Leichtathletik der Sp.-Dg. 1900.
Gerhardt (1900) Sieger im 25-km-Cauf „Quer durch Dortmund".
Lum 25-Km-Strahenlauf des Dortmunder Athletikklubs am vergangenen Sonntag hatten sich 46 Lau fer eingesunden. Das Rennen nahm einen interessanten Verlauf. In der ersten Hälfte der Strecke führte der Turnermeister Sehr (Dülken), dann kam aber der 1900er Gerhardt immer mehr auf und passierte als erster mit großem Vorsprung das Ziel. Die von ihm erzielte Zeit von 1 Std. 25:40 Min. ist ganz glänzend, liegt sie doch unter dem von Brauch (SC. Charlottenbura) vor Jahresfrist ausgestellten deutschen Rekord (1:25:59,8). Die Ergebnisse im einzelnen sind: 1. Gerhardt (Gießen 1900), 1:25:40 Std.; 2. Sehr (Dülken), 1:28:34 Std.: 3. Jäckel (Saarbrücken), 1:31:26 Std.: 4. jßiUing (Bielefeld), 1:37:15 Std.: 5. Berger (Essen), 1:37:30 Stunde.
Glänzende Erfolge in Diez (Lahn).
Trotzdem die 1900er eine verhältnismäßig kleine Expedition zu den 4. Oranienkampfspielen nach Diez entiandten, wurden bei stärkster west- und süddcut- scher Konkurrenz 4 erste, 3 zweite und 2 dritte Plätze mit sehr beachtlichen Leistungen errungen. Die Veranstaltung litt sehr unter den Unbilden der Witterung und einer in schlechter Verfassung befindlichen Aschenbahn. Nachstehend die Wettbewerbe, in denen die 1900er siegten bzw. Plätze belegten:
4X100-Meter-Staffel: 1. Splelvereini- gung 1900 Gießen, 45,9 Sek.: 2. Sportclub 08 Höhr, 46,7 Sek.: 3. Borussia Fulda, 46,9 Sekunden. De Vertreter der 1900er - Farben: Dr. Guyot, Wei', Geist, Schickedanz, waren recht gut aufgelegt und liefen mit großem Elan eine beachtliche Zeit.
5000 Meter (Kl. I): 1. Schaaf (Gießen 1900), 17:12,8 Min.: 2. Hebgen (Horressen), 18:23,1 Min.; 3. Hilberger (Germania Marburg) 18:43,7 Minuten. Schaaf lief wieder in alter Frische und gewann, wie er wollte. r
Weitsprung (KI.I): 1. Weil (Gießen 1900), 6,40 Meter: 2. Keilhauer (Koblenz 1900), 6,30 Mc- ter: 3. Haeger (VfB. Diez), 6,25 Meter. Weil, dcr fünf Wochen hat ausfetzen müssen, legte sofort wilder eine gute Form an den Tag.
200 Meter (Kl. Il): 1. Schlau (VfB. Diez), 24,3 Sek.: 2. Geist (Gießen 1900), 24,6 Sekunder. Geist lieferte dem talentierten Diezer einen scharfen Kampf. ,
Hochsprung (Kl. II): 1. Weil (Gießen 1900), 1,75 Meter (!): 2. Keilhauer (Koblenz 1900), 1,70 Meter. Mit die beste Taaesleistung! Weil übersprang die 1,75 auf den ersten Anhieb.
100 Meter (Kl. III): 1. Haeger (Diez), 11,8 Sek.: 2. Watermann (Borussia Fulda), 11,8 Set; 3. Weil (Gießen 1900), 11,9 Sekunden. Der 1900er bewies, daß er auch als Sprinter etwas leisten kann.
Jrauen.
4X100-Meter-Staffel: 1. Kölner Ball- spielclub, 59,1 Sek.: 2. Spielvereinigung 1900, 59,8 Sekunden. Die Gießener Staffel hielt sich gut.
H o ch s p r u n g : 1. Lotz (VfB. Diez), 1,40 Meter: 2. Wendels (Kölner BC.), 1,35 Meter; 3. P. Rich> berg (Gießen 1900), 1,35 Meter (durch Stechen ent- schieden). Die 1900erin mußte sich im Stlchkampf infolge einer Fußverlehung auf den dritten Platz verweisen lassen.
Kugel st oßen: 1. Wendels (Kölner BC.), 9,58 Mir.; 2. Nickel (Gießen 1900), 7,88 Meter: 3. Budde (Kölner BC.), 7,73 Meter.
V.s.B. Leichtathletik.
Bei den Iubiläurns-Wettkärnpfen des Sport- Vereins Alsfeld-Hopfgarten war der VfB. durch einige seiner Leichtathleten vertreten. Der gast- gebende Verein hatte nur Laufkonkurrenzen auS- - geschrieben, die in Ermangelung einer Aschenbahn auf Grasbahn auSgetragen wurden. Wegen der am Nachmittag stattfindenden Fußball-Pokalspiele wurden die leichtathletischen Kämpfe vormittag- abgewickelt. An diesen Kämpfen nahmen Leichtathleten aus Fulda, Hersfeld, Alsfeld, Lauterbach usw. teil. — Die VfDer der- mochten drei zweite und zwei dritte Siege zu erringen. Sie konnten sich mit der Grasbahn schwer abfinden. Heber 10 0 Meter und 400 Meter errangen G. Müller und H. Tr « s« r je einen zweiten Sieg, desgleichen wurden sie in der 4x100-Meter-Staffel an zweiter Stelle placiert. 3m 1 500-Me te r-La u f errang Älüller einen dritten, und Simon im 400-Meter-Lauf einen dritten Sieg.
DfB.-Gießen.
VfB. (Liga) gegen Oranien Frohnhausen (Vezirksliga) 8:1 (5:0).
Die Gäste aus Frohnhausen, dir am Sonntag auf dem Waldsportplatz gegen die erste Mannschaft des VfB. antraten, erwiesen sich nicht als Gegner, die die Grün-Weißen zur Hergabe alles Könnens hätten veranlassen können. Das Ergebnis, das an sich schon hoch ausfiel, hätte leicht zweistellig lauten können, wenn jene Gelegenheiten ausgenüht worden wären, die man im allgemeinen als zwingend bezeichnet. Die VfBer lieferten eine ansprechende Partie, boten in technischer Hinsicht wesentlich mehr als die Gäste, erwiesen sich in der Ballbehandlung als weitaus sicherer und in der Kombination ideenreicher. So kam es, daß die Gäste nicht allzuviel zu bestellen hatten und schon ein Halbzeitergebnis von 5:0 kassieren mußten. Aller Eifer, den die Oranier von Anfang bis zum Ende des Spieles an den Tag legten, vermochten an dem Ergebnis nichts zu ändern und selbst das Ehrentor, das die Gäste während der zweiten Halbzeit zu erzielen vermochten, war für Balser durchaus haltbar. Das Spiel wurde außerordentlich fair durchgeführt, erfreulicherweise: die Leitung des Spieles (Reinicke, Aßlar) ließ nichts zu wünschen übrig. Man sah verschiedene sehr schöne Ginzelleistungen, Bärenfänger war diesmal wesentlich besser und scheint den Kontakt mit der Mannschaft gefunden zu haben, Wlodareck war sehr gut, Kreß wieder auf dem Posten des Mittelläufers anerkennenswert eifrig, Leutheußer und Lehrmund besser als zuvor, auch Schmidt gefiel gut.
lieber den Spielverlauf bleibt nicht viel zu sagen: es dauerte allerdings 17 Minuten, bis das erste Tor fällig wurde. Am völlig überraschten Tormann vorbei sandte Haupt zum ersten Tor ein. 3n der 23. Minute hieß es bereits im Anschluß an eine Ecke 2:0, in kurzen Abständen fielen drei weitere Tore und die Frohnhausener begannen nun schon etwas zerfahren zu spielen uno vermochten sich xu einer einheitlichen Aktion kaum mehr auszuraffen. Nur vorübergehend, für kurze Zeit gelang es ihnen, das Spiel offen zu halten, mußten aber während der meisten Zeit den BsDern di« Herrschaft im F:lde überlassen. 3n der ^weilen Halbzeit sah man die Sachlage wenig verändert: als das Spiel 7:0 für die Hiesigen stand,
fiel das Ehrentor der Gäste. Für den Rest der Spielzeit strengten sich die VsDer nicht mehr all- zusehr an, ließen aber auch nicht zu, daß die Gäste aufkamen. Mit 8:1 endete schließlich das ungleiche Treffen.
VfB. III — To. wieseck I 7:2 (6:0).
Am Sonntag eröffnete die 3. Mannschaft des DsD. die Verbandsspiel-Saisvn mit einem eindrucksvollen Sieg über die erste Mannschaft von Wieseck. Beide Gegner befleißigten sich eines fairen Spiels, das absolut nicht einseitig war. aber die technisch bessere Mannschaft im Felde stets im Vorteil sah. 3n der zweiten Spielhälfte setzte sich Wieseck tapfer zur Wehr und tonnte zwei Treffer aufholen, während VfB. nur noch zu einem Erfolge kam. Die von VfB. erzielten Tore fielen nach recht ansprechender Kombination des Sturmes, der in Möller seinen taktischen Führer hatte. Wiesecks Mannschaft mangelt es noch an Erfahrung, im übrigen ist die Mannschaft in allen Teilen gut besetzt.
Die Alte-Herren-Mannschaft spielte am Samstagabend gegen eine kombinierte aktive Mannschaft von Wieseck auf dem Waldsportplatz und verlor 1:5. VfB. führte das Spiel nur mit acht Mann durch.
Jugendspiele.
VfB. 1. u. 2. Jugend (komb.) — Dutenhofen 1. Jugend 2:2.
Die Gäste hatten einige aktive Spieler in ihren Reihen, was den körperlich weit schwächeren VsB.ern sehr zu schaffen machte. Das Spiel litt unter dem durch Platzregen aufgeweichten Boden. Es war spannend von Anfang bis Ende, da die Gäste der mangelnden Technik Wucht und Eifer entgegensetzten. Dutenhofen glich kurz vor Spielende aus.
Die 1. Schülermannschaft war in Garbenteich zu Gast und verlor gegen die dortige routinierte 1. Schülermannschaft mit 0:7. — Auf dem Wald- spvrtplah trennten sich die 2. Schüler von VfB. Gießen und Wieseck nach eifrigem Spiel 1:1.
Handball der Sp.-Dg. 1900.
Ium- und Sportverein Butzbach I — 1900 1 5:1.
Der Beginn der Derbandsspiele schien den Mannschaften der Spielvereinigung 1900 etwas früh gelegt zu sein. DaS kam besonders bei dem Spiel der ersten Mannschaft am vergangenen Sonntag in Butzbach zum Ausdruck. Es wurden recht schöne Ansätze gezeigt und auch ein jederzeit offenes Spiel geliefert, aber die Erfolge blieben aus. Der Gastgeber spielte zunächst mit dem Wind im Rücken und brachte dadurch die 1900er bis Halbzeit 4:0 ins Hintertreffen. 3n der zweiten Spielhälfte kamen dann die Spielvereinigungsleute gut auf, konnten aber nichts Zählbares erreichen. Hervorzuheben sind Verteidiger Fischer und Torwart Mooh.
To. Allendors (Lahn) I — 1900 II 2:2.
Die zweite Mannschaft konnte nur mit neun Mann den Allendorfer Turnern gegenübertreten. Sie gab jedoch alles aus sich heraus und brachte wenigstens ein Punkt mit nach Hause.
Kurze Sportnotizen.
Frl. Heublein wartet« anläßlich des Frauen-Verbandskampses Nord-W«std«utschland in Bielefeld, den die Vertreterinnen des Nordens mit 58:42 Punkten gewannen, mit neuen Weltrekorden im Kugelstoßen auf. Di« Barmerin verbesserte ihren auf 13,16 Meter stehenden Weltrekord nicht weniger als viermal und konnte schließlich eine Leistung von 13,70 Meter erreichen, so daß der bisherige Rekord um 54 Zentimeter verbessert wurde.
II
irtschast.
Noch kein Termin für Wiedereröffnung der Börsen.
Unter dem Vorsitz des preußischen Handelsministers fand eine Besprechung mit den Vorsitzenden der Berliner, Frankfurter und Kölner Dörsenvorstände und mit Vertretern des Privat- baickierstandes über die Wiedereröffnung der Wertpapierbörsen statt. Es bestand Einverständnis darüber, daß das Interesse der Effekten besitzenden Devölkerungskreise eine mög- l i ch st baldige Wiedereröffnung der Börsen erfordert, damit Käufe und Verkäufe von Wertpapieren an den von der Oeffentlichkeit kontrollierten Märkten und zu amtlich festgestellten und daher allein zuverlässigen Kursen vorgenommen werden können.
Nach eingehender Aussprache kam der Minister zu der Ausfassung, daß dringende allgemeine Interessen eine Eröffnung der Börsen im Mo - nat 21 u g u ft noch nicht zulassen. Wenn auch die allgemeine Auffassung dahin ging, daß sich die Höhe der Kurs« der Entwicklung, die die wirtschaftlichen Derhältnille genommen haben, anpassen muß, so erscheint es doch geboten, die Auswirkung bestimmterein- geleiteter Maßnahmen abzuwarten, die darauf gerichtet find, durch unmittelbare Vereinbarungen zwischen Verkäufern und Käufern größerer Posten von Wertpapieren, durch Erleichterung der Beleihung von Wertpapieren sowie durch eine schonende Behandlung der durch Wertpapiere gedeckten Kredite den Effektenmarkt bei Eröffnung der Börse zu entlasten. Da der Zeitpunkt, zu dem diese Vorbereitungen abgeschlossen fein werden, sich zur Zeit noch nicht übersehen läßt, so ist es auch noch nicht möglich, schon heute einen genauen Termin für die Eröffnung der Börsen anzugeben.
Regelung der Siickstoffeinfuhr.
Berlin, 17. Aug. (WTD.) Nach dem Außerkrafttreten der internationalen Stickstoffvereinbarungen und dem Scheitern der internationalen Stickstoffverhandlungen ist auf dem Stickstoffweltmarkt eine so große Beunruhigung eingetreten, daß auch der deutsche innere Markt infolge von Einfuhr zu Schleuderpreisen i n schwere Erschütterung zu geraten droht, und daß der Fortgang der Produktion in Deutschland und damit auch die geregelte Versorgung der Landwirtschaft mit stickstoffhaltigen Düngemitteln gefährdet ist. Da bei der gegenwärtigen außergewöhnlichen wirtschaftlichen Lag« derartige Erschütterungen für die deutsche Volkswirtschaft unerträglich wären und lebenswichtige Interessen deS Landes gefährdet würden, hat sich die deutsche Regierung genötigt gesehen, die Einfuhr von stickstoffhaltigen Düngemitteln von einer Einfuhrbewilligung abhängig zu machen. Sie folgt damit dem Beispiel einiger anderer Länder, wie z. V. Frankreich, Polen und der Tschechoslowakei, bi« bereits ihren Markt durch Einfuhrverbote abgeschlossen haben und denen noch andere Länder sich anzuschließen im Begriff stehen.
* Der deutsche Außenhandel im Juli. Die deutsche Handelsbilanz für Juli schließt mit einem tatsächlichen Ausfuhrüberschuß von 254 (im Juni 106) Millionen Mark ab und einschließlich der 35 (im Juni 33) Mill. Mk. Reparationssachlieferungen mit einem Ausfuhrüberschuß von 289 (139) Millionen Mark. Im einzelnen ging die Einfuhr gegenüber dem Vormonat um 69 Millionen Mark auf 538 (607) Mill. Mk. zurück, während die Ausfuhr um insgesamt 80 Millionen Mark auf 792 (713) Millionen Mark stieg. Die Zunahme der Ausfuhr, die stärker ist als saifonmäßig zu erwarten war, entfällt fast ausschließlich auf die Fertigwaren, deren Absatz um 75 Millionen Mk^aestiegen ist. Don dem Ein- suhrrückgang um 69 Mill. Mk. entfallen 40 Mil- Honen Mark auf die Rohstoffe, 17 Mill. Mk. auf die Fertigwaren und 12 Mill. Mk. auf die Lebensrnittel.
* Landwirtschaftliche Warenzentrale, 21®., Darmftabt In der Generalversammlung wurde die Bilanz vorgelegt, die mit einem Reingewinn von 595 20 Mark abschließt, der dem Reservefonds von 17 190 Mark z ig schrieben wirb. In der Bilanz erscheinen als Forderung an bi« Landwirtschaftliche Zentral-Genossenschaft 56 589 Mark. Generaldirektor Berg teilte u. a. mit, baß das Obst- und Gemüseabsatzgeschäst zu Beginn des Geschäftsjahres 1930 programmäßia auf rein genossenschaftliche DasiS umgestellt und auf die Landwirtschaftliche Zentral-Genossenschaft
übergeleitet wurde. Aufsichtsrat und Generalversammlung beschließen, baß bie Warenzentrale aufrecht erhalten werden soll, um in den Fällen rasch und nutzbringend eingreifen zu können, wo es sich um bie der Landwirtschaftlichen Zentral-Genossenschaft noch nicht angeschlossenen Genossenschaften handelt. Geschäftsbericht, Bilanz und Entlastung wurden einstimmig genehmigt.
* Entlassungen oei den Adlerwer- ken. Wie WTB.-Handelsdienst aus Verwaltungskreisen der Adlerwerk« vorm. H. Kleher AG. erfährt, beabsichtigt di« Gesellschaft zum 21. August 12—1400 Arbeitern der 2200 Mann starken Belegschaft zu kündigen. Infolge der Ab- sahkrise auf dem Automobilmarkt sieht sich die Verwaltung zu dieser Maßnahme gezwungen, die in erster Linie der Lagerräumung dienen soll. Man hoffe, nach etwa vier bis sechswöchiger Pro- buktionseinschränkung bie Fabrikation neuer, mehr gefragter Modelle in verstärktem Maße durchführen zu können. Im Gegensatz zu bem Schreib- maschinengcschäft, das ebenfalls unter Absatzschwierigkeiten leidet, werd« in bem britten Fabri- kationszweig der 2ldlerwerke, bem Fahrradgeschäft, zufriedenstellend gearbeitet.
* Drown, Doveri L Co. Die Generalversammlung genehmigte bie Regularien und Me Ausschüttung einer Divibende von 8 Prozent für 1930/31. In ber Versammlung würbe mitgeteilt, baß der gegenwärtige Auftragsbestand 65 Prozent von dem d«S Vorjahres betrage. Im Ge.chäfts- bericht wird zum polnischen Geschäft darauf hingewiesen, daß auch die zweite (kleinere) Fabrik geschlossen werben müsse. Da bas Haup^unternehmen keine weiteren Mittel mehr zur Verfügung stellen könne, sei der Konkurs unvermeidlich geworben. Für die Bilanz der Hauolgesellschaft würden sich daraus keinerlei Belastungen er-
geben.
Deal
enmacfl Berlin — Frankfurt a. M.
17.August
18. August
Amlliche Notierung Meid | Ärief
Amtliche Notierung
Geld | Erlef
Wellington . Wien.... Prag . . . Budapest . . Sofia . . . Holland . . £«lo .... Kopenhagen. Stockholm London. . . Buenos Aires Neuyork . . «rüffel . . . Italien. . . Pari, . . . Schweiz . . Spanien . . Danzig. . . Japan . . . Rio de Ian.. Iuaoflawien. Clifabon . .
10,587 59,14 12,47 73,43 3,057
169,78 112,49 112,49 112,54 20,447
1,223 4,209 58,62 22,05
16,495 82,00 36,01 81,67 2,080 0,266 7,413 18,55
10,607 59,26 12,49 73,97
3.063
170,12 112,71
112,71
112,76
20,487 1,227 4,217
58,76 22,09
16,535
82,16
36,09 81,83
2,084 0,268 7,427
18,59
10,587 59,17 12,47 73.43 3,057
169,78 112,49
112,49 112,54 20,452
1,213 4,209 58,62 22,05
16,495 81,92 36,06 81,67 2,080 0,264 7,423
18,53
10,607 59,29
12,49
73,57 3,063
170,12 112,71
112,71 112,76 20,492
1,217 4,217 58,74 22,09
16,535 82,08 36,14 81,83 2,084 0,266 7,437
18,57
Banfnolen.
Berlin, 17. August__________
Amerikanifche Noten . ......
Belgische Noten.........
räntjche Noten.........
Engltime Noten ......... Französische Noten........
Holländische Noten........
Italienische Noten........
Norwegische Noten........
Deutsch-Oesterreich, 1 100 Schilling Rümänijche Noten........
Schwedische Noten........
Schweizer Noten.........
Spanische Noten.........
Ungarische Noten ........
Geld
4,20
58,46 112,23 20,392 16,465 169,36
21,96 112,23
59,09 2,465
112,28 81,79 35,42 72,85
Mts
4,22 58,70 112,67 20,472 16,525 170,04
22,04 112,67
59,33 2,485
112,72 82,11 35,58
73,15
Gießener Wochcnmarktpreise.
Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 140—150, Matte 30-35 Pf. das Pfund, Eier 9—10 Pf. das Stück, Käse 10 Stück 60 bis 140 Pf., Wirsing 8-10, Weißkraut 8-10, Rot- kraut 10—12, Gelbe Rüben 10—15, Rot« Rüben 10-15, Spinat 20—25, Römischkohl 8-10, Dohnen 20—25, Unter-Kohlrabi 5—6, Erbsen 10—15, Tomaten 15—20, Zwiebeln 10—12, Kürbis 5—6, Pilze 20—25, Kartoffeln 3,5—4, Frühäpfel 12 bis 15, Falläpfel 4—5, Dirnen 10—20, Dörrobst 30 bis 35, Heidelbeeren 20—25, Pfirsich« 40—60, Preißelbeeren 35—40, ^Brombeeren 30—35, Pflaumen 10—15, Zwetschen 20—25, Mirabellen 30 bis 35, Reineclauden 15—20, Honig 40—50, Junge Hähne 90-110, Suppenhühner 90—100 Pf. das Pfund, Tauben 50—70, Blumenkohl 30—70, Salat 5—10, Salatgurken 10—20, Einmachgurken 2—4, Endivien 10—15, Ober-Kohlrabi 8—10, Lauch 5 bis 10, Rettich 10—15, Sellerie 10—15 Pf. das Stück, Radieschen 10-15 Pf. das Bund, Kartoffeln 3.00—3.50 Mk. per Zentner.
Sprechstunden der Nedaktion.
11.30 blf 12.33 Uhr. 16 bl» 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen.
Aus aller Welt.
Der Jahresbericht des ZdA.
Der Zenttalverband der Angestellten übergibt der Oeffentlichkeit den Bericht über bie Tätigkeit im Jahre 1930. Nach einer allgemeinen lleberficht über Wirtschafts- unb Finanzpolitik folgen die Verhandlungen über die Sozialpolitik, bie Organisation unb die Werbung, bie 3ugenb* rage unb bie Dildungsarbeit unb ausführliche Darlegungen über bie Tätigkeit der Fachgruppen neben ben Berichten über bie Presse, die Praxis unb bie Kasse. Ein Zuwachs von 11 000 neuen Mitgliebern trotz Abgang durch Stellenlosigkeit, Tod und sonstige Llrsachen, ist un Jahre 1930 zu verzeichnen. Das Vermögen ist auf 5,5 Millionen Mark gestiegen. Diese Zunahme an organisatorischer und finanzieller Leistungs- ähigkeit gab bem Verbanbe bie Möglichkeit, einen wachsenden Verpflichtungen gegenüber ben unterstützungsbedürftigen Verbandsmitgliedem nachzutommen. Die Rechtsschuhabteilung bei ber Hauptverwaltung des ZdA. erteilte 1930 16 103 Rechtsauskünfte gegen 11 687 im Vorjahre. In ben Klagen vor ben Arbeitsgerichtsbehörden würben 1930 gefordert 1 435 276,27 Mk. Davon wurden durch Vergleich erzielt 7?6 231,81 Mk. und durch Urteil 466 701,77 Mk. Die abge- cb[offenen Tarifverträge beziffern sich 1930 auf 1147 gegen 1055 im Jahre 1929.
Dom Reichsverband der evangelischen Jungmänner.
Der Reichsverband der evangelischen Jung- männer Deutschlands erklärt: Auf der Welt- konferenz der christlichen Vereine junger Männer, bie vom 4. bis 9. August in Cleveland stattfand, kam auf Veranlassung ber Deutschen di« Kriegsschuldfrage zur Besprechung. Tie deutsche Abordnung kämpfte mit leidenschaftlichem Emst gegen die Kriegs- schckldlüge. Ein Teilerfolg war die schließlich erreichte Entschließung, daß keiner einzelnen Nation bie alleinigeVerantwortung für ben Weltkrieg zugeschoben werden könne. Diese Erklärung ist für ben deutschen Standpunkt nicht voll befriedigend. Der Kampf um volle Wahrheit geht weiter.
Gin FD-3ug beschossen.
Der FD-3ug3 Basel — Berlin, der in Ersurt um 10.26 Uhr eintrifft, ist bei Külonieter 117 der Strecke Neudietendorf—Bischleben von einem unbekannten Täter beschossen worben. Das letzte Fenster am Durchgang des ersten Personenwagens zeigte zwei Kugeleinschläge. Der Streifenbienst der Reichsbahndirektton Erfurt unb bie Kriminalpolizei in Erfurt und Gotha haben bie Nachforschungen ausgenommen.
Eingesandt.
Ein Fußweg erwünscht!
Klein - 2inben, 17. Aug. Nachdem die hiesige Wasserleitung soweit fertiggestellt worden ist, und die Straßen wieder in Ordnung gebracht sind, gleicht bie obere Bergstraße bei Regenwetter einem See und ist daher unpassierbar, weil für die Wassermassen keine Abflußmöalichkeit vorhanden ist. Durch die Her. stellung eines Fußweges von feiten der Gemeinde Dem Mangel abzuhelfen, wäre dringend erwünscht.
Ein Anwohner.
Gewinnauszug
Nachdruck »erboten
Ohne Gewähr
15. August 1931
6. Ziehungstag
160353
19266 86806
1841 4210 28227 48393
188
192 Ottolnn« |U 500 W.
21558 21819 23320
17958
79820 82521 83963 86418 93474 101057
53412 104097
198354 259776
110939
308094
94817
168929
203130
235689
283255
373878
394430
107893
154800
206768
236968
257421
286679
317915
333870
357998
371127
385272
101634
170783
208809
239465 294823
382095
102560
175572
214829
241838
306444
384850
10544
42714
57476
67127
199976 231618 264111 362578 391008
17755 45434
58031
70217 107269 154005 191317 234533 256875 278312 305129 329728 341580 370780 384590
121832 155918 212529
240661
258195 287723
318725 334531
359986 373978
385444
2356
24277
143454
190457
223344
256732
275995
300366
323450
340259
366847
380979
105601 185669
215653 248371
323817 387791
136730 161966
222532 247769
269319 298651
322642
335785 363188
380388
392644
108115
187703
227134
249507
335254
390923
46199 46957 47771 54764 56936
59497 61480 62622 65265 65317
129022 160961
218012 244375
262809 294031
319698 335005
362723 375654 387514
607 104519
283968 287492
8 ©etolnne jtt 5000 M. 304340
22 ®etoinne zu 3000 M. 151429 243031 245529 315145 343890
5. Klasse 37. Preußisch-Süddeutsche (263. Preuß.) Staats-Lotterie
324169 337458 364233 367000 372478
96 »«toinn« »u 1000 W. 3125 10531 13238 20282 29835 32117 38450 61133 62785 77847 80712 ----- ------ ------ ------ ------ 148231
214286 ... _________ ______ ______
270805 271544 277662 288950 301473
Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II
In ber heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen
68 flktninne zu 2000 M. . _ .. --------- —
60689 62493 66103 73907 74477 96330
107486 140707 142988 164172 170990 ---- 221483 223456 248339 253842
In der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen
163617
202695
268510
307523
341011
366621
167056
205132
275214
308896
344743
376578
224491
279470 315560 356157 387627
187111
231206
293966
320216
356450
387867
193618 244339 298069 327450
363314 394653
64302 । 145797 199969 249742
300839 332726 364411
839 6165 9715 18225
2 Gewinn« j« 10000 M. 373613
4 Gewinn« in 5000 M. 224861 309319
18 Gewinn« ,u 3000 W. 104979 160050 163467 210511 272862 284983 334669 366800 368403
58 Gewinn« zu 2000 M. 11337 24202 51487 69100 72590 101383 104513 127876 136452 139008
160777 159993 196952 197449 199951 235416
240226 248820 269525 281443 292151 300132
300425 329781 356388 367278 381438_ 394214
112 Gewinne zu 1000 M. ??" " 2“'. 7 ' 2227
23327 32596 34531 36268 51061 52860 58070 62783 80137 87858 107601 125884 128170 141844 ----- ------ 169473 -----------
13368
399532
200 Gewinn« ,n 500 M. 3076 5227 10475
17018 18424 25242 26481 42419 42511 44977
47901 49608 51253 52174 55342 58715 66010
76068 81942 82045 84698 90264 92858 95296
97383 107457 107981 110591 111085 111257
140257 145428 166396 166842 171416 172208
175510 176277 180137 185357 185504 189897
195738 216665 218140 218206 219462 221860
222554 223815 226930 230475 231026 231633
232251 236076 256545 262207 263058 266936
267948 267958 271168 272908 275756 282949
285163 288909 294890 295283 298492 302752
308874 316297 319712 320340 320471 321149
321518 327517 328980 330874 334379 338448
343997 354135 355411 366019 367112 372330
372722 377808 379237 379831 383428 384890
386553 389023 389106
Im Gewinnrade verblieben: 2 Drarnien zu fs 600000, 2 Gewinne zu je 500000, 2 zu je 300000, 2 zu je 200000, 4 zu je 100000, 6 zu je 75000, 6 zu je 50000, 26 zu je 25000, 150 zu je 10000, 390 zu je 5000, 770 zu je 8000, 2374 zu je 2000, 4644 zu je 1000, 7696 zu je 500. 23334 zu je 400 M.


