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lei Verhandlungen ftattgefunden hatten, und daß überhaupt von Verhandlungen von Partei zu Partei weder für die Vergangenheit noch für die unmittelbare Zukunft die Rede tein könne Breit- scheide Rede gehe im wesentlichen auf die Tatsache zurück, daß überall dort, wo die Nationalsozialisten als Gegner der Linken auftreten, wie es mit Braunschweig begonnen habe und in den übrigen Ländern sich fortsetzen werde, Kommunisten und Sozialdemokraten in gemeinsa­mer Abwehrfront nebeneinander ständen. Durch die Antiterrorerklärungen des

kommuni st ischen Zentralkomitees sei diese wichtige Tatsache noch deutlicher gemocht wor­den Ein solches Zusammengehen brauche keinerlei organisatorische Aenderungen zur Folge zu haben, so daß auch von parlamentarischen Arbeitsgemein­schaften nicht die Rede sein könne Ein solches Vor­gehen würde auch im Widerspruch au der offiziellen kommunistischen Parteiparole, den Kampf gegen die Sozialdemokratie, stehen. Wohin allerdings in spä­terer Zukunft diese Entwickelung einmal führen werde, lasse sich heute noch in keiner Weise über­setzen.

Das ungarische Heer ehrt Hindenburg.

-Der icbSprZsident 3nbo6er des 3 unaorifchen Znfaniene-^ecnments

Berlin, 16. Hob. Eine Abordnung des 3. Königlich n g a r i s ch e n Infanterie­regimentes in Stuhlweihenburg ist gestern vormittag unter Führung ihres Kommandeurs, de- Obersten Otto von Koos, in Berlin einge­troffen. Der Zweck des Besuches ist, den Gene­ralfeldmarschall von Hindenburg, der Inhaber des 69. Königlichen Ungarischen In­fanterie-Regiments war, das noch dem Kriege auf­gelöst wurde, die Urkunde über die Inhaber­schaft des 3. Infanterie-Regiments zu überrei­chen. das die Tradition des aufgelösten Regimen­tes übernommen hat. Die ungarischen Gäste be­suchten heute vormittag, nachdem sie dem Gene­ral der Infanterie Hasse und dem Komman­deur des Wehrkreises III Generalleutnant von S t ü l p n a g e l einen Besuch abgestottet hatten,

das Ehrenmal Unter den Linden. Sie wurden hier vom Kommandanten der Stadt Ber­lin, Oberst von Wihendorf, und zwei Offi­zieren der Marineleitung empfangen. Sie leg­ten einen Kranz nieder mit der Inschrift3n dankbarem Angedenken der treuen Waffenbrü­derschaft die Königlich Ungarische Honved." Dar­auf begaben sich die Gäste zum Reichswehrminister G r o e n e r und zum Chef der Heeresleitung von Hammer st ein. 3m Anschluß hieran empfing der Herr Reichspräsident von Hinden­burg die Gäste, um die Urkunde entgegenzuneh­men. Der Herr Reichspräsident behielt die un­garischen Gäste Aum Frühstück, an dem u. a. auch die Mitglieder der hiesigen ungarischen Gesandt­schaft sowie der Herr Reichskanzler und der Herr Reichswehrminister teilnahmen.

Oie Schlacht am Nonnifluß.

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Japanische Posten bewachen die Ei

London, 16. Rov. (TU.) Am Sonntag führten die chinesischen Truppen unter Führung MaS einen Anartssau! diesapantschenStel» lungen bei Laschina aus. Ss kam zu einem heftigen Gefecht, dessen Ausgang noch nicht be­kannt ist. Gleichzeitig hat eine chinesische Kavalleriebrigadc die japanische 'Bet- bindungslinie zwischen der Ronni- brücke und Taonan durchbrochen. Rach japanischen Meldungen war der chinesische Erfolg nur von kurzer Dauer. Die Chinesen seien be­reits wieder zurückgeworfen und die Eisenbahnverbindungen auf der Strecke Taonan- Aaanschi wieder ausgenommen worden. Die Chi­nesen haben also einen Zweisrontenan- griff durchgcfuhrt. Der Kavallerieangriff bei Taonan nördlich der Ronnibrücke bezweckte die Maskierung de« HauptvorstoheS im Süden der Drücke durch den die für die Japaner auher- ordentlich wichtige Eisenbahnverbindung mit der Südmandschurei, aus der die Truppen und Le- benSmitteltransportc erfolgen, abgeschnitten wurde. DaS japanische Kricgsministerium hat Meldungen erhallen, wonach das Gros der Armee deS Generals Ma jetzt weniger als zehn Meilen von Tahsin entfernt ist. Ihre Kavallerie bedroht den rechten Flügel der Javaner Sie griff gestern die Japaner bei Sunghuavuan an und tötete zehn Mann auf japanischer Seite, ehe sie zurückgcschlagcn wurden.

Oer Dölkerbundsrai ist erneut zufammenaetreten.

Pari», 16. Nov (WTB ) Die außerordentliche Session des Bölferbunberats wurde heute nachmittag im Ehrensaa! des Außenministerium» am Quai d' Or|an durch den französischen Außen­minister B r i a n d eröffnet Der amerikanische Bot­schafter in London General Dawes wohnte der Sitzung als Beobachter bei Briand begrüßte in der Eröffnungsansprache besonders den cnaliidxn

senbahnbrücke über den Nonntfluß

Staatssekretär für auswärtige Angelegenheiten Sir John Simon und Staatssekretär o. Bülow. Er gab einen Ueberblick über die Entwicklung des chi- nesifch-japanischen Konflikts feit der letzten Rats- tagung und betonte, daß der Völkerbundsrat weiter­hin nach einer unparteiischen Lösung su­chen wolle. Briand erinnerte bann in vertraulicher Sitzung an die Mitteilung des chinesischen Vertre- ter» vom 24. Oktober über die Respektierung der Verträge und meinte, daß diese Erklärung der chinesischen Regierung vielleicht, wenn beide Parteien guten Willen zeigten, eine Berftän- bigungsgrunblage abgeben könnte Der chi­nesische Delegierte Dr. Sze wies darauf hin, daß das chinesische Volk leit zwei Monaten eine sehr harte Prüfung durchmache. Er hoffe, der Völkerbund werde das ihm unterbreitete Problem schnellstens regeln können. Dr. Sze wünschte, daß die Verhand­lungen möglichst in öffentlichen Sitzun­gen geführt würden

Wiederherstellung der Mandschu-Oynastie?

Ter chemattge Kaiser von China in Mulden. Japan lenstnct jede« Untere,se

Peking, 16 Rov (WTB.) Rach Blätter­meldungen ist d.-r Lvberc KaiservcnLhina. Puyi. in M u t c, < n eingettoflen. Die chinesische Presse berichtet, daß die W t e der­ber st ellungderMandschu-Monarchie mit Puyi al« Kaiser am heutigen Montag In Mukden ausgerufen werden soll. Puyi habe den Bcrtretern der Provinzen in der Mandschurei erklärt, et werd« nach der Wiederherstellung der Monarchie dem Bürgerkrieg ein Ende machen Puvi habe weitet mUgeteilt, daß die Monarchie sich nur auf d i e Mandschurei mit Mukden als Hauptstadt begrenzen werde Die Rachrichten über seine, Puyi«. engere Beziehungen au Japan seien u n r i d)

11 g. Er wolle aber durch Zusammen­arbeit mit 3apan den Frieden im Fernen Osten herbeiführcn. Rach einer russi­schen amtlichen Meldung find am Sonntag in Mukden 10 000 Wann japanische Trup­pen aus Korea eingetroffen.

Das japanische Außenministerium und das Kriegsministerium erklären einmütig, daß d i e japanischen Behörden mit der Reise de« früheren Mandschu-KaiserS. der sein bisheriges 6fil Tientsin verlassen hat und in Mukden ein- getroffen ist, von wo er angeblich nach Daiten gehen will, um dort an die Spitz« des neu zu gründenden mandschurischen Kaiserreiches zu tre­ten, nichts zu tun haben. Es wird vielmehr der Ansicht Ausdruck gegeben, daß möglicher­weise eine der zahlreichen mandschuri­schen 3nteressengruppen den Erkaiset vorgeschoben haben, um dadurch ihre Aussichten, in der Mandschurei zur Macht zu kommen, zu verstärken. 3apan, so wird erklärt, sei einzig und allein an der Bildung einer starken und friedensf.chernden Zivilverwaltung, welche immer es auch fei. interessiert, und daran, daß diese Berwaltung die feit jeher Unruhe stiftenden Militärs ausfchalte.

GrandiS Vesuch in Washington.

Neuyotk, 16 Nov. (WTB.) Der Dampfer (E o n t e Grande", an besten Borb sich ber ita- lienische Außenminister ® ranbi befinbet, ist heute hier an ber Duarantäneftation eingetroffen. Granbi wurde von Beamten bes Staatsdepartements be­grübt. Wegen bes bichten Nebels muhte ber Plan, ben Minister Im Flugzeug nach Washington zu be- förbern, aufgegeben werben. Ein Zollkutter brachte Oranbi nach Jersey City, von roo er mit ber Eisenbahn nach Washington fuhr, ©ranbi mochte bem Präsibenten Hoover eine kurze formelle Aufwartung unb bezog bann mit seiner Frau Stimfons Prioaioi11a. ©ranbi gab nach bem Besuch bei Hoover bie Erklärung ab: Hoovers Initiative im Juni war ber Auftakt zu ber Auf- forberung an bie Welt, baß man zu gemeinsamer Arbeit zusammenkommen müsse. Wir haben La­vals Washingtoner Besuch mit ehrlicher Anteilnahme verfolgt unb betrachten seine hiesigen Unterrebungen als Ermutigung z u einer allgemeinen Zusammenarbeit. In Situationen wie ber gegenwärtigen fühlt man, baß bas Heil ber einen bas Heil aller Nationen ist unb baß bas Unglück eines Lanbes nie zum Glück eines anberen aus- schlagen kann Aller Länber Interessen sinb eng mit- einanber oerbunben. Ich bin ein ©lieb in biefer Kette unb komme hierher, um Italiens Mitarbeit zum Allgemeinwohl anzubieten.

Stahlhelm und Wirtschaflspolitik

Gin Lchreiben an Den Zechcnverband

Hagen, 16. Nov. (TU.) Der Lanbesführer bes Stahlhelm Westmark, Mahnken, richtete a n ben Zechenverbanb in Esten folgcnbes Schreiben:Die Zechen bes Ruhrgebietes haben bie allgemeine Kündigung mit bem Zweck ber Lohnherabsetzung ausgesprochen. Dieser Weg zur Rettung ber Wirtschaft ist rettungslos. Die Herabbrückung ber allgemeinen Lebenshaltung ber Nation nur zum Zwecke ber Aufrechterhaltung eines finnroibrigen Systems ber Krebitwirtschaft unb einer Dem Arbeitnehmer nicht wirklich helfenben Sozial- volltik ist sinnlos, unb eine Politik, bie bie Be­freiung nicht bringen kann, rechtfertigt nicht bie un­geheuren Opfer, bie nur für eine wirkliche Befrei­ung ber Nation Gewinn haben können. Die Unter­nehmer werben baburch gegen ihren Willen zum Zwangsvollstrecker zugunsten ber Tributwirtschaft unserer» Feinbe, zugleich aber auch zum Werkzeug bes klaffenkämpferischen Marxismus, ber sie immer mehr in ben Gegensatz zur eigenen Arbeitnehmer­schaft brängt unb insbefonbere bie Kluft gegenüber Den bewußt national tämpfenben Arbeitnehmern, aber ebenso innerhalb der deutschen Arbeiterschaft vertiefen möchte. Deshalb richtet der Landesverband an die Mitglieder des Zechenoerbandes ben bringen- ben Appell, ben Weg zur Rettung nicht mehr in ber bisherigen Richtung zu suchen, sonbern in bem klaren unb einbeutigen Kampf um bie g r u n b s ä tz- liche Aenberung eines für bas gesamte Volk verberblichen Systems "

Haftbefehl gegen Kahenellenbogen.

Aus Antrag der Staatsanwaltschaft I Berlin ist von dem Untersuchungsrichter des Landgerichts I Berlin dieBorunterfuchunggegen Lud- wig Katzenellenbogen und die vier ande­ren Mitglieder des bisherigen Generaldirekto- riums der Schultheiß-PahenhoserAG. eröffnet worden Sämtlicheünf Personen werden angeschuldigt, fortgesetzt als Mitglieder des Bor­standes wissentlicy in der AufstchtsratsUhung vom 18. Rovember 1930 und in der General­versammlung vom 3. 3anuar 1931 den Stand der Verhältnisse der Gesellschaft unwahr darge stellt oder verschleiert zu haben. Ferner wird Ludwig Kahenellenbogen angeschuldigt, durch eine weitere selbständige Handlung als DorstandSmitglied absichtlich zum Rachteil der Schultheiß-Pahen- Hofer AG gehandelt zu haben. Der Unter­suchungsrichter hat auf Antrag der Staatsanwalt­schaft gegen Ludwig Kahenellenbogen Haftbe­fehl wegen Fluchtverdachts, erlassen. Er ist in daS Untersuchungsgefängnis Ber­lin-Moabit eingeliefert worden. Die vier anderen Mitglieder de« bisherigen General- direktoriumS sind: Kommerzienrat Dr. Walter Sobernheim, Rudolf Funke, Ernst K u h I m ay und Erich Penzlin. Die Staats­anwaltschaft gelangte zu der Ueberzeugung. daß Kahenellenbogen zwar der Hauptverantwortliche fei, die übrigen Mitglieder des bisherigen Gcne- raldirektoriums aber insofern eine Mitschuld träfe, als fie in Kenntnis der Aktienkäufe und deS unvollständigen BörfenprofpekteS ge­schwiegen haben.

Aus öfter Welt

Sühne für bas Attentat auf bas Hamburger Bürgcrfdxiftsmitgllcb Henning.

Nach achttägiger Verhanblung würbe im Prozeß gegen bie Attenitäter auf bas kommunistische Bur- gerschaftsmitglieb Ernst Henning vom Hambur­ger Schwurgericht oerurteili wegen gemeinschast- sichen Totschlages, gemetnschasisich verübten ver­suchten Totschlages, gemeinschaftlicher Nötigung unb verbotenen Waffenbesitzes Hoeckmayr unb Ian kn zu sieben Jahren Zuchthaus und Bommel zu sechs Jahren Zuchthaus Der Staats- anwoit hotte für Hoeckmayr zehn, für Jansen neun unb für Bammel acht Jahre Zuchthaus beantragt

In ber Begründung bes Urteils heißt es: Das Ge­richt nimmt als erwiesen an, bah sich kein Anhalts­punkt dafür ergeben hat. baß bie Angeklagten von ber Führung ihrer Partei in irgendeiner Weife zur Begehung ber Tat beeinflußt worden sind Fest steht, daß alle drei Angeklagten angetrunken waren bas aber hebt ihre Verantwortlichkeit nicht auf Degen ber außerordentlichen Schwere ber Tat müssen ben Angeklagten milbernbe Umstände versagt werden

Verbindlichkeitserklärung des Schiedsspruch, für die Reichsbahn.

3m Lohnftreit bei der Deutschen Reichsbahn- gefellfchast wurde der Schiedsspruch vom 11.>» vemb.r 1931 vom RcichsarbeitSministcr für ver­bindlich erklärt

Hauptversammlung

des ReichSbundeS Deutscher Referendare.

3n Berlin fand die Hauptverfammlung deS ReichSbundeS Deutscher Reierendare statt. Der Dorfihende ConSbruck führte an Hand von Statistiken aus. daß im 3ahre 1931 an preußi­schen Ger.chten 8000 Referendare beschäftigt wur­den, also 25 Prozent mehr all In Vor­kriegszeiten. Er warnte vor dem Zu­strom zum Rechtsstudium, da der Staat die Beamtenanstellung gesperrt, Industrie unb Handel die Pforten geschlossen hätten und der Anwaltsstand überfüllt lei, und richtete an daS Justizministerium die Ditte, die Unterstützungs- zuschüsse für den Vorbereitungsdienst der Refe­rendare nicht noch weiterhin zu beschränken Dor kurzer Zeit sei eine Referendarselbst Hilfe gegründet, um die schlimmsten wirtschaftlichen Röte zu lindern. Ministerialrat Dr. Zimmer richtete einen Appell an da- Verantwortungs­gefühl des jungen Juristen. Auch der Berliner Rechtsanw ft I st zr t Dr. D.. Jul uS M a g n u - warnte eindringlich vor dem Ergreifen deS juristi­schen Studium-.

Ein internationaler Amateurphotographen-Wettbewerb.

Am 16. Rovember fand in Genf die Entschei­dung in dem Weltwettbewerb für Amateurphoto- graphen statt. Der Wettbewerb steht unter bem Patronat bekannter Persönlichkeiten der ganzen Welt, unter denen sich für Deutschland Dr.Ecke­rt e r befindet. Während der einleitenden Wett­bewerbe in 47 Ländern, an denen sich nur Ama­teurphotographen beteiligen dursten, wurden un­ter drei Millionen Photographie» 282 der interessantesten Aufnahmen a u S g e w ä h 11, die auf einer am 16. Rovem­ber hier beginnendeck. Au-stellung gezeigt herbem An bie,em Tage wird ein internationa­le-, au- bekannten Preisrichtern von neun Län- bern zusammengesetzte- Kollegium unter ben 282 Aufnahmen bie beste auSwählen. Die M o- tive sind eingeteilt in sech » Gruppen . in­nerhalb beren ebenfalls ein Wettbewerb ftattfln- bet. Der Gewinner bes Großen Preises erhält eine silberne Statue sowie 10 000 Dollar. Je­der der in den sechs Klassen Preisgekrönten erhält eine goldene Radel und 1000 Dollar. In der en­geren Wahl besinden sich auch sechs deut­sche Bewerber. Dem Preisrichterkollegium ge­hört für Deutschland Hauptmann Köhl an. Die Ramen der Preisgekrönten werden am 17. Rovem­ber bekanntgegeben werden.

Kunst und Wissenschaft.

Historiker Erich THarrfs 70 Jahre alt

Der Historiker ber Berliner Universität, ber Altmeister ber Bismarckforschung, Pros. Dr. Erich Mar ck S , begeht am 17. Rovember seinen 7 0. Geburtstag. 1861 in Magdeburg geboren, hat er sich 1887 in Berlin habilitiert: sein akademischer Weg führte ibn vom ersten Lehrstuhl in Freiburg (1892), nach Leipzig (1894). Heidelberg (1931), an die Wissens chast.iche Stiftung in Hamburg (l(K)7), nach München (1913). Don bort ist er 1922 nach dern Berliner Ausgangspunkt zurückgekehrt. 'Die preußische, sächsische, bayerisch« Akademie ber Wissenschaften ernannten ihn au ihrem Mitglied. Er ist, wie einst Heinrich von Treitschke. Historio­graph des Preußischen Staat-, ferner Dorsteher Der Münchener Historischen Kommission. Marck- Lebenswerk umspannt alle Epochen der neueren Geschichte. In gelehrten Forschungen, formvoll­endeten Biographien, wie im geistvollen Essay und in eindringlich historisch-politischer Rede hat er, weit über Den engeren Bezirk der Fachwissenschaft hinaus, das geschichtliche und staatliche Denken reich befruchtet. Seine Werke gehören heute zu den geistigen Schätzen der gebildeten Welt. Dieses Schaffen erstreckt sich über Den größten Teil Euro­pas, gipfelt in ber Erforschung und Darstellung Bismarcks und feiner Welt. Hauptwerke sind u. a die Biographie Kaiser Wilhelm- I.. .Elisa­beth von England und ihre 3eit" .BiSmarcks Gedanken und Erinnerungen", .Aus- und Rie­dergang im deutschen Schicksal" und viele Aufsätz« und Reden.

Der geplante neue Stratofphärenflug Piccarbs.

Zu dem neuenStratofphärenflug von Professor P i c c a r d ist die .Reue Aug-burger Zeitung" in der Lage, nähere Mitteilungen zu machen. Danach beao ichtigt Piccard im kommen­den Frühjahr die Dorbereitungen zu einem neuen Stratosphärenflug zu vollenden. Er organisiert und überwacht den n.-uen Aul stieg selbst doch wird weder er noch sein Mitarbeiter Kips er die Gondel besteigen. Sr will zwei Belgiern die Mög­lichkeit geben, die vorgesehenen Untersuchungen vorzunehmen, seinen Höhenweltrekord zu überbieten und an Belgien zu bringen. Der Ballon, dessen Hülle noch immer in Augsburg lagert, wird diesmal nur mit 2000 Kubikmeter WasserstOlfgas gefüllt werden. Er kann dann kie Höhe von!6500Meter erreichen. Ein mit dem Spezialgebiet Piccards. der kosmischen Strahle^.solschung, vertrauter PH s ker. s in Schü­ler Ma, Cosyn -. hat sich bereit erklärt das Wagnis zu unternehmen. Da er nicht Ballon­führer ist. wird ihm ein Pilot beigegeben. Wie das Blatt weiter erfährt, ist beabsichtigt, die Gon­del, die Piccard zu seinem ersten Stratospärenslug benutzte und die z Z. noch immer aus dem Ober» gurglergletfcber liegt, herabzuschaslen und nach Brüsiel zu bringen, wie sie zum Andenken an den ersten Stratosphärenflug an geeigneter Stelle aus­gestellt werden soll.

Volk ohne Raum.

Von der wohlfeilen einbändigen Ausgabe des großen Rornanes von Hans Grimm ist die erste Auslage von 50 000 Exemplaren nad drei Doch-n bereit- "griffen Das 51 bis 100 Tausend erscheint Ende Dieser Woche Die Gesamtauflage des Werkes beläuft sich Damit bereits auf 165 000 Exemplare.