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Ohne Gewähr

17. August 1931

7. Ziehungstag

106963

70001

146679

282291

232406 235960 241361

310544 326058

3266

364021 372567 373076

397625

384741

70 «etotnnt ,»

260 21156 26483 28721

32713 33839 35155 38965 40190

43919 44573 45735 48170 50919 52275

74729 75072 79112 80976 91509

Drämien zu se

Im Gewinnrade verblieben: 2

139537 231454

299651

350772

132077

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164474 188615

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338551 358760

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9589 32531

60967 ' 100077 122464

134606

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248895

347925

185418

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114891 152740

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127295 153974

222606 281453 330249

352773 381622

192432 246448 280254 330350 366876

128185 174938 234428

293377 338361

358313

158055 174378 216591 229184 264923

289597 328662 342064 373485 397060

200954

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295266

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158876 176048 217539 236005 270276 303372 337235 355765 384062

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110542 133594

149216 175478

201956 217091

232749 253462

275468 304788

318934 337379

364204 398627

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305006

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138423 161521

187190 211181

221641

240476 261663

296155 308845

327976 356642

365903

188686 236591 275818

320727 349090

100665 123675

138436 163779 187645 212352 228604 241299 262615

298263 310527

328344 357681

366869

155064 174161 209289 227346 2',3746 284532 316674

340511 371437 387131

104645 126701

139551

164979 195373 213699 229405

243462

266493 299141

310665 328875 3605t 3 391972

118700 134650 156384 178904 203664 217467 233999 259474 286076 307716 322622 352815 365324

105773 132335

142370 170641

201901 215069

232252 247273 271479 304106 313459 334319 363378 394270

138832 150643 170933 207781 224726

260690

279932 316593 339645 369756 385767

12380 13304

Rieder-Ramstadt schon über die User getreten und der Dach au einem reißenden Sluft angeschwollen. Er führte bereit- Fruchtgarben. Feldfrüchte. Hausgeräte ufto. au- den höher ge­legenen Gegenden mit sich. Die Häuser der Salbend standen bald unter Wasser, und d:« Wohnungen und Ställe wurden geräumt loto:« alles Hab und Gut soweit wie möglich in

Aus dem Amtsverlündigungsblatt.

Das Amtsverkündigungsblatt Rr. 58 vom 18. August enthält folgendes: Htand der Maul- und Klauenseuche in Hessen. Schweineztoischenzäh- lung am 1. September 1931. Feldbeoeinigung in der Gemeinde Lauter. Die Erhebung einer Diersteuer in der Gemeinde Annerod und Utphe. Dienstnachrichten.

Gewlnnauszug

5. Klasse 37. Preußisch-Süddeutsch« (263. Prcuh.) Staats-Lotterie

598 2270 7130 7231

17935 23208 24330

600000, 2 Gewinne zu je 500000, 2 zu je 800000, 2 zu je 200000, 4 zu je 100000, 6 zu je 75000, 6 zu je 50000, 26 zu je 25000, 148 zu je 10000, 362 zu je 5000, 736 zu je 3000, 2248 zu je 2000, 4468 zu je 1000, 7-80 zu je 500, 22212 zu je 400 M.

LinwetterKatastl-ophe im vorderen Odenwald.

WSR. Darmstadt. 18. Aug. Am Diens­tag. etwa zwischen 16 und 17 Uhr. ging über Darmstadt und den vorderen Odenwald ein schweres Unwetter nieder. 'Besonder- di« Täler des vorderen Odenwalds wurden durch die niedergehenden Wassermassen schwer heim- resuch:. Das Unglück ist für einige Gemeinden o schlimm wie die F r ü h j ah r s k a ta - ftrophe von 1919. Bereits gegen 18 Uhr wurden aus dem oberen Modau-Tat Meldungen über bevorstehendes Hochwasser an di« unteren Gebiet« wcitergegeben. Gegen 18 Uhr war di« Modau an der ersten Aiederungsstuf« bei

Sn der heutigen Nachmittogszlehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen

Maschinen sind in voller Tätigkeit. Der loggen ist ziemlich schlecht ausgefallen, dagegen gibt der Weizen eine gute Mittelernte. Hafer und Gerste waren Heuer am besten geraten. Dia Ernte der Frühkartoffeln ist nahezu be­endet. Der Preis hat sich stark gesenkt. Für den Zentner werden zur Zeit 2 bis 2,25 Mark gezahlt. Drünfutter gibt cs durch den vielen Regen in reichstem Matze. Auch Dickwurz. Gemüse und Spätkartoffeln stehen gut

Sn der heutigen Bormlttagszlehung wurden Gewinne über 400 2JL gezogen

14 »«tohrae m 6000 M. 8145 29602 30157 59086

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2 »ttoinn« i* 10000 TL 393618

14 »tttinnc |U 6000 TL 69667 141932 197227 229199 264861 334053 384733

16 ®<t>tnn« *« 3000 Tl. 33256 64688 75465 92539

166730 202118 313628 323283

--- 2000 TL 15876 48553 86441 98213

------ ------ ------ 207340

100 trenne |o 1000 M. ...-------

36252 46470 68439 72743 74861 80119

282279 282291 L----- ------ ------ -- -

331217 341354 342105 348932 360745 376424

76otnM i* 1000 ®L 33538 62245 53007 60019 71168 73163 91423 112420 115336 129708 129916 ------ 141651 168298 164774

375262 384741 397626

182 *«tDtniu ia 600 ®. 488 13318 13721 14568 20071 30807 31366 33479 46416 62421 66503 66998 66057 68034 72673 73348 77486 77720 85808 86396 98842 99780 102034 106128 109198 112526 ------ ------ ---- 140237 141817 144901

228614 242899 260149 261777 263039 278979 ------ ------ 286072 286687 304310 330368

10 0 0

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Aus der Provinzialhauptfiadt.

Gießen, den IS.August 1931.

Papier im Haushalt.

Welch vielfältige Derwendung bas Papier im Hau-Ha'.r als rationeller Swsf haben kann, geht aus den Vorschlägen hervor, di« auf em Preis­ausschreiben für neue Verwendung-Möglichkeiten von Papier im Haushalt gemacht wurden Dte «ingcgangenen Borschläge smd für di« Kenntnis der Hausfrau von grötz:em Wert, weil sie ein« Wenze Anregungen enthalten

So wurde als neu unü nicht genügend be» könnt scstgestellt: Speisehauben. Mundspül^aser. Pcraamenttüten zum Grillen, Dettvorleacr. Reife- 'chuhe Dutlerbrotbchälter. Fustbodenbc.ag für Laufställchen. Wandschoner. Dabylätze, Windeln, weiche Putzbäusche zum Putzen von Fenstern. Stieseln. Metall usw., Kopfhüllen zum Aus- probieren von Hüten. Schutz zum Kopsan.eqen in der Eisenbahn, buntsarhige Zimmerdccken- bckleidungen. Spucknäpfe, Freß^Lpse für Hunde

und Katzen. ~

Besonders beachtlich ist der Vorschlag der Speisehaube, di« nicht nur zum Warmha'.ten der Speisen, sondern auch zu ihrem Schutz gegen Fliegen, Staub u. a. bestimmt ist, da die Metall- «locken in gröberer Zahl für den Haushalt wegen ihres Preises selten angeschasft tpetben. Praktisch lind auch einige Vorschläge, di« sich aus di« Reis« beziehen. z. B. Schutzauflagen zum Anlegen dts Kopses in der Eisenbahn. Reise- schuhe und Butterbrotbehälter. Hierzu gehören auch Bettvorleger und Mundspülgläser, deren Ginsührung aus hygienischen Gründen in Hote^ erwünscht ist. Bei der Kleinkinderpsleg« könn­ten sich auch auS hygienischen Gründen Win­deln aus weichem Papier. Dabylätze und Fuß- Hodenbelag, besonders in Lausställen, recht zweck­mäßig erweisen, da sie der Hausfrau daS dau­ernde Waschen dieser Gegenständ« ersparen. Ebenso können Wandschoncr au» kräftigem Pa- p:et zum Schuh der Tapeten in Kinderstuben, hinter Waschtischen ufto. recht nützlich sein.

Der Gedanke des AermelschonerS aus Papier Hl nicht neu, da man in Dureaus häufig iiW». daß sich da» Dureaupersonal solche selbst macht. Unseres Wissens gibt es aber so.che Aermelschoner noch nicht au kaufen. Kopfhullen au» Papier beim Anprobieren von Hüten ent­sprechen nicht nur einem hygienischen Bedürf­nis, sondern dienen auch zur Schonung der Frisur. Papiersreßnäpfe für Hunde dürften sich auch empfehlen. da wohl schon mancher sich daran gestoßen hat. daß den Tieren Futter auf Tellern gegeben wurde. Bei der jetzt modernen Art. da» Fleisch im eigenen Saft zuzubereiten, «braucht man Pergamenttüten zum Grillen. Zum Fensterpuhen, Abtoischen von Stieseln, oder de» Küchenherde- ufto. wurde auch bisher schon ost Fciiungspapier gebraucht, besser wird sich dazu «in Putzbaulch au» Hierfür besonders geeignetem Papier verwenden lassen. Buntsarbige Zimmer- deckenbekleidungen an Stelle eines weißen Decken­anstrich-, dürsten auch immer mehr Freunde ge-

371065 ______ ______.

234 eu 600 TL. 81

Landkreis Gießen.

!l Daubringen, 18. Aug. Während der Sommerferien wurde da» Innere unserer Schule neu hergerichtet. Die Arbeiten wurden von den Weißbindermeistern Gmil S ch ä s e r und August Weimer auSgeführt. Säle, HauSgang I und Treppenbau sind in gleicher Farbe gehalten. Heber braungestrichenem Holzgetäfel sind Decken und Wände in einem einheitlichen, gelbgeton­ten Elfenbein, einem ruhigen, lichtreichen Ton gehalten, der um so stärker wirkt, alS jeder Strich vermieden wurde. Die geschmackvollen Arbeiten standen unter Anleitung und Aussicht von Ober­inspektor Mohr vom Hochbauamt Gießen

4. Grünberg, 18. Aug. Am Sonntag ver­anstalteten die Sech zig jährigen eineWie- dersehensfeier. Am Morgen fand ge­meinsamer Kirchgang statt. Psarrer ®rauling hielt die Predigt, in der er auf die Bedeutung der Veranstaltung hinwie». Musik- verein und Männergesangverein wirkten bei dem Gottesdienst mit. Anschließend fand auf dem Friedhof eine Ge ch t n i S f e ie r für die schon verstorbenen Schulkameraden statt, bei der eben­falls Pfarrer Grauling die Ansprache hielt Musikvortrag des MusikvereinS und Ehöre de« Gesangvereins .Sängerkranz'' umrahmten die Feier. Sodann wurden Kränze auf den Gräbern von 9 Alterskameraden und der Lehrer nieder- gelegt. Der Aochmittäg vereinigte die AlterS- kameraden in der Wirtschaft .TaunuS" zu einem gemütlichen Beisammensein dem sich ein Spa- ^gang durch das Brunyental an-

. Es dürste noch interessieren, daß der Jahr­gang 1871, der im Jahre 1885 in Stärke von 68 au« der Schule entlassen und konfirmiert wurde, schon 31 durch den Tod verloren hat An der Wiedersehensfeier nahmen 32 teil. Erwäh­nenswert ist noch, daß ein Alterskamerad, Fer­dinand Hörle aus Ehikaao, 25 Dollar für die Ausgestaltung der Feier schickte.

LJ Grohen-Linden, 18. Aug. Am SamS- tag, 15., und Sonntag. 16. August, fand hier ein« Wiederfehensfeier der AlterSver- einigung 1 88 1 1931 statt. Fast alle ehe­maligen Schulkameraden hatten sich au» nah und fern mit ihren Ehegatten eingefunden Mit herz­lichen Worten begrüßte der AlterSkollege Lud­wig Mehl die Erschienenen, ganz besonders be­grüßte er den greisen Klassenlehrer Diemer, der es sich nicht hatte nehmen lassen einige frohe Stunden im Kreise seiner einstigen Schüler zu verbringen sein weiterer Gruß galt dem Alters­kollegen Kail Keßler, der vor vielen Jahren nach Amerika ausgewandert ist und nun ebenfalls mit seiner Gattin erschienen war. Der verstor­benen und gefallenen Schulkameraden wurde in der üblichen Weise gedacht Das reichhaltige Programm, gesellige Unterhaltung und der Aus­tausch von Iugenderinnerungen. hielt die Teilneh­mer bi- in die frühen Morgenstunden zusammen. Am Sonntag sand in der Kirche ein besonderer Gottesdienst für die Festteilnehmer statt. Der Geistliche gedachte in seiner Ansprache der verstor­benen und gefallenen Schulkameraden Anschlie­ßend an den Gottesdienst wurden auf dem Fried- Hofe Blumen auf den Gräbern der verstorbenen Atterskameraden und ein Kranz am Kriegerdenk­mal niedergelegt

! AuS dem südlichen Kreise Gießen, 16. Aug. Selten hat sich die Getreideernte so verzögert wie in diesem regenreichen Sommer. Trotzdem ist der Schaden den das Wetter an­richtete, bis jetzt ganz gering. 6m längerer Land­regen schadet dem lagernden Getreide viel mehr alS die kurzen Schauer, die seither niedergingen DiS zum Ende der Woche wird wohl der größte Tell der Frucht eingefaßten jenv Die Dresch-

und Vermögenssteuer gespart, wenn jetzt «in« An­zeige er*o:gt.

Erstreck! sich die Steueramiteftie auch aus die so­eben geschilderten Tatbestände, in denen von einer allenfalls fahrlässigen Strafbarkeit di« Rede sein kann, so wäre damit sogar eine SteueterspatniS für die Zukunft verbunden- denn es liegt auf der Hand, daß, wenn em Steuerpflichtiger letzt ohne Rachzahlungspsl-.cht den Wert feinet Vorräte per 31. Dezember 1929 erhöhen kann, fein Gewinn per 31 Dezember 1930 und später um den Wert der nicht steuerpslichttgen Erhöhung geringer ist!

Es ist allerdings noch nicht heraus, ob auch auf derartige Fälle die Steueramnestie sich erstreckt.

Handwerkszeug prüfen!

Rach der Statistik des ReichSver'icherungSamtes über daS zuletzt abgeschlossen« DerichtSjahr sind über 50 000 Unfälle durch Handwerkszeug gemel­det worden. Davon waren 1365 mit schweren Schä­digungen der Gesundheit der Betroffenen verbun­den. und sogar eine ganz« Anzahl Todesfälle find dadurch verschuldet worden. S- erfordert nur ge­ringe 3eit und Müh«, da» Handwerkszeug vor Inbetriebnahme daraufhin zu prüfen, ob es allen Anforderungen entspricht. Drechen oder Zersprin­gen eine- nicht einwandfreien HammerS. einer Zange, eines Schraubenschlüssels, oder deral« chen kann für den Bedienenden selbst wie auch seine Umgebung allerschwerste und verhängnisvolle Fol­gen haben.

Freilich gehört au der sorgfältigen, aufmerk­samen Prüfung und Auswahl des Handwerks­zeuges durch den Arbeitenden nicht nur, daß er es darauf prüft, ob es einwaichfrei ist, sondern auch daß für jede Verrichtung da- dafür bestimmte Handwerkszeug ausgewählt und benutzt wird. Ein« Außerachtlassung diese- eigentlich selbstverständ­lichen Erfordernisses kann viel U l anrichten. Sicher gehören die durch g hervor-

gemfenen Unfälle -um allergrößten Teil zu den 75 Prozent, die nach einstimmiger Annahme aller Fachleute für vermeidbar erklärt wurden.

Bornotizen.

Tageskalender für Mittwoch. Out« templer-ßogeHassia": 20 Uhr Vortrag und musi­kalische Unterhaltung. Hinter der Westanlage 11. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Alraune".

A»s jede gtjogene Nummer sind zwei gleich hehr Gekonnte gefallen. u*b zmar je rie<r aus die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II

wirtschaft tätig. Am 15. Mai 1892 erhielt er seine Berufung zum Inspektor der Arbeiterkolonie Neu- Ulrichstein, er ist sonach nahezu 40 Jahre im Dienste dieser 21 n ft alt tätig gewesen. Die besonderen geologischen und klimati chen Derhältnisie der Höhenlage Ncu-Ulrichsteins er ordern von dem Leiter des dortigen landwirtscha tlichen Betriebs große praktische und theoretische (Erfahrung. Wenn die Arbeiterkolonie Neu-Ulrichstcin während ihres

Schweine-Zwischenzählung am 1. September. 3m jüngsten AmtSverkündi- gungsblatt wird darauf hingewiesen, daß am 1. September 1931 wieder eine Schweine-Zwischen­zählung stattfindet, mit der auch eine Ermittlung der nicht beschaupslichtiaen Hausschlachtungen in der Zeit vom 1. Juni bi- 31. August 1931 ver­bunden sein soll. Diese Ermittlung soll dazu die­nen. einen Hebcrblicf über den scrisonmäßigen Verlaus der Vesamtschlachtungen an Schweinen ^u erhalten.

DieUrlistezurAuswahlderSchöf« fen und Geschworenen liegt, wie aus der heutigen amtlichen Bekanntmachung ersichtlich ist, in der Zeit vom 20. August bis Donnerstag, 27. August, im Stadthaus, Bergstraße, zu jedermanns Einsicht offen.

Die Grummetgras-Dersteigerun- g e n der Stadt Gießen finden am Montag, 24., und Dienstag. 25. August, statt. Näheres ist aus dem heu­tigen Anzeigenteil ersichtlich.

Die Störche ziehen nach dem Sü­den. Gevatter Storch rüstet zum Flug nach dem Süden. Aus allen Tellen Südwestdeutschlands wird gemeldet, daß die Storchennester bereit» verlassen sind: auS einigen Orten wird gemeldet, daß die Störche sich dort sammeln, um die Reise gemeinsam anzutreten. Daß die Störche un» jetzt schon verlassen, deutet auf einen nahen Herbst und Winter.

W a rnun a Dorf alschen Zehnmark­scheinen. 3n letzter Zeit mehrt sich der Umlauf von falschen Zehnmarkscheinen, und zwar handelt es sich um Falschscheine, die eine große Aehnlichkeit mit echten Scheinen aufweisen. Zu erkennen sind die Falschscheine daran, daß sich das Papier etwas glatter alS das der echten Scheine anfühlt, der runde Kontrollstempel auf der Vorderseite schlecht ausgeprägt, und die untere rechte RasenhöIfte des Kopses bedeutend breiter, einem Auswuchs ähn­lich ist. Auch ist die Schattierung an der rechten Rasenseite und um das Auge bedeutend stärker ge­zeichnet. In der Durchsicht erscheint ferner bei den falschen Scheinen der Kops dunkler als bei dem echten. Weiterhin ist bei den echten Scheinen die Strafandrohung gerade gedruckt, während sie bei den falsch.n schräg gezeich et ist. Bei einigen Falsch- I scheinen ist die kleine Zahl10 am oberen Rande nicht in der Mitte des Hellen Abschnittes. 3m ganzen sieht die Vorderseite der Falschscheine etwa- blasser aus. als die der echten. Die Zahlen .10 auf der Rückseite der Falschscheine befinden sich meist nicht genau in der Mitte der kleinen runden Stempelaufdrucke. DaS Papier der fal­schen Scheine neigt anscheinend dazu, in den Fal­ten zu brechen. DaS Wasserzeichen ist bei den Falschscheinen zwar vorhanden, jedoch ist es schlecht sichtbar.

Achtung! Betrüger! Der Verlag Reichs-Branchenverzeichnis G.m.b.H, Berlin.' läßt in Frankfurt a. M. unb Umge­bung durch einen Vertreter f ür das ReichSs irmenfernsprechbuch werben. Dieser Angestellte ist inzwischen von der Firma entlassen worden. Der Schwindler besucht sämlliche Firmen, die im 3ahre 1930 kostenpflich­tige Eintragungen für das Reichssirmen-Fern­sprechbuch erteilt haben und kassiert sofort gegen Quittung die Eint rag-gebühr für die jetzt in Bearbeitung befindliche 7. Ausgabe deS Duches. Es wird von der Polizei darauf fnn- gewiesen, daß der Vertreter nicht berechtigt ist, zu kassieren. Er hat auf Verlangen sich durch einen polizeilich beglaubigten Ausweis zu legiti­mieren. Der Schwindler tritt unter dem Rainen H. Kraft-Trapp auf, ist von mittlerer Drohe, hat schwarzes, zurückgekämmtes Haar, trägt braune Hornbrille und ist zirka 30 Iahre alt Zu­letzt ist er in Frankfurt a. M. am 5. August auf­getreten. Es wird gebeten, ihn sestzunehmen und sofort Rachricht an da» Polizeipräsidium in Frankfurt a. M. zu geben.

135123 169897 337397

18 »«einne i. 3000 TL 38352 106481 128286

137481 139359 316129 364713 367686 391956

66 »«kHnn« u 2000 IX. 10841 18832 26830 26647 ----- ------ ------ 198250 199793 204409

»innen.

Das Preisausschreiben ist jedenfalls ein Er­folg gewesen, well sich zahlreiche Hausfrauen I erstmalig über die Bedeutung des Papier- für den Haushalt klar geworden sind, um dem Papiersach neue Anregungen für Papierverwen­dung zugegangen sind.

Neue hessische Bestimmungen über die Zürsorgepflicht.

Da- Gesamtministerium hat mit Wirkung vom 15. August in Vollzug der Reichsverordnung vom 5.3uni 1931 das Getetz vom 17. 3uni 1926 über di« Fürsorgepslicht abgeändert. Gegen Verfügun- aen, die den Antrag auf Gewährung von Für- st>rg« ganz oder teilweise ablehnen ober die Für­sorge entziehen, steht dem Antragsteller und der Gemeinde binnen zwei Wochen nach Bekanntgabe der Entscheidung der Einspruch zu. Will die ver­fügende Dehörk^ diesem Einspruch nicht entspre­chen. so ist derselbe beim Spruchausschub vorzu- legcn. der bei jeder Dezirksfürlorgestelle zu bil­den ist. Degen den Beschluß des SpruchauSschusseS Hebt dem Antragsteller, der verfügenden Stelle und der beteiligten Gemeinde binnen zwei Wochen Beschwerde an den bei jeder Provinz zu bestel­lenden Beschwerdeausschuß zu. Der Ausschuß be- I steht au- dem Prvvinzialdirektor und zwei vom PrvvinzialauS'chuß berufenen Beisitzern.

Der eine Beisitzer wird vom ProvinzialauSschuh au» feiner Mitte gewählt, der andere wird auf Vorschlag des Verbandes der hessischen Kreise und Pwvinzen und des hessischen Städtetages bestellt. Der Au-schuß entscheidet endgültig. Gegen seine Entscheidungen steht nur der ordentliche Rechts­weg offen. Aus der Entscheidung des Ausschusses erfolgt die Zwangsvollstreckung nach den bishe­rigen Bestimmungen mit der Steuerung, daß trotz de- Einwandes des Unterhaltungspslich igen das Verfahren nicht eingestellt wird. Gme Einstellung der Zwangsvollstreckung kann also nur im Klage- Wege beim ordentlichen Gericht herbe.gesührt wer­den. Am 15. August 1931 von den Beschwerde- auSschüssgn noch nicht erledigte Beschwerden wer­den nach der neuen Verordnung behandelt und diwchgeführt.

Grenzfätte der Steueramnestie.

Der Steuershndikus und Leiter der 6:eucrbera- tungsstelle der 3ndustrie- und Handelskammer Eießen. HermannWill, veröffentlicht in fei­nem Rundschreiben 2r. 16 .Aktuelle Steuerfragen folgende Ausführungen:

rie Wege der Steuerhinterziehung find viel­gestaltig: Von der bewußten 2Ingabe zu geringen Einkommens, zu niedrigen Vermögens gibt es zahlreiche Spielarten bis zur Schätzung, bis zu der lltbedegung:

Ich verbuche einmal den und den Betrag über Unkosten, obwohl er ja .vielleicht" auf Anlage- hmto gehört und damit das Einkommen erhöht: oder an sich würde wohl eine Abschreibung auf Barenvorräte mit 10 Prozent au-reichen, ich tefonc aber _al- ganz besonders vorsichtiger Kaufmann 20 Prozent und warte in allen Fäl­len ab. ob bei der Kontrolle der Steuererklärung «das herauskommt ober der Buchprüfer deS Fi- "vILmts etwas herauSfindet.

Angesichts der Steueramnestie wird der Steuer­pflichtige jetzt überlegen, ob er auch solche Grer»- sllle - zu niedrige Bewertungen, zu hohe Ab­reibungen, Verbuchung über Unkosten statt auf *tlagefonto offenbaren foll. Der Vorteil liegt y der Hand: Selbst wenn eben, weil es sich um Jtottfäfle handelt, eine Steuerstrafe vielleicht ^echaupt nicht in Frage kommt, wird unter Alm- jnben die bei Qhifbedung durch eine Buchprüfung ®ige Nachzahlung für Einkommen-, Gewerbe-

Oberheffen.

Oekonomierat Heinrich Tritte zu Treu'lllrichstein t-

Neu - Ulrichstein. 19. Lug. Nach kurzer schwerer Erkrankung verschied der Inspektor der Arbeiterkolonie Neu-Ulrichstein Oekonomierat Hein­rich Ritte. Mit ibm ist einer der ausgezeichnetsten Londwitte Oberheiicns und ein wegen seiner Tuch- tigkeit. seiner großen (Erfahrung und seine» Cha­rakters weit und breit geschätzter Mann aus dem Leben geschieden. Oekonomierat Ritte ist am 27. April 1857 in Geismar, Kreis Fritzlar, geboren. Sein Vater war der Mühlen- und Gutsbesitzer Heinrich Ritte bortielbÜ. Ritte leistete nach Voll­endung seiner theoretischen und praktischen Aus­bildung für den landwirtschaftlichen Beruf seine Militärdienstzeit bei dem Hessischen Feld-Artillerie- Regiment Nr. 11 in Fritzlar ab. Er war nachher auf verschiedenen Rittergütern und staatlichen Do­mänen als Verwalter sowie in der elterlichen Guts-

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und «rbl.nftMa,n «r- »«,'nd »Auch

Seine Leistungen auf landwittschaftlichem Gebiet, di« Modaiti die hier ^ duvch dle ZuflMte au- insbesondere auf den Gebieten der Viehzucht und .^afchenbachtal Erstarkt wurde, ^kren Bodenbewirtschaftung sind in ganz Oberhcssen rühm- ®$al>cn Die A " * ostra ß « Darm

lichst bekannt. Ritte hatte jederzeit ein offenes Auge 5 " dt Ä« ld «lb«r 9 ist Unpass "bar, für alle durch die Zeitoerhältnisse gebotenen De- der Verkehr mußteumgete.tet werden -lieber all bürfniffe und Neuerungen und wußte sie durchzu- mußten die Feuerwehr und freiwillige Htis»- r,hJn nnh hurrf, fnnriame Wirlfchaft die Mittel träft« eingesetzt werden: auch di« Polizei in hierzu bereitzustellen. Er war eine harmonische. Darmstadt H 8ruLUn!Ct?Ü*imfn^^?i?SL in sich gefeftigte Natur, ein humaner Vorgesetzter Ä-

SVX"n 'S.-V.&'SÄÄ KSjj- W.JSÄ la« oor (einem Tobe in ber Seitung ber Roionie ta» pMbetn <>*. _

raK? markantesten Er- tet, daS Obst von den Bäumen geschlagen und

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Jahre im Dienste der Kolonie treu zur Seite ge- ©tet«en deS Wasser- gemeldet. ______________

standen hat und zwei Söhne, von denen der ältere-----------

Kinderarzt in Heilbronn ist, während der jüngere | Verantwortlich für Lokales: i. D. H. L. N e u n e r. gleichfalls den landwittschaftlichen Beruf erwählt hat und feit mehreren Jahren seinem Vater zur Unterstützung In der Koloniearbeit beiaegeben war. Die Dandererfürsorge verliert in Oekonomierat Ritte einen ihrer tätigsten Mitarbeiter.

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