Amtsgericht Gießen.
Durch die Schuld eines Autoführers erlktt in der Bahnhofstraße ein Radfahrer einen eigenartigen Unfall. Der Wagen stand nach Vorschrift eine kurze Weile aus der rechten Seite der Fahrbahn an den Bordsteinen des Bürgersteigs, als der Radfahrer in der Fahrtrichtung des Autos nahe an diesem vor- überfuhr. 3n dem Augenblick des Dorüberfahrens wurde der Wagenschlag nachderFahrbahnzu von dem Autolenker geöffnet, und der Radfahrer streifte mit der rechten fianö die Türkante und den Türgriff, verlor das Gleichgewicht, pendelte wenige Meter nach vorne zu und fiel dann mit dem Rade links auf die Fahrbahm wo er von einem Auto überfahren wurde. Die Folge des Unfalls war eine Anklage gegen den Autoführer wegen fahrlässiger Körperverletzung. Dieser erklärte, nur der Rad- fohrer sei schuldig. Richtig ist. daß. wenn dieser einen größeren Abstand von dem Auto genommen hätte, der Unfall vermieden worden wäre, (ks kann
aber dahingestellt bleiben, ob ein Radfahrer, wenn der Wagen steht und von diesem in fahrendem Zustand gar nicht vor dem Unfall wahrgenommen worden ist. in derartigen Fällen damit rechnen muß. daß der Wagenschlog nach der Fahrbahn zu plötzlich geöffnet werden könne, denn, selbst bei einer Mitschuld des Derletzten. trifft im Fragefall den Autofahrer die weit größere Schuld. Zu dessen Ob- liegenheiten gehört es. sich u. a. durch einen Aus- blick aus dem Hinteren Fenster des Wagens oder auf andere Weife zu vergewiffern. ob die Fahrbahn frei ist. sobald er ihrer Benutzung durch Deffnen des Wagenschlags nach der Fahrbahn hin ein f)in- dernis bereiten will. Diesen Ausblick hat er nicht oder nur in unzureichendem Maße getan. Er wurde in eine mäßige Geldstrafe genommen.
Am 25.3uli l.I. spät abends marschierte ein ansehnlicher Trupp uniformierter Nationalsozialisten in geschlossener Reihe durch den Wald nach Steinbach zu. um sich an einem Treffpunkt mit Abteilungen anderer Orte zu vereinigen. Gegen den
Führer des Trupps wurde Anklage erhoben, weil er ohne die erforderliche Voranmeldung beim Kreis- amt einen Aufzug' geleitet habe. Das Gericht sprach ihn frei, well es sich um einen Aufzug im Sinne der einschlägigen Gcsetzesstelle nicht gehan- dell haben könne, namentlich sei es den Leuten bei einem Nachtmarsch durch Wälder fraglos nicht darum zu tun gewesen, die Aufmerksamkeit des Publi- kums auf sich zu lenken, ebensowenig sei Letzteres beim Durchwandern der Ortschaften der Fall ge- wesen, der unbemerkt in aller Ruhe vor sich gegangen fei; auch von einer Verkehrsstörung infolge des Marsches könne keine Rede fein; es liege auch nahe, daß hinsichtlich der einschlägigen Verordnung des Herrn Reichspräsidenten, betr. die Bekämpfung politischer Ausschreitungen vom 28. März 1931 über den Begriff eines verbotenen Aufzugs sich schon eine bestimmte Rechtsprechung gebildet habe, dieser sei das Gericht In seinen Ausführungen im wesentlichen gefolgt.
Berliner Zrühbörse.
Berlin. 19. Noo. (WTB. Funkspruch.) Ta sich im heutigen Frühoerkehr noch nicht übersehen läfrt wie sich die politische Entwicklung in der nächsten Zeit gestalten wird, verhielt sich die Spekulationsehrabwartend. Nachdem die Höchstkurse am Dienstagabend schon bis zu 0,5 v. H. unter- schritten worden sind, scheint man auf Grund des wieder schwachen Reuyork weiter mit kleinen Abschwächungen zu rechnen. Am Devisenmarkt nannte man Pfund gegen Paris 96,30, gegen Mailand 73,13, gegen Schwei; 19.40, gegen Sabel 3,7713
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Konkursverfahren.
Ueber das Vermögen der Firma Richard Andreä in Gießen, Walltorstraße 24, wird heute am 17. November 1931, nachmittags VA Uhr. das Konkursverfahren eröffnet, da die Schuldnerin zahlungsunfähig ist.
Der Kaufmann Louis Althoff in Gießen. Walltorstraße 16, wird zum Konkursoer- roatter ernannt. 7865D
Konkursforderungen sind bis zum 1. Dezember 1931 bei dem Gerichte anzumelden.
Es wird zur Befchlußfasfung über die Beibehaltung des ernannten oder die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über hie Bestellung eines Gläubigerausschusses und eintretendenfalls über die in § 132 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf
Donnerstag, den 10. Dezember 1931 vormittags 10 Uhr
vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer Nr. 106, Termin anberaumt.
Allen Personen, welche eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemein- schulAner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 1 Dezember 1931 Anzeige zu machen.
Hessisches Amtsgericht zu Gießen.
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