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SerZahresbencht her öffentlichen Venissberainng

meisten männlichen DcrufSwünsche. 129. bezogen sich auf bad Metallgewerbe. atebann folgten bi« kaufmänn.schen Dorus« einschließlich Bureau mit 118, bas Rahrungs- unb Genußmittelgewerbe mit 60. D e 6 begehrtesten weiblichen Berufe waren: Schneiderin 75, Dureauangeftellt« 62, Derkau- fcr.n 58. Hausgehilfin (ftäbt.) 39. Kranlenpsle­ger n 9. Friseurin 6.

241 Ratsuchende - 22 o. h. (130 männliche, 111 weibliches hallen keinen beslimmlen Verns»- wünsch und überliehen e» von vornherein der verussberalung. irgend passend« verusroor- schlüge ja machen.

Gin kaum kleinerer Prozenüay Ratsuchender mit labilen Dcrusswünlchcn dürste erfahrungsgemäß diesen Unentschlossenen noch hinzugezählt werden. .

An alle 2323 in unserem Bezirk zur VvlkS- schulentlassung gekommenen Knaben und Mädchen wurden wiederum illustrierteMerk­blätter" sür die Berufswahl und zum Schulfle.h ausfordernd«, ebenfalls illustrierte ..Mahnzettel" zur Verteilung gebracht und in den Oberklassen der höheren Lehranstalten Aufklärungsblätter sür akademische Deruse". 3n den Sntlaßklassen höherer Lehranstalten und größerer Volksschulen Helten die Fachkräfte der Berufsberatung 37 berufskundliche Unterrichts­stunden ab. Der weiteren Berussaufklärung dien­ten 6 in Gießen veranstaltete berufskund- lich e Vortragsabend«, an denen Fach­vertreter über 20 verschiedene männliche und weibliche Berufe sprachen. 3n Friedberg und Alsfeld liehen wir den berUsSkunblichen 8ihn Don der Schulbank zur Werkstatt"' vor etwa 700 Schulkindern kostenlos zur Vorführung drin- gen. Reben den regelmäßigen Monatsberichten in der Press« wurden des öfteren Artikel über die Berufswahl und die Praxis der Berufs­beratung verÄfentlicht: auch einig« Vorträge des Berufsberaters und der Berufsberaterin dienten der Aufklärung über Berufswahl und Berufsberatung.

Während der Derichtszeit fanden zwei Sitzun­gen mit dem vom Gießener StadtschulkreiS ge­wählten Lehrerbeirat statt. Sämtlich« 400 Schul­vorstände und Rektoren unseres Bezirkes er­hielten di«Mitteilungen an die Lehrerschaft", in denen vor allem auch über die

Zusammenarbeit von Schule und Verufrberatung berichtet wird, di« als sehr gut bezeichnet wer­den kann. Gegenüber dem Vorjahr« kamen aus den Volksschulen 250 Kinder weniger zur Snt- lassung. die Beratungen dagegen haben sich um über 300. die Ratsuchenden um rund 100 ver- mehre, während sich die Dermittlungstätigkeit trotz deS bedeutend schlechter gewordenen Lehr- stettenmarlles so ziemlich auf gleicher Höhe hielt. Die Berufsberatung wird nicht immer nur einer Lehrstelle wegen ausgesucht: sehr häufig wird eine solche gar nicht verlangt, sondern nur Auf­klärung über Derufssragen gewünscht.

Die Berufsberatungsabtetlungbes Arbeitsamts Gießen wurde tm zweiten Berichtsjahr vom 1 Juli 1930 bis 30. 3imi 1931 von 1096Ratsuchend«nl6Sl männlichen. 405 weiblichen» 2489 mal in Anspruch genommen, da­von entfallen 1393 Beratungen aus 83o männliche und 558 weibliche wiederholte Besuche. 224 Rat­suchend« (143 männlich«. S1 weibliche) hatten höhere, di« übrigen Dolksschullnldung Unter kn Ratsuchenden waren 75 Abiturienten und 2 Abi­turientinnen 33 Knaben und Mädchen standen unter Aufsicht der Jugendfürsorge. 219 (143 mann- lich? 76 weibliche) wurden einer psychologi­sch« n Eignungsprüfung unterzogen und 62 (44 männliche. 18 weibliche» auf ihre ge- fundheitUche Derufseignung einer be­sonderen ärztlichen Untersuchung Für den Berufs- nachwuchs im Buchdrurfgew«rbe haben wir auf Wunsch besonder« GignungSprü- t ungen durchg«sührt. An Arbeitgeber wurden hinsichtlich voraussichtlicher DerusSeignung einzu­stellender Lehrling« und an Behörden zwecks Ge­währung von Grziehungsbeihllsen 53 schriftliche Gutachten hinauSgegeden. außerdem 139 schrift­liche Auskünfte über Derufssragen erteilt, die in der obengenannten Deratungszahl nicht inbe­griffen sind.

Zur Anmeldung kamen 357 offene Lehrstellen (283 für Knaben. 74 für Mädchen), von denen 259 «4 72,5 Prozent (204 für Knaben. 55 für Mädchen) durch untere Vermittlung besetzt werden konnten. Di« schlechten WirtlchaslSverhältmsfe haben, wie überall in Deutschland, auch in unserem ArbeitS- amtsbezirk den Lehrstellenmarkt un- iünfttfl beeinflußt. 3nsolge andauernden rbeitsmanaels sind fre:werbend« LehZtellen überhaupt nicht mehr besetzt, nach Atuneldung der­selben nicht selten wieder zurückgezogen oder viel zu lange zurückgehallen worden, was die richtig« DerussauSlel« (manche Gltern und Jugendliche lebten geradezu in einer Angstpsychose, keine Lehr­stelle mehr zu erhalten) und Unterbringung der Schulabgänger schwerer als sonst mach'e.

Rund ein Drittel der gesamten Dera tun gS- und DermittlungStätiLsteit entfällt auf di« Reben­stellensprechstunden m Friedberg, Alsfeld. Düdingen. Schotten und Lauterbach, die von 421 Ratluchenden (275 männlichen. 145 weiblichen) 826mal ausgesucht, und von denen 61 Knaben, sowie 7 Mädchen in Lehr­stellen vermittelt wurden.

D'.e 691 männlichen Ratsuchenden äußerten 97. die 405 weiblichen 32 verschiedene Berufs» wünsche. 3n der auch verhältnismäßig gerin­geren Streuung der weiblichen BerufSwünsche fommt die geringere Zahl weiblicher BerusS- mög.'.chkciten zum Ausdruck. Di« 10 begehrtesten männlichen Deruse waren (di« Zahl gibt die Häuf gleit des gle chen D«russwunschcs an): Kauf­mann 78. Dürfet 36. Autoschlosser 34. Maschinen- und Baufchlolier 30, Maler und Weißbinder 29. Dureauangestellter 24, Schuhmacher 24. Elektro- 3nfta(Iateur 22. Friseur 21, Gärtner 19. Die

gelegt, um die dort verkehrenden, stark besetz­ten Rachtschnellzüge zum Gnigleisen zu bringen. Sin die Stell« passierender Gilgüter^ug zer­trümmerte eine Schwelle und schob eine an­dere zur Seite. Der Lokomotivführer erstattete Meldung, worauf die Strecke abgesucht wurde. Dabei wurde auf dem GegengleiS eben­falls eine Schwelle gefunden. Di« Verbrecher beabsichtigten zweifellos, den Ab­sturz deS ZugeS über die Brürf« her- heizufühven. Die Behörden fahnden auf die Täter.

3m Monlblancgebiet tödlich verunglückt.

Bei Besteigung des Aiguille b Slrgcntitre im Montblanc-Gebiet mußten drei schweizerische Touristen in 3500 Meter Höhe biwackicren. Ein Tourist, (Rabat Basel, ist dabei erfroren. Wäh­rend des Abstiegs der Ueberlebenden stürzte der 32jährige Kaufmann Wettstein aus Zürich tödlich ab. Der dritte Tourist konnte das Tal erreichen und die Bergung seiner Kameraden organisieren.

Sieben Tode»opser eine» Malorbootunglürfs.

Auf dem Z ü r i ch s e e ereignete sich bei Küßnacht ein schweres Motorbootungück, das sieben Tote for­derte. Ein Arbeitcrradfahreroerein war mit mehreren Motorbooten auf den See hinaus­gefahren. Bei dem hohen Wellengang füllte sich ein Doot mit Wasser und s ch l u g u m. Sieben Personen, die des Schwimmens unkundig waren, ertranken, während vier gerettet wurden.

Aus der provinzialbaupistadl.

Gießen, den 18.August 1931.

Lebenssphären.

Letzthin besucht« ich «in Kinderheim. GS ist eine bekannt« Heimstatt für junge Menschenkinder, aber noch lange nicht so bekannt, wie sie es ver­dient. Verdient vor allem hat sie Förderung. Unterstützung. Mit manchem leichtsinnig zum Fenster hinauSgeworfenc-n Geld« auch das gibt «S noch in unserer Rotzeit wäre ihm gedient, könnte «S eine noch größere Wirksamkeit ent­falten. Sv. wie cs jetzt ist, muß eS sich in vieler Hinsicht einschränken. Dies« Einschränkung aber betrifft das Heim, feine Einrichtung, feine Äußer­lichkeit betrifft auch die Pfleger und Pflegerin­nen, nicht aber die Kinder. Für fie wird, wenn sie schon einmal dem Heim anvertraut sind, alles getan, was zu ihrem Gedeihen notwendig ist. Stünden mehr Mittel zur Verfügung, formten mehr Kinder verpflegt werden, und es gibt gewiß noch manches jugendliche Menschenkind, das in einem solchen Herrn besser aufgehoben wär« als dort, wo es sich jetzt befindet.

Davon aber. waS es bedeutet, diese fremden Kinder zu pflegen, hat man meist nicht die richtige Vorstellung. Ein« Mutter weiß es vielleicht, die um das Wohl ihres eigenen Kindes besorgt ist. Ihre Pflege aber fließt aus den natürlichen und unerschöpflichen Quellen der Mutterliebe. Hier ist Aufopferung unb Hingabe an die Pfleg« eine Selbstverständlichkeit. Dort aber, wo fremde Kin­der betreut werden, liegt «S doch wohl etwas anders. Es gehört ein großes Maß von Selbst­aufopferung und Hingabe, von natürlicher Liebe »um jungen Menschen dazu, sich mit einer Schar fremder Kinder au umgeben und sie zu betreuen. Wieviel Geduld ist notig, wieviel unablässige Be­reitschaft, zu helfen, zu dienen: 3n jeder Racht- stunde bereit, wenn sich Krankheit einstellt. Und bei Tag stets zur Stell« mit dem richtigen Worte, das ebenso Strenge wie Liebe anwendet zur Erziehung.

Wenn man dann noch berücksichtigt, daß all diese verantwortungsvolle und hingebungSreiche Arbeit im Dienst« der jungen Generation nur gegen geringes Entgelt geleistet wird, so weiß man erst, mit welcher Hingabe hier Menschen für eine Aufgabe wirken, die ihnen von außen keinen oder nur geringen Dank bringt

Ich muhte unwillkürlich an fo manche- junge Dämchen denken, das auch heute noch von einem Vergnügen zum andern eilt, baS so gut wie keine Verantwortung kennt und kein« Opferbereitschaft, sondern nur den eigenen Egoismus. Und ich muhte auch weiter an so vielen andern EgoiSmuS denken, der sich heute breit macht, nur den selbstischen Trieben nachgeht und so himmelweit verschieden ist von dieser schlichten Pflichterfül­lung, die fo fchwer wäre, wenn sie nicht mit einem Herzen getan würde, das von Liebe erfüllt ist zum jungen Menschern Und dabei glaubt viel­leicht so mancher, toeim er für ein solches Heim eine Mark hingibt, daß er bereits ein beträcht­liches Opfer gebracht hat, weil er einmal au einen Genuß verzichten muh. Daß et verzichtet, ist immer noch nicht sicher. Auf wieviel mehr müssen Menschen verzichten, die ein solche- Amt übernommen haben und in diesem Amt ihre eigene 3ugcnb hinschwinden sehen?r.

Daten für Dienstag, 18. August.

1642: der italienische Maler Guido Reni in Bo­logna gestorben: 1830: Kaiser Franz 3osef I. von Oesterreich in Wien geboren: 1850: der Schrift­steller HonorS de Balzac in Paris gestorben, -7- 1866: Gründung des Norddeutschen Bundes; 1870: Sieg der Deutschen bei Graoelotte-St. Privat: Schlacht bei Metz 1915: die Deutschen erobern Kowno.

Vornotizen.

TageSkalender für Dienstag. Lichtspielhaus Bahnhofstraße:Die Drei von der Tankstelle" (Volkstag).

Iustizpersvnalie. Der Amtsgerichts- direktor Rudolf Sell heim beim Amtsgericht Butzbach wirb mit Wirkung ab 1. Oktober auf Grund des Altersgrenzegeseyts tn den Ruhestand versetzt.

A1 s Leiche gelandet. Der als vermißt gemeldete Kanzleiassistent Wilhelm Sommerlad wurde noch am gestrigen Abend in der Nähe der Mililärbadeanftalt als Leiche aus der Lahn geborgen.

* Fahrradunfall. Arn Sonntagvormit- tag fuhren an der 6de Kirchstraße, Reustadt zwei Radfahrer zusammen. Beide kamen zu Fall: wäh­rend der eine unverletzt blieb, wurde der andere, der Mehaerbursche Wilhelm Albach, so schwer verletzt, bah er von der Freiwilligen Sanitäts- tolonne in die Chirurgische Klinik überführt wer­den mußte.

Der Aufgang der Hühnerjagd ist, einer ministeriellen Bekanntmachung zufolge, für ganz Hessen auf Montag. 24. August, festgesetzt worden.

Konzert in der Heil- und Pflege­anstalt. Der Posaunenchor Klein-Linden, der unter der Leitung von Kreisbaumwart L R. Ger­mer steht, bereitete dieser Tage den Patienten und dem Personal der Heil- unb Pflegeanstalt eine Freude, indem er am frühen Morgen in den An­lagen der Anstalt gute Kirchenmusik zum Vor­trag brachte. Der Ehor sand herzlichen Dank und den Beifall aller Zuhörer.

"Sterbefälle in Gießen. In der Zeit vom 1. bis 15 August verstorben: 3- Adolf Wülln, Institutsgehilfe. 54 Jahre, Frankfurter Str. 85. 4. Rudolf Ludwig Keil, 6 Jahre, Weidengaffe 1. 5. Katharina Schmalz, ohne Beruf, 22 3ahv^

Bahnhofstraße 29. 6. Gottfried Lauber, Eisen- bahnlchattner i. R. 79 Jahre. Steinftraße 45 7. Berta Rau, 12 Stunden, Kleine Mühlgafs« 2; Ivlef Klein. 8 Jahre, An der Kläranlage 68.

9. Heinrich Sinhäuser. ohne Beruf. 75 Jahre, Dichelmstrahe 43. 11 Eduard Rademaker. In» , enieur, 47 Jahr«, Löberstraß« 15: Martha 1 Zhilippine 3ubt. 6 Tage. Bahnhofstraße 63. 14. Johann Philipp Drückmann. Maschinen­meister i. R . 85 Jahr«, SelterSweg 55. 15 Maria Schupp, geb. Grebe. Witwe. 81 Jahr«. Hamm- trabe 11.

LebenSrettungSübung. Am Sonn- tagvvrmittag veranstaltete die Freiwillige Sani- tätStolonn« vom Roten Kreuz an dem oberen Lahnwehr an der Schürzschen Dieiche eine größere Hebung, der folgender Plan zugrunde lag Ein« Gruppe junger Leut« (Richtfchwimmer) hatte sich am Lahnufer ein Floh gezimmert unb fuhr damit trotz der Warnungen des DleichereibesiNers und eines Ruderers der .Hassia" auf der Lahn herum. Etwa 80 Meter oberhalb des Wehrs kippte daS Floß, die jungen Leut« fielen ins Wasser, wur­den zum Teil über das Wehr getrieben und dabei verletzt. Die Rettungsschwimmer der DLRD. traten in Aktion, der Marine-Verein griff eben­falls cm. Die innerhalb weniger Minuten ein­treffen ben Mannschaften der DanitätSkolonne stellten Wiederbelebungsversuch« an und ver­banden die Verletzten, die mit den Kraftwagen abtranSportiert werden konnten. Die Hebung be­wies wieder, daß die Sanitäter allen Schwierig­keiten gewachsen waren und verdient« Anerken­nung fettend der Vertreter der Behörden (Pro- Diiuialbircftor, Offiziere der Reichswehr u. a.) f an oen.

Obertyeffen.

Radiumhattigeö Gaffek bei Schotten?

WSR. Schotten, 17. Aug. DaS Wiener Institut für R a d i um f 0 r s ch u n g hat Quellwasser, daS hier in der Rähe deS Hauses LuginSland entnommen wurde und nach Wien zur wissenschaftlichen Degutach- tung gesandt worden war. weil man wiederholt bereits radiumhaltiges Wasser dort vorgefunden haben will. alS radiumhaltig bezeichnet. Da auch di« Luft in der Umgebung radiumhaltig sein soll, erwägt man, in welcher Weise das Radium- vorkrmnnen auSgewertet werden fönnte.

Landkreis Gießen.

CO Klein-Linden, 17. Aua. Lehrer Som­mer, der seither an der hiesigen Volksschule wirkte unb sich alle Sympathien erworben hatte, wurde nach Alsfeld versetzt. An seine Stelle wurde Lehrer Repp (Grünberg) nach hier berufen und mit der Ver­waltung der hiesigen Lehrcrstelle betraut.

X» Leihgestern, 17.Slug. Am Sonntag fand diefürdieWahleinesBeigeordneten not­wendig gewordene Stichwahl statt. Auf den Kan. didaten des Bauernbundes, Georg Waldschmidt, entfielen 484 Stimmen, der Kandidat derFreien Bürgerlifte" Wilhelm Seipp VI., erhielt 547 Stirn- men. Wilhelm Seipp VI. wurde damit zum Bei- geordneten unserer Gemeinde gewählt. Don 1176 Wahlberechtigten machten diesmal 1050 (89 0. H.) von ihrem Wahlrecht Gebrauch.

U Großen-Linden, 18. Aug. Gestern, kurz nad> 16 Uhr, entstand in dem Konfektionsladen des SchneideinneisterS Heinrich Lei dich In der

Dahnhofstrahe ein Brand. Die alarmierte hiesig» Scucnpcbr unb eine Anzahl hilftforreiter Per- Tonen waren alsbald zur Stelle unb verhüteten ein« weitere Ausdehnung des Feuers. Große Bestände an Herrenvekleidungsßürfen fielen fast restlos dem verheerenden Element zum Opfer. Der entstanden« Schaden ist erheblich und beläuft sich auf mehrer« taufend Mark.

Kreis Schotten.

WSR. Schotten, 17. Aug. Im Festsaal bei hieß gen Turnhalle wird der Tierschutzverein für tessen am 9 September seine 50. (Jubiläums-) auptversammlung abhalten.

0 Saubad), 17. Äug Nachdem unser Krei» wieder einen Kreisarzt hat, wird auch die Be­ratung für Lungenkranke wieder ausge­nommen. Med.-Rat Dr. Koch wird am 25. August, von 10 bis 12 Uhr im hiesigen Rathau» eine Sprech­stunde adhalten.

Mrcie Lauterbach.

Stockhausen^ 17. Aug In Stockhausen feierte vor einiger Zeit der Landwirt Heinrich Konrad R ü rf und feine Ehefrau daS Fest der diamantenen Hochzeit. Dem betagten Jubelpaar wurden zahlreiche Ehrungen $uteiL So liefe der Herr Reichspräsident Vlückwunlche übermitteln, die hessisch« Staatsregierung und die Kirchenbehörd« beglückwünschten das Ehepaar ebenfalls: Psarrer Stumps von Merlau hielt eine sinnige Ansprache. Der Bürgermeister von Stockhausen, Jochim, beglückwünschte daS Jubel­paar ebenfalls in einer kurzen Rede. Am Abend deS Festtages brachte der Gesangverein .Lieder- krcmz" Stockhausen einige Lieder zum Dortrag und bewies damit seine Anteilnahme.

Preußen.

«reis Wetzlar.

WSR. Wetzlar, 17. Aug. Lebensgefährlich verletzt wurde heute nachmittag der Arbeiter Otto Christ, der in einer Tongrube bei Holz- Hausen im Kreis« Wetzlar mit Erdaroei- t«n beschäftigt tocr. Ein« hohe Ton - wand stürzt« plötzlich herab und be­grub den Unglücklichen, der mit gefährlichen Rürfenverletzungen 'm lebensgefährlichem Zustande in das Wetzlarer Krankenhaus rin- geT.efcrt werden mußte.

j Lützellinden, 17. Aug Ein 25 Jahre alter, an Geisteskrankheit leidender Landwirtssohn von hier brachte heute morgen seinem Vater vermutlich mit einer Sense derart schwere Verletzungen am Kopse bei, daß dieser sich sofort in ärztliche Be­handlung begeben mußte. Der Zustand des Ver­letzten ist nicht unbedenklich. Der Täter wurde bald nach der Tat von der Polizei zunächst in Schutzhast genommen, in Polizeigewahrsam gebracht und nach der Untersuchung durch den Kreisarzt der Pronin- zial-Heil. und Pslegeanstalt in Andernach zugefübri.

I Lützellinden, 18. Aua. Die Tochter des Dahnarbciters Gg. Spengler von hier wurde gestern abend von einem Fuhrwerk überfahren. DaS Kind fuhr mit dem Fahrrad die Dorfstraße entlang und kam direkt vor dem Wagen zu Fall, der ibm über die Drust ging. Rach den Aus­sagen des sofort hinzugezogenen Arztes Dr. Speck von Großen-Linden soll Lebensgefahr für das Kind nicht bestehen.

Verantwortlich für Lokales: 1. D. H. L. Neuner.

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