mit einem Eßlöffel Klöße in siedendes, gesalzenes Wasser, kocht sie gar und übergießt sie mit brauner Butter.
Löwenzahn wird hauptsächlich in Frankreich, aber auch in den südwestlichen Gegenden Deutschlands sehr geschäht und vielfach am Gründonnerstag gegessen. Dieses wohlschmeckende Frühlingsgemüse steht dem Spinat an gesundheit
lich wertvollen Eigenschaften nicht nach. Die Blätter des Löwenzahns werden verlesen, sorgfältig gewaschen und in siedendem, gesalzenen Wasser sehr weichgekocht, abgeschüttet, ausgedrückt und durch die Fleischmaschine laufen lassen. Bun wird er wie Spinat zubereitet. Kurz vor dem Anrichten rührt man einige Löffel saure Sahne daran.
DT. Zeldbergfest 1931.
Der 90. Fcldbergfest-Turntag, der am Sonntag unter dem Borsitz des Obmanns des Feldbergfest-Ausschusses, PH. Robig (Rödelheim), in Frankfurt a. M.-Heddernheim bei sehr gutem Besuch aus dem Mittelrheinkreis der DT. statt- fand, hat den 13. und 14. 3uni als Termin für das 7 8. Feldbergfest bestimmt. Als Hebungen für den volkstümlichen Bierkampf wurden festgesetzt: Lauf, Weitsprung. Kugelstoß und Freiübung mit den entsprechenden Abstufungen für Männer, Zugendturner, Altersturner und Turnerinnen. Zum Sieg berechtigen 54 Punkte bei den Männern, 50 Punkte bei den Frauen. Der Mannschaftskampf uni das Bölsungenhorn wird ausgetragen in Weitsprung, Hochsprung, Kugelstoß, Schleuderballwurf und 4 100-m-Stafsel. Die Slaffelkämpfe um die Wanderpreise des Zahnschildes, Schmuckschildes und Brunhildenschildes werden in der seither üblichen Weise ausgetragen. Bon neuem entbrannte auf dem Turntage der Kampf um die Freiübung. Ein Antrag, die Freiübung fallen zu lassen, verfiel mit 42 gegen 26 Stimmen der Ablehnung. Beschlossen aber wurde, beim kommenden Feldbergfest, wie im Vorjahre, nochmals eine Abstimmung der Wetturner über Beibehaltung oder Fortfall der Freiübung zu veranstalten. (3m vergangenen 3ahr waren bei 109 Stimmenthaltungen 726 Teilnehmer für, 632 gegen Beibehaltung der Pflichlsreiübung.) Bei der Neuwahl des Feldbergfest-Ausschusses wurde dessen verdienter, langjähriger Vorsitzender, PH. Röbig, einstimmig wiedergewählt.
Krühjahrswaldlauf im Lahn-Oünsberg-Gau.
Unter zahlreicher Beteiligung der Gauvereine und des Turnvereins Reiskirchen fand am Sonntag in Reiskirchen der diesjährige Gau-Frühjahrswaldlauf des Lahn-Dünsberg-Gaues statt. Die Vorbereitungen waren auf das beste getroffen: allerdings war die Dahn nicht im besten Zustande.
Unter Leitung von Gausporlwart Winter (Launsbach), traten um 14 Uhr die Turner zu den Läufen an, die von einer großen Zuschauer- menge mit 3nteresse verfolgt wurden. 3n drei Klassen geteilt, trat zuerst die 3ugend-Unter- stufe zu ihrem Lauf über 2000 Meter an. Sieger wurde in diesem Lauf Ernst Seipp vom Turnverein Reiskirchen, der noch 300 Meter vor dem Ziel an zweiter Stelle liegend, trotz eines Sturzes, infolge Ausgabe des bis dahin führenden Turners von demselben Verein, einen sicheren Sieg errang. Der Sieg im Mannschastslauf fiel ebenfalls dem heimischen Verein zu, da in der Mannschaft des Tv. Kesselbach zwei Läufer aufgaben. 3m nächstfolgenden Lauf der 3ugend-Oberstufe siegte nach wechselnder Führung schließlich K. Rühl vom Turnverein Staufenberg. Den Mannschaftssieg holte sich hier die Mannschaft des Turnvereins Wißmar.
, Sodann traten zum 5000-Meter-Lauf die Senioren, mit der weitaus größten Teilnehmer- ^zahl, an. Den Sieg errang hier nach dauernder Führung mit annähernd 450 Meter Vorsprung yber Turner Ludwig Grölz vom Tv. Staufenberg. Staufenberg holte sich auch überlegen den ^Mannschaftssieg mit 13 Punkten, während mit 24 Punkten Tv. Reiskirchen auf den zweiten Platz kam.
Die Ergebnisse:
Senioren, 5000 Meter: 1. L. Grölz, Staufenberg, 18:49,8 Min.: 2. L. Schomber, Reiskirchen: 3. L. Velte, Staufenberg: 4. O. Schneider, Odenhausen: 5. PH. Brück, Burkhardsfelden: 6. A. Bremer, Erda: 7. E. Klein, Bellnhausen: 8. W. Peter, Reiskirchen: 9. Fr. Kraft, Staufenberg: 10. K. Vogel, Staufenberg: 11. G. Fritz, Odenhausen, 12. Fr. Rohrbach, Lollar: 13. W. Viehl, Lollar: 14. L. Becker, Reiskirchen: 15. E. Sons, Dorlar: 16. Th. Pausch, Rodheim.
3ugend • Oberstufe, 3500 Meter:
1. K. Rühl, Staufenberg, 13:20,1 Min.; 2. H. Beilborn, Lollar: 3. W. Best, Wißmar: 4. R. Otto, Beuern: 5. K. Förster, Erda: 6. E. Becker, Reiskirchen: 7. Fr. Balser, Reiskirchen; 8. W. Becker, Wißmar: 9. A. Todt, Wißmar: 10. K. Schäfer, Reiskirchen: 11. H. Grölz, Staufenberg.
Jugend - Unterstufe, 2000 Meter: 1. E. Sei pp, Reiskirchen, 7:45,1 Min.: 2. H. Hillgärtner, Kesselbach: 3. Fr. Arnold, Alten- Buseck; 4. Ehr. Möbus, Reiskirchen; 5. Fr. Geißler, Lollar; 6. W. Dietz, Kesselbach; 7. O. Liebegott, Steinbach; 8. K. Becker, Reiskirchen; 9. K. Schomber, Reiskirchen; 10. L. Balser, Reiskirchen; 11. W. Todt, Wißmar.
Mannschaftsläufe: Senioren: 1. Turnverein Staufenberg, 13 Punkte; 2. Turnv. Reiskirchen 24 Punkte. 3ugend-Ot>erstufe: 1. Turnv. Wißmar, 20 Punkte. 3ugend-Änterstufe: 1. Turnverein Reiskirchen 13 Punkte.
Spielvereinigung 1900 Gießen.
1. Jugend — Ridda 1. Jugend 4:0 (1:0).
Außer der Mannschaft fuhren noch mehrere Jugendliche mit, um einen Ausflug von Ridda nach Salzhausen mitmachen zu können. Hm 13 Hhr begann das Spiel. Das Fußballfeld war sehr schlüpfrig, wodurch das Spiel sehr anstrengend wurde. Die Gießener hatten anfangs schwer zu schaffen, um die ungestümen Angriffe der körperlich schwereren Riddaer aufzuhalten, vermochten aber durch ihr technisch reiferes Spiel einen ziemlich ausgeglichenen Kampf zu liefern. Rach mehreren gut eingeleiteten Angriffen fiel das erste Tor für 1900. Die zweite Halbzeit begann ebenfalls sehr forsch, bald erlahmten aber die Riddaex. Run zog 1900 alle Register seines Könnens, so daß Ridda nicht mehr viel zu bestellen hatte und sich schließlich mit 4:0 geschlagen bekennen mußte.
Die Schüler spielten auf eigenem Platze gegen die Wiesecker 5:0 (3:0). Es war ein von Anfang bis Ende faires Spiel. Den Gästen fehlte jedoch die nötige Kampferfahrung.
Arbeiter-Turn- und Sportbund.
3m 3. Bezirk haben am vergangenen Sonntag die Frühjahrsserienspiele begonnen. Die Plätze waren in den meisten Fallen in wenig guter Verfassung. Die Spiele wurden hierdurch stark beeinträchtigt.
Raunheim — Wieseck I 6:1.
Das Spiel, das flott einsehte, ließ erkennen, daß Raunheim die bessere Mannschaft stellte, während Wieseck sehr nachgelassen hat. Raunheim schuf bereits in der ersten Halbzeit 4 Tore Vorsprung und konnte bis zum Schluß noch zweimal einsenden, während Wieseck lediglich das Ehrentor vergönnt war.
wieseck II — Marburg 5:0.
Wiesecks Zweite lieferte auf eigenem Platz ein flottes Spiel und führte zur Halbzeit mit drei Toren. Zum Schluß ging Wieseck mit 5:0 Toren als Sieger vom Platz. Dem Gegner blieb das verdiente Ehrentor versagt.
wieseck III — Allendorf a. d. Lahn 4:2.
Auch hier muh Allendorf mit einer 2 4-Rie- berlage den Platz verlassen. — Die erste 3ugenb Wiesecks siegt gegen die erste 3ugenb Lollars mit 0:3. Dagegen muh die zweite 3ugenb Wiesecks von der 3ugenb Grohen-Linden eine 4:0 Riederlage hinnehmen.
Burkhardsfelden — Daubringen 5:1.
Das Spiel war bei Halbzeit gleichverteilt, in der zweiten Halbzeit konnte Burkhardsfelden Heber- legenheit beweisen und mit einem 5:l-6ieg den Platz verlassen.
Kinzenbach — Leun 3:5.
3n Leun trafen sich beide Mannschaften zum fälligen Serienspiel. Die Gästemannschaft konnte das Spiel für sich entscheiden.
Lollar — wehlar 5:1.
Lollar konnte die Gäste mit einer 5:1-Rieder- lage nach Hause senden.
Wirtschaft.
• Der Aktienindex. Der vom Statistischen Reichsamt errechnete Aktienindex (1924 26 = 100) stellt sich für die Woche vom 9. bis 14. März auf 91,8 gegenüber 88,6 in der Vorwoche, und zwar in der Gruppe Bergbau und Schwerindustrie auf 87,6 (82,6), Gruppe verarbeitende Industrie auf 81,7 (78,6) und Gruppe Handel und Verkehr auf 113,2 (Hl.l).
v Frankfurter Handelsbank AG. vorm. Frankfurter Viehmarktsbank, Frankfurt a. M. Die Verwaltung der Gesellschaft schlägt der am 22. April stattfindenden Generalversammlung vor, eine Dividende von 6 v. H. (im Vorjahre 10) für das Geschäftsjahr 1930 zu verteilen.
* Geschäftsabschluß der Dresdner Bank. Der Geschäftsabschluß der Dresdner Bank für 1930 weist einen Reingewinn von 7 000 475 Mk. (i. D. 11 416 680,30) aus. Der auf den 14. April einzuberufenden GV. soll vorgeschlagen werden, 6 Prozent Dividende auf das Aktienkapital von 100 Millionen Mk. zur Ausschüttung zu bringen und 300 000 Mk. dem Pensionsfonds zu überweisen.
Frankfurter Börse.
F r a n k f ur t a M., 18 März. Tendenz: schwächer. Die heutige Börse eröffnete wider Erwarten in schwächerer Haltung. Die plötzlich aufgetauchten Schwierigkeiten fürdenRussen-Kre- d i t verstimmten, da bei den Regierungsstellen einstweilen noch erhebliche Beden^n gegen die Hebernahme der neuen Garantie bestehen sollen. Dabei machte der schwache Schluß der Reuyorker Börse ebenfalls einen ungünstigen Eindruck, anderseits blieben der günstige Abschluß der Dresdener Bank und die unveränderte DivideiD: im Salzdetfurth-Konzern selbst für Kaliwerte ohne Einfluß. Das Geschäft bewegte sich Infolge der Orderlosigkeit in engen Grenzen. Die berufsmäßige Spekulation war eher zu weiteren Entlastungsverkäufen geneigt, so daß bei allerdings nicht drängendem Angebot überwiegend Kursrückgänge von 1,5 v.H. festzustellen waren, die sich auf fast alle Marktgebiete erstreckten. Elektrowerte lagen bei kleinem Geschäft durchweg matter. Besonders Ges für el und Siemens waren bei Kurseinbußen b.s 3 v. H. niedr'ger an- geboten. Am Chemiemarkt setzten die Farben- Aktien 1,75 v. H. niedriger ein, und auch die übrigen Papiere waren bis 1 v. H. gedrückt. Der Montanmarkt litt auch heute wieder stärker unter RealisationSne gung, und Phönix, Stahlverein und Mannesmann lagen 1,5 bis 2 v. H. schwächer. Auch in Kunstseideaktien (minus 1,5 v.H.) hielt der Kursdruck an. Hneinheitliche Kursentwicklung hatten noch Deutsche Linoleum, Daimler, Bankaktien, Derkehrswerte, Wahß & Freytag und Kunstseide- werte. Während Aku 1,5 v. H niedriger lagen, zog n Bember z 1 v. H. an. Mehr rückgän ig .. aren ferner Waldhof, die 2,75 v. H. eiiwüßten. Am Anleihemarkt legen Ablösungsanleihe gut behauptet. Schutzgebiete um 0,20 v. H. schwächer. Von fremden Werten gewannen Goldrumänen 0,25 v. H. Der Pfandbriefmarkt hatte nur lleines Geschäft bei kaum veränderten Kursen. Der Verlauf der Börse war weiter abgeschwächt, wovon besonders der Montanmarit betroffen wurde. Mannesmann, Phönix und Stahlverein gaben erneut bis 2 v. H. nach. I.-G.» Farben gingen auf 144,5 v. H. zurück. Das Geschäft war dabei weiter sehr fen Die feste Haltung der Reich tmark machte fast gar keinen Eindruck. Am Geldmarkt war Ta- aesgeld mit 3 v. H. sehr leicht. Am Devisenmarkt konnte die Befestigung der Mark stärkere Fortschritte machen, Valuten Mailand und Paris erneut schwächer. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1975, gegen Pfunde 20,3992, London gegen Kabel 4,8587, gegen Paris 124,18, gegen Mailand 92.74, gegen Madrid 46,35, gegen Schweiz 25,2450, gegen Holland 12,1190.
Berliner Börse.
Berlin, 18. März. Die heutige Börse eröffnete für viele überraschend in schwächerer Haltung. Vormittags konnte man zwar eine zurückhaltende, aber doch freundliche Tendenz feststellen, da man sich von den Abschlußziffern der Dresdner Bank und von der vorgeschlagenen unveränderten Dividende im Salzdetfurthkonzern eine Anregung versprach. Die schwachen Auslandbörsen lösten bei der Spekulation aber doch ftärtere Zurückhaltung aus, zumal die Kundschaft im Hinblick auf den Ultimo Abgabeneigung bekundete und auch das Ausland mit seinen Kaufaufträgen weiter nachließ. Die Geschäftslosigkeit lähmte die Unternehmungslust und war wohl der Hauptgrund der erneut einge
tretenen Kursrückgänge von 1 bis 3 v. H. Am Montanmarkt soll das Rheinland glattgestellt haben. Elektrowerte wurden hauptsächlich von der Spekulation abgegeben, die sich gestern unter dein Eindruck der AEG.-Aufwärtsbewegung Material übrig behalten hatte, Ehade und Svenska litten unter den schwachen Auslandbörsen. Sonst waren noch Schultheiß stärker gedrückt. Auch die Festigkeit der Mark blieb eindruckslos, zumal sie mit Devisenoerkäufen zu Geldbeschafsungszwecken zum Ultimo zusammenhing. Anleihen lagen freundlich. Von Ausländern Mexikaner weiter gebessert. Pfandbriefe ruhig, Kurse eher etwas leicht. Reichsschuldbuchforderungen behauptet. Am Geldmarkt stellte sich Tagesgeld auf 4 bis 6 o. H., Monatsgeld und Warenwechsel unverändert. Auch der Verlauf war weiter sehr ruhig bei abbröckelnden Kursen. Die UltimoDorbereitungcn hielten an und führten in den Hauptwerken zu 'Abgaben, die jedoch keinen größeren Umfang annahmen. Außer der Orderlosigkeit gab man noch die ungeklärte politische Lage und die Tatsache, daß auf der Genfer Wirtschaftskonferenz keine (Einigung erzielt worden ist, als retardierendes Moment an. Die Ausführungen in der Generalversammlung des Stahlvereins waren weiter auf dem Montanmarkt zu spüren, Senf^genüber konnte die Nachricht von einem evtl, neuen Kohlen- streik in Südwales keinen Eindruck machen. Befürchtungen, daß zum Ultimo eine Report-Geldverknap- pung eintreten werde, hielten an, sind aber nach unseren Informationen nicht begründet. Auf dem 1 vis 2 v. H. unter Anfang liegenden Niveau setzte sich später eine gewisse Widerstandsfähigkeit durch.
Frankfurter Getreidebörse.
F r a n t f u r t a. M., 18. März. Es wurden notiert: Weizen 305 Mark, Roggen 205 bis 210, Sommergerste für Brauzwecke 225, Hafer, inländischer 180 bis 185, Weizenmehl, süddeutsches (Spezial 0) 43,50 bis 44,75, Roggenmehl 29,50 bis 30,50, Weizenkleie 11,25 bis 11,35, Roggenkleie 12.50 Mark. — Tendenz: ruhig.
Briefkasten der Redaktion.
(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)
h. k. Um die Försterlaufbahn einschlagen zu können, sind als Mindestforderung die Kenntnisse einer zehnklassigcn erweiterten Volksschule erforderlich. Wir empfehlen Ihnen, sich wegen weiterer Auskünfte an die Berufsberatungsstelle beim Arbeitsamt in Gießen zu wenden.
Sch. in Gießen, koiferallee. Da Ihr Schwiegervater fein Einkommen hat, ist er nur mit der Hälfte des gesetzlichen Betrages zur Bürgersteder heranzuziehen ; bei 6 Mark wären es also 3 Mark. Der Einspruch gegen die jetzige Veranlagung ist an die Stelle zu richten, die den Steuerbescheid ausgestellt hat.
$. f). in Gießen, Asterweg. Die Sonderzüge zu dem Fußball-Wettspiel in Paris sind von mehreren Reisebureaus, u. W. auch von einigen großen Fußball vereinen direkt veranlaßt worden. Für die Teilnehmer an einem Hapag-Sonderzug von Frankfurt nach Paris und zurück beliefen sich die Kosten der Hin- und Rückfahrt einschließlich Verpflegung und Unterkunft für drei Tage auf 77 Mark pro Person. Von Köln und Düsseldorf aus waren die Fahrtkosten natürlich geringer, als von Frankfurt her. Welchen Beoölkerungskreisen diese Fahrtteilnehmer angehör- ten, ist uns natürlich nicht bekannt.
Letzte Nachrichten.
Oer Strafantrag im Tetzner-prozeß.
Regensburg, 18. Mär;. (IDIB. Drahtmeldg.) In der heutigen vormittagssihung des Tetzner- Prozesses wurde nach Vernehmung der letzten Zeugen und nach Anhörung der medizinischen Sachverständigen vom Staatsanwalt nach einstundigem Plädoyer folgender Strafantrag gestellt: Kurt Erich Tetzner ist wegen Mordes in Tateinheit mit Versicherungsbetrug zum Tode, wegen eines Mordversuchs zu zwölf Jahren Zuchthaus zu verurteilen; die bürgerlichen Ehrenrechte werden dem Angeklagten auf Lebenszeit aberkannt. Gegen Frau Tetzner beantragte der Staatsanwalt wegen Beihilfe zum Morde und gemeinschaftlich verübten Versicherungsbetrugs sechsJahreZucht- haus. Das Urteil dürfte heute abend zu erwarten sein.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 o.H.» Lombardzinsfuß 6 v.H.
Fromm
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Berlin
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Datum
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17.3.
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von 1927 ...... •
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—
tun rj'^j .......
99,5
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Deutsche Anl.-Abläs.-Gchuld mit
56,25
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DeLgl. ohne Au»IoI.>Rechie . . 6% Hell. Bolk-kiaat von 1929
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—
92
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Berliner Handelrgelellschast . 12
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113,25
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Darmstädter unb Nationalbank 12
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Unternehmungen .... io
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Svenska ....
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15,75
15,25
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127,5
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127,5
Banknoten.
Berlin, 17. Mär»
(Neld
»rief
Amertkantiche Noten......
4.188
4,208
Belgische Noten ......
58,28
58,52
Dänische Noten .......
111,98
112,42
Englische Noten ........
20,36
20,44
Französische Noten .......
16,404
16,464
Holländische Noten.......
167,83
168,51
Italienische Noten........
22,05
22,13
Norwegische Noten.......
112,08
112,52
Deutsch-Oesterreich, i 100 Schilling
58.78
59,02
Rumänische Noten.......
2,485
2,505
Schwebische Noten ......
112,10
112,54
Schweizer Noten ........
80,54
80,86
Spanische Noten ........
44,66
44,84
Tschechoslowakische Noten.....
12,405
12,465
Ungarische Noten ....
73,07
73,37
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M.
17.Mär,
18.März
Amtliche Dotierung
Amiliche Geld
Notierung 3rlc
Meld
Bries
Amft.-Nort.
168,17
168,51
168,11
168,45
Buen.-Aires
1,461
1.465
1,459
1,463
Brsi.-Äntw-
58,555
58,575
58,42
58,54
GbrifHniüa.
112,22
112,44
112,15
112,37
Kope nbag:n
112,21
112,43
112,14
112.36
Siocklwlni -
112,34
112,56
112,26
112,48
Helstngsorß.
10,56
10,58
10,556
10,576
Italien . . .
21,98
22,02
21,975
22,015
London. - .
20,383
20,423
20,375
20,415
Nrunork .»
4.196
4,204
4.194
4,202
Paris....
16(414
16.454
16,404
16,444
Schweiz . •
80,72
80,88
80,676
80,835
Sva ien . -
44.69
44,77
43,99
44,07
Javan - - •
2,076
2,080
2,073
2,077
Wo de Jan-
0,342
0,344
0,343
0,344
Wien in D-«
Oe st- abgeft.
58,975
59,095
58,955
59,015
Prag - . -
12,435
12,452
12,428
12,448
Äel irad . .
7.367
7,381
7,365
7,379
Puoapest. .
73,15
73,29
73,10
73,24
Bui aricn .
3,041
3,047
3,039
3,045
Lissabon .
18,83
18,87
18,83
18,87
Danzig . .
81.47
81,63
81.46
81,62
Äonft .ntüx.
1,784
1.789
1,784
1,889
Atben
5,44
5.45
5,44
5.45
tanaoa
4,195
4,203
4,194
4,202
Ura uaä. .
3,197
3,203
3,147
3,153
Eairo
20,90
20,94
20,899
20,938


