ben waren, durch die KürzungSmahnahmen des ablaufenden Jahres, namentlich aber durch das willkürliche Vorgehen der Länder am stärksten aeschädigt wurden. Die Leitung des ReichS- bundeS fügte diesem Schreiben eine U e b e r s i ch t über die Gehaltskürzungen inHesfen bei, .weil an dem Beispiel dieses Lande- die Auswirkung de-Zusammentreffen - mehrerer Kürzung-. Maßnahmen am deutlichsten erkennbar ist."
Italien und USA. sind einer Meinung.
AürRevisiondesüeriaittcrT»klais,sürNeu- regemng der Reparationen undAbiüstunq.
Washington, 17.Hot). (WTD.) Grandi und D o r a h sind in einer älntcrredung zu einer vollen Verständigung über die Fragen der internationalen Politik gelangt. Grandis Stellungnahme zu Gunsten einer Revision de- Versailler Vertrages und einer Annullierung der Reparationen und Kriegsschulden bildete die gemeinsame Grundlage für den Gedankenaustausch.
Ein Journalist, der dem Senator Dorah nahesteht, teilte im Rundfunk mit, daß Borah mit Grandi die Frage des polnischen Korridors erörtert habe. Er charakterisierte _ die Einstellung Amerikas und Italiens gegenüber einer Revision der im Versailler Vertrag festgelegten GrenzenDeutschlands und Ungarn- gegenüber einer Reuregelung der Reparationen und gegenüber der Abrüstung als i d e n« tisch. Sie bedeute jedoch nicht, daß Amerika und Italien irgendwelche Abmachungen hierüber treffen oder in Genf eine Einheitsfront bilden würden, sondern man könne lediglich feststellen, dah Amerikas und Italiens Ansichten parallel liefen. Parallellen träfen sich bekanntlich nicht, aber Amerika und Italien marschierten in derselben Richtung.
Widerspruch gegen die deutschen Zollpräserenzverträge.
Die Verträge mit Ungarn und Rumänien können nicht in Kraft treten.
Berlin, 14. Rov. (ERB.) Die zwischen Deutschland einerseits und Ungarn undRu- m ä n i e n andererseits abgeschlossenen Zoll- p r ä f e r e n z v e r t r ä g e, die am 15. Rovember in Kraft gesetzt werden sollten, falls die von Deutschland meistbegünstigten Staaten keinen Widerspruch erheben, können, wie wir von unterrichteter Seite bören? nicht in Kraft treten, da tatsächlich einige meistbegünstigte Staaten Einspruch erhoben haben, nämlich die Tschechoslowakei, Argentinien und die Türkei. Diese Staaten haben verlangt, dah Deutschland auch mit ihnen Präserenzverträge objchließe, wa- auf Grund der Genfer Abmachungen über den Ausnahmecharakter der Präferenzen von Deutschland abgelehnt wurde. Cs sollen nunmehr in nächster Zeit Beratungen mit Rumänien und Ungarn eingcleitet werden über die Maß- nahmen, die auf Grund der veränderten Lage zu ergreifen sein werden. Ein Teil deS Vertrags mit Ungarn und zwar derjenige, der keine Präferenzen enthält, wird aber doch zum 15. Rovember in Kraft gesetzt werden. In diesem DertragSteil ist eine Rinder- und Schweine- einfuhr nach Deutschland vorLcschen, für die Ungarn seinerseits Zollvergünstigungen für deutsche Jndustrieartikel zugesteht.
Sin französischer ZünfjahreSplan zur Vorbereitung der europäischen
Zollunion.
Pari-, 18. Rov. (WTB.) Der französische Studienausschust für die europäische Zollunion nahm di« Grundlagen eine- Exposes eines Fünf- jahreSplanS für Europa an. Dieser Plan würde zwei Mittel inS Werk zu setzen versuchen, nämlich einmal die allmähliche Herabsetzung der Zolltarife und aus der anderen Seite die Kontingentierung. Die ersten be den Jahre würden dazu dienen, die vom Völkerbund bereits begonnene Untersuchung über den genauen Charakter deS inncreuropäischcn Warenaustausches zu Ende zu sühren und alle diejenigen voll zu beruhigen, die befürchten, das) eine Zollunion, selbst wenn sic nur allmählich durchgeführt werden würde, gewiss« künstliche Industrien, die bisher nur dank dem Schutzzoll bestanden hätten, chädigen könnte. Die letzten drei Jahre des Fünf- ahrplaneS würden dazu verwandt werden, gcgen- eitig allmählich die Zollschranken ab- Anträgen, und zwar in Verfolg der Emp- fehlung der Internationalen Wirtschastskonfercnz von 1927.
Der Ltudienausschust brachte dann den Wunsch -um Ausdruck, daß die deutsch-französische Wirtschaftskommission sich mit der Durchführung gröberer internationaler Arbeiten össentlicher Industrien beschäftigen möge, wobei sie den Behörden die Sorge überlassen solle, zu prüfen, in welcher Reihenfolge diese Arbeiten in Angriff genommen werden könnten.
Schwierige Lage in der Mandschurei.
Keine Einigung zwischen Den Kr:eg. führenden. — Die Rolle Pny:S.
Tokio, 17. Rov. (Reuter.) Die Verhandlungen des japanischen Oberkommandierenden mit dem chinesischen General Matschangschen haben sich zerschlagen. Die Meldungen über die Annahme deS fapanischen Ultimatums sind insofern überholt, als Matschangschen jetzt auf der Rotwendiglett besteht, gewisse Abteilungen zur Bekämpfung der Banden in dem Gebiet südlich der Ostchines,schen Eisenbahn zu b e l a s s e n. Rach einem Telegramm aus Mulden hat er sogar seinerseits ein Ultimatum an die ihm gcacnuberstehenden japanischen Streitkräfte gerichtet und die Räumung deS R on n i.Gebiete- gefordert.
„Daily Mail' meldet au, dem chinesischen Hauptquartier in Tsitsikar: Zwei japanische Flugzeuge warfen grftern ungefähr 30 Bomben läng-, der chinesischen Hauptstellung südlich des Eisenbahnknotenpunktes Angantschi ab, richteten aber wenig Schaden an. Zwei andere Flugzeuge erschienen mit- tay» über dem Hauptquartier des Generals Ma in Tsitsikar^ warfen aber keine Bomben ab und zogen sich zurück, als sie deschosien wurden.
Der Korrespondent des .^vaily Telegraph- be- richtet, es scheine, dah tatsächlich eine ernste Bewegung im (Sange sei, die auf die Errichtung einer Monarchie in der Mandschurei abziele. Das Hauptquartier der Monarch.sten befinde sich in der internationalen Niederlassung in Mukden in einem Hause, wo früher die Mutter des verstorbenen Marschalls Tschangtsolin wobnte. Der Wortführer der Monarchisten erllärte, daß es durchaus noch nicht feststehe, ob der vormalige Kaiser Hsuontung, der auch unter dem Namen Prinz Pu Vi bekannt ist, für die Krone der Mandschurei ousersehen werden wird. — Hsuantuna soll sich in einem Versteck zwi- sehen Dairen und Port Arthur befinden, wo er die Entwicklung der Dinge abwartet.
DaS mecklenburgische Landvolk greist zur Selbsthilfe.
Güstrow. 17. Rov. (TL1.) In Güstrow tagten 316 Vertrauensmänner deS Landbundes Mecklenburg - Schwerin aus allen KrciS- landbünden. Es wurden die Eelbsthilfeaktionen der
verschiedenen Landbünde deS Deutschen Reiches unter Anwesenheit von Landbundführern auS anderen Ländern besprochen. Die Versammlung ergab vollste Einmütigkeit darüber, dah im Interesse der Gesamtwirtschajt weittragende landwirtschaftliche S e l b st h i ls e m a h n a h - men unumgänglich notwendig seien. Sollten Staat, Ration und Wirtschaft weiter be- stehen, so müsse die Landwirtschaft in die Lag« versetzt werden. eineneucErnte 1 9 3 2 hin - z u st e l l e n. ilm dieses Ziel erreichen zu können, könne die Landwirtschaft den im Augenblick an sie gestellten Forderungen nicht gerecht werden. Die mecklenburgischen Landleute erkennten die von ihnen eingegangenen Verpflichtungen an. Ihre Erfüllung müsse aber ab- hänyig gemacht werden von dem der- zeitrgenStand ihrerWirtschaft, deren ordnungsgemäße Fortführung unter allen älmständen ausrechterhalten werden müsse. Die mecklenburgische Landwirtschaft werde deswegen zu den von ihr gefaßten Beschlüssen, dio das Licht der Oeffenllichkeit nicht zu scheuen hätten und demnächst bekanntgegeben würden, unter allen Umständen stehen.
Dumpingabwehr in England.
Handelsminister Runciman kündigt einen Wertzoll bis zu 100 Prozent auf industrielle Fertigwaren und Halbfabrikate an. — Das Unterhaus stimmt der Vollmacht für das britische Handelsamt zu.
Oie Vollmacht zum Stoppen der Einfuhr.
London, 16 . Rov. (Wolff.) Handelsminister Rune im an erklärte im Unterhaus: Während der letzten Wochen hätten übermäßige Importe in Voraussicht der Einführung von Zöllen stattgefunden. Die Regierung sei zu dem Schluß gekommen, um anormalen Einfuhren sofort zu begegnen, das Handelsamt zu ermächtigen, auf gewisse Waren einen Wertzoll zu erheben, der 100 Prozent nicht übersteige. Landwirtschaftliche Produkte würden davon nicht betroffen werden. Die Vorschläge würden sich auf eine Klasse von Fertigwaren und Halbfabrikaten beziehen, wie Koks und künstlicher Brennstoff, Töpferei- und Glaswaren, Eisen und Stahl und daraus hergestellte Waren, Werkzeuge, darunter wissenschaftliche Instrumente, photographische Artikel, Llhren, elektrische Artikel und Apparate, Maschinen, darunter Rähmaschknen und Schreibmaschinen, Artikel aus Holz, Wall- und Baumwollgarne sowie daraus hergestellte Waren, Seiden und Seidenwaren, Schmucksachen, Drogen und Farben, Oele und Fette, Leder und Lederwaren, Papier und Pappe, Fahrzeuge, Schiffe und Flugzeuge, Gummi, Pelze und Häute, Sportartikel, Spielzeug und Spiele.
Oer wirtschaftliche llnsinn der einseitigen Reparationszahlungen.
England ist für die Reparations - und Kriegsschuldenzahlungen in Europa als Elearinghouse benutzt worden. Zahlungen in Waren und Diensten wurden zunächst von Deutschland an England geleistet, und England war vor die Schwierigkeit gestellt zu versuchen, den Kredit an Amerika zu transferieren. Die englischen Waren wurden nicht angenommen. Untere Dienste wurden ebenfalls zu einem großen Teil zurückgewiesen und England lieferte an Amerika ungeheuere Summen von Gold, die schließlich zu der Krise im August führten. Kriegsschulden- und Reparationszahlungen sind einseitigeTranSaktionen. Sowohl unser Handel als auch unsere Finanzen wurden von der deutschen Finanzlage in Mitleidenschaft gezogen. Die kurzfristigen, von Deutschen akzeptierten Wechsel, die wir besitzen, beliefen sich auf etwa 300 Millionen Pfund Sterling. Insgesamt über 770 Millionen werden England geschuldet. Alles, was man sagen kann, ist, daß immer noch ein sehr beträchtlicher Betrag von Deutschland zurück- zuerhalten ist, wenn das Stillhalteabkommen ab
läuft. Der einzige Weg, auf dem wir unsere Währung auf ihrem Wert erhalten können, ist, daß wir dafür sorgen, daß unsere ungünstige Handelsbilanz nicht noch schlechter wird. Wir haben eine beschränkte Kaufkraft im Ausland, und ich hege die Hoffnung, daß wir uns diese Kaufkraft für notwendige Dinge a u f h e b e n und Luxuswaren weglassen. Das Hauptmittel, unsere Handelsbilanz ohne Opfer für unser Volk wiederherzustellen, ist, den Export zu vergrößern und nicht den Import zu beschneiden. Diese beiden Dinge sind nicht unvereinbar. — DaS Unterhaus nahm mit 396 gegen 51 Stimmen die Entschließung zum D u m p in g a b w eh r g e s e h an.
Oie Konservativen befriedigt.
Radikale Blätter fordern Anddchnung auf Rohstoffe und Agrarproduktc.
London, 17. Rov. (WTD.) Die Pläne gegen das Dumping finden bei den konservattven Blättern lebhafte Zustimmung. »Times" findet es löblich, dah die Regierung ein Experiment dieser Art mit Fabrikwaren beginnt, die England selbst erzeugen kann. — „M orning P o st" äußert die Erwartung, daß der Druck der Umstände die Regierung später nötigen wird, die zeitweiligen Maßnahmen durch einen dauernden Schutzzolltarif zu ersetzen. — Auch »Daily Telegraph" meint, es würden noch andere Schritte notwendig sein, besonders zum Schuhe der Landwirtschaft. Einstweilen aber tonne man mit diesem ersten Schritt zufrieden sein. — Der im protektionistischen Fahrwasser segelnde »Daily Expreß" nennt die Regierungsvorlage Flickwerk und fordert die Ausdehnung der Einfuhrabgabe auf Rohstoffe, besonders aber auf Lebensmittel. — Im liberalen »Rcws Ehroniclc" weist Sir Walther Layton darauf hin, daß England ein Fünftel der Exportwaren der Welt bezieht, und hält es daher für ausgeschlossen, daß die von der Regierung verlangten weitgehenden Machtbefugnisse in erheblichem Maße angewandt werden. Ihre unbesonnene Anwendung würde Gegenmaßnahmen und eine wachsende Lähmung des internationalen Handels verursachen, was für die britischen Reedereien, Banken, Versicherungsgesellschaften und Kaufleute eine große Gefahr wäre. — »Financial News" erklärt, daß das Dumping den normalen Handelsverkehr zwischen den Rationen nur in beschränktem Maße störe. Das Blatt rechnet mit der Möglichkeit, daß die neuen Machtbefugnisse gar nicht durchgeführt zu werden braucht.
Aus dem Sklarek-prozeß.
Im Sllarek-Prozeh gab Willy Sklare? die Erklärung ab, daß die Kassenzettel, die er unterzeichnet habe, restlos an die betreffenden Herren ausgezahlt worden feien. Er habe sogar noch auS seinerTaschezugezahlt. Cs habe sich auch um Renngcwlnne gehandelt, allerdings in höherem Umfange als sie z. B. der Angeklagte Kohl angebe. Leo Sklarck sagte: Wenn wir abend- zusammengewesen sind, dann haben die Leute gefragt: »Du hast doch heute für mich gewettet, nicht wahr?" Da habe ich bann b ai Geld aus der Tasche gezogen.
Der Angeklagte kommunistische Stadtrat Dege n c r bestritt, von Direktor K i c b u r g Gelder erhalten zu haben. Kieburg habe eine Gehalts- nachzahlung D o n 3 0 0 0 0 Mark nach seiner Entlassung verlangt, waS vom AufsichtSrat abgelehnt worden sei. Rach der Ablehnung habe Kieburg an den StadtsyndikuS geschrieben, Degener wollte die 30 000 Mark haben. Zu einem Brief d«S Kieburg an den Angeklagten Gäbel, in dem cs heißt: »Ich habe das Pumpgenie Degener jahrelang unterhalten", erklärte Gäbel, es handele sich um ein gemeines Manöver. Von Ansprüchen Dcaencr- an Kieburg habe er, Gäbel, nichts gewußt. Der Vorsitzende erwähnt dann, dah die Anllageschrift von einem luxuriösen Lebenswandel DegenerS spreche, daß er beispielsweise nur Zigarren zu 1 Mark geraucht bat Degener erwiderte, im allgemeinen habe er billigere Zigarren geraucht. Der Vorsitzende hält dann dem Angeklag- ten Degener vor, daß er sich eine teuere Wohnungseinrichtung für 27000 Mark gekauft habe. Degener gibt das zu. Der Vorsitzende verlas die einzelnen Preise der Möbelstücke und meinte: »DaS ist eigentlich ein Zimmer, wie man es bet einem Kapitalisten findet Vertrug sich denn daS mit Ihrer Weltanschauung?" Degener: .Es ist richtig, dah die Wohnung sehr hygienisch sauber und solide eingerichtet ist." Vorsitzender: »DaS nennen Sie hygienisch? Woher hatten Sie denn die Geldmittel dazu?" Degener: »Wir hatten 10 000 Mark von
meiner Mutter bekommen und 8000 Mark gespart" Vorsitzender: »Gespart? In der In- flationszeit?" Degener: »Ich hatte Gelegenheit, in meiner Redaktionsstellung bei der »Roten Fahne" mein Gehalt In Devisen umju- tauschen, da dort eine internationale Pressekorrespondenz herausgegeben wurde." Um festzustellen, ob Degeners Mutter in der Lage war, Ihm 10 000 Mark zur Beschaffung seiner Wohnungseinrichtung zu geben, verlas Der Vorsitzende eine Steuererklärung, in der es hriht: »Meine Mutter ist ohne Vermögen, ich unterstütze sie." Auf die Vorhaltung des Vorsitzenden, daß die Mutter Degeners nicht a l s Reinemachefrau beim Magistrat tätig gewesen wäre, wenn sie Vermögen gehabt hätte, erklärte der Angeklagte, dah es sich hier um eine Marotte seiner Mutter gehandelt hab«. Bürgermeister Schneider gab zu, wöchentlich bis zu dreimal bei den Sklareks gewesen zu sein, unb betonte, sämtliche von der Firma Sklarck bezogenen Anzüge bezahlt zu haben. Auf die Frage des Vorsitzenden, warum er in der Voruntersuchung bestritten hatte, dah seine Frau von den Sklareks einen Blaufuchs bezogen hätte, erklärte Schneider, dah er seine Frau nicht auch noch in die Angelegenheit hineinzichen wollte.
Schneider gab zu, daß er f a st j e d e n S o n n - t a g zusammen mit Max Sklarck und dessen An» gehörigen Lokale toi« Adlon, Eden-Hotel. Esplanade und Kaiserhof besucht Hube und dabei von Max Sklarek freigehalten worden sei. An diesen Gesellschaften hätten auch der Pfarrer Wolf und der Minister a. D. H i r s ch tcilgcnom- men. Ein solcher Abend hätte pro Person 43 bis 50 Mark, also im ganzen etwa 500 Mark gc- kostet, so daß monatlich für d.ese Zwecke 2300 Mark au-gegeben worden seien. Zu dem Aufenthalt im Jagdhaus in Waren erklärte Schnei- der. der dort zum Tell länger« Zeit mit seiner Ehefrau wohnte, dah er genau so toi« ander« Magistrai-mitglieder de-öftercnbciwohl- haoenden Leuten auf öle Besitzun - g«n eingeladen worden sei und natürlich nie daran gedacht habe, dafür «Ine Bezahlung
anzubieten. Bei «tner Gesellschaft bei Bürger« meister Schneider fei das Geschenk SklarckS überall bewundert und auch nach dem Silberstempel gesucht worden. Bei dem Kaffeeservice wurde Schneider auf den eigenartigen llmstand aufmerksam gemacht, dah er den Kriminalbeamten bei der Haussuchung c in kleineres Service gezeigt hatte, da- er selbst gekauft haben wollte, während daS große Sllarekfche Service In einer Hutschachtel verpackt von den Beamten zunächst auch nicht gefunden worden fei Bürgermeister Schneider gab bann weiter zu. daß er von den Sklareks auch Lebensmittel, und zwar Rebhühner und Eier, erhalten habe, erklärte aber, dah er ihnen gleichfalls Geschenke gemacht habe, unter anderem ein Klavier für da- Jagdhaus in Waren. Die Annahme, daß bitte* Klavier nicht gerade ein sehr wertvolle- Instrument und schon gebraucht war. wurde auch von Leo Sklarek bestätigt. Bargeldbeträge erhalten zu haben, bestreitet Schneider bi- auf die Renngewinne, die aber selten gewesen seien. Die Anklage hat auS Indizien gefolgert, daß Schneller 5000 Mark von Max SUarek zum Ankauf einer Hypothek erhalten hat. Schneider bestritt aber, diese Lumme erhalten zu haben, er habe fie sich von dritter Seit« beschafft.
Aus aller Welt.
Kahenellenbogen soll gegen Sicherheitsleistung aus der haft entlaffen werden.
Auf Antrag der Verteidigung des Generaldirektors Kahenellenbogen ist vom llntersuchungS- richter HaftprüfungStcrmin abgehallen worden. Der Untersuchungsrichter hat den Hastbefehl aufrechterhalten, aber beschlossen, Kahenellenbogen mit der Vollstreckung der Unter« suchungshast zu verschonen, wenn er eine Sicherheit von 100000 Mark leistet, seinen Paß abliefert und sich Zweimal täglich beim zuständigen Polizeirevier meldet. Die Staatsanwaltschaft prüft zur Zeit, ob gegen diesen Beschluß Beschwerde einzulegcn ist. 'Die Staatsanwaltschaft hat gegen den Beschluß de- Untersuchungsrichters Beschwerdeeingelegt mit dem Ziel, daß die Leistung einer höhere n Sicherheit als 100 000 Mark für die Verschonung von der Untersuchungshaft erreicht wirb.
Die preise
im photographischen 10 OOO-DoQar-IDetlbfroerb.
In dem photographischen 10 000-Dollar-Wetl- bewerb sprach daS internationale Preisgericht den großen Weltpreis in Höhe von 10000 Dollar und die silberne Statue Lern Engländer EharleS W. Powell, einem jungen Textilarbeiter, zu. Der große WeltklassenprciS sürTicrausnap- rnen fiel an einen Deutschen, Max Seidel, Bühnenmaler aus Brieg bei DreSlau. Der große WeltklassenpreiS bringt dem deutschen Preisträger außer der goldenen Medaille insgesamt 5200 Mark. Die übrigen Preisträger, von denen jeder 1000 Dollar und die goldene Medaille erhielt, sind in Brasilien, den Vereinigten Staaten, Dänemark und Frankreich beheimatet.
England zieht sich au» dem Luftschiffbau zurück.
Daily Telegraph sagt, der Berkaus deS Luftschiffes R 1 00 zwecks AbbruchS macht eS unzweifelhaft, daß die britisch« Bemühung um den Bau von Luftschifsen in absehbarer Zeit nicht erneuert werden wird. Der entscheidende Grund für diesen Verzicht ist d i e finanzielle R o 11 a g c. SS ist aber keineswegs gesagt, daß die nationalen Interessen dadurch benachteiligt werden, denn daS Urteil der sachkundigsten Kreise über die Zukunft der Luftschiffe ist geteilt, und somit kann der Betrieb von Luftschiffen ruhig anderen Rationen überlassen werden.
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Wettervoraussage.
Eine wesentliche Verschiebung der Lustdruck- vertellung hat seit gestern nicht stattgefunden. Deutschland wird noch von hohem Luftdruck beherrscht, wobei im örtlichen Teil in Begleitung der Rordostlust einzrlne Riederschläge auftre Wohl ist im Küstengebiet durch das tocftlu^e Tief bereits Warmluft vorgedrungen, dte dort auf die Temperaturen einwirkt, was aber bei uns zunächst noch nicht zur Geltung kommen wird.
Aussichten für Donnerstag: Reblig und wolkig, stellenweise auch aufheiternd, bei Aus- klaren leichter Rachtfrost, vereinzelt etwa- Rie- derfchlag.
Au-sichten für Freitag: Roch wenig Acnderung der Wetterlage, aber im Lause de- Tages Temperaturanstieg wahrscheinlich.
Lufttemperaturen. Am 17 Rovember mittag- 4.2 Grad Eelsius. abend- 2L Grab. Arn 18. Rovember morgens 0.5 Grad. Maximum 5,1 Grad, Minimum — 0.4 Grad.
Erdtemperaturen in 10 Zentimeter Tiefe. Am 17. Rovember abcnd- 4L Grak Am 18. Rovember morgen- 2,2 Grad.


