,10 M , 10 G., 6 O. Wmnerod: 0,50 K, 2 G . 2 O.

Neben dieser Lcbensmittelsammlung läuft noch eine Geldlammluna. über die zu späterer Zell zu berichten fein wird. Da sie erst in wenigen Ge­meinden burdigeführt ist.

DI e wurden die Gaben verwendet?

6» Ist selbstverständlich, daß der Stadt Gießen der Hauptantetl an dieser Sammlung zukommen

mußte, wenn sie irgendwie die große Not lindern wollte. So wurden und werden

die meisten Sammellisten der Stadl Gießen übermittelt, die sich bann selbst die Lebensmittel holle, um sie sofort am nächsten Tage ;u verletlen.

Mit Dank feien hier die fleißigen Helfer der Stadt als vorbildliche Beifoleie genannt: Reichswehr, Brauerei Ihring-Melcylor, Brauerei Denntnghoff, unb vor allem wirkten in selbstloser Weise Mitglieder des Iungdeutschen Orden» und der Technischen Tot* Hilfe mit. Nachdem jede Gemeinde einen Teil der Lebensmittel zur Linderung eigener Not behalten hatte, konnte der Ueberschuß an Die schon genannten Gemeinden abaesührt werden, außerdem war e» möglich, einen Waggon mit Kartoffeln, Gemüse und Obst nach O s f e n b a ch senden zu können und einen ebensolchen nach Dem MädchentzcimGlauburg" In Nieder-Erlenbach. In einigen Gemeinden konnten die Lcbensmittel noch nicht abgeholt werden, teil» waren die Listen zu spat eingegangen, teils war noch keine Möglichkeit des Abholens gegeben. Während die Naturalsammlung zunächst für die eigene Gemeinde bestimmt war, muß die

(Belbfammlung

zunächst restlos an den KreisausschußWinker- Hilfe 1 9 3 1 3 2 Gießen-Land" abgesührt werden, Konto bei der Bezirksfparkasse Gießen. Na­türlich können und sollen von den Gemeinden An* träge gestellt werden, um Telle der gesammelten Summe wieder zu erholten, aber In erster Linie soll gerade In der Geldsammlung der Gedanke greifbar Gestalt gewinnen, daß trotz eigner Not uns Die Not des Nächsten nahegeht und wir helfen: Alle für Einen!

In einzelnen Gemeinden des Kreise» hat man Die Anregung des Evangelischen Kreiswohlfatzrtsdienste» oerwirkttchl und ist zu einer Nachbarhilfe ce- schritten, die recht gut« Früchte zeitigt. So ift A. B. in Lich in vielen Häusern ein MiUagstisch für be­dürftige Kinder und Erwachsene eingerichtet, ferner wurde ein warme» SHulsrühsluck (Mttch und Brötchen) für etwa 50 Kinder eingerichtet. Auch in anderen Orten de» Streife» ift man zu diesen Hilfeleistungen geschritten. Wird in unserem Kreis« und Im ganzen Land« di« Winterhilfe mit Ernst unb Liebe durchaefutzrt werden, donn wird sie unbedingt ein Segen in dieser Elendein, dann wird sie

vor mancher Verzweiflung jäten können, bann wird sie lindem, Hellen unb leuchten können. Freilich bebarj es dazu

©J.-fport

DfB.-Gießen.

VfB. Gießen (Ciga) JE. Ocker»hausen (Clga).

Die Grünweißen sind am morgigen Sonntag toicocr au^toär;d. U;ne Verbane,vi^.e.vcr^st.a)- turfl ruft he nach OckerLhausen. Von irgerD- welcher enl!che:dender Bedeutung ist das Spiel nicht, denn d.e Gastgeber können cbeniowenig wie die Gäste der Gefahr des Abstiegs enrgegengehen. Pos.t.onsverbesscrungen In der Tabelle wollen, hauvrsächlich an deren Ende, nicht altzuviel be­deuten. Wesentlicher ist aber rüt die Glechcner das Erfordernis, nach einer Reihe von Riederlagen wieder einmal einen Lieg nach Hause zu bringen. Leider scheint aber der Rlannicha't heute mehr denn je das hierzu nötig« Selbstvertrauen zu fehlen, das Rlannschafrsgefübi. d'.e Verbunden­heit untereinander, auf Grund der allein Erfolge ,u erringen sind. DaS ist um so bedauerlicher, als ole Mannschaft doch übet einige Könner verfügt, deren Technik ein Rüstzeug des Erfolge« se.n könnte, wenn ja, wenn man sich mit dem Rcbenmann, mit dem Hintermann oder mit dem Spieler vor sich, besser verstünde. Solange In dieser Hinsicht nicht ernstha'te Anstrenaungen zum Vcsieren gemacht werden, kann man der Mann­schaft auch gegen Ockershausen keinen Sieg pro­phezeien. D.e Gastgeber der VsV.er haben in der letzten Zeit bestimmt nichts Außergewöhn­liches gezeigt. Trotzdem darf man fle auf ihrem eigenen Platz nicht unterschätzen. Wenn Ockers­hausen gegen Vorussia Fulda das noch sehr ehrenvoll Ergebnis von 4:1 halten konnte, dann bedeutet das für di« Hiesigen einen Wink zur Vorsicht und Aur Achtung vor dem Gegner. Das Spiel ist vielleicht die einzige Siegeschance, die den VsD.ern in der Reihe der noch ausstehenden Verbandsspiele gegeben ist und diese Ehance sollt« ausgenüht werden. Der Ausgang deS Kampfes ist offen. Mit einem Siege sollte man aber rechnen können, wenn die Mannschaft die Leistungen aus dem Spiel gegen Kurhessen Kassel zeigt, Leistungen, die genügen sollten, diesen Geg­ner, wenn auch mit knappem Ergebnis, so dcch die Punkte abzunehmen.

Die Ligareserve ist svielsrei. Die 3. Mannschaft hat die 1. Mannschaft des DsR. Lich zu Gast und damit einen schwer zu nehmenden Gegner vor der Klinge. Trotzdem sollte es den Hiesigen nicht unmöglich sein, einen S'eg zu erringen.

Die 2. Jugend hat im Gesellschaftsspiel die 1. Ju­gend von Nauborn In Nauborn zum Gegner. Der Ausgang des Treffens Ist offen.

Gpielvei-einigung 1900 Gießen.

Für die verbandsspielfreie Liyamannschast einen Gegner zu gewinnen, ist nicht möglich gewesen. Dio in Frage kommenden Mannschaften waren ander- wellig verpflichtet. Die Liga ist also spielfrei. Die Ligareferoe ist auch nicht beschästigt, da die Mann­schaft Des VfB. Aßlar abgesagt hat unb den Blau- weißen kampflos die Punkte überläßt.

Ein schweres Spiel hat die Lehrmannschast vor sich. Die erste Mannschaft von Dutenhofen, der Bc* werber, der in der Tabelle an zweiter Stell« mit vier Punkten hinter den Blauweißen liegt, Ist der Gegner. Da» Vorspiel endete nur knapp 2:1 für 1900. Die Gäste, die am Sonntagoormittag auf dem Trieb zu Gast sind, werden alles aufbieten, um ihre Position zu verstärken. E» wird von Seiten der Blauwclßen aller Anstrengungen bedürfen, wenn sie der draufgängerischen Mannschaft von Dutenhofen den Sieg abringen wollen. Auf Sieg zu spielen Ist oberste» Gebot.

Die vierte Mannschaft hat eine nicht weniger leichte Aufgabe vor sich. Die zweite Mannschaft der Spieloereinigung Leihgestern ist der Gegner Im Verbandsspiel. Die einheimischen 1900er sind aus einen Sieg au» diesem Spiel angewiesen, wenn sie sich Die Meisterschaft ihrer Klaff« holen wollen. DI« Mannschaft, etwas umgestellt, wird etwa» mehr Durchschlagskraft beweisen müssen al» bisher. Die fünfte Mannschaft tritt In Lollar gegen die dortige dritte Mannschaft an.

Dagen Dfplete.

Am kommenden Sonntag bestreitet di« Jugend ihre letzten Spiele vor der Winterfperre, die bil In Den Monat Februar Dauert.

Die 1. Jugend empfängt diejenige au» Nieder« (Birme» zum Eesellschaftsruckspiel. Der Gast stellt «ine wucht ge, gut eingespielte Mannschaft, di« im Vorspiel nur knapp mit 3:2 geschlagen werden konnte Für 1900 heißt «», bedeutend oesier« Lei- stungen al» am legten Sonntag zu zeigen. Di« 2. Jugend steht vor einer schweren Ausgabe Ihr Gegner, die 1. Jugend der Germanen au» Marburg, wird durch seine größer« Spielerfahrung und jein besierc» technisches Können wohl im Vorteil sein. Immerhin sollte man mit einem ehrenvollen Ab» schneiden rechnen dürfen. Die 3. Jugend bat im Pflichtspiel gegen Die 2. IugenD de» SB. Wetzlar nicht viel au bestellen, zumal sie noch mit Ersatz nach Wetzlar fahrt. Die 1. to d) ü I e r erleb aen In Dieseck gegen die dortigen 1. S ch ü I e r ein Gesellsch^ftsrück- spiel. Beide Mannschaften sind fast gleich spielstark.

öportücrem 1928 (Sfrarbcnieitb.

Am morgigen Sonntag weilt Die 1. Mannschaft deS Sportverein« Garbenteich -um fälligen Der- bandsspiel al« Gast bei Der 1. Mannschaft De« Sportvereins Steinbach. Der Gastgeber Ist zwar Tabellenletzter, aber auf hem eigenen Platz schwer zu schlagen. Die Mannschaft aus Darbenteich sicht deshalb vor keiner leichten Ausgabe. Die IugenD DeS Sportvereins hat Die 1. IugenD von Klein-Linden zu Gast. Die Klein-Lindener sind sehr eifrig, sie werden aber In Garbenteich einen ebenbürtigen Gegner vorfinden.

Sportabteilung des Turnvereins Lollar

Arn Sonntag ist in Lollar Großkampftag. Dia 1. Fußballmannschaft empfängt d.e 1. Mannschaft des JE. .Teutonia" Wa^eichorn-Steinberg. Die Gäste aus Steinberg sind in der Gauklasse de« Ve« zirkes GießenWetzlar ungeschlagen an der Spitze. Lollar steht an zweiter Stelle und wird sich sehr um den Sieg bemühen. Di« Mannschaft ist zur Zeit fchr gut in Form und wird den Gästen au« Wayenborn-Stcinberg Linen ebenbür­tigen Gegner aogeben. Da- Vorspiel in Stein­berg endete mit einem knapven Sieg (2:1) der Teutonen. Vormittag« spielt d'.e neugegrün­dete 3. Mannschaft gegen die 5. Mannschaft der Spielvereinigung 1900. Der Ausgang de« Spie­les ist offen. 5>ie 2. Handballmannschaft muß -um Derbandssptel nach Allertshausen und wird eine Riederlage abzuvenden kaum tmstand« sein.

Eishockey-Gesellschaftsspiel Giehen - FEE. Frankfurt.

Leider kann man für alle Eislaufveranstallungen nur ein ungewisse» Versprechen ihrer Durchfuhr» barkeit machen So darf hier nur von einem oorau»- sichtlichen Spiel zwischen Den Mannschaften de» Frankfurter Eisfportclub» und des Gießener Ei»- Vereins gesprochen werden. Leider hatten Dl« Gie­ßener Aum ersten Blitzturnier auf dem RelDberg wegen Ausfall» zweier Spieler oblagen müssen. So acht Die Mannschaft ohne |tDe Uebung, al» Den Trockenübungen In Der Halle, in da» Spiel. Schon im vergangenen Winter standen sich beide Mann- schäften gegenüber. Gießen verlor mit 5.0 j. den fplelerfahrenen Gegner. E» wird sich am Sonn­tag zeigen, ob inzwischen au» dem ersten Spiel etwas gelernt wurde.

Handball im VsB.

Dl« neugegründetc Handballmannschaft bestrei­tet am morgigen Sonntag da« zweite Sp'.el und hat sich hierfür einen schwereren Gegner vor­genommen, als es der Gegner De« Vorsonntag« war. Die 1. Handballmannschaft des Tv. Garben­teich, Die allerdings mit Drei Mann Ersatz an­treten wird, dürfte die junge Mannschaft auf eine schwere Probe stellen, und die VsV.er wer­den, wenn sie «in ehrenvolle« Ergebni« erzielet wollen, alle Kräfte und all« Geschicklichkeit auf* bieten müssen.

de» ganzen Einsatzes und de» lebendigen willen» zum Opfern, bedarf e» der Erkenntni»:Winter­nd erfordert Winterhilfe! Gemeinsame 7lot erfordert gemeinsame Hilfe!"

Groß ist Die Not, groß fei Die Hilfe! Die freien Wohlfahrlsverbänd« Hessen» und ihr» Vertreter im Kreise Gießen haben sich gern In den Dienst Der Winterhilfe gestellt und wollen Darin zur Zeit eine ihrer vornehmsten Aufgaben sehen. 614 können aber dieser Aufgabe nur Dann einigermaßen gerecht werden, wenn Die Einwohnerschaft unsere» Kreise» sich «bensall» wie e» seit­her erfreulicherweise geschehen weiterhin hinein (teilt In Di«|e» begonnene 2D«r( tätiger Nächstenliebe und N ä ch st en- hl l f e ! Daß wir Den Willen haben, der Not za begegnen, ist Da» unerbittliche Gebot Der 6tunD«!

Rundfunkprogramm.

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Sonntag. 20. Dezember.

7.00 Uhr: Don Hamburg: Hafenkonzert. 8.15: Morgenfeier, veranstaltet von der 1. Gemeinde Der Evangelischen Gemeinschaft Frankfurt a. TL 9.30: Stund« des Lhorgesangs. 11^0: Von Leip­zig: Reichsfendung. Kantate zum 4. AdvenL 1203: Von Verlin: Llnterhaltung«korrz«rt. 14.03: Stund« der Iugend 15.03: Stund« De« Land««. 16.00: HausmusiL 17.30. Von Köln: .Iack unD Iohn, die jüngste G. m. b. H" Sin moderne« Märchen- spiel. 18-50: Di« Dämmerstund«. Dirrzig unter­haltsam« Minuten. 19.45: Vortrag Guttiu«. 20.30: Lärmen, Oper in vier Aufzügen. 23.30 bi« 24 00: Unterhaltungskonzert.

Montag. 21. Dezember.

7.20: Frühtonzert. 12.05: SchallvlaltenkonAerl. 13.00: Von Köln: Unterhaltungskonzert. 1515: .Mütterlich« Gedanken zum diesjährigen We.h« nachtsieft", Vortrag von Zrau Frieda Rad«, Mar­burg. 15.50. Sin rHein.scher Weberjunze erzählt. Improvisation von Paul Laven. 16.03: Unter­haltungskonzert. 17.05: Zreiburg: MnUsbaltvno«* konzert 1800: Liederstund«. 18.45: .Modern« französische Literaten und ihr Werf', Vortrag von Elisabeth von Gans. 19.05: Englischer Lprach- unterrichL 1925: Konzert, Iohann Strauß Va­ter 2030: Da« Wintersonnenmärchen au« .Vom grüngoldenen Daum" von Otto Ernst, vvrgelesen von 31f« Ltraaten. 20.53 bi« 2123: Kleiner Saal des Saalbaus Frankfurt a. TL: Stunde der Kam­mermusik. 2140: Dunt« Stund«. 22.40: Dicht«»

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