Ausgabe 
18.11.1931
 
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Aus der Provinzialhauptstadt.

Gießen, den 18. November 1931.

Oie Gießener Verkehrswerbung.

Der Vorstand des Verkehrs - und Ver­schönerungsvereins Gießen beschäftigte sich in seiner jüngsten Sitzung mit einer Reihe von Fragen der Gießener Verkehrswerbung, die für die breite Oeffentlichkeit von Interesse sind. Bei einer Nachprüfung der Derkehrswerbe- arbeit in der jüngsten Zeit ergab sich die früher schon wiederholt betonte Notwendigkeit, der gemeinnützigen Tätigkeit des Verkehrs- und Derschönerungsvereins besonders in der gegen­wärtigen Notzeit allgemeine Unter­stützung zukommen zu lassen. Diese Forderung ist insbesondere an die Geschäftswelt zu richten, die ja von der unmittelbaren Auswirkung der Derkehrswerbearbeit in erster Linie Nutzen hat.

Dei der Veranstaltung der Gießener Ok­to b e r t a g e hat ein großer Teil der Geschäfts­welt volles Verständnis für die Notwendigkeit der Mitarbeit an den Aufgaben des Verkehrs­und Verschönerungsvereins bekundet. Der Ver­ein des Gießener Einzelhandels und verschiedene Fachgruppen der Gießener Geschäfte haben bei jener Veranstaltung durch ihre be­rufenen Vertreter nicht nur praktisch und förder­lich mitgearbeitet, sondern auch das großzügig aufgezogene Werbeunternehmen, das bekanntlich mit by Obst-, Gartenbau- und Iagdausstellung verbunden war, durch Geldbeihilfe unterstützt. Auch der Kreis-Ob st- und Gartenbau­verein, dessen Leitung in verständnisvoller und großzügiger Weise zur Förderung der Vereins­zwecke, aber auch zum Gelingen des gesamten Unternehmens eifrig mitwirkte, hat für die Fi­nanzierung der Oktober-Werbung eine anfehn- .liche Summe zur Verfügung gestellt. Der gemein­samen Arbeit gelang es, die Werbewoche mit beachtenswertem Erfolg durchzuführen. Allein die Obst-, Gartenbau- und Iagdausstellung hatte im Verlaufe der drei Ausstellungstage einen Be­such von etwa 5000 Personen zu verzeichnen, unter denen sich große Teile auswärtiger Inter­essenten befanden. Der finanzielle Abschluß dieser Derkehrswerbung entsprach ungefähr den Erwartungen, die man unter den gegenwärtigen Verhältnissen gehegt hatte, und er ist in Einklang zu bringen mit der finanziellen Leistungskraft des Vereins. Als Ganzes betrachtet kann der Verkehrs- und Verschönerungsverein, wie in der Dorstandssihung festgestellt wurde, mit dem Er­folg der Gießener Oktobertage durchaus zu­frieden sein.

Weiter beschäftigte man sich u. a. in eingehen­der Aussprache mit verschiedenen Möglichkeiten, durch deren Verwirklichung eine Senkung der Unkosten des Vereins erwartet werden kann. Gewisse Beschlüsse wurden zu diesem Zwecke gefaßt, weitere Maßnahmen sollen einer neuen Sitzung zur Prüfung Vorbehalten bleiben. Zur Besprechung kamen ferner verschiedene Wünsche nach vermehrter Fahrgelegenheit auf der Straßenbahn bei großen Veranstaltun­gen auf den Sportplätzen. Den Sportver­einen soll empfohlen werden, große Veranstal­tungen rechtzeitig der Direktion der Straßen­bahn zu melden, damit verstärkter Straßenbahn­verkehr eingerichtet werden kann. Von der Be­völkerung muß die gebotene verstärkte Fahr­gelegenheit aber auch in Anspruch genommen werden, denn man kann von der Straßenbahn­verwaltung nicht die vermehrte Indienststellung von Wagen und Personal fordern, wenn aus der anderen Seite die notwendige Frequenz nicht in Erscheinung tritt. Auf dieser Grundlage wird der Borstand des Verkehrs- und Derschönerungs­vereins die Wünsche der Sportvereine gerne unterstützen.

Die weitere Sitzungsarbeit galt der Erledigung zahlreicher kleinerer Angelegenheiten, die in ihrer Gesamtheit und in ihrer Tendenz gleichfalls ein gutes Stück Verkehrswerbearbeit darstellen.

Daten für Mittwoch, l8. November.

1836: Der Mediziner Cesare Lombroso in Verona geb.oren; 1863: d»r Dichter Dehmel in Wendisch- Hermsdorf geboren.

Bornotizen.

Tageskalender für Mittwoch. Stadttheater Gießen: 15 bis 18 Uhr,AltHeidel- berg" (Fremdenvorstellung): 20 bis 22 Uhr,Ist das nicht nett von Colette?". Oberhessischer Kunstverein, AusstellungDrei Frauen der Gegenwart", 15 bis 17 Uhr, Turmhaus am Vrandplah. Oberhessischer Gefchichtsverein: 20.15 Uhr, Hörsaal 44 der Universität, Vortrag überUlrich von Hutten". Cas6 Leib 20.15 Uhr Großes Iazzshmphon sches Konzert. Katholi­sches Vereinshaus, 16 und 19.30 Uhr, Bunte Bühne Berliner Künstler. Lichtspielhaus Bahn­hofstraße:Hirsekorn greift ein!". Astoria- Lichtspiele:Tarzan der Tiger" undDie selt­same Vergangenheit der Thea Carter".

Die Volkshochschule gibt im heutigen Anzeigenteil bekannt, daß der Beginn des Kurses

Steigende Arbeitslosigkeit in Oberhessen.

Oer Oktober-Bericht des Arbeitsamts Gießen.

Die Arbeitslosigkeit hat im Berichts- monat weiter zugenommen. Gering auf­nahmefähig zeigten sich im Berichtszeitraum die Forstwirtschaft und das Derkehrsgewerbe. Am Schluß der Berichtszeit waren 11 874 Ar­beitsuchende verfügbar, gegenüber 11 023 des Vormonats und 8606 des Vorjahres. Arbeits­losenunterstützung erhielten 4131 Personen, gegenüber 4844 des Vormonats und 5763 des Vor­jahres. Das Sinken der Zahl der Hauptunter- stützungsempsänger in der Arbeitslosenunter­stützung ist auf die Kürzung der Unterstühungs- dauer zurüikzusühren. 4780 Personen erhielten Krisenunterstützung, gegenüber 3956 des Vormonats und 1527 des Vorjahres. In Arbeit wurden 963 Personen vermittelt. 230 Arbeit­suchende wurden von ihrem früheren Arbeitgeber zurückgerufen.

Land, und Forstwirtschaft.

Die Hackfruchternte hat ihren Höhepunkt über­schritten. Die Kartoffelernte ist beendet, ebenso nahezu auch die Rübenernte. Zur Bergung der Ernte wurden Aushilfskräste in geringem Um­fange angefordert. Zum Zuckerrübenausmachen kommen nur im Gießener Bezirk Aushilfskräfte zur Vermittlung. Durch den Saisonschluß wurden in den Kurorten Gärtner, Parkarbeiter und Park­arbeiterinnen arbeitslos. Für die Vorbereitungs­arbeiten zum Holzeinschlag konnten wir hundert Waldarbeiter vermitteln. Vereinzelte Forstmeiste- reien haben bereits die Rotteneinteilung durchge­führt. Hierbei haben sich die betreffenden Forst- ämter unserer Vermittlung bedient. Die Bermitt- lungstätigkeit für Melker und Gespannsührer war der Zeit entsprechend gut. Verfügbar waren am Ende der Derichtszeit 256, gegenüber 249 des Vormonats und 234 des Vorjahres.

Bergbau.

Durch die Stillegung eines Abraumbetriebes meldeten sich 120 Bergarbeiter im Licher und Gießener Bezirk arbeitslos. Im Grünberger Be­zirk wurden durch Stillegung einer Grube 60 Bergarbeiter arbeitslos. Am Schlüsse der De­richtszeit zählten wir 452 Bergarbeiter, gegen­über 334 des Dormonats und 101 des Dorjahres.

Industrie der Steine und Erden.

Die Arbeitsmarktlage hat sich weiter ver­schlechtert. Im Niddaer Bezirk haben zwei Stein­bruchsbetriebe ihre Arbeitskräfte wegen Auf­tragsmangels entlassen. Im Homberger Bezirk mußte ein Betrieb, der bislang durch Reichsbahn­aufträge gut beschäftigt war, 80 Steinarbeiter nach Beendigung der vorgesehenen Arbeiten ent­lassen. Ein Steinbruchsbetrieb konnte 24 Stein­bruchsarbeiter einstellen, da größere Aufträge für Schottersteine Vorlagen. Die Ziegeleien haben verschiedentlich Ziegeleiarbeiter wegen Arbeits­mangels entlassen. Eine Chamottefabrik klagt ebenfalls über Arbeitsmangel und sieht sich ge­zwungen, eine größere Anzahl von Arbeits­kräften zu entlassen. Arbeitslos waren 1198 Steinarbekter, gegenüber 1059 des Dormonats und 1084 des Doriahres.

Metallgewerbe.

Die Lage im Metallgewerbe hat keine wesent­liche Deränderung erfahren. Verschiedentlich arbeitet die metallverarbeitende Industrie mit verminderter Belegschaft kurz. Das Handwerk klagt über Auftragsmangel. Für die kommende Berichtszeit stehen Stillegungsanträge in Aus­sicht. Derfügbar waren am Ende der Berichts­zeit 1754 Metallarbeiter, gegenüber 1766 des Dormonats und 1829 des Dorjahres.

Theater und Musik.

Der Saisonschluß in den Kurorten brachte auch für Musiker Rückgang der Beschäftigungsmöglich­keiten. Die Musiker eines Kurorchesters wurden arbeitslos. Im Berichtszeitraum konnten 243 Ge­schäfte getätigt werden.

Holz- und Schnihstofsgewerbe.

Die Arbeitsmarktlage ist uneinheitlich. Ein Sägewerksbetrieb, der vor einiger Zeit Imprä- gnierarbeiter eingestellt hatte, hat diese nunmehr wegen Arbeitsmangels entlassen. Die Schottener Sägcwerksbelriebe sind noch verhältnismäßig gut beschäftigt. Eine Möbelfabrik hat einen größeren

Auftrag für Radiogehäuse erhalten, wodurch die frühere Belegschaft wieder eingestellt werden konnte. Am Ende der Berichtszeit waren 671 Personen verfügbar, gegenüber 605 des Dor­monats und 564 des Dorjahres.

Rahrungs- und Genuhmittelgewerbe.

Der Beschäftigungsgrad ist weiter im Abgleiten begriffen. Die Tabakindustrie arbeitet zum größ­ten Teil verkürzt. Ein Betrieb hat Stillegung be­antragt und wird demnächst wegen Auftragsman­gels seine Belegschaft zur Entlassung bringen. Die Brauereien klagen über schlechten Geschäftsgang. Die Zucker-Kampagne ist zur Zeit in vollem Gange. Arbeitsuchend waren 469 Personen, gegen­über 466 des Dormonats und 249 des Dorjahres.

Bekleidungsgewerbe.

Die Marktlage für die oberhessischen Schuh­fabriken hat sich verschlechtert. Eine Schuhfabrik hat wegen Auftragsmangels 50 Arbeitskräfte ent­lassen. Die übrigen Fabriken arbeiten nur noch mit stark reduzierter Belegschaft. Eine ober­hessische Kleiderfabrik konnte durch Hereinnahme eines größeren Auftrages Näherinnen wieder ein­stellen. Arbeitslos waren am Schluß der Be­richtszeit 263 Personen, gegenüber 291 des Dor­monats und 215 des Dorjahres.

Baugewerbe.

Die allgemeine schlechte Wirtschaftslage wirkt sich besonders im Baugewerbe aus, auch hemmt die vorgeschrittene Jahreszeit die Neuinangriff­nahme von Bauten. In der Bericht^eit kamen nicht nur Maurer, Zimmerleute und Weißbinder, die mit Ausbesserungsarbeiten beschäftigt waren, zur Entlassung, sondern auch Glaser, Dachdecker und Pflasterer. Dem Arbeitsmarkt standen 2300 Bauarbeiter zur Dersügung, gegenüber 2124 des Dormonats und 1627 des Torjahres.

Gast- und Schankwirtschaftsgewerbe.

Auch in dieser Derufsgruppe hat sich der Sai­sonschluß belastend für den Arbeitsmarkt ausge­wirkt. Am Anfang der Derichtszeit wurden in erster Linie Fachkräfte, die nicht in unserem Be­zirk beheimatet sind, entlassen. Gegen Ende der Berichtszeit wurde auch ein großer Teil der orts­ansässigen Fachkräfte arbeitslos. Verfügbar waren 146 Fachkräfte, gegenüber 95 des Dor­monats und 86 des Dorjahres.

Verkehrsgewerbe.

Die Reichsbahn zeigte sich in der Derichtszeit weiter aufnahmefähig. Es wurden hauptsächlich Zeitkräfte für llra« und Ausbesserungsarbeiten angefordert. In den Kurorten wurden Kraftfah­rer durch Saisonschluß arbeitslos. Verfügbar waren 435 Personen, gegenüber 398 des Vor­monats und 298 des Vorjahres.

Lohnarbeit wechselnder Art.

Für die Angehörigen dieser Derufsgruppe ha­ben sich in der Derichtszeit wenig Llnterbrin- gungsmöglichkeiten gezeigt, doch besteht die Mög­lichkeit, mit Deginn des Holzeinschlags eine grö­ßere Anzahl von Arbeitern als Holzhauer unter­zubringen. Arbeitsuchend waren 2315 Personen, gegenüber 2177 des Dormonats und 1229 des Dorjahres.

Angestelltenberufe.

In den Angestelltenberufen nahm die Arbeits­losigkeit weiter zu. 177 Angestellte aus allen Branchen kamen im Oktober neu hinzu: davon waren 140 männlichen und 37 weiblichen Ge­schlechts. Die Dermittlungsmöglichkeit war dem­entsprechend sehr gering.

Berufsberatung.

Die Abteilung Berufsberatung wurde im Mo­nat Oktober 117mal von 30 männlichen und von 18 weiblichen Ratsuchenden in Anspruch genom­men, unter denen sich 18 ältere, sowie 19 Schüler und Schülerinnen aus höheren Lehranstalten be­fanden. Einige Ratsuchende muhten hinsichtlich ihrer voraussichtlichen Derusseignung einer beson­deren ärztlichen ilnterfudjung bzw. einer psycholo­gischen Eignungsprüfung unterzogen werden. Das psychologische Institut der Universität Gießen, als auch die Universitätskliniken stellen sich in an­erkennungswerter Weise in den Dienst der öffent­lichen Berufsberatung.

Die Krise des Kapitalismus" auf Freitag, 20. No­vember. festgesetzt ist. Der Kurs findet jeweils um 20 Uhr in der Universität, Hörsaal 34, statt.

Der Goethe-Bund hat, wie man uns mitteilt, zu seinem ersten Dichterubend am kommen­den Montag die feinsinnige Dichterin Ina Seidel zu einer Vorlesung aus eigenen Werken eingeladen. Damit gibt der Goethe-Bund Gelegenheit, eine her­vorragende Vertreterin des zeitgenössischen deutschen Schrifttumes am Dortragstllch kennenzulernen. Ge­rade das letzte Werk dieser Dichterin,Das Wunsch­kind", aus dem sie auch vorlesen wird, ist eines ihrer bedeutendsten Werke. Ein Buch der Mutter, das

immer zum Herzen dringt und zum reichen Erleb­nis wird. Es ist ein fein abgestimmter Abend zu erwarten, dessen Besuch zu empfehlen sein dürfte. (Siehe aestrige Anzeige.)

Ästrologie und Christentu m." Am Donnerstag, 19. November, findet, wie man uns schreibt, im Hörsaal 41 der Universität, 20.15 Uhr, ein Vortrag über das ThemaAstrologie und Chri­stentum" statt. Dr. Johannes Hemleben, der Redner des Abends, Mitarbeiter der Bewegung für religiöse Erneuerung der Christengemeinschaft, ist in unserer Stadt nicht unbekannt. Er kommt von der Naturwissenschaft her und beherrscht die auf diesem

Gebiete geläufigen Methoden und Anschauungen. Gerade als solcher zeigt er in seinen Arbeiten die heute vorhandene Möglichkeit auf, zu einer neuen Anschauung des Christentums zu kommen. (Näheres ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich.)

Der Deutschnationale Hand­lungsgehilfen - Verband, Ortsgruppe Gießen, veranstaltet am morgigen Donnerstag, 20.30 Uhr, in seinem Dereinsheim in der Lonh- strahe einen Dortragsabend. Dr. K a n d e l e r (Frankfurt a. M.) spricht über das ThemaDie kaiserliche soziale Botschaft vom Jahre 1881. Näheres siehe heutige Anzeige.

** Warenspenden für die Gießener Winternothilfe. Für die Zwecke dcsWinter- hilfswerks in unserer Stadt haben sämtliche Mit­glieder der Ortsgruppe Gießen des Reichsbundes des Textileinzelhandels Warenspenden zur Der-

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in der Freitags- oder in der Samstags­nummer des Gießener Anzeigers durch sorgfältige, wirksame Satzausstattung

werben soll

dann geben Sie sie bitte spätestens im Laufe des Mittwochs beziehungsweise Donnerstags in der Geschäftsstelle auf.

fügung gestellt, die anfangs November, anfangs Dezember und Mitte Januar ausgegeben wer­den. Es handelt sich dabei um folgende Firmen: W. Wirsig, I. Schulze, Meyerhofs & Goslar, H. Kaeh Nachf., W. Horn & Sohn, Franz Bette. Gebr. Jmheuser, I. Pfeffer, A. Salomon & Co^ Carl Loos, Fr. Teipel, I. Schmücker Nachf., Geschw. Student, Jakob Heilbronner, Kaufhaus Elsoffer, Carl Horn, G. W. Schneider Nachf., Carl Frensdorf, Carl Zwang, Ludwig Stern, C. Röhr & Co., Fr. Levermann, C. O. Reuter, Kaufhaus Hansa, Hermanns & Froitzheim, P. Volk Wwe., Robert Haas Nachf., Georg Falken- stein. In gleicher Weise sind Warenspenden von den Schuhgeschäften zur Lieferung Anfang November, Anfang Dezember und Ende Januar zugesagt worden. Hier handelt es sich um fol­gende Firmen: Schuhhaus Waldschmidt, Schuh­haus Meyer, Schuhhaus Bär, Schuhhaus Süß, Schuhhaus Bernhard, Schuhhaus Wolf, Schuh­haus Weidemann, Schuhhaus Neumeier. Schuh­haus Denner, Schuhhaus Dottina, Schuhhaus Springmann, Schuhhaus Haas und Schuhhaus Herbert. Durch diese Warenspenden der Gießener Geschäftswelt, die alle Anerkennung und herz­lichen Dank verdienen, wird die Erfüllung der Aufgaben der Gießener Winternothilfe außer­ordentlich erleichtert. Das Deispiel der vor­genannten Firmen sei zur Nachahmung emp­fohlen.

** Todesfälle in Gießen. Es verstorben in Gießen in der Zeit vom 1. bis 15. November: 1.: Christine Orbig, ohne Drruf, 79 Jahre, Dleich- straße 14; Christian Haubach, Schreinermeister. 79 Jahre, Frankfurter Straße 37; 2. Herrn. Koch, ohne Beruf, 81 Jahre, Asterweg 50; Phil. Hof­mann, Gastwirt, 60 Jahre, Wehsteingasse 10; 3.: Mina Helfenbein geb. Folger, 40 Jahre, Mar­burger Straße 83; 6.: Heinrich Reinemann, Ober­ingenieur, 51 Jahre, Wilfonstraße 9; 7.: Karoline Hartmann geb. Eifert, Witwe, 73 Jahre, Dudde- strahe 5; 8.: Christiane Knorr geb. Schmidt. Witwe, 65 Jahre, Hammstrahe 10; 10.: Gertrud Marx geb. Datz, 24 Jahre, Bahnhofstraße 29; Georg Bröckemeier, Weißbinder, 52 Jahre, Kai­serallee 6; Anna Pauly, Schneiderin, 25 Jahre, Ebelstr. 20; 11.: Emma Gerbig geb. Schmitt, Ww.. 72 Jahre, Asterweg 68; 13.: Konrad Weber, Zug­führer i. R., 61 Jahre, Stephanstrahe 47; 15.: Gustav Wittkowski, Schreinermeister, 66 Jahre, Frankfurter Straße 88; Anna Heyder geb. Weid­ner, 44 Jahre, Asterweg 43.

Rundsunkprogramm.

Samstag, 21. November.

7.15 Uhr: Frühkonzert auf Schallplatten: 10.20 bis 10.50: Reiseerinnerungen, vorgetragen von Professor A. Goldschmidt, Berlin; 12.05: Schallplattenkonzert; 15.15: Stunde der Jugend; 16: Schallplattenkonzert: Bunte Platten; 17.05: Konzert; 18.40:Deutschland und Frankreich", Gespräch zwischen Prof.Rob. d'Har- court und Dr. Heinrich Scharp; 19 05: Spanischer Sprachunterricht; 19.45: Lieder zur Laute, gesungen von Hans Ebbecke; 20.15: Unterhaltungskonzert des Philharmonischen Orchesters Stuttgart; 22.35 bis 24: Von Berlin: Unterhaltungskonzert.

Ja, das kommt vor im Haushalt: I? Umgefallene Tinte, Obst, Wein, V' Kaffee, Kakao und manches mehr verursacht mitunter hartnäckige Flecken. Wenn sie nicht ohne wei- teres in der Persilwäsche zu ent­fernen sind, dann versuchen Sie es am besten mit Sil. Verdeckte und vergilbte Wäsche erhält durch einmaliges Kochen in kalt ange­setzter Sillösung wieder ihr ur­sprüngliches gutes Aussehen. Vor- heriges Einweichen in Henko- Bleichsoda empfiehlt sich.

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